BULETIN
1
Wer
erdreistet sich schon unseren Eriumphzug zu bestreiten, den WIR, die Stifter
und Gründer der hybriden Wissenschaften und Techniken begründet und
in neuester Zeit durchgesetzt haben: Immer perfekter, immer unbeirrt geradeaus
blickend, ohne Kleinmut, aus allen Niederungen zum absoluten Höhepunkt.WIR
haben die einst wild wuchernde Natur gezähmt und das armselige Menschenbild
von allen Peinlichkeiten und Unrat befreit und zur schönsten Blüte
geführt: Ein Verdienst unserer neuen,nachhaltigen, extra grünen
Geisteskultur, jenseits von angeblicher Erbsünde und anerzogener
Urlast, selbstbestimmt und fern jeden Zweifels an unserer ehemals ge-brochenen
Willens Kraft. Endlich erleben WIR,nach Jahrtausenden de-votester Knechtschaft,die
ungeteilte, bruchsichere Faszination unserer, entfesselten, einzigartigen
Emanzipation, weg von der angeblich so wert vollen Natur von Gottes Hand
und Gnaden.Hier,i m Bulletin der EU-Genik, unseres endlich friedlichen
wie gesunden Werte-Staates,weisen WIR allen Gläubigen und Zaudernden
den einzigen Weg in die Höhen unserer natürlich ge-rechten Solidar-Welt.
Ja, WIR haben Barry McGuire mit seiner heiseren Stimme zum Schweigen gebracht
und wer kennt heute noch sein garstiges Lied: "Eve of destruction"-"...And
you tell me over and over again my friend ah you do't believe we're on
the eve of destruction..." . Er ist nur mehr Beispiel einer ehemals
verstümmelten Kultur. Kaum stillbar ist unser Hunger nach Wahrheit
und Weisheit und triumphal ist jetzt unsre Ausbeute: Unsere friedlich
pulsierenden Bio-Stätten stehen in ewiger Blüte .Ein logischer
Erfolg unserer klug missionierenden Wahrheits-Kriege, die WIR in aller
Welt für Eden und Jeden ruhmreich be endet haben,denn jedem soll
eigen sein, das Beste, Reine und Gleiche, menschengerecht, gestiftet von
unserer höheren Vernunft und Umsicht in unserer geeinten und gereinigten
Welt, der "Welt, als Wille und Vorstellung", im Reich unserer
unvergleichlichen EU-Genik. Denn, was zuvor war und wahr gewesen sein
sollte, das genügte uns nicht.
WIR wollen mehr
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Es
wäre falsch zu sagen: "Heute sei ein Glückstag für
uns, weil WIR endlich die Trümmer der alten Gesellschaft beseitigt
haben, denn es war natürlich nicht der berühmte glückliche
Zufall, der uns etwa in den Schoss gefallen wäre, sondern es
war die kompromisslos harte und unerbittliche Arbeit auf wissenschaftlicher
Basis. Da wollte uns das ehemalige Regime doch bis zu-letzt einreden,
das wildwüchsige Patchwork eines raffgierig,propagandistisch zusammen
gebastelten Vorbil des einer Fussballmannschaft, heimatloser Legionäre,
sei das Urbild (Platon) einer produktiven Gesellschaft.Aber dabei höhlte
der Holzwurm und ewig lauernde Spaltpilz die Statik des morschen Gebälks
immer weiter aus, denn hier waren die Mentoren auf halben Wege hin zur
einzigen Hybrid-Kultur stecken geblieben. Das ging eben alles nur so lange
und gut, bis die Sozial-Automaten kein Geld mehr spuckten, die Ressourcen
verbraucht waren, die Gelddruck-Maschinen kaputt und die Menschen so um
den Lohn ihrer Arbeit wie das Erbe ihrer Väter gebracht wurden. Es
war doch abzusehen, dass ihre Kinder und Kindeskinder auf immer in der
Zange eines gefrässigen, erbschleichenden Staatsdrachens gefangen
gehalten wurden: Beraten, von parasitären, fliegenden Touristen,
die nach dem Durcheilen weniger Tempel, Wüsten und Dschungeln wie
inszenierter Kulte abgängiger Zivilisationen und heimlich manipulierten
Computerprogrammen, glaubten aller Welt vorschreiben zu dürfen, was
Kultur und bessere Lebensart sei Dabei während sie ihren Gweschäften
und Hobbies nachgingen,huldigten sie doch im Grunde nur ihrer überheblichen,
lausigen, dünkelhaften Selbstbefriedigung. WIR wollen nicht nachkarten
und diese politischen Blindgänger belehren,bewerten oder richten.Und
WIR wollen ihre Dyskinesien nicht korrigieren oder an ihren merkwürdig
hoff-nungslosen Methoden und Gesetzen herum schrauben und ihr insolventes
Netz einfältiger Sprüche und Brüche reformieren. Das ginge
auch gar nicht. Nein, WIR lassen sie einfach links und rechts liegen und
im Nichts davonfliegen, auf ihren schäumenden Seifenblasen und roten
Teppichen, möglichst tief und weit in die Schwarzen Löcher hinein,
um dort auf Nim-merwiedersehen das Ende ihrer faulen und ranzigen Misthaufen,
unver-besserlich selbstverliebt feiern zu können. WIR sind keine
kindischen oder senilen Tüftler, Heiler, Argonauten, Wahrsager und
WIR sind auch keine auch keine politisierenden Lumpen, die täglich
vergiftete Köder, getarnt als Babyzucker, verkaufen und dabei immer
etwas anderes tun und denken, als das,was sie sagen. Sie wissen ja eigentlich
nicht, was sie tun und wollen und wie lächerlich stumpf und haltlos
ihr dreckiges und dummes Tun in Wirklichkeit ist. WIR brauchen diese wirren
Fährmänner, Vorbeter, Schmeissfliegen und getarnten Harpyien
auch nicht hinter dem TV-Glas. WIR haben stattdessen erst geheim beraten,
dann demokratisch gewählt und die Richtlinien unseres neuen Gemeinwesens
eingeführt und optimiert, was zunächst nur so aussah, als sei
es ein Spiel und nur theoretisch und zum Zeitvertreib erdacht.WIR prahlen
nicht mitwelkenden Paradiesen aus dem hohlen Bauch, nein WIR sind ganzheitlich
folgerichtig und rational.Unser Werk und wirken wird zeitlos seijn und
wird alles ändern, was sich je geregt hat, in allen alten Sphären,
Dimensionen und Wichtungen. WIR handeln mit kristalliner Disziziplin mit
eugenischer Zucht und Ordnung. Die eu-genischen Freiheiten der Mathematik,
der Physik, der Bio-Chemie, der Bio-logie und des gesamten synthetischen
Darwinismus ,im dreidimensionalen Raum, in den Gittern und X-Punkten der
32 Kristallklassen, die Bänder,Parketten und Packungen,geben uns
die nötige Sicherheit, unser Dasein gen-gesteuert auszurichten. Und
dies geschieht nach den goldenen Prinzipien unseres sorgfältig optimierten
Konzeptes der Vorbestimmung und Vorsehung aller biometrischen Bewegungen
im weitesten Spektrum des ungeteilten Universums, genau so total wie in
den Molekülen unserer hybriden Eingeweide. Mit dem Austrocknen der
gepuschten Sozial-Automaten ging die Säuberung des alten Bildungs-Systems
konform und es zeigte sich, dass selbst einige Nachfahren der archaischen
Gömböcs,nach algorithmischer Rüttel-Gymnastik auf der Basis
des geschleuderten Künast-Menger-Schwamms, auf einmal begannen,f
ast automatisch, platonische von ar-chimedischen Körpern unterscheiden
zu lernen und sich alsbald im hyperbolischen Raum zurecht fanden, ganz
ohne Stütze. Die grosse Restmasse aber, unbrauchbarer hominiden,
konnte noch gewinnbringend in dem Park der umwälzenden Oloiden und
Spannbäume, im abgewrackten Zustand, zu Methan optimiert oder in
den Lorentz-Attaktoren zu thermischer Energie veredelt werden. WIR sind
und bleiben eben Prä- und Neo-Realisten, die allerdings mehr leisten,
als nur Eins und Eins, mit dem kleinen Konrad Zuse-Zertifikat, zusammen
zu zählen. Der Aufbruch in unser neues, geklontes Morgen-Licht-Land
hat begonnen und am Himmel schweben und leuchten bereits die ersten wärme-
und energiespendenden Ikosaeder. WIR sind auf dem Weg und lassen alles
stehen und liegen, was uns geängstigt und beschwert hat und folgen
den klaren Parametern unserer Vernunft und Logik im multifunktional eroberten
Space des Lebens.
WIR kommen nicht mehr zurück.
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Die
Idee des Klonens entstammt nicht etwa dem Hirn von Künstlern oder
Wisenschaftlern, wie unkundige Wichtigtuer häufig glauben, sondern
sie gehört sozusagen zur Grundausstattung des Menschen schlechthin,
von Anfang an, wie in der Genesis: Moses 1,26 in der Bibel nachzulesen
ist: ..."Lasst uns nun den Menschen machen, nach unserem Bild"
...und weiter: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild,nach
dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie...".Doch
diese Worte sind verwirrend unlogisch und irgendwie tückisch ungenau,was
ihre Herkunft, Aussage und Autorenschaft anbelangt. War Gott etwa nicht
alleine während seiner Schöpfung und hatte er womöglich
zeitgleich einen unbekannten Ghostwriter und Helfer bei sich,der uns seine
Wunder aufzeichnete oder auwswendig lernte, wie die Kinder ein Gedicht
? WIR wissen es nicht ,auch nicht, warum WIR gleich von Anfang an so verunsichert
und allein gelassen wurden von ihm, dem göttlichsten Gott, bis auf
den heutigen Tag. Dach was WIR mittlerweile sehr genau erfahren haben
ist, dass das göttliche Klonen,also die vegetative Vermehrung des
Menschen und die Replikation und Ebenbildlichkeit Gottes, wie WIR es leidvoll
erfahren mussten, nicht nur als Metapher, sondern im Real-Versuch und
vom Beginn an, eine erschreckende Fehlleistung war, die WIR nun korrigieren
müssen. Und WIR rufen ihm zu: "Lieber Gott,so einfach geht das
nicht ! - Schau her, was Du angerichtet hast".
WIR können es besser
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Und
nun ist es soweit.WIR, die recht mässigen Erben dieser alten Gottes
idee, werden in wenigen Jahren mit der vita nova unseres herrlichen KLON-Staates
der wunderbaren EU-Genik krönen. Was zunächst noch von unseren
Gegnern als rhetorisches Strohfeuer undalttestamentarisches wie altmittelalterliches
Chimärentum verteufelt wurde, entpuppte sich als letzte Rettung einer
fast rettungslos untergehenden Menschheit mit ihrer morbiden, einfältigen
Gesellschaft, die in Hysterie und Dekadenz zu zerbrechen drohte, aber
kurz vor ihrem Exitus die heilenden meta-neologischen Kräfte und
Säfte unserer auserwählten Hybrid-Kultur entdeckte.Schlechte,
einäugig vertrottelte, gleichgeschaltete Journalisten, mit dem albernen
Kinderglauben: 'Wer nicht links ist, ist rechts, konservativ oder besser
gleich Nazi', hatten wegen mangelnder Quoten, Auflagen die reisserischer
Effekte und Reflexe ausgebaut. Unisono zerstörten sie die Identität
der einfachen Menschen und diktierten einfach, was ihnen wichtig war.
Dies taten sie mit entsprechender Provenienz ohne Wissen mit viel Gewissen
oder mit viel Gewissen ohne Wissen. Schliesslich hatten diese
Pseudo-Politiker wegen Wahlterminen und geldfressender Eigenwerbung, Banker
wegen immer höheren Renditen und betrügerischen Machenschaften,
Kirchen wegen moralin deformiertem Eigennutz und bigotter Heuchelei, Wissenschaftler
wegen blöder Geltungssucht und getürkten Ergebnissen, die arglose
Masse der Bürger krank, dumm, arm geschwätzt und immer hektischer
in mörderische, anmassende Moralkriege, Existenzkrisen und Neid anstachelnde,
sinnlose Verteilungskämpfe gehetzt. Einfältige Märchen
wurden zu Wahrheiten und Mythen verklärt und Wahrheiten zu Märchen
und Mythen erklärt und ausgegrenzt. Die hier noch gesund an Verstand
und Psyche überlebenden Bürger des Abendlandes und des folgenden
Gross-Elekthronischen Reiches, 1984, wissen wovonhier die Rede ist. Die
Sehnsucht nach einer anderen, sauberen Welt wargewaltig und brachte die
Menschen schliesslich zu Vernunft. Der freigeistliche Texter Michbadura
fügte in diesem Bulletin Satz an Satz, wie WIR, das bio-gugolonische
Konsortium, es ihm eingegeben haben und führt uns von der unrühmlichen
Vorgeschichte zu den besonderen Bedingungen und Einzelheiten unseres Staates,
bis WIR am Endanfang zum gemein sam intonierten Gesang der Seligen einstimmen
werden, kurz bevor die Klonisierung und Installation beginnt und die feierliche
Besamung mit den genetischen Codici, unseres multioptional gezüchteten
Spenders und Stammvaters, dem vollkommenen Königs-Klon, automatisch
ausgelöst wird. WIR verbeugen uns vor der verdienten Gnade des Schicksals
und unserer so herrlichen Gabe der Vernunft. WIR werden bald gleich sein,
wie ER, geeichelt und neu geboren. WIR machen keine Utopien, WIR machen
sie überflüssig.
WIR haben alle Knoten entgeistert.
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Als
menschliche Rohlinge waren WIR gnadenlos der willkür der Elemente
ausgeliefert und unsere angeboren, jungferliche Unschuld wurde einem schillernden
und tückischen Allesglauben ausgesetzt. Doch das ist jetzt vorbei
und WIR haben die unmündige Abhängigkeit umgekehrt und stehen
nun restlos aufgeklärt und befreit, auf dem Gipfel der Herrschaft
über alle Urmächte des Lebens. WIR schenkten uns eine nie versagender
Schaffenslust,wie es Gott und den unzähligen Göttern zuvor vollmundig
trunken angedichtet wurde. WIR wissen wofür und warum WIR dies alles
vollbracht haben und WIR stehen jetzt unmittelbar vor der Erfüllung
lang geweissagter Ahnungen, fortschrittlich antizipierender Geister,die
uns auch weissagten,dass WIR das Leben unserer Erde erst richtig verstehen
würden, wenn WIR auch die Prozesse aller verflochtenen Welten des
Weltalls richtig zu deuten wüssten: Mit allen Chancen und eventuellen
Plagen unserer alten Existenz wie für die Existenzen aller anderen
Wesen, auch die der Parallelwelten im Universum,bis in die tiefsten Falten
von Zeit und Ewigkeit. WIR haben unser Wissen ernst genommen und nicht
nur das, denn die Welt mit ihren krummen, verschachtelten wirken und Werken
ist jetzt unser, bis in die sich durchdringenden Gewölbe und Metastasen
brennender Sonnensysteme und kalten Sterne, in allen Ander-Welten und
entschleierten Sphären,der endlos ansonsten parabolischen Finsternis
mit ihren pulsierenden Milchstrassen, Sternwirbeln, Schwarzen Löchern,
Weissen Zwergen, Nebel-Trichtern, Strudeln und Spiral-Kräften, glühenden
Kugelhaufen, ruhelosen Kometen, kreiselnden Klumpen und miteinander vernetzten,
flutenden und algorithmisch sich fortbewegenden Körpern, Materien
und vermeintlich unerforschbaren, zeitlosen Zwischen-Räumen und vernetzten
Magnetfeldern.Jedes Flackern und Funkeln, jedes Leuchten und Erlöschen,
jeder Pixel und Funken auf den Chromatographen, Spektrografen und Monitoren,
ist uns im Voraus bereits der Beweis und Echo unserer profunden Gewissheiten,
unserer treffsicheren und zielführenden Analysen,uned hat uns gelehrt
endlich stolz zu sein. WIR betteln und beten nicht nach mehr Erkenntnis
und Erleuchtung, denn WIR haben sie und WIR haben sie genutzt, ohne Furcht
und Bangen, trotz aller, uns verwün-schenden, babylonischen Verfluchungen.
WIR haben nicht nur die Metalle zum Schmelzen gebracht und ihre verborgenen
Botschaften enträtselt,sondern auch im härtesten, scheinbar
toten Felsen das tückische Wesen der Natur entzaubert und alle strahlenden,
elektrolytischen Botenstof-fe und Teilchen entfesselt oder befriedet und
in ihren atomaren und molekularen Gittern und Verstrickungen lesbar gemacht
und unseren hybri-den Zielen dienstbar gemacht.Sie gehorchen uns jetzt,
bis in die kleinste Zuckung hinein und aus unseren anfäglichen devoten
Wünschen wurden der Natur schliesslich unsere Wünsche und Forderungen
windelweich einprogrammiert und WIR können sie jederzeit, nach allen
Regeln unserer EU-genischen Kunst, fehlerfrei an jede gewünschte
Realität bringen. WIR haben die Provokationen der Natur gemeistert
und jede noch so abartige Heraus-forderung angenommen und jede Arbeit
dabei, war uns ein Genuss, denn WIR sahen immer das Ziel und WIR haben
es erreicht, ohne zu zwei-feln und zu verzweifeln. Francis Bacon gab uns
erste Hilfen mit seiner "Idolenlehre". WIR sind wunschlos glücklich
und grenzenlos dankbar, doch WIR sind nicht nur "Schöne Seelen"
, WIR verzichten darauf. WIR brauchen unseren All umfassenden Verstand.WIR
folgen keinen Spuren
mehr , WIR hinterlassen sie.
WIR haben alles richtig gemacht
6
Es
wurden immer Vorbilder für eine bessere Gesellschaft gefordert und
WIR hatten Sie und WIR nutzten sie auch. Der Wecker rasselt und Herr van
de Holzblood springt aus dem Schlaf in die Toilette und drückt auf
die Taste seiner elektrischen Zahnbürste mit der er wie immer den
den nächtlichen Schleim von seinen Zähnen rsapelt. Mit dem Fuss
betätigter gewohn-heitsmässig den Knopf seines Robo-Cleaners,der
sich automatisch an die einprogrammierteb Routine macht,die Stäube
und Flusennester in der Wohnung zu beseitigen und alle Objekte glänzend
zu säubern. Eine Errungenschaft noch aus unserer Vorzeit. Mit seinem
komfortablen High-Tech-Sessel-Lift kann er jedem beliebigen Ort im Haus
ansteuern. Es ist nicht irgendeine Invalidität, sondern sein Wille
nach Herrschaft mit Bequemlichkeit mit diesem Automobil durch die Wohnung
zu fahren, in jeder Schnelligkeit oder durch die Lüfte zu schweben.
Bevor er aus Südaftrika geflüchtet war, hatte er seine Farm
noch gewinnbringend verkaufen können und lebt seither als Single
in seinem Haus auf Sütterlin. Bis auf wenige, unvermeidliche Momente,
meidet er direkte Kontakte mit seinen Mitmenschen aus Angst vor Schweinepest
und Keime, weil ija mmer etwas passieren könnte,was seinem Hang,
nach unbedingter Kontrolle und makelloser Gesundheit, widerprechen wönnte.
So war er viermal kinderlos verheiratet bis er spürte, dass seine
Frauen begannen einen eigenen Willen zu erproben. Dann löste er die
Beziehung schnell auf, denn er fühlte sich als Alpha-Tier und duldete
keine Störung seines Gemüts und schon gar keine andere Meinung.
Seine Liebe zu beherrschbaren Maschinen verstärkte sich daher sprunghaft
und er besass bereits eine grosse Bibliothek von Betriebsanleitungen und
detaillierten Konstruktionszeichnungen seiner technoiden Lüste, die
er Tag und Nacht auslebte. Da konnte er sein,wie er wollte und blieb immer
Herr des Geschehens,wenn er wie ein Chirurg die verschiedensten Automaten
überprüfte, die Akkus auflud und bei Bedarf reparierte. Eigentlich
brauchte er sie garnicht, denn er beschäftigte sich mit ihnen aus
reinster Leidenschaft. Er schraubte, installierte und putzte ihre Teile
nach Herzenslust und grundlos frischte er nach Plan ihren Lack auf und
verabreichte ihnen frischen Lack und gründlichste Ölung und
Schmierung. Der Höhepunkt jedoch war es,wenn es ihm gelang zwei,drei
oder vier Appaate zu einer neuen Meta-Maschine zu vereinen und die früher
getrennten Funktionen in einer neuen Funktions-Hierarchie zu vernetzen.
Doch, trotz aller Macht über die Objekte fühlte er dennoch,
nach und nach, eine immer stärker aufkommende, nicht zu verdrängende
Langeweile, die ihn heute besonders quälte und unruhig machte. Nachdenklich
öffnete er die Tür seines Geschirrspülers entnahm ihm Tasse
und Löffel und schenkte sich aus der bereits dampfenden Kaffeemaschine
ein und es machte, wie an jeden Tag Hicks und der, wenn die fertige Labsal
aus dem Grill fuhr. Wie immer öffnete er dann sein Notebook,schaute
in seinen Briefkasten und studierte amüsiert die spiessigen Seiten
der Lokal-Zeitung. Das alles war programmiert und lief pünktlich
ab, wie das Programm seiner AtomUhr, das Geschenk des Oberbürgermeisters
für ihn, als vorbildlichen Helden des Alltages. Doch heute war alles
irgendwie anders.Er schaut in den Spiegel und danach auf den Monitor aber
er kann sich nicht so recht wie immer an den kleinen und grossen Katastrophen
delektieren, die mit Regelmässigkeit, die täglichen Gemüter
fesseln sollen. Er streichelt nachdenklich seinen Spitz-Bauch. Erst gestern
hatte die Inspektion in der Klinik keinen positiven Befund gebracht und
so singt er zwar entspannt und vieltönig vor sich hin, doch er spürt
seine wachsende Langeweile: Es musste was besonderes passieren. Erst durch
das Klingeln des Post-Zustellers stört sein Sinnen. Er habe wenig
Zeit ruft der Mann, der sofort ein schwerdes Paket loswerden will und
eine Unterschrift verlangt. Er rüttelt ungeduldig amverriegelten
Gartentor, doch es dauert noch eine Weile, bis Herr van de Holzblood seine
Sicherungs-Anlage entschärft hat und auf den summenden Türöffner
drücken kann. Der Bote hält ihm hastig sein Signier-Set entgegen
und ist schnell wieder weg. Nun ist er mit sich und dem Paket wieder allein
und öffnet etwas gelangweilt die riesige Verpackung. Er weiss, was
er in den vielen Schalen finden wird: Ein weiteres Maschinchen, eine raffinierte
Drechsel-Maschine, aus feinstem Edelstahl mit europäischen Gütesiegel,
dem Logo eines Diamanten,i n der Art des unbezwingbaren Golden Jubilee.
Dieswe bekam er gratis mit dazu, als er vom Staats-Dienst feierlich mit
Kammer-Musik verabschiedet worden war. Die Maschine war schnell zusammen
montiert .Eine Kleinigkeit für den Fachmann aus Südafri- ka
und er stellt sie ins Arsenal zu den vielen anderen Haushalts-Geräten,
Motoren, Uhrwerken, Computern usw., die sein Leben ausmachten. Dabei fiel
ihm sein Traum in der vergangenen wieder Nacht ein .Darin berichtete ihm
sein Grossvater,ein Nachfahre der ersten Buren ,wie schön doch die
Sklave-rei in alten Zeiten gewesen sei, bevor sie von den Briten 1834
angeblich verboten, aber insgeheim weiter praktiziert worden sei. Als
Sklaven sollten Ihm nun seine Maschinen dienen, die in wundersamer Weise
formiert und wie Soldaten angetreten waren und ihm mit schräg nach
vorn erhobenen Gliedern salutiertem.Doch wieder aufgewacht, ihm doch schmerzlich
auf einmal der Unterschied zwischen seinen immer willigen Arbeits-Sklaven
aus Metall und Kunststoff und den Sklaven aus Fleisch und Blut bewusst.
Mit denen er ja nicht sprechen konnte und die bestenfalls Summtöne
und blinkende Lichtpunkte absonderten, wenn sie angeschaltet und Betriebsbereitschaft
signalisierten. Sollte sein Burentrieb nur einem infantilen Ersatztrieb
aufgesessen sein, mit der Heerschar seiner Machinen und Roboter ?. Er
erinnerte sich entsetzt an das Theaterstück R.U.R.,1921,von Joseph
Kapek, in dem sich Roboter gegen die Herrschaft der Menschen auflehnten
und das wohl etwas davon beeinflusste 'Triadische Ballett' von Oskar Schlemmer,
1922. Aber mehr als darüber ldeprimiert sein,konnte er jetzt nicht,
denn soll-ten Roboter oder Androiden nichts mehr, alsverkleidete und kostümierte
Äf-fer sein,ohne eigenes Leben.Also für den Herrn van de Holzblood
nichts aufregend Neues, bestenfalls ein alberner und gefährlicher
Mythos wie die Figur des Prager Golems ,1580, entstanden aus einem Klumpen
Lehm, u.a.-in Verbindung mit den vier Elementen,der ein brauchbarer Diener
hätte werden können, wenn ihm nicht gleichzeitig zu viel menschlicher
Eigensinn eingehaucht worden wäre. Eine Vorstellung,die dem Herrn
van de Holzblood eine kribbelnde Gänsehaut wachsen liess, denn Sklave
musste Sklave und Herr musste Herr bleiben. Ermattet vom vielen Grübeln
schlief er ein und wurde erst durch schrille Stimmen aus dem noch eingeschalteten
Fernseher wach. Da wurden Diener wie Sklavinnen aus Fleisch und Blut nach
Katalog aus allen Herren Länder angeboten, für jede Lust und
Arbeit , mit Bild und Ton, angezogen oder nackt, mit entsprechend standardisierten
und erfolgreichen Prädikaten ,in Form von Muskeln und Genitalien.
Ja,das könnte es ja endlich sein, nach dem er neuerlich suchte und
er bestellte sich sogleich eine devote Molly nach Hause, die auch tags
darauf , prompt und sauber in seinem Büro erschien, ohne Beipackzettel,
ohne Betriebsanleitung und ohne ungeduldigen Zusteller ,wie die Machinen
, denn sie konnte ja sprechen. Sie machten einen Vertrag für einen
Monat, in dem sie sich verpflichtete, alles willig und ohne zögern
und murren zu ertragen, was Herr van de Holzblood von ihr verlangte, auch
wenn es weh täte und ihr eventuell zunächst sinnlos erschiene.
Natürlich sollte sieihm auch "das Werk des Weibes tun",
wie es im Gilgamesch-Epos trefflich heisst und wie sie es hoffentlich
gelernt hätte, natürlich gegen guten Cash. Nach einer kurzen
Probe, wurden sie schnell einig . Und So prügelte, er sie, liebte
sie, quälte sie mit den sonderbarsten Perversitäten und zwi-schendurch
musste sie ihm sein Lieblings-Gericht kochen: Pflaumenklösse mit
brauner Butter . Zweimal am Tage, immer Punkt 8 Uhr und 20 Uhr musste
sie ihn leidenschaftlich befriedigen, erst oral und dann im "Doggy-Style",
wie sie es nannte, und jeweils um 12 Uhr trat er ihr dann immer saftig
in den Arsch und nannte es beim Klatschen Elfmeterschiessen". Molly
war eine würdige Sklavin und ertrug alle Qualen und Erniedrigungen
mit scheinbar fröhlicher Miene und ohne den geringsten Anflug von
Aggressivität oder Schmerzen. Doch nach 20 Tagen verstarb sie plötzlich
unerwartet an Herzversagen was das herzhafte Herren-Leben des Herrn van
de Holzblood abrupt beenden sollte und heftigste Depressionen bei ihm
auslöste. Er fühlte sich auf einmal klein, allein, krank, amputiert,
geradezu hilflos und vom Schicksal ungerecht und ärger gedemütigt,
als Hiob . Er versank im Trübsinn und verkroch sich unsichtbar für
die Umwelt, bis ihm der Roman "Rebecca" von Daphne du Maurier
von 1938 in die Hände fiel , nebst einer Studie des Soziologen Alvin
W.Gouldner darüber , 1964 , in der er, die Wieder - holungszwänge
und sentimental - idealisierenden wie ver-klärenden Erinnerungen
von Vergangenheit , im subjektiven Verlust-Erleben, als "Rebecca-Mythos"
bezeichnete . Das war es wohl, was ihn gepackt hatte, der Rebecca-Mechanismus
in seiner kranken Seele, die nach seiner Molly rief: Immer und immer wieder
und so jammerte er bei seinem Arzt über den unerwartet schnellen
und herben Verlust seiner Sklavin Molly und die jetzt ausblei-benden,
mit ihr genossenen Gewohnheiten, ohne die er glaubte nicht mehr er selbst
zu sein. Doch der kenntnisreiche Arzt gab ihm dann den ent-scheidenden
Tip, der sich auch für uns so ungemein fruchtbar erweisen sollte.
Er sagte: " Herr van de Holzblood, in Schottland gibt es ein Institut
mit Namen 'Roslin-Institut',in dem an Repliken von Tier und Mensch gearbeitet
würde, aber das alles sei sehr kostspielig und noch kein Readymade
und Erfolgs-Modell, wegen der aufwendigen Recherche und präzisen
Sequenzierung der DNA". Noch hätten die es noch nicht geschaft
und sie benötigten sehr viel Geld für die unakademischen Aktivitäten,
die für eine erfolgreich schnellere Forschung unabdingbar wären.
Hoffnung keimte bei Holzblood dass so vielleicht die Chance bestand,eventuell
seine Molly als Klon wieder auferstehen zu sehen, die ihm dann wieder
zu Diensten sein könnte. Nach einem Gespräch mit den Professoren,
überwies er eine beträchtliche Summe für die dort betriebene
Klon-Forschung, zusammen mit einer Haarlocke seiner verstorbenen Molly.
Das war im Jahre 1995. 1996 wurde Dolly geboren, der erste lebensfähige
Klon aus Menschenhand, dem dann viele weitere folgten. Zwar noch etwas
entfernt von der Generierung der willigen Molly,aber ein Riesenschritt
hin zu ihr und mit ihr in den Eintritt in unsere segensreiche Zukunft.
WIR danken allen Sponsoren
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Grosse
Erfolge haben meistens viele Väter und Mütter, so auch der Endsieg
unserer EU-Genik. Eigentlich ist die ganze Menschheits-Geschichte mit
allen toten und lebendigen,allen bekannten und unbekannten, allen noch
fremden und verwandten,allen kleinen und grossen allen irdischen und ausserirdischen
Regionen, daran beteiligt, wie nahezu alle humanen Natur-Wissenschaften
und göttlichen Imperien. Auch der Wahnsinns-Staat "WIR"
von Jewgeni Samjatin, 1920, selbst die Deppen wider Willen aus Politik
und Fernsehen aus der goldbraungrünen Alt-Zeit, mit ihrem mikrigen
Kulturverständnis, konnten unser erhaben leuchtendes Werk nicht verhindern,
das schliesslich wie in einem gigantischen Netzwerk des Big Lego, bioelektrisch
geeint und wie das Myzel einer universalen Pilz-gesellschaft unter der
Erde, unsichtbar, sprossenhaft und massenhaft heilsam wirkt, unter der
absoluten Aufsicht und nahez au- tomatischen Herrschaft der Bakterien,
die ja die allerersten sozialen Klon-Stämme und Klon-Kolonien darstellten
und ihre wertstiftende Ehren-Arbeit und Hygiene, ganz selbstlos, selbstverständlich
und unentgeltlich in der Welt verrichten. Was erst WIR, die EU-Geniker
ernsthaft auf Augenhöhe zu würdigen wissen. Bilden sie doch
das universelle Vorbild, das befreiende Potenzial und die erschlossene
und entschlosene Grundlage unseres reifen Kultur-Staates. Ihre Moleküle
und 'springenden Gene' haben sich uns in den Petri-Schalen zu erkennen
gegeben, weil sie uns mögen und uns vertrauen und freilich haben
sie unser uneingeschränktes Vertrauen.
WIR sind so dankbar
8
Es
waren späte Einsichten, die uns sagten,was uns die Wissenschaften
bis dahin nicht gesagt hatten,weil sie wie dumme Kettenbriefe oder Staffel-Läufe,
immer nur da weiter forschten, wo andere aufgehört hatten, statt
den riskanten Rösselsprung in den Ausweg zu wagen, der immer scheinbar
unmögliches vereint und den richtigen Pass unverhofft nach vorne
weist : Über alle Barrieren und Hohlräume hindurch ,in die freie
Luft, wo die erlösenden Antworten nochvöllig frei auf den Strassen
wirklicher Erkenntnis liegen und das strangulierende Kreisen in krankhaften
Möbius-Schleifen sein bitteres Ende findet.
WIR haben uns gefunden
9
Es
war irgendwann im Sommer 1969, da lief der wisenschaftliche Zeichner Michael
Johannes Badura durch die Felder, nahe von Hann.Münden und strich
mit den Händen im Vorübergegen über die Weizenähren.
Dabei traf er auf etwas merkwürdig spitzes und hartes und sah darauf
genauer hin. Ähnlich wie nach dem Regen, hängende Wassertröpfchen
an den Blätternin der Sonne oft wie Diamanten blitzen, sah er in
den Samenständen einzelner Ähren kristallin glitzernde Körper,
die entweder transparent hellblau oder purpurrot gefärbt waren. Der
Zeichnerdachte sofort an das "Heilige Feuer"oder "Antoniusfeuer",
wie das Mutterkorn früher genannt wurde, dessen hohe Gifttigkeit
fürchterliche Qualen verursachen konnte. Doch das konnte es nicht
sein. Die Ge- schmacksproprobe im Selbstversuch, ergab einen sehr salzigen
Geschmack und heftiges Brennen im Magen. In der Nähe befand sich
eine Kiste mit Streusalz und somit lag der Übeltäter nahe, aber
nicht für die Wissenschaftlern der zoologischen Anstalt der Universität,
wo er arbeitete. Die bezeichneten seinen Fund als klaren Fake. Wenige
Monate später fand er in seinem Küchenschrank einen Beutel mit
Walnüssen, die von Weihnachten übrig geblieben waren und während
er ein paar Stromkabel reparierte, knackte er beiläufig ein paar
Nüsse, ohne recht hinzusehen. Doch beim Verzehren biss er auf auf
etwas sehr Hartes mit einem widerwärtigen Beigeschmack.Er spuckte
es in die Hand und fand graue , metallische Klumpen ,die sich als Blei
herausstellten und sich iauf irgendeine hybride Art in der Nuss abgelagert
haben mussten. Er wollte das erst nicht glauben und nahm an, eine alte
Zahnplombe wäre ihm aus dem Mund gefallen,doch so war es nicht.In
dem Beutel mit den Weihnachts-Nüssen fand er noch zwei weitere, die
nach dem vorsichtigen Aufsägen ebenso in ihrem Kerngehäuse reines
Blei aufwiesen ,das sich in den Wachstums-Prozess der Nüsse eingeschmuggelt
haben musste. Wieder diskutierte er mit den Wiss-enschaftlern, die aber
erneut meinten, er sei einem Fake aufgesessen,oder er wolle sie veralbern
,denn so etwas sei doch unmöglich und diese "MUTANTEN"
seien ein Hirngespinst und sie nannten ihn fortan spöttisch einen
"Mutanten-Jäger".I n dieser Zeit hielt man Mutanten, selbst
in der Wissenschaft,noch für eine Erfindung von Phantasten. Den Zeichner
liess der Fund aber keine Ruhe und er legte in seinem Garten in Barlissen
ein Kultur-Beet an,mit einer Kürbis-Saat an, die er mit einem kunterbunten
Gemisch aus Teer, Viehsalz, Blei und Resten von Chemikalien und normaler
Gartenerde bestückte.Er wollte herausfinden, ob sich die giftigen
Substanzen später im Kürbis wiederfinden liessen. Dies war der
Fall,nicht nur geschmacklich, sondern auch sichtbar, wenn man nur genau
hinsah. Zwei Jahre später las er in der Zeitung,dass in der Nähe
von Oldenburg Kühe auf der Weide jämmerlich an einer Bleivergiftung
verendet waren . Ursache war ein erodierter Filter eines entsprechenden
Fabrikations-Betriebes , der ausgewa-schenes Blei von den Weiden fern
halten sollte, aber eben irgendwann durchgerostet war. Wenig später
wurde das Nervengift Blei dann auch in Ge- lenken von Kindern und selbst
in Muttermilch nachgewiesen. Daraufhin entdeckten die Wissenschaftler
auf einmal die Ökologie als würdiges Feld, was sie vorher lächelnd
als wissenschaftlich unergiebiges Zeug bestritten hatten,denn es gab damals
kein lukratives Forschungsgeld für derlei Um- weltforschung. Schliesslich
behaupteten sie später inbrünstig: "Das ja alles immer
schon geahnt zu haben" und machten den nächsten Fehler, indem
sie alles verteufelten, was nicht archaisch urwüchsig war.
WIR und sie sind heute schlauer
10
WIR
wollen heute WIR nicht mehr wissen wer und wie viele akademische Zeitvertreiber
sich und andere von Mottenkisten, Linsen- und Binsengerichten ernähren,
ernährt haben und entsprechende Türken bauten und erfunden haben
um wohlfeile Doktorarbeiten zu schreiben. Senile Fragen etwa wie diese:
"Ob denn vielleicht Jesus Christus die Wiedergeburt des Orpheus hätte
sein können", freilich ohne Eurydike, aber mit Magdalena, sind
ein typisches Beispiel aus der Fülle und den Fallen, akademischen
Aberwitzes, bedingt vom trüben Gebräu aus Karrieredruck und
steril dekadenter Verwirrtheit , mit leider entsprechend fruchtloser,
blindwütiger Streuwirkung auf nachrückende Eleven, die dieses
Zeug wie geistige Arzeneien schlucken sollten. War hier wieder der teuflische
Antichrist am Werke? Zwar sind uns solch bizarre Schnitzeljagden fremd
und peinlich überflüssig wie ein Kropf, doch WIR haben gelernt,
diese verwirrten, aber wirkungsvollen Energien verbrühter Hirnaktivität
und Glaubensfähigkeit neu zu justieren und unseren Überzeugungs-Methoden,
die manch unverständiger Geist als Gehirnwäsche bezeichnezt,
mit bestem Erfolg zu politisieren, ohne Chancen für jeglichen, phantastischen
Flop in die Schöngeisterei. Folgenlose Aufregungen und telegener
Betrug bleiben uns für immer erspart, aber das ehemals kultivierte
Werkzeug, massenhafter Beeinflussung durch Wort,Schrift,Bild,Film und
Gesetz,wird uns, ein nützliches Werkzeug für die Schulung unserer
Funktionäre sein Freilich auch WIR hatten anfangs Schwierigkeiten,
die träge Masse der kleinen Leute, von unsren überlegenen Prinzipien
zu überzeugen und kunstvoll von den tierischen Halbwahrheiten der
Ungläubigen abzulenken. Wie bereits angedeutet, sind WIR den Hypothesen
der Astral-Mythologie, mit ihrer wissenschaftlichen Annäherung an
die EU-Genik in ihrer Deutung evo-lutionärer Prozesse näher,
als die märchenhaft und vorsätzlich und nachhaltig gefälschten
und verfabelten Bibelkonstrukte, deren eventuell noch spre-chende Spuren
und Quellen von religiösen Fanatikern und Flunkeren mit strategischer
Tücke und Methode, längst der komplexen Wahrheitsfindung beraubt,
verätzt, verwischt und für immer verfälscht haben: Mit
wechselnden Motivationen, so dass auch der findigste Spuren-Leser vor
die Wand laufen musste. Seien es zerbröselnde Dokumente von obskuren
Mysterien, und angebliche Überlieferungen, die durch missionierende
oder wissen-schaftliche Wichtigtuerei, die Masse leicht gläubiger
Menschen fesseln und gegen konkurrierende Rituale in Front bringen sollten.
Die taktischen Phantasien dieser seltsamen Chronisten, Fälscher und
Aufspieler aller grossen und kleinen Religionen und Sekten sind häufig
von beeindruckend orientalischer Aufschneiderei geprägt und ein redselig,prall
gefüllter Kleiderschrank voller Ideologien und Einschüchterung.
Die erzählerische Kraft allerdings und der rhythmische Stil dieser
kultischen Spezereien, zwischen Liebe, Entsagung, Sünde, Feindbild,
Illusion,Ausbeutung und Drohung, verraten ein immens artistisches Talent,
naive Menschen zu Selbstaufgabe und Mitläufertum zu überreden
um sie dann bis zur totalen Erbschleicherei auszuplündern, wie dies
ja auch die Politik, besser die unfähigen Politiker im Verein mit
den hörigen Journalisten, immer schon vermocht hat.Auch WIR sind
gelegentlich einer unverantwortlichen Sprücheklopferei bezichtigt
worden, aber im Unterschied zu Kirche, Politik und Medienfotzerei früherer
Zeiten, argumentieren WIR immer nur zum Nutzen und aus Liebe zur Menschenrasse
und nicht für eine undurchsichtig inszenierte und diktierte Schein-Welt
derer, die gerade am 'repräsentativen' Drücker sind .WIR sind
so frei ! Wem das nicht passt und wer das anders beurteilt, nun, dem ist
eben nicht zu helfen und der versteht nichts von unserer Welt und wird
als Volks-Schädling mit öffentlicher Ächtung, Ausgrenzung,Verbannung
oder Verbrennung rechnen müssen ,falls er nicht wegen Überalterung
aus dem Verkehr gezogen wird.Gesetze dafür liegen unterschriftsreif
im Klon-Rat und werden zügig und züchtig die eugenischen Instanzen
passieren, denn Eile tut Not. Der durch die alten Regierungen und die
"öffentlich-rechtlichen Medien" erzeugte Notstand ihres
gesalbten Unsinns zuvor mit seiner braunen Volksferne und korupten Schuldenpolitik
aus der Lameng, erfordern die sofortige Auflösung der alten Widersprüche
zwischen Freiheit und Verantwortung. WIR, die EU-Genik schaffen beides
ab durch fundamental geklonte Gleichheit Aller und WIR klammern uns nicht
an diffuse Kompromisse, sondern schaffen eine widerspruchslose Gesellschaft.
Kein rhetorisches oder taktisches Gemurmel und Stammeln mehr, sondern
WIR schreiten mit offener, ehrlicher und direkter Führung voran:
Konsequent und nachhaltig , wie es unsere unbeugsane Menschenachtung und
ausgereiften Programme vorsehen. Die Quintessenz der Geschichte zeigt
noch immer,dass WIR unser Leben nur all zu gerne und genussvoll dem Dienst
am Staate oder sonst einer machtvollen Phantasie unterordnen . Daran hat
sich nichts geändert. Diese uns prägende Lust begann schon bei
Moses, als dieser mit den Gesetzestafeln vom Berg Sinai zurück zu
seinem sündigen und inzwischen ausrastenden Volke kam und ihm die
angeblich direkt von Gott anvertrauten Offenbarungen und Gesetze predigte.
Was da dem brennenden Dornenbusch und den Emigranten aus Babylon zugemutet
wurde, war zwar ein starkes Stück begnadeter Hochstapelei, aber genau
die richtige Medizin gegen sozial verwilderte, asoziale Volkskrankheiten,
die immer mal aus Gründen verstiegenen Hochmuts und mentalen Grös-senwahns
bei den Homo-Genen wolllüstig hoch kochen. Für uns aber kein
Grund zur Besorgnis mehr. Ebenso brauchen WIR diverse Kult-Buster, Atheisten,
putzige Materialisten und süchtig konsumierende Erdferkel wie gesinnungslose
Anarchisten nicht weiter ernst zu nehmen. Sie werden unseren Siegeszug
in die hybride EU-Genik garantiert nicht aufhalten können. WIR sind
zu mächtig und WIR kennen jeden Schlich der Widerspenstigkeit. WIR
haben alle und alles fest im Griff.
WIR sind gross
11
Lange,
all zu lange, haben WIR uns damit aufgehalten, darüber nachzu-sinnen,woher
WIR kommen,wie WIR entstanden und welcher Gott uns so geschaffen haben
könnte. Doch wie klug und weise WIR auch grübelten, da stolperten
WIR schon über die kleinsten Hürden und verirrten uns in der
Finsternis unserer Unwissenheit in scheinbar fein gesponnenen Theorien,statt
den Blick zurück vom Ururvorgestern, entschlossen und selbstbewusst
ins Morgen zu wenden,in die noch ungeformte Welt vor uns, die aber mit
keiner der überlieferten Muster, pastoraler Gottheiten und spekulativer
Wissens-Fragmente, zu durchdringen wäre, sondern nur wie Hiob zu
erleiden wäre.Da hängten immer wieder Schlaumacher Lampen in
verschiedene Stellen der verdammten Finsternis und glaubten im jeweiligen
Fokus des Unterholzes die ganze Welt erblicken zu können. Selbst
die Theorien der Prä-Astronautiker, die eine hybride Verschmelzung
zwischen ausserirdischen Astralwesen und uns Erdlingen vermuteten, sind
unseren bestechenden Instinkten näher, als die spinnefeinen Fabelwelten,
Weltbilder,Paradiese und höllischen Folterkammern unserer streitsüchtigen
Sekten und Weltreligionen mit ihren Offenbarungstories: von Zarathustra,
von Yijing, von den Maya-Codices, Pseudouddhas, allen Propheten und Deutern
des Lichts, der Leere,der Sonne und des Glücks, mit ihren Schöpfungsund
Wunderglauben, Ver-heissungen,den von ihnen erzwungenen Pantheons und
listig ausgeheckten Geschichten,diesseits und jenseits des Äquators,die
unseren angeblich so biblischen Ursprung und offensichtliche Bestimmung
erklären sollten,aber eigentlich nur Dressur-Versuche machtsüchtiger
System-Erfinder waren,die uns in die Rolle bloss hoffender, zagender,
bittender und passiver Er-füllungsgehilfen ihrer Blend-Werke zwangen
und dies mit den Mitteln hokuspokernder Magie,brutalem Schwindel und ideologischer
Schein-Logik, zudem als himmlisches Dauerglück vorgaukelten, doch
zuvor erst absolute Gefolgschaft und Selbstverleugnung abforderten und
uns dann, als abgerichtetes und gebeugtes Fussvolk, nach ihren Regeln
und Gesetzen tanzen liessen, bis WIR nichts anderes mehr glauben und verstehen
wollten.Heute nennt man solch unwürdige Methoden der lumpigen Ver-sklavung
eine Missionierung, was eher eine systematische Gehirn-verschmutzung ist.
Und so wurden WIR angeblich von Gottes eigener Hand ,gnadenvoll animiert
und dann gehörnt und später vom strafenden Blltz getroffen und
von den priesterlichen Hoheiten verhöhnt und als arme Sünder,
ganz irdisch in vermeintliche Schuld und Schuld-Gefühle getrieben,
gerichtet und so hingerichtet von uns selbst und eventuell frei gekauft
im Namen rhetorischer Geistwesen zu tierischen Biestern erklärt .Und
da harren WIR dann, längst tot, wenn der Tag gegekommen ist,dem Jüngsten
Gerichte entgegen, wo WIR erneut, theaterreif, für unsere Sünden
um Gnade zu flehen haben, falls WIR nicht gelebt haben wie die Elfen,
um nicht ewig als Fackeln in den höllilischen Feuern brutzeln zu
müssen. Doch dieser Tag wird niemals kommen,denn allen Beschwörungen
und Weissagugen zum Trotz wurden diese göttlichen Welten nur auftragsgemäss
von den malenden Zeit-genossen, scheinbar prophetisch und symbolisch geschwollen,
auf Wände von Höhlen, Zelten, Steinen, Palästen und Dome
gepinselt und gemeisselt, wirkungslos in die Wüsten gebrüllt
oder volkstümelnd dem Wanderer in Feld, Wald und Flur, als dreidimensionale
Bildwerke aus Holz, Stein und Marmor in den Weg gestellt um ihn , während
er freien Atem gewinnen will, weich zu hämmern wie ein zähes
Stück Fleisch und so platt an die Institutionen der Kirche zu fesseln
wie das gekreuzigte Vorzeigebild. WIR sollen den erfundenen Ritualen und
Symbolen dienen, zum Ruhm ihrer weltlichen Erfinder und vor allem spendabel
Geld und Gut zu opfern, um befriedigt dann, als Gläubige und Hörige
weiter zu stolpern und zu stottern.Da sind sich Kirchen,Politik,Medien
und Gangsterbanden aller Zeiten, in ihren Methoden und machtbewussten
Zielen nicht so unähnlich, was hier nicht weiter ausgeführt
werden soll,denn es ist ekelhaft und verkommen genug, bis zum Überfluss,was
da ständig an Verderbtheit, heimlicher Selbstbereicherung,I nszenierung,Betrug
usw. bis zum Rande der perversesten Erträglichkeit zelebriert wird
und dem Aufschreiber das Fingern in den stinkigsten und fauligsten Kloaken
aufbürdet. Ebenso wollen WIR uns jeglichen Spott über die perfide
ausgenutzten und hintergangenen Personen verkneifen, die Halt und Trost
zwischen allem unheiligen Heil suchten, aber nur Lügen, Spott, Wortbrüche
und wertlose Wert-Hülsen fanden ,nachdem sie bereits ausgeplündert
wurden. WIR bleiben seriös un halten am Stil einer überlegen
geführten Diktion fest, die ja nicht zuletzt die pure Reinheit unserer
kom-menden Klon-Welt repräsentieren soll. WIR bleiben sachlich und
gelassen, denn statt sich ganz einfach und stocknüchtern auf eigene
überprüfbaren Befunde und Wahrnehmungen zu berufen, flatterten
die Hirne der alten Hominiden wie Laub im Winde und schliesslich ins dunkle
Abseits und unwürdige Aus abseitigster Leidenschaften und einfältigster,
befremdender Kulte und hirntoter Kulturgangster. So werden WIR unser Wissen
und Gewissen nicht mehr mit überflüssigen Fragen traktieren,
was denn in der Vergangenheit etwa nützlich, gut und erhaltenswert
war und ist und was eventuell besseres in Schwarzen Löchern und Falten
der Zeit verschluckt, versteckt oder spurlos verschwunden ist, denn notorisches
Stochern im Staub der Geschichte erzeugt nur trügerischen Respekt
vor unterge-gangenen Zeiten, Ohnmacht, Wahnsinn mit allen Formen des fälschenden
und inszenierten Selbstbetruges, neben den wenigen Partikeln,bloss ho-rizontaler
Erkenntnis . Doch WIR sind entschlossen genug unserer eu-genisch-endogen
extrahierten Prinzipien lächelnd zu erreichen und das tun WIR ja
bereits. WIR graben keine Leichen aus .WIR lassen sie in Ruhe verfaulen.
WIR bauen auf
12
Unser
Staat macht eben nicht den gleichen Fehler, wie sein autistischer Vorgänger:
Der längst verschrottete,septische, alte Parteien-Staat mit o der
ohne Abwrackprämie, Marmeladen-Politik, volksferner Schnösel-Bräune,
christ-lich-rühriger Stutenmilch, rotgrüner Winkel-Paradieschen
und Geisel- Ehren-Preise für einfältigste Ehrgeize, sondern
unsere EU-Genik macht, was WIR alle wollen und wohin WIR alle wollen,
ohne Ausnahme. Die Aera partieller Macht-Konsortien ist vorbei und heute
lachen WIR nur über den ehemaligen Kindergarten machtlüsterner
Dummköpfe, die sich für Demokraten hielten und sich anmassten
klüger zu sein als die von ihnen permanent hintergangenen und verhöhnten
Menschen .Diese Leute, die sich mit einer Handvoll aasfressender TV-Journalisten
als Regierer und moderner Werte-Gestalter aufgespielt hatten, aber immer
nur Kurzschlüsse, Bauch-landungen ins Niemannsland fabriziert haben
und das Volk klammheimlich ausgeraubt und beschissen hatten, können
nun auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten am Pranger in Sack und Asche belächelt
und gewatscht wer-den,wie sie es verdient haben. Mit unserem immer mäch-tiger
und zugkräftiger werdenden, hybriden und zukünftigen Stanmmhalter
und Staats-Modul, dem universalen Königs-Klon, haben WIR die ehemals
selbst ernannte Elite, als intellektuelle Unterschicht von Wichteln, Schmarotzern
und Flaneuren entlarvt und entmachtet, die sich in ihren verwirrten und
verluderten Spiegelkabinetten und apokryphen Irrgärten selbst nicht
mehr zurecht fanden und schliesslich froh waren, in ihrer steigenden,
politischen Verwahrlosung und Verfettung, schliesslich als peinliche Fussnoten
gescheiterter Lumpen, in den stinkenden Winkeln der Geschichte vergessen
zu werden. Noch kleben ihre geschönten Konterfeis und Sprüche
auf den vom Wind zerfetzten Plakaten als Menetekel trauriger Vergangenheit
auf den verbeulten Pappen. Noch immer erlebt das Volk das tiefe Trauma
marschierender, bombender, ausgenutzter Soldaten des europäischen
GROss-Reiches für den Geiseleuro.Noch immer wollen es die Bürger
kaum glauben, endlich von der GEZ-ausgehaltenen, biegsamen Psychologen,
Politologen, Demoskopen, Redakteuren und ihren täglich verabreichten
Geisteslähmungen und aroganten Unterstellungen, dreistester wahn-moralischer
Manipulation befreit zu sein. Und noch immer fühlen sich die Bürger
wieZoo-Tiere,mantraartig drangsaliert und eingekerkert , wie ungezogene
Halbstarke, die auf dem losen Markt der 'staatstragenden', globalen Gipfelund
Glemmer Parties verramscht werden. Und noch immer unterhalten sie sich
nur flüsternd oder verschlüsselt,aus Angst vor den ,um die Häuser
und in den Netzen herumschleichenden Staats-Spitzeln ausge forscht, schikaniert
und unschuldig als Pappkameraden vorgeführt zu werden, für angebliche
Untaten und die Unfähigkeit ihrer politischen Henker. Das Resultat
dieser Staats-Streiche haben WIR auch jetzt noch finanziell auszubaden,
denn das war alles nicht billig und so kam es,dass jeder Bürger eine
Kopfpauschale von 30 000,00 EURO Sonder-Solidar-Steuer für den Schaden
seiner abgedankten Politiker zahlen musste, denn dieser schwachstromige
Sonnen-Staat mit seinen strahlenden Zinseszins-Schulden saugte alles Haben
auf und wandelte seinen Saldo automatisch und nachhaltig in rote Sollschuld
um.Erstaunlich auch die Disziplin der vom demokratistischen Staat ausgeplün-derten
Bürger, die selbst da nicht protestierten und ihre Parlamentarier
in der dünnen Luft in tausend Fetzen rissen. Ja, sie zahlten nahezu
lautlos cash und ein wohliger Schauer schien dabei masochistisch und empathisch
ihre grossen Herzen zu erfassen , auf diese Weise Gutes tun zu können
und den Politikern ihre getürkte Wahlwerbung und überheblichen
Omnipotenzen bezahlen zu dürfen, man gönnt sich ja sonst nichts.
Ja sie glaubten sogar ihre Peanuts als gut verdaulichen Preis für
die angerichteten und dümmlich angestifteten Zusammenbrüche
des Gemeinwohls gut angelegt zu haben, bis sie für ihr erspartes
geld nur noch Gutes von den Stiftern und Anstiftern erhielten. WIR wundern
uns darüber, warum diese gewaltigen Summen nicht wenigstens für
etwas Handfestes oder Sichtbares verwendet wurden, wie es ehemalige Pharaone,
Päbste und Kaiser taten, sondern dass mit dem vielen Geld nur die
prallen Spitzbäuche des gigantischen Heeres, überflüssige
Partei-Automaten zum Wohlfühlen der Hofschranzen gefüllt wurden,
die dem Volk dafür zum Dank immer wieder permanent neue Schuldkomplexe
einpaukten, statt ihre ma thematische Hirn-Klemme klammoffen einzugestehen,
quer durch alle erlaubten und kleine Zahl öffentlich wirken dürfenden
Parteien und Personen, die aus der freien Wahl ein absurdes Theater im
"Theatre de Babylone" abhielten. Das "Warten auf Godot",
glich dem nicht eingestandenen "mea culpa, mea culpa, mea maxima
culpa" der politischen Verursacher mit ihren verprassten Möglichkeiten,
generiert so aus ix-beliebigen Farcen der "opera buffa". Da
wurde angeordnet, ein Bollwerk an teurerster Isolierung für einen
nötig sparsamen Umgang mit Energie an die Hauswände zu kleben.Und
da sollten die letzten Euros dafür geopfert werden, damit sich die
Regie-rungsmitglieder genüber dem Ausland stolz als moderne und nachhaltig
ökologisch verkleidete Nation präsentieren konnten, nach Jahrzehnten
der Verschwendung nicht aber um unabhängiger von politisch und wirtschaftlich
teuer importierter Energie: Öl, Gas oder Atomstrom zu werden, sondern
im Gegenteil, um nützliche Ideoten für russische, französische
und türkische Interessen zu werden. Es war die Zeit, wo sich auf
einmal Fluten, schmelzende Gletscher, verheerende Windhosen und brennende
Wälder als metaphysische Strafen, natürlich für die arglosen
Bürger und nicht die schuldigen Politiker, Journalisten und Wissenschaftler
selbst, über die Bildschirme ergossen und dem naiven Zeitgenossen
Angst und bange wurde. Schon morgen wird uns der apokalyptischen Atem
hinwegraffen, als Folge der uns vorgebeteten Zivilisation unserer Elite-Gestalter,
die ja immer nur das Beste wollten, aber immer das Schlechteste und Dümmste
taten. So hörten die Menschen z.B.damit auf, ihre ehemals so heiss
innig geliebten Autos zu waschen und zu pflegen, weil ohnehin bald alles
vorbei sei und sie legten in den Biergärten die Beine hoch und blickten,
versonnen und versponnen den vorbei ziehenden Wolkenmonstern nach, um
nur noch auf den unausweichlich bevorstehenden Abgang zu warten. Doch
daneben ahnten es viele längst, dass in den TV-Anstalten nur eifrig
orientalische Märchenfiguren erfunden wurden um Geld zu schinden
oder GRÜNE Wahlpropaganda mit gefälschten oder verzerrten Klimadaten
zu machen, die angeblich nur vom selbst gemachten CO2 stammten, bis zu
dem Tage,wo nach allem globalen Multi -Schnulzi dann die Banken zusammenbrachen.
Jeder weiss, was dann kam und WIR brauchen das hier nicht weiter auszuwalzen,
bis dann der CO2-gesteuerte Untergang wie ein böser Traum von den
Bildflächen verschwand und ganz andere Dinge, in den Blickpunkt gerückt
wurden und die Menschen geschockt wurden und wieder einseitig und hysterisch
in die Arme irgendwelcher Parteien oder Doktrinen geschleust werden sollten,
egal ob mit Schweinepest, Vogelgrippe, De-mographie, Zwangswährung
oder irgendei-ner anderen Spielart populistisch erzwungener Kurzsichtigkeit.
Da wurde den Leuten eingebläut, ihre Hühner und Gänse im
Stall einzusperren, die Seuchenärzte aufzusuchen oder wenigstens
einen kulturflüchtigen Türken, Albaner oder wirtschaftsflüchtigen
Marokkaner pro Haus aufzunehmen, mit der alternativlosen Androhung, ansonsten
, mit dem dumpfen Hausmittel der Demagogen, als rechtsradikal auszugrenzt
zu werden, was dann die zwangsläufige Folge hatte, dass diese dann
genau so selbst ausgegrenzt wurden und die beiden Lager sich verständnislos
gegenüber standen, bis zum Knall und Fall. So waren die neuen, wirklichen
Nazis und Bräunlinge eben nicht mehr an der Farbe ihrer Partei zu
erkennen, sondern an ihren diktierten Tabu-Methoden. Der Sieg über
die Köpfe der Kleinen Leute ist ohnehin nicht zu gewinnen,denn
sie lassen sich immer nur kurze Zeit verführen,weil und gerade weil
sie von den süchtigen und getriebenen Eliten immer nur
als niedere Staubwolke wahrgenommen werden,obwohl gerade an dieser scheinbar
nicht ins Gewicht fallenden Staubwolke die jeweilige Staatsverfasssung
am genauesten abzulesen ist,gegenüber aller glitzernden Geschichtsschreibung
,die sich am liebsten mit Blut ,Asche und Flaschen beschäftigt. WIR
sind da hilfreicher.
WIR denken viel weiter
13
Im
übrigen brauchten WIR die Nestflüchtlinge vom Balkan,vom Orient
und aus Afrika bald nicht mehr als preiswerte Lohndrücker und Arbeitssklaven
zu missbrauchen, wie schon zu Beginn des Industrie-Zeitalters , der Sklaveninvasi-
ion in Amerika und jetzt wieder aus Mexiko und überall in Europa,
wohin die Menschen massenhaft aus den ehemaligen Kolonien flüchteten
um sich freiwillig selbst zu verkaufen, weil ihre Staaten unfähig
waren sie zu ernähren. Unsere Gen-Forscher haben ganz andere Qualitäten
an diesen Kultur-flüchtlingen und Politikopfern gefunden. Die die
unterschiedlichsten klima- tischen Bedingungen und die für die Europäer
oft seltsam anmutenden Sozialgebinde hatten wertvolle, seltene und unvergleichliche
Spuren in ihren Genen hinterlassen wie unsere Forscher herausfanden und
machten sie so für uns zu biogenen Schatztruhen.Der anhaltende Strom
dieser Desperados, Deserteure, Hasardeure, Marodeure, Armutsflüchtlinge,
Bettler, Kriminelle, Faulenzer, irren Fanatiker, war ein Glücksfall
für die optimierende Klon-forschung.Der missionierende Eifer mancher
dieser zumeist orientalischen Abenteurer machte Spass wie im Wilden Westen
und die Jagd nach dem Gold erlebte eine weitere Auflage ,wobei es nicht
mühselig geschürft werden brauchte, sondern reichlich aus den
Sozialautomaten quoll und niemand fragte, wie es eigentlich mit den sonstigen
Verhältnissen des Alltags zwischen den alten und neuen Bürgern
aussah. Eine brisante Mischung, die ängstlich oder erwartungsvoll
von den Politikern, für Stimmenfang und wechselseitige Diskriminierung
, ausgebeutet wurde und Sozialpädagogen, Journalisten, Pfar-rer und
Rechtsanwälte machten ihren Reibach an den sich rasch verdich- tetenden
Konflikten, die sich willkürlich und zufällig zusammen brauten
wie etwa die Arsenale archäölogischer Museen, die Geweih-Sammlungen
von schiess-wütigen Forstpflegern oder die Zusammensetzung der "öffentlich-rechtlichen"
Rundfunkräte. Endlich war wieder was los und die Biedermänner
und Scharfmacher brauchten aus Langeweile nicht mehr stinkenden Unrat
er- finden,denn die bunte Klatschmohngesellschaft gebar endlich wieder
lustvoll flächendeckende Skandale. Die auf der Lauer liegenden Werte-Gestalter
und Mitnehmer plusterten sich auf wie Ochsenfrösche und die Bürger
begannen intensiv die Politiker mit Argwohn zu betrachten ,denn die hatten
sich längst, in breiter Front, vom Volk abgesetzt ,denn sie wurden
in den wichtigsten Fragen hintergangen und natürlich nicht gefragt.Die
hier symbiotisch partizipierenden Medien legten Feuer, wo immer es möglich
war, denn das Interesse der Menschen an ihnen schmolz dahin, wie der Schnee
im Mai und sie behalfen sich mit kasuistischen Histörchen und unendlich
demagogischen Gequatsche telegener Wichtigtuer, um im Spiel zu bleiben.
Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit wurde reichlich verschenkt
uned dadurch geadelt , wo die Menschen ganz einfach demokratische Prozeduren
einforderten. Da wurde Stück für Stück an den Bürgerrechten
der Mehrheit gesägt ,gestückelt, getrimmt und geschustert und
einseitig ausgelegt, zu Gunsten einer Günstlings-wirtschaft, beliebiger
, gefälliger und reisserischer Minderheiten-Rechte. Ein Vorgang insgesamt,
der selbst uns, die EU-Geniker, heute in seiner seltsamen Verklammerung
von Sozial-Kitsch,Verlogenheit und politischer Korruption verwunderte,
um nicht zu sagen,grossen Respekt abtrotzte, denn es wurden schlicht alle
Schleusen und Grenzen geöffnet um auf Pump ,die grosszügigen
Sozial-Automaten auszunehmen. Also das Geld, das die Kinder und Kindeskinder
zu bezahlen hätten, vorausgesetzt, WIR hätten nicht beherzt
eingegriffen und der grauenden Zukunft ein Schnippchen geschlagen. Ein
Vorgang,der zuvor noch offen auf dem Polit-Markt als Segen und Rettung
des Abendlandes gepriesen wurde, während intern das finanzielle Chaos
immer krampfhafter unter der Decke gehalten wurde. Die Menschen begannen
rückwärts zu laufen und zu denken und fanden es schön und
interessant , was bereits weit vor der Aufklärung , die Menschen
ehedem krank, arm und unfrei gemacht hatte. Besonders einer kleinakademischen
Sozialschicht von Gutmenschen, Popsängern und linken Schicki-Mickis
war das hybrid gemischte Remake einer esotherisch ausgerichteten Schamanen-Ökologie
in sentimentalkindischer Robin Hood-Manier der grosse 'Bringer', genauso
wie der touristische Hang nach exotisch-magischen Kult-Erlebnissen, in
der "grossen, weiten Welt" der Flieger angesagt war, kreuz und
quer, gönnerisch mit Visa- oder Mastercard unterwegs, in allen Götzen-Staaten
und noch zivilisati-onsfreien , wildwüchsigen Zonen auf dem 'Traumschiff'
unserer Wunder-Welt, wo alle Natur vermeintlich noch in Ordnung sei, wie
im Paradiesgarten des Henry Rousseau und unbekümmerter Kinderglauben
jede nötige Kritik an dieser schäumenden Gefälligkeits-Kultur
hierzulande dieser ausgezehrten, ausgebeuteten, lebensunfähigen,
überlebten, korrupten Kulturen, wurde sofort ausgegrenzt, denn bunte
Bilder hinter Glas, farbenprächtige Magazine ,Flugreisen wollen verkauft,
Kirchen gefüllt und Praxen und Krankenhäuser wollten gefüllt
werden, damit der EURO wie der Rubel rollte,in alle Kassen der Menschenfreunde
wie der heuchelnden Menschenfänger. Also propagierten sie weiterhin
den meterhohen Gerechtigkeits-Türken, die sprechenden Atomate:
"Eden für Jeden", denn das bedeutete Kohle für die
Schlauen und Ausbeutung von Empathie der Arglosen. Die Imigranten verstanden
nicht, dass sie mit den Unvereinbarkeiten und ihreren mit geschleppten
kulturellen Ungereimtheiten letztlich selbst fertig werden mussten und
dies nicht ihren Wirten aufhalsen durften, die ganz andere Probleme hatten
und ständig zwischen moralischem Getue und hin und her schwankten.
Und noch immer rechtfertigen sie sich dann so: 'Haben WIR nicht längst
Kickboxer, Bauchtänzer, Fussballer-, Tep-pichhändler und Würstchenbrater
erfolgreich gegen den selbstsüchti- gen Argwohn neurotischer, hier
beheimateter Eltern, schulpflichtiger Kinder, abgeschirmt und in Stellung
gebracht, damit unsere Analphabeten und lernungewohnten Imigrantenkinder
nicht mehr auf der kriminellen Rutsche ins Abseits geraten. Das schaffen
WIR auch noch. Denn das ist ja wohl die Lehre und die Quintessenz der
Aufklärung von der Aufklärung: Modern, moderat, gelassen, weltoffen
und hochmoralisch voran zu gehen mit prächtigen Plakaten und Vorzeige
- Menschen in voller Fahrt unseren Staat zum Blühen zu bringen .
Das waren die Parolen und jeder weiss heute, was das geheissen hätte.
Doch zunächst noch überliessen WIR unsere Kinder den pädophilen
Mäusen in den Medien, die auch noch für ihren süssen Schleim
bezahlt wurden. Wer das nicht wollte, nun, derwurde eben der story-süchtigen,
moralin-sauren Journaille und ihrer Filibuster-Meute zum Frass vorgeworfen,
was ja die schlimmste Strafe für all jene war, die sich insgeheim
eine Medien-Karriere gewünscht hatten, um sich dort nackt ausziehen
zu dürfen, Pis-tolenspiele und Verfolgungsjagden zu veranstalten,
sich gepudert närrisch oder diktatorisch aufzuspielen oder ihr adaptiertes
Gewölle und Gewolle in den Äther zu senden.
WIR helfen weiter
14
Seltsam
aber, dass bei all dem blühenden Sklavenmarkt, mit grosser Hife des
öffentlich-rechtlichen Fernsehens, die Schicht der immer
schlechter gestellten Landsleute, der Boden unter den Füssen wegzubrechen
drohte, obwohl sie oft für reine Hungerlöhne arbeiten sollten.
Dafür bekamen sie Fussball, so viel und so teuer, wie sie nur wollten,
mit aufregend unterhaltsamen Preisfragen, wer, wann und wo das legendäre
Tor da, dort oder hier geschossen habe, doch das verhinderte nicht ihre
Insolvenz. Das war dann nicht mehr so lustig. Gleichzeitig ergoss sich
über sie der Hagel der unabdingbaren Warenwerbung, mit Engelszungen
oder Sirenentönen und mit gierig klebrigen Fingern. Für jeden
Geschmack, aber nicht für jeden Geldbeutel durfte jeder, aber konnte
nicht jeder teilhaben an der aufopfernden Erhaltung dieses Staates, mittels
Konsum, der tonnenweise Steuern für seine aufwendige Bürokratie
und seine gerechten Taten in aller Welt und im Lande forderte. So wurde
jeder, zu eines jeden und zu aller Glück, zu einem immer heftigeren
Kaufrausch genötigt, bis eines Tages endlich ein erstes Etappenziel
erreicht wurde: Die Krone des Export- und gleichzeitig des Import- Weltmeisters
war siegreich errungen. Aber konnte dieses Ziel auch gegen andere Länder
beharrlich verteidigt werden, ohne dass die Bevölkerung schliesslich
gänzlich am Boden lag? Die Zweifel mehrten sich und die candle light
dinners auch, weil der Strom unbezahlbar wurde und die Banker mit dem
erwirtschafteten Reibach in die Karibik entfleuchten. Da dämmerte
es den Politikern und nach langem Suchen, nach den Schuldigen der asthmatischen
Krisen, fand man sie. Es waren die Bildungsbürger, die einfach nichts
von ihrer Bildung abgeben wollten und so wurde die Bevölkerung immer
dümmer und dümpelte sinnlos Auto fahrend im Lande hin und her,
ohne zu wissen warum, bis ihnen der Sprit ausging und sie ihre geliebten
Fahrzeuge billigst verscherbeln mussten. Jetzt wurde aus den Zweifeln
pure Gewissheit und der Ruf nach Gerechtigkeit übertönte alles
andere und die Linkshändler erklärten in langen Themensendungen
des Fernsehens die verzweifelte Lage und verrieten den Menschen ihr weises
Wissen, dass ihre Not einzig und allein daher rührte, dass sie, die
Gerechtigkeits-Partei, von den Wählern nicht mächtig genug gemacht
worden wäre. Da wurden sie gewählt, denn die Menschen hatten
bereits tausende Jahre das Glauben gelernt und glaubten täglich immer
besser und mehr, egal was da kam und gesagt wurde. Und es begannen die
rosa Zeiten. Doch die dauerten nicht lange, weil die Gelddrucker sich
weigerten, für so wenig Lohn, so hart Tag und Nacht , Geld für
andere drucken zu müssen. WIR haben eine neue Währung eingeführt
15
Neulich
fanden WIR in der ausgebrannten Redaktion der WZ,Motto: "göttlich,
humoristisch, freilich-sittlich, eine Festplatte mit einem noch rekon
struierbaren Bericht,der wohl kurz vor dem Druck in der der Berg- und
Talstadt Wuppertal stand: "...so dass endlich zwei Sozial-Automaten
bereit stehen. Einer auf dem Berliner-Platz,als 'symbolisches Dankeschön'
nach Berlin ,und der andere auf dem Robert Daumplatz, gleich neben dem
grün geblümten Parkautomaten, in Gedenken an alle grossen Männer
und Frauen, die in diese Stadt erst noch kommen oder geboren werden, dank
der zärtlichen Fürsorge und politischen Weitsicht der Johannes
Rauh-Faser-Stiftung. Jeweils, daneben, eine Jukebox mit den schönsten
Melodien und Arien von Verdi und Verdi, die den Wartenden aus aller Welt,
das lästige Anstehen nach den Gratis-Euros versüssen sollen,
denn gelegentlich wurde der Eine oder Andere gewalttätig,aus eigentlich
unbegründeter Angst leer auszugehen, aber auch,um die belehrenden
und erzieherischen Vergnügungen des "öffentlich-rechtlichen"
Fernsehens, gegen missgünstige Mitbürger oder die flächendeckenden
Fussballübertragungen "gegen Rechts", nicht zu verpassen,
was WIR zutiefst verstehen und nicht kritisieren wollen. Je weils pünktlich
um 8 Uhr, früh morgens, werden die Sozial-Automaten von den fleissigen
Politessen des Finanzamtes und Ordnungsamtes mit druckfrischen Euros aufgetankt
und nach nachhaltigem Insistieren der Grünen auch sonntags . Eine
eingefahrene Routine,die nach unseren Recher-chen immer reibungslos funktioniert
und Belehrungen aus Brüssel bis jetzt erübrigt hat . Ein schöner
Erfolg dieser zündenden Idee, teure Beamte einzusparen und durch
die zielführende Planung unserer Marketinger unsere weltoffenen Kult-Stadt,im
internationalen Kultur-Ranking, ganz oben an-usiedeln.Vorbildlich
für alle zivilisierten Länder sei dieses AuszahlungsModell,
so hohe Stellen in der UNO, weil hier das Kulturelle mit dem Nützlichen
und Sozialen zu "einem vorbildlich verschweissten "Gesamt-Solidar-Kultur-Werk
, mit echter EUNO-Qualität" verflochten wurde, was in Frankreich
noch gelernt werden müsse, sonst werden dort noch weiter Autos brennen
und , neben dem alltäglichen Rififi, der ganze Staat in die Luft
fliegen. Wuppertal ist in aller Munde und was zuvor,selbst die hochmütigen
Länder: Schwaben, Bayern und Sachsen, blicken jetzt voller Neid nach
NRW, dem neuen Zentrum des sozialen Kultus und vorbei die ungerechten
Attacken gegen das angeblich ineffiziente Gehabe und Getue der einfallslosen
Deppen an der Wupper, die zwar alles wüssten und für ihre Bürger
täten, sich dabei aber immer tiefer und heilloser verknuddelten.
Die Marketinger,im betrieblichen Verbund mit der Sparkasse und der LBS,
hatten den grossen Malerfürsten Markus Lüpertz gewinnen können,
unserer Idee eines Sozial-Automaten,ein knusprig-krustiges Outfit zu verleihen,
das sofort alle Herzen gewann. Da stand es nun, verankert an einer Edelstahlsäule
fest verschraubt, mit dem grossen , sprechenden Maul des Kunst-Magiers
selbst, das hörbar im feinen böhmischen Dialekt dazu aufforderte
nicht zu zögern und sich bedienen zu lassen. Voraussetzung dafür
war eigentlich nur ein sanftes Streicheln des wunderbaren Blechkastens,
der alsbald mit einem Zufalls-Algorithmus Geldscheine herausschob. Ein
schwarzer Schlund also mit vergoldeten und beringten Lippen,der den sorgenfreien
Einstieg in die bergische Berg-und Tal-Welt erleichtern und bereichern
würde, keine Frage. Ein kultureller Quantensprung, der jedem Gutwilligen
zei-gen sollte, dass die Wuppertaler nicht nur als mondsüchtige Sektierer
hinter dem Berg beheimatet sind und selbstredend keine unfreundlichen
Spiesser sind, sondern Leute mit dem Blick für das globale Ganze
und dabei auch gut zu leben wissen."Der Mensch als Ruine oder Ruin,
stellar aufgestiegen aus der Wupper", wie es Lüpertz bei der
Übergabe des Kastens weise und schnaufend,wie immer Perlen geschmückt
und Edelstein bestückt, im Festsaal des Moneten und Bon-Art Museums:
"Auf der Heide", mit dem freigiebig Kunsthistörchen repetierenden
Schön-Fink an der Seite, gelassen aber kraftvoll, dem so schnell
entflammbaren und zahlenden Kulturvolk locker und treffend, vor die Füsse
zuschwärmen wusste. Das war schon was,wie schon lange nicht mehr
."Nie habe er",so Markus Lüpertz,"ein derart dityrambisches
Kraft-Werk" von solch fundamentaler Edeladel-Art geschaffen, das
"ich zugleich auch allen Archäologen und Historikern der nächsten
tausend Jahre als Denkmal und Grundstein einer idealen Sozietät hinterlassen
möchte". So kündete er und fuhr von dannen, im feuerroten
Ferrari-Mobil , der sportlichen Extraklasse, das er,vom russischen Gas-Mogul
Gerhard Schröder,für die solidarischen Freundschafts-Dienste
gesponsert bekam. Zum neidischen Ärger des ortsansässigen Bazon
Brock, der mit generalistischem Blick, alles Wesentliche in der prächtigen
Menschenkultur mit grossen Worten he- rauszubilden versteht, doch hier
wieder mal zu spät kam. Kunst-Historiker der Uni brachten aber ganz
andere Tatsachen ans Licht, denn sie bezweifelten die alleinige Urheberschaft
des Lüpertz-Automaten . Lange zuvor hätte Karl Lager-feld, der
weise Life-Style Schneider himmlischer und irdischer Hosen, Unterhosen,
Büsten, Hemdchen wie auch fotografische Scharfschütze, sich
dem tüchtigen Marketing der Stadt angedient, die hybrid zusammen
wirkenden Synergien von Geld , Gerechtigkeit und Kultur in dieser spannenden
Stadt , durch einen kunstvoll blechgeschneiderten Image-Automaten, zu
einer einzigarigen Sozial-Kult-Ikone zu schmieden und zu verschmelzen,l
ange bevor sich Markus Lüpertz an die Verschweissung dieses dityrambischen
Zauberkasten gemacht hätte um Wuppertal weltweit als einmaliger Kultur
Metropole leuchten zu lasen. Von den entlegensten Welten und Inseln
fühlten sich die Menschen ,durch Frlüsterpropaganda auf den
Meeren angezogen, ihr Heil in dieser Traum-Stadt für alle Einsteiger
zu suchen und dauerhaft die Automaten zu besuchen.Dem Bürgermeister
sei das Gezänk egal, so hiess es, er stände da haushoch darüber
und alles wäre doch gut, was die Stadt ins Gerede brächte, denn
das sei bare Kohle und die machte bekanntlich keine schmutzigen Finger.
Endlich sei Wuppertal ein Kur-Ort menschlicher Nächstenliebe geworden,
so führte der Oberbürgermeister weiter aus und seinen Worten
war die Riesenfreude über den gelungenen Hipe anzumerken. Er glühte
puterrot auf, als er mit seligem Blick nach oben, über die Menschen
hinweg, die schönen, unvergesslichen Worte verzückt ins Mikrophon
flüsterte: "Jetzt fehlt nur noch das Gestühl und die Bewirtschaftung
mit feinstem, bergischen Catering in den Biergärten für unsere
vielsprachigen Gäste, unserer berühmten Feste" und weiter:
Ich bin ein Wuppertaler ,um Jahre verjüngt und sichtlich
erleichtert, nicht mehr in Wahlreden, zum tausendsten Male in Wahlreden,
über die klappernde Schwebebahn und den jumpenden Tuffy reden zu
müssen, denn, alle guten Dinge sind jetzt drei, zusammen mit mit
der Waldfriedensei.WIR sind stolz auf unsere neue soziale Errungenschaft
,die im Vergleich zu den immensen Summen für unsere Banker eigentlich
nur Almosen sind. Das kunstvoll erwirtschaftete Minus-Wachstum hier bei
uns könne sich ja leider nicht , via Home-Banking, direkt aus dem
Kanzleramt mit Frisch-Geld versorgen. Die Wuppertaler gingen beruhigt
im Dunkeln nach Hause , während den Laternen der Strom ausging. WIR
, die EU-Geniker,haben die Stadt wieder aufblühen lassen,die immer
schon eine gerühmte Metropole segensreicher Forschung war und eine
Heimstadt endlos langer Bänder, mit immer den gleichen Mustern. Wie
geschaffen für uns Eugeniker, um nahtlos und selbstverständlich
, mit unserer Klon-Forschung hier anzuknüpfen.
WIR haben es gründlich getan
16
Meinungen
zur Immigration und Völkerwanderung waren damals viel fältig,so
unterschiedlich, dass sie viele schon wieder sprachlos machten, denn mit
dem Für und Wider hätten sich tausende bunter Pyramiden oder
Pranger türmen lassen oder im Auspuff des alltäglichen Geredes
je nach Geschmack und Gesinnung zu Müll oder Gold generieren lassen.
Da wurde ein Fall beschrieben, wo ein drollig gewandeter Mann mit langem
grauen Bart, in Hockstellung auf eine Verkehrs-Ampel geflüchtet war
und dort still betend verharrte, bis er tot auf die Erde herab fiel. Ein
anderer Fall beschreibt eine Schar wilder Kinder, die in den öffentlichen
Beeten alle Blumen herausrissen, nicht etwa aus kindlichem Zerstörungswillen,
sondern weil sie hier das tückische Werk von bösen Teufeln sahen.
Und in einem weiteren Fall wird ein Zeuge zitiert, der im menschlichen
Gedränge einen, undeutliche Wörter murmelnden Mann beobachtete,
der plötzlich seinem Vordermann ein Messer bis zum Schaft in den
Rücken stach.Die Motive solcher Handlungen waren kaum ergründbar,aber
der gepflegte Wahnsinn machte es möglich, weil auch die Kultur der
westlichen Länder siech, leergelaufen und gespalten war und zwischen
Lust und Last, zwischen Wollen und Können und sich ein Teppich undemokratischer
Hatz und Hetz,über das Land gebreitet hatte. Vorwürfe etwa,
hier wären nahezu faschistoide Anfälle von Gehirnwäsche
zu konstatieren, sind natürlich wahr, aber viel wichtiger war uns
der Ansatz einer im Entstehen begriffenen multi-hybriden Staatlichkeit,
wie sie von unseren Wissenschaftlern errechnet und in sehr naher Zukunft
erreichbar sei. Ähnlich brisant verlief ja auch die überfallartige
Einführung der Zwangswährung des Euro, samt Europa-Karzer, wobei
janicht nur die Banker, das TV und die Politiker-Meute, ihre satte, grenzenlose
Freude haben sollten, sondern auch alle Menschen, die reinen und edlen
Gemüts waren. Den schmutzigen Rest quakender Freigeister wurden in
den Irrenhäusern weggeschlossen. Bei all den Ungereimtheiten und
nötigen Verarschungen waren die Menschen dennoch so lernbereit oder
folgsam, dass sie im Zweifel ihres Verhaltens, gleich auswanderten, um
ihrem geliebten und gelobten Staat so den letzten Dienst zu erweisen und
den Politikern die Möglichkeit zu geben, sich auf den oralen Gipfelbühnen
als alles könnerische Weltmeister und Musterschüler unter Ihresgleichen
präsentieren zu können, denn sonst wären sie womöglich
noch immer oder wieder, nur als kleine, mickrige, hässliche Bonsai-Nazis
beschimpft worden, die sie vielleicht noch waren, ohne es selbst zu bemerken.
Ähnlich Schmuckes liessen sich unsere Gestalter einfallen, um als
unersetzliche Öko-Freaks die Welt zu retten und sich in allen mutierbaren
Spielarten des Genres biofein feiern zu lassen,auch wenn die Öko-Botschaften
längst von allen Spatzen, von allen Dächern gepfiffen wurden
und nur die einfältigsten Nachzügler glaubten,hier noch vor
dem Komma Wesentliches sagen zu können, wo doch schon in allen Kindergärten
die Pimpfe das kleine ÖKO-ABC aufsagen konnten wie auch zuletzt alle
Politiker im gemeinsamen Hundegeheul. Und so sangen sie unverdrossen mit
Gilbert Becaud: "Es ist nie zu spät", wo sie eigentlich
hätten singen müssen: "Es ist immer zu spät"
! Wie sie auch vor den Bomben auf Belgrad sangen: "Ein
bisschen Frieden,ein bisschen Frieden usw ", wo sie dann eher hätten
singen sollen: "Ein bisschen mehr Frieden hätte es schon sein
können ", wie noch in den 40 Jahren vor ROTGRÜN.Doch, die
niedlich Werte animierenden TV-Macher und Gestalter produzierten endlos
und schadlose motionalisierbaren, weltoffenen Unterhaltungs-Zoff, für
ihr seichtes Gewerbe , mono-kulturell , hin und her gewendet, in linkisch
inszenierten Stammtischen der politisierenden Feinschmecker, täglich
, im Presseclub, in notorisch einäugigen Stalking-Talk-Shows und
beliebigen Dokus , teurer als Kirchensteuer und unnütz wie der Blinddarm.WIR
deuteten es schon früher an, wie sehr WIR von der staats- gewaltigen
Führungsqualität der alternden Gesellschaft beeindruckt waren
und wie weit sich die Funktionärs-Demokratie , die Demokratur,bereits
unserer Philosophie angenähert hatte. WIR, die kommende EU-Genik
hatten da aber immer noch nachhaltigere Ideen.Denn während das Gezeter
über den würdelosen Kultur-Krampf auf der Strasse eskalierte,
haben unsere findigen DNS-Leser längst die Ursachen der Mechanismen,
Ungereimtheiten ,unter- schiedlicher Verhaltensweisen in Abstammung, Gesundheit
und Sozialisierung bei u.a. Bildung, Qualität, Zivilisation, Kraft,
Immunität, Wetterfestigkeit, Neid, Sex, Krankheiten und Religion,
in und zwischen den Genen erkannt und in logischen Versuchsreihen transparent
entschlüsselt. Als Folge ergab sich die Pflicht endlich eine neuwertige
Gesellschafts-Verfassung In allen Mikro- und Makrobe reichen der Wissenschaften,
Kommunikation, Robotik, wirtschafttlich- keit, Gemeinschaft , Ethos usw.
zu entwerfen. Begriffe aus dem Grabbelkasten antiker Moral, wie Sünde,
Tugend und Ehre wissen WIR längst ortsgenau im Genom zu bestimmen
und mit den neu konstruierten Steuerungsgenen zu regulieren oder abzuschalten.
So begnügen WIR uns z.B. nicht mit dem nur auf die Menschenmasse
und Arbeits-Effizienz ausgerichteten und smart propa- gierten Kalkül
der Ausbeutung und Sozialisation der Leute 'mit Imigrations-Hintergrund'
als Füllmasse und Ersatz, fauler,prüder teutonischer Zeitgenossen,
nein, WIR wollten nicht mehr und nicht weniger als die fremden Seelen
experimentell nach neuen Prädikaten für unsere EU-Genik gewinnen
und ausschlachten. Das heisst,WIR werden die unterschiedlich differenzierten
Befunde, ihrer DNS, Spielplatz des Locus ludens , neuer potenter Möglichkei-ten
zur Optimierung unserer meta-hybriden Revolution nutzbar machen .WIR gehen
davon aus, dass sich in den Jahrtausenden der Evoutions-Prozesse wichtige
,uns ergänzende Stammlinien signifikant eingetragen haben.Wie seinerzeit
die PharmaFinder in Brasilien und Asien fündig wurden, oder die emsig
in die Dunkelheit spähenden Astronomen, immer neue Sterne im Universum
fanden und glaubten ortstreu zu sehen, so gelang es unsrer ortsansässigen
Forschung, in den Gefängnissen und Verwahranstalten, durch heimlich
entnommene Genproben, eine systematische Sammlung mobiler und mobilisierbarer,
neuer Teilchen aufzuspüren, die unsere alte Gesellschaft, ruckartig
mit neuen Antriebsarten bereichert und in der hybriden Kom- primierung,
nun eine weitere Stufe optimierter Vollendung eingeläutet wurde,
wie es jüngst in einer morphologischen Sammlung in Salzkotten aufgelistet
wurde. WIR, die EU-Genik haben aus den frustrierten Erziehungs- und Integrations-Prozessen
der Verlorenen Zeit der Doppel-Pässe, Parallel- Gesellschaften und
Nazi-Exzessen, exquisite und einzigartige Lehren für eine Zukunft
ohne kriminelle Konflikte gewonnen und Herz erfrischende Wahr-heiten gefunden,die
uns stolz und reicher machen, als je zuvor. WIR brau-chen keine kapitalistischen
Heuschrecken.Und WIR brauchen auch keine sozialistischen Heuschrecken.WIR
brauche überhaupt keine Heuschrecken dafür .WIR brauchen unseren
Verstand ,ohne Schrecken und Heu.
WIR halten Kurs
17
Unsere
hybride Klon-Demokratie repräsentiert im ausgereiften Zustand alle
Werte eines zukunftsfähigen Staates und hütet ihre mühsam
errungenen Werte wie kostbare Juwelen und antwortet mit Null-Toleranz
gegenüber allen Schurken , die unser Arsenal der Ehre und Würde
angreifen oder mit Schund und Schande besudeln wollen. Daher gehört
es zu den wichtigsten Tugenden und zu unserer höchsten Pflicht unseren
Staat zu schützen und wehrhaft gegen jeden Angreifer zu machen. Ein
alter, wahrer Spruch besagt: 'Angriff ist die beste Verteidigung'. Und
so tun WIR alles nur Erdenkliche, was uns stark und immer mächtiger
macht. WIR müssen unseren Feinden immer Schritte voraus sein und
sind es auch. Die primitiven, früheren Kriegs-Maschinerien waren
darauf ausgerichtet, im Kriegsfalle möglichst grossen physischen
Schaden beim Gegner anzurichten und ihn durch den Schock brachialer Gewalt
und den Verlust von Besitz und Gesundheit zum Sinnes-Wandel zu zwingen,
was nicht immer ausreichend gelang. Die Beispiele von Ba bylon,Troja bis
London, Dresden, Hiroshima, Beirut, Belgrad, Bagdad und New York bereichern
zwar die Geschichte mit Bildern schönster Zerstö rungs-Ästhetik,wie
sie uns die Medien zuletzt immer saftiger und prunkvoller, geschenkt haben,
aber sie lehren vor allem smarter und gewinnbringender die Verteidigungs-Strategien
auf das Wesentliche hin auszurichten. Also nicht nur wahllos Tote und
materielle Zerstörung anzurichten, sondern vor allem und wenn möglich,
den Overkill an der feindlichen, veralteten DNA zu leisten .Die biogene
Zersetzung individualistischer Nester und Brutstätten aufsässiger
Freigeister, die sich unserem modernen Gen-Stream in den Weg stellen und
stellten ist praktisch alltägliche Staatsrason geworden. Die alleinige
Ausgrenzung und das natürliche Aussterben dieser Anarchisten fruchtete
nicht wirkungsvoill und musste mit den Mitteln selektiv ausfilternder
Bio-Granaten ergänzt werden um die entsprechenden Zonen sauber zu
halten. Durch die notorisch wilden Völkerwanderungen in die gelobten
Länder, änderten sich die ehemals frontalen Völker-Kriege
in terroristisch verflochtene, grenzüberschreitende, Bürgerkriege,
bei denen eingesickerte , hungrige Minderheiten den ange-stammten, satten
Mehrheiten ihre Gesetze aufzwingen wollten. Das klingt jetzt langsam ab.
Zuvor gerieten oft so genannte 'Gut-Menschen' in den Hinterhalt von Politikern,
potentiellen Betrügen und Verrätern,wenn sie nicht schon von
kriminellen Banden ganz primitiv von ihrem Besitz gejagd worden waren.
Die Dekadenz und Naivität dieser Kreise war immens denn die Leute
hatten es vor lauter triefender Sentimentalität verlernt, sich ganz
einfach zu verteidigen. Dies waren die Geburts-Wehen unserer EU-Genikund
der notwendige Beginn der zunächst unbemerkt und lautlos eingeleiteten
Glättung, verhaltensgestörter genetischer Unstimmigkeiten zu
einer am Ende friedlichen Einkehr aller Hominiden in den Frieden der Immunität
gegen alles Ungesetzliche und Asoziale. Das kam nicht von alleine und
das erforderte unser Spezielles pharmakologische Know How und den Zugriff
unserer starken Vollstrecker. Diese erfolgreich optimierten EU-Geniker
und Neubürger zeichnen sich, leicht erkennbar, durch kraftvoll nach
Jasmin duftende Deodorants aus, die sie leicht und betörend vom bakteriellen
Gestank der Alt-Menschen unterscheiden .Auf diesem Effekt basieren auch
unsere unfehlbaren Bio-Granaten, die nahezu automatisch gesteuert und
stimuliert ihr Ziel finden, das überalterte Gen-Material sofort erschnüffeln,konvertieren
und säubern oder aber, hoffnungslos unwerte Genome mit entsprechend
präpariertem Pharma unschädlich machen. Die Bio-Granaten werden
in öffentlichen Toiletten mit der Wasserspülung im Kanalnetz
verbreitet oder einfach in die Luft geschossen, wo sie ihre übel
stinkenden Opfer selbsttätig finden und ausmorphen.
WIR forschen weiter
18
Vielleicht
wegen bestimmter spirituellen Anwandlungen,die wie gesagt, immer noch
gelegentlich das Unterbewusstsein malträtieren oder aus einem unein-gestandenen
Halbwissen,werden oft schwache Geister noch immer von Angst und Misstrauen
und von tief im Bauch explodierenden Bäuerchen geplagt, wenn es darum
geht unsere eugenischen Überzeugungen aus dem Mief dieser traditionell
konservativen und undefinierbarer Glaubens-Gefühle in ein systemisches
Orientierungs-Wissen zu überführen ,mit dem WIR leben können
oder das die Gewissheit anzeigt, in einem gewissen Zeitraum genuin eugenisch
geläutert zu sein. Ein Vorgang, der leider noch nicht ausreichend
materiell belegt ist. Aus den transparent überprüfbaren Schritten
muss, ein wachsender Glauben generiert werden, den WIR dankbar als Zuversicht
bezeichnen sollten und der schliesslich das klonable Selbst-Bewusstsein
erfährt, das alsbald freiwillig und beherzt unserem Staat der EU-Genik
unterwirft um sich bei uns erst richtig als Hybride entfalten zu können.
Wer kennt nicht den reduktiven Leitsatz von Rene Descartes: "ICH
denke,also bin ICH", der einem vorschnell vielleicht nur ein höfliches
oder gequältes Lächeln abringt. Dieser Kernsatz sagt also folgerichtig
nicht: ER, SIE, ES, WIR, IHR, SIE denkt oder denken ( Dies oder Das )
also ist, sind ER, SIE, ES, sondern es gibt nur das ICH als Gewissheit
und zweifellose Quelle bei der authentischen Verarbeitung und Vermittlung
von Wirklichkeit, gegenüber zweifelhaften oder automatischen Fremdbestimmungen
durch andere Personen oder selbst nie gemachte Erfahrungen und Informationen.
Sie werden fragen, was soll dieses pseudo-philosophische Getue bekannter
Fakten und Denkweisen. WIR, die EU-Genik, berufen uns auf Rene Descartes,
aber nicht wegen irgendwelcher sprachlicher oder suggestiver Finessen,
wie es zumeist die Politiler alten Schlages taten, sondern WIR benutzen
das Personalpronomen der 1.Person Plural, weil es für uns nur noch,
ganz exklusiv das zivilisierte WIR gibt und nichts sonst.Also kein DU,
ER, SIE oder ES und IHR oder SIE , sondern ausschliesslich nur die Summe
unendlich geklonter, gleicher ICH's oder ICHE: also ICH und ICH und ICH
und ICH und diese insgesamt sind WIR, im Gegensatz zum unzivilisiert,
verkürzten WIR, als wirrer disperater, apokrypher und unordentlicher
Anmassung einer Person oder kleinen Gruppe, die so tut,als könnte
sie für alle sprechen oder im Auftrag von ihnen. Was sind die anderes
als ein wirrnis und wirrwar egomanischer Selbstüberschätzung
oder Verzerrung von Realität, bei der etwa das einzelne Subjekt mit
seiner einsamen Selbst-Erfahrung nie und nimmer zu brauchbaren Deutungen
und Bedeutungen der weiteren Welt gelangen würde, geschweige zu einer
vernünftigen Kommunikation untereinander auf gleicher Augenhöhe.
WIR brauchen keine Streit-Kultur in unserer Zukunft. Wenn man so will,
besteht unser Verdienst in der konsequenten Reproduktions-Idee absolut
identischer, aber hochgradig hybrid optimierer ICH's in unserer kommenden
KLON-Welt. Oft erhofft, aber nie erreicht und erst von uns tatsächlich
gewollt und nicht nur gedacht, als hyperbe Qualität und Summe aller
vereinten ICHs , ein funktionierendes und uni- verselles Ganzes, was seine
Überlebenskunst in Würde betrifft. WIR hätten diesen rationalen
Erfolg gerne allen marodierenden Eliten" von gestern gegönnt,
doch die Verhältnisse und die Zeit waren nicht reif und kenntnisreich
genug für unsere wahrhaft wahren Wahrheiten, die natürlich,
allen notorischen Freigeistern, wilden Philosophen, Naturposteln, Einzelgängern
und Selbst-Heilern nicht schmecken mochten. Das haben WIR erwartet und
so haben WIR rechtzeitig zu unser aller Wohl die unerbittliche Jagd auf
diese Querulanten eröffnet.Die Scheidung Descartes, im übrigen,
in eine geistige und eine materielle Welt war selbtredend ein fast noch
mittelalterliches Himmel- fahrtskommando, seiner Zeit geschuldet, doch
von seiner mechanistischen Logik haben WIR doch ein paar Krümel gefressen
und gut aufbewahrt. Dennoch machen WIR jetzt Schluss mit diesem ganzen
Gewürge."WIR werden vom Lesen des genetischen Code zu der Fähigkeit
kommen,ihn zu schreiben" sagt Craig Venter und WIR auch .Das bedeutet
also: WIR erfinden die Welt neu, weil WIR es besser wissen. Die Magie
alter Kult-Uhren ist abgelaufen und schal geworden wie saure Milch, mit
allen ihren fein gesponnenen, aber einfältigen Geschichten eingebildeter
Weis heiten aus der Dunkelheit des MAHABHARATA. Hier und jetzt in unserer
heilenden EU-Genik ersparen WIR allen archaischen und dekadenten Völkern
ihre fälligen ein, zwei, mancherorten bis zu drei versäumten
Kultur-Revolutionen. WIR garantieren mit Hilfe unserer automatischen "neo-antizipierenden
Fehlererkennung", der unschlagbaren Ideation, das blinde Funktionieren
unserer Klon -Welt, mit ihren sinn-thetischen Hybrid-Anlagen. Ein revolutionärer
Sprung, heraus aus den ausweglosen, betrügerischen Binsenlabyrinthen,
Schminktöpfen und Wanderdünen, den fiebrigen wirren taumelnder
Illusionen und Hypothesen.Süchtig nach kurzwelligen standing ovations,
wiedergekäut in den täglichen Runzeln der Zeitungen, ihren Eitelkeiten,
Rechthabereien, Krusten und dem Lärm der blökenden Strasse,
sowie ihrer Urteile ohne Ur-Teile.
WIR haben die Wahrheit hinter uns
19
Schön,dachten
sie früher, dass es doch so viele Wahrheiten gibt, man brauchte sie
nur aufzusammeln oder zu kaufen und jeder konnte sich seine eigene aussuchen.Massenweise
fluteten aber nur erfundene Wahrheiten und tückische Halb-Wahrheiten
ohne die Last ihrer wahren Bedeutung durch die zeitungen, Medien , Kanzeln
der Kirchen und Politiker, des Konsums, des Militärs, der globalen
Menschenfreunde, der Professoren in den Unis usw, die sich allesamt der
wundersamen Wahrheits-Vermehrung verschrieben hatten, ohne die alten zuvor
verbannt oder verstanden zu haben, in so hoher Zahl, dass sie und den
Gänseblümchen den Rang streitig machten.Epidemische Illustrierten
und Hefte aller Bereiche muteten an wie multikulturelle Koral- lenbänke
und explosive Claims hochkarätigster Diamantschleifereien und menschlicher
Paradiese oder unfehlbarer Orakel.Da bllieb kein Auge trocken und,-scheinbar-,
kein Winkel unbeleuchtet. Alles wurde hitzig durchstrahlt und cool durchhechelt,
tausendmal nachgeredet und mantraesk nachgekaut und trotzdem mit der Attitude
des Neuen, Unvergleichlichen vorgetragen: Von den vielen Zungen und Lichtern
der Schreiber und Redner, als wenn man es nicht schon bis zum Überdruss
gehört und gelesen hätte . Das wirkte dann zumeist leicht und
schien für immer veredelt, nur im Traum, denn funktionieren tat das
allles keinen Augenblick, weil die Bedeutung der Dinge längst aus
der Sprache geflüchtet war und die glättende Ästhetik und
der erfolgreiche Konsum ihr den Rest gab und seine eigenen Wahrheiten
wie Viren in die Gehirnzellen schleuste. WIR aber haben der Wahrheit in
die Augen gesehen und sie hat uns umarmt und WIR haben sie sofort erkannt.
WIR irren nicht
20
Neben
den normalen Menschen, dem Volk, gibt es auch noch Künstler, die
heimatlos hin und her irren und glauben, keinem Gesetz folgen zu müssen.
Was ist nicht schon alles,über sie phantasiert worden, über
diese 'wahren' Künstler, die sich selbst als 'Springende Gene' im
Genom der Menschheit wirken sehen und sich dabei zumeist beharrlich einer
bloss tele-und fotogenen Präsenz-Kultur entziehen .Sie überlassen
das den wahllos nach Anerkennung und Kohle 'schielenden Gewerbs-Künstlern
überlassen, -'man muss auch jönne könne' -, die ihre Arbeit
angeblich überzeugungslos und anschmeisserisch einer beliebigen mainstream
andienen und dem flottierenden Markt und dem kurzlebigen Marketing schlauer
Reibach-Flüsterer überantworten. Diese machen sich bereitwilligst
als Büroschmücker von Banken und Versicherungen nützlich
und prostituieren sich bei der dümmsten aller dummen Einrichtungen,
dem "öffentlich-rechtlichen" Fernsehen ,wo sie gierig in
wenigen Sekunden als Mitternachts-Kultur verramscht werden. Und dabei
eigentlich immer nur schale Schatten und eine zerklüftete Retro-Kunst
zelebrieren, die so als billige Folklore oder synthetische Manscherei
nach Anerkennung giert. Dass sie dabei nicht rot wereden, daran erkennt
man ihr fälschendes und hochstaplerisches Gewerbe. Ja, so lamentieren
sie,die 'wahren' Künstler und Freigeister über ihre diebischen
Pseudo-Kollegen und stilisieren sich dabei gerne als die letzten Abenteurer
unsrer durchgerasterten und rationalisierten Welt .Doch schaut man genauer
hin,dann sieht man schnell, dass diese wahren und freien Künstler
eigentlich überflüssig sind und in Wahrheit doch nur nur krank
übersäuerte Sozial-Schlampen sind,die ihre 'manisch-depressive'
, ja tierische Existenz , nur absurden und asozialen Ideen aussetzen,weil
sie eben nicht ganz normal und richtig im Kopfe sind. Erziehen lassen
sie sich nicht, auch nicht mit Geld und guten Worten, auch wenn ihnen
das schmeicheln und zu einem eifacheren Leben verhelfen würde. Sie
sind eben hartholzig wie Ebenholz und einspannen lassen sich diese Trotzköpfe
weder durch billigen Ruhm oder gelegentliche Rühmung. Sie fallen
sogar ihren gelegentlichen Schmeichlern in den Rücken, wenn ihnen
danach ist, man weiss das nie so genau. Orden und Preise brauchen sie
nicht,denn sie haben ja sich.Sie können zwar geradezu besessen treu
sein und handzahm wie Meerschweinchen gegenüber ihren Freunden und
leidenschaftlich treulos wie streunende Hunde oder auch mal pflegeleicht
und scheinbar handzahm wie hausbackene Meerschweinchen oder abweisend
und scheu wie wild streunende Hunde, ohne aber um Gunst und Labsal dabei
zu betteln. Sie sind zu jeder Zeit zu jeder Schandtat bereit und auch
glauben sie wohl ganz exklusiv den Sinn für das Wesentliche und Ganze
zu haben haben und basteln sich für jede Schrulle ihre eigene Moral
.Weder genügt ihnen eine "Magna Moralia" (Aristoteles),
noch eine "Minima Moralia"(Adorno), sondern nur ihre, sozusagen
handgeschöpfte Moral oder vielen wechselnden Moralien, wie einStrauch
mit hunderten verschiedenster Blüten und Blätter, die auf niemanden
und nichts zu übertragen sind. Kurz gesagt, sie zeigen uns den Vogel
und verzichten auf die Kröten im Tausch gegen ihre sonderbaren Produkte,die
sie daneben als alles eher bezeichnen würden als Kultur, denn die
verstehen sie nur als Reproduktions-Maschine und dunkel-dünkelhafte
Praxis von Gewohnheiten wie das Beten und Kneten. Stattdessen halten die
Produzenten dieser verstiegenen Kunst-Stücke ihr verwirrendes Tun
für eine spielverderbende Medizin gegen ideologische Konstrukte,
gegen demago- gischen Plakat-Populismus, gegen Pathos und Sentimentalität,
gegen einge- bildete Eliten und scheinheilige Spiesser. Mal möchten
sie primitiver sein und einfacher leben als Silberfischchen, mal futuristischer
als Nemo,mal morgen oder abendländischer als schwärmende Global-Player,
mal exotischer oder konstruktivistischer als Werbung oder alle Computer-Sprache
zusammen. Mal wirken sie zerstörerischer als ein Taifun und gefallen
sich im exessiven Wahnsinn oder hemmungslosem Streit, bis zur Ohnmacht
.Und dabei sind sie doch empfindsamer und verletzlicher als die märchenhafte
Prinzessin auf der Erbse, gewalttätiger als die berühmte Axt
im Walde oder wütender als Wotan.Ihre Arbeit soll einzigartiger sein
als jedes bekannte Weltwunder,mutiger als ein Samurei oder Rhodesian Ridgeback,
machtvoller als Ramses, Napoleon, Hitler und Stalin zusammen und dabei
magischer und geheimnisvoller als Rasputin, Erlkönig oder Missing
Link. Natürlich nur zum Schein schlüpfen sie in die absurdesten
Rollen und Berufe,mal wankelmütig zerrissen, mal grossmütig
oder weitläufig und schrecken nicht davor zurück, auch mal mit
Rattenfängern aus Politik und Gewerbe gemeinsam zu grillen und so
zu tun,als seien sie ganz bescheiden bloss der Nabel der Welt und Richtschnur
und Senk-Lot der geschundenen Menschheit, mal sehr ernüchtert oder
tobsüchtig, mal besessen wie bibelfressende Exorzisten und Satanisten,
mal teuflisch wie der folternde Offizier in der "Strafkolonie"
von Franz Kafka, der dem Verurteilten das Gesetz von seinem
Exekutionsautomaten auf den Körper ritzen lässt und dann, in
einem Anfall von Moral, sich selbst an der Maschine festschnallt und sich
die geflügelten Worte in die nackte Haut schneiden lässt:"SEI
GERECHT" ! Weniger dramatisch, aber spielerischer geht es zu am "Locus
solus" (1914) , des ' Erfinders Caterel,im Roman von Raymond Roussel,
etwas früher als Kafka, wo in einem Park eine Batterie seltsamster
Maschinen ausgestellt ist und zentral, der "Diamant",ein Aquarium
mit seltsamen auf- und abschwebenden "cartesischen Teufelchen",
einer Wasserfrau, einer Sirene "Faustine" und einem haarlosen
"Schwimmenden Kater", der für die erhaltende Energie der
ganzen Sippe zu sorgen hat und genau so abenteuerlich, etwas später,
im "Grossen Glas" von Marcel Duchamp, wo eine Schokoladenmühle
die innovativen Zellen speist, so wunderbar wie die Maschinen und Automaten
aus dem Schokoladenmuseum in Köln,die ehedem bis heute, automatisch
und unermüdlich, willige Geister mit körperlicher Fress-Lust
vermählen. Der Weg von diesen Orten, Kohorten, Teufeln und süssesten
Leckereien zur "Zwitschermaschine von Paul Klee, zum Werk des Jean
Tinguely, zu seinen Maschinen im 'Leerlauf', zur "Kunst-Wegwerf-Maschine"
des Bernhard Höke, zu den bösartigen,verletzenden, auch Blut
fördernden, kinetischen Objekten der Rebecca Horn, wie zur digitalen
Mal-Maschine und den damit geplotteten TV-Fratzen und Medien-Idolen des
Holger Bär, zu den Strand-Biestern von Theo Jansen und last not least
zu den "Wartenden Maschinen" von Hannes Waldschütz, dieser
Streifzug steht stellvertretend für viele viele andere Spinner, die
glauben, ihr Mütchen am technischen Genius der erfinderischen Welt
kühlen zu müssen .WIR sehen also , diese wahren Künstler
müssen alle verrückt sein und am Ende nichtssagender als ein
Haufen mit geschreddertem Müll. WIR, die EU-Geniker, werden die überhebliche
Verhunzung und A-Sozialisierung unserer Welt,durch dieangeblich wahren
Künstler,nicht nur als kindliches Spiel von Wahn und Wehe entlarven,
sondern diesen kindischen Verrat an der Vernunft und den Standards und
Gesetzen unsrer besseren und höheren Werte-Welt in den Feueröfen
unserer Müllverbrennungsanlagen vernichten. WIR werden uns ein Fest
und einen Jux daraus machen, diesen ganzen Quatsch als stinkende Gift
in den Äther senden, denn WIR haben wirklich wichtigeres zu tun,als
diese verbildeten und borstigen Welt-Bilder länger und unnötig
zu ertragen . WIR brauchen diese Leute nicht und sie sollen dahin gehen,
wo sie hergekommen sind:In das Nichts. Es gibt ja daneben eine wesentlich
grössere Zahl, liebenswürdigerer, fröhlicher, gutartiger,
besser zu uns passenden Künstler, denen Deko-Motörchen ausreichen
um uns ein wenig Zeit und anstössigen Kummer zu vertreiben oder lustige
Ideen stilvoll und verständlich routieren zu lassen .WIR deuteten
es anfangs schon an und diese Gewerbs-Künstler stören uns nicht
und machen alles,was WIR wollen.Es fällt uns zu ihnen nichts Arges
ein und sie verbreiten meist eine fröhlichunterhaltsame Stimmung
,sie basteln nicht an überflüssigen Rätseln und sie verderben
uns nicht den Appetit nach Kultur und gediegenem Geschmack. Und im übrigen,
was Technik und Wissenschaft zu bieten haben, das brauchen WIR uns nicht
von diesen Missgeburten madig machen zu lassen. WIR haben uns den Ur-Knall
zu eigen gemacht und spätetens aus der Zeit, da Jesus von Nazaret
seine Heil-Wunder vollbracht haben soll, kennen WIR das Universalgenie
aller wissenschaftlichen Inspiriertheit, das einer staunenden Menschheit
bis heute gelehrt und demonstriert hat, was möglich war und wäre
, zu denken und zu erfinden oder hätte gewesen sein können,
oder längst schon hätte sein können,wenn dieser Genius
mit seiner ganzen Urkraft und Schärfe des Verstandes, früher
und selbst heute noch , erschöpfend verstanden worden wäre.
WIR sprechen von Heron von Alexandria, der uns aus dem Dunkel seiner Lebens-Geschichte,
eine unglaubliche Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse hinterlassen
hat, u.a.z.B: in seiner Mechanika, seiner Metrika, seiner Geometrika,
seiner Pneumatika, seiner Dioptria, seiner Automata, seiner Belopoeika,
seiner Aeolipile und nicht zuletzt in seinen Theaterautomaten und seinen
automatisch zu öffnenden Türen und Tore.Anders als der eher
nur Formeln sammelnde Euklid in den "Elemen-ten", entsprangen
alle Geistestaten dem eigenen Kopf des wunderbaren Heron, wie es scheint
mühelos und nimmermüde, z.B: die Ideen zur Dampfmaschine, zur
Windkraft und zu programmierbaren Geräten. WIR, die Eugenik, verbeugen
uns vor diesem Heros und Herkules des Geistes und WIR können nur
neidlos diesen Glückstreffer genetisch optimalster Kondition bestaunen.Ebenso
den ganz anderen: Den Schweizer Panoramazeichner, Reliefbauer und Ingenieur,
Xaver Imfeld,1853-1909, der uns das mathematische und sonstige Werkzeug
lieferte, um z.B.das zackige Matterhorn zu klonen und an jeder Stelle
der Welt , einmal, zweimal, unendlich viele zu reproduzieren,f ehlerfrei
und gleich, vorausgesetzt WIR hätten die pure Stein-und Biomasse
dafür. Doch ein Blick auf die jüngsten 3D-Drucker heute verrät,
hier hat die Schweizer Präzision eine geradezu unheimliche Folgewirkung
gehabt und fruchtbar zugeschlagen. Denn das wird epochemachende Folgen
haben. Dennoch, Heron oder Imfeld ,sie sind zwar gross aber WIR sind noch
wesentlich grösser als diese Ingenieurs-Künstler und WIR werden
sie noch um ein Vielfaches übertreffen, wie WIR es schon alle ahnen
und anstreben, denn WIR haben die Natur im Griff, um nicht zu sagen im
Würge-Griff . WIR begnügen uns nicht, mit dem labilen Komparativ,
des etwas Besseren, sondern WIR sagen prophetisch und selbstsicher voraus,
in Anlehnung an die Weissagung des Spiegels von "Schneewitchen und
den sieben Zwergen": "...aber,weit hinter den sieben Bergen
, aber in kurzer Zeit, kommt die EU-Genik mit ihrem Glück und die
ist siebenmal schöner und hundertmal besser und tausendmal stärker
als alles,was vorher war" und das ist wahr,noch in diesem Jahr .WIR
machen es möglich. WIR haben die Moral ,WIR sind so gründlich
und genial und alles andere war einmal.
WIR bilden es aus
21
Um
Missverständnisse zu vermeiden ,wollen WIR hier einfach einmal erklären,
wie das Verhältnis der hier genannten 'Klone', des 'König-Klon'
und der 'Klon-Welt' zusammen hängt. Die Klone, die hier im Bulletin
einmal als 'Halb-Klone' und ein andermal als 'Voll-Klone' genannt werden,
sind 'Modell-Klone' , als Vorstufen zu unser aller Klonung im universalen
Klonautomaten. Sie haben ihren Ursprung in den ersten 'Humanoid- Klonen'
,'BIM und BAM', die von der der 'Langeoog-Bande' geschaffen wurden.Nach
deren Konzepten und Rezepten gelang es der Eugenischen Wissenschaft eine
endlose Zahl Klon-Repliken zu züchten, deren Genom in beliebig referenzierbaren
Objekten und Modulen vernetzt zu modellieren ist.I n ihnen sind sehr verschieden
beeigenschaftete Leistungen installiert, die , hier verkürzt dargestellt,
nach den Gesetzen von Platon 428-348 v.Chr.( Eugenik ), Charles Darwin,
1809-1882 ( Evolution ), Gregor Mendel,1822-1884 (Vererbung ), Barbara
Mc Clintock,1902-1992 ( Springende Gene) , Konrad Zuse 1910-1995 (Computer),
Michael Johannes Badura ,1938...( EU-Genik u.Hybrid-Kultur) generiert
wurden. Diese Generation sorgfältig bio-montierter Klone stellen
die Vorhut und Brücke dar zum später restlos optimierten 'König-Klon',
der alles in sich vereint und optimiert, was zuvor in den einzelnen Modulen
der Voll-, bzw. den Halbklone , in universellen Testreihen sequentiell
oder automatisiert realisiert wurde. Der Königs-Klon ist also die
integrierte Endform aller, unserer Bemühungen, die das zukünftig
synthetisch montierte Meta-Genom auszeichnen wird. In ihm sind alle Bausteine
mit umfassender Vernetzung zueinander optimiert. Wenn man so will, besitzt
der 'König-Klon' am Ende aller Operationen die idealsten Prädikate
der ganzen Menschheit, der Fauna, der Flora der Bakterien, der Einzeller
,inklusive aller atomaren Superteilchen und Prozesse. Der Königs-Klon
wird in unserem integrierten Gross-Labor, dem Kolossarium gezüchtet.
Daneben aber auch zusätzliche neue Synthetiks und plastide Neuformen
aus den Elementen und den Grundstoffen des gereinigten , abstrakten Verstandes
, aus dem All und dem Mikro-Kosmos, bis zur absolut unverbeserlichen Serien-
und Vollreife. Wenn dies alles reibungslos erreicht ist, WIR am Tag
X angekommen, an dem die dann vorhandene und geläuterte Menschheit
in die "Klon-Maschine" gehen darf, in der sie nach einer genau
errechneten Anzahl 'begattet' wird und als multiples "Klon-Volk"
das Universum kolonisieren wird. Dieser Klon-Staat ist durch und durch
hybrid durchgestaltet, bis in alle Einzelheiten und bis in alle Eweigkeit.Es
ist das "Morgen-Licht Land" und funktioniert nach dem
Kodex und der Matrix unseres revolutionären hybriden Clusters. WIR
werden alle Könige sein , also Könige unter Königen und
das Eben-Bild des ehemals erstmals von uns generierten König-Klons.
WIR sind dann fertig
22
Die
Zeit, vor der siegreichen EU-Genik mit ihrer siegreichen hybriden KLON-Welt,hatte
gezeigt,dass in der Geschichte zuvor alles schief ging und beson-ders
unschuldige Menschen immer wieder die schlimmsten Greuel hinnehmen mussten
und vor dem Nichts standen. Flucht, Vertrei bung, Mord, Ausplün-
derung und Aushöhlung ihrer verbriefter Rechte nahmen kein Ende und
es obsiegte der Terror diebischer Landräuber und die Gier frecher
Okkupan- ten.Menschenhandel,erzwungene Pro stition wie Rauschgifttransfer
wurden zur Belanglosigkeit und Gänse klein gemäss der dekadenten
wie herrischen Piefke-Politik. Und die nötige Staatskunst verkam
zur wohlfeilen Kumpanei zynischer Mächte und die technische Überlegenheit
oder der stärkere Freund bot die zusätz lich Gelegenheit schmutziger
Beutezüge, im Halbdunkel, in den Händen aufgeplusterter Machthaber
jeder Farbe und Weltanschauung. Leonardo hätte sich solch orgiastischen
Tötungsmaschinen nicht erträumen wollen, wie sie feige und völkerechtswidrig
auf wehrlose Menschen eingesetzt und später bauchklatschend als Friedenstaten
gefeiert wurden. So ging das zu,aber wäre es anders gewesen, wer
weiss, dann hätten die Vereinten Nationen und all das geleimte und
schwindlerisch zusammen geleimte EUropa vielleicht nicht die Grundlagen
für unsere hybride EU-Genik liefern geboten . Wie unsere Analysten
dann herausgefunden haben,eine Folge von zuviel Konsum von John Wayne
Filmen oder bdie närrische Philosophie irrer Steineschmeisser,die
dann die Hoffnungen der stigmatisierten Menschheit trugen, un-verdienter
Weise. Eine Arabeske in der Welt-Geschichte, oder besser, eine winzige
Fussnote in die Ewigkeit, die mit untrüglicher Logik auf uns, die
heilenden Kräfte zuma-schierte. Ein pauschaler Blick nochmal auf
unsere liebenswerten Künstler aller Zeiten ist nützlich und
vielsagend. Gera-de die besten von ihnen haben ja in heroischen, rituellen,
illusionären Bildern, Plastiken den bild- und steinge-wordenen Instru-
mentenkasten für die trügerischen und verwerflichen Fetische
der Kirchen, Fürstenhäuser und Kriegshelden nicht nur protzig
verherrlicht, sondern erst die Vorlagen für die lächerlichsten
Gemeinheiten und mörde- rischen Machenschaften geliefert und sogar
erst erfunden. Ohne den Schein und den geschniegelten Prunk dieser Machwerke
wäre die Welt ärmer an Lüge, schmutzigem Ruhm und goldenen
Glanz dümmster Verirrungen von Gewalt und Verbrechen gegen Schwächere
bis zum Genozid. In Ermangelung realer Götter schufen die Bildenden
Künstler auch die Prothesen und Vorlagen spekulativer, unsichtbarer
Religions-Mächte. Zwar wurden ihre Darstellungen zunächst nur
stellvertretend, als ob, angebetet und verehrt, aber im Kopf der Betrachter
vermischten sich alsbald falsch gedeutete Ursachen mit falsch gedeuteten
Wirkungen, mit Allegorie und Wirklichkeit, mit Propaganda ,Schein und
Sein, untrennbar zu Welt-Bildern und Geisterkult, zur Freude und Verblüffung
der Künstler selbst. Wo von deren pathetischer und verkitschter Überschätzung
und Stilisierung,noch jüngst lebende Malerfürsten ihren Nektar
saugten, auch wenn sie ihr gezeichnetes,gepinseltes,gemeisseltes und gegossenes
Bild-Geflunker konsequent auf die Ebene von Folklore und Flohmarkt herunter-
gebracht hatten , um ihren wahren Göttern und Halbgöttern: "Promi"
und "Kohle" , immer nahe und immer näher zu sein.So wussten
siie immer schon mit den Erlauchten und Omnipotenzen zu kuscheln, die
den Betrieb am Laufen hielten, und die, vergleichbar den ehemaligen Hofnarren,
heute oft getarnt als Comediens, Pop-und Journal-Stars und TV-Schreiber
für jeden opportunen Scheiss käuflich sind. So, wie sich früher
Kirche und Staat ihre Geschichts-Dekorateure im Hofstaat hielten. Und
so schmückten Banken Versicherungen, Finanzmärke und staatliche
Stammtische fleissig mit Bild und Text , obwohl ihnen die Instrumentalisierung
zum Dekor beliebigsten After-Shows verhasst sein müsste.Aber was
tut man nicht alles um dem Fluch der Tantaliden zu entgehen, wie er in
der Odyssee beschrieben steht. Ohr abschneiden, wie der unselige Vinzent,
aus echter Verzweiflung, über seine drohende Ohnmacht, nicht mehr
Herr zu sein über die eigene Seelenkraft und seine Ideale und unbestechlichen
, künstlerischen Ansprüche , das fiel diesen Kommerz-Künst-lern
, nicht im Traume ein. Dieses Unglück konnte auch denen nicht passieren,
die leichthändig ihre Machwerke aus fremden Bruchstücken zusammen
reimten und daraus einen goldenen Fake machten.Aber, es gab auch anderes,
wenn auch sehr selten: Zum Beispiel die prunkvolle Tätowierung eines
prallen Haus-Schweins vom Belgier Wim Delvoye,"Miss Lee", eine
sehr reale Transformation heutigen Lifestyles nach Art von Kickboxern
und Zuhältern, wie jüngst auf der Kunstmesse in Basel, der heimlichen
Hauptstadt der Baselisken. Doch das allgemeine Gros, die Masse der schöngeistigen
Färber, Drechsler und glatten Gefälligkeits-Schreiber verstand
es immer wieder , fast mit vorauseilenden Gehorsam und glatt rasierten
, Geschlechts- und Kopf-Teilen den Kunstmarkt mit traurigen Brachen ,
kaputten Urbilden (Platon) zu unterhalten. Und dafür lieben WIR sie,
die uns so freundlich bedienen. WIR brauchen Sie halt genau so, wie sie
sind , denn wir haben Kultur und wir wissen, was uns gut tut.
WIR sind längst in
23
WIR,
vom Zentralrat der Klon-Welt sind keine Wertmuffel und schon gar keine
Nihilisten,im Gegenteil.Je weiter unsere Macht reicht und von Tag zu Tag
mehr,entdecken WIR neue Werte und alles wird anders und ganz anders .Ungebildete
Querulanten haben versucht uns als Geisteskranke hinzustellen, die wie
alle Politiker und Despoten,eben einfach so Normen erfinden,vondenen sie
nicht wissen konnten oder wollten, wie sie sich in der Zukunft auswirken
würden. Wichtig war ihnen nur in solchen Blind- Versuchen ihre Macht
zu demonstrieren.WIR sind so anders und WIR wissen haargenau wie unser
Werk ausgehen wird. Denn unser Handeln fusst auf der "Hybrid-Axilogie
Universalis Biblis".Dieses revolutionäre Werk,das unsere immer
präziser zupackenden Axiologen, die geistigen Stifter und Anstifter
unserer EU-Genik,geschaffen haben, reguliert und fixiert alle zukünftigen
Werte mit nahezu mathematischer Folgerichtigkeit und Logik, zum Segen
der geschundenen Menschen der Alt-Neuzeit. Doch zuvor noch ein kurzer
Blick auf die endlosen Wer tedebatten im alten Land.Geld hatte seinen
Wert, real und ablesbar wie die Briefmarken, leider eben mit schwankenden
Währungskursen. Natürlich wollen WIR die wahren Geldwerte nicht
mit moralischen Massstäben messen, aber verwandt in ihrer wandelbaren
Zuverlässigkeit waren sie allemal und sicher nicht für die Ewigkeit
geschaffen. Aber,wie sagte es schon Heraklit: "Panta rhei"="Alles
fliesst" und später Platon, der Wegweiser und Lehrmeister ehedem:
"Alles ist in Bewegung und nichts bleibt stehen". Zwar tausendmal
zitiert, aber es hat zu (fast) Nichts geführt, beim beschwören
und schwören auf diese Werte, den guten und den bösen."Niemand
springt zweimal ins gleiche Wasser", sagten die al ten Chinesen.
Oder niemand denkt zweimal das Gleiche. Die Gerechtig keit hat sehr viele
Gesichter und ex aequo das Böse,ebenso wie die Frat zen einer nimmermüden
Raff- und Herrschsucht in wechselnden Zeiten, von Sekunde zu Sekunde.
Für ihr Wesen und Unwesen gibt es keinen konservierbaren Stillstand
und alle Konserven sind irgendwann ungeniessbar. Nur Ideo-logen,Bürokraten,
Diktatoren, Religionen und Parteien sahen das anders und sprachen dann
schnell von Populismus, Stammtisch,Radikalismus oder Anarchie, wenn sie
ihre fruchtbaren Pfründe oder auch nur ihre per manente Rechthaberei
vom Wandel neuer Vorstellungen bedroht sahen und ihre Werte als wertloser
Müll auf die Halden gekippt werden sollten. In Wirklichkeit gingt
es aber zumeist um wesentlich weniger, es ging nicht um Prinzipien oder
philosophische Klarheit gesellschaftlicher Werte, sondern nur um stupides
Pokern irrender Reflexe und Echos mit Blick auf parteiliche Macht ihrer
künftiger Positionen: Pseudo-Werte also,mit entsprechend rasanter
Verfallszeit. Uneingestandener Weise verkehrten sich dabei nicht selten
die vermeintlich heiligen Werte in ihr schändliches Gegenteil: In
Krankheit, Irrsinn und Verbrechen, was natürlich dann "wertfrei"von
den Verursachern wieder vernich-tet werden musste, von eben den Erfindern
dieser Werte,die noch gestern in den rhetorischen Bastelstuben der Parteien,
des Fernsehens,der Lobby und der Papierhändler, das Gegenteil behaupteten,
von dem, was sie ursprünglich vertraglich versprochen hatten. Irre
Kreisläufe,die besonders die Mase der dumpf glotzenden Fernseher
zu bezahlen hatten. Natürlich nach dem eigennützigen Willen
dieser unermüdlich schwätzenden Parallel-Welten.Aber das eigene
Haus will ja in allen Ecken wertvoll und achtbar glänzen und sinnvoll
erscheinen. Hiess es noch früher: WIR wollen unsern Kaiser Wilhelm
wieder haben, so heisst es jetzt: WIR wollen unsern Willy wieder haben
und die Rosa und die Stasi sowieso, weil alles dann nochgerechter und
schöner wird.Und dort sitzt in einer Nische dieser Neu-Werter das
ständig infantil kichernde Sandra Maischbergelein und überlegt,
wie man den bösen Harald Schmidt,der keinen rot-grünen Mist-und
Kanalgeruch hat, vor laufenden Kameras als Charakterschwein vorführen
kann: Als verleumderischer Polen- und Türken-hasser. Da sieja weiss,
dass dieser so ganz anders gebackene, wache und hellhörige Freigeist
von ihr rhetorisch nicht zu schlagen ist, sucht sie Schützenhhilfe
beim mittlerweile auch politisch sehr gealterten Dieter Hildebrandt, einem
schlesischen Kabarettist, der ungefragt oder auch nicht, die Aufgabe zugewiesen
bekommt, auch für die missgünstigen Moralgruftis im Hintergrund
, behaupten WIR mal sie kommen hauptsächlich aus Deppendorf , dem
widerspenstigen Wild den Schneid abzukaufen und coram publikum unglaubwürdig
zu machen. Das ist so üblich in diesen sabbelnden Runden, dass nach
Möglichkeit immer ein missliebiges Opfer zum Zerfetzen eingeladen
wird um dann mit zahlenmässiger Überlegenheit über es herfallen
zu können: Eine feige gemeine und hinterhältige Art und eigentlich
ein blödes Schurkenstück und nicht mehr. Denn das verlangt schon
alleine die so überaus "spannende" und "werteorientierte"
Dramaturgie dieser erleuchteten Inszenierungen. Damit dies im Falle von
Harald Schmidt aber nicht so auffällt kann ja die kumpelig anmachende
Dummfrau, hier Genossin Maischberger, immer sagen: was wollt Ihr denn,
ich habe halt zwei Kabaretisten eingeladen.Punkt.Basta.Aus.Diese kleine
Episode zeigt aus welch mutig-demokratischen Geiste diese "öffentlich-rechtlichen"
Fernseh-Anstalten gestrickt sind ,i n denen jeder klei-ne Möchtegern
und Aufspieler den anderen seine kleine Piss-Moral und Piss-Anständigkeit
aufzuzwingen sucht.Heraus kommt dann eine pure, nicht mehr befragte ideologische
Besessenheit ,die selbstredend direkt in den Medien-Faschismus, der schneller
prangert und henkt als jeder verdammte Sünder sündigen kann
und wobei z.B.jedem primitiven Schläger oder lernunwilligen Macho
neuerdings ein Migrations-hintergrund als Entschuldigungs-Mäntelchen
bescheinigt wird. Welchen Sinn dias haben soll,wissen wohl selbst die
Veranstalter nicht,aber es soll die Wähler grün-roter Parteien
, mangels angestammter Masse, mit eingewan- derten Blüten aufstocken,
mit entsprechenden Folgen im rechtsradikalen Lager. Das Geschwader der
gezogenen Schwadroneure z.B. in den Morgenmagazinen (ZDF,ARD), weiss denn
auch beflissen der Leitkultur des Hauses nachzueifern, denn man will ja
Karriere machen, gefragter Promi sein und sein Häuschen schnell abbezahlen,
selbstverständlich. Dafür lohnt es schon, sich verbiegen zu
lassen oder sich den Zweifel wie den Teufel auszutreiben. Akteure aller
Fach-und Kunstrichtungen wissen, dass sie ohne Berufsschaden zu erleiden,
nur mit geheuchelter, glatter Arschkriecherei durch das öde Nadelöhr
dieser einfältigen TV Narrenkultur passen. Das war der Stand bis
noch vor kurzem, bis dann die Wertegestalter den Finanzierungstod starben
und alle Freunde verloren , weil sie nicht mehr überzeugen und argumentieren
konnten und stattdessen ihr Heil in Zwang und Lügen suchten. WIR
vom Zentralrat der Klon-Welt dulden diese Verwertungsschweine nicht. WIR
sind keine destruktiv hypothetisierenden Popper-Jünger.
WIR sind einfach, positiv und konstruktiv
24
WENN
ALSO ... ( schrieb 1990 der LUXUS-Forscher Michael Badura) Wenn also,die
Zeit an Wert gewinnt, dann die GOLD-CARD.Bio-Contour geliftet nach Tibet
oder wenigstens die Maisonettenwohnung 3 Minuten vom Markusplatz mit Dachterrasse,restauriert,mit
Unterwasserdekor: Exotik mit Exzentrik. Denn Luxus hat den Urwald gezähmt
und das Dual Defense System geschaffen: Reolutionäre in den MegadosePerlen.
Da bringen Zucker-Tricoloren Kinder auf den Revolutions-Geschmack und
der Kennerblick verweilt auf High-Heels inmitten dem würzigen Duft
der Heide, dem Zirpen der Zikaden. Da ist die Begegnung mit der neuen
Car Audio-Maschine angesagt!Entdecken Sie dann das kristallblaue Gel mit
seinen feinsten Mikroknospen, Eau de Toilette natural und den body-gebuildeten
Abdul Karim mit mastercard LADY IN GOLD auf der Postkommode im Schloss
Vizilie.Oh Du liebster Wauwau.Comment vas-tu? Lässig werden von einer
Wand aus Licht die Füllhornlampen präsentiert. Und dann die
Welt des Holywood: On my OWN und feeling prestige with feeling men.Zeit
für coole drinks und heisse flirts: Aberj a,man sollte sie langsam
zwischen 12 und 14 Grad Celsius trin-ken. Undnach Van Gogh eine foie gras
oder einen Salatteller: "Tirol". Wer sich für Anderes aufopfert,
ist verdächtig ! Nur mit angefeuchteten Schwämmchen bekommt
man seidig transparentes teint Poudre mit beruhigen - den Jojoba und Vitamin
E. Glauben Sie denn immer noch,dass grün ei ne Tarnfarbe ist oder
ein Top aus grünschwarzen Hahnen-federn? Über haupt nehme ich
nur Aerobic Fat Metabolizers, denn sie geben meiner Haut nachweislich
die Qualität vergangener Jahre, denn der Auftritt im Reich der Sinne
erfordert eine ganz besondere Hülle-mehr als Roses! Und massgeschneiderte
Hausschunucke schützen Luxustreter vor Regen und Schnee. Da leuchtet
es, da da schimmert es,da da da flimmert es, da da da da kann man getrost
Ideen wie Bell-Bottom-Hosen leihen. Ein Hauch von Ewigkeit. Ein strahlender
Blick der Sieg über die Zeit. Wo her haben Sie denn diese schick
skulptierte Uhr? Ich sags Keinem. Erst bei noch höheren Aufprall-
energien übernehmen die computerberech neten Hirn-Bomber mit Herz.
Greifen Sie nicht auf Alltägliches zurück, sondern auf den guten
futuristischen Geschmack. Für Alias ein Hocker mit epoxydlackierten
Sitz von Forcolinos Beauty Farm. Das Beste aus dem Bestseller. Das macht
Freude für sechs Personen: WMPF mit Eleganz, der Schliff edler Materialien.
Sie verbindet reine Form mit grosser Kunst in vollendeter Harmonie und
9 Möglichkeiten die Haare zu trocknen. Für Ladies komponiert.Am
A erkennt man sie. JOOP! Mit dem Ju- welen-Zertifikat. In ihnen lebt eine
Frau,die schon lange eine Patek Philippe trägt. Dabei genügt
eine nur 10-minütige Anwendung durch ihre selbst- reinigende Drehtechnik
in den vier aktuellen Farben-indianisch oder mondria-nisch.Hut ab vor
soviel Eleganz ! Design in seiner schönsten Hochform sind Metallics
über den Körper gegossen, für so Wenige, die Mehr verlangen,
als Quelle für zauberhaft gefiltertes Licht. Look and weep ! The
joy of socks mit Cony's Exclusive.Ein guter Mensch hilft ab und zu ganz
gern. Voila.Man muss vor allem gut geschlafen haben. Der entscheidende
Kick liegt in der langen Buntfalte.Comfort a`la carte. Da knistert es,da
spiegelt es, dada glänzt es auf jeder Kante. Lediglich Car tier zeigt
sich etwas üppiger . Sandelholz und Jasmin und Ylang Ylang. Sento
che ci sei.Dali pour homme, das Geheimnis kultivierter Männer. Das
Y von Givenchi ! Fragen Sie doch nach Mascara in Pflaume. Es ist unsichtbar.
Aber es ist der magische Momment der Wahrheit. Da,da,dada...
WIR sind anders,ganz anders
25
Der
Weg war lang für uns menschen, von den Urzeiten,von Chaos, von Kosmos,von
Uranos,von Thanatos, von Phantasos, von Eros, von Chronos gestern,bis
zum Kolchos heute .Mit jedem Tag entfernen WIR uns weiter von unserem
naiven, dunklen Ursprung und unser Jubel wird immer lauter, denn WIR gehen
den Weg von monströser Willkür gestern zur zielsicheren Vollendung
unserer EU-Genik morgen. Es ist der Weg,weit weg vom Hokuspokus der falschen
Zeugnisse und Bildnisse der "Götter, Gräber und Gelehrten",
denen der Widersinn und Wahnsinn an allen ihren Spuren und Scherben klebt
,wie Pech und Schwefel. Jener alles durchdringende Wust von Lüge
und Unwissen von Hochmut, Stolz und Anmassung, mit dem betrügerischen
Ausweis und göttlichen Patent-Schutz des unfehlbaren Eifers und Geifers,
aller orakelnden Gaukler und Erfinder ewiger Meta-Reiche , von Gondwana
durch alle aufgelisteten Zeiten bis in die Gegenwart. WIR aber machen
den Weg frei von Hunger und Not, mit der Kraft und der Erkenntnis unserer
Wissens-Gesellschaft, die uns alles lehrt und geben wird, was WIR je er
träumt haben, jenseits von Wunderglauben, Hellseherei und "wundersamer
Brotvermehrung". Und wer und wo ist denn schon Teiwaz, die Urkuh
Audhumbla und ihr sechsköpfiger Sohn Wafthrudnir? WIR sind keine
kosmologischen und esoterischen Spinner und keine astrologischen Welten-Erfinder.
WIR benötigen keine "Schwarze" oder "Dunkle Materie",
keine"Dunkle Energie" und erst recht keine "Schwarze Magie"
für unser Glück und unsere hell erstrahlende Wahrheit im finsteren
Universum. Und die Mächte der "Ars Goetia" , die Furcht
vor dem Teufel wie den schwarzen Löchern und dem schwarzen Mann sind
uns ein Sack vollkommener Lächerlichkeit und wüster Leere und
leerer Lehre. WIR sind WIR.
WIR erfinden keine Rätsel.
26
Früher
sind WIR unseren Sinnestäuschungen erlegen, ohne es besser zu sehen
und zu wissen. So von Sinnen sahen WIR, was nicht war und wahr war und
was WIR nie gesehen haben oder hätten sehen können, weil WIR
es nicht sehen wollten oder sehen sollten. WIR haben das meiste falsch
verstanden und uns wie Hunde an kurzer Leine von trügerischen Mächten
und ihren religiösen Statthaltern durch die Zeiten führen lassen,
die ja auch nichts Anderes, Besseres wussten, aber ihr Nicht-Wissen von
unserer Hände Arbeit durch obszönes Gepränge versilbern
liessen. WIR haben uns der Magie und ihrem herrischen und abergläubischen
Getue unterworfen, weil WIR uns haben bange einreden lassen, sonst keinen
Platz im Paradies zu erhalten oder krank zu werden und WIR waren stolz
auf unsere Herrschaften und nannten es Kultur.So soll schon Konfuzius
gegenüber der Geister-Welt pragmatisch gesagt haben: "WIR sollen
die Geister verehren, aber nicht darin aufgehen". Wohl aus übergrossen
Respekt, aber dennoch mit der gönnerhaften Pose des "wissenden"
Potentaten, flüchtet der weise gelbe Mann in eine diplomatische Floskel,
weil er die Furcht vor den närrisch drohend wispernden Gespenstern
nicht erfolgreich abschütteln kann. Die Monsterforschung zeigt die
Konflikte und Ängste der Menschen-Welt eindringlich und flächendeckend
durch Zeiten und Kontinente, von Insel zu Insel, von Volk zu Volk, von
Gilgamesch und Abraham bis zum Kla-bautermann,nördlich u.südlich
der Sahara,vom Missing Link zu Lucy in Ost-Afrika und Ötzi inTirol
bis zum vordergründigen Getier in der Unter-haltungsindustrie. Da
findet sich ein abnormer Katalog als Quelle bezeich- nender Geisteskrankheiten,
verkörpert in den vielen absonderlichen Figuren und wechselnden Gott-und
Geistergestalten, beginnend bei den verschiedensten primitiven Schama-
nenkulturen, bis zu den sogenannten Hochreligionen unserer alten Neuzeit.
Die irreale Glau-bensbereitschaft scheint den Menschen in die Wiege gelegt
zu sein oder war es nur ein unverbindliches Phantasie-Spiel um so die
Zeit, die langen Nächte und Winter, fremd bestimmt zu vetrödeln
wie heute beim Fernsehen? Natürlich nicht.Es ging um Tugend und Sünde,
um spätere Auszeichnung und Verdammung, um Tod und Teufel. Priester
und Tyrannen schrieben die Drehbücher für die wundersame Einkehr
in die blödsinnigsten Paradiese und Höllenfeuer.Sie bestimmten
Richter , Ankläger und Geschworene und dieser ganze ritualisierte
Wahn bekräftigte noch ihre herausragende Stellung über dem geduldigen
Volk, das sich die Sklaverei noch durch ärgste Fronarbeit verdienen
musste. Das fing bereits in der grauesten, vor biblischen Urzeit an, zur
magischen Bannung unerklärlicher Mächte und Natur-Effekte, für
einen erhofft reichen Jagderfolg sowie mit den hierarchischen Dynastien
später in der Antike bis zum verbildeten Christentum heute: Mit ihren
Heerscharen von monströsen,über-,ausser-,unterirdischen Gottheiten,
bösen, gütigen Licht-, Schatten-und Scheinwesen, Beglei- tern
und Führern in die Unter- und Metawelten oder auch besonders tückisch
taktierenden und zuschlagenden Satansgestalten, Dämonen, schwarzen
und weissen Feen, Elfen und bösen Zwergen, oder lieblichen, lustigen
oder ausgesprochen boshaft und unberechenbar agierenden Naturgeistern,
Gespenstern und halbtoten Kreaturen, die sich in allen Erscheinungsformen
der Elemente und spezifischen Gewichte in unsere Welt einschlichen,sichtbar
oder unsicht- bar,menschenverwandt oder so ganz anders gestaltet oder
verunstaltet sind, die uns nötigen, strafen, prüfen, foppen,
beglücken, bewerten, leiten, ändern, heilen, besänftigen,
eretten, potent oder schwach, bessern und reich machen sollten: Seth,
Nechbet, Thot, Toeris, Cherubim, Chimären und immer wieder bastardisierte
Doppelwesen und Trugbilder, Baselisken,Teufel und teuflische Verwandlungskünstler,
Wechselbälge, Engel, Dryaden, Kappas, Hexen, Fafner, Skylla, Month,Franckenstein,
Klabautermann, Erlkönig. Neidköpfe, Gargoylen, Masken, Incubus,
Succubus, Nachtmahr, Zentaur, Zyklop, Rasselbock, Winselmutter, Welthund,
Hühnergott, Phönix, Hippogryph, Holzfräulein, Nosferatu,
Ziz, Vampiren, Zombis, Wolpertinger jeglicher Art, Mutanten, Roboterwesen,Aliens,
kranken Zellhaufen, Bio-Müllgeistern, Nöck, Volk der Dama, Hadat,
Ich- Dr.Fu Man Chu, Dr.Pachamama, Quetzalcoatl, Mabuse, die Fliege, Herr
der Fliegen, Tumatauenga, Macuilxochitl, Cabraca, Huracan, Inti,Daniel
Düsentrieb, Dr.Eisenbart, Bio-Automaten, Riesen und Wichte, Captain
Nemo, Rübezahl, Zhurong, Lemur, Dracula, Naga, Amphithere, Fenghuang,
Wilder Mann , Pandora, Nahual, Long, Eichengeist, Spaghettimonster, Ogopogo,
Feld-, Wald-und Wiesenschrate, Kornmuhme, Roch, Ariel, Troll, Büchse
der Pandora, Medusa, Chupakabra, Amphitere, Elwetritsch, Leviathan, Gorgonen,
Sphinx, Mantikor, Harpyien, Bergmönche, Sirenen, Mermecolion, Skiapoden,
Eshu, Brahma, Lamien, Erdhenne, Feuerputz, Obba, Shango, Jiang Shi, Pan,
Bieleboh, Czorneboh, Kalma, Tapio, Aufhocker, Ahasveros, Obatala, Werwolf,
Ziegensauger, Meerjungmann, Haunting Doll of Florida, Nephilim,Vogel Greif,
Feuerdrachen, Tatzelwürmer, Rumpelstilzchen, Lorelei, Alp, Alberich,
Baal, Alfen, Bogies, Höllenhunde, Geisterstühle, Grundstein,
Drude, Medusa, Kikimora, der böhmische Golem, Flaschengeist usw.
Eine komplette Aufzählung ist hier nicht möglich, aber auch
nicht notwendig. All diese Erfindungen und Projektionen der menschlichen
Hybris stehen für die scheinbar ausweglosen Verwirrungen,Ohnmächte,Kopf-und
Geistes-Krankheiten, die uns Religionen, Naturreligionen , Mythologie,
Entenhausen, Alchemie und die neurotischen Ausgeburten von Film, Literatur,
apo-tropäische Handlungen mit und ohne Weihrauch, Exorzismus sowie
der so genannte Phantasieschatz aller Länder,Völker und Zeiten
andichten wollten. WIR sollten und WIR gingen, so gefügig gemacht,
auf die Knie vor der Heuchelei und Tücke betrügerischer Götterboten,
blinder Seher, Gesetzeskünder, Wunderheiler und Wunderheiligen. Und
so künden diese Fiktionen, Projektionen und Wahnvorstellungen sektiererischer
Besessenheit, von unseren erbärmlichen Mikrichkeiten, Unfähigkeiten
der Seele, vorpro- grammierten Ängsten und sonstigen Schwächen
unserer lächerlichen Existenz, egal auf welcher Seite WIR stehen,
ob WIR leiden, herrschen oder einfach nur frei leben wollen. Unglaublich
die eingefressene Sucht und Vorstellung, in der die göttlichen Chimären,
zwischen religiöser Wollust und kleinmütigem Masochismus, uns
aus der übergeordneten Welt in den Wolken permanent beobachten und
irgendwie moralisch bewerten, um uns dann gnädig für weinselige
Demut zu belohnen, grausam für angebliche Sünden und Sakrilege
abzukanzeln oder einfachnur mit Gleichgültigkeit zu bestrafen. Die
gottlosen Buddhisten erscheinen hier noch am glaubhaftesten und menschenwürdigsten,
obwohl ihre apathische Leistungsverweigerung unserem Tatendrang restlos
widerstrebt. Alles insgesamt ein Zwei-Jahrtausende altes Affentheater
und ewige Schande, das nur den einen wirklich bedauerlichen Zweck zu kennen
scheint, unsere selbst gefundenen verfeinerten Systeme, unserer wissen--schaftlichen
Wahrnehmungen und methodischen Auswertungen für unser reales Leben,
mit all seinen technisch-logischen Höchstleistungen und systematischen
Denkver- mögen, als krankhafte Überheblichkeit und Hybrisl ächerlich
zu machen und dabei nicht selten als überflüssig, durchgeknallt
und absurd erscheinen zu lassen, wenn man es nicht versteht, angesichts
eines angeblich vorbestimmten, unausweichlichen Schicksalszwangs , der
uns zu Hampelmännern irgendei-nes Hokuspokus machen sollte. Dies
in allen Fällen ein irrer, rechthaberi- scher Mummenschanz allüberall
und jederzeit, im Zeichen irgendwelcher kunter-bunter oder uniformierter
Kleider- ordnungen, die sich auf höhere Ordnungen und Heilungs-Rechte
berufen und deren ödes Tun und Lassen meistens nichts weiter ist,als
eine Beleidigung der eigentlichen Lei-stungsträger ,die dann von
moderierenden Gigolos wie kindliche Sonderlin- ge vorgeführt werden,wenn
überhaupt, denn Kompetenz ist für gepuderte Wichtig-Tuer nur
ein Wort aus dem Lexikon. Wichtiger scheinen da schon anmassende Reflexe
zu sein, die mit Arschkriecherei leicht zu Amt und Würden führen
und sich dort, auf vermeintlich gleicher Augenhöhe, der Dienste von
Intelligenz, Erfindung und Phantasie bemächtigen. Uns leitet nicht
Fake, Bluff und gekränktes Selbstwertgefühl im alten TV, denn
WIR die EU-Genik, sind nicht zufällig die wirkliche Elite einer neuen
Zeit, die unsere noch unerzogene Menschheit ans Ziel bringen wird. Nicht
zuletzt durch den heilenden Verstand und das beharrliche Bohren unserer
wissenden Dienstleister, bei denen WIR uns hier schnörkellos und
wortreich bedanken möchten. WIR haben dazu gelernt und WIR missbrauchen
unsere Wissenschaftler nicht zu kurzweiligen Machtspielen, dämlichen
Ratespielen und schmückenden Tiraden, sondern WIR ziehen den Hut
vor der Entzau-berung archaischer Naturblokaden durch unsere grossen Geisteshelden,
die früher janusköpfig, zwischen Genie und Wahnsinn,stigmatisiert
wurden. Dies die Rache und der arglistige Frust der Dummen und Einfältigen,
besonders der Psychologen, den bieder meiernden Propagandisten blödester
Normalität, die ihr miefendes Werte-Gestottere für den Nabel
der Weisen halten. Und selbst, einige Stufen darüber,brauchen WIR
auch keinen Gottfried Benn oder Schopenhauer mehr . Und überhaupt
brauhen WIR keine bösen alten Männer.
WIR brauchen uns
27
Selbstverständlich
ändern auch die Monster-Welten ihre Stars, manche verschwinden einfach
spurlos, andere werden in der Film-Welt zu kitschigen Pappkameraden gegen
die böse Ratio. Doch wie auch auf dem selben Stück Erde im Laufe
der Zeit die Vegetation wechselt und die Geschichte tobt, bleibt der tiefe
Boden darunter nur unberührt wenn keine Erdbeben das Unterste nach
oben treiben oder flüssige,gasende oder verkrustete Elemente sich
abwechseln , oder glühend Heisses in klirrendes Eis erstarrt und
umgekehrt. So ist es auch mit dem Nimbus und Zeitgeist der wechselnden
Götter-und Dämonen-Welten bestellt, die weichen Hirnen erst
machtvoll entspringen, dann gefürchtet an die Wand gemalt werden
wie der Teufel, dann belächelt und schliesslich vergessen werden,
um Platz für neue Angst-Figuren zu machen, die auf dem gleichen Humus
der Einfalt wachsen und bei demagogischem Bedarf von selbst ernannten
Heils-Erziehern und Exorzisten in die Welt gesetzt werden , die Schatullen
mit Geld und die Kirchen mir Gläubigen zu füllen. Diese Hybrid-Kreaturen
und Angstfiguren aus Mulm und kalkulierter Tücke,manchmal ganz abstrakt
in Form von Angs-tbegriffen aus dem Boden gestampft oder naiv, geisterhaft,
menschlichen Wesen angepasst, entsprangen allen Zeiten und noch gestern,
den Macht-Apparaturen von Stammenfürsten oder aus Politik, Versicherungen
und weltweiten Kapital-Konglo- meraten. Letztere,mehr der Gegenwart zugeeignete
Chimären, kommen oft leise und zart mit der Offerte freundlicher
Dienstleistungen fürJedermann daher und enden schliesslich oft mit
dem brutalen und scheinbar gesetzmässig automatisierten Zugriff auf
das umfassende Leben der so fürstlich bedienten Arglosigkeit, dessen
Wille am Ende mit Karzer, Entmündigung und Enteignung kriminell zerstört
wird. Es hiess dann: 'Was willst Du denn, Du kleiner Wichser'. Oder der
Geprellte wurde von autistischen Call-Centern dann im endlos kreisenden
Schwachsinn, mit Hip-Hop oder lyrischen Gesängen zermürbt. Ein
Prozess, bei dem der Verlierer von Anfang an schon feststeht. Ein Prozess,
wie aus dem "Prozess", eines gewissen Franz Kafka, bei dem das
Opfer im Steinbruch der Gesetzes- labyrinthe quasi sang- und klanglos
geschächtet wird. Der Staat versteht sich dabei immer gerechter und
gnädiger Staat , der dem Leviathan von Thomas Hobbes, 1651, zu unser
aller Wohl bis zum Tode ebenbürtig ist. Wech- selbalgartig leuchten
hier, im Grunde alte, aus der Geschichte bekannte und bewährte Machtstrukturen
auf, nur feiner, eleganter, sogar mit den Attituden eines aufklä-
rerischem Getues , seitens der Macher , Gestalter und Nutzniesser, in
diesem büro- kratischen Bandenunwesen, das wie ein unmässig
fressendes Monster seine ihm Anvertrauten , Kunden oder Untergebenen ,
wie auch immer,aussaugt und seinen Besitz zerkleinert. Und die Auguren
berichten weiter von verdienten Menschen,die in diesen Systemen zum Dienst
antraten,transformierten bald zu humanoiden Automaten, wie sie u.a.von
Descartes und Kepler und bereits schon in der Antike bekannt und benannt
wurden. Dort taten sie ihren würdigen Dienst, als willige Haustiere
unsichtbarer und anonymer Mächte,die sie nicht verstehen oder sehen
brauchten, denn sie übten ja nur die verabredeten Handlungs-Muster
aus und fungierten so als winzige, Apparat erhaltende Synapsen und Tastaturen
in diesen Konstrukten, die sich wie blähende Hefe oder Montage-Schaum
in alle Bereiche des Alltags und der dort tabuisierten Wert-Ordnungen
ausbreiteten: Von innen ge--peitscht,vermeint weltoffen für alles,
aber eigentlich nur das, was das eigene Systen nährt und fett machte
oder als blitzschnell zuschlagende Gang. Die hier eingepassten Menschenzellen
fungierten,benebelt von Eitelkeit und der Geltungssucht dazu zu gehören,
nahezu arglos und willenlos, in dieser Leitkultur,deren alleiniger Zweck
es war, Widerstände gegen das Wachstum ihres System mit Stumpf und
Stil auszuhebeln,zu leugnen , in Staub zu verwandeln und durch penetrierende
Lobhudeleien und Judaskuss zu umarmen und auszunehmen. Der zahlende Bürger
gab dabei unverdrossen seinen Geist auf, auch zu Gunsten eines zusätzlich
unter dem Tisch operierenden Bak-schisch-Getriebes, mit entsprechenden
Regel-Werken hochwertigster Gewerbemoral, politisch verkleidet, besonders
vor anstehenden Wahlen. Diese Maschinisten nannten sich seltsamer Weise
oft Journalisten, Moderatoren und Nachrichten-Bringer, aber man könnte
mit Ringelnatz auch sagen: "sie waren eigentlich nur aus Gips."
Das Ganze tarnte sich, mit einem gewissen Understatement als "Repräsentative
Demokratie" oder Aufsichts- oder Fernsehrat , GMBH oder oder oder.
Der Phantasie sind, gegenüber jeder schreibenden Aufzählung
, keine Grenzen gesetzt. Das Modell solcherart Grottenolm-Clans ist verkürzt
und würzig in den schäumenden Talk-Shows zu studieren, die eigentlich
nur der lange Arm der rot/grünen Meute ist. Die Zeit ist eigentlich
zu schade um diesen Mief , Rotz und Scheiss der politischen Schickeria
zu durchleuchten. Obwohl eine Medien-Archäologie in den Giftschränken
reichlich Beute machen könnte, vorausgesetzt, die Pharaone haben
schon dafür gesorgt, dass da nur noch harmlose und windelweiche Klösschen
in den Tresoren schlummern.Im Jazz nennt man es Riffs oder Vamps, wie
hier refrainartig Mantras mit immer derselben, politischen Melodie , von
immer denselben schnuckeligen boys und girls ,mit immer wieder den gleichen
süssen Refrains und Derwisch-Kreiseln , aber mit heftigem, methan-haltigen
Gestank , ausgestrahlt werden. Meinungen und Stimmungen, benutzt wie die
rauchenden Cols in Western-Episoden sollten ein Reiz-Klima schaffen, weit
entfernt, von Kompetenz und freier Meinung,aber um so mehr mit ideologischer
Verklemmtheit, als wohlfeiler Drechflegel gegen alles, was nicht den berüchtigten
öffentlich-rechtlichen links- händlerischen Stallgeruch
hat. Längst schloss sich hier der parlamentarische Halbkreis der
Parteien fliessend zum Kreis, von den ganz Linken zu den Braunen ganz
rechts und man versteht langsam , wie im Dritten Reich die Nazi-Herrschaft
eingeläutet wurde, so ähnlich kam auch der Euro zustande, ein
echtes Kind brauner Willenskultur. Wortbruch, Schwindel und korupte Toiletten-Diplomatie
machten es möglich: Ab heute wird mit dem EURO zurück
geschossen!Ganz zu schweigen von den linkischen Wer- besprüchen
des verklemmten Schicki-Micki-Linken Ulrich Wickert: Es wird alles
so wunderbar schön und leicht , wenn man an den Grenzen die Währung
nicht mehr umtauschen muss. Die Menschen die diesen Werbe-Schrott
am Ende bezahlen, werden gar nicht erst gefragt und natürlich von
der TV-Öffentlichkeit ferngehalten. Dafür sorgen schon Psychologen
des Zweiten Bildungsweges,die der TV-Meute die Grundzüge der Gehirnwäsche
eingetrichtert haben. Ansonsten das ,nach diesem Muster arbeitende und
vorgesiebte Stühlerücken der selbst fabrizierten Promis und
Dummies. Die Auguren berichten weiter: Zum Knall kam es aber nicht nur
wegen der unausweichlichen Folgerichtigkeit solchen primitiven Geschwätzes,
der hier teuer und ferngesteuert werkelnden Bauchredner. Die nimmersatte
Verbrüderung von schmut- zigen Geschäften und Sozial-Romantik
addiert sich in den Brand-Zeichen und Spuren der vergammelnden Metropolen.
Sie, die Macher machten dem weidenden Arbeitsvolk diese staatsmännischen
und spannenden Attraktionen mit gegeelten Worten gönnerisch zum Geschenk
und durfte sich dafür nicht mal bedanken. Die Auguren berichten davon,
dass die einfachen Menschen heimlich schworen, es diesen Heuchlern und
Räubern bei der ersten und besten Gelegenheit zurück zu zahlen.
Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ein Beweis dafür ist die
Inthronisierung unserer menschenfreundlichen EU-Genik. WIR werden es den
Menschen danken mit einer nimmermüden Anstrengung Gleichheit, Gerechtigkeit
und Brüderlichkeit zu verwirklichen. Das Volk hat verstanden. Weise
und smarte Volkstribunen kündeten von eigentlich nur zwei erfolgversprechen,
aber restlos gegensätzlichen Alternativen zum (damaligen) Status
quo: 1.Randale. Protest, Terror und Bürgerkrieg wie in alten Zeiten
der Gotteskriege oder 2.Die Vorzüge des EU-genischen Systems so fein
und so eng wie nur irgend möglich durchzurastern, kompromisslos,
mittels haarfein durchdeklinierter Prinzipien, ohne Lükken und Rücksicht
auf noch wählbare Freiräume, wie auch immer.WIR EU-Geniker haben
uns natürlich für letzteres entschieden, weil WIR Philantropen
sind und jeden Vandalismus und marodierende Polit-Clowns ablehnen . Wie
genial und genuin schokoladen- braun,waren doch die ehemaligen Axiologen
und Steineschmeisser, die ein makellose Moralistentum vorgaben wie die
Heiligen der letzten Tage, nur weil sie gegen die verschimmelten
Alt-Nazis drohend ihren Stinkefinger zeigten und für dieses geheuchelte
Affentheater Beifall erwarteten.Uns, die Klon-Praktiker konnten sie freilich
nicht verhindern und schon garnicht täuschen. Aber WIR zollen ihrer
Tollwut dennoch Respekt,denn sie haben uns leicht zur Macht verholfen.
WIR danken ihnen für ihr Werk der Nächsten-Liebe und WIR werden
das ersehnte und gerechte Friedens-Werk bald kraftvoll vollenden.WIR fangen
beim Korn an, nicht bei der Pflanze!
WIR sind die Zukunft
28
Früher
guckten alle nach oben, wo der Himmel,die Heimstadt Gottes sein sollte,
doch da kam keine Hilfe.Dann guckten viele in die Vergangenheit und suchten
dort nach hilfreichen Vorbildern und Lehrmeistern, die den richtigen Weg
aus Krieg, Schuld und Konflikten weisen sollten, doch da fanden sie keine
tatkräftige Hilfe. Dann guckten alle in die TV-Röhre und da
sassen sie gestern noch alle, wie vor Hausaltären, weil sie hier
noch im-mer auf saubere Informationen für Weisheit und Wissen hofften
oder wenigstens ungefiltert und unverfälscht informiert oder mindestens
gut unterhalten sein wollten,doch sie wurden scheinheilig missbraucht,
denn es es gab nur abgekartete Spiele und Sprechblasen. Was sie zwischendurch
sahen und hörten, war eitles Bauchgeklatsche und Gezwitscher einer
sich selbst feiernden Schar von Gockeln und Hennen, die sich inquisitorisch
für den Nabel des Weltgeistes hielten. Sie verfälschten die
freien Meinungen, betrogen und geilten die Menschen mit Nichtigkeiten,
blöden Kreuz-und Quer-Geschichten, pubertäre Pistolenjagden
und katastrophierendes Gequake über Demographie und Klimaquark. Das
sollte Hemmungen gegen die Ablehnung dwer wilden Einwanderung erzeugen,
statt den Menschen konstruktiv in ihren Ländern eine florierende
wirtschaft zu ermöglichen. Doch weit gefehlt. Das Fernsehen mit seiner
feigen Hinterglas-Welt, die Neuauflage der "Grossen Hure von Babylon",
braucht den täglichen Ärger zur Verbesserung ihrer Quoten. Also
macht sie oder erfindet sie den Ärger t5äglich und mit Methode,
ohn Rücksicht auf die immer mehr zerbröselnde Gesellschaft.Heute
wissen WIR, nur wer nicht fernsah, blieb gesund an Geist und Körper,
weil dieser ganze Fernseh-Zirkus, rund um die Uhr,wenig mit ihm, wenig
mit seinem Leben, seinen Wünschen und Nöten zu tun hatte und
ihn sogar davon abbrachte, die wirklichen Realitäten anzugehen. Zwar
fand der stiere Glotzer auch mal eine Perle, zwischen all dem Unrat und
Geschwätz, aber die hätte er auch in jedem Puff, Kaufhaus oder
Schrotthaufen finden können. Aber mittlerweile natürlich auch
im Internet, das die Manipulateure des Fernsehens am liebsten sofort tödlich
umarmen würden. Da war in ihrem TVprogramm kein Irrsinn irrsinnig
genug, kein Aberglauben blöd genug, kein Blödsinn blödsinnig
genug, kein Monster monströs genug, kein Krieg kriegerisch genug,
kein Mord mörderisch genug, kein Kitsch kitschig genug, keine Katastrophe
katastrophal genug,kein Argument billig und parteiisch genug, um damit
Zeit, Gehirn und Wahrnehmung der Arglosen, nach ihrem Kommerz auszurichten,
denn klar sollte ja bleiben, wer den Ton und die Tonart von Herz, Schmerz
und Nerz bestimmte und bestimmte, was wichtig, aktuell und anständig
sei und was gut und was böse sei ,das durfte nicht angetastet werden.
Jeder kannte diesen Dreh, jeden verdross es, aber viele mochten halt nicht
auf die bunte Tapete mit Sound verzichten, ein grosser Fehler, noch bis
2010. Da hiess es, gestreut von der TV-Lobby: WIR brauchten jede
Menge heitere Unterhaltung und pink gewaschenen Frohsinn, alternativ zum
bierernsten Tiefsinn der deutschen Spiesser, weil die immer so ungehemmt
intolerant und verbiestert seien, so nach dem Motto: WIR leben in der
besten der möglichen Schein- und Schweinewelten und das Fernsehen
leuchtet sie alle aus,zum Besten derer im Westen.Ja,das war sie halt die
Weisheit dieses altmodischen TV's, der selbst ernannten Herren über
Lob und Schande in der Welt, die leider zu dumm und zu eitel waren, ihre
eigene Bedeutung richtig einzuschätzen. Eine Bedeutung,die,entgegen
der eigenen Selbst-Herrlichkeit, eben zu 90% nur das schäumende Abfallprodukt
der Medientechnik war. Und sie brauchten die tägliche Pogromstimmung
gegen X und den täglichen "Druck"gegen Y, neben hübschen
Kathastrophen-Bildern und Promi-Kitsch-Klatsch und geilem TRALLALA zwischendurch,zur
täglich voyeuristischen Befriedigung des Prekariats, als Ersatz für
faire dialogische Kommunikation. Dabei wären täglich zwei Stunden
Sendezeit völlig ausreichend, doch damit wäre der dolle TV-Luxus,
all inclusive , des geföhnten und (s-)talkenden Senderpersonals
nicht zu bezahlen gewesen, wobei viele computerlose Leute auch noch die
zähen Internetauftritte der öffentlich-rechtlichen
Sender mitbezahlen mussten,ohne gefragt zu werden. Ebenso wie die gönnerischen
Auftritte der TV-Fürsten als Bosse von parasitärem Fussball
und der demagogischen Grünkohl-Politik, die die Zusammenstellung
der Nationalmann- -schaft diktatorisch, nicht nach Leistung, sondern wegen
illusionärer Integration bestimmte, wie in gelenkten und aufgemopsten
Demokratien, die eigentlich besser als gespenstische Demokraturen zu bezeichnen
sind. Aber so müssen eben die Märchen von den Sommer-Märchen
dafür herhalten , die gewürgte Mediendemokratie als topgeile
Legitimation hochzukochen, als herrliches Gut und hip-moderner lifestyle
zum Anfassen und gleichzeitig als Sozial-Anstalt mit Moralappeal, Kasse
und Image für die herrschende Politik zu machen. Neulich gestand
denn auch einer, dieser gepuderten Puppen, ein besondersgeistreicher GEZ-
und Frühstücks-Charmeur, zwingend analytisch und logisch selbstbepinselnd
ein: "Sie,die ( blöden Zuschauer) können die Uhr nach uns
stellen" - wenigstens, welch ein grosses Glück ! Jahrelang,
immer die selben Talker, mit immer den selben öligen, glatten, abgelutschten
Sprüchen aus dem rhetorischen Trödelmarkt, in der Pose und Selbsteinschätzung
der Ritter der Tafelrunden auf Camelot, Sannouci oder der Herzogin Anna
Amalia in Weimar, in den Arenen der Fress-Kultur, oder als Doppelagent,
in der obskuren Rolle der wohltätigen, Visage hinhaltenden, Absahners
irgendeiner Hilfsorganisation und tugendhafter Ausgleich für einen
unverschämt hohen Sold, für windige und schlecht maskierte Auf-tritte,
scheinbar unparteiischer Moderation. Gründe genug, den Fernseher
kalt zu lassen, es sei denn, um Studien über den Luxus der Geldverschwendung
und des täglichen gefälschten Wahnsinn zu machen. Seis drum,
WIR, die kommenden Repräsentanten dieser coolen Gesellschaft bitten
dennoch nicht sogleich abzuschalten und bitten um geflissentliche Nachsicht
für diese Fliegenschnäpper und aufgedonnerten Charakter-Masken,
denn WIR, die EU-genischen Verwerter brauchen ihre Dienste noch kurz,
für unsere hybrid verfeinerte Klon-Welt. Freilich nur noch, um die
tägliche Portion Diktate noch direkt und ohne Umwege in die Wohnstuben
und Ohrschnecken senden zu können und um gönnerisch den Menschen
mitzu-teilen, was sie alsbald glücklich machen wird und uns, die
Gestalter der Zukunft, die Genugtugung und Achtung für unsre aufopfernde
Arbeit zu verschaffen. Dies so lange noch, bis WIR diesen Apparat übernehmen
werden. Also sollten WIR noch eine Weile zärtlich und liebevoll mit
den Geistern dieses Mediums umgehen und als Staat dankbar sein, dass uns
diese schmutzige Abteilung der 'Vierten Gewalt', die dreckige Arbeit abnimmt
, den Ball und die Gesellschaft flach zu halten mit dem eitlen selbstherrlichem
Träumen der alten Wertegestalter noch im Ohr: Ja, was wären
WIR ohne die herzige TV-Journaille, ohne die so vielen, politisch gut
frisierten Happen und Schnäppchen? Wo wäre unsere Sicherheit
in allen Fragen der Ethik und der moralischen Libido? WIR, die WIR eigentlich
noch die primitiven, Pimpfe, Nazis, Stammtischler und Prolls von gestern
beim Namen zu nennen wissen. WIR , die WIR schutzlos der Barbarei ausgeliefert
wären. WIR,die WIR ohne unsere lehr-und trickreichen Tiefgänge
längst im dumpfen Schlamm eingeknickt wären, die WIR ohne unsere
tapferen TV-Spezis verreckt und kultorlos auf den Hund gekommen wären
. Und wo wären WIR eigentlich ohne unseren Busenfreund Obama, der
wie Jesus, Mohammed und Moses inkarniert in einer Person wie ein Leuchtturm
leuchtet und wie gerufen kam und uns lehrte bunt und flach wie eine Pizza
zu denken. Obama, der alle Grenzen sprengte, bums-verständlich und
uns ganz nebenbei fit machte, als Brücken-Bauer für unseren
geilen Auftritt in Afghanistan. Ja, wo wären WIR denn ohne das alles
oder sollten WIR etwa die Philosopheme des Neuen Amerikas missverstanden
haben? Nicht auszudenken diese Schmach, WIR könnten die Zeichen der
Zeit verschlafen haben, als Weltmeister der Weltmeister. WIR, die Wortführer
und Mediziner der vagabundie-rendenVölkerwanderer? Nein, natürlich
haben WIR nicht geschlafen. Natürlich nicht, WIR stehen bereit und
stramm, WIR schützen unser Land, besonders aber unseren Staat , vor
allem Ungemach. WIR wollen besser sein und immer besser, sofort und jetzt
erst recht ,
Es wird licht
29
Neben
die finsteren Phantome der archaischen Gotteskrieger traten hilf reich
die Abgötter und Götzen des Fernsehens und halfen uns beim Träumen
und Wachen. Diese Halbgötter hinter Glas, die sich wegen ihrer imposanten
Fähigkeiten vonTalmi und iherrschender Politik umworben sahen in
republikarischer Zeit, weiljeder nach Prominenz und Öffentlichkeit
gierte und eitel nach Krönung , Dröhnung und Gleichschaltung
trachtete und klammheimlich selbst für den archaischen Terror im
Irak eintrat, weil ein amerikanischer Präsident irrte und der politischen
Schickeria die kalte Schulter zeigte und sie als unterwürfige Heuchler
und Hunde verachtete. Der getroffene Stolz und Nerv verlangte nach rächender
Bestrafung und die Hunde heulten und jaulten und trumpften auf wie strafende
Donnerwolken bei jeder Tat des brachialen Buschmannes, der beteuerte,nur
sein vom terroristischen Amok verletzten Land, auf immer vom Bösen
befreien zu wollen. WIR, aber, die beleidigten Zeitgenossen vereinten
uns als reingewaschene Kinder gegen den weissen Mann im Weissen Haus und
es war unsere Pflicht alles schlecht zu reden, was aus dem amerikanischen
Petersdom zu uns herüber kam, denn WIR waren ja tief in unserer Ehre
gekränkt und nicht nur von Flugzeugen angegriffen worden, mit tausenden
von Todesopfern. Da war kein Argument zu trocken oder schleimig um sich
als Fahrensmann dem dünnen, Schwarzen Manne anzudienen, der da endlich
als Retter unseres Zwiespalts auf der Bühne erschien und uns nicht
nur vom Fluch des einen heissen Krieges zum Segen des benachbarten Krieges
führen wollte, sondern der aus uns, den zuvor anstrengend schmollenden
Ami-Hassern wieder verschwenderich liebenswerte , weltoffene Weltenkinder
machen sollte, die sich, nach dem Wechsel im Weissen Haus, herzend in
den Armen liegen durften und vor lauter solidarischer Trunkenheit die
Augen schliessen konnten und dankbar durchatmeten, für einen kurzen,wenn
auch nur kurzen, vergänglichen Momment, seliger Entrückung,
wie damals in Woodstock, weil uns der Bauchschnabel wieder die Politik
erklärte und nicht nur der Bauch. Angeführt von den inspirierten
Geistern und spritzig sprudelnden Propheten der coolen Medien. WIR waren
endlich wieder wer und so, wie WIR uns ja selbst immer schon sehen wollten,
fähig und willens nur das Gute zu wollen, um endlich wieder stollentief
on der übrigen Welt geliebt zu werden, so, wie WIR, die hemmungslosen
Claquere jedes Mainstreams, ja auch die ganze bunte, weite Welt, mit weltoffener
Brust liebten, weit mehr noch als uns selbst. Denn WIR, die ganze Claque,
die Schrittmacher, Spender, Pillendreher und Sozial-Automaten machen gut
und besser, was gut und besser tut und WIR wissen es doch, niemand kann
es kühner und selbstloser als WIR, die Welt- und Waldmeister. WIR
haben zu uns zurück gefunden und fühlen uns Eins, mit Allem,
was da kreucht und fleucht und natürlich auch mit Krethi und Plethi.
WIR lieben alles, weil WIR es sonst hassen müssten. WIR machen keine
halben Sachen und lassen es dafür auch mal krachen. Und wenn uns
Hinz und Kunz mal übersehen und nicht ins Herz schliessen sollte,
schert uns das nicht,denn WIR lieben weiter und weiter und trotzdem, weil
uns das eben so himmlisch ehrt, weil es so gut ausieht und uns auch nichts
anderes einfällt.WIR pflegen auch im Stillen zärtlich unsere
bunten Illusionen,wie unsere kindlich bunten Vorgärten und die werden
blühen, fast ewig ,wie abwaschbare Papier-Blüten und sie werden
nicht den Bach runter gehen, untergehen und vergehen, unsere bunten Illusionen,
wie alle Welt-Reiche. Im Gegenteil, unser Reich wird kommen, reifen und
uns reich machen und beehren mit der Tugend kompromissloser Vollkommenheit.
WIR, sind so frei und bereit, für das Glück der Welt unseren
Rücken krumm zu machen und unsere Gene blühen, wirken und springen
zu lassen, zum Wohle der ganzen Welt im einheitlichen Schmelztiegel aller
Wesen. Und so kann doch nicht falsch sein, immer mehr und immer wieder
unseren Ehrgeiz und unser Pflichtgefühl strebend anzustacheln und
vorbildlich voranzureiten, notfalls auch mal revolutionär durch die
knarrende Hintertür, mit List und Tücke, aber WIR werden nicht
scheitern wie Robespierre, sondern WIR überwinden alles Pack,woher
und wohin der Wind es auch weht und das macht uns potenter, als jeden
Hund und Schund. WIR habendas beste Gefühl im sonst stinkenden, brachigem
Gewühl und WIR verdienen das wonnige Hochgefühl. Es zahlt sich
aus und es macht uns unwiderstehlich reich: Nicht morgen, sondern gleich.
Es labt uns und führt uns sicher ohne Schmerzen ins Königreich
aller Herzen. Es führt uns von der traurigen Republik ins Reich der
königlichen EU-Genik.Noch fühlen WIR uns fad und schmutzig.Noch
sind WIR spiessig und überflüssig. Noch können WIR uns
selbst nicht recht leiden, aber WIR ahnen wo das Glück zu finden
ist. WIR wollen uns keinen Fehler und keine Schwäche verzeihen, weil
WIR so unheimlich perfekt und gut drauf sind.WIR sind halt tüchtig,
sorgfältig und präsent, weil WIR nicht anders können und
WIR müssen immer aufrecht vorangehen, geradeaus, weil WIR gestaltend
führen müssen , sonst gehen WIR kaputt und mit uns die ganze
Welt. Der Gedanke allein würde uns schon depressiv und schlaflos
machen. WIR laufen immer voran und zeigen den Anderen, was klug und besser
ist. WIR haben keine Angst davor, grosse Lichter zu sein und überall
die Ersten, doch das verstehen nur WIR selbst und WIR trauern über
dieses Elend tiefster Erkenntnis. WIR wollen immer ruhmreich sein,ganz
uneigennützig, aber heftig als Helden verehrt und geliebt werden,
wie WIR unsere Wach-und Schosshunde lieben. Und natürlich wollen
WIR nicht vergessen werden. Aber mehr noch wird und soll uns die Geschichte
lieben, in der Zukunft und Gegenwart. WIR sind nicht das "Ende der
Geschichte", wie es der Politologe Francis Fukuyama noch mutmasste.
Nein, WIR sind der Anfang der Geschichte, einer wahrhaft beispielslosen
Geschichte,mit allen ihren zahllos, einzelnen Geschichten, die unser Planet
für uns bereit hält. WIR haben ihn im Auge,den Dritten Weg,
ganz konkret, nicht rechts nicht links, nicht konservativ oder teutonisch
grün , sondern schräg nach vorn und dann nur noch gerade aus,i
ns Zentrum unserer baldigen Neugeburt. Noch sind WIR befleckt und makelhaft.Noch
sind WIR unanständig anständig, aber treu, sofern es sozial
opportun ist und es fehlt nur noch ein winziger Schritt, ein Funken der
Entschlossenheit in die richtige Richtung. Eigentlich wollen WIR immer
lustig sein und keine Spassverderber, aber es schüttelt uns schon
der Gedanke an jeden Frohsinn und zügelloser Ausgelassenheit, denn
warum sollen WIR über uns selbst und andere lachen.WIR meinen es
immer ernst. WIR sind skuril und irre linkisch verklemmt und da schreckt
jeder Humor wie ein Tumor. WIR wollen weise sein und duldsam wie Steine,
aber da fällt uns nichts mehr ein, bis uns dann der Hammer der Erkenntnis
trifft. WIR lieben die Ordnung bis in die tiefsten, atomaren Verzweigungen
hinein und führen laufend Statistiken, Listen, Tabellen und Rangordnungen
für alles, mit allem und gegen alles. WIR sind gleichzeitig mässig
und übermässig und das besonders perfekt, bis zur Selbvergessenheit,
denn WIR hassen den Zweifel bis ins letzte Detail, wie den Teufel. WIR
mögen unsere Bescheidenheit und unseren Grossmut, wenn es nur irgendwie
grossartig aussieht, weil WIR eigentlich noch viel besser sind, als unser
Ruf. WIR meiden jede Laune und Wankelmütigkeit, denn WIR sind keine
infantilen Künstler, sondern treue Wächter und Garanten von
Zuverlässigkeit mit dem gewissen Sahnehäubchen des Edelmutes.
WIR sind gnadenlos entgegenkommend und entschlossen systematisch angepasst,
weil es nachhaltig den schönsten Glemmer bringt. WIR sind automatisch
und fundamentalistisch hilfsbereit und WIR lassen keinen allein, weil
WIR selbst nicht allein gelassen werden wollen. WIR wollen den anderen
zeigen, was WIR so alles drauf haben und WIR machen aus jedem Gaga Kultur,
weil WIR so erfinderisch sind. WIR fragen uns dauernd, was WIR für
andere noch mehr tun können, weil WIR uns selbst nichts mehr zu sagen
haben. WIR haben endlich vergessen, woher WIR kamen, wer WIR mal waren
und was WIR geworden sind, weil WIR mit dem strahlenden Morgen-Licht nach
vorne gehen und weil WIR vom alten Elend nichts mehr sehen und hören
wollen: "Wer zurück schaut, der erstarrt zu Stein". Und
WIR wollen genau so wenig zu Ölgötzen gesalbt und als Götzenbilder
mumifiziert werden.WIR wissen alles über Alles und die entlegensten
Untiefen,Falten und Löcher der Zeit bis ins Zentrum der Finsternis
hinein. WIR können darauf verzichten mehr über uns zu erfahren,
weil es für uns kein Unwissen gibt. WIR überlassen es den anderen
uns zu loben und zu schelten, weil es so cool global ist und summa cum
laude tolerant.WIR leisten uns Alles, weil WIR so leistungsfähig
sind. WIR leben von den Maschinen, Pillen und Me thoden unserer Väter
und Mütter und das ist so schön und so schön bequem. WIR
brauchen selbst keine Kinder zu zeugen, weil WIR genug von uns haben und
das Gesäuge nur lästig ist, die Figur versaut und uns am Konsum
und Fortkommen hindert. WIR onanieren lieber ins Reagenzglas und in die
Unterwäsche und überlassen das verdammte Kinderkriegen den Narren
und Armen. WIR holen uns die demografische Spachtelmasse von aller Welt
frei Haus und warten, was da lustiges auf uns zukommt. WIR sind komisch,pathologisch
und ideologisch, aber WIR finden das gesund und vorbildlich. WIR sind
geliftete,linke Spiesser und senile Rotlichter, weil das heute zählt
und sonst gar nichts. WIR sind die nicht kleinliche Generation der Vernichter
und Verrenker und nennen uns schlicht das Volk der Dichter und Denker.
Wenn WIR nicht überall die Grössten sind, dann wollen WIR wenigstens
die Kleinsten sein. WIR sind immer Rekord verdächtig. Wenn WIR nicht
lachen können, wollen WIR wenigstens richtig heulen dürfen.
WIR wissen, dass das ganze EUropäische Parlament überflüssig
ist wie ein Kropf und nur die Spielwiese profilgeiler Politiker und Journalisten,
aber WIR freuen uns halt darüber, dass WIR uns diesen aufgeblasenen
Kropf an Institutionen leisten können. WIR sind spendabel.WIR lassen
sie dumme Sprüche machen, aber grenzenlose Freiheiten und notwendige
Reformen, weil uns die Politiker wirklich leid tun. WIR lieben unser Euro-Eldorado
smarter Kapitalprodukte, wie linke Heilstrümmer, weil WIR uns uns
ja sonst mit uns selbst beschäftigen müssten. WIR,die Eurofreaks
werden üble Trickser, kriminelle Fälscher, dreiste Lügner
und beschissene Lumpen genannt, doch dieser Ausfluss missratener Schulbuch-Demokraten
bringt uns nicht aus dem Gleichgewicht und dem Fahrwasser. WIR lieben
den Fussball, nicht als harmloses Spiel, sondern als staatlich verordnete
Veranstaltung. WIR , die Gestalter, des Wahren, Guten und Schönen
wählen uns selbst und praktizieren die tägliche Portion Gehirnwäsche
und Indoktrination für die Ungläubigen, weil es uns lustvoll
berauscht und Macht über die vielen Kleinmütigen und Arglosen
bringt. WIR danken den staubfrei gewaschenen und entleerten Gehirnen,weil
WIR dann ungestört unsere Kuckuckseier hinein legen können.
WIR beschwören inständig unseren inspirierenden Wohltäter,
den griechischen Herrn Hypnos, den Spender des verabreichten Schlafes,
der uns in den jungfräulich,sauberen Zustand der Arglosigkeit versetzt,
um uns von allen inzwischen angehäuften Lastern zu heilen. WIR sind
so menschenfreundlich und menschenrechtlich, weil WIR als erfolgreich
gewendete Nazikonvertiten jetzt genau wissen, was recht und schlecht ist
und wer das nicht glaubt, der wird es noch zu spüren bekommen. WIR
bespitzeln uns selbst und unsere Verwandten, weil es Spass macht und heimlich
viel zu knuspern und zu knabbern gibt: "Knusper,knusper Mäuschen,
wer knabbert an meinem Häuschen"? WIR fliegen im Urlaub nach
Haiti, Alaska, Kosovo und Namibia und kommen als ausgelernte, frisch gebräunte
Ethno-Fachleute, Sozialarbeiter, Kunst- und Oeko-Spezies, heilkundige
Schamanen und Albert Schweitzers zurück. WIR spenden Geld bei Pop
und Hipp-Hopp und wissen selbstzufrieden, dass WIR wieder mal Hunger und
Not bekämpft haben, wie es sich für vorzeigbare Moral-Eliten
gehört. WIR speisen natürlich beim Griechen, Italiener, Türken
und Chinesen, weil WIR Kultur haben und unsere eigenen Speisen nicht zum
Fressen gern haben. WIR machen aus jeder schlechten Gewohnheit Kultur
und WIR hängen an jeden Stuss eine wissenschaftliche Theorie, weil
WIR heisse Luft mögen. WIR düngen die Felder, dass es zum Himmel
stinkt und WIR besuchen die lustigen, krank gequälten, wilden Zoo-Tiere
in ihren Gehegen, interessiert bis zu ihrem Feu-ertod oder bis zu ihrer
Verwertung,als Futter für gallus gallus. WIR vergiften astrein alles,was
da kreucht und fleucht, weil WIR uns dann sauberer und unbeschwerter fühlen.
WIR polieren unsere Vorgärten wie unsere Autos und halten die Strassen
steril, weil WIR gründlich umweltbewusst sind. WIR empfinden den
Austausch von Meinungen unter den Bürgern, ausserhalb der staatspolitisch
kontrollierten Zonen, als dumpfes, populistisches Gestammel,r echtsradikales
Schweinebaba, moralisch obskure Hundepisse und demo- kratische Verwahrlosung,
weil nur unsere glorreichen Parteikumpels die Meinungen alleine bestimmen
sollen. WIR deuten das Wetter ungewöhnlicher als es ist, weil es
den Leuten Geld abnimmt.Aber WIR werden verhindern, dass unsere Eisbären
an Malaria sterben.
WIR machen das Klima
30
Doch
irgendwann gerät jede Illusion zum durchsichtigen Theater.Auch wenn,
wie WIR gesehen haben,der sentimentale Phantomschmerz noch lange nachwirkt.
Wie seine Artgenossen die Tiere hält der Mensch nur allzu gerne an
bekannten Spielregeln fest, auch wenn sie Schmerzen bereiten und ihm schaden.
Bei den Tierbrüdern und Schwestern ist das Konservative das Überlebensprinzip
schlechthin. Das gleiche gilt z.B. für alle sozialistischen Prinzipien
auch,die heute noch von den Hardcore-Sozis genau so gesehen werden,wie
in der Zeit von Charles Dickens.So würden sie am liebsten alle Innovation
und gesellschaftliche Weiterentwicklung zurück drehen oder mindestens
einfrieren, damit ihre Doktrinen und überlebten Fixierungen noch
stimmen. Selbstverständlich gilt dies auch für die CDU, wenn
auch natürlich mit anderen Prämissen und anders verklemmten
Identifikationen. WIR aber brauchen diese miesen Prothesen nicht, denn
WIR halten uns an die unverkleidete Wirklichkeit und nicht an die Fälschungen
der Politik , des Kommerzes und Wissenschaften . Sie sind häufig
Meistersänger von Lug und Trug und WIR garantieren und behaupten
es nicht nur, wie die vielen vergänglichen Geister der Welt-Geschichte,
sondern WIR haben die lesbaren Beweise dafür und hebeln sie wie mit
einer Sechsgang-Schaltung leicht und locker aus unserem neuen Leben. Gelassen
können WIR befreit von allem konservativem Ballast in die Zukunft
gehen: Weit und immer weiter bis zum Tage X, der Vollendung unseres grossen
Klon-reiches..WIR haben alle Zweifel und Missdeutungen beseitigt. Die
EU-Genik weitet uns Augen, Herz und Hirn, stählt unseren Willen mit
sanfter Pharma-Gewalt und Liebe und nicht Hass auf uns selbst und lässt
alle wirren Gewohnheiten unserer hilflosen Vorgänger alt aussehen.
WIR wissen nicht, wie glücklich oder unglücklich die vielen
namenlosen und ruhmreichen Menschen früher waren, aber WIR ahnten
es immer schon,dass ihr Glück und ihre Wahrheiten, nur kurz wie ein
sprudelnder Rausch im Gehirn aufbrausten konnte, der schnell wieder verflog,wie
die aufflammende Hitze einer unverhofften Umarmung,wie der plötzliche
Gesang eines Vogels in der Stille oder wie der wohlige Schauer , einem
drohenden Unfall doch noch glücklich entkommen zu sein. Doch von
Dauer waren diese illusionistischen Hochgefühle nie und erzwingen
konnten sie das Glück der Erkenntnis auch nicht. Denn all die Politiker,
Seelendoktoren, Wolkenleser, Heilspropheten und Wertebastler wussten es
auch nicht besser als Glücksspieler und Glaskugel-Hexen. Bescheidene
Menschen hatten es leichter, denn sie konnten sich noch an den kleinen
Dingen des Lebens erfreuen .Vögeln ist es auch egal, woher ihr Futter
kommt.Es reicht ihnen zu wissen wann und wo und nicht wie. Ihre angeborenen
Uhren regeln ihr Leben ohne jede Philosophie und Religion. Da hiess es
immer wieder: "Früher sei alles besser gewesen", aber wenn
es denn so gewesen wäre, dann wäre ja der Friede und und die
Zufriedenheit aller Menschen vor tausenden von Jahren grenzenlos gewesen,
wie im Paradies, aber WIR wissen ja, es war eher das Gegenteil, wenn nicht
schon die Hölle.Der grosse Wahn unserer Vorfahren, war die Vorstellung
einer Welt, die als ein Gesamtkunst-Werk und unübertreffliches MeisterWerkes
das Geschenk Gottes oder diverser Gottheiten und Götzen für
uns gewesen sei. Die Erdlinge glaubten aus einer nie versiegenden und
versagenden Quelle absoluter Vollkommenheit und wunderbar geregelter Ordnung
unbegrenzt schöpfen zu können. Und sie glaubten auch persönlich
von ihrem Gott als Paten auserkoren worden zu sein, nach ihren noch unvollkommenen
und unreifen Prinzipien alles bestimmen zu dürfen , nach dem Motto:
Machet Euch die Erde untertan. So lehrten und befahlen es
die Lehrer und Priester nimmermüde, gebetsmühlenartig ,Tag und
Nacht, Jahr für Jahr und immerdar. Und WIR die kleinen, sündigen
Erdlinge sollten gefälligst dankbar sein, für diese Güte
und Ehre und den Stellvertretern Gottes auf Erden ewige Renten aussetzen,
für ihre Weisheiten und Orakel. Nach ersten Erfolgen dieser Geschäfte
der Antike, boten sich immer mehr scheinbar mächtige Halbgötter,
Monster und hellsichtige Hohepriester als Erzieher an, die uns, das niedere,
unwissende Volk, natürlich gegen Steuern und reiche Gaben, als geistige
Führer zu Gott und zum Glück führen wollten. Es hiess nassforsch
"Ora et labora !" oder"Arbeit macht frei". Doch diese
brüchigen Brückenbauer wurden nie dauerhaft und von den vielen
unterschiedlichsten Ethnien akzeptiert und um nicht als Hochstapler,Kartenhäusler
und Verbrecher dazustehn, ersannen sie listige Verhaltensmuster, Benimmpflichten
und angeblich göttliche Gesetze, die von ihnen kontrolliert werden
und gleichermassen die geistige Konkurenz ausschalten sollten. So wurden
die diversen Religionen erfunden und quasi staatlich angeordnet. So gelang
es ihnen immer wieder, trotz ununterbrochener Ohnmachts-Beweise,i hre
eigentlich überflüssigen und kriminellen Positionen als Vorbeter
und Vorturner, über eine gewiwsse Zeit zu wahren, Und so ist auch
zu erklären, dass diese Gotteserfinder und Gut-Wettermacher mit ihren
Hirngespinsten, jeden Krieg, jedes Unheil, jede Natur-Katastrophe,j eden
moralischen Zusammenbruch und jede epidemische Krankheit zum selbst verschuldeten
Schicksal erklärten , um die sündigen Menschen oder das entartete
Volk, mit angedichteten Schuldgefühlen und Drohungen nicht aus ihrem
Griff zu entlassen. Eine methode, die die Politik heute noch genau so
praktiziert.Sie nennen das Regierungskunst. Als schwerer Ketzer oder Hetzer
wurde der abgestempelt, der solch notorisches Einreden von Schuldgefühlen
und subjektivem Fehlverhalten, als geistigen Hochverrat an Unschuldigen
bezeichnete, was dann bald in die Hölle der Inquisition, auf den
Scheiterhaufen, den Karzer oder Ausgrenzung und Ächtung führte.
Sagte da nicht jemand einmal: "Sie wissen nicht, was sie tun".
Und wer wohl sollte oder könnte da eigentlich gemeint sein: Die Heuchler
und Richter, die immer genau zu wissen haben , was gut und was böse
sei,oder die Schwachen und Unwissenden, die zwischen Recht und Unrecht
nicht unterscheiden brauchen, weil sie es gar nicht können und von
ihren Richtern nur scheinheilig zu Sündenböcken und Frevlern
gemacht wurden? Oder waren die Gestalter gemeint, die sich das Recht einfach
nehmen oder kaufen, mit dem Büttel der nachgeordneten bürokratischen
Justiz und ihren Instanzen im Rücken, im parteilichen Interesse der
Oligarchen und Abkassierer, die angeblich nur in Sorge für das Volk
ihr eigennütziges Spiel betreiben, wie es bereits Platon so beschrieben
hat. "Unwissenheit schütze vor Strafe nicht". Ist das nicht
etwa nur ein Satz,der automatisch für den Staat reiche Beute machen
sollten, wie die Parkuhren und Knöllchen, und zugleich eine axiologisch
begründete Strafe ohne ausreichende Schuld, eben ein fauler Keulentrick
, der durch reine Untätigkeit den staatlichen oder religiösen
Winkeladvokaten gewinn bringen soll. Daneben verwundert immer wieder die
wundersam arbeitende Methematik der sozial tuenden Justiz, die bei einer
explicit verhängten Strafe von beispielsweise zehn Jahren Gefängnis,
bei der dann sieben und weniger subsummiert, bei guter Führung, eine
Floskel für Psychologen und Sozialarbeiter, die niemand ganz versteht,weil
sie nur die Bewstraften zur Heuchelei erzieht. Ein Eldorado eloquenter
Spitzfindigkeiten, die mangels Ernsthaftigkeit zusätzlich Kriminalität
animiert, weniger den sozialen und transparenten Ausgleich. Auch kennen
WIR leidlich eine Unzahl holzschnittartig zu Recht gemachter Zurechtweisungen
für Belanglosigkeiten, wo sich Mächte und Würden in ihrem
selbstgerechten Lammetta bedroht sehen. Die Alt-Menschen mussten sich
an solche bewusst ungenau gehaltenen Ungereimtheiten gewöhnen, denn
die Macht ist bekanntlich vogelrei und darf ihre Moral selbst bestimmen
und nahezu willkürlich lausleben ,wenn auch in allen Ländern
verschieden wie die Todesstrafe. Dass etwa die obersten gerichte unparteiisch
urteilen, scheint eine besonders alberne Unwahrheit zu sein. Ein wichtiger
Baustein im Alten Reich war das nahezu stille Schröpfen der dummen
und wehrlosen Steuerzahler, als lohnender Sport und Brauch der Wertegestalter,um
ihre bei Wahlgeschenken angehäuften Schulden wieder mittels einer
verfetteten Bürokratie und ihrer intelektuellen Dekorateure, eintzureiben,
auf Kosten der folgenden Generationen, wenn auch letztlich die Schwachen
, Dummen und Einflusslosen selbst an ihrer Ausbeutung schuld waren, weil
sie sich vom plumpen und trügerischen Geschwätz der politischen
Promi-Kaste ohne richtige Gegenwehr ausnehmen liessen: Und ganz ähnlich
verfuhren auch die Kirchen, die sich ihren magischen Kult und karnevalistischen
Putz von ihren Schäflein finanzieren liessen, von deren Wolle ihre
Institutionen so trefflich leben konnten, samt der grossen Schar moralisierender,
saturierter Trittbrettfahrer der Medien und Kultur , die sich mit Image
fördernden Schmuck-Ämtern und Atributen Geltung anschminkten.
Doch wenn dieser ganze heuchlerische Treck mit seinem Getue, wie bei den
Nazis und später, vor die Wand fuhr, dann wurde der verhöhnte
Untertan als Schuldiger des Desasters mit glatten dummen Sprüchen
aufs Kreuz gelegt und in jedem Sinne für die Sünden von Politik,
Kultur und Presse haftbar gemacht.Und nach der Pleite hiess es dann: "Denke
immer daran, was DU für DEINEN Staat tun kannst ",denn Staat
und Hof-Staat verschwimmen diffus in der öffentlichen Wahrnehmung.
Nach jder pleite begann das Abzieh-Spiel aufs Neue.Der Bürger zahlte
wieder drauf, liess sich beschimpfen und schuftete für seine dane
ben oft selbst ernannten,nicht gewählten Erbschleicher,die ihm den
Hor ror durch Furor eigenhändig und selbstherrlich eingebrockt und
dann aufgeschuldet hatten. Der schuftende Mensch tat es eben, weil er
das gar nicht anders kannte und dies schon immer so war und wohl sein
müsse und er fühlte sich gross und tapfer dabei und nicht etwa
missbraucht. Dies ein Masochismus,der ihm von seinen schlauen Vorbetern
als Tugend eingewürgt wurde.Aber wer war Nabe, wer Speiche, wer Reifen?
Die Soldaten sangen fröhlich, völlig ohne satirische Absicht:
"Glücklich ist, wer das vergisst, was nun einmal nicht zu ändern
ist". Und oft bekam nur der Glückliche zufällig Recht,
weil sich ein ursprünglich angetanes Unrecht langsam , vergesslich
zum einklagbaren Recht verdreht hatte , weil die Quellen versandeten oder
anders gedeutet wurden,da sich inzwischen wieder mal die Moral gedreht
hatte , so dass die eigentlichen Ursachen der Geschichte vermoderten,
unterschlagen wurden und mit dem Wind verwehten: Vom Winde verweht.
Da intonierten unverdrossen die kleinen Leute die Lobgesänge auf
ihre neuen Meister. Und sie sangen arglos das garstige Lied der jeweiligen
Herrschaften, wie die alten Ägyptern das Lied zur ruhmreichen Thronbesteigung
von Ramses dem IV., nimmermüde, immer und immer wieder, wie die emsigen
Zikaden, bis sie entkräftet von den Bäumen fielen. Sie feierten
ihr wachsweiches schielendes und gepökeltes Recht, das angeblich
immer besser und gerechter werden sollte,aber es war nur ein Schlaflied:
"Glücklicher Tag ! Himmel und Erde freuen sich, denn du bist
der grosse Herr Ägyptens! Die geflohen waren,sind zu ihren Städten
zurückgekehrt ,und die verborgen waren,sind wieder hervorgekommen.
Die hunggrig waren, sind satt und froh, und die durstig waren, sind trunken.
Die nackend waren, sind in Leinen gekleidet, und die schmutzig waren,
sind in weissen Gewändern. Die im Gefängnis waren, sind herausgelassen,
und wer gebunden war, der freut sich. Die Streitenden in diesem Lande
sind friedfertig...". Wer glaubte, dass Ramses längst im Wüstenstaub
bis in seine Atome vertrocknet wäre, der irrt. Denn wie die Hindus
glauben ist hier eine unerbittliche Seelenwanderung und Auferstehung solch
ideotischer Werte-Gestalter noch immer ganz selbst- verständlich
gewesen, bis WIR, die gerechten EU-Geniker, diesem Spuk fdas Ende bereitet
haben.
WIR können wieder lachen
31
Dieses
Rad drehte sich also scheinbar endlos, bis WIR, der EU-genische Staat
beherzt in die Speichen griffen und die Deichsel herumrissen. WIR, die
EU-Geniker sind angetreten, den leidenden Menschen, von den unberechenbaren
Schlägen zu befreien und ihnen eine Welt, ohne je de Angst zu offerieren.
Gefangen in ihren erbärmlichen Kulturen, taten sie uns zwar leid,
aber, wie schon gesagt, sie waren ja selber schuld an ihrer permanenten
Schwäche und selbst die schmerzhaftesten Drangsale in Bürger-und
Weltkriegen, Katastrophen und Terror , konnten ihren schwachen Charakter
nicht aufrichten und von seinen genetischen Defekten und Unzulänglichkeiten
reinigen. Es sollte aber den Philosophen der Antike bereits vorbehalten
gewesen sein,die allerersten Keile eines ordentlichen Denkens in die wilden
Sitten und Gebräuche geschlagen zu haben. Aber bei all ihrem Scharfsinn
vermochten sie ,die folgenden Generationen nicht vor Torheiten jeder Art
zu schützen. Besonders Platon, der gegen das feige und kriminelle
Verstecken der Wahrheiten, im unentwirrbaren Gestrüpp der schillernden
Worte, Halbwahr- heiten und Widersprüche,hinter gemeiner Wohltätigkeit
und Rhetorik, hinter Lüge und spekulativer Frömmigkeit, mit
den richtigen Hebeln von Idee, Logik und Wahrhaftigkeit zu Felde gezogen
war hätte hier nachhaltige Wirkung zeigen können und müssen.
Und selbst der unvergleichliche, wunderbare Sokrates, der unerreichte
Pionier einer sauberen Philosophie, der von seinem Vater gelernt hatte,
den Stein zu besiegen und seiner Mutter, die als Hebamme den allerersten
Dienst an ihren Mitmenschen ausübte, wurde als Dank des pöbelnden
Schicksals mit einer zänkischen Xantippe bestraft und in Folge seiner
unerbittlichen Su che nach Wahrheit vom peinlich entblössten Staat
wie ein Sittlichkeitsverbrecher hingerichtet und posthum von den Christen
im Mittelalter zunächst noch einfältig als dümmlicher Heide
verspottet, dann aber, schleichend und schrittweise heimlich, von christlichen
Klaubrüdern seines geistigen Eigentums beraubt: Ein Gaunerstück,
das vor dem Hintergrund der laufenden, mörderischen Inquisitionen
von der brachialenHeuchelei des frühen Christentums zeugt und der
heutigen Industriespionage oder dem Ideenklau des Fernsehens und weiten
Kreisen der Kultur nicht unähnlich war. WIR lernten es schon in der
Schule: Ohne Sokrates gäbe es keinen Platon, ohne den WIR nicht geworden
wären, was WIR heute sind oder sein wollten, trotz aller berechnenden
Eiferei von Justinian, Chlodwig und allen späteren, Staats- und Kirchen-Christen,Staatsmännern
und Staatswirten bis noch in die jüngste Vergangenheit, die sich
alle zumeist im benebelten Besitz der alleinigen Wahrheit glaubten , sie
alle störten sich nicht an ihrer Einfalt und ihrer vielfältiger
Schuld gegen die Prinzipien einer umfassenden Wahrhaftigkeit. Zwar redeten
sie ständig darüber, aber sie redeten sich nur heraus oder in
noch grössere Peinlichkeiten. Allerdings sehr spät, um nicht
zu sagen fast zu spät haben WIR dann jetzt doch noch zum EU-genischen
Recht gefunden. Die Selbstheilungskräfte des Geistes mahlen eben
langsam und nahezu unbeweglich und die einzelnen Reiche des homo sapiens
torkelten immer am Rande des Untergangs, bis sie dann auch wirklich untergingen,
ohne Wiederkehr, einschliesslich der religiösen Sprengel und virtuellen
Paradiese, die natürlich auch nur weltlich gewirkte Gespinste, methodischer
Irren waren. Und das alles , trotz Sokrates, Platon uned Aristoteles,
die uns, der hybriden und gerechten EU-Genik, spät und fast schon
zu spät , den richtigen Weg gewiesen haben. Sie öffneten und
WIR eilten und filterten weiter, bis zum blanken, klonablen Grund der
modernsten und natürlichsten Erkenntnisse. WIR sagten uns: Schluss
endlich mit der endlosen Geduld, der doktrinierten Bescheidenheit und
der süchtigen Unterwürfigkeit, die uns als empathische Ethik
eingetrichtert wurde.Schluss also mit dem hörigen Warten auf den
nächsten herrischen Erlöser, Gestalter und Bildner dummer Weisheiten.
Schluss also mit dem Wahn einer angeblich heilen und gottgewollten und
geweihten Natur,mit ihrer räuberischen,Futter neidischen und blutrünstigen
Bösartigkeit , ihren raffenden Seuchen, ihren planlosen Vorgaben,
ihrem würdelosen Chaos und blühenden Dahinsiechen bei kriegerischer
Skrupelosigkeit, buntscheckiger Ohnmacht, krankhaften Vandalismus, tieri-
schem Kannibalismus und After-Beliebigkeit. Schluss also mit den walfisch-grossen
Lügen und Orgiendummer Alleskönner,die ihren Schwach-Sinn zwar
richtiger Weise für Tradition ausgeben, aber damit unfreiwillig viel
weiter zurück die Hau-und Stechzeit der Neandertaler adeln. Die Welt
war ein autistischer Wartesaal unfertiger Gefühle und seine Werte
und Produkte im Zusammen-Spiel dürftiger als löchrige und stinkende
Socken. WIR, die EU-Genik, haben alle Probleme und Konflikte,unbefangen
und vorurteilsfrei, wie einst Sokrates, Platon und Aristoteles durchleuchtet,
aber darüber hinaus auch die Kraft gefunden, gründlich zu handeln
und nicht nur akademisch zu theoretisieren, auch wenn es überall
geknackt, geknirscht, geknistert und hündisch aufgeheult hat. Moral
glaubte ja jeder zu haben, weil jeder und alle nur seine und ihre und
keine andere kannte oder achten wollte, ähnlich wie es mit Demokratie
und Freiheit geschieht. Doch WIR brauchten all die trügerischen Moralien
nicht, denn WIR haben die hölzernen Jagdstände der überheblichen
und eigennützigen Tugend-Wächter entlarvt und allen Moralpächtern
ihre schmutzigen Biotope abgefackelt. WIR haben uns nicht mit Ehren, Geld,
Orden und Preisen gefügig machen lassen, wie es so häufig Usus
war. Gute können Böse sein und Böse können Gute sein
und Gute und Böse können gleich ungut sein, aber scheinbar auf
einmal heilig erscheinen. Es gibt keine Gewähr oder Statik unveränderlicher
Zuschreibungen irgendwelcher Werte und Unwerte. Aber auch Banditen haben
ihre Moral, jederzeit, weltoffen und welt- öffentlich.Und gerade
Banditen sind ja besonders weltoffen und entspannt, gestern bis heute
und grenzenlos. WIR sind nicht nur weltoffen, sondern WIR haben die Welten
erst richtig erschlossen und WIR haben uns nicht verraten und verkauft,
wie es in der christlich und sozial bewegten Politik zum guten und diktierten
Ton gehörte. WIR haben also nicht den Arsch offen, jedenfalls nur
beim Stuhlgang. WIR haben die Augen auf und den Verstand geschärft.
WIR räumen auf
32
Man
sagte uns nach: "WIR seien Ideologen" und glaubte kleinbürgerlich,
WIR würden uns darüber ärgern, denn Ideologie war ein Schimpfwort
ge worden , weil man mit Logik und Ideen ohne die richtige Entsprechung
nichts anzufangen wusste ,denn alle Ideologien zuvor bestanden mehr aus
Anmassung als aus pragmatischer Substanz. Wie arm war doch die Welt noch
immer, die nur dem Muff und dem Gewinsel der Gefühle traute und nicht
einer mutigen Schöpfung aus dem Kopf. Antoine Louis Destutt de Tracy,der
als Erfinder der "Wissenschaft von den Ideen" gilt, siehe seine
"Elements d'ideologie",wurde reichlich von der Politik und Politologie,
wie sozialen Rand-Wissenschaften und ihren dort kreisenden, politischen
Ideologen pervertiert und verhunzt und daher rührt auch die rhetorische
Praxis, den Begriff Ideologie global als Schimpfwort für jegliche,
freie Ideensystematik in allen Wahrnehmungs-Feldern zu stigmatisieren.
Das rächte sich im Ideenmangel betonierter oder kulturloser Gesell-
schaften, die nur noch durch Diktate ihr machtbesoffenes Selbstverständnis
wahren wollten.Eine armselige Schematisierung also der Wirkungsweisen
von Ideen, ohne den dazu gehörenden freien Sprung ihn das noch nicht
da gewesene Gehäuse einer fertigen Projektion in der Zukunft Stattdessen
häufig nur eine Praxis vollendeter Tatsachen, deren kurzsichtiger
Fakten-Faschismus nur noch revolutionär beantwortet werden kann,
wie das noch jüngst in den nur kurzlebigen Republiken üblich
war und von ihren Politikern und ihren Stroh- und Dunkelmännern aus
den Deppendörfern, durch abgelutschten Sprachkitsch krampfhaft veredelt
oder verblümt wurde. Dies, ein geradezu unanständiger und unverschuldeter
Makel, der hier, den oft neue Bezüge stiftenden Ideologien, Welt-Bildern
und Modell-Konzepten, von dümmlich eifernden und selbstherrlichen
Politikern angetan wird, die sich besser von der Welt der theoretischen
Konstruktionen fern halten sollten und sich auf die direkten, ursächlichen
Bedürfnisse der Menschen besinnen sollten ,also einen wenigstens
handwerklichen und ehrlichen Pragmatismus zu betreiben und ihr Mittelmass
nicht mit Gewalt in schwindlige Sphären zu hebeln. Das war lange
so und WIR haben explizit und implizit handelnde, politische Ideologen
dieser Referenz sofort in die Irrenhäuser gebracht, wo sie sich,
im übrigen, dann wie zu Hause fühlten. Ähnliches gilt für
viele Wissenschaftler, Journalisten und Pädagogen, die sich im Terrain
politischer Ideologien verschwenderisch verstrickt hatten, weil ihnen
die bescheideneren Tatsachen nicht aufregend oder gross genug erschienen.
WIR wissen doch, dass alle Ideologien miteinander und unter einander nicht
kompatibel sind und zu dauerhaften Feindschaften führen. WIR haben
uns daher für eine einzige Integrations-Ideologie entschieden und
das ist halt unsere EU-Genik , in der jede andere Ideologie überflüssig
wird.
WIR sind gleichgeschaltet
33
Lächelnd
fragen WIR uns heute, warum unsere Vorfahren so ahnungslos und blind in
jede mögliche Falle der Geschichte getappt sind und sich dabei wie
rauschgiftsüchtige Hengste in jeden nur erdenkbaren Käfig verirrt
oder geflüchtet haben .Sei es z.B., dass verunsicherte Menschen dem
fanatischen Savonarola,mit seinem flammenden Herzen und drohender Demagogie
, bis tief hinein in die mittelalterliche Gespensterbahn quälender
Selbst-Geisselungen gehorchten, aus Angst nur so den glühenden Kesseln
der Teufel und Dämonen zu entkommen. Die Gründe sind schillernd
und gelegentlich wahrscheinlich noch nicht mal besonders aufregend, wenn
irgendwelche Ideen in einer scheinbar perfekten Begriffsarchitektur eingebettet
sind. Die Faszinqation auf einfache Gemüter scheint dabei aber oft
weniger dem Ideenkern zu gelten, sondern der Institution und dem magischen
Gehäuse aussen herum mit entsprechender Aura von: Macht, Gewalt,
Luxus ,Erfolg, Terrorismus, Empa-thie, extremen Behauptungen oder unverständlichen
Entsagungen und natür-lich Versprechungen von Glück, Gesundheit
oder Reichtum usf. Zur Ideologie gehört die unbedingte Gefolgschaft
und ein irgendwie hierarchisches Werte-System oder scheinbar das Gegenteil:
Vollkommene Freiheit von jedem Zwang und Gesetz. So kannte man den Spruch
"Jedem das Seine", nach einem 2500 Jahre alten Spruch der römischen
Gerechtigkeits-Kultur , der dann in die Gaskammern führte oder: Arbeit
macht frei, mit gleicher Zielrichtung.Und , ob Märchenkönig,
Sonnenstaat oder die Planwirtschaft der DDR ,alle Menschen sind
gleich, ob süss oder sauer, die Archtekturen und Konstrukte
von brutalen oder sanften Ideologien sind schon im Ansatz verfault, wenn
noch nicht einmal die Idee zum Gehäuse passt oder das Ganze widersprüchliche
Folgen hat. Der Pomp der Institution überformt ihr eigentliches Herz,
die Idee,und aus dem Urbild wird ein verlogenes Idolium. So liess man
sich verleiten und versuchte den Schwindel zu verklären bis zum stinkenden
Durchfall ,im Glauben so seine Gene zu verzaubern oder summa cum laude
zu heilen. Künstler und Philosophen haben auch hier nicht nur immer
Gutes bewirkt, auch wenn sie natürlich nicht das Böse wollten:
Gerechtigkeit und schliesslich Transzendenz bis zum "Salto Nullo"
und Schmoren und Brutzeln im kochenden Fett, wie eine Weihnachtsgans,
mit gesegnetem Geist z.B. mit Augustinus von Hippo oder von Dante Alighieri
ersonnen, gezeichnet von Sandro Botticelli, an die Decke projeziert von
Michelangelo, das alles mit der Wucht und der Wut des Gerechten, als Schmuck
und Zierde aber für Flagellanten und besonders als bebilderte Ausgrenzung,
ungetreuer Sünder und feindlicher Ketzer, was auch immer sie gedacht
geschrieben oder nicht gedacht und nicht geschrieben haben. Die Bilder
von Hyronimus Bosch oder die Versuchung des heiligen Antonius von Matthias
Grünewald mit dem Wahnsinn des Antonius-Feuers aus dem schwarzen
Mutterkorn, sind da nur ein laues Echo auf die Schande religiöser
Ideologien, die sich in religiöser Umnachtung ,wie auch immer, in
kultischen Menschen-und Tieropfern der ekelhaftesten Art oder in pädophilen
Orgien von Kirchenbeauftragten bereits in der Geschichte eingebrannt haben,
zeugen beispielhaft und vorbildlich vom ideologischen Wahnsinn
in der Kirche. Und daneben die Ausbeute von betrügerischen Missionaren
und Predigern, die ihren Gläubigen mit erbschleichender Mission ,ihr
paradie- sisches Hütchenspiel aufgezwungen haben und ganz nebenbei
und lebenslang auch noch Cash und Miete für einen vermeintlichen
Listenplatz im virtuellen Elysion abkassierten. Es störte den auf
Demut angelegten Glauben nicht, mit Gold, Marmor und wertvollstem Kunst-Handwerk
die Kirchen wie Räuberhöhlen auszustatten, weil man sich mit
dem Glanz und Pomp, die Einfalt der Einfältigen zu erhalten oder
zu gewinnen wusste, die für trügerische Versprechungen und Illusionen
, etwas Weihwasser und moralisierende Unterhaltung , schufteten und ihre
Ausschlachter auch noch anhimmelten. WIR , die EU-Genik, verkaufen keine
imaginären Grundstücke in göttlichen Niemandsländern,
WIR züch keine Wanderdünen, WIR sind keine falschen Propheten.
WIR haben Grund gelegt und nachgerechnet, in allen Lebensbereichen,i n
allen Untiefen und Weiten bis zum Orbit ,was richtig und gerecht ist.
WIR haben vernichtet , was sich von uns nicht veredeln liess und WIR haben
voraussehend Prozesse gestoppt, die ins Verderben geführt hätten.
Das Gewebe unserer Wissens-Gesellschaft ist dicht und unzerbrechlich verwoben
mit unserem supernovaneuen Wissen des Klon-Reiches und seiner hybriden
Erkenntnis-Methodik, die kein Wunder ist, sondern wie Max Ernst es nannte:
" Die Frucht einer langen Erfahrung". WIR brauchen keine trügerischen
Emotionen und götzenhafte Symbole. Bald schon werden WIR die süssen
Früchte unseres Willens ernten und geniessen,ohne uns später
dafür schämen zu müssen,ie die alte Welt sich vor uns schämend
verbeugen musste.or unserem Staat,der in seinen erfolgsverwöhnten
Zucht-und Züchtungsanstalten seine hybride Saat und Hoffnung ungestört
aufwachsen lässt. Daher möchten WIR es hier prinzipiell schon
mal kurz auf den Punkt bringen: WIR sind keine kleinkarierten Scholastiker
und Schulmeister tyrannischer Formeln und Kreisläufe, aber WIR sind
die ersten und letzten Universalisten, die allen müssigen und leeren
Streit unter den gestrigen Gelehrten, als theologischen Zickensalat oder
rhetorisch vernebelten Schimmel und Schummel enttarnt haben. Da kann auch
der liebe, nette Freiherr Novalis nicht darüber hinwegsehen, der
am liebsten alle einfältigen Grübelbauern wieder kopfheister
zurück ins chistliche Gestänge des Mittelalters gewünscht
hätte und alberner Weise auch noch die Wissenschaften romantisieren
und poetisieren wollte. WIR identifizieren uns auch nicht mit einer demokratistischen
oder unitaristischen Tyrannei oder geheimbündelnden Bruderschaft.
Dafür haben WIR nicht alle Mauern zwischen den zersplitterten Wissens-
und Glaubenssekten eingerissen, die WIR jetzt im Kanon unseres optimierten
Bildungswesens ausfiltern müssen.WIR dulden keine Unvollkommenheit
mehr, denn WIR haben auf jede Frage die finale Antwort, wie jeder weiss.
Unsere Analysten haben den Weizen vom Spreu geschieden und nur das Beste
der belebten Materie für unser zukünftiges Geschlecht ausgewählt
. Und WIR werden alle Auserwählte sein, nicht nur wenige , aber nicht
nur das, WIR werden die die integrierte und optimierte Essenz aller Kreaturen,Pflanzen,
Pilze und Bakterien sein, die WIR uns genetisch einverleibt haben und
mit unseren überkommenen Eigentümlichkeiten vermählt und
verbrüdert haben, so weit es dienlich war. WIR kennen keine Berührungsängste
gegenüber irgendeiner Verschmelzungs-Variante, ursprünglich
verstreuter und verschwendeter Gene, auch wenn noch immer gelegentlich
der Vorwurf an uns laut wird: WIR betrieben 'geistige und wissenschaftliche
Sodomie'. WIR haben keine Angst vor der universalen Vwereinigung allen
Wesens, denn jegliche Einverleibung von guten Eigenschaften optimiert
uns und ist weniger überflüssig als jede altmodische Einmaligkeit.
WIR haben uns die Phobien, selbst vor den bizarresten Rassen und Gattungen
der belebten Natur abgeschminkt und seien sie noch so fremd und abseitig
von unseren ehemaligen, archaischen Befindlichkeiten. WIR werden endlich
unseren Habitus, innerlich und äusserlich, fundamental ändern
und werden Abschied nehmen von unser aller ehemaligen Larve , denn unser
Ziel ist höher und unsere Freude wird gewaltiger sein, als das noch
kleinbürgerliche, spiessig - rassistisches Jetzt. WIR schmieden die
absolute Unität zwischen Geist und Materie, zwischen allen erdachten
Konstrukten und exkulpierten Bio-Modulen und synthetischen Konglomeraten.
WIR wachsen als multipel optimierte Chimären aus dem Chaos der alten
Natur, dem Absoluten entgegen. WIR werden keine fremden Götter, Feinde
oder besseren Geschöpfe neben uns haben. WIR werden uns den Garten
Eden selbst bereiten , als Eden für jeden, als Gleiche unter Gleichen,
denn WIR wollen nicht nur alle das Gleiche denken, wie alle, sondern WIR
wollen es sein ,nicht nur im Traum und nicht nur als hauchdünn hologrammierte
Virtualität auf dem Papier oder Monitor, wie in den alten Künsten,
sondern als automatisch funktionierende ,lenkbare Körper ,mit Leib
und ohne subjektive Seele. WIR wollen nicht nur Hybris und Charybdis sein,
sondern Echt-Wesen in Echt-Zeit , zum Anfassen und Wohlsein, kraft unseres
Willens. WIR lassen uns keine anderen Sommermärchen mehr ins Gehirn
waschen, auch keine uneugenischen Wirklichkeiten.WIR haben ausgeträumt
und sind wach und ausgeschlafen.
WIR sind Meta-Metaphysiker.
34
Johannes
berichtet in seinen Offenbarungen: (...)" 13/ Die beiden Tiere: "Ich
sah ein Tier aus dem Meer aufsteigen: Es hatte zehn Hörner und sieben
Köpfe und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen
Lästernamen. Das Tier, das ich sah,glich einem Panther; seine Füsse
waren wie Bärenfüsse und sein Rachen wie der Rachen eines Lö
wen.Und der Drache hatte ihm seine Macht geliehen, seinen Thron und grosse
Macht. Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber
seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde staunte hinter dem
Tier her. Die Menschen beteten den Drachen an,weil er dem Tier seine Macht
gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier
gleich und wer vermag mit ihm zu kämpfen?(...)". WIR, die vereinigte
EU-Genik , gaben der Bible endlich die gebührende Antwort. Ja, wir
haben mit dem Tier bekämpft , aber nicht um es zu töten , sondern
zu lieben und mit ihm zusammen mächtiger weiter zu leben.
WIR sind nicht mehr die alten
35
Die
Reinigung der Gesellschaften beinhaltete vor allem die Aufklärung
über das Wesen der Idole,die hauptsächlich zur Manipulation
und Beeinflussung devoter Menschenmassen erdacht wurden . Sie sind
ein Abklatsch von totemistischen Figurationen von 'Kraft-Tieren', die
als Urahnen und Schutzgeister eine Verbindung zu den Göttern herstellen
sollten und dievon den Clan-Kulten der "alten Gesellschaften"
zu hybriden Gestalten an den Totempfählen geformt wurden > "Totem
und Tabu",Siegfried Freud, in "Imago". Das ist zwar heute
weitgehend Museum, aber die Plakatierung von Idolen und Trugbildern, siehe
schon Francis Bacon,1581-1626 , als vorgehaltene Orientierungs-Figuren
und Menschen-Puppen, das gehört heute alles immer nehr, mit wechselner
Motivation, in den diversen Manipulations-Betrieben wie ua.: Boulevard,
Kirchen, Fernsehen, Politik, Werbung / Marketing/ Branding und Kommerzsport,
Sexindustrie zum selbstverständlichen Handwerkszeug, genauso wie
volumi-nöse Brüste, ViagraSchwänze, hausgemachter Promi-Kult,
multiplizierte Mo- dels, Fussball-Fax, illusionistischer Luxus-wie Omnipotenzwahn
und Exotik, als Werbeträger für irgendeinen kommerziellen oder
politischen Quatsch usw. Besonders werden sie benutzt, um bestimmte Parteien
und Personen volkstümlicher und wählbarer zu machen oder Menschen
zu nötigen, Produkte zu kaufen, Quoten zu steigern und arglose
Menschen wie Du und Ich als Köder in ideologische Fallen zu
locken oder Ablehnung gewisser Umstände in der Gesellschaft in Zustimmung
umzuwandeln .Idole treten dabei an die Stelle wirklicher Vorbilder, weil
sie leicht beliebigen, suggestiven Interes sen dienstbar gemacht werden
können . Sie sollen Gefolgschaften organisieren und mit ihrem oft
nur angedichtetem Charisma, wie Plakate für ganz andere Interessen
werben, vorausgesetzt das Publikum glaubt diesem abgekartetem Seelenfang.
Dabei ist auch zu beobachten, wie selbst richtige Vorbilder nicht verschont
werden und in den Fast-Food-Redaktionen des TV oder Parteizentralen mit
irgendwelchen Zucker-stories zu handlichen Idolen klein geschnitzt werden
oder umgekehrt, Feinde ihres Betriebs klein gemacht werden sollen.Wie
etwa in talk-shows oder bei irgendwelchen blöden Sketchen, sogenannter
comedie. Da werden Zitate vertkürzt,f alsch zusammengeklebt oder
mit falschen Bildern lächerlich gemacht und ähnlicher Schwachsinn,
Menschen herabzuwürdigen, an die man sonst nicht ran kommt. Das ist
schon tägliche Routine aller Fälscherwerkstätten: Besonders
der öffentlich-rechtlichen Medien und linkischer Verleumder,
die mit primitiver Häme oder vergifteter Lobhudelei.Auf den Hund
gekommen sind.Die Inflation dieser halbstarken Journaille ist besonders
häufig und feige bei TV-Kommentatoren schon Gewohnheit geworden,
die im Schutze der nicht zeitgleich reagieren könnenden Kontrahenten
, ihr dreckiges Süppchen kochen, auf die nur die besonders Naiven
reinfallen .Doch Kleinvieh macht bekanntlich auch Dreck. Die originalen
Künste sind daher aus diesen Betrieben weitgehend ausgeklammert,
weil sie immer schon, fast im Alleingang, neben der Philosophie, gegen
die berech-nende Idolisierung und Idolitis in Medien , Politik und Kommerz
angegangen sind, mit unterschiedlichsten Mitteln. Am wirkungsvollsten
wahrscheinlich im Film und auch beim,mittlerweile seltener gewordenen,
politisch ideologiefreien Sprechtheater, wo mit komprimierter Zeit- und
Geschichtsdarstellung, wie unter dem Brennglas solche Prozesse, Zustände
und Papp-Welten entlarvt werden, weniger in der nur auf Unterhaltung und
meist politische Manipulation und Klischee ausgerichtete Comedie.In der
Bildenden Kunst ist die Ent-Idolisierung oft nur verschlüsselt hinter
Chiffren, Zeichen, nicht immer leicht und sofort lesbaren Szenerien, Kontexten
und Strukturen erkennbar und erfordert ein trainiertes Auge und Vorkenntnis
der jeweils individuellen Sprache des Künstlers, weshalb es in dieser
exklusiven Art, von den Idolpraktikern nicht sofort ernst genommen wird,
doch die Wirkung erschliesst sich langsam, aber dafür vielleicht
dauerhafter , vor allem bei Meinungsträgern und weniger beim 'einfachen'
Publikum. Doch WIR deuteten es schon an, WIR sollten nicht so kleinlich
über diese Spin-Doctores mit ihrer armseligen Psychologie zu Felde
ziehen, denn sie selbst und ihre Produkte sind kurzlebig und schlagen
sich oft genug nur selbst, denn es ist ja nicht mehr als ein blödes
Geschäft, Idole mit kurzem Brennwert, gegen wirkliche Vorbilder auszuspielen.
Es ist also müssig und verkehrt ihre Wirkung oft nur ins Gegenteil
und Ihre Geschichten sind wie Boxer schnell angezählt oder schnell
vergessen. Im übrigen sind in unser idelaen und fidelen Klon-Welt
Idole und auch Vorbilder nicht mehr nötig , denn die Unterschiede
unter den Menschen werden von uns ja mehr und mehr überflüssig
gemacht und sind am Ende nicht mehr vorhanden, denn bei uns wird jeder
Mensch absolut gleich geklont. Darauf werden WIR peinlichst genau aufpassen.
WIR werden endlich alle optimal gleich
36
Nicht
nur mit Lügenmonster im Kopf wie von den TV-Medien noch gestern,
sondern kunstvoll gestaltete Chimären, Traum-und Misch-Wesen mit
ihren Drohgebärden und scheinbar sofort zubeissenden Schreck-Visagen
oder zuckersüssen Verlogenheit aus der dunkelsten Vorzeit , animistischer
Kulte waren so beschaffen, als wenn sie jederzeit zu wirklichen Leben
fähig gewesen wären, die Menschen dann zu beunruhigen, sie zu
quälen und in Psychosen zu stürzen, um sich ihres Willens und
Wollens zu bemächtigen. Sie sollten so in die Arme der jeweils herrschenden
Kulte und der verordneten Rituale treiben. WIR hatten das schon mal kurz
gestreift und für uns ergab sich die weitergehende EU-genische Fragestellung,wie
in etwa aus diesen Mehrfach-und Mischwesen der alten Überlieferungen
aller Völker, wirklich einmal lebende, lebendige,reale Über-Naturen
zu züchten und dann auch zu klonen wären.WIR wissen ja mittlerweile,dass
alles zu Denkende irgendwann auch realisiert wird und das ursprünglich
nur geahnte bei weiten an Radikalität und Wirkung übertreffen
kann. Dies, ein vielleicht lange gehegter Gedanke, dem aber das wissenschaftliche
Know-How zur Genese noch fehlte. Unsere einsetzende Forschung auf diesem
Gebiet fand erst in aller Stille und geheim statt: In vielen kleinen Schritten,
bis WIR uns hier triumphierend outen konnten und die perfekten Erfolge
in der integrierten Chimären-Forschung jetzt zur legitimierten Arbeit
bis hin zur obligatorischen 'conditio sine qua non', zu unserer Staats-Gründungs-Idee
führte. WIR begannen aber nicht damit etwa goldene Monster-Kälber,
lebende Steine oder Nachtmahre, zu züchten , also Ausgeburten aus
dem Elfenbeinturm oder wie sie variabel in Kitsch und Kunst anzutreffen
waren, nein, unsere Chimären sind die Prototypen und seriösen
Ankerpunkte und wissenschaftlichen Teilaspekte unseres im Integrations-Progress
befindlichen Stammvaters, des König-Klons , der am Ende alle hybriden
Biomodule, positiv getesteten Genome und Syntetiks in sich optimiertvereinigen,
glätten und integrieren wird, bis zur Massen-Klonierung von ihm,
zu unserer neuen Meta-Rasse der EU-Genik. WIR bitten noch um etwas Geduld
für die erfolgreiche Züchtung und Auslese dieser hochwertigen
Kompiliereung der neo-genetischen Gaben aller Sonderklassen. WIR lernen
laufend dazu . So war es z.B ein grosser kunsthistorischer Irrtum anzunehmen,
der Maler Jeroen Anthoniszoon van Aken, im Volksmund, genannt Hieronymus
Bosch, der Seher des "Jüngsten Gerichtes" und auch der
"Versuchung des hl.Antonius", hätte in seinen Bildern nur
die mittelalterlichen Ängste der Bestrafung humanoiden Laster dargestellt
und als dominikanischer Moralwächter der religiösen Bruderschaft:
"Unserer-Lieben-Frau" den Menschen, stark überzeichnet,mit
lustvollen Schreckbildern ihrer angeblichen Verrohung und Versuchung vor
der dann folgenden Höllenfahrt drohen wollen, wie es vielleicht die
strengen Kirchenstrategen damals gerne den Leuten einredeten.In Wirklichkeit
aber,wie letzte Forschungen heraus fanden,sah Hyronimus Bosch als antizipierendes
Medium die Zeichen des zukünftigen Welten-Wandels voraus,also die
In karnation der Menschheit,als genialer Vorbote unserer EU-Genik, 550
Jahre früher als jeder andere fade Prophet.Es ist ja nicht unbekannt,
dass Künstler nicht selten früher ahnen,was kommt,im Guten wie
im Bösen. Die Gabe des "zweiten Gesichtes", war diesem
Maler beonders heftig und zweifelsohne angeboren und vermittelte so im
"Garten der Lüste" einen ersten VorVorgeschmack auf die
kommenden Wahrheiten. Nicht, wie immer nur geglaubt als Bild gewordene
Metapher, sondern ganz direkt, als körperlich konstitutionelle Realität
.Freilich fehlten ihm noch unsere breiten, wissenschaftlich einschneidenden
Erkenntnisse und technischen Fertigkei-i-tengen-biologischer Monteurskunst
wie WIR sie jetzt haben. Schauen sie sich doch die hier gemeinten Bilder
einmal genau an,die Menschen, ihre Befind-lichkeiten und ihre Metamor-
phosen, dann werden sie schnell erkennen,welche ungeahnten schöpferischen
Möglichkeiten hier im Habitus wie der sozialen Lustbarkeit , in den
Darstellungen von Bosch bereits vorweg genommen wurde. Belustigt können
WIR feststellen, dass manche Laboranten in unserern Bio-Werkstätten
häufig die Kreaturen von Bosch mit unseren Kreationen verwechseln.
Was die Menschen damals vielleicht nur als abartig bizarre oder beängstigende
Verstrickungen ihrer schuldhaften Taten und Laster illustriert sahen,
waren stattdessen erkenntnishafte Vorgriffe einer total mobilisierten
Wissenschaft, wie WIR sie jetzt universell,ganzheitlich , nachhaltig und
weltoffen praktizieren, wo alle 'Farben' zusammenfliessen zu einer, vollkommen
kontrollierten Natur-Schmelze und zu einer allseits offenen Unität
, die aus den kleinsten Teilchen die neue Übergrösse unserer
kommenden Talente entstehen lässt. Kein Zweifel, Bosch konnte nichts
von der Macht der DNS wissen, aber er fühlte bereits ihre Kraft und
Herrlichkeit.Seine Bilder mit ihren explicit abgebildeten Kopffüsslern,
Chimären, Konstrukten und Plagegeistern stellten also nicht die verfluchten
Schattenseiten und die Folterwerkzeuge Gottes dar, wie scheinbar oberflächlich
von Kunsthistorikern und Alt-Theologen vermutet wurde, sondern diese Leuchfiguren
des Mittelalters erhellten erkennbaren Leuchtspuren die neuen Menschlichkeit
unserer EU-Genik, die uns, als normativ zu realisierender Wille aufgetragen
wurde. Die auf den Bildern erscheinenden Triebkräfte und Prozesse,
künftiger Zucht und Reife, zeigen welch lustvolle Kräfte,damals
noch ungeschult, in den Körpern und Köpfen der alten Welt und
besonders der christlichen Theologie eingekerkert waren und einfältig
als illustrierte Dämonenlehre abgetan wurde. WIR haben den Infarkt
der früheren Geistlichkeit jetzt korrigiert und auch die Kunst-Geschichte
wieder einmal eines Besseren belehrt: "Kommt Zeit, kommt Rat".Gemessen
an der armen Realität der Zeit damals, stellen die Bilder des Hieronymus
Bosch für unsere eugenische Forschung ein reiches , viel versprechendes
Arsenal an Möglichkeiten in Aussicht , welch kreatives Potential
den "Springenden Genen" noch zu entreissen ist. WIR haben grosses
Vertrauen darauf und leider durfte und konnte Bosch diese Ergebnisse nicht
lebendig zu Gesicht bekommen, er war eine typische Frühgeburt, wie
manch anderer Künstler, und seine Frühchen war die Zeit erst
lange nach seinem Tode reif. WIR haben ihm zu Ehren und eine seiner Erfindungen
nach ihm benannt. Es ist der Bosch dreibeindreifucius. Was vor etwa 40
Jahren noch als wilde und verwilderte Phantasie des oberschlesischen Freigei
stes und Kleinmeisters MichBadura betrachtet und amusiert zur Kenntnis
genommen wurde, gemeint sind seine botanischen Chimären von hybriden
Blattauswüchsen oder seine botanisch-tierischen Misch-Kulturen, von
ihm benannt als 'Angewandte Botanik'(1967) und 'Schwarze Wissenschaft'
(1982), wie seine Züchtungsexperimente von z.B. Umwelt reinigenden
Gewächsen (1967), 'ökologische Langzeit-Untersuchungen von Ölpest'
fand ihre Fortsetzung schliesslich doch in den sich langsam vernet zenden
Natur-Wissen-schaften, selbst in Göttingen, bis hinein in die ausserordentlich
fruchtbare Paranoia-Kultur sowohl österreichischer Fachleute und
deren Exerzitien mit asoziativ wirkenden Rauschmitteln, der diversesten
Herkünfte und Rezepturen,als auch das methodisch systematisch
bildhafte nachmodellieren, der ehemals nur als Trugbilder eingeschätzten
Albtraum-Gespinste. Mit anderen Worten: Aus den fruchtbaren Geistes-Krankheiten,
Ur-Bildern und vermeintlichen "Ankunft der Geisterwesen" aus
animistischen Scha-manenkulten der wilden Ethnien und überlieferten
Zeugenschaften der verschiedensten Natur-Religionen, bis zu den Ausgeburten
der Schweizer Füssli, Böcklin und den Surealisten, formte sich
langsam bei den führenden Pionieren unserer Geistes-Grössen
die sich verfestigende Ahnung und schliesslich Gewissheit, bis zum endlich
handelnden Willen heraus, dass diese visualisierten Geschöpfe nicht
mehr ins halb dunkle Reich neurotischer Unterwelten und des Traumes abzuschieben
sind, sondern als prophetische Indikatoren und Vorlagen unsrer neo-hybriden
Bio-Kultur ernst zu nehmen und zu verstehen sind. Mit ihrer Hilfe werden
WIR von der noch unentwickelten Homo-Kultur des klassischen Homo sapiens
mit Monohirn, zum kompakten, primär-basierten Multi-Tasking-Operator
aufzusteigen. Die Entwicklung jedes Hominiden durchläuft viele Stufen,
fliessend oder in Brüchen, vom Sperma, zum Säugling, zum Kind,zur
Pubertät, schliesslich zum Erwachsenen fliessend und gelegentlich
in Brüchen oder Sprüngen. Dem gleichen Prinzip, der schrittweisen
Reifung war auch die gesamte Entwicklung auf unserem blauen Planeten unterworfen,
doch der Kultivierungsprozess und seine Vollendung lief vor die Wand,
trocknete aus und verlor allmählich jede humane Orientierung. Das
war der traurige Punkt,an dem WIR, die EU-Genik vor Jahren standen und
den kraftvollen Sprung zum radikalsten Entschluss wagten, um den Teufelskreis
zu durchbrechen.Viele Fürsprecher aus der ersten Reihe von Forschung
und Wissenschaft ermunterten uns zu diesem einzigartigen Projekt,das sich
jetzt zum Leuchtturm und Vorzeige-Projekt unseres Gemeinwesens entpuppt
und den Zusammenhalt unter den auseinanderstrebenden Sozial-Ethnien der
neuen Gemein- schaft wieder hergestellt hat. Es war die Hirnforschung
ganz global und der Schweizer Biologe Adolf Portmann, die im Detail darauf
hingewiesen hatten, dass das menschliche Gehirn bis jetzt zum überwiegenden
Teil, bis zu 80%, nicht aktiviert sei, sondern bis dato eine nervliche
Brache darstellte. Dies ein wesentliches Faktum auf dem WIR aufbauen und
rundum neue Masse, Massstäbe und massgebliche Werte setzen werden,
denn die Menschheit ist zu mehr befähigt. Die Zeit ist reif.
WIR bringen den Homo zur Blüte
37
Zwar
ahnten es die Menschen immer schon, aber sie konnten damit nicht umgehen
oder wollten und durften es nicht genau wissen. Es musste noch andere,
tiefere Gründe für die in allen Familien, Stämmen und Völkern
aller Kontinente und Zeiten angehäufte Chimären-Kultur geben,
die mit Religion, Unwissenheit und kindlicher Zauberei alleine nicht zu
erklären war. Zwischen den vielen überlieferten und wunderbar
gestalteten Mischwesen musste ein Zusammenhang bestehen, der weit über
ihre ursprünglichen Bezüge in Mythen, Magie und Märchen
hinausreichte, doch die Menschen erblickten in ihnen nur imaginierte und
eingeredete Hilfsgeister ihres Aberglaubens oder schlicht morphologische
Missbildungen und fabulierte Skurilitäten und Kuriositäten,
abseits von Realität und Norm, ohne die wichtigeren Botschaften von
ihrer Existenz für unser Weltverständnis wahrzumehmen. WIR wissen
ja,die Menschen taten und tuen viel, was sie eigentlich nicht verstanden
oder was sie sich einfach anmassten, aber sie taten es eben, weil irgendein
unerklärlicher Impuls sie dazu zu zwingen schien. Die nach der dann
vollzogenen Tat einsetzende Bewertung dieser Eingebungen, führte
dann später aber oft noch mehr in die Irre,weil sich nun mal ganzheitliche
Vorgänge aus dem Sponti-Bereich, wie die aus dem angeborenen oder
traumatischen Ausser-Sich -Sein, nicht eben leicht mit empirischer Logik
entschlüsseln lassen und alsbald die Scharlatanerie der Psychologen
und Psychiater beflissen auf den Plan rufen,desgleichen die religiösen
Ausleger und Ausbeuter mit ihren bekannten Ausflüchten und Ideenfluchten,
nebst Anverwandten aus der geisteskranken, aber lustigen Esotherik, wie
Hexen-und Teufelskulte aller Ethnien, bis zum schnöden Marketing
des Ungeheuers von Loch Ness oder den Aliens in ihren fliegenden Untertassen
aus Phantasia. Das begann ja bereits in der Höhlenmalerei, in dersich
seltsame Chimären zwischen bekannte Tiere mischten, die niemals wirklich
existiert hatten und die Wissenschaft sich darüber stritt, ob diese
Menschen mit Tierköpfen religiös-rituelle Bedeutung hätten,
oder aber realistische Verkleidungen der Höhlenmenschen waren, um
sich besser an die Jagdtiere anschleichen zu können.Beliebter sind
natürlich hier alle Auslegungen,die sich irgendwelchen okkulten Theorien
zuneigen und diese halten sich hartnäckig, weil sie unbedingt gewollt
werden, das ist festzuhalten. Die hybride Kultur der kunstvoll erfundenen
und geformten Mischwesen, erzeugte neben ihrer magisch anziehenden Aura,
auch eine besonders wohlige und geradezu heimatlich, freundschaftliche
Vertrautheit bei allen Zeitgenossen und so gerieten sie in jüngster
Zeit immer hübscher, puppiger und glamoröser, auch um sie nun
auch noch besser verkaufen oder als Süssigkeit lustvoller verzehren
zu können. Eigentlich sollten sie ja ehemals nur spirituellen Zwecken
dienen, schaurig-drohend Angst machen und auf höhere Mächte
verweisen, damit WIR Menschen nicht übermütig werden und sie
sollten früher, als leibhaft vor uns stehende Metaphern an unsere
Beschränktheit und Demut vor der unsichtbaren Welt appelieren und
später an die Götter des Kommerz,der Fress-und Spasssucht. Also
immer noch dienten diese Chimären und blasig und bärig schematisierten
Geister der Konsumzeit, trotz ihrer fundamentalen Entleerung, zu schicksalshaften
und schicken Menetekeln,die unsere triviale Alltäglichkeit begleiten
und künstlich bespassen sollten, auch wenn oder weil die ehedem vorgebeteten
und diktierten Gründe längst erloschen und aus den Vorgaben
nur noch hübsche, historische Dekorationen, auch für Kinderstuben
und einen kitschig gehobenen Lifestyle-Markt geworden waren. Aber WIR
liebten sie stattdessen unbeirrbar, mehr und mehr, ohne viel zu fragen
und ohne uns wirklich mit diesen scheinbar irrelevanten Multikreationen
und ihrer möglichen Mission für unsere Zukunft zu befassen.
Noch in den letzten tausend Jahren, gaben WIR ihnen die wertvollsten Plätze,in
und auf den Kirchen,Rathäusern, Marktplätzen, Museen, Design
und Kinderzimmern, usw., denn irgendwie wussten WIR instinktiv,welch wirklich
grosse und lebenswichtige Stellung diese Chimären und seltsamen Plastikkonstrukte
in unserer Gen-Kultur einmal spielen werden, auch wenn unser noch immer
unkultivierter Verstand und unsere antizipatorisch schlecht geschliffenen
Sinne, vor ihnen zunächst nur ratlos standen oder nur infantil und
ästhetisch angeregt wurden. Wie gesagt, diese Affenliebe zu den eigentlich
abartigen, unbelebten Monstern und multi-habituellen Neo-Wesen, konnte
kein Zufall sein und es war auch keiner, wie heute jeder weiss, denn es
waren die mentalen,neuronalen Vorboten, die Musen, die Helden und Inspiatoren
unserer kommenden multi-funktionalen Natürlichkeit, selbst der verhunzten
und massenhaft produzierten Nippes-und Kitschorgien der cineastischen
Unterhaltungsindustrie, des Jahrmarktes,des Karnevals, der Sexshops und
der Fernseh-Shows. Trotz oder gerade wegen ihrer irrealen Spukhaftigkeit
entzündeten und stifteten diese scheinbar billigen Nobodies die bildnerischen
Phantasien auf einmal eine direkten Beziehung zu der Arbeit in den Forschungslabors
vieler Fachbereiche, wo es galt, die bestehenden Gesetze und Grenzen der
Natur aufzubrechen, zu verbessern und Innovationen und neue Produkte für
den Markt und eine neue Ordnung und verfassung der verwschlissenen Gesellschaft
zu gewinnen. Die Forschung begann damit, die Chimären wie auch immer
nicht einfach nur im im Habitus nachzubauen, sondern auf Grund des letzten
genetischen und syntetischen, bio-technolo-gischen Wissens, zu lebenden
Wesen zu generieren, die sich bewegen,die Nahrung aufnehmen und erste
Laute wie Säuglinge von sich geben. Daneben gelangen ihren Vätern
spielerisch, neue, nie gesehene Modell-Wesen, die jetzt im Kolossarium
auf ihre Lebenstüchtigkeit geprüft werden. Wie schon durchgesickert
ist, sollen Meisterwerke entstanden sein. Manch einer sagt vielleicht,
das hätten WIR ja im Prinzip schon früher gedacht, aber er vergisst
dabei, dass der Schritt von der Theorie zum funktionstüchtigen Objekt,
der eigentliche Gewinn, einer zunächst nur platonischen Idee ist
und das eigentliche schöpferische Abenteuer sich erst im geburtsähnlichen
Werk-Prozess bewähren muss Künstler wissen und fürchten
das schon immer, den manche Idee, kommt bei der Materialisierung nicht
weit genug, wird zu Schund und Schrott oder zu etwas, was garnicht gewollt
war. Viele Leute hatten z.B. schon mal die Idee ein Kind zu wollen, aber
sie bekamen keins oder es starb bei der Geburt.Ideen sind keine toten
Objekte oder abstrakte Chimären, sondern sie lösen Prozesse
aus und verwirklichen sich erst in ihnen.
WIR machen sie möglich
38
Nicht
Irrlicht, nicht Blendwerk,sondern die breit gefächerten Urbilder,
wie Platon sie in seiner Ideen-Lehre ausweist,bilden die profunde Matrix
unserer wissenschaftlichen Moral und treiben mit ihrer logischen Automatik,
unsere eigene,noch schwache "prima materia" endlich, wie den
Stein der Weisen, schrittweise in die richtige Richtung, was uns immer
besser und stolzer machen wird und uns,die wetterwendische, mörderische
und ungerechte Natur leicht vergessen und besiegen lässt. Doch können
WIR das wahrscheinliche Faktum nicht verdrängen, dass es nur durch
das Zusammenspiel, teils reduktiver und teils maximierender Naturkräfte
erst eine vielfältige Entwicklung der Arten auch eine menschenmögliche
Entwicklung gegeben hat. Wahrscheinlich, aber aus zeitlichen Gründen
wenig erforschte, direkte Beobachtung von mutierenden Formen und hybriden
Elternschaften. Bis auf erzwungene Missgeburten und irgendwelche Spekulationen
, kennen WIR keinen fortpflanzungsfähigen Artenwandel. Der musste
zwar irgendwie eingetreten sein, aber er bleibt noch immer ein Geheimnis.
Das ist so wie es ist, stört uns aber nicht weiter und kann auch
der EU-genischen Forschung völlig egal sein,weil sie, weil WIR nach
unseren neuen und ureigenen Bedingungen die vorgefundene Welt, nach unseren
eigenen,autonomen Methoden betrachten und völlig neu ordnen und geradezu
endemisch zur Entfaltung bringen. WIR, die inspirierten Menschen heute,
begreifen ,dass da keine besonderen Anderwelten walteten, sondern sture
Gesetze und gelegentlich unberechenbare und Sprünge sich abwechselten,
deren primitiver Fehler der unberechenbare Zufall war. Von der Natur aus
betrachtet waren es wahrscheinlich nur krankhafte Fehlleistungen, die
darauf schliessen lassen, dass die gesamte Natur-Geschichte eigentlich
nur die Geschichte von willkürlichen Missbildungen ist, in die der
bisherige Mensch den Höhepunkt an krankhafter Destruktion darstellt,
wenn man ihn allein darnach bemisst, wie er selbst ,sein angebliches Paradies
versaut hat. Umstände,die uns nicht gefallen können, die aber
erst unswere Klon-Welt nach vorne gebracht haben. Vieles aber,was was
scheinbar mies und lebensunfähig gebildet war, enthielt doch in Wirklichkeit
,die paradoxen Beweise eines besonders genialen Konzeptes, dem WIR genuin
und erfolgreich nachgingen. Jenen eigentlich verrückt wirkenden und
verwegen auftrumpfenden Kreaturen, diesen anthropozoomorphen Chimären
und vermeintlich zufällig gewachsenen Wechselbälgen, die WIR
nicht dem Müll, sondern der Forschung anvertrauten, galt es, ihre
besonderen, fruchtbaren, seltsam gewandelten Geheimnisse , bis zur letzten
Zelle zu entreissen, um mit ihnen eine höhere Stufe der Erkenntnis
zu erklimmen. Und WIR haben sie erklommen,um die , durch sie und uns gemeinsam
entstandenen Konstrukte , den schöpferischen Atem einzuhauchen, der
ihnen gebürt, sie zu füttern, zu schwängern und zu optimieren.
Dies mag pervers erscheinen, aber es ist schon so, dass oft Gleiches mit
Gleichem vergolten oder ausgetrieben werden muss. WIR tun es aufopfernd
und zärtlich, weil WIR unsere Kreaturen lieben und weil sie einesTages
Teil von uns und WIR Teil von ihnen sein werden. WIR erschaffen sie, bilden
sie weiter, machen sie zahm und uns verwandt und werden vieles mit ihnen
teilen, und sie so zu ebenbürtigen Teilhabern machen. Sie werden
sein, Energie von unserer Ener-gie, erwas Fleisch von unserem Flei sche
und umgekehrt. WIR haben die Mittel und das unerschütterliche und
stetig wachsende Vertrauen in unsere Bio-Kunst und werden von ihr niemals
enttäuscht werden können. So werden WIR gemeinsam unsere entfesselten
Kräfte einbringen und komprimieren, mit dem Ziel, die reale Inkarnation,die
Animierung dieser Imagos, Novizen,Archetypen zu sanktionieren und so ihre
Verschmelzung mit unseren Organen zur besseren Natur betreiben, bis WIR
sie, so unterschiedlich sie sich uns auch in ihrem jeweiligen Habitus
und Charakter darbieten und so unterschiedlich gut oder böse sie
uns auch anmuten, in unsere Ordnung aufnehmen, mit dem Ziel uns mit ihnen
später, auf neue Art zu zu vermählen. WIR werden sie mit unserem
Verstand aufsaugen, um sie restlos zu verstehen und wirklich glücklich
zu machen, bis WIR sie fehlerlos nachbilden und klonen können. Das
wäre dann die Reifeprüfung als Vorbereitung unserer späteren
Neugeburt im Klon-Reich, der brüderlich Gleichen, als leibliche Kinderklone
unseres Meister-Werkes, dem Königs-Klon. WIR werden ihm ebenbürtig
und gleich sein, Zelle für Zelle, Teilchen für Teilchen und
Organ für Organ, bis alles richtig gefügt und zum einheitlichen
Organismus zusammen gefunden hat und seine Gene uns später besamen
und optimiert beseelen werden. WIR wer den den erweckten Hybriden ihre
Arbeit zuweisen und sie respektieren , wie Unsereins, mit ihren auch noch
so wundersamen Verfassungen, ohne Wenn und Aber. WIR fiebern diesen Glücksmommenten
entgegen und WIR sind eigentlich schon mitten drin, in den Tagen der Einheit,
der Gleichheit und der platonischen Liebe, wie einst der Bildhauer Pygmalion
mit seiner metamorphotisch erzeugten Wunderfrau, wie Lysander im heiteren
Sommernachtstraum und wie Alice im "Wunderland" hinter der Banalität
und dem Trug der Spiegelbilder, wie der Sprechende Türke
in die Automate. So ist es und soll es sein, weil die Projektionen unserer
Wachträumen dies so vorgegeben und vorausgesehen haben.Noch befinden
WIR uns in der Gründer-Phase und warten auf die Zeit der Reife und
ersehnen die letzte Stufe der Erwartung, bevor WIR dann für immer
transformiert und vom Königs-Klon geklont werden. WIR haben Bars
eingerichtet, wie früher die Aldiketten,wo alles den gleichen Platz
hat und wo WIR uns die monatlichen Pralinen abholen: Gläsere Kapseln,
genannt Nüsse, die die nötigen Stimulierungen unserer Gene,
im flüsigen Kern enthalten und in Form eines regemässigen Setup
akzualisiert werden. Es sind die Updates der gesetzlichen Morphismen die
uns elfmal pro Jahr der letzten Erfüllung näher bringen. Und
das Substrat der Devotismen einmal pro Jahr, tilgt unsere letzten Barrieren
vor den Neuerungen. WIR garantieren die Reinheit und Frische dieser wertvollen
Drogen, direkt aus dem Kolossarium. Die illustrierten Erkenntnisse pädagogischer
Sequenzen machen uns weise und wissend und beflügeln unserem Fortschritt
. Und was manchem als Zufall oder Wunder erscheint ist das Ergebnis idealer
Schritte ins Vorwärts. Denn die vermeintlich als Zufälle gefühlten
Steigerungen unserer Talente sind natürlich keine Zufälle, wie
es die Eu-genische Zufalls-Forschung gezeigt hat, sondern ein kausales
Prinzip mit endlosen Möglichkeiten ,aus denen WIR jeweils die besten
Sequenzen herauskämmen. Mit sicherem Instinkt, erleuchtet und nicht
nur angestrahlt und wenige Schritte vor der Ewigkeit,verneigen WIR uns
dankbar täglich nach Osten, Westen, Norden, Süden,nach oben
und nach unten, vor unserem eigenen Glück. Das Universum ist unser,
nicht Vater unser. WIR ahnten es ja eigentlich von Anfang an,WIR sagten
es schon, trotz und neben den uns gewohnheitsmässig, zynisch,z wanghaft,
tückisch, wie frech von allen Religionen, Kulten und Kulturen vorgesetzen
schematischen Unwesen und Chimären haben WIR sie zum wirklichen Leben
erwecken, sozialisieren und artig humanisieren können, bis sie uns
endlich verstanden und sie taten, was WIR wollten und sie sich willig
haben zerteilen lassen, damit WIR alles unwichtige von ihnen wegnehmen
durften. So vernichten WIR bruchlos die Schwelle zwischen uns Menschen
mit der übrigen Schöpfung, ganz gleich um welche Tiere, Pflanzen,
Pilze es geht. WIR machen es endlich möglich, was die Bildenden Künste
ehemals in ihren Illustrationen aller Bereiche nur so im Spiel hinschraffiert,gepinselt,
geschnitzt oder virtuell animiert haben und in ihren illusionistischen
Gebilden eigentlich nie verstanden haben,sondern nur oberflächlich
umsetzten. Denn schliesslichhaben die Maler ja immer nur bunte Häute
fabriziert und die Bildhauer ungenaue oder beliebig stilisierte Aussenflächen,
die aber nur totes Material im Inneren einschlossen wie Mumien, die ja
aber wenigstens noch die reste eines wirklichen Körpers enthielten.
Nicht nur flache Leinwand oder bröckelnden Stein.Und mühten
sich meist unsere archaischen Vorfah ren noch mit inständigen Bitten,
Kräuterwurzeln, Giften,homöopathischen Exkursen, wahnbildenden
Drogen, selbst auferlegter Drangsal, masochistischen und rituellen Sadismen,
geheimen Elixieren, magischem Gemurmel, irrlichternden Gaukeleien oder
brutalen Orgien, ihren monströsen Spukgespinsten, den angeblichen
Stellvertretern magischer Abgötter, in Ehrfurcht und Gebet zu huldigen
und auf blutigen Altären den eigenen Geist und beliebige Leiber zu
opfern, so haben WIR den Wahn gebrochen und diesen hybriden Fetischen
und Idolen endlich klopfende Herzen und funktionierende Kreisläufe
transplantiert. Ohne Magie, aber mit allem eugenischen Wissen und natürlich
ganz ohne Bilsenkraut und Weihrauch. Vielen wird noch das erste gelungene,
schlichte Exempel im Gedächtnis sein, das in der Neologischen Society
vorJahren präsentiert wurde. Es waren die pudelgrossen Käfer
mit den Beinen von Stieren und Grillen, die im Chor und mit irischem Akzent,Arien
sangen : Perfekter, eindrucksvoller und auch lauter als Caruso. Doch WIR
sind keine naiven Utopier, Naturbastler oder Poeten. Jetzt erweist sich
der Aufbruch ins Morgen-Licht-Land. Und da lassen WIR alles hinter uns,was
überflüssig, fehlerhaft und sowieso dem Untergang geweiht war.
Und da können WIR getrost all unsere Vorgeschichten bis zum Ur-Knall
vergessen. WIR nehmen uns endlich selbst ernst, was zunächst nur
vage und virtuell als "Wille und Vorstellung", als ungenutzte
Kraft, in unseren Köpfen ruhte, so wie bei Joseph, dem biblischen
Seher und Träumer,der einst die Zukunft träumte, bevor sie wahr
wurde. In der Georg-August-Universität zu Göttingen sind die
materialisierten, schönen Entwicklungslinien des Homunkulus vitalis
und humunkulus hybridus in ausgewählten Mustern und methodisch spitz
durchgespielten Serien, in hunderten, stetig aufwärts verbesserten
Versionen, in Gläsern dauerhaft konserviert. Rastlos haben WIR keine
Mühe gescheut, immer alle neu generierten Ergebnisse zu dokumentieren,
die den Weg zum klonierten Optimum in allen Stadien der Vervollkommnung
zeigen werden und unsere wunderbare Geschichte der Evolution ,die tatsächlich
den Weg zur Vollkommenheit zeigt. Wie in einem morphenden Animations-Video
können hier alle einzelnen Zustände in 3D und 4D der systematischen
Morphologie besichtigt werden und wären WIR nicht kühle Analytiker
und Pragmatiker, dann würde uns der Stolz auf die vollbrachten Leistungen
und ihre noch herrlicheren Aussichten den Atem rauben. Da ist z.B. wahlweise
in einer Galerie die Familie einer Leit-Kultur ausgestellt, der wunderbaren
HOMÖOBLASTEN , OMÖOMEREN, HOMÖ-OMORPHEN, HOMÖ- OPLASTIKER,
HOMÖOSEN, HOMÖOTHERMEN, HOMÖOPHAGEN, HOMÖ- OPHONEN,
HOMOPTEREN, HOMORRHIZIEN, HOMOSTYLEN, HOMOTAXIEN, HOMOTROPEN, HOMOTOKTER,
HOMO-ZELLER, HOMOZYGOTEN, HOMOZYK--LER, HOMOCHROMEN, HOMODON-TEN, HOMOGAMETEN,
HOMOGENE, usw.usw. Dies sind keine künstlichen Reduktionen oder blosse
Abstraktionen, kein Bioschrott, Tot- oder Halbge- burten, sondern es sind
ausgewachsene, funktionierende, materi- alisierte und perfekt animierte
Modelled, die unbesorgt in den Gläsern spirituralisiert werden konnten,weil
sie jeder Zeit sofort wieder repliziert werden können. WIR haben
diese Bio-Mobiles beseelt, gegen den geballten Glauben und den so kleinlichen
Unwillen der archaischen Monotonisten. Selbst der grosse Leonardo da Vinci
hielt solche Geschöpfe für undenkbar und nicht lebensfähig.
WIR wollen uns aber nicht über seine mangelnde Weitsicht und Weltsicht
, ihn nicht verspotten, denn er konnte bei aller analytischen und bildenden
Intelligenz vieles nicht ahnen, was für uns heute selbstverständlicher
Alltag ist. Und WIR gehen weiter, wesentlich weiter, nach den Lehren des
grossen Platon von den Urbildern und Ideen, auf die es ankommt. Entgegen
aller Vergänglichkeit alter Erkenntnisse haben WIR das Dauerhafte
zum Prinzip gemacht. Unsere Forschungen und unser gesamtes Leben ist selbstverständlich
so angelegt, dass es keinen Abfall, keinen Müll und keinen Überfluss
mehr gibt. WIR nutzen alles und immer wieder bis zum letzten Dreck. Dies
sind unsere Überzeugungen, denen WIR folgen, ohne sie in Salzstöcken
verstecken zu müssen,denn WIR wissen, was WIR tun.WIR schreiben keine
dicken Bücher, wie Honore de Balzac über die "La Commedie
humaine", sondern WIR handeln direkt, ohne Umwege und Skrupel ,denn
WIR haben keine Zeit uns mit dem alt-menschlichen Delirium zu befassen.
WIR malen keine 'Blauen Pferde', wie Franz Marc, WIR machen sie lebendig.
WIR sind kühn und WIR werden immer kühner.
39
Immer
vorauschauend haben sich,schon immer,einige geniale Vordenker, weniger
Nachdenker,nicht von den Tücken und Fallen bescheidener Zurückhaltung
einfangen lassen, wenn es galt altes Wissen durch neues zu ersetzen. So
führten sie ihre Forschungen,wenn nötig , in aller Heimlichkeit
durch, auch wenn sie dadurch den Halt ihrer Familie, Freunde und Patronate
verloren. Das gehörte nun mal dazu. Liebe und Anerkennung suchten
sie nicht unbedingt, denn sie lebten in einer anderen , neuen Welt, doch
nicht in Wolken- kuckucksheimen, Luftschlössern oder Elfenbeintürmen,
wie es solchen einsa-men Kämpfern oft angedichtet wird Die wie die
Vögel, ihre Nester immer am Boden flechten und dann wie die Lerchen
in die Wolken aufsteigen. So hoch, dass ihre Lieder vom Boden aus kaum
vernommen werden, denn diese Helden leben in einer noch verhangenen Morgen-Welt,
die von den anderen nicht gesehen wird, von der sie aber überzeugt
sind zu wissen, dass sie zweifelsfrei eines Tages auch von ihren Mitmenschen
gesehen wird was keine Macht verhindern könnte. Materielle Erwägungen
kommen für sie kaum in Betracht und ungebetenen Zaungästen und
Spitzeln, von Kirche und Staat, wie deren Kumpels: Neid, Gewalt und Einfalt,
konnten sie zwar nicht immer ausweichen, doch meist siegte am Ende ihre
Wahrheit und bessere Sicht, auch wenn sie,wie bei Sokrates gelegentlich
über den eigenen Tod hinaus gertreten werden musste. So schwiegen
sie oft, wo sie viel zu sagen gehabt hätten oder ver-harmlo- sten
ihre Entdeckungen einem ungünstigen Zeitgeist gegenüber und
verlangten sich dafür klammheimlich, aber eine noch radikalere und
intensivere Gangart ab oder diese Pioniere der Zukunft wurden einfach
übersehen, was ihnen den nötigen Freiraum verschaffte, sich
nur noch mit dem Wesentlichen zu befassen.Heute sind WIR diesen tapferen
und weitsichtigen Heroen wegen ihrer Zähigkeit und zunächst
wunderlich anmutenden Gedanken, Experimente oder messerscharf öffnen
den Erkenntnisse und ihren oft brutalen Schlussfolgerungen dankbar, denn
sie sind ja inallen Zeiten bis heute die eigentlichen, aber sehr seltenen
Fährmänner durch die Klippen traditioneller und regressiver
Verzagtheit. WIR wissen, dass die fortschreibende Geschichte, in ihren
wichtigsten Wendemarken nie um die Ergebnisse dieser angeblichen Aussenseiter
und erst belächelten Spinner nie herum kam, obwohl den meisten Menschen
diese Athleten und Schwerarbeiter in der dünnen Luft neuer Ideen
und Erkenntnisse, eher unheimlich, irr und geisteskrank erschienen und
sie nicht zu glauben vermochten, dass diese Besessenen,ganz reale ,Nüsse
knackten und dies grössere Abenteuer waren, als es alle Weltumsegler
oder sportiven Hochgebirgs-Kletterer je erleben oder erfahren würden.
Schaut man sich zum Beispiel den "Abenteurer" von Arnold Böcklin
, 1882 , in der Kunsthalle Bremen an, so wird das ganze Missverständnis
hier klar gezeigt: Da reitet ein glatzköpfiger Gewaltmensch auf einer
Wüstenerhebung an Land, aber einen Haufen ausgebleichter Knochen
hinweg oder hinein und niemand weiss warum er über Leichen geht und
der Reiter auf seinem taumelnden, müden und schon fast ermatteten
Ross, weiss es wohl selbst noch nicht, was ihn nicht abhält, umzukehren.
In der Hand hält er wenige tote Fische und im Hintergrund ankert
ein Segelschiff, das wie ein Kinderspielzeug anmutet. Dieser "Abenteurer"
ist nur eine Karikatur und ein scheinbar zur Ikone geronnenes Missverständnis,
ein gefrorenes Stand-Bild herrischer, blinder Blödheit, nur die Parodie
eines Entdeckers, wie sie der Menschheit immer schon so erscheint , wenn
sie einem wirklichen Neuerer begegnet, der sich natürlich in den
meisten Dingen anders verhält als ihre Mittelmässigkeit. Ähnlichkeit
mit einem bekannten Düsseldorfer Akademie-Direktor sind zeitlich
zwar auszuschliessen, doch in der auratischen Fürstlichkeit nicht
ganz abwegig und optisch fast ein Steckbrief: Eine Arabeske aus 'Narragonien',dem
alten Raumschiff und Tollhaus Erde,das immer erst schlau wurde, wenn dort
die wirklichen Widersprüche und Konflikte faul und ranzig zum Himmel
stanken,trotz grösster Bildungsanstrengungen,aber niemand zu sagen
wusste, wer, was, wo, wie, wann, woher, wohin gebil det oder nur ausgebildet
werden sollte.Spurenleser, für den chronisch kranken Vater Staat,
erlagen dem Gehirntod und allerorten summten und schnurrten seine unmotivierten
Papier-Flieger orientierungslos durch die dicken Lüfte der Schulen,
um krachend auf dem Boden des Mare Frigoris abzustürzen oder für
immer im Krater Tycho zu versinken, trotz Pythagoras, Parmenides, Sokrates,
Aristoteles, Galileo, Newton, Einstein oder Nelson Mandela.Es war nötig
die Ansprüche höher zu schrauben, denn was zuvor noch als höchstes
Gut aller Spitzenforschung galt, ist wenig später nur noch das uncoole
Abklingen alter Vorstellungen, die unserem geplagten Kosmos Ruhe, Frieden
oder global gesättigte Erkenntnis hätten bringen können,
denn die Welt bleibt nicht stehen,-noch nicht. Doch die EU-Genik ist grosszügig
und so verkünden WIR gelassen und frei von Hochmut, hier und jetzt,
allen alten Gesellschaften, Natur-Völkern und eingebildeten Zampanos
und kleinkarierten Herrschern der industriellen und politischen Revolutionen
und den kurzen Zeiten der permanenten Aufklärung, das Ende ihrer
Irrtümer, das Ende ihrer Unschuld und selbst verschuldeten Unwissenheit.
Niemand kann uns von unserem Weg abbringen, der sicher nicht zu dem traurigen
Punkt,jenes apokalyptischen Aberglaubens führt, an dessen Ende alles
wieder zu Staub und Asche zerfällt, wie es manch berechnender Prediger
noch immer vergeblich hofft und glaubt. WIR teilen natürlich nicht
die rustikale Vorstellung unserer alten, geistlichen Peiniger teilt, die
die menschliche Sterblichkeit und ihren limitierten Auftritt von A nach
B, demütig hinnimmt oder für absolut unvermeidlich hält
und diese fixe Idee der Endlichkeit allen Lebens, bis zum Jüngsten
Gericht,nachbetet und folgert, es gäbe einen von Gott beschlossenen
Anfang oder Ende des Universums Die EU-Genik und die kommende KLON-WELT
stehen dem unversöhnlich gegenüber und diese traumatische Doktrin
dieser Paradies- und End- lichkeitsanhänger ist längst als wilde,
mittelalterliche Spekulation und geistlicher Terrorismus erkannt und widerlegt.
Die stotternden Kult-Uhren sind ihrer eigenen Demagogie zerbrochen und
WIR haben in einer beispielhaften Kampagne die Menschheit von diesen Depressionen
geheilt und aus den Fängen dieser falschen Propheten befreit. Denn
freilich hat es nie einen Anfang gegeben, so wenig, wie es je ein Ende
geben wird. Es fällt uns leicht, diese Zwangs-Vorstellung als Schwindel
und Niedergang verkommener Kulturen zu entlarven.Du sollst Dir kein Bild
von Gott machen, hiess es ja früher, gar nicht mal so ganz falsch.
Aber was haben WIR gemacht? WIR haben ein Bild nach dem anderen von unserer
Welt gemacht,von der WIR ja immer nur einen Schimmer erahnen konnten und
daher war ein Bild lächerlicher als das andere .
WIR glauben gründlicher
40
Doch
wer glaubt,der Fortschritt käme ganz von selbst oder allein durch
die sinnstiftende Kraft der Wahrheit,der irrt natürlich auch. Nein,
so einfach lassen sich die Menschen nunmal nicht zum Glück zwingen.
Da muss leider etwas nachgeholfen werden und das nicht zu knapp und dieser
Nachhilfe-Unterricht darf als solcher nicht durchschaut werden, jedenfalls
nicht so schnell und bevor die euphorischen Endophine ihre Wirkung bei
den Probanden tun, nachdem sie ihre tägliche Portion "vino veritas"
intus haben und ihr gedröhnter Wachschlaf nicht mehr zwischen Wahn
und Wirklichkeit, unterscheiden kann. Da unsere lieben Mitbürger
immer nach den Gaben von "vino veritas um 8 Uhr morgens vor ihr Haus
zu treten haben, ist es für unsere Sittlichkeits-Wächter eigentlich
kein Problem, den Erfolg der Prozedur zu überwachen. Der Beifall
gibt uns jetzt die Legitimation und Genugtugung für die Richtigkeit
unserer weltweit anerkannten Massnahmen, deren bedeutenste Merkmale die
verdeckten Mittel, heimlicher Wohltaten, das Wohl aller garantieren .Heute
haben WIR kein Minuswachstum mehr bei den berechneten Ziele und die penetrierenden
Erziehungsmassnahmen haben uhnsere heilsame Stiftungsarbeit mit grossem
Erfolg gekrönt, trotz zunächst strittiger Meinungsverschiedenheiten
über die demokratische Führungsfunktion der Wahrheits-Droge.
WIR wollen hier nicht zu viel aus dem Nähkästchen plaudern,
aber so viel ist gewiss, dass insbesondere unsere Gesundheitsdienste und
nachgeordneten Funk-tionäre ihre Aufträge mit Bavour ausgeführt
haben. So können WIR die nächsten Schritte behutsam einleiten
und damit beginnen geignete Lebensmittel zu veredeln. Einzige Absicht
ist dabei unsere Gesellschaft von kranken und unsozial hochbegabten und
zusätzlich hochbetagten Objekten, durch ihre täglichen Mahlzeiten
und die darin enthaltenden Filtermittel, immer kränker und lebensunfähiger
zu machen,damit sie schneller von ihrem Schicksal befreit aus dem Verkehr
gezogen werden können : Ein Akt der Staats-Räson, der automatisch
zur gesunden Gleichheit unter den Unauf fälligen führt und die
betreffenden Personen friedlich dazu bringt, freiwil lig aus dem Leben
zu steigen und last not least, unserem EU-genischen Fachpersonal von den
Human-Wissenschaften im Kolossarium, zu ein schlägigen und wertvollen
Daten und Erkenntnissen zu verhelfen, denn verdiente Vorkämpfer wie
etwa Dr.Mengele haben sich ja politisch verirrt. Vorbild für die
grossartige Logistik der, von den Verbrauchern nicht zu umgehenden Produkte,waren
die Saatgut-und Lebensmittelindustrie mit ihren Verteilungs-und Herstellungs-Praktiken.Hiess
es zwar noch zuvor, entsprechend genetisch gewürzte Grundnahrungsmittel
würden die biologisch reinen und unbelassenen verschmutzen, so herrscht
heute eitel Freude über den genialen Umbau der EU-Gene in den Getreide-Gütern,
die ein Abwaschen und keimfreies Kühlen vor dem Verzehr unnötig
machen,weil sie nahezu alterungsresistent wie Synthetik gegen alle verderbenden
Angriffe von Schadinsekten, Pilzen, ausgemergelten Böden und Wetterkapriolen
gefeit sind.Das ausgeklügelte Stricken und Häkeln an der Doppel-Helix
und das Umsetzen dort zweier Gene brachte bahnbre chende wirkungen zustande,
die schliesslich noch mit dem alten Nobel preis und grossen Völker-Verdienstorden
in Gold mit blauem Band und 16 goldenen Diamanten der Extra-Klasse ausgezeichnet
wurde. Die Poli tik und TV-Medien lernen und profitieren schon seit langem
von diesen Methoden der indirekten und scheinbar zufälligen Beeinflussung
durch Dauerpenetration der Menschen in den Nahrungsketten, die dann irgendwann,
nach der hochwickelten Lehrmeinung bald ihren Geist freiwillig aufgeben,weil
sie ihn für ganz entbehrlich halten. Im Grunde alte Methoden der
Werbung für dummen Konsum, die allen Studenten der Psychologie und
Verhaltensforschung in den ersten Semestern eingebimst werden. Sie sind
stolz dann das Gelernte im TV z.B.in Programm-Pausen oder banalen Alltagsszenen
anzubringen, wo durch gezielte,aber scheinbar nebensächliche Kamera-Bilder
und Schwenks völlig falsche Eindrücke der banalen Szenerien
vorgegeben werden und speziell fabrizierte Infos und Schmusepersonal,
scheinbar selbstverständlich und nicht inszeniert eingestreuselt
wird. Ein Triumph des Willens und der manipulierenden Politik und des
TV, die mit überfall artigen Bild-Mitteln, die Akzeptanz- und die
Immunitäts-Schwellen ungeliebter oder ablehnender Inhalte als angenehme
und gewollte suggerieren sollen. Methoden also,die dareauf abzielen etwas
als normal und alltäglich erscheinen zu lassen, was es keineswegs
ist. Steuerungsmittel der Wahrnehmung,die im übrigen seit etwa vierzig
Jahren von Photo-Künstlern längst analysiert und im ganzen Spektrum
der inszenierten Fotographie und Video-Kunst abgehandelt wurden. Ein ebenso
profundes Mittel medialer Überrumpelung ist es daneben, kritische,
strittige und unangenehme Diktate wie Gesetze gegen Mehrheiten, in zeitlich
toten Winkeln, kurz vor dem Urlaub oder während grosser Sport- veranstaltungen
und Events baga- tellisierend oder ablenkend, nebenbei und quasi "weltoffen"
zu verstecken. Das hilft querulantischen Druck und hysterischen Protest
einzudämmen und emotional zu neutralisieren. So kommen WIR weiter
und so sind WIR immer weiter gekommen.
WIR machen aus Minderheiten Mehrheiten
41
Gelegentlich
blitzt es genial in der konservativen Natur auf, wenn wundersame Missbildungen
aufkreuzen,die eigentlich nicht lebensfähig wären oder eigentlich
ungewollt und regulär trotzdem geboren wurden. Was da den betroffenen
Menschen als bittere Strafe oder Prüfung erschien, war vielleicht
eher ein Geschenk und eine seltene Höchstleistung der Natur, die
manchmal mit mutierenden Varianten und scheinbar nicht zu erwartenden,
wünschbaren oder scheinbar artenfremd verunstalteten Abweichungen
von der Norm, das gewohnte Artenspektrum bereichert. WIR sprachen diesen
wichtigen Punkt vormals schon mal an. Ereignisse, die in der Evolution
,die seit endlosen Zeiten immer wieder die natürliche Auslese irritiert
und die EU-Genik allerdings gewiß ist, eher bereichert zu sein,
weil diese ,wie immer entstandenen Varianten, neue, bessere Fragen und
Lehren erteilt, als man früher zu denken vermochte. Mag sein, daß
diese ehemals krank eingestuften Phänomene, nur so etwas wie ein
ohnmächtiger Hilfeschrei der mit sich selbst verstrikten und uneinigen
Schöpfung ist, die eine aufrüttelnde Antwort auf die blindwütige
Kreislauf-Mechanik in den schematischen Natur-Austomatismen suchen. Doch
solche Fragen werden uns jetzt nicht mehr in passive oder beunruhigende
Starre versetzen, wie der Blick in hypnotische Schlangenaugen, denn sie
betreffen uns nicht mehr und zielen in unserer optimierten, eugenischen
Zivilisation ins Leere. Das mag zynisch klingen, ist aber, wie unsere
Hybrid-Forschung herausfand, eine sprudelnde Quelle allerfeinster, phantastischer
Inspirationen, Innovationen und wertvoller Lehrstücke, die unserer
Chimärenzucht zu einer Vielzahl nützlicher Modifikationen und
synthetischen Innovationen für den Königs-Klon anregte.Früher
blieben solche, nicht besonders beliebten Missgeburten und Anomalien folgenlos
für die Forschung, weil sich kein homo genetikus oder inspirierter
Mediziner ihrer annahm und als bereichernde Perspektive für die normale
Zivilisationsentwicklung begriff. Und darüber hinaus müssen
WIR der veraltete Medizin heute abklagen, daß gerade sie die wertvollsten
Mißbildungen mit immer neuen Methoden versucht hat auszuschalten:Eine
perverses,volksschädigendes Faktum.Was Wunder , denn die Geschichte
lehrte uns, dass die Menschen nichts dazu lernen und selbst hochgebildete
Archäologen zum Schluss gekommen sind, nicht schlauer zu sein als
in der Bronzezeit , also nichts wesentlich Qualifiziertes an unserer DNS
frisch angedoggt hat. Dennoch wird das Volk ja bekanntlich, hin und wieder,
mit dem rastlosen wirken, wirklicher Genies beschenkt, ohne es zu ahnen
oder gar im vollen Umfang zu verstehen. So ist hier der Anatom Johann
Friedrich Meckel der Jüngere zu nennen, der um 1800 in Göttingen
studierte und dann in Halle seine Dissertation über die "abweichend
gestalteten Herzen" schrieb und dort später die Privat-Sammlungen
und Archive seines kongenialen Vaters an der 'Leopoldina' systematisierte,
die aus hunderten, teils seltensten Präparaten von Missbildungen
und Abnormitäten bestand und der als Begründer der Teratologie
als erster Fehlentwicklungen durch Umwelteinflüsse und und andere,
unbekannte Ursachen bei Mensch und Tier, auflistete und zu dokumentieren
begann. Freilich war man damals noch nicht so weit und wohl auch nicht
bereit, durch eigen-menschliches Zutun das ganze Füllhorn dieser
bio-technischen Effekte in ihrer ganzen Tragweite organisch und anatomisch
auszuloten. Und auch hatte die Chemische Industrie noch nicht ihr ganzes
Know How auf die Menschheit losgelassen. Das sollte dann unseren unmittelbaren
Vätern vorbehalten bleiben. Umweltgifte, Chemikalien, Kontakt-gifte,
Strahlen jeder gewünschten Dosierung und Wirkung, sowie uranhaltiges
Kriegs-und Krebsgerät erät, "Agent Orange" und Gen-Spaltereien
für jeglichen unsagbaren Zweck, lieferten die besten Beweise, dass
der Homo Sapiens wesentlich schneller zuschlagen kann, als die langweilige
Natur, in Luft, Wasser und Erde. Da wurde in kürzester Zeit die Erde
geschlach- tet, verfeuert und vermanscht und der Exploration der Weltbevölkerung
nur Almosen übrig gelassen. WIR wollen hier wenige Beispiele aufzählen,die
exemplarisch für die vielen Spielarten, verunglückter Natur
stehen, die uns aber nach dem ersten Schrecken als unverhofftes Glück
in den Schoss gefallen sind und nun nach allen Regeln der EU-Genik für
unsren Fortschritt abgeklopft werden. Sozusagen: Ein neuerlicher "Triumpf
des Willens", ohne Leni, aber dennoch von olympischen Übermass.
Zwar sind die Vorbilder im Oevre der Natur, im Gegensatz zu unseren synthetischen
"Leucht-Tür men", relativ begrenzt, aber dennoch fingerzeigend:
Mehrköpfigkeit, so genannte "Doppelköpfe", siamesi-
sche Spezialitäten, Schuppenflechten, Schwimmhäute in Achseln,
zwischen Zehen und Fingern, Leder-, Leopar denhaut und Muster, extrem
ungleiche, fehlende oder zusätzlich gefingerte Extremitäten,
Drei-,Vier-,Fünfbeiner Zwerg-und Riesenbodies, Einäugige, "Frankensteine",
hirnlose, dünnhäutige, Schlan-genmenschen, Schlangenkatzen,
doppelte Herzen, Blau-,Gelb-,Grünblütigkeit, phantas tische
Verkrüppelungen, Verquetschungen, Lippen-Kiefer-, Gaumen- spaltungen,
Organreduktionen,endlos langes Gedärm, Hohlbäuche, augenlose,
blutleere, gehörnte Menschen , sogenannte "Russenhörner",
Tigerhörnchen, usw.,neben den sicher unzählig unentdeckten Missbildungen
und morpho- logischen Sonderfällen in den noch nicht ausreichend
abgegrasten In-seln und Kontinenten, unter und über Wasser, nicht
zu verges sen die Dermatitis-Phänomene, wie die habituell unsichtbaren
Frakturen und Anomalien in den Körpern.Freilich erreichen die bekannten
Resultate noch nicht die Gestaltungsbreite unserer Wunschlisten, aber
WIR befinden uns ja erst am Beginn der Chimären-und Basilisken-Kultur.
Dennoch sind WIR schon weit gekommen und brauchen den kleinlichen Vergleich
mit den quasi kulturellen Entgleisungen der "göttlichen"
Fauna und Flora nicht zu scheuen, auch nicht den mit den wunderlichen,
bizarren Geschöpfen der "Historia monstrorum" und "De
Monstris" von Ulisse Aldovandi und den bösartigen Unholden von
Demokrit oder den übel stinkenkenden Ungeheuern aus dem Mittelalter
und den Fiebertmonstern nach den Regeln der Askese des seligen Abtes Kuno
von Disibodenberg. WIR haben diesen Bestien den giftigen Atem genommen
und die religiösen Giftzähne gezogen und den ganzen Hokuspokus
analysiert und ausgeräuchert haben. In unseren Labors und besonders
im Kolossarium keimen die genuinen Auf-und Nachzüchtungen dieser
wahnhaften, phantastischen oder verstossenen Cimären der kreativen
Phantasie, bis zur voll durchgereiften aduleszenten und lebensfähigen
Kopierfähigkeit. Der Vorstoss in diese erstmals mit wirklichem Leben
erfüllte vertiefte virtuelle Welt bis hinein in die übliche
Biosphäre, verblüfft nur noch ungebildete Gemüter. Zahllose
Gebilde und montierte Mischwesen bevölkern schließlich unübersehbar
unsere Bildungsgärten, Museen und Managerien und erinnern an den
herrlichen Garten der Lüste. Früher wurden solche vermeintlichen
Launen und Krankheiten der Natur auf Jahrmärkten zur Schau gestellt
oder in Raritäten-Kabinetten eingemottet, in Spiritus konserviert,
oder als kultische Fetische in spiritstischen Geheimzirkeln virtuell herbeizitiert
angebetet.Heute garantieren Missbildungen und Monster, egal mit welcher
Entstehungsgeschichte und Prägung, die Weiterentwicklung unserer
Wissens-Kultur und die Talent-Schmieden der Bio-Genik. Dort werden sozusagen
gesunde Wesen gezielt, vor oder nach der Geburt, durch Verstümmelungen,
Amputationen und chemisch gezeugte Innovationen, einem neuen Sinn führt
um neue Rweaktionen und Innovationen der ursprünglichen Körper,
sprunghaft zu erzwingen. Das ist nicht neu, denn ähnliches taten
schon die Nazis. Die Natur lernt von uns und WIR provozieren verzweigende
Abnormitäten, weil sie ein ständiges Refresh der Wissenschaften
begünstigen. So fordern unsere Humanmediziner schon seit langem ein
Umdenken zugunsten der Wissens-Hygiene und der Volks-Gesundheit und den
legalen deirekten Zugriff am Krankenbett, ohne Heimlichkeit und juristische
Winkeladvokaterei. Ähnlich wie es Juristen bei speziellen Enteignungsfällen
geregelt haben, muss der Einzelne notfalls zurückstecken, wenn die
Wissenschaft besonders weiterführende Ansprüche auf vielversprechende
Körperteile und Organe anmeldet oder beschlagnahmen möchte.
Immerhin ist unser bio-genetisches Wissen schon so weit gediehen, dass
WIR beispielsweise mit behandelten Tigern, Panthern, Krokodilen und Kobras
in Ruhe, ohne Stress vor Beissereien oder Anwandlungen unbere- chenbarer
Wildheit, mit programmierten Tanzschritten, spazieren gehen kön-nen.
Das Ballett der Bestien ist ein modernes Vergnügen in unseren Kulturtempeln.
Expeditionen nach Afrika,Südamerika oder Asien stellten seit jeh
einen lohnenden Trip für alle Bio-und Pharmajäger und experimentierfreudige
Heiler dar, wie es einst die legendäre Reise von Charles Darwin zu
den Galapagos-Inseln war, denn da taten sich auch jetzt noch Welten auf
für unsere fliegenden Multikultiforscher, beim Anblick unberührtester
Naturen und der dort exotischen Seuchen, Gendefekte,Abnormitäten
und potenten Geister-Phantasien. Immer öfter sahen WIR auf Flughäfen
glückliche Heilmänner jauchzend und singend aus fernen Regenwäldern,
Gebirgsklüften, Savannen und Wüsten in ihre Labors mit reicher
Beute zurückkehren. Ähnlich die gedeckten Tische vor Ort, daheim
in den Krankenhäusern und Altenheimen,für Mediziner, und Psychologen
, die da suchend und forschend von Bett zu Bett eilen, wie Künstler
von Bild zu Bild, durch Galerien, Messen und Museen flanieren, um mit
den Augen zum Wiederkäuen mitzunehmen, was nicht niet-uns nagelfest
ist. Schliesslich war der Besuch eines Hospizes oder einer Nervenheilanstalt
selbstverständlich für studierende Hirnforscher, Nervenärzte,
plastische Chirurgen und Transplanteure, das tragende Erlebnis für
die angehenden Wissenschaftler in ihren weissen Uniformen,wie für
die Künstler der Gang durch den heiligen Louvre oder das reiche Modern-Art
Museum mit entsprechend gekleideten Nietenhosen und schwarzen Hüten.
Doch der besondere Höhepunkt pharmazeutischer und morphologischer
Entdeckungen ist sicher immer noch,die einzigartig konfigurierten Kunstgestalten,
die mit dem ursprünglich gegen Lepra entwickelten Thalidomitmittel,
dem später daraus hergestellten Beruhigungsmittel Contergan, gegen
Schlafstörungen erzielt wurden, die als experimenteller Vorlauf unserer
transgen konfigurierten Kreaturen anzusehen sind, durch ihre überlegenen
Modifikationen auf den Hitlisten von Zirkus. Zoo, Fernsehen und industriellen
Tierversuchen stehen und sich als universelle "Knock-Out-Naturen"
einen würdigen Namen gemacht haben und dabei grosse Bio-Kunst sind.
WIR machen gesund und bunt
42
Höchstes
Gut unserer Axiologie ist es,Gleichheit überall dort zu garantieren,
wo sie noch nicht existiert.Unermüdlich sind unsre Axiologen im Ein
satz um Ungleichheiten fetzustellen und Schritte einzuleiten, die nach
den festgelegten Standards eine fehlerfreie Gleichheit nicht nur reklamieren,
sondern vor allem auch durchgreifend stabilisieren. Dies ist ein längerer
Kultur-Prozess und ein Axiom, das global durchgesetzt, erst mal auf alle
beweglichen Güter anzuwenden ist, vornehmlich auf alle Produkte,
Dienstleistungen und Euge-nischen Wertbestände. Wenn dies beimWandel
von Unikaten in klonable Multiples nicht möglich ist, muss das Einzelstück
je nachdem,entweder zerstört oder getötet werden denn sonst
entstünde wieder eine neue zelle der Anarchie. Noch gestern dachte
man bei alVermehrungs-und Reproduktionstechniken nur an Kinder, Hühnereiner,
Kartoffeln, Geld, Krankheiten oder an Autos usw. Doch das erfüllt
uns heute nur mit Heiterkeit. Darin steckt zwar etwas Wahrheit, aber nicht
viel, denn wahrhaft gleich sind solche Objekte bei näherer Prüfung
nicht. Erfolge bei biologischen Repliken sind bekanntlich nur durch echtes
Klonen oder synthetisches Gebären in automatischen Zucht-Öfen
zu erreichen, aber der Teufel steckt oft im Detail, der bei dem wissenschaftlichen
Eichtest, unserer biometrischen Kardiografie gelegentlich nicht standhält.
Es gibt leider sehr einfältige Vorstellungen von Gleichheit, die
sich oft von Äußerlichkeiten ablenken lassen, wie es noch früher
so war,und daher werden unsere Eich-Wächter in speziellen Schulen
systematisch gedrillt, nicht nur die fünf Sinne zu schärfen,
sondern auch die dafür entwickelten Automaten spitzgenau anzuwenden.
Die Durchsetzung dieses Prinzips kann ja nur glaubhaft erfolgreich sein,
wenn der Reproduktionsprozess auch ganz tief, die letzten Zellen, Teilchen
und Moleküle der Objekte, Produkte und Bio-Module erfasst hat. Dies
ist bereits vor dem Tage X der automatischen Klonung von uns allen nötig,damit
der Umbruch in die Klon-Welt nicht zum explosiven Fremdeln führt.
Daher haben unsere Forscher z.B.damit begonnen,Hühnereier völlig
ohne Huhn und Hahn, Babys völlig ohne Ei, Sperma und Geschlechtsakt,
nur durch die Manipulation der Gene,Hormone und die Erkenntnise beim vierr-dimen-sionalen
Scannen sowie der atomaren Entschleunigung mit Update zu reproduzieren
, um hier auch nur die geringsten Fehler zu vermeiden. Das hat bereits
viele, unserer besten Wissenschaftler verschlissen. Viele haben dem enormen
Druck der mentalen Anstrengungen nicht überlebt oder mussten mit
Nervenzittern, dem restlichen Zusammenbruch nahe, in die Revitalisierungs-Anstalten
eingeliefert werden, wo sie heute noch lallend, in merkwürdger Demenz
da hinsiechen und hilfloser sind als Babies ohne Extremitäten. WIR
werden ihnen pflichtgemäss noch eine zeitlang das Gnadenbrot geben
und erwarten dafür ein gewisses Verständnis von der Gesellschaft,
die ja für Schwächefälle nicht konstituiert ist.Bei der
Arbeit der X*X-Doppelgänger und X*X-Dubletten bedingt eins das andere
und das Äussere ist ohne das Innere nicht zu haben und umgekehrt,
wie in der Architektur.Dagegen gelingt das Gestalten und Klonen der einfachen
Chimären und multiplen Organismen, nach fertigen Vorbildern der 3D
Traum-Hydraulik, mit allem Stoffwechsel verblüffend perfekt. Die
alten Griechen würden staunen, wie leicht ein lebensfähiger
Centauer aus dem richtigen Keimling zu produzieren ist. Bei absolut neuen
Konstrukten, Syntetiks und Pastiks besteht leicht die Gefahr, dass den
Bio-Designern der Gaul durchgeht und die Modelle unsinnig kompliziert
werden, doch langsam erzeugt hier die Vernunft einen gesunden Pragmatismus,
denn die anfallenden Datenmengen sind enorm und die jeweils nötigen
Speicher für diese Schöpfungen werden in den Labors nicht selten
überfordert, in jüngster Zeit besonders oft, weil die handelnen
Operateure immer komplexere Ergebnise erzielen wollen. In den künstlichen
Plazentas , wo die Embryos wie in automati-sierten Glasbläsereien
im früheren Böhmen mit langen dünnen Kannülen und
Kameras vorgeformt werden, stürzen oft die Biogeneratoren ab, wenn
sie hochgefahren werden. Ein zwar phantastischer Anblick zu sehen, wie
aus großen Eiweissklumpen allmählich neue Kreaturen entstehen,
die zuvor noch nie jemand erblickt hat, aber ein sehr schmerzhafter Augenblick,
wenn die Bio-Montagen, dann im letzten Augenblick platzen und die Arbeit
aufs Neue beginnen muß. Das sind Prozesse, die auf den frisch verkuppelten
Strukturen unterschiedlichster Organsubstanz von Menschen-, Tier-und Pflanzentypen
basieren, die ja bahnbrechender und atemberubender sind, als seinerzeit
die erste Herzverpflanzung in Kapstadt. Denn hier bei uns mussen neue
morphogene Gründe und Fundamente gefunden werden und nicht etwa neue
Abgründe, die mit unseren altgedienten Wahrnehmungs-Mustern weder
sinnlich noch instrumentell zu meistern gewesen wären. Dies gelang
nur durch das präzise Eindringen in die spirituellen uns kleinteiligsten
Zonen und Partikel aller körpereigenen Kreisläufe, Botenstoffe
und vor allem der DNS mit ihrem gesamten Bio-Fundus und den zunächst
noch unbekannt arbeitenden Drüsen-und Hormonfunktionen. Das waren
keine Kleinigkeiten und,wie gesagt, das war oft das Ende so manchen vielversprechenden
Forschers, der zu viel wollte und sich für uns zugrunde geforscht
hat. Aber schließlich entstanden die Highlights, auf die WIR so
lange hingearbeitet und gehofft haben. Die EU-Genik hat sie uns erwartungemäss,
in vielen Einzelstufen und Sequenzen vollendet, zu Füssen gelegt.
Ein anderes Thema war die Integration und Sozialisation der Neo-Hybriden
aus unseren Werkstätten, in die sich mehr und mehr verwandelne Tran
sfer-Gesellschaft. Doch auch diese Hürden wurden locker von unseren
geschulten Psychiatern und innenpolitischen Aufpassern gemeistert. Die
hier verantwortlich handelnden Bio-Monteure wissen unsere High-End Regierung
hilfreich an ihrer Seite und das immer besser funktionierende Volk genauso.
Im Berliner Bunker "Dem Deutschen Volke" wurden Gehege aufgestellt,
in denen jeweils die neuesten hybriden Schöpfungen bewundert werden
können.Der bekannte Hirnwandler und Volkshygieniker Professor Laut-Pfeiffler
wird ihnen die Harmlosigkeit und den Netto-Wert dieser eugenischen Sensationen
in der Public Viewing-Area vorführen.Einzelheiten entnehmen Sie bitte
der Presse und den einzelnen Programmen. Dennoch sahen manche Nörgler
bei unseren aufklärerischen Bemühungen, das Volk zu informieren,
nur eine profilneurotische Effekt- hascherei vereinsamter Forschern oder
eine eitle Wissenschaftsartistik, die in der Rezeption der Ungläubigen,
nur als Ergebnis einer betrügerischen Pro-paganda gilt, wie man das
vom Fernsehen bis zum Kotzen gewöhnt sei. Da wurde immer wieder ein
Fall aus dem Beginn dieser Forschungen zitiert, wo in der Tat ein multipler
Fisch-Sittich so lange im ZickZack gegen d ie Wände des Kerkers gerast
war,bis er tot umfiel. Unsere Geheimdienste und verdeckten Ermittler haben
aber längst den pöbelnden Alt-Radikalismusaus unsrem Getriebe
getrieben und rückstandsfrei entsorgt und natürlich haben unsere
Wissenschaftler längst die Anfangs-Defekte beim Fisch-Sittich beseitigt:
Keine Frage. Es handelte sich dabei um die ungenügend eingespeisten
Pollen des Sommerlieders: "Buddleja davidii",sowie die Stammzellen
einiger Baum-pilzarten, besonders des Brandkrustenpilzes: "Ustulina
deusta", die an einer schlecht verwachsenen Muffe, morbide, fehlerhafte
Verzweigungen produzie-rten, die dann offenbar die Immunitäts-Schwellen
unerwartet überschritten haben. Mittlerweile hat die Pharma-GMBH
aber Lösungsmittel entwickelt, die diese remittenden Fehlsteuerungen
schon im Frühchenstandart genauer anzeigt. Wer konnte sich denn annähernd
früher vorstellen, wie sich zum Beispiel eine hybrid mit einer Libelle
verschwisterte Saat-Gans verhalten würde, wenn sie hungrig ist. Hier
haben WIR staunend dazulernen können, denn vieles ist möglich
und WIR tun alles. Dennoch tauchen natürlich gerade bei den sehr
komplizierten Multi-Transplantern immer wieder unberechenbare Reflexe
zwischen den neu zusammenwachsenden Geschöpfen und Bio-Werkzeugen
auf. Der Respekt über das koordinierte Verhalten der unter- schiedlichen
Chimären-Arten hat ihren Planern und Züchtern die höchste
Ehre, den ' Goldenen, tausenfüssien Tiger am blauen Band' eingebracht.
Denn noch nie sah man solch verschiedene Talente, ursprünglich getrennter
Spezies so sinnvoll vereint und solidarisch gepaart wie z.B. beim ersten
Jungfernflug der Libellen-Gans, die bald wendig durch die Lüfte flatterte
wie ein Wesen aus den Lchtjahre entferneten Kontinenten des Universums.
Nun offenbart sich unser fundamental analytisches Verständnis und
die so flüssig gemakelte Rea- lisierung aller erfolgreich,pluristisch
gekoppelter Bio-Systeme, in voller Blüte. Die Schöpfungs-Idee
der EU-Genik erfüllt endlich die Kriterien des Staates der
Ideen,wie er von Platon vor ca 2500 erdacht wurde. Als falsche Pioniere
einer beharrlich Natur nachäffenden Tradition,fühlten sich immer
schon die Kunstler,deren Ergebnisse aber inbezug zur imitierten Realität
aber äusserst bescheiden waren, weil sie nur oberflächlich,
flüchtig,ungenau und eigenentlich unverstanden ihre handwerklichen
"Weisheiten" und Fähigkeiten nur auf die Außenhaut
aller Phänomene richteten und die inneren Beschaffenheiten und prozzesualen
Zusammenhänge geflissentlich den Naturwissenschaften überließen
Auch die nicht gerade sehr begnadeten, ersten 3D - Programme klammerten
das innere Volumen der virtuellen Objekte völlig aus und bei ihrem
'schneiden und öffnen' der virtuellen Gebilde kam nur wenig mehr
heraus , als bei den klassischen Künsten. Den Durchbruch aber ganzheitlicher
Darstel- lungen, die auch die innere Architektur berücksichtigt und
darstellbar macht, gemeinsam mit der Ausenwahrnehmung,wird mittlerweile
durch das 3D-Printing oder Prototyping erreicht zusammen mit der Biologisierung
volumenscannender Substrate und Modelle bei der Real-Projektion. Der hier
feststellbare Fortschritt und Qualitätssprung in unseren nunmehr
mit Atem und klopfenden Herzen ausgestatteten Chimären und bio-multiplen
Synthetiks gewaltig . Die lächerliche Feststellung veralteten Künstler:
Es wäre ihnen ja nie darum gegangen, naturgetreue Abbilder
herzustellen, ist jetzt leicht als Not-und Zwecklüge durchschaubar.Dies
zu klären, hat der Prozess-und Konzeptkünstler Badura der Mittlere,
in Barlissen und vielen anderen Orten immer wieder im Wald beim Kopien
von Ameisenhaufen ab 1968, demonstriert.In den beiden Kegeln 'Original
und Fälschung, die auf einer Fotografie identisch erscheinen,
brauchte man in der Wirklichkeit nur wenige Fichtennadeln abheben, um
sofort den echten von dem unechten Ameisenhaufen unterscheiden zu können.
Predigten die Kirchen noch, WIR müssen Gott oder den Göttern
dienen und gehorchen, so wird ihnen nicht entgangen sein, dass WIR den
Abhängigkeits-Prozess längst umgekehrt haben und jetzt WIR die
Position des Schöpfers eingenommen haben und die Natur der Götter
uns zu dienen und zu gehorchen hat und sie tut es längst. Einen lehrreichen
Schub hierzu bietet die Arbeits-Reihe des Malers Piet Mondrian, der in
seiner radikal gesteigerten Reduktion von Meer, Baum und Stilleben, von
der Natur bis zur blanken,abstrakten Matrix, eine bild-philosophische
Genese praktiziert, die endlich mal bildenden Verstand in die Kunst eingeführt
hat. WIR haben diesen Weg paradox erscheinend aufgenommen, weitergeführt
und die reine Matrix wieder zu komplexen und biologisch funktionablen
Neo-Naturen de-metaphorisiert, also einen Prozess eingeleitet von der
virtuellen Idee und virtuellen Plastik zur neuen real materialisierten
Wirklichkeit gefunden hat.WIR sind eben keine abstrahierenden oder theoretisierenden
Philosophen, sondern erdfeste und standfeste Schöpfer der Hybrid-Kultur.
WIR lassen uns nicht irre machen von alten Künstlern und ihrem sentimentalen
Naturverständnis.
WIR machen Arte-Fakte und Kunst-Fakten am laufenden Band.
43
Diogenes,
dieser närrische Asket und Bankierssohn mit oder in der Tonne le-bend,
die eigentlich ein tönerner Vorratsspeicher war, oder Franz von Assisi,
der allen Besitz weggab und bettelarm in einer Felsenspalte vegetierte
zwei Prototypen, die sich beispielhaft mit ihren Philosophemen von Armut
und Genügsamkeit verirrt hatten und viel zu lange zivilisierte Staaten
damit genervt haben ,sind dafür zwar mit verdienten Spott und Hohn
,vernünftiger Menschen bestraft worden, aber ,absurder Weise, haben
viele Menschen immer wieder an ihnen Gefallen gefunden und sie sogar zum
Vorbild erkoren, obwohl ihrte Lebensführung und Philosophie von Grund
auf lächerlich und verheerende Folgen hatte. Es ist ja nicht selten,
dass von Verrückten immer eine gewisse Anziehungskraft ausgeht .
Schon die antiken Griechen mit ihrem endlosen Gerede über Gott und
die Welt, hatten es versäumt, diesen Narren und Bürgerschreck
Diogenes zur Ordnung zu rufen, der den geistig unterernährten Plebs
wie die angeblich Gebildeten immer wieder zu Anarchie und Aufmüpfigkeit
aufstachelte, denn seine demagogischen Fähigkeiten waren nicht gerade
gering und sie reichten aus, eine Schule der Narren und Faulenzer zu begründen,
die nicht wenige Adepten dazu verführt hat,nach erteilter kynischer
Lehre, nicht mehr in der Lage und willens zu sein, ihren Lebensunterhalt
selbst zu verdienen und sich lieber als Schnorrer, Chlochards und Hippies
auf den Strassen herumzuflegelten, wie auch treffend von Raffael in seinem
Bild der Schule von Athen richtig verwewigt, wo sich Diogenes
auf einer Treppe vor Platon wie eine Schlange im Schmutz herumflegelt.Von
jenem Diogenes von Sinope sind daneben eine Zahl von Anekdoten und Zoten
überliefert, die ihn zum Vorläufer der heutigen Event-Artisten
und Sponti-Revoluzzer gemacht hat. "Geh mir aus der Sonne",
soll er Alexander dem Grossen zugerufen haben, als der sich mit ihm unterhalten
wollte. Das spricht Bände für sein respektloses Benehmen und
es zeigt den kamikazeartigen Absturz und das Stigma dieses (ersten ) Aussteigers
und Provokateurs.Die Lebenskurve des Franz von Assisi, des heiligen Franziskus
und Gründers des Franziskaner-Ordens ist ver- gleichbar mit Diogenes,
nur führt sie nicht zu philosophischer Radikaltät, sondern in
religiöse Verzückung und naive Naturverehrung bis zum wunderlich
spinnenden Wanderer, dem die Kinder spottend hinterher liefen. So soll
er sich zunächst in aller Öffentlichkeit seiner Kleider entledigt
haben und nackt aus der Stadt gelaufen sein bis er am Ende in eine Felsenspalte
gestiegen ist, in der er dann gelebt und auch gestorben ist. Die Brüche
in seinem Leben sind unverkennbar und es bezeichnet wahrscheinlich ihn
genau so wie viele religiösen Fanatiker, daß sie der Schizophrenie
näher waren als irgendeinem zweifelhaften Gott. Erst wollte er als
Ritter wie Don Quichote in den Krieg ziehen, aber auf dem Wege dahin,
soll er direkt von Gott angesprochen worden sein, der ihm auftrug, nur
noch ihm alleine zu dienen.Man fragt sich beklommen, was mit diesem Dienen
eigentlich gemeint sein könnte. Dann soll er einen wilden Wolf gezähmt
haben und mit den Tieren in ihrer Sprache verkehrt haben. Eine Geschichte,
die wohl genau so märchenhaft aufgedonnert ist, wie die stories heutiger
Promis im Dummen-TV. Und, so wird weiterhin berichtet, soll er auch nie
von einem Hund feindlich angebellt worden sein, mit dem implizit gefühlten
Anspruch, er sei ein weiser Tierflüsterer und vielleicht gar der
erste Ökologe und Naturheiler gewesen. Auch fragt man sich vergebens,
was das eigentlich bedeuten soll, denn Hunde bellen bei sehr unterschiedlichen
Umständen und Gemütslagen,wie man weiss. Daneben verherrlichte
er seinen Herrn , wer immer das ist, dichtend im 'Sonnengesang' und der
alleine spricht ja schon Bände. Schliesslich erblindete er angeblich
und nahezu, wegen angeblich exzessiven Fastens. Damit soll wohl gesagt
sein, sein Herr führte ihn ja, also brauchte er keine Augen und angeblich
verlangte sein Herr von ihm zu hungern, damit er schneller ins religiöse
Delirium falle und so das Paradies erreichte.Angesichts unsrer modernen
Wertegemeinschaft, die mit ihren verfeinerten Axiomen und Normen heute
alle alten Grenzen gesprengt hat, sollte über den kindischen und
asozialen Unfug dieser beiden Kultur-und Weltverächter eigentlich
nur ein ausgrenzendes Gelächter übrig bleiben, wenn es nicht
so traurig und absurd und anziehend für einfache Geister wäre,
die sich von ihm eine Scheibe abschneiden wollen. So ist von Franziskus
auch noch überliefert, er habe es sich beim Sterben gewünscht,
"nackt auf die Erde gelegt zu werden,um so seine Treue zur Herrin
Armut" zu bezeugen. Wem jetzt noch kein Licht aufgegangen ist, der
wird ewig im Dunklen stehen, denn angesichts solcher asozialen Leistungsverweigerung,
angeblich im Auftrag einer höheren Ordnung, verbietet sich jeder
weitere rationale Gedanke an Franziskus, wie schon über über
Diogenes. Denn diese beiden närrischen Ochsen führen unsere
Kinder sicher in ihr Verderben zu führen, denn WIR wissen doch entgegen
solchen Hanswurtsen: Dass WIR kaputt gehen,wenn WIR nicht konsumieren
und dass es letztlich sogar egal ist was, Hauptsache WIR konsumieren.
Raffael hätte durchhaus Franziskus, mit einem zwitschernden Raben
auf ausgestreckter Hand, neben dem sich ungebührlich räkelnden
Penner Diogenes, in seiner Schule von Athen, integrieren können.
Das schräge Gedankengut, das diese beiden Tölpel abgesondert
haben,werden ab jetzt aus dem Geschichtsbuch gestrichen denn wer nicht
alle verfügbaren Ressourcen nicht sofort in nützliche Energie,Waren
und zählbare Masse umzuwandeln will, der gehört nicht zu uns.
Es führt in die asoziale Barbarei und überhaupt ins AUS.
WIR sind anders.
44
Unser
funktionierender Gemeinsinn und unsere höchste sensuelle Erregung
zeigt sich nunmal im immer heftiger kreisenden Konsum und ihrem pro- grammierten
Lustgewinn. Doch Lust ist ohne gewisse Schmerzen nicht zu bezahlen, selbt
bei uns nicht. In welchen kulturellen Treibsand und alles überrieselnde
Wanderdünen, in welche Wüsten der Anarchie wären WIR versunken,
in welch bodenlosen Schlick und Finsternis, in welch bodenlose Labyrinthe
und Schächte wären WIR gefallen, wenn WIR nicht alle gleichermassen
das funktionierende, global ökonomische Gewissen unseres Staates,
als hochmoralische Pflicht und letzten Ethos ganz selbstverständlich
verinnerlicht hätten? Vor allem mit der volkswirtschaftlichen Gloriole
des Allround-Konsums der jüngsten Vergangenheit. Doch das fixe und
gefixte Wohl wollte bezahlt sein, in jeder nach seiner Fasson reich und
glücklich werden mußte, denn sonst wäre er arm und unglücklich
geworden. Letzteres ist bei und ausgeschlossen. Gebunden den Neid ausschliessenden,
eisernen Grundsatz: Absolut gleicher Genuss und gleiches Recht und Bildungs-Rausch
für jeden einzelnen ist Pflicht beim Eintritt in die Warenhäuser,
den Museen der käuflichen Lust der Freude und der multikulturellen
Orgasmen, für unseren sprichwörtlichen, Neid ausschließenden
'Jedermann, der sich zuvor durch entsprechende Liebe gegenüber
unseren Klon-Staat ausgezeichnet hat und also im Besitz der silbernen
Plastik-Card mit dem roten Vollmond ist. Das bedeutet, Eden für Jeden,
der nicht in den Filter von Mass und Zahl hängen geblieben ist. Für
diese Glücklichen ist der üppig fliessender Konsum mit dem sahnigen
Schuss Glamour, macht die ursprünglich härteste Trotzköpfe
und hartleibigsten Querulanten , weich und anschmiegsam für die gesetzlichen
Vorgaben ,andernfalls würden sie sofort von den Bio-Scannern aus
der Menge herausgefischt und ins Auflösungsheim abtransportiert.
Dieses schöne Erfolgsmodell unserer EU-Genik insgesamt, setzt aber
neben aller Tugenhaftigkeit und EU-genischer Moralität und Ethic
den demografischen Konsens voraus, der besagt, dass jeder Genuss auch
seine Grenzen in der Bevölkerungszahl finden muss. WIR haben die
Faustregeln und genauesten Normen im Bevölkerungs-Index im Fernsehen
veröffentlicht, der jeden Überfluss, beonders den von Menschen
regelt.Im Klartext bedeutet es, wer keine silberne Plastik-Card mit dem
roten Streifen erhalten hat, muss mindestens eine Plastikcard mit dem
grünen Streifen zugestanden bekommen haben, die eine limitierte Toleranz
des Staates und des freien Konsums garantiert, allerdings mit einer zeitlichen
Begrenzung wie beim TÜV, nach einem wiederholten Psycho-Scan.Ansonsten
kommt er zwar nicht direkt ins Auflösungsheim, aber er wird in den
modern CO2 freien Brennstoffkochern zur eventuellen Überweisung
ins Kolossarium ausgelagert oder dortselbst entsorgt. Bekanntlich hatten
Geburtenkontrollen ja gerade in jenen undisziplinierten Regionen und Kontinenten
nicht gefruchtet, die ihre Kinder selbst nicht ernähren konnten und
wo Vielweiberei und die freie Liebe zum Kult gehörten. Es war diesen
Menschen egal,ob sie dadurch für andere zur Last wurden. Das sagten
und hörten sie natürlich nicht gern und wurden oft auch noch
frech,wenn man sie nicht sofort bestens nährte, bekleidete und neu
behauste, aber sie verstanden es immer wieder,die dekadente Politik moralisierenden
und kasuistischen Phrasen einzuschläfern und haben der EU-Genik mit
ihren Völkerwanderungen eine lästige Last aufgebürdet,
die WIR nun mit unseren Normen langsam beruhigt haben. Das ist selbstredend
alles nur mit den willens-und leistungsstarken Überzeugungen unserer,
Hybrid-Kultur mit ihren sozial-geeichten Werten erreicht worden. Der soziale
Wandel vollzieht sich dabei in fein abgestuften Zügen, sodass der
Einzelne kaum fühlt, dass ihm alles abgenommen wird,was ihn zuvor
belastet oder Angst gemacht hat. Er spürt kaum, wie sich seine Welt
wandelt und er fühlt sich leicht und erleichtert mit seinem schwindenden
Selbstgefühl, denn er weiss sich von unserer mitfühlenden Bürokratie,gerechter
behandelt, als je zuvor. Unser Reich ist von dieser Welt.
Keine Frage,WIR sind edel
45
Schon
die antiken Sozialisten vermuteten das wahre Glück in der Gleichheit
der Individuen. Zwar dachten sie eigentlich nur an die Gleichheit vor
dem Gesetz, doch das war dann schon der erste Trugschluß oder bereits
der erste bewußte Schwindel ,eines an sich vernünftigen Rechtsgedankens.
Der Gedanke zündete,setzet Politiker unter Druck und Menschen, die
sich von ihrem Schicksal betrogen sahen,sahen Licht am Horizont. Doch
dieses Licht verhieß häufig nur Feuer, Mord und Totschlag bei
Revolutionen und Gegenre- volutionen. Und wie immer das Licht auch leuchte
es änderte eigentlich nicht viel, jedenfalls nicht viel für
die Ärmsten. Neid und Verrat waren nicht tot zu kriegen und viele
Kriege erfaßten die unterschiedlichsten Länder, Völker
und Kulturen. denn Gleichheit ist Gleichheit und nicht nur die Idee davon,
wie oft mißverstanden und diese absolute Gleichheit eben, die konnte
es nicht geben, weil sie gar nicht möglich ist und wie gesagt, weil
sie nur eine Idee von Dema- gogen mit ganz anderen Zielen ist, viel kleineren,
eben nur persönlichen, wie Macht, Einfluss und im schlimmsten Falle
bloss nur Alibi ist für Raubzüge,Mord und Totschlag. Doch damit
das Bild nicht einseitig und ungewollt kippt muss hier festgestellt werden,
daß die finanziellen Brandschatzungen der mehr oder weniger zufällig
besitzenden u.a. Fürsten, Bürger und Kapitalisten, um keinen
Deut besser sind und eigentlich nur in den Motiven und Sprache anders
klingen, aber in den Methoden gleich und gleicher sind.Doch WIR wollen
beim Thema bleiben. Gleichheit ist auf allen Ebenen der Reflexion, der
Kultur,der Wahrnehmung und des Wissens nichts anderes als eine irreale
Spukgestalt wie der Geist in der Flasche oder der Yeti, das WIR die erfahrenen
EU-Geniker, auf deren Urteil sie sich 100 %i g verlassen sollten. Die
unterschiedlichen Voraussetzungen in u.a.Ökologie, Bildung, Verfassung,
Emotionen, Hormone im Makro und innere Treib-und Triebprozesse im atomaren
und molekularen Mikro sind so unterschiedlich wie sie nur sein können
und entwickelten sich im weiter verzweigend nach allen Gesetzen und Nichtgesetzen
und selbst die Klone dwer Bakterien sind untereinander nicht und können
und werden niemals gleich sein.Genauso wenig wie Blätter unetereinander,
selbst wenn sieam selben Strauch wachsen. Also sollten WIR doch das eitle
Hobby der Politiker und ihre rhetorischen Blähungen in der Geschichte
vergessen,weil es eben nur ein Kampfbegriff ist und war und jede andere
Aussage nur eine Ausrede wäre und eine marginale Posse und Fussnote
in einer Suppe von Lächerlichkeit und Geisteskrankheit.Was soll oder
sollte denn eigentlich gleich sein, bei einem genauen Blick in die Tiefe
,dieses überheblichen Versprechens: Die Nase,das Gehirn,die Hautfarbe,
die Eigenschaften, der Charakter, die Haare, die Pickel oder oder oder.
Oder etwa die gleiche Verträglichkeit von Krankheiten, Höhenangst
und Alkohol oder die Leistungen von Hochspringern und Gedächtnis-Akrobaten
analog zu jenen, die schon bei den vier Grund- rechenarten scheitern?
Also fordern 'besonders schlaue Genossen', dann sollten wenigsten alle
gleich viel Geld in der Tasche haben,das wäre schon leichter zu realisieren,
doch es würde auch nichts nutzen,denn nach jedem Tag hätte jeder
wieder eine andere und nicht mehr gleiche Menge Geld mehr in der Tasche.
Und wenn über diese Tatsachen hinaus immer noch Gerechtigkeit und
Gleichheit, im gleichen Atemzug,gefordert würden und werden,dann
könnte und wäre dies nur Androhung von Gewalt und Räuberei
sein oder ein Indiz einer tief verwurzelten Geisteskrankheit sein,denn
etwas zu wollen, was es nicht gibt oder niemals geben kann, stellt die
Welt auf den Kopf , was auch falsch ist,weil unsere Welt eine Kugel ist
und keinen Kopf hat. Bei all diesen Gleichheits-und Gerechtigkeits-Orgien,
infolge eines nicht materialisierbaren Begriffs war es auch gutwilligsten
Staatsmännern immer ein Rätsel geblieben, wie es anzustellen
sei, dass jeder gleichermassen, von Geburt an, gerecht am materiellen
Wohlstand, am wissenschaftlichen Fortschritt und seinen Produkten partizipieren
könnte, genauso natürlich auch wie an den möglichen Schulden,
Zwängen und Nöten, im Falle staatlichwirtschaftlicher Niedergänge.
Dies sicherlich die ehrenwertesten Versuche solcher Staatsmänner,aber
natürlich auch vergeblich,weil keiner sein individuelles oder subjektives
Urtei über die Gründe des so und nicht anders,verleugnen konnte,
selbst wenn er überparteilich und auch nicht im kleinsten Detail
korrupt entscheiden wollte. Ging das schief und irgendwann ging das immer
schief, dann versuchte jeder seinen Kopf schnell aus der Schlinge zu ziehen.
Besonders die Politiker selbst, die meist die ursächlichen Verursacher
unhaltbarer Zustände waren und dann mehr oder weniger zynisch das
eigene, ihnen anvertraute Volk auch noch anzuschwärzen suchten oder
laut nach Solidarität, Gemeinsinn und Frieden riefen, wenn andere
ihre Schulden bezahlen sollten. So ging es zu in der alten Welt, wo WIR
noch vor kurzem tonnenweise Dokumente und Magnet- bandaufzeichnungen auch
von verlogenen und selbt gerechten Journalisten fanden, die fleißig
an den wirren mitgestrickt hatten, die von jenen Lumpen und Narren in
geheimen Giftschränken vor den Leuten vesteckt wurden und nicht schnell
genug geschreddert werden konnten. Uns, der Eugenischen Regierung blieb
es vorbehalten diese letzten Absurditäten aufzudecken und die Macht
nicht nur kurzfristig wie Alexander der Grosse zu behalten, sondern diesmal
für immer zu übernehmen.Dafür bedurfte es radikaler Reformen
auf allen Ebenen und Regionen, um endlich Gleichheit und Gerechtigkeit
und überhaupt eine unvergängliche Staats-Ordnung herzustellen,
die es nur bei uns, der kom-mende Klon-Welt im Reich der EU-Genik geben
kann und geben wird. Bereits Platon ahnte ja das Heil in jener Theorie,die
seither als Eugenik der Fundament unserer Erkenntnisgeschichte als Erfolgsmodell
ingegangen ist. Doch noch vor kurzem wendete man entsprechende heilsame
Praktiken nur in botanischen und tierischen Versuchen an und verschämt
versteckt auch in Krankenhäusern, Altenheimen, speziellen Behindertenasylen
oder Hospizen. Es mangelte aber an einer intensiven und nachhaltigen,
weltläufigen und weltoffenen Praxis, um auch den weniger talentierten
Chance und Übung zu bieten. Zwar gab es erfolgversprechende Ansätze
im kurzen 3.Gross-Deutschen-Reich, doch verkümmerten diese genialen
Ideen bald in kleinlich und heimlich verzagten Operationen und kleinkarierten
Experimenten, direkt am frei verfügbaren, menschlichen Objekt und
endeten dann, absurder Weise sogar, insentimentalen, masochistischen Schuldgefühlen,
da und dort. Und selbst der betont menscheitsfreundliche, klinisch erwiesene
und gezielt angewendete Synthetische Darwinismus , wurde noch als inhumane
Euthanasie oder ethnische Säuberung im Tier-Pflanzen-und Menschenreich
populistisch diskriminiert und öffentlich Tabuisiert. Er geriet ins
politische Aus ; genau so wie die sanftere,aber wesentlich weniger ergiebige
Methode des Sozialdarwi--nismus. WIR fragen uns heute vergeblich und sehr
irritiert, warum nicht damals die so breit gefächerten Vorboten einer
heilenden Therapie für eine zu optimierende Zukunft verstanden und
warum die dummdreisten Zweifler und unmodernen Kritiker der reinen Lehre
der Eugenik,nicht gnadenlos und sofort und für immer aus dem Verkehr
gezogen wurden. Dieser Fehler wäre kaum wieder gut zu machen gewesen,wenn
nicht listigerweise,sozusagen im Dunkel der Nacht, die wissenschaftliche
Wissensgier weiter am Ball geblieben wäre und die heute bahnbrechenden
Fakten geschaffen hätte, die unsere Weltbild so rühmlich begründen
und zum Ende führen werden. WIR haben aus der Geschichte gelernt,
Schritt für Schritt. Und WIR werden es schaffen, aus allen einzelnen,
lästigen und kindischen Selbstdarstellungen in der alten Welt eine
einheitlich, gleiche und tragbare biologische Uniform für alle und
jeden zu schneidern, die auch in ihren Einzelheiten und Besonderheiten
jedes subjektive und naturhafte Wesen an Qualität und Substanz um
ein vielfaches übertrifft und trotzdem allen gleich zu eigen ist.
Das eben ist nicht eine Frage des rechten Geschmacks oder der, sozusagen
angezüchteten Identität oder brauchtü- melnden Gefolgschaft,
sondern die ganz selbstverständliche Quintessenz unserer Lehre.Oh
happy day,oh happy day,ooh happy dayiiiehjä.
In uns brennt das Licht der Wahrheit.
46
Nahe
bei Barlissen fand ein Bauer die lang verschollene Rede des berühmten
Strassenmurmlers, dessen eigentlicher Name nicht mehr zu rekonstruieren
war, auf einer Kassette im Wald hinter dem Kriegermal in einem Loch des
Steinbruchs .Wie sie dahin gelangen konnte ist ungewiß, glaubte
man doch lange dieses wandelnde Orakel sei zuletzt in Beuthen auf einer
Demo gesehen worden, kurz bevor die Katharsis das Land durch schüttelte
und die Überwachungskultur diesen seltsamen Autisten beobachten ließ
und schließlich als völlig harmlosen Ideoten einschätzen
sollte, bevor sein Leichnam in der Oder angeschwemmt wurde. Die hier veröffentlichte
Rede des Strassen--murmlers wurde von der Staatsicherheit der BRDE am
Pfingstsonntag des Jahres 1996 abgehört und auf Kassette gespeichert.
Sie besteht zwar nur aus verbalem Schrott, wie er schubartig nach zuviel
Fernsehen, auch gesunde Menschen anfallsartig befallen kann, aber er wirft
eben doch einen bezeichnendes Licht auf die Brösel-Gesellschaft in
diesem unseren Lande, wie es der Bürgermeister von Deppendorf
einsichtig konstatierte. Das war 20 Jahre vor dem crash, der endlich und
nahezu automatisch den Eintritt in die EU-Genik brachte.Folgend ein Ausschnitt
aus dem Gesang des Strassen- murmlers: "...da hinter dahlenrode inter
barlissen auf dem hügel beim kriegermal wimmelt es von soldatendie
panzer zeigen mit den rohren nach westen es hiess haudoch abwenn du nochmal!
und es hiess es hiess nur so nochnie war es im juli um 16 uhr so heiss
sagt der klimaphilosoph um 17 uhr nun ist es genug und baldwirds bald
der sozialwandel ist schönder klima wandel kommt teuer wie der euro
kam angemeldet werdendie da sagten die da haben zu viel 34501134568,23€
und die da haben zu wenig davon noch mehr autos werden brennen das ist
nichtwahr und übertrieben sagt der hässliche mannvom deppendorf
und der glatte mann vom schönen baum lächelt freundlich und
pflichtet ihm bei fassen WIR also noch mal zusammen was habenwir gelernt
? das bin ich das bin ich nicht und das ist der morgen wird eslichtein
drittel für die gez ist noch zu viel für jene luxurierte mischpoke
fake da profitieren nicht mehrdie henkels sondern die anderen es geht
auch anders aber es läuft nicht WIR machen kultimultis die schiessen
besser meint der hundertzwanziger ein blickurchs schlüsselloch zeigt
in der ferne die berühmten fassadenkletterer in hotpants wie sie
rasant über den kölner dom springenmeisterlich die kamera schwenkt
nach un ten da liegen sie wieder die armendu drecksau und hungrigen geichnete
mit ihren hunden im grasein hundwirdgeschächtet und am spiess braten
sie durchwühlen müllnach flaschenpfand im beissender gestank
geisselt die bewohner am platzder republik wird einriesigergömböc
zu ehren der atomgegner errichtet gestern wurde hier noch WIR wollen nicht
arbeiten weil es unsere würde abfackelt schlecker machts möglich
es bringt nicht genug und uns um da kamen die leute aus der bank und rümpfen
die nase während sie lässig mit ihrem zeiger die makellos gewaschenen
autos anklicken ein paar vermummte gestalten schlagen zu und der grosse
rumpf schlägt dumpf auf demboden aufnoch nie war das leben sobunt
so frei so feierlich so viel sagt rosa maische die es wissen muss weilsie
es sagt und hält ein paar smartjes in die kamera die kamera fährt
aufeinen gegeelten türken der zärtlich seine bund streichelt
krass wirklich krass und voll kohleist das alles hier auf dem fernseher
schiebt sich der mond ins bild und der zoom fährt tief in den strahlenden
alphonsus hartz sei viel ist besser als harzer oder türkischer honig
so der albanische taxifahrer zum elegant gekleideten herrn aus neapel
WIR sagen weiterim medienmarkt singt die geile tassitussi ihr dingdangdong
tausende geklonte monitore zeichnen urplötzlich die rasanten synchron
sprünge vom zehnmeterturm in samarkanddas geht nur mit der bluecard
in 4dd today sagt der lautsprecher auf allen etagen ein riesenerfolg und
ovation für die nationaber arbeit strengt an und macht dicke beine
eine horde teutonischer sozialarbeiter zieht vordem mikrophon voll ab
und lässtden sozialen und die germanendemovor derhauptschule ist
ein vollersagt der trailer das läuft so nicht meint der weise joschkowitz
jetzt voll fettprollig unterpriveligiert bayern und östereich schliessen
sich mit der slowakei zu einem neuenstaatenbund zusammen mit eigener währung
dem tiroler das kommt davon und das kommt nicht wiederdavon steht nichts
auf dem plakat das sagt schon etwas mehr und weniger als revolution zeichen
der besten tradition von arminius und dem bernstein ein donner und die
regenwand kritzeln die schönsten pixel auf den monitor aufregend
und wenigstens mal ohne irgend ein politisch gefingertes kalkül wdr
ndr oder ntv die schwindelbuden werden endlich geschlossen das tut gut
da kommt freude auf die leute starren hypnotisiert auf die sendung mit
den jecken und wiehern und küssen wie auf dem bahnhof zum allerletzten
mal südtirol möchte wieder zu österreich da singen die
anderen schlecht aber laut und fröhlich das neue lied auf der heimreise
nach sankt pauli die leinwand wiederholt den raffiniert geschlenzten elfmeter
von batonga ins rechte obere eck elf mal da hab ich ihm vollin die fresse
gehauen das lass ich mir nicht nehmen es ertönt ein schreiaus millionen
einzelner spitzer schreie die stadt steht auf und setzt sichwieder hin
das girl hat nen knallbunten gummipo der macht sie froh im balkan grill
haben alle karl may gelesen und im wilden westen sind alle gewesen und
erst wild dann ganz zahm in den zoo gegangen das wissen wir doch alles
längst über dem blanken himmel fliegt ein hariboballon es regnet
bunte käfer in das verqualmte ich habe immer meinen amethysten dabei
dann passiert das nicht co2 ist eine schweinerei steht auf der eufahne
oh allah oh allah jetzt fasst er mich an der könig hat es für
dich getan künstler lüpertz weiht sein reiterdenkmal für
den guten deutschen in der lüneburger heide ein er reitet selbst
auf einem lila ochsen der im ölbunten speiseeis versinkt jetzt schlägt
der vater zu und die oma zupft an den gardinen die frau mit den beiden
hütehunden guckt in die luft es stinkt nach ranzigem känguruhfleisch
in büchsen dresden erneut ausgebombt die flüchtlinge wollen
nach bayern der wdr zeigt das weltmeisterliche fussballspiel mit fritz
walter und rahn der sommer ist mässig der indisch anmutende klimaprofessor
möchte unbedingt den klimawandel weil es was er kündet von alibaba
mit aladin und der wunderlampe noch nie hat es am 0 oktober so kurz geregnet
noch nie wa-ren die hagelkörner so dicht und gross weil WIR haben
eine jahrhun-dertkatastrophe im 7. Sinn und der professor pfeiffler stimmt
ihm mit hochrotem gesicht und entsprechenden parteibuch zu das wechseltwenn
sie mich fragen aber wen interessiert das schon herr greisler will das
nicht bestätigen denn ersieht keinen bedarfwir brauchen einen frei
verpflichtenden markt für die anfänger hier im lande eine knarrende
tonstörung lässt die bunte grüne hippihappynudel von den
grünen aufheulen schweinekram ist das und ausländerfeindlichdie
explosion zeigt einbild der verwüstung schöner schärfer
grauenhafter tödlicher als je ein maler gemalt der mann vor dem fernsehladen
wendet sich ab und schluckt eine pille ein motorrad rast in den friseursalon
die sirenen vom werk sagen jetzt ist zwölf kein grund sich aufzuregen
sagt der schröder und küsst seine angela sie winkelt ab und
ihrer busenfreundin zu wir nehmen alle mit will sich mal sauber machen
das sind alles stripper und strapser mit lizens WIR haben jetzt die jahrhunderthitze
und WIR werden alle verdampfen im op fällt dem arzt der griffel aus
der hand jetzt packt er sie an der brustwarze und malt ihr mit einem rosa
edding einen schönen bogen auf den bauch das kommt alles weg wir
saugen es aus frau kässmann hat ihn und der penner da sagt die ist
scheiss rechtsradikal und noch rechtsradikaler als die- da und der da
ist scheisslinksradikal und der da ist scheissliberal und der da ist scheisssozial-liberal
und der da ist garnichts peter klöppel hat keinen am watzmann laufen
unterdessen die spiele und alle werden gewinnen nur nicht die pfleger
und dachdecker die schwaben brechen alle Rekor de ab wenn das nicht sofort
aufhört wandern WIR alle die sieht aus wie eine durchgemodelte schmeissfliege
die stimme aus dem tv klingt verkifft und fünfmal gesalbt und geölt
das hab ich alles drauf und im kasten wir zeigen ihnen wie sie selbst
inwuppertal schönen urlaub machen können hans blättert
im telefonbuch und beisstdem model das ohr ab und steckt es in die satteltasche
die sirenen fünf mal aber das ist nur für den neuen bundespräsidenten
und den beginn der schweigestunde das ist ange ordnet und die leute machen
dornröschen bei der gänseliesel wird ein chinesisches festmahl
nun ist es wieder so weit wir höhlen das ding und schneiden einen
lacher reindas kann jedemeingott underbar die ses leuchten diese bild
diese farben dieser duft in der luft das kann ich auch aber ich lass es
halt nun geht sie wieder ab die pyramide und wird nicht müde bis
wuppertal und barmen wo hausen die armenwir haben die dächer mit
sonnenplatten gepflastert das sieht pfundig modern aus und erst erst recht
die blitzenden ein wohliger schauer durchfloss seinen gestählten
körperes war nachts als er sich endlich neulich hab ich sie getroffenaber
sie wollte nicht dahab ich ihr vor wut in den da sagte der wiggert ich
hab schon mal neben rudidutschke gesessen und die gan ze anstalt riecht
nach käse heute wollen WIR mal den diskurs über das schweizer
märchen öffnen das klima wird immer schwuler das lernt sich
an blutströmend kroch der koch unter dem küchentischhervor und
der regisseur gab ihm eine schallende ohrfeige es ist immer fünf
vor zwölf die autos sollen laufen lernen clint eastwood ist endlich
in oberammer gau eingetroffen weil er den judas gibt die uhr ist stehen
geblieben aber jan ulrich hat doch fisch gegessen und am samstag nach
spanien das geht spielend einfach mit der heisskleberpistole von eos lehrt
die bastle rin vom blumenbuffet und steckt eine rose in die sosse frau
rheintaler hebt den rock und setzt sich erst auf den bock und dann auf
den stock neulich hab ich ihr einfach einen kuss gegeben dann gab es einen
knall und da hab ich mich in die blaubeeren gesetzt dann sah ich die bomben
es wurde hell und laut und es flogen die scheiben aus den fenstern und
im feuersturm verbrennen da habe ich ausgeschaltet kuchen backen ist eine
kunst für sich WIR werden es nicht verraten im zoo auf dem klo morgen
bin ich beim casting und übermorgen hole ich mir der königin
ihren prinz was verstehen sie denn von kultur und wo ist sie denn wenn
sie ist die bildung frage ich sie sie sagt ich bin im bilde und was wenn
die denen eins auswischen wollen holen die immer den greislichen geisseler
und der greiselt dann manisch und monotheistisch als greis gewohnt im
kreis herum und auch der lauterbach der singt sein einzig lied mit ach
und krach heute sind WIR gut drauf und morgen naht die entscheidung ob
WIR überhaupt oder doch?WIR werden weltmeister sein vielleicht wenn
der stoff reicht planschi in der plastiktube das schillert bunt wie öl
in der tonne grau ist alle theorie die praxis auch diesmal ist es wirklich
so der ton macht keine musik WIR heucheln nicht WIR meucheln schnell und
gut es gibt rotkehlchenbrust auf geschäumten eierschnee ausamibia
aus der hundefarm kommt der beste hormonsaft sie rennen rasanter als die
asiaten weil sie das viel früher angefangen haben aus gedopten bodies
steigt die hormonschwitze auf dem bildschirm bricht der damm und onkel
tom den hals sie ritten durch den wald und pfiffenein lied eins zweidrei
vier fünf sechs siebenwo ist denn der wolf geblieben die pixel nehmen
es nicht übel und fliessen weiter wohin da hat er gesagt: die grünen
sind eigentlich grün lackierte braune und die schwarzen graue und
dieroten buntkarierte pinkis und die gelben undurchsichtig man muss nurlange
hinsehen da wendet sich die farbe ganz real selbst in WIR habewn
das alles schnell verbrannt.
WIR in urbi et orbi
47
Unser
Staat wäre niemals demokratisch zustande gekommen, wenn WIR nicht
so viel Mitgefühl für die zuvor unglaublich leidende Gesellschaft
aufgebracht hätten, in der trotz 26 verschiedenen Leitkulturen, die
Armut immer schlimmere Auswüchse annahm, weil die Menschen sich nicht
mehr verstanden oder nicht mehr verstehen wollten. Es brodelte und brodelte
hinter den Fassaden aber es fühlte sich niemand dafür verantwortlich
und vielleicht war es ja auch einfach nur ein Zeichen des langsamen Verblühens
geistiger und sittlicher Fähigkeiten, nach dem Kraftakt eines wirtschaftswunders,
wie es selbst die ehrenwertesten Völker der Antike erwischt und schließlich
in die Bedeutungslosigkeit gestürzt hatte. Die Leute verweigerten
ihre Leistungsbereitschaft und regten sich schon bei den geringsten Problemen
und Schwierigkeiten auf und hielten oft zufällige Erscheinungen und
schlimme Einzelschicksale für die Saat von asozialen Teufeln der
oberen tausend Tafelrunden und widmeten sich nur noch provokativ irgendeinem
Lustgewinn und dem Abkassieren. Die Spaßmacher kamen in Mode und
Lehrern und Polizisten wurden von den schmusenden Sozialarbeitern,f aschistische
Machenschaften angedichtet,denn sie wollten ja ,hauptsächlich von
ihrer prekären Patienten-Kundschaft ernst-und angenommen werden.
Gründe fanden sich leicht. Aber WIR wissen ja, dass Kontraste das
Leben bestimmen,wie in der klassischen Malerei und Farbenlehre und wenn
es zu wenig oder zu viel davon gibt, dann kann es eng oder gar gefährlich
werden, wenn das politische HÜHH-und HOTT-Prinzip keine Konturen
mehr findet und hemmungslos fehlende Leidenschaften hochkochen und neu
begründet werden,so auch hier,bevor WIR, die EU-Genik mit großer
Mehrheit die Macht übernehmen mussten.
WIR nehmen unsere Veranwortung wirklich ernst.
48
Ein
kleiner Blick durchs Schlüsselloch ins Gestern zeigt das wachsende
Meer der Menschen, die in einer wild und ungerecht gewachsenen Welt ihr
Leben irgendwie schlecht und recht bmeistern mussten Es weist auf die
zahllos von der Natur benachteiligten, die mit wenig Talent, Ehrgeiz und
langsamen Verstand geboren wurden. Ist es ein Wunder, daß diese
gedemütigten aller Rassen, Sippen, Völker und Nationen dann
durch Klau, Piraterie, Betrug, Mord, Raub und Gewalt in jeder Form ihre
Würde zu behaupten wussten. Es zeigt daneben andere,ganz andere,
die reichen, starken, die glücklichen,aber unverdienten Erben,die
Superschlauen, die mit Talent, Geschick und Lernlust verwöhnten,
die ohne Stress ihr ungebührlich bequemes Wohl in Saus und Braus,
auf Kosten der Armen, Dummen, Kranken und Arglosen geniessen durften.
Dies alleine genügte schon, die wetterwendischen, bösartigen
Launen der Natur zu verwünschen, wenn es ihnen was genützt und
die in verdeckte Klassen gespaltene Gesellschaft aufgehoben und die unverschämten
Privilegien einiger weniger abgeschafft hätte. Bis gestern fand sich
noch war kein Ausweg und das verstärkte natürlich die körperliche
und moralische Verwahrlosungen der Starken wie der Schwachen auf allen
unausgesprochen hierarchischen Ebenen dieser ausrastenden Gemeinschaft,
die allmählich jedes Mass und Gefühl für Gewicht und Anspruch
verloren hatte. Ohnmacht ,Neid, Eifersucht,i nfantiler Luxus, Habgier
und Wucherei, Drogen, Suff, Fanatismus, Korruption, Dünkel usw. verfinsterten
den Alltag bis zur Unerträglichkeit. Zusehens und am Ende bis zu
bürgerkriegsähnlichen und terroristischen Zuständen häuften
sich Misshandlungen und Übergriffe auf Schwarzarbeiter, schwarzer
Block und schwarze Arbeiter, schwarze Schafe, Schwarzgeldbanker, Schwarzfahrer
und den schwarzen Kontinent, die von von den Schwarzsehern auf Schwarzlisten
oft wahllos angezettelt wurden. Da wollten die Menschen auch keine Kinder
mehr grossziehen, denn der Jammer und die Kriminalität auf der Strasse
war vorprogrammiert. Die einfältige Politik versuchte ihr Süppchen
zu kochen,inden sie allen alles versprach. Den einen rief sie zu "Eigentum
verpflichtet" und den anderen "Eigentum ist geschützt",
je nach dem,mit welcher Klientel sie gerade verhandelte. Da wurde planlos
nach rechts,dann nach links verteilt und in der Mitte trocknete es aus,
weil da nicht effektvoll gepunktet werden konnte.So wurden die Forderungen
nach baldiger global genetischer Angleichung mindestens aller Genome der
Ungeborenen immer lauter und schließlich unausweichlich, denn alles
war schief, krumm und apokryph gewachsen und wurde immer schiefer, krummer
und apokrypher, wo der Saft zwschen Knochen und Nerven noch nicht vertrocknet
war. Flucht in Hardcore-Sex war obligatorisch, anhaltende Impotenz, merkwürdige
Penisbrüche, abnorm geweitete Vaginas und After benso und füllten
die Krankenhäuser genau so wie die Liegen in der plastischen Chirurgie
und die Irrenanstalten mit hilflosen Suchtopfern von Glücksspiel
und Müssiggang .Die Gefängnisse quollen an und über mit
hirntoten Schlägern, Kleptomanen und Strauchdieben aller Coleur,
während die Betrügereien der Spekulanten, Steuerschwindler und
Geldhändler in Blüte standen wie nie zuvor und ihr räuberisches
Gut heimlich ins Trockene brachten. Die Metropolen verslumten im Elend
und für die überflüssigen Menschen der Überflussgesellschaft
gab niemand mehr einen Cent. Gelegentlich sah man Leute in der Dämmerung
im Müll herum wühlen, wie schon seit langem in Afrika oder in
Bronx Country, aber sie fanden wie unreine Parias keine Beachtung, bestenfalls
ein laues kostenloses Hingucken der Touristen. Andere, ein wenig besser
situierte, wurden mit dem Schicksal, einer täglichen, schweren und
regelmässigen Arbeit bestraft und hinderte sie daran, die cooolen,süssen
Seiten des Lebens bedingungslos auzukosten Wenig Urlaub dabei auf den
Malediven, den Reisen durch die Karibik oder Traumreisen zu den Galappagos
Inseln. Nur Essen, Disco, Fussball, Dahindämmern oder sinnloses Rasen
Stöhnen und Fluchen über die Ungerechtigkeiten dieser Welt.
Wenig Freizeit für das Rasen mit dem Biker durch die verschlafenen
Vorstädte und gelangweiltes Stöbern und Shopping auf den Märkten
oder rastloses Bedienen der Automaten in den Spielhallen, meistens der
Männer und in die Fenster der Nachbarn gucken vom Balkon aus und
hinter den Gardinen, meistens der Frauen.Doch nicht genug solcher etwas
labenden Ersatz-und Übersprungs-Handlungen aus Mangel und Überdruß
am faden Alltag, werden diese armen Leute auch noch unsanft und gefühllos
mit unhaltbaren Forderungen nach Leistung und Bildung penetriert, die
sie nicht verstehen,statt ihnen,mit freundlichen Schmeicheleinheiten einen
seelischen Ausgleich für diese Zumutungen zu bieten. Nicht einmal
ein Freikarten für einen zünftigen Bordellbesuch oder wenigstens
einmal die Woche ein sattes Sauffestival an der Kneipe um die Ecke. Wo
war denn die hier die helfende Hand der solidarischen Bürokratie
oder der Pflegedienste?Sie war nicht da, sondern meistens in den amtsnahen
Kantinen oder beim Sabbelgesabbel mit den Kollegen an nicht auffindbaren
Räumen und Ecken. So geaschah es immer und immer öfter, dass
diese bedauernswerten schwachen Geschöpfe von den Starken, Wohlhabenden
und Einfallsreichen allein und im Stich gelassen wurden, die ja nur durch
Zufall und Tücken, die jeweiligen Lücken der klaffenden Ungleichheiten
schamlos für sich ausgenutzt hatten und dafür auch nicht selten
mit Ehren und image-trächtigen Ämtern übschüttet wurden,
bis zum Überdruss. Wo war der Anstand der Anständigen, wo die
mitdenkende Wissenschaft, die auch den halt etwas langsamen und trägen,
leistungsfreie Freiräume ohne besondere Zumutungen, einfach mal so,
zugewiesen hätten? Sie waren nicht an den Brennpunkten, sondern auf
irgendeinem Luxustrip in der Südsee, der Safari oder beim fröhlichen
Ballerman auf Malorca. Wo waren die gutsituierten Handwerksbetriebe, die
mal im Urlaub umsonst die Wohnungen der nicht so priveligierten umsonstaufgepäppelt
und renoviert hätten oder mal so Schulen, Strassen und Krankenhäuser
saniert hätten? Sie taten es nicht, weil sie ja nicht blöd seien,
wie sie sagten Warum haben die immer so moralisierenden Medienvertreter
und Journalistenund die doch leicht und locker den armen Ungleichen die
Hälfte ihres Gehaltes wie ihrer erbaulichen Rente oder Pension hätten
abtreten können,ohne gleich in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten?
Sie taten alles,nur das nicht,denn Sie waren in ihren Villen und überlegten,
wo sie noch etwas schöneren Marmor und In Design verbauen könnten
oder sie studierten den Immobilienmarkt oder waren auf Versteigerungen,
auf der Suche nach wohlfeilen Schnäppchen, o- der waren die Politiker,
die den ganzen Furor angerichtet hatten? Sie waren nicht erreichbar und
hetzten ihre Hunde auf jeden Zaungast, wenn sie sich in ihren Parks und
Mustergärten klammheimlich neue Gemeinheiten gegen das niedere Volk
ausheckten.Wo waren die Politiker mit ihren Argumenten, die uns vor den
vielen Nazis schützen sollten, den 80% Deutschen, denn wer nicht
rot oder grün wählte war ja ein Nazi, oder nicht? Sie ließen
uns im Regen stehn und sie waren nicht da und ließen die Polizei
die Schmutzarbeit machen. Wo sind die ach so netten und hilfsbereiten
pädophilen Lehrer und Pfarrer mit ihren hübschen Worten und
Chaos-Moral ? Sie sind im Orient und missionieren die Heiden und leben
nur für die Liebe , wie es ihnen im höheren Namen aufgetragen
ward. Wo war die hohe Geistlichkeit, die den unglücklichen Klein-kriminellen,
Süchtigen, Prostituierten, Wucheren und Betrügern die Hand reichen
würden, um ihnen wieder den nötigen Halt und Mut zur Reue für
ihre Fehltritte zu geben? Sie waren irgendwo und nirgendwo . Hatten sie
nicht versprochen: "Oh,lasset die Kindlein zu uns kommen"? Sie
waren nicht präsent, sondern nur ihr automatischer Anrufbeantworter,
der endlos seinen immer gleichen Spruch aufsagte: Lieber Anrufer,
versuche es später noch einmal, vielleicht bin ich dann da.
Aber er war dann wieder nicht da, denn er war auf Wallfahrt und betete
für sie, während das Elend,der Wahnsinn, das Schma-rotzertum,
die Orientierungslosigkeit die Zerrissenheit aller und die Gier weiter
ihren verwirrten Lauf nahm,bis schliesslich WIR, die helfende EU-Genik
das ganze verheuchelte Gestrüpp der Tünche und Schmiere sanieren
und durch den Abort jagen mußten und das ganze Unrechts-System der
allseits billigen und asozialen Schuldzuweisungen und eingeredeten Schuldkomplexe
aller Provenienz ausgeräuchert und wegen diskriminierender Hetze
abgeschafft haben und die heile Hybrid-Welt angeschafft haben. Da werden
WIR endlich gleich sein und frei sein,von Schuld, Schulden und Schuldigern.
WIR werden erlöst sein von der dreisten Tollheit unverdienter Leerläufe
und schmutziger lebensläufe. WIR werden weiter gemeinsam diesen miesen,stinkenden
Anger trocken legen und diesen ätzenden Aussatz vergessen. Jetzt
und für immer.WIR werden unsere Leiden uned ungerechten Vorgaben
verkürzen und schließlich tilgen und dafür unsere DNS,
mit seinen ca drei Milliarden Bausteinen der vier Typen,leichten Herzens
drastisch vereinfachen und das meiste klein-hexeln, so dass die Auswüchse
und Wucherungen ungerecht verteilter und ungleicher Talente nicht mehr
vorkommen können. WIR garantieren die absolute Einheitlichkeit und
Gleichheit aller Brüder, Schwestern und geklonten Enkel in unserem
Staat.
WIR sind sozial
49
Kein
Wunder,dass in den Nischen dieser priveligierten, korrupten und "re-
präsentativ-demokratischen" Gesellschaft viele menschliche Biotope
ihr Unwesen trieben, deren Zicken und Zacken voll von Widersprüchen
waren, die ein Wald voll Mäusen und Mücken. Zum Beispiel gab
es da eine riesige Zahl Leute, die sich Künstler nannten, weil sie
nicht rechnen konnten oder weil sie für jede andere Arbeit ungeeignet
waren. Als Beweis für ihren intimen Umgang mit den Musen hielten
sie der Welt bunte Blätter, farbige Leinwände oder zerzauste
Collagen usw. entgegen und behaupteten, das alles sei selbst- gemacht
und Ausdruck eines höheren Verständnisses von dieser unserer
Welt, aber bei vielen dieser Surrugate und Konglomerate fielen einem sofort
andere Namen ein, die längst vor ihnen gelebt und gearbeitet hatten
und diese Mach-Werke glichen so eher einem Trödelmarkt veralteter
Ideen. Doch nichts desto trotz,behaupteten sie, beim Barte des Propheten,
es seien Orakel für eine bessere oder mindestens gespiegelte (oder
geschniegelte? ) Welt also Welt-Bilder mit Offenbarungs-Charakter: Deutung
und Bestimmung von Allem und Nichts in extremer Verdichtung, inklusive
des moralischen Weltgeistes oder es wären abstrakte Endzustände,
die nicht mehr zu verbessern seien.Nach unserem Sprachgebrauch könnte
es sich hierbei also vielleicht schon um den ultimativen Vorgriff auf
unsere Hybrid-Waren-Kultur gehandelt haben, einer Kunst,die vieles vereint,
was ursprünglich getrennt entstanden,aber von ihnen, den Künstlern
zu einer neuen Einheit zusammen geschmiedet worden sei. Dabei waren Inhalt
und Gehalt auffallend unauffällig und meistens gekrönt von einer
exotischen Künstler-Story gratis mit dazu. Denn irgendwie
unterhaltsam oder bizarr und krass sollte das ganze schon sein, auch um
nicht die Nähe zum Life-Style und den Tele-Genen Medien zu verlieren.
Die Kunstszene war prall gefüllt mit prophetischen und weisen Auslegern,
unter denen wenige sich steif anstellten und raunten: Schlechte,aber
wirklich originäre Kunst sei besser als nur gut geklaute, was
so viel heißen sollte, mein Gott,habt Euch nicht so. Hauptsache
doch die Kunst gefällt und macht sich.Sich im mühseligen Quellenstudium
schlau zu machen kostet viel Zeit. Cleverer ist es da doch sich als schreibender
oder ausstellender Kunst-Verkäufer geschmeidig zu geben, das ist
erfolgreich, zeitgemäss und es beweist doch, dass man seine Kundschaft
auf beiden Seiten der Theke richtig einzuschätzen weiss. Und viele
dieser Vielschreiber übernahmen wohlweislich ungeprüft die Behauptungen
ihrer lärmenden und drängelnden Künstler, meistens mit
schwarzem Hut und wollten es eigentlich nicht so gern und genau über
die tatsächliche Herkunft und Datierung der Ideen wissen, denn das
beeinträchtigte ihr Geschäft ,machte mieslaunig und es zahlte
sich nicht aus, seinen Ruf als Kenner selbst riskant in Frage zu stellen
und dabei viele Freunde aus der Branche zu verlieren. Warum sollte es
denn überhaupt bei Künstlern anrüchig sein, ihre Kollegen
zu beklauen oder, wie man sagt, sich beeinflussen zu lassen, so wie es
die 'gestandenen' Leute aus Politik,Wissenschaft, Werbung und TV-Medien,
ohne mit der Wimper zu zucken ja ständig vorbildhaft tun und der
ganz offene Diebstahl, also die feindliche Übernahme fremden, geistigen
Eigentums, bereits eine ausgeprägte Lebensform und Erfolgs-Kultur
unseres Wertesystems geworden ist und es gerade als besonders schlau gilt,
gut zu klauen, wie das berühmte Beispiel des Mathematikers Johannes
Kepler unterstreicht: 'Mord im Namen der Wissenschaft', das von Joshua
und Anne-Lee Gilder so eindrucksvoll recherchiert und beschrieben wurde
und man schnell lernt, auf welcher Seite es sich besser und bequemer leben
lässt und daß jemand ja besonders blöd sein muß,
wenn er nicht klaut. Eine These die doch keine These ist, sondern die
blanke Wahrheit. Bei den Klau-Profis und Hehlern im Kunst-Betrieb geht
es nicht wie bei den Geldfälschern um das handwerklich geschickte
Nachmachen, wie dies früher ganz normal zur künstlerischen Ausbildung
gehörte, sondern um das heimliche, versschwiegene, scheinbar unüberprüfbare
Aneignen fremder Ideen, vor dem sich bereits Albrecht Dürer mit versteckten
Doppel-Signaturen, vor der Meute seiner italienischen Imitatoren zu schützen
suchte. Später, im Zuge ganz anderer Kunstpraktiken, erfolgte der
grosse oder kleine Klau nicht nur in einzelnen Details, sondern zumeist
breitflächig, kontextmässig, durch rotzfreche Übernahme
von Stil, Thema, Material, Methode, in allen wechselseitigen Beziehungen
und Vermischungen der abgekupferten Bezüge, was leicht fiel, weil
die schützende Handschrift immer mehr reduziert wurde, zugunten der
Idee, des Kontextes ,der spezifischen Materialität und Medien, wie
des speziellen Raumbezuges. Dies bei synthetischen oder nur kompilierenden
Bildwelten richtig zu sehen und zu wichten ,das gelingt zumeist nur gewieften
Profis und Spezialisten und auch manchmal nur per Zufall, auch weil niemand
alles wissen kann und zumeist auch abhängig ist, von dem Zeitpunkt
seiner Wahrnehmung und der subjektiven Beziehung zum Künstler. Man
kann sicher sagen, daß alle Kunstkritiker eigentlich keine objektive
Aussage über die Authentizität eines Werkes machen können.Aber,auch
Museumsleute, Kulturbeamte und Kommentatoren bedienen sich oft freizügig
und berechnend bei den Künstlern und lassen diese vor dem Publikum,
oft nur als Illustratoren ihrer eigenen,wichtigeren Gedanken
erscheinen, obwohl es fast immer eher umgekehrt ist.Und dem Publikum ist
dies ohnehin egal,wer dies oder das zuerst gemacht hatte oder hätte
usw.,wichtiger ist der effektive und effektvolle Wert, der mit dem Erwerb
eines Mainstream-Künstlers verbunden wird. Manche Galerien erscheinen
da interessanter als die direkte Information über Idee,Werkprozess
und Stellung im eigenen Kontext beim Künstler selbst,obwohl es da
meist doppelt und dreifach teurer ist.Und so gibt es z.B.viele Geschichten
darüber,dass mancher Sammler lieber bei bestimmten Szene-Galerien
Kunst kauft, weil ihm die Aura da begehrenswerter erscheint.Aber bei all
diesem unnötigen Gezänk und Kuhhandel über die Produkte
großer oder kleiner ,suberer oder dreckiger Künstler, raten
WIR ,wie schon früher erwähnt, davon ab, sich überhaupt
mit sogenannter freier und bildender Kunst ab, weil sie das Gehirn vernebelt
und anarchische Inhalte vertritt, neben der Gewerbe-Kunst, die da schon
klügere und sozialere Positionen vertritt und ohnehin verständlicher
ist, aber last not least eben mit unseren EU-genischen Zielen und Inhalten
eher konform ist. WIR haben da viel zu lange ein Auge zugedrückt,
wie auch das ZDF. Kunst ist nicht eugenisch das ist sicher-und
sicher ist auch, dass WIR sie nicht mögen und deshalb nicht brauchen
können. Sie beleidigt das Selbst-Verständnis unseres Staates,
sie ist ungerecht, weil sie äusserst wählerisch ,individualistisch
und hochgradig subjektiv ist und sich nicht für das Gesunde und hauptsächlich
Schöne einsetzt. Sie verleitet die Menschen zu permanenter Unruhe
und zur Aufweichung gesicherter Werte in unserer so positiv aufgestellten
und immer Werte sichernden EU-Genik. Einer Gesellschaft der Gleichen sind
frei im Ideenraum praktizierende Künstler sowieso suspekt und werden
jetzt unter geziele Beobachtung und Strafe gestellt.WIR mögen keine
Subjekte, wir mögen Objekte.
WIR sind sauber und standhaft
50
WIR
lernten doch noch unlängst, dass die einzelnen Atome und Moleküle
alle, aus funveränderlichen Massen, Gewichten bestehen, aber das
war offenkundig ein Irrtum, denn gerade wie bei den Künstlern eben
ausgeführt und in der äußeren Gestalt der Naturen, bestehen
auch die kleinsten, nicht mehr teilbaren sondern höchstens nur spaltbaren
Teile miokroskopischer Mengen, Verbände, Gruppen und voneinander
abhängigen Gesellschaften aus individuellen Einzelkörpern, also
regelrechten Singles mit Eigenleben und unterscheiden sich mehr oder weniger
heftig von einander, was kaum sichtbar und kaum nachweisbar ist, vor allem
deshalb,weil sie unterschiedliche Aufgaben in ihren Verhältnissen
zueinander haben. Das sind bewiesene Tatsachen, die Schematikern und Diagrammatikern
zwar zu genügen scheinen, aber für uns nur Täuschung und
Illusion von Zuständen bedeuten, die mit Gleichheit nichts zu tun
haben was auch in allen anderen Wissenschaften, viele Träume und
vermeintliche Erkenntnisse von Mass und Ordnung hat zerbrechen lassen.Und
gerade in diesem zu beseitigenden Chaos unberechenbarer Einzel-Phänomene,
sehen WIR eine der wichtigsten Herausforderungen für uns begründet,
sonst würden WIR in einem immer größeren Sumpf an willkür
untergehen. Was die Natur in Jahrmillionen hervor gebracht hat,war also
immer anders und niemals gleich. Diese uns provozierende, primitive Natur
kennt und will auch keine Gleichheit in, ganz egal in welchem Zusammenhang
und Detail, im Gegensatz etwa zur blühenden und nach einfachen Standards
und Kriterien arbeitende Bürokratie und juristischen Gesetzes-Werken,
die seit Babylon bereits, die ersten und besten Wege zur Gleichheit und
Vereinheitlichung aller bunten Realitäten,längst in Teilerfolgen
bestritten hat. Dennoch viel geholfen hat es auch nicht.Es sind die uralten
Prinzipien zur Aufrechterhaltung von Gesetz, Ordnung und Herrschaft und
dienen nicht sich selbst,sondern der Arterhaltung.Tiere zum Beispiel ,die
diese inneren Uhren ,von manchen Instinkte genannt,gehen kaputt und bestehen
nicht die bedrohenden Prüfungen ihrer Existenz. Auch wenn sie es
wollte oder könnte,was sie nicht tut,wäre die Natur nicht in
der Lage,irgend etwas absolut Gleiches zu produzieren. WIR haben das lange
genug beobachtet und erforscht.Daher konnten die Menschen es natürlich
erst recht nicht und bissen sich die Zähne aus Gleichheit und Gerechtigkeit
zu praktizieren oder auch nur theoretisch einstimmig darüber zu reden,
weil jeder etwas anderes sich vorstellt oder errechnet wenn alle angeblich
dasselbe meinen. Zwei Häuser sollen oder können gleich aussehen,sind
es aber keineswegs, auch nicht für Sekunden. Kein Haar gleicht dem
anderen und das ist keine Haarspalterei. Niemand besitzt zwei gleiche
Münzen oder Zähne. Das ist ja der Grund unsres täglichen
Ärgers und das unterscheidet unsere geschärfte Wahrnehmung eben
vom ordinären Zwang zur Ungleichheit der wild produzierenden Natur.Und
dies untergräbt schliesslich unser feines ,humanes Gerechtigkeitsempfinden,
bis tief ins Mark hinein und erklärt sofort, warum WIR die Natur
verbessern und den überall ange--wachsenen Wildwuchs bis zum entsprechenden
Genozid bekämpfen und ausrotten müssen. Die Ungleichheit auf
allen Ebenen des Handelns und des Produzierens muss aufhören, möglichst
gleich, egal wie, wo und wann es sich uns entgegen stellt und ihren Müll
als wüste und ohnmächtige Spuren in den Sand setzt. Der weltumspannende
Segen der EU Genik soll uverdünnt alles durchdringen, beseelen
und natürlich bis in die tiefsten Winkel aller Atome, Moleküle
und Zellen hinein wirken WIR wollen alle gleich denken und fühlen,
wie WIR es sich für Gleiche gehört: Gleich schnell gleich präzis
mit gleicher Zielsetzung und gleichem Ergebnis. WIR wollen alle die gleiche
Luft atmen, das gleiche Klima genießen und WIR wollen alle das gleiche
lernen unde das gleiche tun. Die Freude darüber wird riesengross
sein. Und unser Gehirn kann sich dann entspannen und sorgsam auf die täglichen
Vorgaben ohne Neid und kriminelle Neigungen, einstellen .WIR müssen
lernen uns als Produkte zu verstehen, als definit beschreibbare Produkte,die
wiederum nur definite und beschreibbare Produkte produzieren, in Prozessen,
die ebenfalls restlos definiert und komtrolliert werden können .Das
ideale Endprodukt wäre dann das kostbare Gut des humanoiden Klons
für jeden Gebrauch. Und wie bei Aldi fänden WIR uns in allen
Lebenslagen sofort zurecht und WIR wüßten, wo alle Produkte
zu finden sind, die zuvor in automatisierten Plantagen Zucht-Anstalten
und Industrien bis zur völligen Klonreife produziert werden. Alles
aber, was nicht beschreib-bar ist, muss wie eine Blähung aus dem
zukünftigen Verkehr gezogen werden,wie auch alle quasi monolithisch
,nicht reproduzierbaren Singles.Unserem Bildungs-Prozess kommt hier ein
grosses Mass an Verantwortung zu,um zu lernen, wie dies in Natur, Religion,
Wissenschaft, Kultur und Kunst ungesetzt werden muss. Keine wechselnden
Idole sollen Unfrieden schaffen. Keine willkürlichen Gebote willkürlicher
Herren sollen uns quälen. Keine unterschiedlichen Produkte sollen
uns verunsichern und aufeinander neidisch machen. Keine Viren sollen über
uns herfallen und uns krank machen. Keine Faschisten können unsere
Vernunft beeinträchtigen. Es wird kein Glücks-Spiel mehr geben,weil
WIR nicht mehr um unser Glück spielen müssen oder das Glück
aufs Spiel setzen müssen. Z.B.mussten WIR früher feststellen,
dass bei gleicher Zuwendung des Lehrers in der Schule, die Leistungen
nicht besser, sondern oft noch schlechter wurden.Ausnahmen dieser Zustände
wurden hier immer nur von jenen behauptet, die bestimmte Gruppen von Lernenden
bevorzugten um als gescheite Pädagogen da zu stehen. Dies war eine
besonders schlimme Form der Koruption, weil die Gesellschaft durch sie
rücksichtslos belogen wurde und den Betroffenen so falsche Masstäbe
vorgesponnen wurden. Das traurige Fazit ausbleibender Bildungserfolge
in den Schulen nötigten uns die Verantwortung ab, viele radikale
Schritte weiter zu gehen, als bisher,denn es offenbarte sich, die nicht
mehr zu leugnende Macht der unterschiedlich qualifizierenden Gene. Die
behauptete Gleichheit unter den Menschen zeigte sich also, als eine von
Sentimentalität gespeiste Fälschung der Tatsachen und eine Erfindung
missratener oder demagogisch unreifer Sozial-Politiker der Alten Schule
in der sich nichts änderte. Also änderten WIR es, das heisst,
WIR begannen es zu ändern und unsere KLON-Welt, vom theoretischen
Modell zur methodischen Praxis weiter zu entwickeln. Unsere Mit-Menschen
verstanden den Ernst der Lage und begannen endlich am gleichen Strang
zu ziehen, um die unbedingte Gleichheit aller Produkte mit entsprechend
smarten Prozeduren einzuleiten:Jetzt oder nie ,sagten sie. In den vorbildlichen
mathematischen Regeln über die Gleichungen fanden WIR das Modell
unserer herrlichen, universalen und elementaren Produkt-Philosophie für
unsere prinzipiellen Probleme und Konflikte .Das ist: Klon = Klon = Klon
= Klon = Klon = Klon = ! WIR werden keine Links-und Rechtshänder
sein, sondern mindestens beidhändig. Und WIR werden keine linkenden,
hinkenden Links-oder Rechtshänder mehr sein, sondern ein hybrides
Produkt-Imperium. Die EU-Genik verleiht uns die Würde dafür.
WIR wollen alle sofort gleich sein, wie all Nutztiere, die immer zur gleichen
Zeit, immer das gleiche Futter fressen möchten, und gleich behandelt
werden wollen, sonst fühlen WIR uns krank.
WIR wollen alle das Gleiche !
51
WIR
wollten es jedoch noch genauer wissen, um auch die größen Chaoten
und Dummköpfe zu überzeugen und WIR testeten mit Undercover-Agenten
wissen- schaftlichen Profilern den Begriff der 'sozialen Gleichheit' in
den bekannten sozi- alistischen Staatsregimen und politischen Randformen.
Was WIR da überall fanden, spottete wirklich jeder Beschreibung und
war ein übles Konglomerat aus linguistischen Phrasen und propaghandischer
Klischees, politischer Funktionäre,die sich herrischer und omnipotenter
aufspielten, als alle Diktaturen und Gottesanbeter zusammen. Allen sozialistischen
Spielarten fehlte grundsätzlich der Mut, die Moral,die Phantasie,
das Recht und die Instrumentarien, Gleichheit unter den Menschen, nicht
nur formelhaft vor dem Gesetz, sondern beweiskräftig herbei zu führen,
weil sie nicht wussten worüber sie eigentlich redeten oder es nicht
wissen wollten.In jedem Falle war ihnen entweder nicht zu trauen oder
sie wären besser in eine Nervenanstalt gegangen,was sie natürlich
nicht taten,denn dann hätten sie ihre Völker vor dem Schlimmsten
bewahren können, was sie so nicht konnten. Leider blieben die geplagten
Völker zu lange ruhig ,ganz einfach aus Angst an die Wand gestellt
oder ihres Besitzes beraubt zu werden. Die Skala entsprechender Strafen
und hinterhältigen Demütigungen kommunistischer Machthaber waren
fliessend und grenzenlos, bis sie entweder verjagd oder vor Gericht gebracht
wurden. Es war nachgerade ein notorischer Automatismus, die Ideale von
Gleichheit und Gerechtigkeit wie Fliegenleim in die Reden streuseln,um
die geblendeten Wähler so es sie überhaupt gab und geben
durfte-hinter ihre Fahne zu bringen. Es wundert also nicht, dass es in
unserer Zeit noch immer Sklaven und Leibeigene in Massen gab und viele
garnicht merkten welche zu sein und als solche unmündig und unfrei
dem Willen weniger aufgeblasener Funktionäre und Diktatoren gehorchen
zu müssen.Theoretisch einklagbares Recht war teuer oder gefährlich
und der Massenberuf des Rechtsanwaltes ein recht lukrativ gefragter und
gelegentlich sogar ein ehrenhafter.So verwundert es zunächst nicht
,dass WIR, die EU-Genik,es am Anfang mit viel schrillem Protest zu tun
hatten, der aber folgenlos blieb, weil es keinen Grund für ihn gab
unjd die Leute aus purer und blinder Gewohnheit randalierten und protestierten,
bis WIR dann zur stärksten Bürgerbewegung anschwollen und schliesslich
allein, das Fundament für unsere neue Gesellschaft, mit Vernunft,
Weitsicht und Ideen legten. Der gefürchtete und erlebte 'Leviathan'
sollte kein Futter mehr bekommen und das virtuelle 'Utopia' in unserem
'Sonnenstaat' der Gleichen sollte sich endlich verwirklichen, nicht nur
als literarisches Spielzeug,nach dem Vorbild der Insel der Wilden und
Seligen sondern als ehrliches Gebinde aus echtem Wissen und universaler
Verantwortung und nicht ein Orakel aus Luft und Fliegendreck. WIR ahnten
es nicht nur, sondern WIR wussten, dass der perfekte und glückliche
Staat,wie WIR ihn machtvoll begründen würden, das grösste
humane Gesamt-Kunstwerk aller Zeiten sein würde, ein sorgen-frei
und durchdachter Organismus,der durch und durch, mit seiner auto-matisch
geregelten und biometrisch programmierten Logik ,den ewigen Takt unseres
Klon-Paradieses bestimmen würde und wie ein biologisches 'Perpetum
Mobile', gegenüber dem bunten Flick-Werk der wütend stotternden
Natur und aller staatlichen Traditionen zuvor, reibungslos funktionieren
würde. Natürlich waren WIR umsichtig genug, um in der Geschichte
nach verwandten und gleichgesinnten Brüdern im Geiste zu forschen,
selbst in der Heilsarmee,um sorgfälig planend,nichts Verwendbares
zu übersehen und zu guter Letzt auch in der zur Karriere-Bourgeoisie
abgedrifteten, masslos degenerierten und konservativ versackten Sozialdemokratie
und ihren braunen bis blutroten Grünen,bei denen da und dort vielleicht
Berührungspunkte hätten sein können. Doch die Ergebisse
waren niederschmetternd und bis zur Karikatur verkommen:Dekadenz, Imponiergehabe,
Intrigantentum, Hochstapelei, korrupter Genossenfilz, Zivilisationsbrüche
und Verstiegenheit auf allen Ebenen und der bloss geheuchelte Wille und
Vorsatz nach Gleichheit und Brüderlichkeit unter Genossen und ihren
Klan-Familien braute sich zusammen zu einem bösartigen und unförmigen
Klumpen Macht gieriger Postenschacherer und korupter, heimlichen Selbstbedienung
an allen Ecken und Enden sowie inkompetenter Aufspieler.Und so einfach
war er dann eben nicht, der Weg in die Genossen-Welt. Da musste schon
mehr Substanz ins selbstgefällige Getriebe, als dreiste Attituden
und herrische Hetze und gockelhaften Mobbingterror. Die Menschen schwiegen
betreten, was die Machthaber demagogisch als Zustimmung vereinnahmten.
Und die Musik spielte dazu,i m Fernsehen, mit gelinkter Information und
Verrat hinter staatsmännischem Geflunker. Viele fühlten sich
immer schon zum Sozialismus hingezogen, der Gleichen berufen, aber niemand
war wirklich auserwählt. In summa und netto ergab also unser Sozialisten-Check
hier immer wieder nur die wechselnd dekorierte und besetzte Theateraufführung
von Orwells 'Farm der Tiere', als knarrendes Mantra eines dürren
Gestammels ohne Nährwert.Also:weder der christliche, der islamische,
der karibische Sozialismus, oder der wis senschaftliche Professoren- oder
Arbeiter-Sozialismus, weder der völkische,nationale, nationalistische
oder National-Sozialismus, weder der de mokratische, göttliche oder
liberale Sozia-lismus, weder der sudanesische,der asiatische, friesische,
Reform-, Früh- oder Göttinger Sozialismus, weder der bürgerliche
oder bäuerliche Sozialismus der Genossenschaften, Kolchosen oder
Kibuze ,weder der Sozialismus von Marx & Engels, von Stalin,Lenin
, von Hitler, von Mussolini, von Ulbricht , von Mao , weder jeder tierisch-verspiesserte
und verkalkte 68er- oder digitale Sozialismus ,weder der goldene,neo-,
post-, progressive, dogmatische Sozialismus, weder der pink-Krawatten
oder Deutschländer Sozialismus usw. konnten die Menschen geistig
oder materiell sättigen ,führten ins irre Abseits oder türmte
Katastrophe auf Katastrophe, denn bekanntlich will jeder Mensch im Grunde
seines ambivalent-klapprigen Wesens, wechselfibrig, heute dies und morgen
das,analog seines individuellen Wesens und jeder möchte immer mehr
sein und über den anderen stehen,wenigstens ein klein wenig und dabei
besser, schöner, schlauer sein als der andere. Aber immer gepeinigt
von der neu- rotischen Furcht, zu kurz zu kommen oder unfair behandelt
zu werden mit der Folge dann genau so zu handeln und nicht besser. Die
TV-Medien reizten diese wirren Triebe, bis zumr aufhetzenden kopflosen
Bürgerkrieg auf den Strassen uns Häuser und Autos brannten und
die TV-Medien freuten sich und machten Quote und billigen Cash und das
führte zurück,ins archaische Chaos. Da keimt vielleicht die
Idee es so einzurichten, wie der älteste Staat, also der monogyne
Ameisen-Staat oder polygyne Ameisen-Staaten-Verbund,der eine Monarchie
mit organisiertem Natur-Recht darstellt und augenscheinlich mit der ultima
ratio funktioniert. Dieses Modell haben WIR lange und gründlich analysiert,
denn es ist ja immerhin der Beweis eines gen-gesteuerten Staates und daneben
eine Staatsform, die bereits die Saurier mit Erfolg viele Jahrtausende
immer in gleicher Organisation und Formation überdauert hat. Das
musste qualitative Gründe haben. Und deshalb hat der Ameisenforscher
M.J.K.Badura seit 1969 auf die Vorbild-Funktion dieses Modells in vielen
Schriften und Fallbeispielen hingewiesen, wie auch viele vor ihm. Doch
die Menschen haben nun mal ganz andere Gene, mit erheblich komplexeren
Ansprüchen und Anforderungen, als die so anspruchslosen Ameisen,
die ja anders als die Menschen die Welt nicht mit einem stinkenden Zivilisationsschrott
überzogen haben. Also nichts Halbes und nichts Ganzes haben unsere
Sozialismus-Forscher auf der Suche nach Gleichheit und Gerechtig-keit
gefunden und es war uns ein Leichtes, die Menschen von der Richtigkeit
unserer Hochrechnungen aller Faktoren der EU-Genik zu überzeugen,
denn den leidenden Menschen blieb am Ende auch nichts anderes übrig,
als die Hoffnung auf unsere Werte. Ein Programmierer im Kolossarium sagte
uns lapidar mit seiner Sprache, die Genossen hätten bei der Bestimmung
ihrer Grössen, eigentlich immer die Variablen mit den Konstanten
verwechselt. WIR wollen das mal so stehen lassen. Die kommende Klon-Welt,als
Heil-Land der ewig Gleichen garantiert eben endlich Abhilfe vor Ausbeutung
und Ausgrenzung und es wird hier in unserem ausgereiften Staat keine Dummen,
Faulen, Behinderten, Kriminellen und Verrückten mehr geben, bis auf
eine winzige Zahl asozial heruntergekommener, aber bald ausge- storbener
Subjekte, denen die früheren Zustände ihr Gehirn verschimmelt
haben. Psychosomatische und individuelle Wahn-Effekte, wie eigenbrö-
dlerisches Schmollfinkentum und panische Amokläufer gehören
der ver- gangenen Welt an und die wird nie wieder auferstehen, sagt Prof.Dr.Psych.
Pfeiffler, der schon viele dieser Patienten erst mit Lachgas und später
mit Knallgas behandelt und diese Aussenseiter nach den Gesetzen der E-Tic,
dem Auflösungsheim zugeführt hat .Denn das ist ja das eigentliche
Gütesiegel unseres Klon-Staates, der da zügig kommen wird, zu
richten alle Ungläubigen und Gestrigen und zu schenken allen Staats-Gläubigen
das Glück der unbedingten Gleichheit ohne Abstriche. Es ist alles
geregelt Es kommt.
WIR sind doch keine Barbaren
52
Wichtigstes
Werkzeug unserer EU-Genik ist die EUthanasie: Der vorzeiti- ge,'gute'
oder 'schöne' Tod.Erfunden angeblich von einem philosophierenden
und hyppochondrischen Dichter aus dem antiken Griechenland, der vorschlug,
ein quälend-leidendes Leben, vor der Zeit, freiwillig, eventuell
mit der aktiven Hilfe anderer beenden zu dürfen: Eine Idee und Vorstellung
mit grossem Tiefgang und sozialer Flächenwirkung, die kurz da rauf
auch von Sokrates und Platon als letztes Mittel für eine grundauf
ge sunde, intelligente und psychisch überlegene Partnerschaft zwischen
Regierung und Volk angesehen und an- erkannt wurde, fern aller denkbaren
und realen Widersprüche traditioneller Privelegien. Durch ein beherztes
Eingreifen in die angeborene und ungerecht vererbte Verteilung von Talenten
und Schwächen, körperlicher wie mentaler Fähigkeiten, sollten
alle Ungleichheiten der genetischen Voraussetzungen geglättet und
Krankes vorurteilsfrei beseitigt werden, mit einem feinen staatlichen
Sinn für eine saubere und soziale Hygiene. Lange wurde die EUthanasie
als radikales, moralisch pornographisches Phänomen der politisierten
Pandora verteufelt , weil die Regimes, egal welcher Inhalte und Zeiten,
eine schlecht konstituierte und wild verstrickte Gesellschaft wollten,
in der sie ihren Gestaltungswillen, ihren Willen zur Macht, ungestört
auskosten, zelebrieren und austoben durften, um als friedlich, schlichtender
Soverän zu erscheinen, während sie ihre überzogene,f ast
überflüssige Exisenz, durch mieses und profilneurotisches Handeln
in der Exekutive dazu missbrauchten, die Menschen nicht nur durch Wahnsinns-Steuern
auszuplündern, sondern ihnen auch noch zusätzlich untilgbare
Schulden aufzubürden, bis WIR dann ein verzichtvolles Hungerjahr
einführen mussten, das so mit einem einzigen, grossen Schlag die
Finanzen wieder in die schwarzen Zahlen dirigierte, denn WIR hatten nachgerechnet,
dass es reichte, wenn die gesamte Bevölkerung,samt und sonders,etwa
ein Jahr lang auf die Hälfte ihres Einkommens zur Schuldentilgung
verzichten würde, dann wieder einen solventen, handlungsfähigen
starken Staat, mit allem Drum und Dran, ohne Zinsverschwendung, zur Verfügung
hätten. Freilich mit dem alten, über- forderten, korrupten,
politischen Personal, war das nicht zu leisten. Vorbedingung für
diese Diät war vor allem die Streichung vieler Diäten der Abgeordneten
und Fernsehmacher, um endlich eine demokratisch funk- tionierende Kommunikation
innerhalb des Volkes mit den eugenischen Prioritäten zu erreichen.
Nach ersten wirren brachte vor allem der Vollzug der EUthanasischen Hygiene
die heilende Wende, wie einst die Trompeten von Jericho, in die nun gereinigte
Welt. Das war vor zehn Jahren und das war nicht nur schmerzhaft, sondern
auch spannend lehrreich: Ein Jahr der sozialen Erfrischung, denn bekantlich
lernte der alte Mensch nur durch Schmerzen. Unser solidarischer Neustart
bedurfte keiner Krücken, der sich omnipotent wähnenden und selbst-befriedigenden
politischen 'Gestalter', die angeblich immer "neue", das heisst
übersetzt "eigene" Wege gehen wollten, um stolz "Geschichte
zu machen", ohne demokratische Legitimation durch das Volk, das man
glaubte, später schon, durch vollendete Tatsachen irgendwie platt
reden,"mitnehmen",zu können. Unser Staat beginnt jetzt
schon fast automatisch zu funktionieren und reagiert auf den kleinsten
Wink wie ein Schwarm genialer Heringe, ohne Schubs aus der politischen
Trickkiste. Da ist keine peinliche Differenz zwischen diskriminierender
Herkunft oder Eigenart. Da bedarf es keiner Nachhilfe von Illusionisten
aus den Zaren-und Zoren-Reichen sowie dem infantilen Milieu von Show und
Fussball. Erste sanfte und sanierende Schritte der Ausmerzung misslicher
und asozialer Gen-Ressourcen liefen bereits feiwillig und fröhlich
an, nach zunächst noch heillos verstrickten, widersprüchlichen,
nationalistischen, amateurhaft verkrauteten Reflexen, aus dem Fundus,
der alten Säulenheiligen, die fast zum vierten, fünften Weltkrieg
geführt hätten, wenn WIR, als weiser Rat der EU-Genik nicht
im letzten Augenblick durchgegriffen und unsere heilenden Netze über
all den öden Dünkel und irren Konservatismus geworfen hätten.
WIR mussten zunächst mal klarstellen, was Kultur eigentlich ist.
Welche Eigenschaften diesen Begriff eigentlich auszeichnen. Hier wurde
mächtig gesündigt und gewurschtelt wie zu Abrahams Zeiten, denn
der Begriff "Kultur", der sich richtigerweise vom Begriff des
"Ackerbaus" ableitet, wurde auf die albernsten Spass-Warzen
und Marken im verblödeten "Kultur-Geschäft" angewendet,
aber vor allem mit dem Begriff der "Zivilisation" verwechselt.
Das Werk einfältiger Politiker, die sich als gut-süchtige Fanatiker
gerierten und die noch halbwegs intakten Gesellschaften, durch eingeschleuste
Zivilisationsbrüche,in Recht, Gesundeheit und Bildung, mit Hilfe
der TV-Medien alt aussehen liessen, wie Weinpanscher und Hanswurste mit
der Lizens zum permanenten Schwachsinn. WIR haben sie zum Nachsitzen wieder
zurück in die Elementar-Schulen geschickt, in die kaukasischen Einöden
zum Acker-Bau oder ,wenn das alles nicht fruchtete, gleich in die Klapse
zum Scanning. Und so mauserte sich langsam unsere Gesellschaft zum Muster-Land
und schon bald konnten WIR den bestechend präzisen, euthanasischen
Nutz-Katalog für Flora und Fauna wie für die verschiedensten
Ethnien verabschieden, der allem überflüssigen und ungleichen
Sein und Wesen die Früchte unserer gerechten EU-thanasie brachte.
Analog zur Feuerwehr wurde ein EU-thanasie-Korps gegründet, das mit
allen Formen der endogenen Licht-und Alkohol-Therapie vertraut und unbedingt
befugt war, an allen Orten die reinigenden Oxid-Automaten zu installieren,
die, mit den Lach-Gas-Therapien und Gesundheits-Kuren, unsere Altlasten
von stark verseuchter Biomasse filtern und entsorgen sollten. Zwar arbeitete
der Hygiene Service in den Badeanstalten und Klimaanlagen ausgezeichnet,
aber es wurden hier, nicht gründlich genug, alle subjektivistisch
infizierten Individuen erfasst, so dass WIR uns nach etwas Beratung entschlossen,
dem Benzin weitere eugenisch heilsam wirkende Dämpfe bei zumischen.
Vielen dauerten diese Säuberungen aber viel zu lange, doch diesen
Ungeduldigen möchten WIR sagen, dass es nun auf ein paar Monate mehr
oder weniger, auch nicht mehr ankomme,bis unser Volkskörper sich
die übelsten Genfehler identifiziert und penibel desinfiziert hat.
Längst sind ja alle überzähligen und aussichtslos konditionierten
Alt-Völker südlich des Äquators sublimiert oder ausgestorben,wie
im Gross-Elektronischen-Reich 1984 bereits konzipiert und WIR werden den
Rest der Menschheit, nebst aller wildwüchsigen Natur folgerichtig
so weiter komprimieren, bis nur noch die optimale Matrix das vorläufige
Bleiberecht erfährt. Alle, die hier auserwählt sind,geniessen
das Vorrecht dem Königs-Klon mit seinen allumfassenden genetischen
Qualitäten einverleibt zu werden und geduldig zu warten, bis für
uns alle die Zeit für den Gang in die Klon-Automaten gekommen ist.
Unsere Wahrheit ist unteilbar und WIR nehmen uns jede Freiheit sie durchzusetzen,
wie es unser Modus verlangt.
WIR machen keine halben Wahrheiten.
53
In
einer ersten Studie haben WIR wichtige Eckpunkte aufgelistet, um später
die reibungslose Massenklonung zu gewährleisten. Richtungsweisende
Trainings-programme und Einschulungen in die Klonreife werden ab jetzt
von unseren Managern in den Fussballstadien modellmässig vorgestellt.
Prekäre und sonstige bildungsbedingte Zufälligkeiten oder Rückfall-Quoten
in den Idividualismus und asoziale Frei-Welt werden schrittweise zurückgeschnitten
und eventuell, nostalgische Phantomschmerzen, Verlustängste und trau-
matische Anfälle, die gelegentlich noch apokryphe Erinneungen an
alte Un-Zeiten hervorrufen könnten, werden in den Gesundheitsämtern
kostenlos behandelt, solange sie gutartig sind. Seltsam erfolgreiche Bürger
und verdächtig gut situierte Betriebe werden nach einem positiv valuierten
Sozial-Test von ihren belastenden Eigentums-und Erbrechten befreit und
kommen in den Genuss einer kostengünstigen Gleichstellung, die vom
lokalen Gleichstellungsbeamten sofort vollzogen wird. Im Nachschlagewerk
unserer =Behörde: "Unser Kampf für die Gleichheit",
findet der Leser ausreichende Anregungen für das gleichgebildete
und nicht eingebildete Leben sowie alle Einstellungen für seine geistige
Gesundheit, sofern er die Prinzipien der Gleichheit noch nicht völlig
verinnerlicht hat.Unser Staat übernimmt die komplette Vor-, Für-
und Nachsorge entsprechender Belange und verwaltet dann treuhänderisch
und genossenschaftlich denBesitz und das verbliebene Gut seiner Genossen,
die in den edel designten Werk-Banken und bürotaktischen Werk-Bänken
sozial verwaltet werden. Jeder Genosse geniesst im vorgeklonten Erwartungsstand
das natürliche Recht auf einen ihm zugeteilten Arbeitsplatz mit absolut
gleicher Teilhabe am jeweiligen Produktions-Prozess, wie alle seine Kollegen:
Eine Faktum, das nun endlich von der Gleichstellungsbehörde durchgesetzt
wurde. WIR sind sehr stolz darauf. Neidkomplexe können so nicht mehr
hoch gekocht werden .Einschränkend ist aber dennoch festzuhalten,
dass sich,nicht so selten, Gene im Laufe der Zeit verändern und den
eingestellten Charakter normenwidrig verunreinigen können. Diesbezügliche
Normen-Kontrollen sind daher unangemeldet notwendig und Abweichler müssen
dann neu justiert werden, wenn es nicht schon zu einem dauerhaften Zell-Schaden
gekommen ist.
WIR beschützen
54
Der
Staat muss genau wissen, für wen er arbeitet. Da ist jeder Euphemismus,
auf deutsch: "Schleimerei" nicht nur dumm, sondern verwerflich
und das hat den abgewirtschafteten Politikern, der alten Regierungen,
letztlich die Macht gekostet. Illusionistisch hatte man da den Durchschnitts-IQ
der Bevölkerung bei 100 zu Grunde gelegt. Angesichts der Tatsachen,
aber ein verhängnisvoller Irrtum, der den Menschen den schleichenden
Selbstmord beschert hätte. WIR haben nachgemessen und für unsre
kommende Klon-Brut einen IQ von 53,+ /-0 festgesetzt, der nun mit den
verschiedenstenMassnahmen langsam eingepegelt wird und bereits in den
Klon-Schulen in allen Lernprogrammen eingepreist ist. Ein IQ-Wert, der
freudig aufhorchen lässt, denn WIR wissen ja, dass es früher
krankhaft begabte Subjekte gab, die mit 150 fast das dreifache erreichten
und der Gesellschaft auf der Nase herumtanzten, nutzlose wie wirre Innovationen
erfanden oder in den brutalen Bildungs-Terror abglitten sind. Hass war
vorgegeben und das Kolossarium war alarmiert und schrieb abgespeckte Schul-Programme
vor, die niemanden mehr überfordern dürften und Unter-forderungen
fundamental ausschliessen. Die Psychologie ist hier verstärkt gefordert,
die Gleichheit der Ungleichen zu garantieren und auf dem IQ-Ideal von
53 auf der EU-Skala einzufrieren. Die homöopathischen Gaben in die
Lebensmittel wie der Geist des "öffentlich-rechtlichen"
Fernsehen, mit seinen doch wirklich gut gemeinten Dummheiten,
wie es asoziale Volksfeinde abschätzig bezeichnen, werden ihre Wirkung
automatisch tun. Wer jedoch die nützlichen Gaben verweigert oder
das Fernsehen abschaltet, dem drohen Operationen in seinem mentalen Zentrum,
die nicht immer schmerzlos ablaufen: Was sein muss, muss sein! Es ist
also Pflicht, sich peinlichst genau an die Anweisungen der digitalen Messtellen
auf den Strassen, den Gesund- heitskammern und während der Arbeitszeit
zu halten, immer online zu sein, egal ob mit Handy oder PC. Andererseits
droht der Zwinger. Das Lesen und Sprechen unterliegt der neu-staatlichen
Grammatik, die das Gedächtnis neu verlinkt und das Eigendenken auf
die neuen Werte sachgerecht einebnet. Da braucht sich niemand mehr seiner
mentalen Fähigkeiten oder Herkunft zu schämen was ja früher
schnell zu klassenkämpferischen Apokalypsen, Kriminalität, Vandalismus,
Missgunst usw. geführt hatte. Die täglichen Richtungs-Werte
der laufenden Gleichungsdiktate werden beim Fussball in einstudierten
Fan-Gesängen vor jedem Spiel von unseren Fans intoniert und feierlich
mit einem Begrüssungs-Gelöbnis wiederholt. So weiss jeder, was
ihm gut tut und was die Stunde geschlagen hat. Wem hier die Stunde
schlägt, der hat es auch verdient. Pharma-und Psychodienste
qualifizieren für die ehemals verwilderte und verkommene Bildungsarbeit
neu,humanistisch und gut verständlich. Schwere Inhalte schleifen
sich in den algorithmischen Kreisläufen der Angleichungsstrings wohltuend
ab. Kraftsport und Body-Styling wird Pflicht, besonders in den sitzend
zu ab solvierenden Brennpunkten der Pla- nungs-Ämter, der automatischen
Warenproduktion und den elementaren Erziehungs-Heimen. WIR kräftigen
so unseren regulierenden Staat und reduzieren seinen Verbrauch von Spritzen,
Drogen und Chemikalien. Allerdings sind Neid hervorrufende Spitzenwerte
oder körperliche Passivität dabei zu unterlassen." Mass
und Zahl" unserer Fachleute und Praktiker geben die Richtung vor.
Ein anderer Brechpunkt ist die hormonelle Ruhe. Wer etwa wiederholt seine
sozial nicht sozialisierten Liebschaften, Freundschaften und Bekanntschaften
nur privat pflegt oder libidinös basierte Impulse bei sich und anderen
wachhält oder auslöst muss aus Gründen der klongerechten
Harmonie, wegen dieser sexuellen Verwahrlosung, die schützende Vorsorge
unseres Staates, zum Wohle der Allgemeinheit, erfahren. Weil nicht sein
kann, was nicht sein darf. Zu enge und dreiste Beziehungen verletzen die
Gleichheits-Fürsorge gegen Jederman. Ein Grund-Prinzip, das mittlerweile
kaum noch missverstanden wird,weil längst klar ist, dass es kaum
etwas Destruktiveres gibt, als personalisierte und spontan praktizierte
Liebe in jeder nur denkbaren Art und Lage. Das Verhältnis zu Tieren
und Pflanzen ist in der1.Fibel zum Schutz der Nutz-Biologie sowie in der
2.Fibel zum Kampf gegen die Wild-Biologie klar und überrsichtlich
aufgelistet und auch straf rechtlich ausreichend begründet. Haus-
und Kuscheltiere werden noch eben grosszügig geduldet, sofern sie
genehmigt und auf ihre gesundheitlichen, nicht willkürlichen Emotionen
und risikolosen wirkungen zweifelsfrei getestet wurden. Näheres regelt
die Gesetzes-Sammlung aus dem Jahre 1984 des Gross-Elektronischen Reiches,
sowie der Produkt-Index mit seinen vier Kategorien. Formulare dafür
können im Internet heruntergeladen werden. Bürgerrechtler mit
dem goldenen Kreuz auf blauem Grund, wachen darüber, dass die EU-Regeln
der Bewegungsfreiheit in Familie, Schule und Produktions-Modulen strikt
eingehalten werden und unsere Erzieher erziehen nach dem japanischen Prinzip:
"Nägel, die zu weit herausstehen müssen zurückgeschlagen
werden". Wer hier nicht seine Pflicht tut oder sich nicht an die
vorgesetzlich geschützten Werte unserer Tugendwäch ter und die
Gesetze unseres Normen-Katechismus hält, der wird alsbald ausgemustert,
ohne Chance zur Rehabilitation. Ebenso ergeht es allen, die eugenische
Fehlleistungen nicht sofort in den Knoten melden. Null-Toleranz gegen
jede Art von Freigeisterei ist sowieso selbstverständlich, denn wer
will nicht die nützlichen Lehren aus der verseuchten Vergangenheit
ziehen, bei der jeder tun und lassen konnte, was er wollte und nach der
Devise lebte: "Jedem das Seine". Ein goldrichtiger Grundsatz
zwar, von Platon, unserem grossen Lehrer, der aber immer wieder nach Lust
und Laune von albernen Geistern verballhornt wurde, wie vieles andere,
wahre Gedanken-Gut auch, das von zeitloser Dummheit auf den Kopf gestellt
wurde, nicht so im 3.Reich. Noch keine schnelle Antwort wissen WIR auf
die ungleiche Verteilung von Land, Wasser und Klima, aber im Kolossarium
wird nüchtern genug daran gearbeitet bis WIR auch hier einen Ausgleich
gefunden haben werden, genauso wie WIR beim Klima und da zu ordentlichen,
regelhaften Zyklen kommen und Wind, Wetter und Temperatur in unserem Sinne
domestiziert haben. Vorbereitet wird dieses hochbrisante Projekt bereits
durch die zügige Einebnung der Täler, Berge, Flüsse und
Meere. WIR sind zuversichtlich die nötigen Kräfte und Werkzeuge
dafür in sichtbaren Zeitfenstern in Stellung bringen zu können
um auch bei diesen extremen Zuständen, die Machtverhältnisse
umzukehren. Dagegen haben WIR die Bewegungsprofile unserer EU-Genossen
längst wirtschaftlich günstig automatisieren können und
da gibt es nur noch wenig überflüsige Streuung. Dies ist eine
einheitlich, solidarisch und brüderlich durchgerasterte Leistung,
die kaum noch Lücken,Nischen und undefinierte Freiräume für
Strolche und arbeitsscheues Gesindel offen hält.,denn WIR dulden
keine seichten Extras. WIR arbeiten sorgsam, stramm, aufrichtig und umsichtig
nach unserer Verfassung und ihre Nomenklatur und Diktion mit ihren fortgeschrie
und den forgteschriebenen Agenden, um der undurchschaubaren und ungerechten
Existenz von Gestern einen festen Halt zu geben und das würdige und
titanisch nötige Selbstbewusstsein für Morgen in die Köpfe
der Menschen zu bringen, wie es unsere Gesetze so unmissverständlich
einfordern. Eingedenk der fundamentalen Einsicht, dass die vergangene
Ethik , nichts weiter war, als Feigheit,Aberglauben und närrischer
Folklore,die uns keine rühmliche,sondern nur gottgewollte Schicksalsschläge,
an denen unser Verstand zu zerbrechen drohte oder unseren uralten Kleinmut
zur Verzweiflung trieb. Doch WIR richteten das Übel und WIR richteten
uns auf und wurden immer stärker, wie es schon in der Bibel im Buch
der Weisheit 2 / 11 so einfach und vielversprechend heisst: "Unsere
Stärke sei die Norm der Gerechtigkeit ; denn es erweist sich das
Schwache als wertlos",ein wahrer Spruch in der mancherorts immer
noch teuflisch angebeteten, willkürlichen Potenz aller wilden Ursprünge
aus biblischen Zeiten.
WIR sind gerecht und WIR denken an Alles
55
WIR
sind der Wahrheit auf der Spur und riechen wie talentierte Spürhunde
bereits das Innerste aller Erkenntnisse. Gerechtigkeit ist nicht zum Nulltarif
zu haben und es bedarf aller nur erdenklichen Mühen,um in ihren Genuss
zu kommen und es bedarf leider einer zähen und harten Konstitution,
um sie zu erringen und auszuhalten. So kann es niemanden verwundern, dass
wir in Form von Musterungen die Eignungen aller einzelnen Subjekte herausfiltern
und randständigen Ballast abwerfen müssen. Ein Dilemma, im übrigen,
und sattsam bekanntes Phänomen, der noch immer herrschenden Ungleichheit
auf unserem blauen Planeten. So erschrecken Sie bitte nicht, wenn Sie
demnächst den Musterungsbescheid mit Ort und Zeitangabe in ihrer
Post fvorinden, zu dem der Bevölkerungs- und Heimatschutz Sie und
jeden einzelnen verbindlich einläd. Wer nicht erscheint wird automatisch
ausgemustert und in das Hospiz der Totenfreunde (Thanatophilus Sinuatus)
beordert, eine Einrichtung der Sicherungsdienste. Der Musterungs-est prüft
die Mittelmässigkeit der Bevölkerung und mustert alle aus, die
auf Grund stark erhöhter oder zu niedriger Werte auffällig werden.
Unsere Zuchtrichter haben ein einfach zu handhabendes Regelwerk geschaffen,
um entsprechend asoziale Subjekte heraus zu fischen, die körperlich
und geistig als abnorm zu bezeichnen sind und alsbald den Sicherungsdiensten
übergeben werden müssen. Es sind viele, aber nicht zu viele.
Der Test, der bei der Bevölkerung auch als Ideoten-Slalom verschieen
ist, wird peinlich genau und von korruptionsunfähigen Prüfern
durchgeführt und wer hier nicht auffällt, kann als Gebilderter
und gültiges Mitglied in unserer Gesellschaft angesehen werden. Die
einzelnen Tests fussen auf den verbesserten Kriterien der alten, wilden
Olympiaden, bei denen aber nicht elitäre, sondern bodenständige
Kriterien der Leistungsfähigkeit, mentaler und körperlicher
Art, den Ausschlag geben. Bitte verstehen Sie, dass WIR natürlich
die Tests im Einzelnen hier nicht bekannt geben können, um mogeln
und spezielles Training davor auszuschliessen.
WIR bilden
56
War
es denn ein Wunder,dass bereits die Kinder in den Schulen die Mathematik
und alle logischen Wissenschaften verhasst waren? Da erzählte man
ihnen auf ungeheuer komplizierte Art und Weise, wie z.B bereits die Babylonier
Gleichungen dritten Grades lösten, aber den Sinn einer Gleichung
vermittelten sie nicht. Die Quadratur des Kreises etwa oder die Verdoppelung
eines Würfels oder die Dreiteilung des Winkels waren Probleme,die
die griechischen Mathematiker beschäftigten, aber was konnte man
schon praktisch damit anfangen. Es waren halt abstrakte oder konkrete
Probleme, die so unwichtig schienen wie der Flug von Sternschnuppen. Und
Galileo Galileli versuchte das Fallen eines Steines in einer mathematischen
Formel auszudrücken Schert es etwa Vögel, woher die Körner
kommen und wie sie entstehen. Das tun sie nicht, sie fressen sie einfach
auf.Rene Descartes empfahl zum Verständnis der Welt, die Formen der
Universalmathematik zu benutzen. Aber welchen Sinn konnte das haben,bei
so viel Unverstand in der Welt. So sehr die Naturwissenschaften den Verstand
auch zu schärfen und einzubringen suchten, um so mehr griff logischer
Weise der Unverstand um sich oder wurde erst dadurch bemerkt. Das war
die Sternstunde der Philosophie, die hier ein Fass ohne Boden aufmachte
und zahllose Probleme und Widersprüche im rationalen Denken durch
das rationale Denken selbst entdeckte oder erst erfand. Unabhängig
davon aber, ob der Verstand nur den Unverstand produziert oder der Unverstand
erst den Verstand auf den Plan ruft oder beide nur theoretische Pole einer
siamesisch verwachsenen und rhetorischen Doppelbödigkeit darstellen,so
haben beide doch den gleichen Makel ,sie erteilen nur Lehren aber sie
lösen keine Probleme und können sie auch mit ihrer Sprache nicht
ausdrücken. Den Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Hybrid-Kultur
unserer EU-Genik, die nicht das zusammen wachsen läßt, was
ohnehin von alleine zusammenwachsen würde, sondern sie schafft neues
Wachstum,in dem sie zusammenwachsen lässt, was von alleine nicht
zusammenwachsen würde, jedenfalls bis jetzt nicht auf unserem Planeten.
So ist die hybride Methode immer eine zwar sehr künstlerische, die
sich genau zwischen Verstand und Unverstand eingenistet hat, aber erst
die EU-Genik ist in der Lage zu bestimmen, in welchen Rangfolgen die Wirklichkeit
mit ihren gedachten und ausgedachten Phänomenen zu sehen und schließlich
auch zu regieren ist. Obwohl also die freie Kunst unserer EU-Genik nahe
steht und wie sie neu vernetzte Beziehungen produziert und erfindet ,
weigert sie sich aber leider beharrlich, ihre gedachten und erfundenen
Phänomene, einer hierarchischen Rang-Ordnung zu unterziehen, so radikal
und so systemisch wie es nur die EU-Genik mit ihrer Hybrid-Kultur, nicht
nur als unbedingt notwendig erachtet, sondern auch mit allen Konsequenzen
und Mitteln in die Tat umsusetzen weiss, um endlich der Menschheit ,nach
Millionen von Jahren, eine würdige , angstfreie Zukunft zu schenken.
Die Einheitstheorie von Allem ist unser hybrides Kapital. WIR haben es
in Hülle und Fülle und in allen Währungen und mehr davon,
als Einstein und alle alten Physiker und Mathematiker zusammen. WIR die
EU-Geniker sind weiter.
WIR haben die beste Weltformel
57
Es
ware ein verhängnisvoller Irrtum anzunehmen, auf die Grundlage der
vier Grundrechenarten und primitiver Computer- Simulationen und einer
handvoll alter Weisheiten, eine Hochrechnung auf unsere Zukunft anstellen
zu wollen, wie es uns die Politiker und ihre Administration ständigt
immer wieder weis zu machen suchten, um Gelder zu erschleichen. Glatte
und gefällige Gutachten und Sentimentalität summierten zusätzlich
ein unreifes Gebräu verschmierter Ideologien und Halbwahrheiten,
die in dem letzten Medien-Staat, die Köpfe mit gelinkten Gleichungen
für Stimmen, Quoten und Programme zu ködern suchten. Ihnen allen
war nicht klar dabei, daß dank ihrer unbescheidenen Anmaßungen
und den bescheidenen Wirkungen, die Welt immer unnahbarer, zerrissener
und undurchsichtiger wurde. Es hätte ihnen zu denken geben müssen,
tat es aber nicht und es war ihnen auch völlig egal, Hauptsache sie
durften irgendwie weiter wurschteln. Bereits 1971, also lange genug vor
dem Club of Rome: "Grenzen des Wachstums", sah der Freigeist
und oberschlesische kunst- philosophische Mathematiker Michael Arudab,
den y-Wert auf der x(t) - Achse der Parabel nahezu senkrecht stehen: Eine
Entwicklungsstufe, die den Absturz der Menschheit,nicht nur abstrakt,
auf der exponentiellen Fieberkurve ankündigte, sondern in der Tendenz
bereits als unumkehrbare Realität darstellte. Doch die gestaltenden
Politiker und ihre Weihrauchschwnker verdross das nicht. Sie änderten
ihre Schemarismen nicht, wohl aus dummen Trotz und um ihr Gesicht zu wahren,
auch wenn das schon sehr schrumpelig oder entsprechend aufgeblasen auf
der Bühne stand und was viel schlimmer war, nur noch Geröll
und giftigen Rotz absonderte. Und so können WIR jetzt nur singen:Ja,so
warn's,ja so warn's, die falschen Rittersleut und hatt ein
Ritter den Katarrh, glaubens mir, es war amol. Es bedarf hier nicht
der sehr anstrengenden Lektüre Hegels, festzustellen,dass es den
sogenannten,aber selbsternannten Eliten an jeglichem "Geistbegriff"
so sehr mangelte,wie einer Maschine ein richtiges Gehirn mit zwei intakten,
zusammen und nicht gegen einander arbeitenden und kommunizierenden Gehirn
Hälften. Es gehörte eben zur 'Weisheit' der Alten Welt, Material
gegen Geist und Fabrikation gegen Technik und rotgrüne Binsenweisheiten
gegen Innovationen auszuspielenund so immer reicher an Einfalt und nicht
an Substanz zu werden. Als sprechender Indikator dafür waren u.a.,
auch die ehemaligen Bun--despräsidenten Köhler und Wulff anzuführen,
die neben ihrer ökonomischen Beflissenheit, über keine kulturelle
und plebiszitäre Legitimation verfügten, sondern nur über
äusserst schmale, politische und dünne Ideologien über
den EURO und Aldi-Moral unds die Partei,i ns Amt gehievt wurden. Unsere
EU-Genik ist dagegen keine Fachideotie, verklemmter und geltungssüchiger
Vereinfacherer, sondern die erfahrene Quint-Essenz eines extrem und vollständig
vernetzten Wissens, das in seiner Weitsicht und im Besitz der einzigen
Weltformel, neues Leben schafft und mit den Resten der alten Welt verbindet
und klassenkos durchdringt, grenzenlos, ohne Ausnahme und Scheuklappen
und so die neue Anthropologie begründet. Heute erweist sich die überragende
Kompetenz der EU-Genik und ihre normende Kraft als alleiniger und mächtigster
Schutz-Wall, gegen alle Tücken und Macken, törichter Natur-
und Menschen-Gewalten, vom Urknall bis zum Dummdumm-Knall noch nachwirkender
Kriege und Kathastrophen von gestern . WIR sind von heute und unsere feingestuften
und feingewebten Treppen-und Stufen-systeme unserer digitalen Steuerungs-
und Navigations-Module regeln im metro- nomischen Gleichtakt und Gleichklang
die Kreisläufe überall mit den einfachen Befehlen: u.a. "load",
"run", "save", "return", "return",
"ok",mit ja und nein, mit eins und Null, wird die eckenlose
Verrundung auch der kompliziertesten, bizarrsten Bewegungen mit algorithmisch
verschachtelten, Pirouetten gewährleistet. Als Beispiel nennen WIR
hier das "kristallgesteuerte Ei" aus dem Jahr 1984, das seine
immer wieder identisch reproduzierbare Genese, im ewig endlos wiederholbaren,
Kreislauf, ovoider und gestaffelter Bahnen und Kaskaden beweist. Das ist
kein Wunder, sondern das Resultat unserer intensiven Programmier-Forschung
und Praxis am lebenden Objekt.( Ferner nennen WIR hier den 'drehenden
und kreisenden' Eiweissklumpen aus dem Klumpen-Museum,Jan.1970). Dies
alles führte schliesslich zu einem wichtigen Lehrsatz: Die natürliche
Logarithmus-Funktion bricht das Chaos der üblen, tödlichen Expontial-Funktion
in der Realität der laufender Prozesse. Es bedeutet: Die höllisch
wirkende Expontial-Funktion, die allen dynamischen Schandtaten auf unserem
Planeten den Takt vorgibt, wird so im sanftem Bogen in die ein-ebnende
Reduktion der Logarithmus-Funktion, in hohem Bogen abgebogen und verkehrt,
auf dem absoluten Wert: + /-Null endlich>> <<unendlich auf
der horizontalen Basis eingelogged. Dies gelang der EU-Genik gerade noch
rechtzeitig,auf dem Scheitelpunkt des grauenhaften Wahnsinns, vor dem
Absturz ins sausende Nichts, dank der besonderen Hilfe der logistischen
Meister-Leistung und Kunst unseres Schach-Gross-Meisters, der im einmalig
verträglichen Konsens, seine rechnerisch hochtrainierten, anti- zipatorischen
Strategien in den Dienst der terrestrischen Sache stellte. Er tat dies
nur, weil auch er vom kommmenden Glück unseres Weges überzeugt
war. Ebenso befördert die logarithmische Reduktion aller dynamisch
wuchernden Prozesse, die Wende zum zeitlichen Kontinuum aller biologischen
Bewegungs-Räume und ehemaligen Un-Gleichungen, bis zur homo-genen
Ruhe und endlich zum wirklichen Frieden in der belebten Materie: "WIR
haben den Bogen raus" und das Eliminieren aller ständig steigernden
Triebkräfte ist bekanntlich die wichtigste Voraussetzung für
die blühende und gedeihliche KLON-Kultur, in der Begriffe wie Zeit,
Bewegung, Imagination, ihre destruktive Macht nachhaltig verloren haben.
Endlich erfahren WIR, wie sich die echten Kreisläufe reibungslos,
taktgenau, immer und immer wieder identisch um den selben Kern drehen
und die Dominanz ihrer unberechenbaren und scheinbar grenzenlosen Spiralverläufe
in berechenbare Kreisläufe gezwungen haben. WIR sind keine ziellos
kreisenden Spaziergänger oder Kreisläufer. WIR kreisen ein und
schliessen den Kreis für immer.
WIR wissen, wovon WIR reden
58
Nein,es
ist kein Traum des Narziss,kein blosser Spuk,keine literarische Künstelei
aus Worten und es ist auch nicht das dramatische Endspiel des ausgebrochenen
Wahnsinns beim erst so arm sich fühlenden und jetzt so reich beschenkten
Narziss,mit Hilfe unserer Klon- Philosophie. Dieser Narziss, der sich
nur selbst lieben konnte, aber immer nur kurz sein spiegelverkehrtes Andlitz
im Wasser unverzerrt sehen konnte, bevor es die Wellen es wieder hässlich
in wogende Fetzen zerrissen und der kräuselnde Wind hässliche
Fratzen gebar. Wäre er noch von unserer Welt und nicht schon längst
in winzigen Teilchen verwest,so wäre er jetzt das glücklichste
Wesen dieser Erde, denn WIR, die erlösenden Meister könnten
ihm die grösste Wonne bereiten, sich selbst, ganz lebendig gegenüber
stehen zu können,sich nicht nur von seinem vergänglichen Bildnis,
als Trugbild des Wassers unerbittlich narren und verunstalten zu lassen,
als virtuelles Spiegelwesen,immer nur spiegelverkehrt zu sehen, ohne Eigen-Gewicht,ohne
Atem, weniger lebendig und auch nicht tot ,sondern in voller organisch-körperlichen
Unversehrtheit und Funktion, als identischer Menschen-Klon, als ideale,lebende
Kopie. WIR, die KLON-WELT könnten ihm und jedem anderen, ohne Ausnahme,
dieses pralle Glück bescheren,bald überall, für immer und
wie immer schon so ersehnt und erträumt,hier, auf unserer Erdkruste,
dem einzigen und ersten Geburts- und Heimatland der wirklichen Klone,des
unvergleichlichen Klon-Reiches. Ausgestattet, gratis dazu, mit allen optimierten
Prädikaten des hochgezüchteten hybriden Eu-genikers. Da glaubten
doch die alten Hominiden,dass es das Grösste sei, sich selbst im
Fernsehen bewundern zu dürfen, als erleuchtetes Hinter-glasbild wie
ein Kirchenfenster, falls sie überhaupt zu dieser so ausgezeichneten
Schar von Menschen gehört hätten. Doch was ist das schon,im
Gegensatz zum eigenen,lebendigen Klon. Noch stehen WIR kurz vor diesem
Quantensprung, aber bald schon wird sich der Traum des Narziss in Wirklichkeit
verwandelt haben und ganz nebenbei auch die Trugbilder der Maler, ihre
Selbstbildnisse und Portraits, als lächerliche Versuche herausstellen,
so etwas wie einen Abklatsch einer Person zu fabrizieren. The Medium
ist the Massage etwa oder Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen
Reproduzierbarkeit, diese stolzen Feststellungen zweier alter Gurus
, haben sich längst als überholte und hoffnungslos voreilige
Schlagzeilen erwiesen,sie spiegeln eben nicht mehr unser Wissen und Wünschen
in Gegenwart und Zukunft, sondern treten nur auf der Stelle stumpfer und
dumpfer Ahnungen der alten Welt. Der verwirklichte Klon aber wäre
sicherlich die absolute Erfüllung des Narziss, und nur er wäre
das treue Ebenbild und der Masstab seiner selbst und er brauchte nicht
mehr melancholisch und traurig ins Wasser zu starren um sich seiner wirklichen
Liebe, eben der Selbstliebe hingeben zu können. Er könnte gewiß
sein, genau die gleiche Liebe vom Klon zurück zu bekommen,wie er
zu geben bereit wäre und nichts täte er lieber und immer wieder.Er
würde mit ihm aufwachen und einschlafen, ihm würde er nicht
mehr von der Seite weichen,der,den er glaubte früher nur schemenhaft
im Wasser finden zu können,ihn hätte er nun endlich gefunden,
materialisiert und beseelt,nicht nur als mythologische Imago und Larve,
sondern aufgestiegen, beispielhaft zu ihm und für uns in die Lebend-Welt
und heraus aus der virtuellen Schein-Welt. WIR, die Eu-Genik, wollen eben
nur das Beste für die Menschen WIR geben ihr sich selbst zurück,was
sie kaum richtig kannten oder glaubten verloren zu haben, obwohl sie es
noch nie wirklich besessen hatten, nun bald ewig besitzen werden: Das
selbst erkannte ICH. Wr taten ews für uns alle, die WIR ja alle zu
Klonen werden und unsere leidenschaftliche Sehnsucht nach Gleichheit und
Abwesenheit jeder Fremdheit, zwischen uns und den anderen und der ganzen
Welt. Das ist ja noch eine Stufe weiter und Narziss, der ja in uns nur
noch in der Erinnerung lebt,wäre in einem Rausch der erfüllten
Seligkeit Und WIR mit ihm, die WIR alle das noch vor uns haben.Alle Menschen
werden nicht bloss Brüder, sondern Klone. Die schillernde Hymne,
die von der reinen Vorstellung von uns,i n die Realität transformiert
wird, nicht nur als lierarisches Elfenbein, nicht als dünnhäutige
Kopie eines Malers, nicht nur als fotografisches Silberbild auf Papier,
nicht nur als dreidimensionales Konstrukt aus dem Computer, nicht nur
als totes Gestein und nicht nur als Lied, so werden WIR uns selbst gegenüberstehen,
nebeneinander spazieren gehen und miteinander reden und nichts wird falsch
dabei sein und WIR werden uns sofort verstehen Gedanken, denn WIR werden
alle vom Gleichen Geist und Fleisch und Blut sein wie die anderen mit
uns. Was waren denn schon die einfältigen Bildnisse zuvor, die sich
bei genauem Hinsehen als farbiger, vertrockneter Schleim aus Harz, Ei
und Firnis erwies. Was sollten denn schon die fahrigen Pinselspuren auf
den Leinwänden und die Narben blinder Wahrnehmung im Gestein bedeuten.
Doch nur weniger, als der Rest einer ReptilienHäutung. Es war doch
nur die winzigste Spur unserer Selbsterkenntnis, die immer wieder nur
tote Schemen produzierte. WIR haben es ermöglicht, WIR die grössten
Menschenfreunde dieses Planeten. Näher als jeder Verwandter,näher
als jeder nur etwas ähnliche Doppelgänger, ähnlicher selbst,
als eineiige Zwillinge.Immer und immer wieder sich also identisch selbst
zu begegnen, sich selbst aus Distanz oder grösster Nähe zu beobachten
und zu wissen, was man will ,egal mit welcher Geste und Stimme es und
zu hören, bei allen,noch so komplexen Szenerien Problemen und Aufgaben.
Mit gleichen Augen und Sinnen zu verstehen, zu erleben,was immer es ist
und war,das ist es doch, wonach WIR alle immer schon strebten, wie Narziss,
mit aller Kraft die Gewissheit zu haben, dass in dieser so glücklich
gewandelten Welt der Gleichen,wo es nur noch meines gleichen oder unseres
gleichen gibt, in immer grösserer, beliebiger Zahl Unendlich generierbar,
wachsend, hundertfach, millionenfach vermehrt und immer imehr vermehrt,
dies ist das Glück, das unbeschreibliche, das WIR immer nur frustriert
vermisst haben: So nicht nur einmal zu existieren,sondern als riesige
Streitmacht, so weit das Auge reicht und noch viel weiter,mächtig,
in und zu unendlichen Ornamenten vereint. Dies ist das dauerhafte Glück
ohne jegliche Verstimmung, ohne Streit, wie es das ja selbst bei frisch
Verliebten füher selten vorkam. WIR hatten es so oft beschworen,aber
glaubten es im Grunde selbst nicht zu erreichen,wie denn auch wenn es
auch in Märchen, Legenden, Sagen, Mythen, Religionen und Filmen uns
tausendfach simuliert wurde, aber natürlich niemals Wahrheit wurde.
Aber die klügsten und wissensten von uns ließen nicht locker
und setzten Atom auf Atom und Stein auf Bein , bis zum tatsächlichen
Sein ,wie es die Vorsehung uns in die Wiege gelegt hat. WIR haben es jetzt
verdient, die süsse Spritze ins Rückenmark und das Serum Wahrum
in unsere Neo-Platine, WIR wollten es und jeder weiss,wie sehr WIR uns
danach gesehnt hatten.
WIR sind angekommen
59
Die
Aufgaben für uns, unser geliebte Volk zu erziehen und zu bilden,
sind zahlreich und scheinbar wie im Kaleidoskop zerspittert, wenn es gilt
treffsichere Aussagen zu machen, die WIR auch gebrauchen können.
Da erreichte uns unter vielen anderen das Schreiben eines ehrenamtlichen
Pensionärs, das WIR hier einbringen wollen: Die natürlich
unterschiedlich motivierten Texter und Redner benutzen die Sprache gewöhnlich
um eine qualifizierte Aussage zu machen, die einem weiterführenden
Gedanken ein Gesicht verleiht und irgendeinen Punkt eines gemeinten Faktums
näher bezeichnet oder schrittweise weiter bringen möchte. Das
klingt einfach und verständlich ist aber nicht selten der Grund tiefster
Abgründe des Selbst- wie Weltverständnisses, weil hier das künstliche
Schema der Sprache an die Stelle von wirklichem Sein tritt und es stellvertretend
ersetzen soll ,oder das künstliche Schema der Sprache den sich virtuell
kreuzenden Prozessen im Kopf eine Struktur und Bedeutung geben soll, die
mit ihr garnicht faßbar sind, weil es sich eben nicht um statische
Gegenstände, sondern um fließende Prozesse handelt,die hier
zu finalen Aussagen, zu Aus-Sagen, gehärtet werden sollen und dabei
auf einen Adressaten treffen,der in ähnlichen Verständnis-Konflikten
steckt. Was soll da also mit der oder durch die Sprache schon an Gewißheiten
oder auch nur Kommunikation herauskomen, als das ,was in der Geschichte
oder zwischen Menschen immer herausgekommen ist : Mißverständnis,
Unverständnis, Hochstapelei, Demagogie, Manipulation, Verblendung
und durch und durch Irres oder Irritierendes, aber wenig erhellende Erkenntnis
oder plausible Logik, bestenfalls subjektives Bekenntnis: Das armselige
Fazit einer zumeist immer verspäteten Einsicht. Das Wort Aussage
könnte aber auch bedeuten, daß aus einer Sage,also einer irgendwie
undeutlichen Herkunft , etwas heraus gesagt wird, was dann mehr Klarheit
bringen soll, als nur die Ahnung einer dauernd verhangenen Realität.
Das wäre immerhin ein ganz beträchtlicher Anspruch ,der besagen
würde, nach der getroffenen Aussage endet die Sage und es beginnt
die Wirklichkeit oder die Wahrheit von X im Quadrat. Den nüchternen
Zeitgenosse wird dabei die berechtigte Sorge peinigen,daß es so
viele wirklichkeiten oder wirkliche Wahrheiten, wie es Aussagen gibt,niemals
geben kann, sondern in jedem gemeinten Falle wahrscheinlich immer nur
eine einzige, wenn überhaupt. Das könnte die Meinung vertiefen,
daß zu viel geschrieben und geredet wird. Dies immerhin eine ganz
wichtige Erkenntnis der EU-Genik, die sich hier wohl auch im Einklang
mit allen wahrhaft aufklärerischen Philosophen befindet. Doch es
gibt eben auch die normalen Menschen, die durch Rede und Sprache den Stau
im Gehirn und Bauch abbauen oder abbauen müssen. Bei all den wirbelnden
Ungewißheiten und zweifelhaften Aussagen, mindestens eine psychische
Notwendigkeit und auch Konsequenz, die Not wendet zur Befriedigung,dem
Frieden und der Verständigung auf Zeit.Einer, der etwas aussagen
will und nicht das Glück der Autisten teilt, der kommt eben nicht
um irgend eine der vielen Sprachen herum: Die wortlosen Bild- und Körpersprachen
oder die unendlichen Verbalsprachen ,deren bunten und beliebigen Inhalte
wohl nicht mal die Wahrscheinlichkeits-Rechnung zahlenmäßig
auswürfeln könnte. Und hat da nicht jeder, leider oder dankenswerter
Weise, auch nur seine eigene, oder angelernte oder fremde Sprache, ohne
professionellen Dolmetscher? Ein Tatsache,die zumeist alles und jeden,von
einem gewissen Punkt an, überfordert? WIR wollen es garnicht nicht
wissen, doch die Wahrheit versteckt sich unerkannt in und zwischen all
diesen Versuchen und Hypothesen, verkleidet sich sprachlos und geht lächelnd
und unerkannt ihres Weges, wohin, woher , warum? WIR wissen es nicht,
allein gelassen und belassen und wenn unerwartet vom Blitz der Erkenntnis
getroffen, dann unbemerkt und nicht betroffen, wie ein unterforderter
Mathematiker, der auf das Zählen von Zaunlatten reduziert wird. Die
so genannten oder sich selbst so benennenden Schriftsteller, sind oder
scheinen da schon schlauer zu sein und vertreten eher die Vorstellung,
es komme mehr darauf an, was zwischen den Zeilen gesagt und ausgesagt
wird ,als was konkret in den Zeilen zu lesen ist oder in Redepausen hoch
kommt. Gemeint ist nicht die Masche, sondern das Netz, der Kontext, mit
dem diese Schreiber auf Menschenfang gehen oder bloß um Verständnis
flehen oder selbstgewiß beseelen, beschämen, belehren, begeistern,
bestechen oder belustigen wollen. Wobei sie natürlich wie bei einem
Vertrag auf beide Seiten angewiesen sind und mit ihrer Kunst womöglich
schnell am Ende sind , wenn ihn der Leser nicht versteht und daher keine
Lust und Notwendigkeit verspürt mit ihm auf die Reise zu gehen wie
Candide mit Pangloss. Und dann das Sagen immer nur in Sagen,also im diffusen
Raum endet. Doch wenn er, der Schriftsteller oder Redner , von ihm, dem
Zuhörer oder Leser, schnell verstanden wird, dann sollte er sich
ebenso schleunigst fragen, warum er überhaupt diese Mühsal des
Schreibens oder Redens auf sich genommen hat. Doch wenn er, der Leser
und Zuhörer etwas auch nur halb verstanden oder nicht verstanden
hat, dann sitzt er mit dem Schreiber in der selben Falle und verstehen
sich verständnislos. Doch der Schriftsteller lehrte doch, WIR sollten
mehr zwischen den Zeilen lesen, wie es die Anwälte und Richter tun
(die ja gelegentlich noch ehrenwerte Leute sind), denn da setze erst das
richtige ,das höhere Verstehen an und damit ein weiterer Ärger,
denn nun handelt es sich nicht mehr nur um eine sicht bare, sondern auch
um eine unsichtbar Sprache, also mindestens zwei verschiedene Sprachen,
die sich, obwohl dem selben Geist entsprungen, feindlich gegenüber
stehen können, gemakelt mit dem Makel ihrer sagenhaften, beiderseitigen
Vorgeschichte und Vorbildung des Lesers wie des Schrei- bers.Das ist dann
die Stunde und der Momment des Rhetorikers, der unter diesen Umständen
und mit diesen Produkten der stolpernden Aussagen, erst zur richtigen
Hochform aufläuft. Denn er geht ja nicht von den naiven Prämissen
aus, etwas fundamental Wahres aussagen zu wollen, so einfältig ist
der nicht, sondern er nistet und wirkt im Dämmerlicht dieser Steinhöhlen,
als Fackelträger und Spurenleser aller wahren Werte. Aus dieser dieser
Nummer kommt keiner heil wieder heraus, bis auf den Rhetoriker, der sich
freilich nicht als solcher zu erkennen gibt, sondern scheinbar leidend
das Mißgeschick mit den anderen teilt.Spätestens an diesem
Punkt, werden die verschiedensten Wissenschaftler um Hilfe gerufen, die
schon lange darauf gewartet haben, gefragt zu werden und die dann mit
glänzenden Augen sagen, WIR gehen die Sache jetzt methodisch und
analythisch an, wie die Dachdecker und Kli- maforscher es tun sollten,
freilich nicht, ohne zuvor einen Vorschuss erhalten zu haben, denn gute
Forschung kostet halt gutes Geld,wie immer gesagt wird, aber völlig
falsch ist, denn gute Forschung ist unbezahlbar und wird meistens auch
nicht honoriert und wenn, dann spät und dient dann oft genug nur
noch den Auslobern und Geschäftemachern, aber nicht den Urhebern
und Erfindern. Doch die Zeitungen sind voll von falschen Aussagen und
Falschaussagen angeblicher Entdeckungen und Problembewältigern, eben
multipliziert oder angestiftet von karrieresüchtigen Pseudo-Wissenschaftlern,
raffgierigen Gut-achter, korupter Politiker sowie der krawallmachenden
Journaille. Das bedeutet es wird zu viel gelobt, zu viel getadelt, zu
viel behauptet,zu viel verschwiegen und geschwiegen. Also die winzigsten
Chancen,die man hätte, um Wahrheit und Erkenntnis mal da oder dort
zu gewinnen, verspielt werden und der arglose Empfänger solcher Weisheiten
am Ende mittellos dasteht, wie der Spielsüchige am Geldautomaten,
nach dem Einwurf der letzten Münzen. Das Ergebnis solcher Erfahrungen
ist dass kaum noch jemand aufmerksam zuhören oder lesen mag und alle
Begründungen für Falschmünzerei hält und so nicht
bemerken kann, wenn tatsächlich mal jemand die Wahrheit sagt oder
sagen möchte, falls man ihn lassen würde und nicht zu der großen
Meute der Hütchenspieler, Aufspieler und Konflikt-Profiteuren gehört.
Doch es wird weiter gewertet, ohne tatsächliche Werte,es sei denn
mit leicht brennbaren Wertpapieren und da ist schließlich der Punkt
erreicht, wo Lüge und Fälschung mehr einbringen, als jede gute
Idee. WIR danken dem Pensionär und ehren ihn damit, seine Gedanken
hier äußern zu dürfen, aber WIR issen längst, daß
seine traumatischen Erinnerungen und Befürchtungen überflüssig
sind und der Vergangenheit angehören. Schön ist es aber immerhin
und wohltuend festzustellen, wie weit und gründlich WIR uns vom lasterhaften
zweiten Jahrtausend befreit haben und das wird ja hier bewiesen, denn
bei uns sind Aussagen und Ausreden nicht dasselbe. WIR sagen die Wahrheit.
WIR greifen durch
60
Weil
das Fernsehen wie eine Krake überall seine Saugnäpfe reingehängt
hatte und durch die Köpfe wie eine Stampede von Ochsen raste und
gleich wieder als Methan-Gas wieder in den hinteren Regionen seiner wirte
austrat, machte es zwar scheinbar grossen wirbel und verursachte viel
Dreck und Gestank aber es hatte sich in seinen Blähungen und Blasen
genauso schnell wieder aufgelöst, wie es durch den Äther marschiert
war. Dennoch entstanden eklatante Schäden in allen Teilen der Gesellschaft,
so dass die Sende-An- stalten schliesslich, wegen der anfallenden Schadenersatzforderungen,
Konkurs anmelden mussten, sehr zum Leidwesen der politischen Herrschaften,
die ohne ihre multiplizierenden und aufhübschenden Dienste, nur noch
wenig Eindruck machten und den Wählern ihre merkwürdigen Botschaften
auf Marktplätzen verkaufen mussten, wozu viele Repräsentanten
dieser wenig repräsentativen Demokratien, inhaltlich,nervlich und
sprachlich gar nicht in der Lage waren. Es blieb also nichts anderes übrig,
als diesen Jahrmarkt der Eitelkeiten und Petitessen links und rechts liegen
zu lassen und den Rest als Schweinefutter zu vermarkten. Anders sah es
da schon mit der Sprache aus, die nicht zum lügen bestimmt war, sondern
dauerhaft Wesentliches kon- servieren und transportieren wollte. WIR kennen
die Qualen der we- nigen,glaubhaften Autoren nicht, WIR deuteten es ja
bereits an, aber WIR können nur noch ahnen, welche Mengen an Schweiss,
Kaffee und Alkohol als Treibstoffe dieser Bluthochdruck steigernden Schwerstarbeit,
Ozeane füllen würde, denn die Tücken und ohnmächtigen
Gewerke, dieser zumeist bedeutungslos vernetzten Vokale und Konsonanten
aus Beton und Gummi, haben sicher so manchen, wenigstens halbwegs noch
willig arbeitenden Kopf an den Tropf und in den Wahnsinn getrieben. Der
Wortklauber und Zettelreisser Mi.Jo. Ka. Badura schrieb zu seiner Arbeit:
"Kunstgeschichte in einer Stunde", 1976, ein paar überflüssige
Randnotizen: Die abstrakte Sprache scheint um so mehr Feindin der Wirklichkeit
zu sein, je mehr sie behauptet, sich konkret auf diese berufen zu können
und gar darüberhinaus vorgibt, den Gang der Dinge festschreiben oder
zurück- und vorausschauend fixieren zu können: In der Politik,
Wissenschaft, Rechtsssprechung bis hin zur zeitlich-inhaltlichen Sortierung
künstlerischer Zeugnisse. So gerät die flüchtige, vielschichtige
und jeweils nur fragmentarisch und hypothetisch greifbare 'Gestalt' der
Wirklichkeit leicht in die Zucht-Häuser singulärer Hackordnung
einseitiger Interessen oder in die Hände zufälliger Umstände.
Die mit der Wirklichkeit rivalisierende Sprach-Welt: Verklammert in ihren
einmal gewählten Texturen, versteinert und verholzt in sauber gedruckten
Büchern,gespeichert in endlosen Bibliotheken, suggeriert dauerhaftete
Erkenntnisse, wo doch schon eine winzige neue Tatsache, ein kleines Denkbeben
ausreicht, die kunstvoll zusammengestückelte Konstruktion, die künstlich
zusammen geleimte oder verlogene Geschichte, mindestens streckenweise
,zum Einsturz zu bringen. Vergleichbar einer überforderten Stadt-Struktur
mit ihrer gleichzeitig festgefahrenen und zerrissenen Grammatik. Erst
nach wiederholtem Lesen oder nach einer bestimmten Zeit, werden die Nähte,
Schnitte, Brüche, Löcher, die nur ungenügend belegten und
fehlerhaft aufeinander bezogenen Teile sichtbar, aus denen ein Text,Stück
für Stück zusammengebaut wurde. Die restlose und absolute Klärung
eines Sachverhaltes bleibt eine mehr oder weniger unfreiwillige Utopie,
Fiktion, Projektion, Spekulation usw., ein in unendlichen Einzelheiten
sich verlierendes Abenteuer. WIR, die EU-Genik, haben den ernsthaften
Willen bekundet, dem Relativismus und Hypothetismus der ohnmächigen
Nach-und Hinterher-Denker einen stählernen Riegel vorzuschieben und
werden eine klare, direkte Ansprache und Absprache der fälligen Realitäten
herbeiführen, notfalls erzwingen, worüber später, an dieser
Stelle noch die Rede sein wird. Darüberhinaus werden WIR mit einer
neuen, genormten Sprache alle akademische Windigkeit, philosophischer,
wissenschaftlicher und vermittelnden Themen,zum logischen Ende, dieser
nun nicht mehr 'unendlichen Geschichte' führen. Und natürlich
gäbe es da und dort auch was Positives zu vermelden, doch es ist
für uns nicht mehr wichtig und WIR brauchen darüber nicht zu
reden. Was nutzt uns denn alle schöngeistige oder nur bemühte
Beredsamkeit, wenn sie darüber hinaus auch noch zu spät kommt
oder Forderungen aufwirft, die unser kommendes Glück stören
oder nur Hindernisse verbalisiert. Man stelle sich den Nonsense vor, jemand
würde von der Autoindustrie verlangen, Autos zu bauen, die keine
Schäden verursachen könnten: "Wo gehobelt wird,da fallen
eben Späne"- eine Binsenweisheit. Zwar wäre dies schon
begrüssenswert, doch wäre es ja nur durch das Abschaffen der
Autos zu erreichen, also nicht mehr als ein schlechter Witz. WIR sind
zuversichtlich und hoffen, dass in Zukunft unsere sprachregelnden Massnahmen
immer härter und bissiger durchgreifen werden und so die vergebliche
Hoffnung der kleinen Schar unentwegter und erheblich erbkranker Staatsfeine
zunichte machen, die das Rad der Geschichte wieder zurück in die
Zeit der Götzendiener und Terrorbanden zurückdrehen wollen.
WIR schämen uns für diese peinlichen Blindgänger, die nicht
anders, als mit dem Herausschneiden der Zunge und Amputieren der Hände
zu belehren sind. WIR EUgeniker werden diesen Meisenpiepern, Mäusekuchen-Bäckern
und Schwindel-Akrobaten keine gesetzlichen Lücken bieten. Sie sollten
sich freuen von uns, mit sanfter Gewalt zu solidarischen Staats-Dienern
gemacht zu werden und die Schnautze halten. WIR können auch anders.
WIR machen kein Theater, sondern Realität.
61
Neulich
fand unser Staatsschutz ein Pamphlet in einer unerwartet luxuriös
eingerichteten Wohnzelle, in einer ansonsten trostlosen Industriebrache
in Krefeld-Ürdingen die kurz zuvor von einer neuen Terrorbande geräumt
worden war. An die Wand genagelt fand sich ein Papier, das den geistigen
Amoklauf dieser Leute drastisch zeigte. Da stand uncodiert, neben einer
rätselhaften Ansammlung von Zeichen, ein unverschlüsselter Text
mit fahriger Hand und wie im Suff geschrieben: Ihr verdammten Arschlöcher,
WIR werden Euch bald alle vergiften, ihr dreckiges EU-Gesindel, die ihr
unser Land kaputt gemacht habt und unser arglose Volk schrittweise und
scheinbar unbemerkt hineingerissen habt in the river of no return:
Warum? Nun dafür habt Ihr und WIR keine Erklärung, denn Euch
treibt nichts anderes krimineller Machtrausch, als Folge Eurer völlig
irren Politik zuvor: Schande über Euch. WIR hassen Euch und WIR werden
Euch bei erstbester Gelegenheit zerbröseln, zusammen mit Eurer verdammten
Mischpoke von Bankern, Politologen , Fernsehdeppen und charakterlosen
Wissenschaftlern, die mit Euch zusammen keinen Tag verstreichen lassen,
um uns immer tiefer in die Scheisse zu reiten. Ihr habt uns vergewaltigt,
ausgeplündert, belogen, entmündigt und das alles nur zur Befriedigung
Eures kindischen Ehrgeizes. Ihr habt alles mit Eifer zerstört, was
uns wichtig und gut war. Die Krätze und der Krebs sollen Euch holen,
das Gedärm soll Euch verfaulen am lebendigen Leib, ihr Menschen-
und Tierquäler, ihr Organhändler und Pädophilen. Euch wird
der Tod ereilen, wenn ihr es am wenigsten glaubt. Wir werden Euren Knast,den
Ihr Staat nennt, mit einem Knall wie eine vollgesaugte Zecke zertreten,
bis auf nimmer Wiedersehen. Gezeichnet, die Auskreuzler.
WIR, der mächtige Staat,werden dieses Pack fassen und die Menschheit
soll stolz auf uns sein. Unermüdlich werden WIR diese Fanatiker und
Kakerlaken jagen, bis WIR sie zur Strecke gebracht haben. WIR werden unser
gläubiges Volk vor ihnen zu schützen wissen und diese heillos
verwirrten Geisteskranken in den Salzstöcken ihrem schnellen und
sauren Ende überlassen.Wir schämen uns für sie.
WIR machen uns nicht die Hände dreckig mit denen
62
Bald
brauchen WIR uns vor der handvoll philosophierender Quäler nicht
mehr zu ducken, denn ihr Sprach - Welsch ist hoffnungslos zerrüttet
und schillert tuntenhaft bunt wie Öl oder dümpelt hoffnungslos
verzwickt und uneins darüber, was gut und was schlecht ist und überhaupt
ist und das Ergebnis nach 2500 Jahren Philosophiererei ist reichlich niederschmet-
ternd und nicht weit entfernt von blanker Spökenkiekerei. Da ist
scheinbar für jeden und für Alles und Nichts was dabei, aber
das ist es ja eben. Das ist ja der Schmerz: Keine eindeutigen Erkenntnisse,keine
restlosen Wahrheiten, keine entgültigen Maximen für das nötige
Handeln, nur Händel, Stress und wilde Rechthaberei auf hohem Ross
und keine respektablen Werte und Gewichte. Das konnte nicht gut gehen,
mit einer Sprache,die hurenhaft alles Gute in den Dreck zu ziehen vermag
und die übelsten Schurken-Stücke wie kostbare Diamanten funkeln
läßt. Das ist nun fast vorbei und fast vorbei auch die elitäre
Aura aller sprachlichen Nichtigkeiten von sittlich verkleideten Dreckschleudern,
von gefälschten Pampel-Musen oder schöngeistigen Phraseuren,
die im übrigen nur Uneinigkeit unter den Wissenschaften und Kakophonie
in Harmonie verkehrt haben Das einfache Volk spricht, wie ihm der Schnabel
gewachsen ist und lehnt komplizierte Verklumpungen ab. WIR eigentlich
auch, denn wer viel sagt, sagt garnichts. Das haben die Begründungen
der letzten Bürgerkriege gezeigt, wo der blutige Wahnsinn mit gut
gebügelten Worten aus den sprachlichen Glät- tungsautomaten
steriler Redaktionen, dann der staunenden Masse wortreich und permanent
den aufklärerischen Horror nahm. Andererseits bereits am heimischen
Gartenzaun, die Bürgerkriege mit vielen, sich steigernden Wortkaskaden
beginnen und schließlich mit Mord und Totschlag enden: Mit Worten
Frieden schaffen, ohne Waffen:Ein Traum. WIR begehen demnächst den
20.Jahrestages vom so kühn ausgedachten Hufeisen-Plan.Ein
Wort, das womöglich ein größeres Kriegsverbrechen darstellt,
als der dann folgende Krieg Unschuldiger gegen Unschuldige. WIR brauchen
die Geschichte nicht nach mehr authentischen Zitaten dieser Art zu filzen,
denn Kathastrophen,verursacht durch Worte, wohlgemerkt nur durch Worte,sind
mit großer Sicherheit zahlreicher, als ihre Verhinderung, denn mit
Sprache und Worten läßt sich alles straflos machen und erst
recht Politik, die sich mit Immunität gegen fast jede Haftung und
Strafe abgesichert hat. WIR wollen diese schlafenden Hunde endlich wecken
und für immer im Schlot des Vergessens versenken. Unsere Welt ist
doch kein philosophisches oder sprachliches Spiel-Zeug. Daher verbieten
sich Einzelgänge und individueller Wahn linguistischer Schre-bergärtner
und Krieger, die sich schnell und leicht in gefährliche Rauschorgien
steigern können. Man denke nur an die vielen Gipfel zur Rettung des
weltoffenen Euros, nicht zu verwechseln mit dem spießigen Eros,
vor nicht so langer Zeit. Die EU-Genik ist sich bewußt, daß
alles mit der richtigen Sprache beginnt: Am Anfang war das Wort
und alles auch mit der richtigen Sprache endet: Und am Ende war das Wort.Und
so sitzen längst viele unsere fähigsten Reduzisten und Exozisten
an ihren Laptops und erarbeiten einen neuen Sprachschatz, der alle Missverständnisse
und Mehrdeutigkeiten aus- schliesst.Das ist eine harte, aber froh stimmende
Arbeit, bei der wenig Substanz übrig bleibt.Hier kann unsere Zukunft
tief und befreit durchatmen und sie wird aus den neuen Sentenzen die vollkommenen
Instanzen schöpfen, bis tief in die mobilen und konstanten Kettungen
der Genome steuernden Brutstätten des Gehirns hinein und weiter immer
weiter, mit ihren Botenstoffen, in die hilfreichen Organe und kreisenden
Säfte unserer Neo-Hybriden. Sie gelangen an Orte in den Körpern,
zu denen die ungelenken Sprach-Grübler und künstlichen Wortbildner
der antiken Schulen, mit ihren vexierenden und verhexten Gefühlen,
direkt aus dem hohlen Bauch,niemals gelangt wären.Ein willkommener
Segen, denn die alte Sprache hätte längst alles zerstört,
schlimmer als die Schwarze Pest , bevor es mit uns erst richtig angefangen
hätte,denn es hätten sich die anarchischen Praktiken und flatterhaften
Worthülsen totbringend ausgebreitet wie der gemeine Wiesenknöterich
und unser Bewußtsein bis zur Bewußtlosigkeit vergiftet.Jetzt
galt es,radikale Signale durch gezielte Eingriffe in die verderbten Gewohnheiten
zu rammen, um den sprachlichen Wandel zu einer Friedens- und Klonsprache
einzuleiten. Die vermeintliche Fülle sprachlicher Ausdrucksformen
war ja in Wirklichkeit früher nur das automatische Echo auf das Chaos
der Natur mit all ihrem zerstörerischen Unwesen, ihrer ständigen
Verwesung und Auferstehung von pausenlos keimenden Missgeburten,ihrer
Gewalt und perfiden Perversionen ererbter Anlagen und schliesslich die
Auflösung jeder dauerhaften Formation in den Kreisläufen: Analog
einer zerstörten Stadtstruktur mit ihrem wirrwar der Gebäude,
Hütten und Paläste, mit ihren versponnenen Verkehrswegen und
krachendem Lärm startender und landender Flugzeuge, mit ihren eigekapselten
Büro- und Industrieanlagen, mit ihren kanalisierten Wasserströmen,
nach einem erneuten, unbefriedigten Wiederaufbau, nahmen manche Wörter
priveligierte Stellungen ein, andere führten ein bescheidenes, ungerechtes
Schattendasein und andere standen nur als Putz platzheischend herum. So
haben WIR erst mal In unseren Wörterbüchern manch angeblich
übermächtige Wörter aus dem Sprach-Verkehr gezogen, weil
sie immer wieder Anlass und Einladung zu Aufruhr und Gesetzlosigkeit boten,
wie: u.a .Freiheit, Liebe, Würde, Brüderlichkeit, Ehre, Geist
und Demokratie. Denn es zeigte sich,dass diese meist nur spekulativ benutzten
Wörter immer dann aus dem Köcher gezogen wurden, wenn Ordnung
durch persönliches oder staatliches Chaos ersetzt werden sollte.
So wurden viele Verbalien zu Ködern und Komplizen betrügerischer
Manipulation, zu asozialer Selbstdarstellung oder nicht-eugenischer Provokation
missbraucht, wie es unsere neo-lingualen Kapazitäten haarklein nachgewiesen
haben.So dienten viele polygene Ausdrücke nur dem Gewinn von Winkeladvokaten
und Demagogen, wie jeder schon erfahren hat, und schadeten der homogenen
Autonomie unserer Zukunfts-Gesellschaft.Also arbeiten WIR daran ,diesen
Schmarotzern und Outlaws ihre Refugien und Verstecke zu nehmen, in denen
sie sich verschanzen. Ähnliches igilt für das Wort Liebe, das
zu Kitsch und esotherischer Droge verführte oder zu pornografischem
Schweinekram oder als Aufhänger voyeuristischer Un- terhaltung bis
zu blöden Werbebotschaften .Wörter wie etwa Würde und Ehre,
brachten nur fahlen Glanz und abschottende Moral in das Selbstverständnis
von Bandenkriminalität, Strauchdieben und religiösen Mördern
und Triebtätern jedweder Ausprägung.Und natürlich sowieso
und permanent als Schmuck und Lametta, auf politisch-gesellschaftlichen
Schwatzparketten, bauern-schlauer Image-Sucher, Wichtigtuer und Mehrheitsbeschaffer,
besonders unmittelbar vor allen Wahlen: "Ich geben Ihnen mein Ehrenwort".
WIR wollen diese Auflistung nicht weiter ausdehen. WIR müssen aber
natürlich das so flüssig benutzte alt-griechische Ehren-Wort
:Demokratie anfügen,seine rhetorische Hülle ,nicht etwa seine
tatsächliche Substanz, das zum scheinbar unverzichtbaren Renner aller
primitiv-indoktrinierenden GehirnWäscher, Eiferer und Macht-Betrüger
der Massenmedien und Partei- zentralen geworden ist, das eigentlich immer
dann benutzt wird, wenn genau gegenteilige Ziele verfolgt werden. Es ist
geradezu das Paradewort für Lüge und Schwindel ,das von Manipulieren
allüberall auf den Tannenspitzen als Gerechtigkeitsdesign kleingelutscht
wurde. Da lief jeder Meinungs-Strolch mit seinem plüschfarbenen Demokratie-Pudel
unterm Arm durch die Parlamente. Und so ist ja auch das letzte Gross-Reich
Europa feige gegen das Volk zusammengewichst worden und die Journaille
hat dabei einen sehr peinlichen und unkritischen Part gespielt, bevor
das ganze Kartenhaus würgend und feindlich zur Hölle gefahren
ist. WIR zollen diesen hier tätigen Werte-Gestaltern aber insofern
großen Respekt, wie sie in dieser imponierenden Art, das ahnungslose
Volk in den Strudel gezogen und mitgenommen haben. WIR, die EU-Genik haben
hier kostbare Lehren der Staatskunst abgeschaut, weil sie zeigen, wie
man den Willen einfältiger Menschen nicht nur hintergeht ,sondern
geradezu umkehrt und selbstherrlich und zynisch zur Sau macht.Unsere Vorgänger
boten aber auch erheiternde Mommente , wenn sie dann bekifft von eigner
Wichtigkeit sangen und singen liessen: "Die Gedanken sind frei".Eigentlich
ist es unnötig darauf hinzuweisen,dass Poesie und Lyrik in der gepflegten
EU-Genik keinen Platz haben, denn WIR beschäftigen uns nur mit der
realen Welt. Esoterik brauchen WIR nicht und damit sollte dieses Problem
einfach abgeschafft sein. Anarchie, Wahn, Überheblichkeit und religiös-manisch-depressives
Irresein usw. sind Indikatoren kranker Gehirne. WIR können das nicht
wollen und wollen es auch nicht können. Das Volk ist zu kostbar und
teuer,als dass WIR es diesen verbalen Gespenstern weiter aussetzen dürfen,
auch wenn oder gerade weil hier noch tückisch-tickende Phantomschmerzen
bis zum Tinitus und Anzeichen von Degenerationen und Dekadenzen in Form
von ausgeprägten Kröpfen zu verzeichnen sind. WIR haben jedweder
Doppel- und Vieldeutigkeit der Sprache den Kampf angesagt , denn WIR wollen
nicht aneinander vorbeireden oder bei bestimmten Wörtern, beliebig
unterschiedliche Bedeutungen und Bewertungen durchgehen lassen. Das verbietet
unser globales Gleichheits-Gebot,das besonders die Sprache betrifft.Spracherziehung
ist Pflicht.
WIR gehen voran
63
Der
Psychiater Gybsi lehrt: "WIR lieben alle den Marathon deshalb,weil
die Läufer alle in die gleiche Richtung laufen". Dieses wenig
verblüffende Ergebnis ergab ein grossangelegtes Psycho-Screening,
anlässlich der letzten Olympiade. Alle Welt nahm ja traditionell
an, dass sporliche Wettkämpfe wegen der Erringung von Höchstleistungen
oder neuen Weltrekorden so beliebt gewesen seien. Das war ein Trugschluss,
denn diese Bewegungsphänomene haben ursächlich ganz andere Gründe
, bei den aktiven Sportlern wie den passiven Zuschauern, die eher aus
gegensätzlichen Gelüsten zu den Veranstaltungen kommen.Der Sportler,
den WIR vom alten Fernsehen her kennen, wollte unbedingt und vor allem
immer der beste und erste sein und möglichst die aktuellen Spitzenleistungen
immer weiter überbieten, aber das versteht heute niemand mehr und
dieser Charakterzug gefällt uns auch nicht, weil er elitäres
Bewußtsein stärkt und den Willen zur Gleichheit schwächt,
wie es ja früher auch bei anderen Leistungen auf allen Gebieten ,bereits
in der Schule schon mit Ohrfeigen vorbereitet wurde. Was WIR langsam zurück
führen, bis zu dem solidarischen Punkt, wo sich niemand mehr schwach
und untalentiert fühlen muss, weil er dies oder das nicht gleich
und gut genug versteht. Die Lehren des Weisen Gybsi weisen aber nicht
nur auf den Leistungssportler alter Schule,sondern auch auf seinen genuinen
He- rausforderer : Sein Publikum.In seinem revolutionären Staatsauftrag
weist Gybsi nach, daß dem Publikum die sogenannten Hochleistungen
gar nicht interessieren, sondern es freut sich mehr an dem Anblick des
schlichtweg immer Gleichen. Bis zum Herzrasen,bis zur Ohnmacht bis zum
Gehirnschlag, steigert sich die Freude ,wenn alle immer wieder das Gleiche
tun: Runde für Runde, im Kreise herum oder in die gleiche Richtung
, hin und her, rauf und runter springen,rennen, fahren, schwimmen, werfen,
tanzen, schiessen ,alleine , zu zweit oder synchron. Dabei spiele es keine
Rolle, so Gybsi, was es für Leute sind, mit welchen Accessoires sie
das Gleiche tun oder wie sympathisch oder unsympathisch sie von den Reportern
mit dem stechenden Blick , vorgeführt. Nicht die Schwere der Kugel,
nicht die Höhe der Latte, nicht die Weite der Strecke nicht die Schnelligkeit
der Kurvenfahrt, nicht die Anstrengung des Kampfes sind die Kriterien
für das Ausschütten von Adrenalin und der Glückshormone
beim Zuschauen,sondern WIR sagten es schon,es ist die nackte Freude an
der Gleichheit,die als leuchtender Funke auf den Zuschauer überspringt
und ihn das Erlebnis der kommenden EU-Genik bereits unbewusst geniessen
lässt. Die Einsicht also in die höhere Stufe des vordenkenden
Verstandes und kribbelnden Hoch-Gefühls, bei immer den gleichen Übungen,
graben sich immer tiefer ins Bewusstsein, bei den aktiven wie passiven
Beteiligten. Ein schöner Erfolg unserer staatlichen Psychiater, die
aus reiner Lust an der Freud, ihre Freizeit, auch sonntags ,geopfert haben,
um allüberall ihre Pulsameter auf die Gehirnströme des werten
Volkes und der Sportler gerichtet haben und auch manchmal versteckt, unorthodoxe
Wege bestreiten mussten, um zum Erfolg zu kommen, garnicht zu reden von
den eugenischen Downloads und Setups zuvor, die die noch wilden Verspannungen
gelöst haben, die immer nachhaltiger bei sportlichen ,fast unbemerkt,
eingeleitet wurden um unsere Leitkultur unumkehrbar zu machen. WIR, die
EU-Genik haben uns da auch nicht lumpen lassen. Die Sportler fiebern mittlerweile
darauf hin, auch in den individuellen Lei stungen immer gleicher zu werden.
Nicht nur im automatischen Bewegungsablauf der Vorführungen mit einem
hohen Anteil an Selbstdressur, sondern auch bei der Hardware des Körperbaus,also
den Muskeln und Sehnen, wo zum Teil noch ein hoher Glättungsbedarf
bestand ,denn es trennten die Athleten ja oft nur noch Bruchteile von
Sekunden und Zentimetern. Die hierfür verausgabten Mittel gleichen
sich mehr und mehr an und dran können unsere Kämmerer auch sofort
den wachsenden Erfolg unserer Massnahmen erkennen. Die Freude beim Zusehen
wird also einzig von der Wahrnehmung und Einheit der möglichst perfekt
abgewickelten Automatismen beherrscht, einem wohl stammesgeschichtliches
Relikt aus evolutionärer Vorzeit, das Honig-Bienen, dank genetischer
Ausstattung, dazu befähigte, ewig gleichartige Speicher-und Brutzellen
anzulegen.Ein Effekt, den das Forscherteam des Weisen Gybsi überall
in Flora und Fauna penibel untersucht hatte. Mit am Ende immer demselben
Ergebnis, nämlich der Wiederholung , genetisch gesteuerter und immer
gleich ablaufender Kreisläufe. Gybsi führte auf dem jährlichen
stattfindenden Kongress, der "Gleichen unter Gleichen", aus,
dass der Sport ohne solche Automatismen aussterben würde und ohne
Zuschauer auskommen müsste ,weil das Publikum, gemessen und im Vergleich
zu den Hochleistungen der Sportler, dann noch mehr von Minderwertigkeitskomplexen,
wegen mangelnder Gleichheit und nicht nur gefühlter Durchschnittlichkeit
geplagt würde. Dennoch, so Gybsi haben WIR hier noch hohe Schleifungs-Bedarfe
und WIR wären noch lange nicht Spitze.Alle ehemaligen Exzesse des
psychotischen Neuromatismus und Wahns individueller Überlegenheit
werden sich aber "bis zur objektiven Gleichartigkeit reduzieren.
WIR brauhen nur noch etwas Geduld", bis die genetischen Prämissen
dafür ausgeschöpft und ausgereift sind.Falls die Angleichungs-Prozess
aber zu lange dauern, haben WIR Analog-Viren bereits so weit chemisch
gedrillt, dass sie in der biologischen Hardware die erwünschten Qualifikationen
auch erzwingen könnten. Wie befriedigend ist doch dagegen der Anblick
eines Getreidefeldes, das seine Ähren gleichermassen und einheitlich
im Winde biegt oder der Zug fliegender Wildgänse, in gleicher Richtung
oder auch nur das ruhig uned gleich dahinfliessende Wasser der Oder ins
Meer.WIR sehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge die rassistisch
und nationalistisch eingefressenen Reflexe beim Mannschaftsport wie etwa
dem Fussball, der das Paradebeispiel und der Auslöser für die
unrühmlich ungleichen Talentbildungen und Voraussetzungen früher
in wilden Exzessen ausgelebt hat, wie etwa Kraft, Willensstärke,
Spielwitz , Fouls, Ausdauer usw. Andererseits labten auch WIR uns an der
uniformierten Ausstattung der einzelnen Mannschaften, die den zelebrierten
Automatismen noch Schönheit und Anmut bis zur Serienreife zugesellten,
analog zu Feuerwehraufmärschen, Militär-, Heilsarmee. Balletten
und Tanzvorführungen jeder Art. Es lässt uns also hoffen, dass
auch im frontalen Abgleich der Sport-Krieger,beim Krieg um den Ball ,die
Lust am Siegen bald der Vergangenheit angehören wird, denn WIR wollen
das stresslose und unverkrampfte Miteinander. Unsere demnächst multi-funktionale
Einheitsrasse verträgt keine unmodernen Sieges-Kulturen, sie verträgt
und duldet keine wie auch immer geartete, elitäre fremdrassige Subjektivität
der Leistungen, in Stil, Strategie und Fitness. Besonders wenn sie noch
rekordsüchtig unterwandert wird, wie in alten Zeiten.Der Dünkel
dieser gelegentlich noch wilden, zersetzenden Fremdkörper-Kulturen
wird solidarisch geächtet und auf Null gemendelt oder eben ,bei unsolidarischer
Gegenwehr, in unseren Zucht-Anstalten zwangsveredelt, denn was WIR brauchen,
moralisch und staatlich, ist eine flache und demütige Gesellschaft,die
den glücklichen Traum jedes Einzelnen liebt und lebt ,gleich und
perfekt zusammen, mit seinen Mitmenschen als ornamentaler Baustein zu
existieren. Gleich in allem, wie ein Regentropfen dem anderen und eins
zu sein, vereint für immer im Meer und mehr.
WIR stiften Frieden.
64
Hier
in der 3.Auflage unseres Buletins,2011 (1.Auflage 2002, nach Aufzeich-
nungen von 1978-2000, 2.Auflage 2007 ) möchten WIR das Wissen der
Lady Gaga über Männer im besonderen zitieren. Sie
sagt: Ganz schlimm sind Männer,die sich etwas auf ihre Kreativität
einbilden. Das mündet nur in Neid und Hass (aus prisma 17.12
-23.12.) Das müssen WIR festhalten, das bringt doch alles auf den
Punkt,was WIR weiter oben ausgeführt haben. In eben dieser TV-Zeitschrift
haben WIR auch die wichtige Anzeige eines besonders wertvollen Produkts
gefunden. Zitat: Cranberry macht Bakterien rund: UROFEMIN,die
Nr.1,Deutschlands meistgekauftes Cranberry-Präparat speziell für
die Frau. WIR zitieren weiter :Halten Sie Ihre Blase sauber mit
Urofemin Cranberry -Power plus Vitalstoff-Komplex! Durch die Kraft
des Urofemin-Cranberry-Extraktes werden stäbchenförmige Koli
Bakterien, die gelegentlich in die Blase geraten,r egelrecht rund gemacht.
Dadurch können sie sich nicht mehr so leicht an der Blasenwand festkrallen.
Sie wandern beim Wasserlassen einfach ins WC. Die natürliche Flora
von Darm und Vagina bleibt dabei erhalten. Zur Unterstützung des
Immunsystems bei der Abwehr von Bakterien enhält Urofemin außerdem
Vitamin C, Zink und Selen. Eine zweite Anzeige aus eben derselben
Zeitschrift: Traumaplan - hochdosierte Beinwellsalbe,Wirkung
auf den Punkt bei Sport- und Unfallverletzungen. Eine Arznei, die
vom Psychiater Gybsi auch gegen alle möglichen Formen der Verrenkung
, Erschöpfung, Prellung und Gelenkschmerzen empfohlen wird. In eben
diesem Medium steht allerdings auch eine merkwürdig klingende Anzeige
für eine Medizin, die 1500 Jahre teuflische Geschichte vergessen
machen soll , Zitat : Nimm Jesus
WIR nehmen etwas anderes
65
Erst
die Unwucht, demographischer Zwänge,brachten den Durchbruch in unser
hybriden Klon-Reich. Aber über die unbegründete Angst der Menschen,
immer weniger zahlende und arbeitende Genossen im Land zu haben, wunderten
sich natürlich unsere verdienten Reproduktions-Mediziner sehr, denn
längst hatten sie die Voraussetzungen dafür geschaffen , riesige
Menschenmengen, ver- gleichbar der Masse Chinesen, künstlich,durch
ungeschlechtliche Vermehrung, zu züchten. Die ersten dieser synthetischen
Prachtexemplare wurden bekanntlich Marienkinder genannt, mit
deren Hilfe die alten Regierungen noch hofften, ihre stark ausgedünnten
Armeen wieder schliessen zu können und ebenso langfristig auch die
humanoide Ausstattung der Bürokratien, der Energiegewinnung mit billigen,
astreinen und unkomplizierten Bandarbeitern zu sichern. Der Durchbruch
auf diesem Gebiet gelang kürzlich durch den Veterinär Blasius
Oppelonius, der in der edlen Rasse des Sus Scrofa Domesticus, genannt
"Cornwallschwein", sozusagen ein Geheimfach in einer Neben-Plazenta
entdeckte, in der parallel zum sonstigen Geschehen im Schwein,unproblematisch
und zügig Menschenbabies, jeweils bis zu 12 Stück, unversehrt
ausgetragen werden konnten. Die Schweine liebten ihre Menschenbabies wie
ihresgleichen und ein Blick in die Brutanstalten fegt alle anfänglichen
Besorgnisse über die stabile Gesundheit dieser Repro-Babies wie ihre
Verträglichkeit mit den Frischlingen, vom Tisch.Es gelang schließlich
der Zuckerforschung und Glykochemie die Gefahren aller Verpilzungen und
Verkeimungen von Zellkulturen abzustellen und für eine einwandfrei
hoch qualifizierte Genom-Ware zu sorgen.Endlich begriffen die Menschen,
welch hohen Wert Bildung und Forschung besassen und selbst die alten Vorurteile
gegen Technik und High Tech-Medizin zerstoben durch die Prämium-Waren
der Drogenindustrie geradezu in Windeseile und die Freude war grenzenlos,
obwohl die Bevölkerungslücke kleiner, als eingeredet und demagogisch
hochgerechnet worden war. Denn durch die Fliehgesetze und die Unwucht
der demografischen Prozesse, trudelten die Zahlen am Ende fast wieder
zum Gegenteil und in der Bevölkerung wuchs allmählich der Hass
auf die Alten, die sich aus dem Leben gedrängt fühlten und andererseits
wurde ein Buch auf Jahre zum Bestseller, Titel: Heil Nero
. Das insgesamt allein wirft ein schwarzes Licht auf das Abendland und
ihre Abergläubigkeit, das von einem Extrem zum anderen torkelte,
das Ergebnis der 4. Gewalt,wie sich ehemalig die Medienschurken selbst
bauchsalbend titulierten, während sie überall Feuer machten,
nur nicht unter ihrem eigenen Arsch. Dennoch haben WIR die Bevölkerung
beruhigen und ihnen das beängstigende Gefühl nehmen können,
sie seien entweder zu wenige, in Zahl und Qualität oder zu viele.
Es sollte niemanden verwundern, dass nach der wilden, vogelfreien Duldung
des Geschlechtstriebes und dem eugenisch skalierbaren Klonbetrieb in den
Ställen, nun die Bevölkerungsdichte zunächst auf +, - Null
Baby, pro anno, bis auf weiteres eingefroren und kontrolliert werden konnte.
Der Kindersegen durch ungezügelte Exzesse reiner Geilheit, bildungsferner
Schichten oder gelangweilter Eliten auf vielen Gebieten der Erde ist nun
nicht mehr länger hinzunehmen, genauso wie das illegale Verstecken
von Babies oder die heimliche Exekution und Schlachtung alternder Bürger:
in den nordaf- rikanischen Wüsten. Praxis und Erbe leider der ehemaligen
Bevöl- kerungspolitik, die sich nicht besser zu helfen wusste. Die
kleine Liebe, also der körperliche Geschlechtsakt mit Zeugung, ist
ab jetzt nur noch mit Krankenschein erlaubt und in absehbarer Zeit natürlich
gar nicht mehr und das wird peinlich genau von den Gen-Büros in den
Repro-Labs überwacht und nach den Kriterien unserer Normcontrol abgerechnet
und spontane Samenergüsse sind strengstens untersagt. Wenn es dennoch
passieren sollte, sind alle Folgen,egal in welchem embryonalen Zustand,
sofort zu melden und im Kolossarium der Forschung zu übergeben. Der
Gesetzgeber splittet in diesen Fällen die Verantwortung zu gleichen
Teilen auf die Beteiligten. Wideruf ist zwecklos.Und die Versicherungen
sind vom Zahlen aller Schäden befreit, es sei denn,es liegt nach
flagranter Beweislage ein datenfixiertes Video einer sexuellen Gewaltat
vor. Onanieren ist zwar nicht verboten, aber sozial geächtet,weil
es immer noch libidinöse Phantasien freisetzen kann. WIR sind kein
EU-topia, wie sie sehen, denn WIR wissen, was morgen zu tun ist, WIR denken
oder träumen es nicht nur. WIR lieben nur die grosse Liebe zum Staat,
die grosse Liebe für das Ganze, aber die vielen kleinen Lieben zu
Menschen , Tieren , Produkten usw. , stehen auf unseren schwarzen Listen
,alle, und die müssen WIR ausmerzen.
WIR lieben nur gross
66
WIR
wollen keine Geheimnisse um die näheren Umstände der Marienkinder
machen. Dazu gibt es keinen Anlass und auch gilt es den Stimmen entgegen
zu wirken, die hier eine grosse Sauerei vermuten. Wie immer, wenn Nichtwissen
und Glauben, durcheinander gerührt, eine undefinierbare Maische,
in der Phantasie ungebildeter Spinner erzeugen. Obwohl Mensch und Umwelt
einerseits an einer explodierenden Überbevölkerung litt, gerade
in Ländern, die ihren Kinderreichtum nicht selbst ernähren können,
gibt es dagegen in Ländern mit hoher innovativer und industrieller
Produktivität, ein hohes Defizit an Nachwuchs. Um nun die so im Regen
stehende Wirtschaft, aber auch die Rücklagen der Renten finanzierbar
zu machen, hat die EU-Genik diese Probleme zur Chefsache gemacht, wie
zuvor schon angedeutet. Wichtigster Punkt dabei ist das Verbot der kleinen
Liebe in vivo, also der freie, nicht kontrollierte Geschlechtsakt
zwischen beliebigen Partnern. Dies wurde nicht nur aus demografischen
Absichten nötig, sondern auch wegen der unbedingt zu regulierenden
Qualitätskontrolle der Partner, um ein Verblühen und Ausbleichen
unseres Genoms zu verhindern, wie es früher an vielen Imperien und
jüngst noch in Griechenland zu konstatieren war und ist. Die moderene
Wissenschaft macht es möglich von der Liebe in vivo zur
Liebe in vitro über zu wechseln und dafür haben
WIR alle Weichen in den MELK-Häusern gestellt. In einem speziellen
Bio-Casting werden dafür geeignete Männer und Frauen ausgeprüft,
die über unseren Ideal-IQ, von 100 +/- Null, und gleichzeitig über
eine aussergewöhnliche Potenz verfügen. Wie sich herausstellte
ist die Basis an geeigneten Sperma- und Eierspendern dafür sehr gering
und die meisten Personen überschätzten ihre Kapazität in
hohem Masse. Doch auf die aus- erwählten wartet eine ekstatische
Zeit, dauernder und erfüllter Orgasmen. Mittlerweil gibt es in allen
grösseren Städten mindestens ein MELK-Haus, bestehend aus drei
Räumen: Im ersten Raum befindet sich ein Mann, dessen Penis in eine
pulsierende MELK-Maschien eingespannt ist und im genauen Abstand von zwei
Stunden einen Samenerguss produziert, der sogleich über ein Schlauchsystem,
in an einem grossen Glasbehälter abgefüllt wird. Auf einem grossen
Kontrollschirm, sieht man alle Einzelheiten, dieser heftigen Orgasmen
und die sich wiederholenden Zyklen des MELK-Roboters, mit allen lustvollen
Regungen des Mannes, die live im jeweiligen Regional-TV übertragen
werden, denn WIR leben ja bekanntlich in einer transparenten Demokratie.
Um die Spermaproduktion ergiebig und unausweichlich zu machen, ist der
BIG-Spender von vielen Monitoren umgeben, die ständig neue Pornofilme
vorhalten und im Keller des MELK-Haus produziert werden. Falls es manchmal
mit dem Erguss nicht so richtig klappen will, kommen erfahrene Frauen,
die den Mann wieder flott und spendabel machen. Das ist keine einfache
Aufgabe, denn der einfache Akt-Vorgang will ja immer wieder, aufs neue,
sinnlich, packend, frisch und scheinbar spontan initialisiert und visualisiert
werden, denn nichts wirkt sich abturnender aus, als sexuell- routiniertes
Getue und dafür bedarf es besonders innovativer Regisseure, Lichtzauberer
und Kameraleute, die meistens vom Balkan importiert werden. Dennoch muss
nach etwa einem Jahr jeder BIG-Spender, völlig ausgesaugt und ermattet,
ausgewechselt werden.In einem zweiten Raum befinden sich meist drei bis
sieben Frauen die mit gespreizten Beinen und nakt im Halbkreis auf duftenden
Matten liegen und permanent von schönen, süssen Männern
gestreichelt und verwöhnt werden oder je nach Geschmack, manchmal
besonders ruppig ran genommen werden. Zofen kämmen und schminken
die Damen und versuchen Ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen, bis
der Zeitpunkt erreicht ist, wo der Hypothalamus den kommenden Eisprung
ankündigt und die ausgestossenen Eier von speziellen Pflegern entnommen
werden können. Zarte Musik moduliert den Raum. Es sind meist indische
Mantras, so z.B: das Manjushri-Mantra Wheely 75 AH RA PA TSA NA
DHI Im 3. Raum schliesslich werden die Eier mit den Spermien verkuppelt
und im befruchteten Zustand zu den Baby-Doms gebracht, wo zunächst
der Zensus befragt wird, bevor die entsprechend benötigte und errechnete
Anzahl Marienkinder zur austragenden Schwangerschaft frei gegeben wird.
Näheres regeln die aktuellen Listen der Geburten-Kontrolleure.
WIR produzieren in vitro
67
Morgen
feiern WIR die Fertigstellung unseres neuen Baby-Doms mit den neuen Plastiken
des Künstlers Jeck Michalski, am Eingangs-Port, das von zwei riesigen,
gläsernen Babies rechts und links eingerahmt wird, die mit einer
grünen, brausenden und schäumenden, Flüssigkeit gefüllt
sind und von einen hydraulischen Hubmotor, über ein Schlauchsystem
in brausender Bewegung gehalten werden. Dahinter erstrecken sich die 20
Stockwerke mit den einzelnen Gehegen der kostbaren Zucht-Brut-Schweine,
die alle in guter Erwartung sind oder bereits Babies an den Eutern haben.
Eine Sprenkleranlage versprüht feines Lavendel Parfüm, das eine
beruhigende Wirkung auf die künstlich geschwängerten Edel- Schweine
ausübt. Die Experten sind sicher, mit den gezüchteten Repro-
Babies in wenigen Jahren, die sehr gefährlichen, schmutzigen und
unge sunden Dienste bei der Flächenbrand-Bekämpfung, den Unterwasser-Plantagen,
den Öl-Gruben unter Tage, der Atom-Müll-Recycling wie der Neuordnung
der Pipelines in der Antarktis und in den schnell wachsenden Datenbänken,
bis zur Ausreifung unseres König-Klons, in etwa 20 Jahren, lückenlos
schliessen zu können.Wie in holländischen Baumschulen oder nigerianischen
Rosen-Äckern, reifen unsere Sprossenkinder in gleich bemessenen und
gerasterten Refugien munter heran und lärmen und toben schon wie
ganz normale Kinder in ihren Brutkojen. Da schlugen die Herzen höher,
als neulich im "öffentlich-rechtlichen" EU-Sat die ersten
Videos von den vitalen Stramplern , zusammen mit Ihren Leihmüttern,zu
sehen waren. Die Psychologen staunten nicht schlecht ,als sie sahen ,
dass die Babies sich selbst ihre Schnuller wie sie ansteckten und andere
bereits selbstverständlich an den Zitzen saugten und dabei heftig
schmatzten .Es sollte doch selbst die hartnäckigsten Gegner unserer
Masengeburten gerührt haben, als sie un-sere "Marien-Babies"
beobachten konnten, wie sie sich an die schwarzen Leiber ihrer Mutterschweine
ankuschelten. Der Anblick war einfach süss und das anhaltend laute
Schreien und anfallartige Brüllen der Brut, war bereits in wenigen
Wochen einem lustig schnatternden und unermüdlich summenden, lallenden
Singsang gewichen. Die Mütter, die schwarzen Cornwallschweine, reagierten
auf die Schreie ihrer Kinder mit fast wollüstigem wohligem Grunzen
und räkeln sich zärtlich an ihre Babies. In kurzer Zeit werden
WIR sie von ihrer mütterlichen Fürsorge entwöhnen können
und auf ihr Leben menschlicher Umgebung vorbereiten können. Für
diesen Erfolg, hatten die noch jüngst sehr zerstrittenen und verzettelten
Repro-Mediziner, mit all ihren divergenten Fähigkeiten und Methoden,
synthetische Baby-Populationen zu züchten , in einem Versöhnungs-Kongress
be- schlossen, nun gemeinsam das demografische Wissen und Gewissen, wis-
senschaftlich bald auszubauen und die entsprechenden Weichen für
ein pralles Wachstum zu stellen, falls dies notwendig sein würde.
Aufbauend auf dem Erfolg der Marienkinder,ein auf der Erde wirklich einmaligem
fruchtenden Konzept der humanen Massen-Zeugung und Haltung, war unsere
Regierung sofort bereit, ganz unbürokratisch, alle nur erdenklichen
Mühen und Mittel einzusetzen, weil sie den hohen sittlichen Wert
dieses Projektes für unsere Volkswirtschaft sofort erkannte und sich
hiervon die Erlösung früheret, scheinbar unausrottbaren, soziophilen
Krankheiten versprach, die noch ohne unsere biogenetischen Sortiments,
virulent waren. Zum Beispiel brauchten in den Industriegebieten keine
Sklaven mehr als teure Gebähr-Maschinen angemietet zu werden.Gleichzeitig
rückte, durch die fruchtbare Massenproduktion, nicht nur die Chance
einer schnell bedienbaren Organwirtschaft in greifbare Nähe, sondern
gleichzeitig auch die einmalige Chance, mit Laborqualität ,genetische
Erziehungsprogramme einzuführen. Lange wurde ja darüber gerätselt,
ob sich denn eine genetisch gesteuerte Bildung tatsächlich auch ein
nachhaltig fixierbares Echo in der geklonten Ware wiederfände oder
nicht. WIR sind nun guter Hoffnung, hier diese erste Generation heranwachsen
zu sehen, die wahrscheinlich endlich auch unempfindlich gegen feindliche
Parteiparolen ist, die bisher nur automatisch den alten Politikern und
analog den Anwälten als automatischen Konflikt-Profiteuren, hausgemachter
Probleme, die Taschen gefüllt hatten. Denn die ungerechten Verhältnisse
entwickelten sich ja nicht etwa durch rechte oder linke Kader-Schulen,
sondern nur durch die Ausbeutung der Dummen durch die Schlauen, egal wessen
Parteibuch auch immer sie besassen. Die völlige Gleichheit der Menschen
beseitigt eben jede politische Hochstapelei und Schurkerei und damit die
betrügerische Vereinnahmung der einfachen Wähler. WIR brauchen
Kompetenz und EU-genisches Durchgreifen und nicht das Schmarotzertum volksferner
Politiker , ehemaliger Provenienz. Demnächst wird es ohnehin keine
Sieger oder Verlierer in den Tagesgeschäften mehr geben, keine gewählten
oder ungewählten Minderheiten oder Mehrheiten, sondern nur noch Gleiche
unter Gleichen und keine Schlauen oder Dummen und also auch keine Rechten
oder Linken mehr. Die faschistischen Blasen der rhetorischen Demokratien
sind geplatzt, genauso wie ihre Herrschaft und Sklaverei. Die EU-genische
Gerechtigkeit wird automatisch in unseren Daten-Reaktoren generiert und
nach bestem wissenschaftlichen Wissen und Gewissen, zugunsten einer endlich
auch heiteren, frustfreien Gesellschaft, Gesetz.WIR werden alle gleich
sein, glücklich und zufrieden und jede Erinnerung an die Zustände
zuvor, werden ein rückstandsloses Nichts sein, im schwarzen Loch
des Vergessens .
WIR sind erleuchtet.
68
Nicht
nur die auf unserem Kontinent erfassten und vereinigten Gross-EUropäer,
sondern überhaupt die ganze Menschheit zitterten sich vom Klimakterium
immer weiter bis in die unmittelbare Nähe der Klimax der Klima-Katastrophe.
Das Fernsehen erschütterte in allen Kanälen die letzte Zuversicht
und biblische Zeiten würden kommen und alles übertreffen, was
je an Elend unsere Erde getroffen hätte. Die Erregung stieg so sehr,
dass sich wildfremde Menschen auf der Strasse an den Händen fassten,
umarmten, sich tief in die Augen sahen, um wortlos übereinstimmend
festzustellen: "Bald ist es aus"! Lasst uns also noch ein paar
Stunden gemeinsam dem Untergang entgegen gehen, bis uns der Feuertaumel
mit Haut und Haaren verbrennt. Die Menschen liefen geschockt umher und
eine unermessliche Angst breitete sich unerbittlich aus. Amseln trillerten
vielleicht ein letztes Mal unbefangen ihr Lied und Hunde jaulten und kläfften,
das kommende Unheil ahnend, wild und heiser vor sich hin,weil sie die
Ohnmacht ihrer Herrchen und Frauchen spürten. An vielen Häusern
wurde verbissen und nutzlos meterdick Styropor vor die Fassaden geklebt
und grosse Sicht-Fenster durch winzige Luken ersetzt. Die Gärten
verluderten, weil ohnehin jetzt alles egal war und man sich doch die allerletzten
Wassertropfen selbst gönnen wollte und nicht den Pflanzen. Die Menschen
waren fix und fertig und bereit Keller und nahe Höhlen als Archen
vor dem kommenden Untergang aufzusuchen und da und dort war Gedränge
und Geschubse zu beobachten und da und dort keilten und schlugen sich
Männer um die vermeintlich besten Plätze an den vermeintlich
etwas günstigeren Schutzräumen. Die Kinder weinten und die Väter
machten Anstalten, als wenn sie sich jeden Augenblick schützend über
ihre Lieben werfen müssten. Andere lagen bereits ohnmächtig
vor Angst auf dem Boden, unbeachtet von hektisch eilenden Leuten, die
Pakete, Flaschen und pralle Plastikbeuteln mit sich schleppten. Zertrümmerte
Autos umrandeten die Strassen mit einem verklüfteten Ornament der
Verwüstung, denn es kursierte die einhellige Meinung, besonders die
Autos wären die Killer der Nation. Dazwischen hetzten hysterische
Menschen auf den vermüllten Strassen schreiend und wehklagend umher
und Jugendbanden, bewaffnet mit Prügeln und Eisenstangen, schlugen
krachend auf die Objekte ihres Hasses und niemand wagte mehr Auto zu fahren,
aus Angst sofort gelyncht zu werden. Andere liefen nackt herum,weil sie
glaubten so die kommende Hitze besser aushalten zu können und andere
vermummten sich mit Aluniniumfolie, wie sie zum Kuchenbacken benutzt wird
und nun hofften, dem glühenden Grauen ein Paar Stunden abzutrotzen,
bevor sie zu Asche würden. Alte Leute,die nicht mehr laufen mochten,
warfen Geldscheine aus dem Fenster, für die sich keiner mehr interessierte.
Die Maschinen wurden angehalten und in den Kirchen erklangen die Choräle
immer lauter und eindringlicher: "Näher mein Gott zu mir"
und auf den kitschigen Minaretten brüllten sich die Gotteskrieger
heiser: Oh,'Allah akbar', oh Allah oh. Doch eigentlich war nichts besonderes
zu vermerken, was das Wetter anbetraf, nur die Fernseher waren an und
aus allen Ecken der Welt standen Reporter in Badehosen und genossenn wichtigtuerisch
das angeblich kommende Unglück, das die Menschheit hinwegraffen würde,
wie einst die Dinosaurier. Dazwischen stotternde Klimaforscher, die mit
Zahlen und Diagrammen in der Hand, beweisen wollten,dass sie das alles
schon früher gewusst hätten und es noch sehr viel schlimmer
kommen würde, als es ohnehin schon sei. Nur Temperatur und Luftfeuchtigkeit
waren relativ normal für die Jahreszeit und es wehte zwar ein leichter
Wind, aber das war ja wohl die Ruhe vor dem Sturm und nur die Tücke
der Klimakathastrophe, die gleich unerwartet und plötzlich zuschlagen
würde und so schauten alle immer wieder gebannt in die Luft und beobachteten
das Gekräusel der Blätter und die vorbeiziehenden Wolken am
Horizont und flüsterten sich stockend ihre erkannten Vorboten des
baldigen Unglücks und ihre beobachteten Erkenntnisse und schlimmen
Befürchtungen ins Ohr. Andere glaubten bereits das ungebremst heranflutende
Meer hören zu können und überlegten, wo sie vielleicht
hinaufklettern könnten, um noch ein paar Miniten länger leben
zu dürfen. Aber seltsamer Weise passierte nicht mehr, als immer schon
passiert war und das war manchen noch unheimlicher als das Unheimliche.
WIR sind heute klüger, aber nicht klüger als das Klima und die
Sonne lacht uns an und es weht ein Wind übers weite Meer und
mit dem Wind, die Wolken wandern.Mein blondes Kind und all die andern,die
so einsam sind,grüßt von mir der Wind.
WIR sitzen nicht im alten Boot
69
Die
ollen Parteien,die gewöhnlich wie der überflüssige Blinddarm,
längst bekannte Informationen wiederkäuten, schienen auf einmal
tatsächlich getroffen und bewegt von heisser Luft und den in der
Realität so reich vermuteten Vermutungen. Und so fragten sie sich
:Sollten WIR etwa, aus heiterem Himmel, nach etwa 1000 jährigem
Klima-Tiefschlaf nun, wie vom Blitz getroffen, auf einmal aufgewacht,
nun zu verwegenen, blitzgescheiten und antizipatorisch genialen Rechenkünstlern
avanciert sein? Oder sollten WIR wie Lämmer ein paar blökenden
Hammeln hinterher gelaufen und dem eitlen Geschwätz einer profilneurotisch
orakelnden Akademiker-Gang aufgesessen sein, auf der hektischen Suche
nach eventuellen politischen Schnäppchen, weil es ja sonst keine
nennenswerten Aufreger gab, die WIR dringend als Ausweis unserer Staatskunst
brauchten? Was war denn eigentlich los und was heizte, wenn überhaupt,
das Klima auf? War es das selbst verursachtes CO2 mit der Schmutzglocke
in der Luft oder der hemmungslos verschwenderische Umgang mit den fossilen
Brennstoffen? Waren es die Methan furzenden Kühe oder doch nur die
Kapriolen der in unterschiedlichen Intervallen sengenden Sonne? Oder kam
alles zusammen, mit ungewissen und falsch berechneten Anteilen?War alles
nur eine Medienkampagne um Quote und Stimmung zu machen, gegen den, von
den Linken, ungeliebten Präsidenten Busch? Oder war es ein schwindelhaft
in die undurchsichtigen Modellrechnungen und Prognosen eingeschleuster
Algorihtmus, etwa ein Virus, der empa- tische Aufregung zugunsten armer
Uno-Völker nebst ihren sorgen sollte? Oder eventuell von allem absolut
nichts, sondern etwas noch völlig Unbekanntes, Unmessbares, Unerforschtes,
was das Klima statistisch überhitzte und aus der Balance brachte?
Oder war alles stinknormal und nur ein politischer Bluff und Trick um
der grünen Bewegung wieder etwas Schmackes zu verleihen? Diese und
noch mehr Fragen dieser Art blieben unbeantwortet, aber es wurden erhebliche
Fälschungen der Klima-Propheten aufgedeckt, was alles in allem dazu
führte, dass das Klima schliesslich wegen anderer, neuer politischer
Instru- mentalisierungen vergessen wurde und siehe da, das Klima beruhigte
sich scheinbar von selbst und es drohte stattdessen eine neue Eiszeit,
wie manche Vermuter jetzt wieder vermuteten, während sie von der
Sonne ausgelacht wurden, denn die ist ja keine berechenbare Maschine und
kommt in Hitze, wenn es ihr passt, nicht wenn es Wichtigtuer wollen um
Reibach zu machen. Doch die Klima-wirtschaft hatte Blut gerochen und wollte
sich nicht so schnell in die Ecke stellen lassen. Also erweiterte sie
ihren Katalog der Bürgersünden und egal, wie immer das Wetter
war, kalt, warm, heiss, feucht ,trocken stürmisch oder windstill
,es wurde den Menschen ins Stammbuch geschrieben, sie wären daran
schuld, für ihren selbstverschuldeten Sündenfall, wie auch immer.
Doch das kam uns dann doch nur allzugut bekannt vor, aus der Geschichte,
besser aus der Kirchen-Geschichte, wo die Menschen mit Angst vor der Hölle
in die Kirche getrieben wurden und vor allem ,um Ablass zu bezahlen. Der
Markt, die Versicherungs-wirtschaft und Politik übernahmen also von
da an die Werbe-Methoden der Religionen und Sekten, was immer die sonst
noch erfanden um etwas Unglaubliches glauben zu lassen. WIR rutschen nicht
auf den Knien herum und winseln um Gnade und Vergebung. WIR glauben nur
uns .
WIR wissen was Besseres.
70
Die
Erfolge Klima-Meute mit galoppierender Angst, Kasse zu machen bescherte
und die Idee, solche Methoden zum Anlass zu nehmen Eu-genische Forschungen
nicht nur in den Labors zu intensivieren, sondern auch in der Bevölkerung
nachhaltig zu stimulieren und zu exekutieren. Die, bei unseren klimaempfindlichen
Genossen und grünen Geschäfts freunden, zunächst etwas
grob anmutende Regulierung unserer Temperatur anfälligen, hypersensitiven
Speichel-und Schwitzdrüsen, brachten einen ersten, vorzeigbaren Erfolg
unserer Haut-Experten in den berühm ten Klima-Labs, wo die voraus--schauenden,
interdisziplinären Forschun gen vehement auf die Abhärtung der
körpereigenen Haut, gegen Hitze und Frost, ausgerichtet sind. Die
hier endlich erreichte dickhäutige und immunologische Stählung,
bei gleichzeitig elastischer Dehnbarkeit der Körperhaut, steht für
den rasanten Erfolg in der Hybrid-Forschung. Das Ende z.B. der Überproduktion
von Schleim, trocken- ,offen-poriger Haut, Kehl-Starre, Schwitznässe
und Gänsehaut bei der gleichzeitig rapiden Abnahme neurotischer Ekzeme,
Kreislaufattacken wie entzündlichen Er krankungen überhaupt,
von Lungen und Bronchien, ist angezählt. WIR gehen jetzt gelassen
und zuversichtlich mit der erreichten, hitze-und kälebeständigen
wie schlag- und verletzungsresistenten Stabilität unserer gesamten
Epidermis, Corium und Subcutis, einschliesslich aller ehemals hier bösartig
zu erwartenden Ausschläge,Tumore und diverser Nesselsucht-Anfälle,
in die Zukunft. Ein über-greifender Erfolg für unsere über
greifende noch-multi-ethnische Weltbe- völkerung, die ja demnächst
dank unserer hybriden Planung später zu einer vollkommen homogenen
Me tarasse (Meta-Hom) verschmelzen wird. Die Argumente aber, bedauerlich
rückständiger und ängstlicher Querulanten, die hier von
einer ekelerre gend gezüchteten Nacktschneckenhaut,hässlichen
Pilz-Krusten oder Rindenablagerungen, im Verbund mit heimlichen, permanenten
Gen-Doping, bei unseren Versuchs-Modellen sprachen, sind unverständlich
und sollen wohl missgünstig unsere schöne Zukunftserwartung
eintrüben. Diese Konservativen sollten langsam lernen, ihre kindlichen
Phobien in Zaum zu halten und das einfältige Hetzen gegen alles sein
zu lassen, was modern und nützlich ist und sich stattdessen besser
schweigend schämen, angesichts der nun bekannt werdenden, wunderbaren,
Klima resistenten Ergebnisse, bei unseren, sich freiwillig im Knast für
diese Experi-mente gemeldeten Probanden, denen für diese Wehwehchen,
wie schon bei freiwilligen Organspenden, kräftig Erlass von Haftzeit
versprochen wurde. Wie schon gesagt , die Ergebnisse sprechen für
einen weiteren Durchbruch unserer Bemühungen, die menschlichen Voaraussetzungen
in seiner Natur zu verbessern. Wenige Änderungen des Erbgutes lösten
dieses lästige Problem und werden bald nur noch ein Fall für
die Archive im Deutschen Museum sein, wo alle geschicht-lichen Stolzmacher
der Nation, in bomben- und funksicheren Bunkerzellen gehütet werden.
Von nun an braucht man z.B. in talk-shows niemals mehr rinnende und per-lende
Schwitztropfen, der dort emsig unter Druck gesetzten Angeklagten, im Focus
der heissen Scheinwerfer sehen. Ein sicher nicht geringer Verlust, für
unsere so smarten Moderatoren mit ihren türkischen Kamera-leuten,
für ihre ausdrucksstarke Dramatik und integrative Hintergrund-Panoramen,
aber ein grosser Erfolg sicher der Hybrid-Forschung auf dem steilen Weg
nach oben in die Natur unabhängige Welt und fantas-tische Aussichten
bei der Einsparung von Geld, Arbeit und Rohstoffen, in der nun überflüssig
werdenden Kleider- und Bettzeug-Industrie und dem jetzt möglichen
Verzicht auf die teuren Isolierungsmassnahmen und Brennstoffe in den Häusern.
Hierbei kann man sehen dass schon kleine nützliche Ideen Sinn machen.Ohne
unseren hohen Anspruch bei der Er-forschung klimatisch unabhängiger
und grundsätzlich unverwüstlicher Haut und ohne die massgebliche
Führung und Stiftung durch das euge nische Management, wären
solch attraktive und zielführende Anwendun-gen natürlich nicht
denkbar gewesen. So können WIR uns endlich völlig nackt und
frei wie im biblischen Paradies wie die Sonnenanbeter in freier Luft bewegen
und bleiben unem- pfindlich gegen alle Erkältungsattacken zu jeder
beliebigen Jahreszeit und jedes beliebigen Breitengrades auf unserem blauen
Planet, wo es früher ja reine Glücksache war, auf den unterschiedlichsten
Badestränden aller Kontinente, auch auf das richtige Bade-Wetter
zu treffen. Die Angst vor Krankheit oder irgendwelchen witterungsbedingten
Ansteckungen ist weg und bloss noch ein Spass für Hypochonder spielende
Kinder geworden. Infektionen prallen wirkungslos ab und Viren verlieren
die Lust zum Angriff. Unsere Haut wird gehärtet und fühlt sich
dennoch weich an. Für Ekzeme,Pickel und Warzen öffnen sich keine
Poren uned jeder Ausschlag ist kein Anschlag mehr auf die Gesundheit unseres
Bio-Panzers. Ein Trip etwa,ins Sonnenfeuer oder in die kältesten
Regionen der Hochgebirge, in Schnee und Eis in der Arktis, oder wahlweise
in die Fiebernester der Grünen Hölle, oder in das giftige Zentrum
unserer Atommeiler oder in beliebig chemische Brutstätten oder Verbrennungsanlagen,
all das ist jetzt ein harmlos touristisches Vergnü-gen, ohne lebensbedrohende
Folgen, wenn es denn Spass macht. WIR sind gerüstet. Und wie WIR
befriedigt vernommen haben, ist auch der Leiter des Institutes für
hautrelevante Klimaforschung,der geniale Profes sor Dr.Graut bereits mit
der "Goldenen Sonne", vom Klima-Fond, für sei ne Forschungen
der pigmentierten Harthaut ausgezeichnet worden. Und dies bestätigt
auch den Leitsatz: "Aus Schaden wird man klug", denn ohne den
Druck des befürchtet ,nahen Weltunterganges, ausgelöst durch
die Wetterlage zweier heisser Sonnen-Tage und drei Wochen Südwind
im April 2007, sowie den prickelnden Untergangsvisionen des öffentlich-rechtlichen
Fernsehens damals, wie den schrecklichen Wetter-Orgien, der Bild-Welten
des gescheiterten amerika- nischen Präsidentschafts kan-didaten Gore,
wären WIR garnicht auf die Idee gekommen ,dem Volk einen neuen Hautanzug
zu genehmigen und so ein aufwendige Projekt zu starten. Denn ohne die
phantasievolle Team-Arbeit der Weltenretter aller Fernsehkanäle,
die, nahezu nachhaltig, immer wieder den selben Eisberg krachend und belehrend
ins Polarmeer stürzen liessen, jede Windstille oder Sturm, jedes
Ausscheren aus dem statistischen Mittel der täglichen Jahrhundert-Rekorde
, dieser teuflisch verrückt machenden Klima- angst , nutzten , um
das Publikum in panische Schüttelfröste zu versetzen und Schluckkomas
auszulösen, die schliesslich den spastischen Hochdruck in den Hirnen
aller empfindlichen Menschen ver-ursachten, das alles waren Sternstunden
und leuchtende Beispiele, wie man Menschen führen und mitnehmen muss,
ins Land der Neurosen und schyzuphrenen Chimären und Nachtmahre.
Selbst die Apokalyptischen Reiter waren im Vergleich dazu nur Softi- Krieger
und Warmduscher im Angesicht der Panik-Attacken der Einbildung. Nie zuvor
seien so viele Tierarten und Pflanzen ausgestorben, durch CO2, hiess es,
wie in den letzten 20 Jahren, den Boom-Zeiten von Mercedes, Porsche und
Audi. Selbst die so ungemein geistreichen Witzbolde im Fernsehen bissen
sich auf die Zunge und jeder halbwegs lustige Gag geriet ihnen sichtbar
zum verkniffenen Gewürge im Hals, wenn sie dieser schrecklichen Aussichten
gedachten, die da kommen würden, von ganz hoch oben, wie das Amen
in der Kirche. Der Fluch des tückisch verdichteten CO2s erzwang die
seismographische Flucht exotischer Spinnen über die Pyrinäen
nach Norden und, wie in der, so völlig unabhängigen, überaus
kritischen und über allen Parteien stehenden WZ, jüngst zu lesen
war, auch das angeb-lich zu frühe Blühen der japanischen Kirschbäume,
wie sie es immer schon seit tausenden von Jahren zu dieser Jahreszeit
so tun, im Verein mit manchen Schneeball-Arten, das sei doch nun das Tüpfelchen
auf dem Ei und der beklemmend wahre Hinweis auf die kommende glühende
Klima-Kathastrophe und nicht auf ganz normale Klimaschwankungen im Laufe
der Jahrhunderte. Die Menschen waren bereit zum Sterben und viele liessen
sich einen tötlichen Gifttrank brühen, um das schreckliche Ende
nicht lebend erleben zu müssen. Es hat uns große Mühe
bereitet die Menschen wieder aufzurichten, sie von ihren Sünden freizusprechen,
ihnen Absolution zu erteilen und nicht die letzte Ölung oder Dröhnung.
WIR lehrten die Altbürger wieder ihren Verstand zu gebrauchen und
vor allem den Fernseher schnell aus dem Fenster zu schmeissen und sich
eine eigene Meinung zu bilden und jeweils vor Ort ein paar Korrekturen
vorzunehmen. WIR , die EU-Genik, haben der Hysterie den Giftzahn gezogen
und den Menschen das Zittern abgewöhnt und Vertrauen in ihren Köpfen
gesät und sie ernten ja bereits die ersten Früchte mit uns.
Unser Klima ist prima, auch in Lima und in China.
WIR werden alle Brüder
71
Wer
noch gestern mit offen Augen durch die Welt ging, kam an den tau senden
der verschiedensten Welt-Untergängen in Worten, Bildern und Filmen
nicht mehr vorbei. Für jeden jeden Geschmack und für jeden IQ
war eine Variation dabei. Da gab es die ganz komplizierten, erst nach
langem wissenschaftlichen Gerede und viel Zahlen-Statistik, logisch zu
folgernden Welten-Enden, aber genau so auch die ganz primitiven Katastrophen,
die sich jeder ganz einfach an seinen fünf Fingern abzählen
konnte und sollte. Zyniker meinten der kommende Kataklysmus befreite die
Menschen am Ende von jeder Unsicherheit, denn er liesse ja nur noch die
eine, schreckliche Wahr- scheinlichkeit offen, also das universale AUS,
ohne wenn und aber. Aber für manche Religion war die Endzeit wieder
eine eigentlich ersehnte Zeit, vor dem Wieder- erscheinen Christi , mit
anschliessendem Weltgericht und ewigen Einzug ins Paradies, vo- rausgesetzt,
man hatte alles richtig gemacht. Doch wie schwer und schier unmöglich
das scheint, zeigte schon Hieronymus Bosch drohend und strafend auf seinen
Bildern. Und wer nicht ans Jüngste Gericht glaubte, der behalf sich
halt mit der etwas banalen Floskel und unterschwelligen Lüsternheit
und Freude, dass eben alles einmal zu Ende gehe. Fast schien es so, als
hätten diese unausweichlichen Aussichten sogar etwas tröstendes,
das die Herzen öffnete, denn alle träfe ja das gleiche Schicksal
und dieses Gemei- nschaftserlebnis läuterte die verkrampften Sünder
und führte sie wieder klassenlos zusammen, zu einem Herzen und einer
Seele. Man stellte sich gemeinsam vor, wie das wohl wäre, vor und
während Feuer und Wasser eins werden und mit einem nie gehörten
Knall erlöschte, so wie es angefangen hatte. Aber noch lebte man
ja, wenn auch nur im untröstlichen Wartestand, bevor alles berstend
zusammenbrechen würde und auch die kleinste Hoffnung, auf Wiedergeburt.
Aber wer wollte schon in dieses Chaos zurück oder neu hinein geboren
werden. Da sah, hörte, wusste man das Ungeheuerliche in menschlich
nachvollziehbare Bilder zu kleiden und da schien nichts unmöglich
und die Gefahr lauerte im jedem kleinsten Wink und Winkel. Keine grünen
Marsmenschen oder Ausserirdische würden zur Hilfe eilen, eher im
Gegenteil, und den Erdlingen zu einer Emigration auf einem intakten, menschentauglichen
Planeten verhelfen, irgendwo im Kosmos, aber die Erdgeborenen waren auf
sich selbst angewiesen und bereuten jammernd, so viel Geld für Raum-
forschung ausgegeben zu haben, nur um ein wenig Mondstaub durch die Hände
rieseln zu lassen. Und die Hoffnung erstarb im imaginierten Niemandsland
dem Schwarzen Loch aus Schutt und Asche und eine Erlösung käme
nur durch ein göttliches Wunder. So standen sie vor dem Buch mit
sieben offenen Siegeln und die rettende Vernunft stand abseits , irgendwo
zur Blasphemie mutiert, zum Schiff, das Victor Hugo als 'Ma Destinee'gemalt
und verdichtet hatte, unheimlicher vielleicht noch, als Leonardo da Vincis
"Welt-Katastrophe" bereits befürchten liess, wo die Welt
in vielen Strudeln und Monsterwellen hinweg gerissen und geborsten war.
Unvergesslich die phantastische Art-Show im Museum Ludwig in Köln
im Mai 2007 dazu,wo alle Welt-Untergänge, aus der Sicht von Kunst
und Kultur, aller Völker und Zivilisationen, versammelt hatte. Eine
phantatische Ausstellung,wo es einmal nicht um Stil, künstlerische
Substanz, Innovation und deren Bewertung ging , sondern einzig und allein
um die verschiedensten Darstellungen und Inszenierungen der allerletzten
Wklichkeiten in Wort, Bild, Film und digitaler Animation, weit entfernt
vom kleinlichen Gerangel um Rang , Qualität und Platz in der Kunstgeschichte,
denn die war ja jetzt ohnhin nichts mehr wert .Ein Fest allein der grossen
Einbildungen und Suggestionen, wie es das Magazin Der Kulturpinsel
pries. Der Schwarzmaler MBadura schrieb dafür die eigentlich völlig
überflüssige Einleitung. Überflüssig, weil ja schon
bald aus den Bildern, Geschichten , Musicals und Installationen der Künstlern,
Geisteskranken, Wissenschaftlern, Journalisten und Theologen, werden würde
und die einzelnen Werke ja nur das schmutzige Sterben in der Realität
begleiten würde, wie die Profi-Kritik der Medien einhellig und zu
recht resumierte. In der Ausstellung erschalten in unendlichen Schleifen
"the ends of the world" der rosaroten Pop-Kultur: schrill, schwül
und mit offenen Herzen aus allen Mikrophonen und die von Google.all geladenen
Beispiele aus aller Welt vollführten ihren fürchterlichen Totentanz
auf den Monitoren. Eingespielt aus Funk und Fernsehen, in allen nur denkbaren
Vernichtungen irdischen Lebens, bis zum letzten, grossen, elektrischen
Knall , dem Ende unserer Zeit, dem Ende unserer Vorstellung in dieser
Welt. Unerschöpflich und einfallsreich die unterschiedlichsten Methoden
und Medien, wie die Erde in Schmutz, Feuer, Strahlen, Stürmen und
Sturmfluten, in Gift, Qualm, Geröll und undefinierbaren Nano-Schleim
zerfällt oder ganz avantgardistisch als Fäkal-Metapher oder
abstraktes Hologramm in die Luft gekleckst wurde, bevor alles Licht ausgehen
sollte. In allen Ausstellungsräumen erklärten und kommentierten
mutige Kunstpädagogen mit soveräner Eloquenz das nie Gewesene,
inmitten ihrer Zuhörer und Bazon Brock wiederholte immer wieder den
Satz ,ich habe es Euch ja immer schon gesagt, aber Ihr wolltet ja
nicht hören. Das Publikum war begeistert, selbst von den völlig
abstrakten Beispielen, in denen nichts genaues mehr zu erahnen war und
gerade deshalb ganz besonders tief auf die Drüsen und Hirnströme
einwirkte. Dazwischen ertönten die Sirenen der Rettungsdienste, die
massenhaft ohnmächtige Men- schenkörper hinaus trugen, viele
davon gleich in die Krematorien der Friedhöfe und es steigerte sich
die Stimmung in einen Taumel dumpfer Angst, die jeden Momment in unberechenbare
Panik zu kippen drohte, besonders als man durch die Fenster sehen konnte,
daß auf der Strasse die Bundeswehr Stellung bezogen hatte. Und eigentlich
war es nur dem unvergleichlichen Bazon zu verdanken, der mit ein paar
flinken Sketchen das Publikum davon abhielt, nicht wie in einer Stampede
rücksichtslos das Weite zu suchen. Am Ende durfte sich aber jeder
Besucher seine Lieblings-Katastrophe wählen, so der Hausherr Kaspar
König und es gab eine Tombola zu Gunsten der gefälligsten Kunst-Stücke.
Selbst die Besucher, die gewöhnlich misstrauisch , ablehnend oder
gleichgültig den Kunstausstellungen fern bleiben, strömten jetzt
in grossen Massen in die Ausstellung und lasen den einweisenden Vermittlern
jedes Wort von den Lippen, weil sie insgeheim hofften, vielleicht doch
irgendein Wort der Linderung kommender Hitzewellen zu erfahren. Doch es
war umsonst. Der hier sichtbar gepflegte Horror und Terror des kosmischen
Aufruhrs an den Wänden, überzeugte nur das, von der Phanatsie
gedemütigte Volk, erst recht vom endgültigen Kataklysmus des
überkochenden Klimas und dem rettungslosen Verschwinden unseres blauen
Planeten demnächst in diesem Theater.
WIR spielen nicht
72
Waren
es früher nur die bösen, metaphyischen Intrigen und Quälereien
unserer vertrauten Teufel und geisterhaften Kreaturen aus den Höllen
und alchemistischen Labs der Religionen Giftmischer, Magier und Wesire,
die uns quälend mit epileptischen Anfällen oder Vexierbildern
ängstigten, so waren es später die härter und noch unberechenbarer
zuschlagenden Kettenreaktionen einer sich wehrenden Natur. WIR, sind weit
davon entfernt, die Natur in Schutz zu nehmen, denn gerade WIR kennen
ja ihre gnadenlos willkürlichen Gesetze, aber die Methoden der alten
ruhmsüchtigen Zivilisationen, können WIR noch weniger gut heissen,
als die Evolution, mit dem angeblichen Homo sapiens am Ende, der jeden
auch nur erdenklichen Fehler machte , sich und das ganze Drumherum noch
gefährlicher zu machen, als es ohnehin schon war und zu guter Letzt,
das ganze Universum gegen sich aufzubringen, ohne etwas Sinnvolleres dagegen
zu setzen, wie WIR es jetzt tun müssen. Denn die Menschheit stand
nicht etwa am Scheidewege, in diese oder jene Richtung zu wirtschaften,
sondern sie stand am Abgrund ihrer faulen Erkenntnisse und Kompromisse.
Ein ehemals unbestrittener Auftrag für Kreativität und Innovation
lautete doch immer, mal etwas Neues zu riskieren, dessen Folgen am Ende
ungewiss waren. Und je ungewisser sie waren, um so höher wurde der
Erfolg eingeschätzt. Da werkelten unbedarft kindische Chemiker, Atomspalter
diverser Industrien und Waffenproduzenten, im Auftrag ihrer noch kindischeren
Sponsoren, den Bank- und Kriegsherren aller Länder in aller Zeiten
mit ihren gefährlichen Süchten und Werten, bis zum entfesselten
Inferno, wo dann nur noch das Ex und Hopp oder Aus blieb. Nun waren wieder
einmal die Welten-Retter gefragt, deren immer grösseres Genie gefragt
und notwendig wurde, deren Horizont aber immer kleiner wurde und nicht
selten nur noch bis zu ihrem Konto oder einer ummauerten Finka reichte.
Und das alles geschah, obwohl es zu allen Zeiten klügere Köpfe
gab, als die gewerbsmäßigen Erlöser und Erfinder, deren
Produkte und Ideen nicht nur nutzlos, sondern oft genug nur perverse Schäden
oder Hokuspokus anrichteten. Und, nicht nur nebenbei gesagt: Die schlimmsten
Schäden sind ja nicht die materiellen, sondern die in den Eiern und
Köpfen der Schreibtischtäter in den Büros, die dann noch
zusätzlich die materiellen Verwüstungen auslösen. Oder
jener Schlaumeier, die zwar ein kleines Problem lösen, damit aber
fünf neue und schwerere verursachen. Wir wollen hier keine Namen
nennen, denn das wäre der Ehre zu viel , aber jeder kann ja selbst
die Annalen, die Kultur-Fahrpläne, die Archive der Zeitungen, der
Regierungsämter, der Klöster und der Doktorarbeiten studieren,
wenn er die Zeit dafür hat und so viel Gold wie der angebliche Goldesel
gespuckt haben soll, so viel Bosheit und Blödsinn kann er da haufenweise
und im Quadrat finden, wenn er Glück hat, denn das Ärgste davon
ist wohl längst klammheimlich beseitigt und die Autorenschaft unkenntlich
gemacht worden. Der weitestgehend am reisserischen Profit orientierte
TV-Journalismus dieser Jahre blamierte sich heftig mit kaum recherchierten
und blind emotionalisierten Berichten aus der Lamäng und wie sich
rausstellte fast nur als verschleierter Parteien-Journalismus und unmassgeblich,
eisglattes Gebräu aus Kultur und Society. Riesige Blasen aus Meinungsmache,
Profilierungssucht und Quote schäumten auf, in einem Markt, der sich
kakerlakenartig vermehrte und die Welt mit einem Schleim aus Schwindel,Kotz
und Kacke überzog, ausgestattet mit einer Lizenz der Pressefreiheit
, die es nur auf die Freiheit und Mündigkeit der Arglosen abgesehen
hatte und als angebliche Mittler und Informanten die Realität verunstalteten,
mit tätiger Hilfe entsprechender Strohmänner aus der ebenso
parteilichen 'Wissenschaft' . Die hier unter anderem häufig angedrohten
und mit schrillen Fehlfarben ausgemalten Weltuntergänge, nur ein
profitables Spiel mit dem Lohn der Angst, von moderierenden
Sprechern, die sich aberwitzig für Aufklärer und legitime Nachfolger
von Vasari, Mark Twain, Tucholsky und Ossietzky aufspielten, aber eher
zum Tross des Rotlicht-Milieus und Hütchenspiels gehörten: Ich
bin von Kopf bis Fuss, auf Schwindel eingestellt und das ist meine Welt
und sonst gar- nichts. Das mag etwas übertrieben sein,aber
die wenigen fair urteilenden und berichtenden Journalisten, gehen im Meer
der pervertierten unter. Es schien,als wenn die naiven Zeugen Jehovas,
mit ihren öfter angesagten, aber nie eingetretenen Weltuntergängen,
von den fälschenden Zeugen der Wirklichkeit und sonstigen Nichtigkeiten
abgelöst würden. Die Flasche war voll. Zu jener Zeit war es
nicht mehr Sache der Kassandra oder Ellen G.White usw. sondern der zwielichtige
Anhang , hochstaplerischer Klima-Deuter, die ihre politischen Zwänge
hinter pseudo-wissenschaftlichen Attituden und Meriten versteckten. Eine
neue "Göttliche Komödie" wurde geschrieben, mit scientologischen
Mantel weissagend bewehrt, von den Leuchttürmen erlauchter TV-Propheten
in den Äther gestreut, die aus Spekulation und orientalischer Erfingsgabe
quasi eine Post-Religion mit mittelalterlicher Bestrafungs-Kultur zu propagieren
suchten. Von aussen nicht überprüfbare, mathematische Klima-Modelle
wurden da schwindlich gerechnet bis zum Kreislaufkollaps auf unserem Planeten.
Lichtjahre nach der bereits früher errechneten, tödlichen Vereinigung
unseres gesamten Sonnensystems in einen kochenden, glühenden Feuerklumpen.
Die Exkremente des Bösen in Gestalt des vergasenden CO2s, einer Substanz,
die in Massen "genossen" äusserst natürlich und wünschenswert
wirkt, aber massenhaft künstlich produziert, dann in der Athmosphäre
den Rücklauf unserer Abwärme plus Sonnenbestrahlung bedrohlich
behindern könnte, was aber nicht seriös zu beweisen ist, bis
jetzt, aber vehement genutzt wird, um mittels der chemischen Formel CO2
politische und profitable Geschäfte aufzureissen, was an sich nicht
ruchbeladen sein muss, aber als billige Manipulations-Ware einfältige
Gemüter aushebeln und zu hysterischen Dummheiten hinreissen liesse,
was geschah. Und hier schlug sie wieder durch und zu, die Vorstellung
von Sünde und Busse durch Ablasshandel und die käufliche Reinigung
und Seligsprechung nach gezielt und korrupt verdunkelter Sause durch die
Gehirne, und fand ihren windig gewundenen Weg zu Trittbrettfahrern aller
Coleur und Zwecke mit ihren wie automatisch gesteuerte Raketen aus schmelzenden
Gletschern und ins Meer klatschenden Eisbergen. Daneben orakelte die Wissenschaft
erst vor noch etwa 50 Jahren eine neue Eiszeit an die Wand und trotz des
gesicherten Wissens, dass alle Klimawirkungen sich erst nach ca 30 Jahren
zeigen wenn überhaupt, werden Politiker nicht müde, kurzfristige
Folgen als langfristige Sünden zu deklarieren. WIR, die EU-Genik
mussten erst mal ihre heiss und kalt gelaufenen Köpfe wieder nüchtern
waschen und cool klimatisieren, mit unserer neuen und eigentlich erstmalig
wirklich humanen Philosophie der hybriden Gleichheit durch die geklonte
Optimierung der fixierten und so nicht mehr manipulierbaren Gehirnströme.
Schluss und Aus, Punkt. Der Rest ist Schweigen. Seltsamerweise haben die
Menschen ja immer das, was sie nicht wissen oder sehen konnten, in Bildern
gebannt und da oft mit scheinbar penetrant pedantisch genauen Darstellungen.
Siehe z.B.die vielen Gottes- oder Teufelsdarstellungen in ihren himmlischen
und höllischen Gefilden, aller Kulturen der Welt-Geschichten. Die
Phantasie füllte die Lücken der Wahrnehmung, aber nicht nur,
sondern auch die Lücken irdischer Mächte. Und diese Menschen
nannte man absurder Weise Seher und Visionäre obwohl sie ausser im
Traum, nichts davon je gesehen hatten oder hätten sehen können,
mit Ausnahme weniger, die einfach schneller und intuitiv eins und eins
zusammen zählen konnten, was mit Prophetie ja nichts zu tun hat,
sondern nur mit blitzgescheitem Antizipieren, von ganz irdisch vorhersagbaren
Fakten. Eine Fähigkeit freilich, nicht des Herrn Jedermann, aber
auch nicht seines Verwandten, dem Herrn Niemand. Und je weiter diese Zustände
anhielten, um so mehr vermehrte sich die Zahl dieser nichtsnutzigen Seher
und Visionäre auf allen Gebieten des Wissens, des Glaubens und Kultes,
bis sie ihren eigenen Untergang endlich selbst kommen sahen, als Ausdruck
ihres eigenen Geisteszustandes. Und aus dem Alles wurde ein Nichts und
aus dem Nichts wurden WIR schließlich, die rettenden Eugeniker.
Und WIR sind es ja auch, die die Erde wieder bewohnbar machten, die Gehirne
sauber und frei von allem Unrat bliesen und dem Rest der Menschheit zeigen
mussten, wo es lang geht.
WIR sind hilfreich
73
Aber,
so fragten sich die Alt-Menschen, was nutzen alle wunderbaren Maschinen,
bio-chemisch-physikalischen Werkzeuge und Transportmittel, wenn uns die
Energie fehlt sie anzutreiben, oder wenn uns die Ener gie wenig später
umbringt,nachdem WIR sie gebraucht oder missbraucht hatten? Das war der
springende Punkt, als WIR 1975 in Wyhl im Rundzelt erfolgreich zusam-menkamen
und Strategien überlegten, wie WIR das geplante Atomkraftwerk dort
nicht nur verhindern könnten, sondern woher grundsätzlich der
Treibstoff und die Enewrgie für die verschiedensten Bedarfe kommen
sollten,wenn die fossilen Brennstoffe ausgehen und ihnen die begleitenden
Schadstoffe nicht an der Quelle ausgetrieben werden können.Der Konflikt
trieb viele als Protestler auf die Strassen, andere militarisierten sich
zum Sponti-Terror, andere begründeten kleine Bauern-Kommunen,andere
besoffen und bekifften sich in Biergärten, andere kleideten sich
serös ein, für den Marsch durch die Institutionen, andere suchten
einen krisensicheren Job als Polit-Funktionär und Wichtigtuer, aber
es gab da auch Leute, die begannen einfach zu arbeiten, auf Gebieten,
von denen sie wirklich etwas verstanden oder noch mehr verstehen wollten
und später sollten. Auch für uns, die angehenden EU-Geniker,
war vieles offen, aber es brachte uns nicht in Verlegenheit, denn längst
hatten sich klevere Köpfe mehr stöckig damit beschäftigt,
wie und woher die ausreichende Energie, gut und technisch machbar gewonnen
werden könnte, nachdem sich auch die Kernfusion, die Energie der
Sonne,i m überschaubar produktiven Rahmen für die Haushalte
und Industrie als unpraktikabel und zu teuer erwiesen hatte, obwohl sie
theoretisch in Grenzen brauchbar wäre, doch ohne eine gewisse Reststrahlung
auch nicht zu gewinnen wäre. Die seit dem Altertum genutzte Windenergie
schien eine langfristige Option zu bieten, aber ihre Tücken lagen
im Detail.Verunstaltung der Landschaft, Vibration und fliehende Schatten
beeinträchtigten die Lebensqualität sensibler Menschen in der
Nachbarschaft und führte zur ungenügend erforschten ökologischen
und Verdrängung und Nötigung von Mensch und Tier, ähnlich
dem Stra- ssenverkehr. Lange wurde hier aber verheimlicht, dass in den
Windparks,die dort dicht gerastert aufgestellten Windturbinen und Windgeneratoren,viele
Vögel wie in Guillotinen hingerich tet und zerfetzt hatten und Fische
womöglich das Weite suchten. Das hätte uns, die Eugeniker zwar
nicht gestört, spaltete aber damals wirkliche Naturfreunde von grünen
Funktionären, die wirt- schaftliche Erfolge gegen die Nutzung der
Atomspaltung, auch politisch,für ganz andere Ziele anpeilten und
im übrigen die 'Verspargelung'des Landes erzwin - gen wollten. Keine
schönen, grünen Aussichten also insgesamt, wie im übrigen
auch die Sonnenenergie-Platten, die da platt auf die Dächer von Häusern
gekachelt und ohne strukturellen Bezug zu Dachform und Dachpfannen aufgepflastert
wurden und da häufig ein Bild technischer Verwahllosung und verwüsteter
Anti-Architektur ergaben und weiter in den Fabriken nicht wenig umweltbelastende
Rückstände erzeugten, mit einem erheblichen Verbrauch von Umwelt
belastenden Aluminium und teuren Kupfer erforderlich machten. Und das
alles bei einer Lebenser wartung dieser Photovoltaikanlagen von nur ca
20 Jahren und kürzer. Jedenfalls, was hier von der biogrünen
Industrie und Politik so ölig und einseitig vorgetragen wurde, glich
im Prinzip den Sprüchen der Atom-Lobby früherer Zeiten, aber
in der sozialen Auswirkung nur einige Num- mern kleiner in den ohnehin
nicht genügend erforschten Folgeschäden. Die Begriffe 'klimafreundliche
Atompolitik' und 'erneuerbare Energien' waren da gleichermassen scheinheilig
unvollständig und ökologisch am Arsch vorbei, was ihre Ursachen,wirkungen
und Schwächen anbetrifft, und deswegen mit dummen,penetranten und
penetrierenden Marketing-Geschleime vertuscht werden musste. Dabei wurde
vor allem zeitlich ge hetzt und Druck gemacht um nicht vom Nachdenken
und den für sie eventuell unfreundlichen Realitäten überrollt
zu werden. Die Leute hatten, da wie dort versäumt, sich nüchtern
zu machen, was freilich durch den gesellschaftlichen Schädling Nummer
1, "das Fernsehen", ständig unter drückt wurde. Noch
nicht mal nur durch dümmliche Politisierung aufklä rerischer
Prozesse, das auch,aber besonders durch die Selbsterhaltung der weit überpreisten
Medien, die durch fatale Emotio- nalisierung ihrer Gaffer in der sozialen
Szene, ihren faulen Quoten-Status zu zementieren suchten und sich ihren
Internet-Werbe-Schmalz zusätzlich noch vom GEZ-Fiskus finanzieren
liessen.Aber WIR wollten die kostbare Zeit nicht mit diesem alten Halb-Wert-Kram
vertun,sondern uns auf die Zukunft konzentrieren.Und da erreichten uns
die wissenschaftlichen Erfolge unserer EU-Propheten noch im letzten Augenblick,
bevor Hiob von uns Besitz ergreifen und nachdem die Ölreserven zu
immer grösseren Wucher preisen verhökert werden sollten und
bevor die Gas-Pipelines nur noch im unbezahlbaren Doppelpack, mit unverblümt
politischen Erpressungen, zu haben waren.Das ist mit uns natürlich
nicht zu machen. WIR sind doch nicht blöd und jeder Kompromiss hier,
wäre ein Beschiss mehr. WIR wissen, was WIR tun müssen. WIR
machen Zukunft .
WIR werden keine Geiseln sein
74
Die
Einführung der neuen Regeln in der Energiewirtschaft der EU- Genik
gründen sich auf die Harmonie und die umfassende Vernetzung von Mensch,
Influenzmaschinen und Bio-Kraft. Die früheren Jahrhun derte waren
geprägt durch das Finden naturwissenschaftlicher Prinzipien in der
Grundlagen-Forschung durch Reduktion und Selektion. Da bei wurden wertvolle
Quer- bezüge nicht gesehen, gewollt oder genutzt. Eine Entwicklung,
die WIR weder als richtig, noch als falsch ansehen, sondern schlicht den
jeweiligen Erkenntnismöglichkeiten der Zeit zu schreiben müssen.
Unsere Leitidee folgt demgegenüber aber einer wechselseitigen Vernetzung
energetischer Grundlagen, die sich nach einer erneuten Durchforstung früherer
Ein- zelergebnisse heraus- kristallisiert haben. Die eugenischen Innovations-Manager
fanden ein enormes Potential ursprünglich nicht gesehener Energie-Ressourcen
in Patent- ämtern und vergessener Grundlagenforschung. Verknüpft
mit den neuen Erkenntnissen offenbarten sich hier verblüffende Perspektiven
für den Energie-Plan unserer EU-Genik. Wichtige Leitlinien dabei
sind u.a. die Unabhängigkeit von kriminellen Mächten, bedingungslose
De- zentralisa-tion und fundamentaler Abbau von wuchernden Monopolen.
Insgesamt sind das globale Konsequenzen, die sich aus der simpen Kosten-Nutzen-Rechnung
ergaben, die vollautomatisch von unserem unfehlbaren Kern-Hybrid-Rechner
ausge- geben wurden. Die Energie-Effizienz ist früher sehr halbherzig
verstanden worden und hat sich häufig an unpassenden Objekten verrannt
und stümperhaft ausgetobt um den Leuten viel Geld aus der Tasche
zu ziehen. Durch dummen Aktivismus ist hier ein ge waltiger Volks-Schaden
entstanden. Korrupte Beamte und ganze Fach abteilungen mussten freigesetzt
werden um noch Schlimmeres zu ver hindern und die gesamte Infrastruktur
des E-Gebrauchs und der E Gewinnung in einen symmetrischen Ausgleich zu
bringen. Das heisst, ab jetzt darf nur noch soviel Energie verbraucht
werden, wie zeitgleich verfügbar ist, plus 20% Reserve aus den Energie-Servern,denn
wir leben ja nicht mehr mit und in konkurierenden Wirtschafts-Systemen.
Das ist unterdessen eine Binsenweisheit, denn das hergestellte Gleichgewicht
von Reibungsgewinnung und Reibungsverlusten haben die Mathematiker des
Wuppertaler Technologie-Zentrums auf 10% des ehemaligen Verbrauchs an
Treibstoffen und Energie in Haushalt, Kom- munikation, Verkehr und Industrie
drosseln können. Die Reibung und Bewegung dabei erzeugen gleichzeitig
wertvolle Energieresourcen. Die näheren Daten dafür sind im
Widerstands-Gesetze unter 'Plus-Reibung' und 'Minus-Reibung' umfassend
von unseren Bewegungsrechtlern haarklein geregelt und reguliert worden.
Allen Menschen sei nebenbei an dieser Stelle gesagt, dass wegen der Vermeidung
prekärer Missverständnisse, der Begriff 'Widerstand" an
allen Stammtischen des Polit-Talk unter Strafe gestellt worden ist. Mit
dem neuen Effizienz-Gesetz im Energie-Plan unseres Grundsatz-Gesetzes
gehen WIR komfortablen Zeiten entgegen, die uns die Pflicht eines automatischen
Energie-Abgleichs geniessen lassen. Schon jetzt, zu Beginn unserer Aera,
wird dieser Erfolg durch die den erfreulichsten schwarzen Zahlen untermauert,
gerade jetzt, nach den erbitterten Öl- und Gas-Kriegen mit den Macho-Imperien.
Allerdings wird in der Zukunft ein erhöhter persönlicher Körpereinsatz
notwendig werden um unser Bedürfnis nach autonomer Verfügbarkeit
von Energie zu stillen. Das heisst, WIR werden persönlich mehr tun
müssen, als Hähne auf- oder zu zudrehen wie in alten Zeiten,
denn ein sehr großer Teil der benötigten Energie wird von unserer
Muskelkraft herrühren. Daneben haben unsere Energiewirte erkannt,
dass es es sinnvoll ist die Kühe multifunktional, neben der Latexgewinnung
auch als dezentrale Methan-Kraftwerke abzumelken. Vor allem anderen aber
verspricht die tief unterschätzte Nutzung überschüssiger
Energien in der Bio-Kraft-Sport-Technologie und zusätzlich die Ausbeute
der Tret-Maschinen eine erstaunlich unerwartete Effizienz in der Human-Bio-Energie,
die uns laut jubeln lässt. Und weiter werden WIR mit den gewaltigen,
in der Athmosphäre frei schwebenden, solarthermischen Multi plikations-Kraftwerken,
den Energoskopen der prismisch geschliffenen Diamant-Architektur der platonischen
Körper, riesige Mengen Energie generieren, die per Funk und GPS zu
den Verbrauchern gelangen werden. Zuletzt gewinnen WIR bekanntlich schon
seit geraumer Zeit, ohne grossen Aufwand, phantastische Kapazitäten,
mit unseren Blitz-Spannungs-Fanggeräten, in Grössenordnungen,
die jede konservative Atomkraftanlage in den Schatten stellt. Das sind
wenige Beispiele aus dem reichen Innovations-Schatz des Kolossariums,
sowie den Labors unserer unermüdlichen Energie-Produzer und E-Hunter,
die mit Hilfe unserer vernetzten Influenzmaschinen und der Verkabelung
mit der Gelatine Kabel-Flachband -Technologie , unter den Strassen, jede
frei verfügbare Energie-Kinese der einzelnen Module zu den verschiedensten
Energienestern und Verteilern, verlustfrei und automatisch geregelt, im
Zwei-Drei-Wege-Takt-Verfahren , leiten. Genau portioniert von A > X
nach Verbrauch und gleichzeitig zurück von X > A, mit den nicht
mehr benötigten Rest-Mengen. Seit der Einführung dieser Technologie
ist ein wunderbares Summen und Brummen zu hören, das neben den lustigen
Vibrationen die Menschen immer fröhlicher stimmen, die erst annahmen,
sie hörten und spürten neuartigen Tinitus-Harmonien. Der Transfer
an den eingerichteten Zapfstellen und Energie-Nestern überall, liefert
allen wandelbare und spezifische Energie-Downloads für jeden Zweck
frei Haus, in der jeweils automatisch genau errechneten Menge und Dichte,
wie sie jedem Neubürger vom Staat in exakten Tages-Parabeln zugeteilt
wurde. Analog etwa dem mehrspurigen Autobahnverkehr. Daneben ist der Weg
frei für die dezentrale Selbstversorgung durch zweistündliche
Eigenaktivität an den häuslichen Mini-Bio-Kraftwerken in den
einzelnen Haushalten, die sich immer grösserer Beliebtheit erfreuen
und nicht wenige tun hier mehr als tatsächlich nötig wäre.
Mittels unserer sehr verfeinerten elektronischen Up-Down-Pneumatik, wie
sie früher für das Betreiben der Kirchen- Orgeln, durch beharrliches
und gleichmässiges Treten der Blasebälge, auf der Stelle, erzeugt
wurden. Und als Variante das sportive Joggen in den Rhönrad-Generatoren,
wie WIR sie ja von den ehemaligen Haustier-Accessoires noch kennen. Die
häuslichen Bio-Generatoren müssen allerdings nach bauamtlicher
Vorschrift bedient und abgenommen werden, bevor die Leistungen erarbeitet,
gesteuert und gespeichert werden können. Die Unannehmlichkeiten dabei
sind schnell vergessen. Bei Notfällen gibt es Nachschläge und
Zuschüsse aus den Energie-Nestern der Nachbarn. Anfallende Überschüsse
werden direkt in die regionalen Server von Industrie, Handel und diversen
Dienstleistern rückgespeist. Freilich muss in Werken mit grossem
Energieverbrauch eventuell von der Belegschaft individuell etwas nachgetreten
werden, was als vergnüglicher Ausgleich gegen Ermüdungserscheinungen
und einseitige Körperbelastungen während der täglichen
Arbeitszeit gesehen werden kann. Kein Volt geht verloren und nutzlose
Verschwendung ist ein Begriff aus dem Horror-Katalog der eugenischen Vorzeit.Vorbild
dieser smarten Form der verzweigten Stromversorgung war die Pilz-Myzel-
und Netzknotenstruktur des Internets. Das System erkennt problemlos und
automatisch in welche Richtung die Ströme zu fliessen haben, auch
oh ne Navigationshilfen, damit auf allen Zapfstellen die Spannung laufend
gesättigt bleibt. In der Regel genügt vorläufig das täglich
zweistündige Pensum auf dem pneumatischen Tret-Wandler, der im übrigen
leicht und locker von der menschlichen Muskulatur zu bewegen ist und natürlich
automatisch dafür sorgt, dass gefährlichen Turbulenzen in unserem
Sonnen-Klimas ausgeglichen werden. Stau oder schwacher Fluss wird durch
Funk, in einem Parallel-Kreislauf durch Sporenbytes auf die Server gebracht.
Hier beweist sich unsere gereifte Ergometrie, im Verbund mit dert einzigartig
entfesselten Leistungskraft der modernen Hybrid-Kraftwerke und Bio-Kraft-Systeme,
die Schluss machen mit den mafiösen Strukturen und sozial hochgefährlichen
Zuständen der alten kapitalistisch orientierten, brutalst-möglichen
Energie-wirtschaft. Heute können WIR sagen: Es geht wirklich keine
Energie mehr sinnlos verloren und es wird keine Energie mehr sinnlos in
die Luft verpuff, sondern die elektrischen Kräfte bleiben in den
geschlossenen Kreisläufen gefangen und dort für immer und immer
wieder erneut abrufbar. Das ist Gesetz und keine Zauberei, sondern das
Ergebnis unseres peinlich genau geregelten Energie-Prozesses insgesamt.Mit
grösster Genugtugung können WIR heute endlich feststellen, dass
es noch nie mit so wenig Aufwand an gezähmter Energie gelungen ist,
die Städte nachts zum Leuchten, die Maschinen nahezu mit Schallgeschwindigkeit
zum Arbeiten zu bringen und alle Computer-Kommunikation in ihre ganzen
sozialen Reichtum zum leicht erwirtschaftbaren Genuss zu trimmen. Das
System kann nun für immer konserviert werden, weil es nach den Gleichheitsregeln
die Lastenverteilung der psychischen wie materiellen Spannungszustände
metagerecht feinregelt hat. Niemand muss mehr für Andere ungerecht
bezahlen oder für Faule mitarbeiten, denn er kann aus dem System
nicht aussteigen, ohne sich selbst zu entfremden. WIR beneiden uns selbst.
WIR leben und lieben das Gleichgewicht. WIR haben genug Energie.
WIR sind extra grün
75
Im
Gustav-Lübcke-Museum, Hamm und dem Westfälischen Museums amt
gab es jetzt, 2004, eine überfällige Ausstellung zur sehr vernachlässigten
Geschichte der Prothese: 'Von Kopf bis Fuss', mit einer Kopie der "Eisernen
Hand" von Götz von Berlichingen. Eine Schau, die sicherlich
wichtiger war als viele Kunst-Ausstellungen, aber nicht so unterhaltsam
und sinnlos. Sicher scheint es, dass es schon im Altertum Prothesen gab,
die nach Kriegen, Unfällen oder Verletzungen, Erfrierungen, Infektionen,
Gangrän durch Mutterkorn zwangsläufig erfunden wurden, aber
deren grosse Kunst schon deshalb übersehen wurde, weil sie wirklich
nützlich war und dies von der hehren altbekannten Kunst niemals zu
erwarten war. Tatsächlich kommt das Wort Prothese aus dem Altgriechischen
und mindestens seit dieser Zeit behalf man sich ersatzweise mit künst
lich fabrizierten Extremitäten, wie auch immer, bei unwiderruflich
zerstör ten und dann amputierten Gliedmassen. WIR brauchen die Einbildung
nicht besonders anzustrengen um uns vorzustellen, dass wahrscheinlich
auch schon in der Altsteinzeit die Menschen begannen sich mit diversen,
handgeschnitzten Prothesen fortzubewegen oder tägliche Arbeiten zu
verrichten, als Folge von Tierverbissen, menschlichen Dominanzgetue oder
Sippen-Kriegen. Immerhin wurde eine 3500 Jahre alte Prothese an einer
ägyptischen Mumie gefunden. Und vor nicht allzu langer Zeit war der
'Sauerbruch-Arm' und die 'Fischer-Hand' der legendäre Ersatz nach
einer Amputation, aber beide nur für wenige, sehr Reiche er schwinglich.
Wahrscheinlich würden WIR über die Erfindungsgabe unserer Vorfahren
immer noch lächeln , wenn ihre hozgeschnitzen Konstrukte nicht längst
verfault und zerbröselt wären. Der Lebenswillen nach einem Handikap
war ehemals bestimmt nicht kleiner als heute, aber die Materialien und
Werkzeuge liessen wenig Spielraum für genialere Prothesen, wie es
heute der Standard ermöglicht. Long John Silver ,der
Koch aus der Piraten-Crew von Robert Louis Stevensons "Schatzinsel",
war ein sehr gefürchteter und auch wendiger Prothesen -Träger,
ebenso wie Captain Flint, die beide wahrscheinlich gerade wegen ihrer
Krücken über einen eisenharten Willen verfügten. Auch der
jugendliche Nahkämpfer M.J.K. Badura studierte in den Duisburg Ruhrorter
Spelunken, nach dem Krieg, einige Matrosen, die mit einem eisernen Haken
am Armstumpf größte Wirkungen beim Bierfassen und regelmässigen
Keilereien erzeugten. Stolz berichteten sie von ihren Heldentaten in den
Häfen aller Welt, wo sie sich mit ihren Prothesen grossen Respekt
erkämpften, nachdem sie von ahnungslosen Angebern als vermeintlich
wehrlose Krüppel ver spottet worden waren. Blitzschnell wusste Tom
seinen Haken in den Hals eines Gegners zu krallen oder einem anderen das
Bein zu brechen. So hilflos, wie sie von Peter Breughel als krabbelnde
Stelzenträger gezeigt wurden, waren sie nicht und hatten sich längst
auf ihre Prothesen oft besser eingestellt, als manch Unbehinderter auf
seine gesunden, aber meist schlecht genutzten Gliedmassen. Stilistisch
verharmlost dagegen das Bild Heinrich Hoerles: "Denkmal der unbekannten
Prothesen", 1930, im Von Der Heydt-Museum Wuppertal, das ausdrucksarm
und modisch die Nähe zu Schlemmer und Leger wie irgendwelche schematisierte
Maschinewesen unverstanden verweist und das hybride, mechanische Zusammenspiel
von Kunst,Technik, Natur und Schmerzen im glatten Formenspiel billig schematisiert.
Der bei Wind und Wetter häufig unter heftigsten Phantomattacken leidende
Invalide Heinz Backhaus, ein Nachbar in der Jungstrasse in Wichlinghausen,
verlor im Krieg ein Bein und soff sich seitdem, wegen seiner unberechenbaren
Schmerzen durch die Kneipen, was den Leuten unangebracht erschien, weil
sie nicht wussten, dass sein Holzbein, damals im Kriege nicht genau angepasst
wurde und er sich seither keine moderne Prothese leisten konnte. Auch
liessen sich die Paralympics mit solchen oder historischen Ersatzteilen
heute nicht mehr bestreiten. Bei solchen Veranstalungen,wo man sich ohnehin
vergeblich fragte, ob es sich hier um sportlichen Wettkämpfe handelte
oder bloss um die lebenden Schaufenstern der Prothesen-Wirtschaft. Der
sportliche Leistungsvergleich bleibt hier wegen der wohl unvergleichbaren
Behinderungen und der unterschiedlich teuren Typen der Prothesen-Mechanik
eine etwas unangebrachte Fiktion. Obwohl sich die breit gefächerten
Prothesen und oft äusserlich naturgetreuen Ersatzteile, bis hin zu
den "denkenden", computergesteuerten Prothesen heute von Otto
Bock, beispiellos immer weiter verbessert haben und als absolute Spitzenerfindungen
der prothetischen Bionik darstellen, rechnen WIR sie nicht zu unserer
Leit-Kultur, weil sie überwiegend tote Fremd-Körper und Konstrukte
mit nur kybernetisch-mechanistischer Steuerung sind und also keine Vorbilder,
wie auch immer, für unsere modernen multi-hybriden Module und Zusatz-Extremitäten
sein können, die, in aller eugenischen Regel, mit ihren genetisch
spezialisierten Organen, wie lebendige Bioteile mit den Grundausstattungen
der Leiber verwachsen sind und nicht als noch unbiologische Konstrukte
erstarrt sind ,wie sie z.B. ehemals als Roboter und Aufziehpuppen die
Filme bevölkert haben. Das gilt es besonders zu betonen und von irrigen
Vorstellungen, über das besondere Wesen unserer Halbklone abzugrenzen.
Da existiert eine Unmenge Halbwissen von hybriden Tierhomos ,nebst und
nicht wirklich hybriden Synthetiks, die angeblich nur gut gemeinte, wenn
auch noch so genial konstruierte, Krücken und Brücken zur lebenden
Materie dar stellen würden. Die Missverstände und Unverstände
einfacher Denke dabei halten unsere applizierten Bio-Werkzeuge lediglich
für Utensilien wie etwa Brille, Holzbein oder Hörgerät.
Bei unseren EU-genischen Kreaturen gibt es aber keine Nahtstellen und
Frakturen, wo organische Zellen Muskeln, Sehnen und Nervenbahnen, etwa
an Chips, Platinen Photozellen angedoggt enden oder angeschraubt wären.
Unsere allseits vital-genuinen Geschöpfe sind durch und durch aus
Fleisch und Blut, und werden durch genetische Botenstoffe gesteuert und
bis in die Tiefe ihrer zellulytischen Zellstoffe hinein animiert und organisch
bewegt, als multi-modulierte und homo-genisierte Superrasse, den Alt-Menschen
ersetzen werden und natürlich keine künstlichen Prothesen brauchen,
wie sie noch die alten Prothetik-Museen ausweisen wie: Orthopädische
Handschuhe, Herzschrittmacher, Beinprothesen in Rohrskelettbauweise, Rumpfprothesen,
pneumatische und hydraulische Kniegelenke, modulare Oberschenkelprothesen
in Giessharztechnik, modulare, Silikon- Vorfuss-Prothesen, unilaterale
Gelenksysteme,kosmetische Greif-und Schmuck-und Designer-Prothesen, die
Fluidhand, Stapes-Clip-Prothese, Hightech- Prothesen ( Innerhalb einer
Minute lassen sich die Beine austauschen") - angeblich ("besser
als echte Beine"),so genannte "Cheetahs", Geparden, Dildos
zum Masturbieren, Tierprothesen und vieles andere mehr. Doch so sehr auch
die sehr beeindruckenden Funktionshilfen und realistisch geformten Nachbildungen
der Herzklappen, Zähne, Hüften, Nasen, Brüste, Hände,
Knochen, Penisse, Organe, Designer-Prothesen, die amputierten, extrahierten
und ausgetauschten Original -Teile kunstvoll ersetzen und mit elektrischen
Impulsen immer besser funktionierten, so endeten diese Techniken dennoch
in Sackgassen und werden einer sterbenden Aera angehören, weil sie
nie eine gleichwertig lebensfähige Alternative, zu unseren biologisch
integrierten Bio-Montagen darstellen werden, wie sie in jetzt in unseren
Labors und Ateliers wie auf den Versuchs-Strecken ausprobiert werden,
bevor WIR, mit ihnen unsere multi-gene Superrasse klonen und begründen
werden.
WIR brauchen keine Prothesen
76
Im
Sommersemester 1984 lud der ehemalige Maler, Farbenkleckser und Professor,
M.Badura , Studenten der Malerei an der Uni Wuppertal zu einem Projekt
ein. Titel: "Malerei unter dem Vorzeichen von Tele-, Kabel-, Chip-
und Computerkommunikation: ..und alles, was uns mit Morgen und Über-Morgen
verbinden wird. Die Verkleinerung des Lebens mit einem grösseren
Kopf...(),...wir lieben die kleinen elektronischen Gehirne und ihre kunstvoll
verwobenen Sensoren. Wir schätzen die Miniprozzis...()... Und wir
verbinden unseren Puls mit dem Pulsieren des elektronischen Gewispers...
Der Ehrlichkeit halber sei gesagt, dass nur vier Studenten, ziemlich verwirrt,
an dem Projekt teilnahmen. Erinnerlich ist nur noch ein Ergebnis: Ein
elektronisch verkabelter Felsbrocken vom Griechen Danos Papodoupulus.
Zur selben Zeit zeichnete M.Badura unter einer extremen Fadenlupe, winzigste,
kleinste Insekten-Chimären, mit einem super spitzen und sehr harten
Bleistift auf Papier. So klein, so winzig klein, dass diese Kreatürchen
mit dem blossen Augen nur noch als Fliegenschiss zu erkennen waren. Gleichzeitig
schrieb er einen langen
Titel: "Die Verkleinerung des Lebens", für ein Buch von
Seltzer/Meldner (Hrsg.) mit dem Obertitel : "Künstlerpech /
Künstlerglück, 3 Galerie Friedrichstrasse, 1985. Was war hier
eigentlich geschehen? Mit einem gewöhnlichen Projekt der Malerei
und einer Reflexion darüber hatte das scheinbar nichts zu tun. Aber
vielleicht doch. M.Badura wollte ganz einfach sehen, was passiert, wenn
Kunststudenten mal den Pinsel und sonstige klassische Werkutensilien aus
der Hand legten und stattdessen, den Computer und seine eventuellen Folgen
auf die Kunst, erprobten.Es dauerte aber Jahre, bevor der Computer Einzug
in so manches Atelier nahm. Hauptsächlich zumeist aber nur als Instrumentarium,
mit dem man Fotografien grossformatig ausdrucken konnte. Wenn also jemand
nicht programmieren konnte, gab es wenig Möglichkeiten hier zu einem
guten Ergebnis zu kommen, denn die fertigen Programme waren noch harmlos
und die Arbeitsspeicher zu klein und viele potentiellen, künstlerischen
Anwender diese ganze Entwicklung, mindestens für den Bereich der
Kunst, als Flop betrachteten. Dennoch ging die Entwicklung weiter und
immer weiter und der herkömmliche Künstler scheint nun vom Computer
in die Ecke blosser Foklore und Wiederholung alter Positionen gedrängt
zu werden und die Künstler haben das Revolutionäre dieser Entwicklung
nicht gesehen oder wollten es nicht sehen. Doch die Kunst ist nicht die
Welt und Ingenieure mit Informatikern im Bunde trieben schliesslich alles
auf die Spitze, dass heute niemand mehr, direkt oder indirekt, um diese
Technologien herum kommt. Das ist Fakt. Das hier erinnerte Szenarium schliesslich
wurde von der naturwissenschaftlichen Realität und Praxis wenig später
geradezu überrollt und als lächerliches Vorspiel zurecht gestutzt,
angesichts der Erfindungen und Neuerungen, die Schlag auf Schlag das Leben
und die Arbeit der Menschen umkrempelten, mit der Folge leider einer Unzahl
technologischer Analphabeten, die die Welt nicht mehr verstanden oder
verstehen wollten. Besonders seltsam hierbei das Versagen von Kultur und
Kunst, die sich zunächst in einen Schmoll-Winkel zurückzogen
und protestierend ihr Bauchgefühl kultivierten und sich so peinlich
damit blamieren sollten, denn sie fanden sich auf einmal in der Nische
der unwissenden Höhlenmenschen wieder. Andererseits glaubte das Gros
der Kunstliebhaber, man brauche nur auf irgendeinen Knopf zu drücken
und fertig sei das automatische Kunstwerk, das daher nicht viel wert sei.
Doch die elekthronischen Werkzeuge avancierten inzwischen zum Leitsystem
einer nun möglichen Vernetzung, ehemals getrennter Arbeitsgebiete,
im Alltag und inovativer Forschung wie Kommunikation, wie auch der Nanotechnologie
und ihrer noch immer nicht absehbaren Folgen auf vielen Fronten der Mechanik,
Medizin usw. .1986 veröffentlichte Eric Drexler seine bahnbrechenden
Forschungsergebnisse der Nanotechnik: "Engines of Creation".
Hier wurden die ersten Weichen für die Revolution der mehr als zwergenhaft
komprimierten Technik gestellt ,die bald die Welt ,neben allen Vorzügen
z. B. In der Medizin und Mikrotechniken ,die Welt mit einem sich ständig
selbst kopierenden "Living Goo", einem lebenden Schmutz überziehen
könnte, was selbst schon vom Erfinder selbst als grauer ,ewiger Schleim
bezeichnet wurde. WIR sind gewohnt, das Grosse immer als mächtiges
Non plus ultra anzusehen, aber das Kleine und Kleinste erweist sich robuster
und unzerstörbarer und bei weitem machtvoller als etwa der Kölner
Dom oder die Welt Alexander des Grossen. Das bewiesen Pest und Epedemien,
Viren, Amöben, Sporen und giftige Bakterien, die gerade wegen ihrer
Winzigkeit unzerstörbarer, unangreifbarer weil unsichtbarer und unantastbarer
sind, als z.B. alle Säugetiere, Bäume oder die weithin sichtbaren
Bauwerke und Türme in den Metropolen zusammen, die ja u.a.mit Sprengstoff
dem Erdboden gleich gemacht werden könnten. Der Vorzug winziger Teilchen
ist ja auch ihre Leichtigkeit überall eindringen zu können.
Aanalog zur Vision des Films: "Die phantastische Reise ( durch den
Körper )", vermögen winzige Nanobots, nanotechnische Maschinen,
Motoren, Pumpen roboterartig, gezielt in Mikrobereiche einzudringen, ob
gewollt oder ungewollt, und vielfältigste Arbeiten vornehmen die
für die vergleichsweise klobigen Finger der Menschen unereichbar
sind und wie digitale Finger vom Computer haargenau fern gesteuert werden
und Je nach dem vor Ort, chemische, biologische, physikalische, genetische,
mechanische Prozeduren vornehmen, die uns bisher verwehrt waren. Wir sind
zuversichtlich, dass diese Techniken der EU-Genik grosse Dienste erweisen
werden und haben Eric Drexler zum Abteilungsleiter im Kolos sarium einbestellt
und erwarten von ihm nun die Umsetzung seiner Vision in praktikable Wirklichkeit:
Beispielhaft beim KLEINEN PRINZEN und mehr. Unserer besonderer Dank gilt
auch posthum dem Lehrer Drexlers und Nobelpreisträger Richard Feynman,
den grossen Quanten-Physiker und Inspirator der Nanotechnik und Mitinitiator
der ersten amerikanischen Atombombe in Los Alamos, beim Manhattan-Projekt
, für den "Little Boy, die am 6.8.1945, in Japan auf Hiroshima
den Krieg mit Atomkrieg beendete.
WIR haben die besten Hoffnungen
77
Auch
unsere Revolution musste sich zu Beginn auf Wahlveranstaltungen präsentieren
und dafür benötigten wir eine Identifikationsfigur, die sofort
wählerwirksam für unsere Inhalte werben sollte. So wie das kranke
Alt-Europa mit seiner der goldenen Sternen-Krone auf nachtblauem Grund,
oder die Arschwackel-Brigaden der Bamas und Hulas, oder die Rockies und
Schreihälse aus Trukkasien, oder die herzigen Witzbolde aus Germanistan.
WIR allerdings hatten es nicht nötig die Leute platt zu schunkeln
oder platt zu reden, oder mit Bauchtanz und Honig von ihrer erbärmlichen
Politik abzulenken. Nein, WIR waren eine schnell wachsende Gemeinschaft,
die mit Ideen, statt dummdreisten Effekten überzeugen konnte. WIR
formten dafür als Leistungsträger den von uns ausgebildeten
und ausgestatteten KLEINEN PRINZEN. Der Name stammt vom Franzosen: Antoine
de Saint Exupery, den alle Welt damals für einen schriftstellernden
Flugpiloten hielt, der aber in Wahrheit ausserirdisch geboren, dann mit
seinem verwaisten KLEINEN PRINZEN im Kopf, von einem Asteroiden
getragen, auf unserer Erde landete und genau so unbemerkt wieder im Universum
verschwand, wie er gekommen war. Zwar fand man sein Flugzeug, mit dem
er auf der Erde sein Geld verdient hatte, später auf dem Meeresgrund,
aber wir wissen heute, dass er selbst das Flugzeug versenkte, um als ewiger
Weltreisender, ohne Ballast , neue Welten erkunden zu können. In
seinem bekannten Werk, der KLEINE PRINZ, das er uns hinterliess,
beschreibt er einige Episoden, die wir als sein Vermächtnis immer
treu bewahren werden, denn er ist für uns einer der leuchtender Wegweiser.
So war der KLEINE PRINZ u.a. damit beschäftigt, die Kamine der Vulkane
zu reinigen: Am Morgen seiner Abreise brachte er seinen Planeten
schön in Ordnung. Sorgfältig fegte er seine zwei Vuklane,
oder er bekämpfte durch das Herausreissen der junger Affenbrotbäume,
das hemmungsloses Wachstum dieser Baumsaurier:...gab es fürchterliche
Samen...und das waren die Samen der Affenbrotbäume.Der Boden des
Planeten war voll davon.Aber einen Affenbrotbaum kann man,wenn man sich
seiner ztu spät annimmt,nie mehr loswerden.Er bemächtigt sich
des ganzen Planeten.Er durchdringt ihn mit seinen Wurzeln.Und wenn der
Planet zu klein ist und die Affenbrotbäume zu zahlreich werden,dann
sprengen sie ihn. Ähnliches haben WIR mit dem ordinären
Besenginster auch schon erfahren. Wir lernten daraus und schon Gigamesch
vor 4000 Jahren schienen ähnliche Befürchtungen zu plagen. Es
gibt eben ...auf allen Planeten gute Gewächse und schlechte
Gewächse.... Und während der KLEINE PRINZ die Wüste
durchquert begegnet er : ...nur einer Blume mit drei Blütenblättern,
einer ganz armseligen Blume...Guten Tag, sagte der KLEINE PRINZ, Guten
Tag sagte die Blume. Wo sind die Menschen? Fragte höflich der KLEINE
PRINZ. Die Blume hatte eines Tages eine Karawane vorüberziehen sehen.
Die Menschen? Es gibt, glaube ich sechs oder sieben. Ich habe sie vor
zwei Jahren gesehen. Aber man weiss nie, wo sie zu finden sind. Der Wind
verweht sie. Es fehlen ihnen die Wurzeln, das ist sehr übel für
sie.... Wohl wahr, der KLEINE PRINZ kommt auf eine wichtiges Manko
zu sprechen: warum hat der Mensch keine richtigen Wurzeln ? Ja, richtige
Wurzeln, nicht nur die Metapher davon, wie die entwurzelten Oberschlesier
zum Beispiel. Das führt zu den wichtigsten Fragen der EU-Genik, aber
WIR fragen nicht nur, sondern WIR antworten auch. Diese Frage alleine
aber macht den KLEINEN PRINZEN zu einer unsterblichen Leitfigur für
uns, auch wenn seine Lehren oft von der naiven Literaturkritik, als bloss
zuckersüsses Kinder-Märchen verkauft wurden. Doch für uns
wurde der KLEINE PRINZ der Taufpate und Namensvetter zugleich, für
unseren präsentierten Werbe-Star, auf allen öffentlichen Meetings,
die von unserer herrlichen Zukunft zeugen zum leuchtenden Fanal und leibhaftigen
Exempel, das sich auf ewig in die Hirne der gewöhnlichen und ahnenden
Altbürger, eingravieren wird. Zusammen mit dem Logo des Tausendschönchens,
reproduziert auf allen Medien, werden wir den Siegeszug, bis zu unserem
sicheren Endsieg, gelassen und vertrauensvoll bestreiten. Der KLEINE PRINZ
mag noch hier und da kleine bio-mechanische Lücken, aufweisen.Und
manche integrierten Synthetiks und Plastiks sind auch noch nicht ausreichend
geglättet und in der wissenschaftlichen Warteschlange warten noch
eine Vielzahl neuer Module auf Erweiterung oder Reduktion, aber fürs
Erste, ist er vollendet genug ,um als Gesellenstück und Prolog in
die grundlegenden Prinzipien und Werte unserer optimierten EU-Genik einzuführen,
mit der kostbaren Aussicht auf unseren späteren Klon-Staat: Aus
einer Wurzel zart, von Platon kam die Art.
Wir sind stolz
78
Einige
Jahre davor, tobte der Krieg gegen das faschistische Serbien, weil den
europäischen und amerikanischen Politikern dieses Land nicht westlich
genug eingestellt war. Um aber dennoch, auch in diesem Land seine Waren
unterzubringen, ging man zu einer listig und moralisch verfeinerten Kriegsführung
über und erfand, um die Serben zu beerben, den mörderischen
Hufeisenplan, der dem Tito-Reich teuflische Absichten in ihrer
Region unterstellte, obwohl es eigentlich nur sein eigenes Land gegen
wilde Einwanderer verteidigen wollte. Und, weil diese Leute einfach nicht,
auf die moralisch so anständigen Gegner hören mochten,sollten
sie um so mehr fühlen, was es heisst, keine Coca Cola trinken zu
wollen. Und das bedeutete automatisch, Serbien zur Strafe wieder zurück
in die Steinzeit zu bomben und seine Ureinwohner aus ihrem Heimatland,
das sie selbstverständlich über alles liebten, zu vertreiben.
Die entsprechende Propaganda lief auf Hochtouren und wer hier anders dachte,
war ein Faschist, so wie die bösen Serben selbst, die mit allen und
auch letzten Mitteln, heldenhaft und mörderisch zugleich, aber natürlich
vergeblich, gegen eine hundertfach militärischer Überlegenheit
der euro-atlantischen Phalanx anzukämpfen suchten. Wie süss
ist doch die Macht und noch süsser die ungefährliche Übermacht
über einen kleineren Gegner, so freuten sich die angreifenden Tugendwächter.
Der Sieg von Coca Cola war also voraussehbar und wurde als Triumph des
anständigen Willens, der besseren grünen Menschenart ,gefeiert.
Und dem goldenen Sternenkreis auf blauem Grund, sollte bald der nun geläuterte,
besiegte Serbenstern hinzugefügt werden. Die Geschichte lief dann
so weiter, wie sie immer nach Niederlagen verlief. Das heisst hier in
Serbien gab es bald Politiker, die sich den neuen Machthabern anzudienen
wussten, um politisch Karriere zu machen. Aber den eigentlichen Schaden
und die Arbeit des Wiederaufbaus trugen die einfachen, unschuldigen Menschen
und am meisten die ihrer bombardierten Hauptstadt Belgrad und dem Kosovo
, wo sie zuvor von den Zugewanderten zur Minderheit im Lerchenfeld gemacht
wurden. WIR wollen hier nicht klären, wie unappetitlich diese Scheinmoral
der euro-atlantischen Phalanx der Wertegestalter war, denn für uns
gab es ganz andere wichigeren Dinge vorrangig zu tun. Hier reifte unser
Plan, ein wirksames Zeichen zu setzen, für unsere gelobte EU-Genik,
gegen Mono-Rassismus für Multi-Rassismus und eine dann bald zu generierende
Multi-Einheits-Rasse, für die kompromisslose Kernkultur, unserer
weltgeschichtlichen Novität, der optimierten, klonablen Hybrid-Kultur.
Ein lebendes Modellkind sollte her, das niemand vermissen würde und
das unsere wissenschaftliche Erziehung nicht nur gesundheitlich überstehen
würde, sondern auch als Werbeträger unserer EU-Genik später
fungieren könnte. Die Situation in Serbien war günstig und unseren
Agenten gelang es bald, ein anhanglos herumstreunendes Kind aufzugreifen
und heimlich aus dem Land, in unser Forschungszentrum, dem Kolossarium
im Fichtelgebirge, zu bringen.Wir sind hilfsbereit und verhelfen Kindern
zur optimalen Weiterbildung.
WIR denken weiter
79
Nahe
noch qualmender Hütten fanden unsere Agenten das ange brannte, schwer
verletzte, etwa 6-jährige, noch lebende, männliche Kind, ohne
Gedächt-nis, wimmernd zwischen den verkohlten Leichen seiner Familie.
Besonders am Kopf hatte es schwere Verwundungen und es hatte sich buntes
Plastik um seinen verstümmelten Arm gewickelt , an dem die Hand und
der Unterarem abgerissen waren. Wahrscheinlich hatte es lange Zeit nichts
gegessen, war sehr abgemagert und seine Augen blickten gross und wie gequollen
in die Ferne. Es wollte sitzen bleiben, doch unsere Agenten zerrten es
ins Auto und brachten es dann auftragsgemäss über die Grenzen
ins Kolossarium, wo es sofort in der chirurgischen Abteilung abgeliefert
wurde. Dort wurden die Verletzungen notdürftig behandelt und die
Ärzte waren sich einig, in dem Jungen das richtige Objekt für
die großen eugenischen Werbe-Aufgaben gefunden zu haben. Dies sollte
sich im Laufe der Zeit bestätigen, denn nach vielen Operationen und
Prozeduren reifte er zum süssesten Tausendsassa heran,
den die Welt je gesehen hatte. Von nun an hiess er nur noch der KLEINE
PRINZ. Zur Auswahl stand zuvor noch Prinz EU-gen, doch das wurde schnell
verworfen,denn das Vermächtnis von Exupery wog zu schwer, wie sich
jeder denken kann. DER KLEINE PRINZ war, wie man so sagt ein gutes
Kind, er quängelte wenig, fragte nicht viel, jammerte nicht
überflüssig, weil er nichts mehr wusste und die beneidenswerte
Eigenschaft besass, vergessen zu können. Eine ganz wichtige Fähigkeit,
die ihm unsere Forscher beigebracht hatten. Er gewöhnte sich rasch
an die vielen unterschiedlichsten Operationen und Prozeduren, ja man kann
sagen, dass er zu den besonderen Menschen gehörte, die geradezu OP-süchtig
waren, denn er fragte jeden Morgen, gleich nach der Drogeneinnahme, ob
er denn wieder operiert werden könne. Das waren wichtige Erfolge
unserer Massnahmen, die unseren Ruhm und das Auserwähltsein des PRINZEN
auszeichnen sollten. Er kannte fortan nur noch seine Ärzte und Krankenpfleger,
die er limmer mehr liebte und die ihn liebten und verwöhnten, weil
er willig und anspruchslos war. Nur nachts im Traum schien er gelegentlich
noch seine wahre Identität zu spüren und er lispelte unverständliche
Sentenzen mit serbischem Akzent. Diese, seine Mission begann vor drei
Jahren mit der Amputation seines rechten, halb verbrannten Armes, für
den ihm die Forscher zunächst das Hinterbein eines arabischen Windhundes
transplantierten, mit Hilfe einer vegetabilen Salbe aus Stammzellen eines
sehr potenten Pinseläffchens und einem Mix von einer wilden Malvenart
und dem Extrakt von Zauneidechsen. Alle immunologischen Schranken wurden
damit konfliktlos durchbrochen, mit der dabei überaschenden Folge
und dem unverhofften Geschenk einer reichlich sprossenden Gänsehaut,
die bald winzige Knospen hervorbrachte, die bei guter Laune zu blühen
begannen. Das sah aus, als wenn der ganze Körper mit Glühwürmchen
übersät wäre. Den erfolgreichen Operateuren dankte der
KLEINE PRINZ mit einem zarten Lächeln, nachdem er aus den Morphium-Räuschen
erwacht war und die Operateure stellten später befriedigend fest,
dass das glatte Hundefell des Windhundes auch weiter über die Fraktur
bis zur Brust weiter gewachsen war, ohne erkennbare Brüche und Falten
und der Heilungsprozess schnell voran kam, als wenn das völlig selbstverständlich
so und nie anders gewesen wäre. Eine wunderbare Tatsache, die zu
weiteren Kaskaden heikler Operationen ermutigte, die dann das entgrenzte
Wachstum und Wissen über das multi-hybride Chimärentum auszeichnete.
In einer weiteren Korrektur wurde u.a. das linke Bein mit dem Bein eines
Storches, eine Hand mit der Kralle eines Vielfrasses ausgewechselt, das
Kopfhaar mit einem Palmenblatt bepflanzt und dem Hals eine Krause aus
Fasanenfedern implantiert sowie das Geschlechtsteil aus ganz prinzipiellen
Gründen entfernt und dafür zwei bunte Röhrchen als Dränage
und Beipass zur Entgiftung lästiger chemischer Rückstände
installiert. Ein weiteres Erwähnen aller anderen und besonders der
inneren Operationen an den Organen, würde den Platz sprengen und
wir wollen hier auch nicht mit komplizierten Spezifika langweilen, aber
wer will, kann das alles in der Bibliothek für eugenisches Profi-Wissen
nachlesen. Das Logbuch dieses Projektes am KLEINEN PRINZEN listet 523
bahnbrechende, fachübergreifende chirurgische, multi-biologische
und genetische Kompilate und Eingriffe an Haut, Organen, Drüsen,
Muskeln, Gelenken, Säften, Knochen auf, die in allen Gesundheitsämtern
mittlerweile auch an anderen Objekten erprobt wurden. Unter anderem spiegelnde
und nach Belieben einstellbare Ohren, wie bei Autorückspiegeln, und
selbstverständlich auch neurochemische und neo-sensorische Fasen
im Gehirn und Drüsen, die allesamt durch Sicht-Fenster, den Operations-Luken,
jederzeit stimuliert und experimentell weiter bearbeitet werden können.
Alle diese Experimente geschahen unter strikter Geheimhaltung, aber wie
das so ist, drangen dennoch rudimentär die phan-tastischen Ergebnisse
an die Öffentlichkeit und führten zu überflüssig erhitzten
Diskussionen, die aber längst in einen allseits zustimmenden Chor
mündeten, weil sich jeder schnell und stolz mit diesen Erungenschaften
identifizieren konnte. Und die darauf gegründeten Prophezeiungen
für unsere zukünftige euro-evolutionäre Ausbildung mit
entsprechenden Lehrstellen, auf vielen Gebieten, bestätigt wurden.
Es hagelte Nobelpreise. Selbst die zunächst immer notorisch mäkelnden,
konservativen Medien überschlugen sich bald mit Lob und Anerkennung,
denn sie konnten damit Quote machen und sich mit neuartigen und spannenden
Quizzsendungen profitieren. Dennoch hielten sich hartnäckig, anfangs
noch haarstreubende Gerüchte von der angeblichen Fabrikation eines
gewalttätigen Bio-Roboters oder der Figur einer lelebendigen, überdimensionalen
Spieluhr mit der Figur eines kruden Glockenspiels aus Fleisch und Blut
oder einer pornographischen Kreatur eines verant- wortungslosen Bio-Brandings
oder auch eines unmenschlichen Fakes oder Golems, aus dem kriminellen
Milieu der berüchtigten Charakterschweine aus den Werbe-Labors. Aber
die Proteste waren kurzlebig und billig und verstummten schnell, wie WIR
gesehen haben, denn der KLEINE PRINZ war einfach zu zauberhaft und in
seiner Art eine Zivilisationsattraktion der ganz besonderen Art. Dieser,
durch und durch hybride, lebensfähige Archetyp und Erstling war zwar
noch kein richtiger Stammhalter unserer späteren Art, der optimierten
Brut-Gesellschaft wie der siegreichen und segensreichen Wisenschaft, im
Dienste der kommenden Super-Hybrid-Rasse, aber er geriet zum einzigartigen
Kult-Objekt und zur Ikone unseres im Progress befindlichen Klon-Staates,
der keine denkbaren Wünsche schuldig bleiben würde. WIR konnten
schon bald nicht so viel Auftritte des KLEINEN PRINZEN befriedigen, wie
von den Fans immer heftiger ersehnt wurde.
Wir trauen uns
80
Und
überall wo WIR den KLEINEN PRINZEN der Öffentlichkeit vorstellten,
kreischte die Menge vor Begeisterung wie bei einem Pop-Star. Sie wollten
ihn andachtsvoll berühren, ihm tief in die Augen sehen und wollten
ihn andachtsvoll auf die Stirn küssen, denn sie sahen, da ist kein
böser Alb, kein Unhold aus der Retorte, keine Verirrung eines erratischen
Geistes, sondern die Macht und die Herrlichkeit eines besseren und faszinierenden
Wesens, das vieles hat, was die anderen eben nicht haben. WIR waren zutiefst
berührt und freuen uns über den gewaltigen Erfolg und den Neubeginn
der Menschheit in eine goldene,r evolutionäre Aera und glückliche
Endzeit, nach einer schier unendlich unerträglichen Schreckensherrschaft
des alten homo sapiens und homo naturalis. Hier steht er nun, der KLEINE
PRINZ, er dreht sich im Kreis auf einem Bein, macht Handstand auf dem
Hinterlauf eines edlen Hundes, schläft wie ein Storch auf einem Bein
und spricht, wenn ihn der Werbechef sanft auf den Bauchnabel drückt:
"Ich liebe mich, ich liebe mich, ich liebe mich und wenn die Menge
leise ist, singt er: "Sah ein Knab ein Röschen stehn...",inbrünstiger
und anmutiger als es je ein ausgebildeter Sängerknabe vermocht hätte,
mit einer sanften, glockenhellen Kastratenstimme. Durch seine glatte,
durchsichtige, grüne Haut ist das Zappeln der Organe und die Ströme
der Körpersäfte zu er-kennen, wie sie in unterschiedlcher Schnelligkeit
oder stossartig gepresst durch die Adern rinnen. Seine Augen strahlen
und blicken tief durch alles hindurch, weit hinaus in die Ferne, als sähe
er bereits unser Paradies: Eden für Jeden, er ist wunderbar,
besonders wenn die Gänsehaut ihre ganze funkelnde Blütenpracht
offenbart und der Flaum der immergrünen, langen Mooshalme unter dem
Palmenblatt auf dem Kopf zittern und sich leicht gekräuselt, in wellenartigen
Schwingungen, wie im wechselnden Wind bewegen. Das wirkt alles so anmutig
und einfach schön, dass die Menschen wie gebannt, ihre Blicke nicht
mehr abwenden können. Am Kopfsegment befinden sich zwei äusserlich
gleiche Münder übereinander und das Publikum rast, wenn es bemerkt,
dass der KLEINE PRINZ mit dem oberen Mund eine Arie von Verdi singt und
mit dem unteren Mund gleichzeitig ein Hühnerbein verzehrt. Der Steiss
ist von einem verzweigten Büschel Zebragras gekrönt, das sich
laufend chamäleonartig verfärbt und dessen einzelne Zweige,
wie bei einer einer Sicheltanne eingerollt oder löffelartig verdickt
sind und so an die goldenen Löffel von Dalis Dantekopf im Duisburger
Museum denken lassen. Der nackte Unterleib ist ,neben der blühenden
Gänsehaut, mit einer grossen Zahl birnenförmiger Blüten
bestückt, die wie Weihnachtslichter glühen. Seine Gelenke sind
nicht wie Zollstöcke nur nach einer Richtung abzuwinkeln, sondern
der ganze Körper bewegt sich schlängelnd wie ein Oktopus, unberechenbar,
ohne starre Gelenke und entsprechende Geometrie wie noch bei den Menschen
, aber dennoch aufrecht, stolz und erhaben und nicht wie ein Gewürm
aus der alten Tiergeschichte. Die krallenförmige Hand, die an einen
Vielfrass erinnert ist sensibel wie eine Mimose und reagiert mit allen,
verlängerbaren Fingernägeln so empfindlich wie die Schnurrhaare
einer Katze auf die jeweilige Umgebung. Aus der Stirn ragt ein dritter
Arm, der seine Herkunft von einer Fangschrecke nicht leugnen kann. Wer
kann sich schon bei diesem Anblick abwenden oder an irgend etwas anderes
denken, als an unsere kommende herrliche Hybrid-Kultur. Da wirkt nichts
steif oder gekünstelt, nichts klapprig und primitiv wie die Teile
eines Roboters, alles ist geschmeidig und durchpulst von Leben und feinster
Nervenqualität. Das spüren auch die Menschen sofort und der
Funken springt über wie auf dem Bild von Michelangelo, von Gott zu
Adam. Aber, wenn der KLEINE PRINZ erst damit beginnt seine unglaublichen
Pirouetten zu drehen, ohne zu ermüden, in immer neuen, morphologisch
performierten Figurationen, bei denen die ehemalige Eiskunstläuferin
Biellmann im Vergleich alt, langweilig und grau aussähe, werden die
Optionen und Prädikate, erst so richtig sichtbar und die Menschen
beginnen in die Hände zu klatschen, wenn dieser Tausendsassa, während
seines derwischartigen Kreiselwirbels, seine Haut in unberechenbaren Mustern
und Ornamenten wechselt, schöner und interessanter als jeder je beschriebener
Wechselbalg. Und während er sich tanzend dreht, kann er scheinbar
nach Belieben seine einzelnen Segmente dreidimensional skalieren. Dabei
hüllen ihn dampfende Nebelschwaden ein und sein Atem erzeugt glitzernde
Figuren und Raucherkringel und auf dem Höhepunkt dieser Darbietung
liegt er auf einmal wie tot auf dem Boden, bewegungslos, um sich bald
wie in wehenartigen Schmerzen zu krüm men, wie unmittelbar vor einer
Geburt und so etwas ähnliches passiert dann auch. Der Bauchnabel
öffnet sich und weitet sich immer mehr zur einer vaginalen Öffnung
und heraus kommt langsam, ganz langsam ein weiterer KLEINER PRINZ, als
exakter Klon und stellt sich nach kurzer Zeit neben seinen Erzeuger, seinen
Mutter- oder Vaterklon, wie immer man diese ungeschlechtliche Vermehrung
nennen will und wiederholt all dessen Bewegungen, bis ins kleinste genau
und masstäblich. Dem Publikum stockt der Atem, bevor es zu einen
frenetischen Beifall ausholt. Doch dieser Zauber erschöpft sich nicht
im elfenhaften Reigen und in der Geburt eines neuen Klons. Auf Zuruf zeigt
der auch seine programmierten, handwerklichen Fähigkeiten und vor
allem auch seine sprachlichen Fähig- keiten, denn mühelos und
ohne zu ermüden kommuniziert er mit jedem, der vernünftige Fragen
stellt und weicht nicht aus in schematische Drechselarbeit, wie wir es
von den Politikern kennen. So kann er zum Beispiel an einer Drehbank so
sicher arbeiten wie an allen nur bekannten Maschinen. Fehlerfrei, unbefangen
und leicht wie ein Genie, ohne langes Nachdenken und Grübeln findet
er den schnellsten Weg zum gewollten Produkt und kommuniziert währenddessen
in jeder beliebigen Sprache, sodass allmählich die Menschen der Schauder
von Bewunderung befällt und sich jeder auf einmal klein, hässlich
und einfältig fühlt, gemessen an den unerwartbaren Leistungen
des KLEINEN PRINZEN, der auf alle Huldigungen und Lobhudeleien ohne jede
Eitelkeit und immer bescheiden reagiert. So kann man ihn auch nicht in
Verlegenheit bringen, wenn man ihm die zerlegten Einzelteile einer Maschine
gibt, dienn ohne zu zögern in kurzer Zeit mustergültig und funktionsfähig
zusammensetzen kann. WIR wollen das hier nur deswegen kurz erwähnen,
weil sonst der falsche Eindruck entstehen könnte, der KLEINE PRINZ
sei im Grunde nur eine unnütze, dekadente Kunstfigur, die zu nichts
anderem taugte, als zur ästhetischen Erbauung oder irgendwelchen
esotherischen, schöngeistigen Spielchen, denn er ist nicht ein Produkt
des homo ludens, keineswegs, sondern ein Produkt der universalen
Einheit und Vereinigung aller Elemente und Stoffe dieser Welt und vor
allem ihrer Verwandtschaft, vorausgesetzt man weiss sie richtig zusammen
zu bringen. Aber um es gleich zu sagen, es geht uns natürlich nicht,
um irgendeinen Rekord einer wahllosen Vielheit, sondern um die komprimierte
Einheit vernünftiger Parallel-Prozesse. Napoleon sollte sieben Sachen
gleichzeitig gemacht haben können, doch hinter dieser dummen Aussage
steckt ja nur ein einfältiges Rekord-Bemühen. Nicht aber bei
uns, denn da kommt es auf die Substanz der Vielfalt in der Einheit an.
Das ist der Urquell unserer Philosophie, denn bevor alles im Universum
auseinander driftete, war alles Eins. Zwar sind WIR jetzt längst
noch nicht am Ende unserer Wissenschaft angekommen, aber wir stehen schon
davor, - und der "KLEINE PRINZ" ist ein strahlendes Wahrzeichen
und der anfängliche Beweis, unseres ehemaligen Versprechens.
WIR klären auf
81
Hiess
es noch vor kurzer Zeit dummdreist: "Der Bauch gehört mir!",
so hat das letzte Verfassungsgericht der EU-Genik endlich dieser kurzschlüssigen
Bauernregel einen Riegel vorgeschoben, denn schliesslich müssen die
späteren Generationen mit den Kosten und Folgen solcher frivolen
Kraftsprüche leben können. Genauso wie mit den Erscheinungen
von Mager- und Fettsucht, den Verrenkungen bei Sport und Tanz,den Folgen
irrer Rennen und Heimwerkerorgien, den Folgen der notorischen Faulheit
des Körpers und des Geistes sowie der Trägheit in der Kenntnisnahme
des sogenannten Kleingedruckten und der Wahrnehmung der täglichen
Nachrichten. Wer sich hier auf individuelle Sonderrechte, Not- oder Zufälle
beruft, muss eines besseren belehrt werden. Das heisst er muss für
die finanziellen Folgen seiner asozialen Kinderlosigkeit einstehen. Wenn
schon die einzelnen Subjekte das nicht einsehen und das ist mehr und mehr
der Fall, dann muss der Staat eben diese Pflichten übernehmen, zugunsten
der Allgemeinheit, um den eigenen Fortbestand zu sichern. Und das tun
WIR und das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer aktiven Verfassung.
Daher sind staatserhaltende Massnahmen ergangen und in glasklaren Standard-Gesetzen
von uns fixiert worden. Und ihre Missachtung durch Individual-Anarchismus
oder was auch immer muss bis in die letzten Meinungszipfel verfolgt und
notfalls in staatlichen Zellen durch Ei- und Spermaspenden, unter Umständen
mit Gewalt, nachgeholt oder, bei nachhaltiger Aufsässigkeit, notfalls
mit dem Tode bestraft werden. WIR leben zwar nicht mehr in einem Pharaonen-Staat,
aber die sozialen Werte bestimmen WIR, der Staat, uneingeschränkt,
mit aller Wucht, und alle Medien verstehen sich hauptsächlich darin,
unsere Werte unters Volk zu bringen, nicht etwa selbst zu erfinden und
darauf zu achten, dass kein Unwert von den Menschen Besitz ergreift, bis
die Stunde für alle in den Klonfabriken geschlagen hat. Doch das
wird noch ein paar Jahre dauern, leider! Bis dahin haben WIR klargestellt,
dass selbstverständlich aller bewertbarer Besitz allein dem Staate
zufällt und eigentlich Nichts zur alleinigen Nutzung oder Befriedigung
der einzelnen Menschen gehören darf. Ausgenommen sind miet- oder
pachtähnliche Verhältnisse wie in alten Zeiten. Alles hängt
mit allem zusammen und muss daher gerechterweise zum Wohle der Allgemeinheit
versteuert, vom Staat kontrolliert und scharf nachgerechnet werden. Fehler
solcher Rechnungen und Wertschätzungen gehen zwangsläufig und
genealogisch zu Lasten der Solidargemeinschaft, die solche Tatbestände
selbst bestrafen oder ausgleichen darf, nach der Devise: Unwissenheit
schützt vor Strafe nicht. Sollte die Gesellschaft das nicht
alleine regeln können, wird der Staat auch diese Aufgabe vertrauensvoll
ausüben. Das Private an sich ist bekanntlich ein zutiefst asozialer
und perverser Wahn. Und selbst Kompromisse führen direkt in den Abgrund,
der bestand, bevor alles begann. Das Gemeinwohl bestimmen WIR und WIR
sind ewig treu und aus tiefster Überzeugung gerecht, sozial und fair.
WIR sind aufrichtig, klar und deutlich
82
Es
verwundert nicht, dass es immer wieder heftige Angriffe auf unsere Regie-rung
gegeben hat, Gründe dafür gab es keine, aber die Feinde unserer
Hybrid-Kultur und Einheits-Ordnung sahen ihre Felle wegschwimmen. Mutmasslich
von Auftragskillern, ehemals priveligierter Schichten und superschlauer
Reicher, kamen die Attacken, weil sie um ihre Pfründe und bequemes
Leben bangten. Also die übliche Reaktion von Schmarotzern und Asozialen.
Ginge es aber nur nach denen, dann stünden alle Räder still,
oder müssten mit Gewalt zurück gedreht werden, wie ehemals in
der Zeit der Konfliktprofiteure von Ungerechtigkeit und Ungleichheit.
Da wurde versucht mit unglaublichen Horrormärchen Stimmung gegen
uns, die Eugeniker, zu machen und es wurde frech aus der hohlen Hand behauptet,
es gäbe Beweise dafür, dass ein Klon unserer neuen Rasse, entgegen
den Tatsachen, sehr schnell altern und dabei rapide alle einmodellierten
Fähigkeiten verlieren würde und schliesslich bis zum Ende seiner
immer schwächer werdenden Konstitution den Verstand verlieren und
mit äusserst schmerzhaften Krampfzuständen, wie heftigsten Herzrasen
und Schüttelfrösten,bis zum qualvollen Tode, dahin vegetieren
müsste. Zum Beweis wurde ein Feld mit den Kadavern von geklonten
Schafen gezeigt, bei denen unsere Spezialisten noch herauszufinden suchen,
wie sie wirklich getötet wurden. Andere obskure Videos mit vermummten
Personen und gefälschten Versuchs-Klonen, die sich vor Schmerzen
krümmten, mit weit geöffneten Au- gen, blutig gebissenben Lippen
und zitternden Körpern lagen da auf schmutzigen Feldbetten, wo sich
ihre Finger, wie stechende Krallen im letzten Aufbäumen vor dem Tode,
durch das Bettzeug gebohrt hatten. Sicher ist allerdings, dass sie niemals
wegen ihrer geklonten Herkunft verendet sind, das konnten wir sofort erkennen.
Gegenteilige Behauptungen werden vom Sicherheitsdienst geahndet. Der Staatsschutz
ist sicher, dass hinter diesen Attacken auch wieder die Kubaner stünden,
die immer wieder mit solchen Lügen hausieren gingen, um unsere Qualifikation
abzuqualifizieren und sich mit solchem Quatsch aufzuspielen Ursache dieser
automatischen Defekte, wäre eine bioabnorme Überforderung
des Genoms, wie es mit schwarzer Farbe auf die Wände gesprüht
wurde. WIR verhehlen nicht unsere Bewunderung vor soviel dramatischer
Effekthascherei, die zwar eine gewisse Geschicklichkeit in der digitalen
Bild-Berarbeitung verrieten, aber wahr könnten diese Filmchen niemals
sein, wie sich schnell herausstellen wird. In der Pressekonferenz der
vermummten Falschtöner ,gestern Nacht ,hinter verdunkelten Fenstern
war z.B. auch vom Auflösen und Schmelzen bestimmter Gen-Ketten
die Rede, vom Verflüssigen des Knorpelgewebes, von einer inneren
Verwarzung der Luftröhre, vom Zerbrechen und Splittern der Haut,
von einem undefinierbaren Knistern und Knacken im Rumpf, bevor dann das
Ende in immer schnelleren Schüben, mit zunehmenden Zerrüttung
des Körpers, eintreten würde . Insgesamt angeblich ein
brachiales Desaster aller Organe, das im Giftschrank
der EU-Genik versteckt sei, um die "Staatssklaven" nicht
zu verunsichern, damit waren die braven Bürger gemeint. Die Liste
dieser lachhaften Geschmacklosigkeiten ist gross, doch WIR möchten
sie nicht länger damit quälen, denn es hat halt nur das Niveau
von provinziellen Gespen- sterbahnen und diese Leute werden irgendwann
ganz einfach weg vom Fenster sein. Egal wie, und niemand wird sie vermissen.
Wir haben keine Angst vor denen und, wie sie sehen, machen wir sogar ihre
dümmlichen Machwerke weiter publik und bitten aber um schnelle Informationen,
wenn jemand sachbezogene Aussagen über diese Täter machen kann.
Dennoch hat die reisserische, berechnende Angstmachei und abergläubische
Ketzerei ihre Wirkung beim Volk nicht ganz verfehlt. Das erinnert an Faschismus
aller Spielarten genauso wie an das finstere Mittelalter. WIR sind wach
und wehrhaft. WIR hörten bereits z.B. so dumme Diffamierungen wie:
",WIR würden die Welt entzaubern" oder WIR würden
ein "post-biologisches Proletariat primitivster Prägung heran
züchten "oder WIR würden an einem "androiden Hornissen-Staat
basteln". Dabei weiss heute jeder, dass bei uns endlich die Ursachen
der ungerechten, asozialen Kontrastlehren beseitigt werden, die immer
noch die Welt nach unverträglichen und altmodischen Begriffs-Pärchen
zu ordnen suchten, etwa mit: Arm und reich, alt und jung, Mann und Frau,
dumm und schlau, prüde und geil, fromm und ungläubig, Menschund
Tier, schwarz und weiss, gesund und krank, wild und zivilisiert, recht
und rechtlos, Treue und Verrat, schön und hässlich, gross und
klein, und und und. Das alles ist doch ein bis ins kleinste verzweigter
Stammbaum des Unfriedens und der Ungleichheit, der früher, in den
apokryphen und apokalyptischen Rechts-verirrungen ohnmächtig, von
der Obrigkeit und ihren Richtern, nach Belieben, gegen das verunsicherte
Volk, gehirnwäscheartig, rauf und runter dekliniert und gepredigt
wurde. WIR wissen, dass irgendwo klandestine Treffen abgehalten werden,
analog zum ehemaligen Geheimbund Ku-Klux-Klan, wo landes- verräterische
Anschläge und Zersetzungskampagnen gegen unseren geliebten Rechts-Staat
und seine Werte gefahren werden. Anonyme Aussteiger dieser Häresie
haben entsprechend dunkle Angaben und Aussagen gemacht, die uns erschrecken
liessen, wenn WIR nicht ganz sicher wären, mit unseren überlegenen
Abhör-Waffen, den Undercover-Agenten und Spitzeln, ganz locker Herr
in unserem Lande zu bleiben. So sind z.B. schon mehrfach Leichtflugzeuge
beobachtet und manchmal abgeschossen worden, die nachts vergiftete Sporen
und Unkrautsamen in unsere kostbaren Versuchskulturen eingebracht haben,
mit dem Ziel unsere eugenischen Wissenschaftler zu kriminalisieren oder
lächer lich zu machen. Mehrere dieser so alt-rassistisch geprägten
Terroristen konnten festgenommen werden und ihre Mitgliedschaft in illegalen
Spezialzirkeln der internationalen Hacker-Szene und in verkommenen Tierkameradschaften,
nachgewiesen werden. Mit grossem Geschick konnten unsere Wächter
Anschläge auf unsere wachsenden Klonbruten und unseren Königsklon,
kurz vor der Katastrophe niederschlagen und die Täter unverzüglich
in die Reaktoren zur Verbrennung abschieben. WIR werden alle Querulanten
fassen und ergreifen, die sich da und dort noch versteckt oder getarnt
halten und ihnen zeigen, wo es lang geht. Allen von uns muss klar sein,
es darf kein Schisma geben. Unser Staat ist doch kein Holzklotz, der beliebig
gespalten oder zerspänt werden darf. WIR können nicht tatenlos
zusehen, wie alles wieder den Bach runtergeht, was WIR mit aufopfernden
Verstand, Vernunft, Logik, Erziehung und Fleiss geschaffen haben. WIR
haben die Natur besiegt. WIR haben unsere eigenen schlechten Anlagen besiegt,
um ein Vielfaches verbessert, und WIR haben eine Moral die so zielgenau
arbeitet wie ein Schwarm braver Brieftauben oder Heringe, der nie seine
Orientierung verliert und der genau weiss, wohin er zu fliegen und zu
schwimmen hat und wo er zu Hause ist und sicher sein Fressen findet.
WIR bleiben dran
83
An
einem zunächst geheim gehaltenen Ort arbeitet die Elite unserer Ge
sellschaft an der Entwicklung und Vollendung des Königs-Klon. Dieser
Ort ist das KOLOSSARIUM, wo unser aller zukünftiger Stammvater durch
ständiges Optimieren heranreift, bis er im letzten Stadium der Ausreife
unser Volk am Tage X, in einem Akt der Massenklonung seines Ebenbildes,
generieren und neu begründen wird. WIR sind dann alle gleich, ohne
irgendeinen Unterschied in Gestalt und Befähigung und sind dafür
ausgewählt, die Welt mit unserem Geschlecht zu besiedeln und wo das
nicht friedlich geht, auch zu erobern.Das KOLOSSARIUM ist das Zentrum
unserer Staats-Philosophie und bildet den harten Kern und die Urzelle
unseres geliebten neu zu begründenden Staates, der seiner Vervollkommnung
entgegen geht und mit dem KLEINEN PRINZEN die erste Kostprobe seiner gefruchteten
Bemühungen demonstriert hat. Das KOLOSSARIUM ist unser Hort, unsere
Zuflucht und unser einziges wahres Heiligtum, inmitten von Unglaube und
Chaos. Es verkörpert das Beste, was die alte Natur zu bieten hatte
- nicht besonders viel - zusammen mit den neu entwickelten Konstrukten
der multi-genen und weltoffen vernetzten Wissenschaften unserer neuen
Art. Es konzentriert alle innovativen Kräfte zur iunbedingt erstklassigen
Aufzucht aller wichtigen Grundmuster und Moduile für die Integration
in den Königs-Klon mit allen Voraussetzungen und Primär-Prädikaten,
der zuvor getrimmten Organe.Dies begann bekanntlich mit der prima materia
eines gewöhnlichen Menschens, dem nach und nach eine Sammlung ebenso
seltener wie wertsteigernder Genome eingepflanzt wurde. Genome,die natürlich
in vielen Testreihen ihre hybride Potenz, Reinheit und Aufgeschlossenheit
bewiesen haben. In weiteren Operationsreihen wurden nach und nach einzelne
floristische wie animalische, alpha-transgene Hormone eingeführt,
die aus laufenden Transplantationen geeigneter Spender entdeckt und entnommen
wurden und durch neu artige Botenstoffe schliesslich immunologisch gezähmt
und individual-neutral im Versuchs-Körper integriert werden konnten.
Ein äussert sensibler Prozess, der unsere Bio-Monteure bis zur Zerreissprobe
anstregte und viele überanstrengte. Aufgrund dieser endlich grossen
Erfolgsgeschichte konnte das erste Klon-Werk versuchsweise seine staatlichen
Aufgaben beginnen und die ersten Teams u.a. spezialisierter Visionisten,
Logopäden ,Biochemiker, Replikations-Techniker und Morphologen wurden
ins KOLOSSARIUM berufen, das zunächst nur aus der Hülle eines
bombensicheren Bunkers bestand und nun zum multi-hybriden Integrations-
und Entwicklungsamt ausgebaut wird. Das Gründungsmanagement legte
ein Konzept vor, das mit einem absolut hackerunfreundlichen Zufallsgenerator
die zukünftige Forschung und Gen-Technologie vor wahnsinnigen Terroristen
schützen soll, denn das wäre der präsumtiven Genozid unserer
Rasse. Die gefährlichste terroristische Vereinigung sind die "Kubaner",
die das Klonen ja grundsätzlich boykottieren und geradezu wahnwitzig
behaupteten, man könne garnicht klonen und die vorgestellten Beispiele
der EU-Genik wären freche Fälschungen und sonst gar nichts.
Zum Beweis zeigten sie immer wieder ein Video mit hybrid geklonten Känguruh-Robben,
die einen grossen schwarzen Fleck auf dem Bauch trugen, der entfernt der
kubanischen Insel-Silhouette gleicht. Auf diesem Video wollten die Terroristen
mit Zollstock und Schublehren bewiesen haben, dass diese Kuba-Musterung
bei jedem Klon andere Ausmasse hätte, was freilich frei erfunden
war und nur arglose Menschen hinters Licht führte, die ,wie man so
sagt,"reif für die Insel seien". Um das zu beweisen zupften
und zerrten sie an den Häuten und Falten der Robben so lange herum,
bis das Blut spritzte, wie Zeugen beobachtet hatten. Aber es gab leider
nicht wenige arglose Menschen, die an unserern Werten zu zweifeln begannen.
Und der Zweifel ist meistens schon der erste Schritt in ganz abseitige
und kriminelle Wahnwelten. So blieb uns, den Direktorium der EU-Genik,
nichts anderes übrig, als diese Fälscher wegen Verhetzung und
Leugnung von Tatsachen in die Auflösungs-Heime zu verbringen. Dessen
ungeachtet schritten die Vorbereitungen in die Klon-Welt zügig voran
und es wurden im ganzen Land die Datenbanken nach eugenisch nützlichen
Schlüssel-Werten und mobiltauglichen Genomen abgesucht, die nach
unserem Reinheitsgebot für aktuelle DNA-und Stammzellen-Kulturen
zu gebrauchen wären und in zunächst in tiefgefrorenen Konserven,
eventuell eines Tages, ganz oder nur in Teilen, in die Leitlinien unseres
Stammvaters zu integrieren wären. Das waren u.a. auch Gene von Bakterien,
Einzellern, Pilzen,Pflanzen, Radiolarien und andere Tiere ,die gemeinhin
als primitivste Wesen eingeschätzt wurden, aber wie sich herausstellen
sollte , als besonders kostbare Brücken zwischen scheinbar unvereinbaren
Bio-Modulen fungierten: Dies waren zumeist prä-hybride Formen chemischer
und atomarer Sonderfälle von den letzten Expeditionen durch die Wildnisse
des Amazonas und Indonesiens, aber daneben auch bestrahlte oder durch
Drogen mutierte, spannende Zellkonglomerate der verschiedensten Herkünfte,
besonders auch solche Stoffe, die pure Gewächse künstlicher
oder errechneter Rationalität und Logik waren und volkstümlich
Kunst-Stoffe genannt werden. Sie alle werden in behutsame Zucht-Prozesse
einmünden, die etwa dem unermüdlichen, präzisen Meisseln
und Feilen eines Schriftstellers an seinem zu bearbeitenden Textkörper
ähneln. Nicht erst seit 1967 Christian Barnard, bei seiner ersten
ruhmreichen Herz-Transplan tation in Kapstadt, nicht erst seit 1964 Oscar
Creech und Keith Reemtsma, bei der Nierentransplantation eines Schimpansen
in den Menschen, nicht erst seit 1907, in Lyon und Berlin, Matieu Jabouly
und Enst Ungers die Nieren von Tieren in todgeweihte Menschen einpflanzten,
entstand die Idee, durch multi-hybride Massnahmen die ursprüngliche
Natur zu verbessern und natürlich zu verlängern, mit dem Ziel
schliesslich zum menschlichen Bio-Perpetuum-Mobile mittels Xenontransplantation
zu gelangen. Ein Ziel, das jeder sofort als das wichtigste Forschungsergebnis
überhaupt akzeptieren wird. So verdanken WIR den Gebrüder Grimm
die bemer- kenswerten Zeugnisse alter Skalpell-Artistik die in: "Die
3 Feldscherer" von 3 virtuosen Militärärzten des Mittelalters
berichten, die in ihrer unermüdlichen lebensrettenden ,chirurgischen
Feinarbeit, nach erbitterten Kriegsgemetzeln das blutige Geschäft
der Menschenflickerei zur höchsten Kunstfertigkeit gebracht hatten
und als Broterwerb in Friedenszeiten, den vielen Invaliden in den Hinterstuben
der Wirtshäuser, Schweineherzen, Katzenaugen und abgetrennte Menschenhände
für ein Zubrot einpflanzten. Solche Männer braucht das Land,
aber WIR haben sie ja in grosser Zahl und bilden sie immer weiter und
perfekter aus. Dennoch, gut Ding will Weile haben, und bis die Oszillographen
endlich den Start ins Klonglück ankündigen, wird noch eine Menge
Zeit vergehen, bis der Königs-Klon seinen Endzustand erreicht haben
wird. Ein Zurück, zur natürlichen Menschlichkeit soll es nicht
mehr geben, denn die von unseren Weisen vorgezeichneten Bah nen in die
ganzheitliche Voll-Klonie sind unumkehrbar. Was bedeutet denn schon das
kleine, subjektive Ego, mit seinem individuellen Sein: Ein Strohfeuer,
das schnell verbrennt und schnell vergessen sein wird: ein kleiner Funken,der
in der grossen Glut zur Bedeutungslosigkeit verbrennt, als wenn er nie
gewesen wäre. Doch WIR bekommen bald Flügel und grosse Augen,
WIR sind auserwählt und WIR stehen bereit, ungeduldig und in froher
Erwartung, wie am ersten Schultag oder beim ersten Schäferstündchen
oder in froher Erwartung vor der Geburt des ersten Wunschbabies. Unser
Glück rückt näher und ist nur eine Frage der bio-chemischen
Geometrie und der Tastatur der Gene.
WIR machen alles
84
Das
Kolossarium ist das zentrale Heiligtum unseres Staates.Der Plan sieht
einen Entwicklungsraum von 50 Jahren vor, bis die neue Menschenrasse dann,
endlich im Klonautomaten gemeinsam und gleich zeitig hineingehen darf
und als als 100%-Klone des KÖNIGS-KLON, als Gleiche unter Gleichen,
wieder hervorkommen und das neue Reich bevölkern werden. Doch bis
es so weit ist,wird noch viel Arbeit, Verstand, Wille und Innovation erforderlich
sein. Aber ein grosses Stück des Weges liegt gewiss hinter uns."Der
Anfang ist mehr als die Hälfte". Und alle Vorarbeiten, haben
ja eine Ahnung davon verschafft, wie herrlich und wunderbar unser Leben
in Zukunkt aussehen wird. In kurzer Zeit begehen WIR bereits den 5.Jahrestag
unseres Staates und überbringen, aus diesem Anlass, den Gründern
und Managern im Kolossarium unsern Dank. Das Fernsehen überträgt
die Jubelfeier live und wird von dem verantwortlichen Nachrichten-Richter,
dem redaktionellen Wortspritzer, Herrn Schönporn mit schönen
Statistiken moderat durchgerastert, Das Kolossarium selbst, wurde im Fichtelgebirge
auf der heiligen Höhe des Waldsteins vor fünf Jahren als einstöckiger
Rundbau errichtet und gliedert sich im Inneren in drei konzen- trische
Ringe, die sicherheitstechnischen und ergonomischen Gesichtspunkten folgen.
Das Dach besteht aus einer gläsernen Halbkuppel, die nach oben flach
angeschnitten ist und so als Landeplatz für Hubschrauber dient. Das
aussen verschlossene und innen weitgehend gläserne Gebäude ist
voll unterkellert, wo in Gruften, Öfen und Kompostierungen die Abfälle
der fehlgeschlagenen Projekte vernichtet werden und von wo in speziellen
Containern die Reste von der Höhe zur Entsorgung ins Tal nach Münchberg
gebracht werden. In sternförmigen Gängen im Inneren des Kuppelbaus,
zwischen den Ringen, läuft der Transport der Güter auf den Laufbändern
hin und her und die mobil Beschäftigten ebenso. Es versteht sich
von selbst, dass der ganze Bau den verschiensten, speziellen Anforderungen
der einzelnen Abteilungen in Klima, Licht und Luftfeuchtigkeit, perfekt
angepasst ist und die Einhaltung von Hygiene und Sicherheitstechnik hier
oberstes Gebot ist, um jede störende Ablenkung und unvorhergesehene
Schäden und Unfälle umfassend auszuschliessen. Das Kolossarium
ist sturmfest und mit Edelstahl gegen jeden Tornado geschützt und
wirklich uneinnehmbar für jeden nur denkbaren Angriff aus der Luft,
von Wasser und Land gerüstet sowie mit einem ausgeklügelten
Warnsystem vor jeden Gift- und Gasterror gewappnet, innen wie aussen.
Ferner haben WIR aus einer spassigen Laune heraus das Kolossarium rundherum
mit Haubitzen bestückt, die natürlich nur zum Böllern eingesetzt
werden, denn WIR brauchen unsere verstreuten Feinde militärisch nicht
zu fürchten, denn WIR sind stark, fürchterlich stark und haben
das längst bewiesen. Der 1.RING beherbergt die wichtigsten Elemente,
Rohstoffe, Naturalien aus Fauna und Flora aller Hemisphäre in Silos,
Säcken, Boxen, Gläsern, Aquarien,Terrarien, Volieren und Käfigen,
neben den verschiedensten Archiven, Sammlungen, Magazinen, Werkräumen,
Maschinen wie starke Generatoren zur autonomen Ener- giegewinnung für
alle Fälle und der 1.RING verfügt über Landungssteege,
Garagen wie über verschiedene Rampen zur Anlieferung benötigter
Güter und Lebensmittel der hier praktizierenden Staatsforscher mit
ihren Assistenten, Technikern und Arbeitern, denen es selbstverständlich
untersagt ist, aus Geheimgründen die, Insel je wieder zu verlassen.
Das Kolossarium mit allem Personal und Getier kann sich zwei Jahre selbst
versorgen. Es ist an Alles gedacht. Im 2.RING liegen die Ruheräume
und Kantinen aller hier arbeitenden Menschen. Ferner die Wellness-Oasen,
Sportanlagen und ebenso die Bibliotheken und Seminarräume ,die für
Transparenz des Wissens und schnelle Verbreitung derletzten Daten und
Erkenntnisse untereinander sorgen. Alles, was hier vorgeht muss zunächst
im Einzelnen nach aussen geheim bleiben. Die Kommunikation und das Verhältnis
der hier arbeitenden Menschen zueinander ist zur völligen Aufklärung
aller Events und Praktika der hybriden Forschung und Genesis dem engeren
Konsortium der Königsmacher verpflichtet. Es gibt keine Alleingänge
und heimliche Besserwisserei. Das wird jeder verstehen. Besonders ausgebildete
Erzieher und Mediatoren tragen Verantwortung dafür, dass Streitigkeiten,
egal welcher Provenience, in schalldichten Kabinen ausgetragen werden
und in jedem Falle bis zum letzten Punkt in Frieden beigelegt werden müssen.
Es herrscht nicht nur der Wille zum Frieden, sondern die Diktatur des
Friedens, denn anders lässt sich die Arbeit hier nicht konstruktiv
durchhalten. Sollte dies aber in Ausnahmefällen nicht möglich
sein, dann kommen die Unverbesserlichen Streithähne in den Keller,
wo geschulte Kräfte den Querulanten wirksam Staatsräson beibringen.
Im 3.RING befinden sich alle vielversprechenden hybriden Einzelprojekte
in gläsernen, weitsichtigen Zellen, wie zum Beispiel die Echt-Kopie,
eines Klons des Kleinen Prinzen, der aber bereits viel weiter optimiert
wurde. Die Art der Objekte unterliegt natürlich der absoluten Geheimhaltung
um das Volk draussen nicht durch Offenheit der Versuche zu irritieren
oder um nicht überflüssige Ängste zu schüren. Auch
bieten viele dieser Experimente einen nicht sehr ästheti schen Anblick.
Die Objekte bluten eventuell, kotzen oder baumeln in scheinbar unwürdigen
Bewegungen an ihren Tröpfen und Schläuchen, atmen schwer, würgen
was heraus oder sind mit Aussätzen, Pusteln und Stacheln behaftet,
die zumeist freilich weniger schlimm sind, als sie aussehen. Es gibt ja
viele über- empfindliche Menschen, die vor der unverstellten Sicht
auf diese Bio-Montagen im eigenen Interesse erstmal geschützt werden
müssen. Und andere könnten meinen, hier seien nicht nur Unmenschen,
sondern kaputte, schwerkranke Sadisten am Werk und nicht etwa verdienstvolle
und erfahrene Ärzte, denen unser aller Wohl eine ganz selbstverständliche
Pflicht ist. Natürlich werden hier auch Kunstfehler gemacht, ab und
zu, und auch heikle, sehr heikle Versuche, aber sie bringen uns der Perfektion
immer näher und natürlich auch unserer totalen Wahrheit, der
Einheit allen beweglichen Seins. Die Chirurgie am lebenden Objekt ist
halt nicht jedermanns Sache und manche Leute sind ja nicht mal in der
Lage eine läppische Stockente zu schlachten. Also sollten WIR voreilige,
archaische und depressive Emotionen zurückhalten, bis WIR am Ende
unseres langen Weges angelangt sind. Im 3. zentralen Ring des grossen
Saales befindet sich das absolute Zentrum aller Anstrengungen unseres
Reiches: der KÖNIGS-KLON in seiner ganzen wunderbaren Vielfalt eugenischer
Errungenschaften. Er schwebt scheinbar frei im Raum und wird von einer
Unmenge verbindender Leitungen und sonstigen Apparaturen stramm eingespannt,i
n Spannung gehalten. Man sieht sofort, dass er sich in einem Anfangsstadium
befindet und man sieht überall einzelne Gruppen von Technikern, die
die verschiedensten Arbeiten verrichten, meistens scheinbar unbeweglich
oder völlig ruhig und die Augen starr auf die Messgeräte und
Monitore gerichtet. Es herrscht absolute Stille, obwohl alle äusserst
angespannt und konzentriert arbeiten und wie in Zeitlupe ihren speziellen
Forschungen nachgehen, aber dabei jederzeit auf dem Sprung zu sein scheinen,
da oder dort schnell mal einen Schalter anzuknipsen, winzige Kameras einzuführen
und zu navigieren, oder Sonden anders zu plazieren. Und wäre da nicht
das gelegentliche Summen der Geräte, dann könnte man manchmal
denken, man wohne einem Begräbnis-Ritual bei. Der Raum ist schattenfrei
ausgeleuchtet. Teleskope, Beamer, 3D-Laser, Volumenscanner und Videokameras
erfassen jede Einzelheit in dem mehr als taghell erleuchteten Raum, jede
Zuständlickeit ist mit Zahlen-Legenden auf den Bildschirmen unmittelbar
und ringsherum abzulesen. Die Software reagiert auf die kleinsten Unstimmigkeiten
und lokalen Unpässlichkeiten des Königs, unfehlbar, und unterbricht
notfalls sofort einen fehlerhaften Prozess und zeigt die nötigen
Korrekturen automatisch an. Fertige Module, die durch die Endkontrolle
der Filterungen gelangt sind, werden für immer gespeichert oder in
den vereisten Boxen in den Regalen eingelagert um, bei Bedarf sofort mit
dem Gabelstapler oder Rohrpostanlage verfügbar zu sein.Eine große
Zahl von Buchhaltern ist permanent damit beschäftigt, die Substanzen
zu registrieren und unermüdlich ihren Ist-Zustand zu fixieren. Es
ist klar,dass sich das Fragment des unfertigen König-Klons ständig
verändert und verändern muss und alles sieht zunächst noch
aus wie ein chaotischer bunter Zellhaufen, mit ein paar festen, knochenähnlichen
Verklumpungen .An manchen Stellen wächst grünlicher Flaum, es
könnte Schimmel sein, ist es aber nicht. Module werden versuchsweise
zum Download oder Tausch gefahren, mit dem dazugehörigen Team der
handybestückten Aktivisten ,das die biologische Versorgung, die Genese
und Embryographie in Verbindung mit den immer neuen Immunitäts-Konflikten
überwacht. Das ist ein ständiges Geduldspiel. Unschwer ist aber
schon die komplexe, komprimierte embrionale Figuration des König-Fötus
im Ansatz erkennbar, von dem aber noch niemand genau weiss, wie er am
Ende wirklich konfiguriert , also mit welchen Talenten und Eigen- schaften
er am Ende ausgestaltet sein wird. Denn alles ist in Bewegung und kein
Prozess ist tabu. Das zentrale Management arbeitet pausenlos an den optimierten
Bio-Konstrukten, aber bestimmte Wachstumszeiten und Ent- wicklungen lassen
sich nicht verkürzen, denn es handelt sich ja hier nicht um tote
oder bloss theoretische Routinen , sondern alle Erkenntnisse müssen
ja untereinander vernetzt werden und das alles ist ohne Beispiel. Am Tage
unserer Besichtigung wurde uns dann eine besondere Freude zuteil. Denn
die Operateure drehten für uns die Lautsprecher an, die die akustischen
Zellen des Königs zum Klingen brachten. Sofort war ein lustiges,
buntes Gezwitscher, Singen, Brüllen und Gekrächze zu vernehmen,
dass vielleicht noch etwas schrill und kokophonisch klang, aber eindrucksvoll
und zur Freude der Macher zeigte, dass alles funktionierte. WIR beschlossen
diesen akustischen Genuss zur Jubelfeier, am 5.Jahrestag der Gründung
unseres Reiches, eine Stunde live zu übertagen.
WIR freuen uns
85
Geradezu
sprichwörtlich ist die Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit unsrer
Spitzenforscher, die ins Kolossarium berufen wurden und das gilt auch
für das grosse Heer, der weniger talentierten oder noch nicht richtig
gewürdigten Wissenschaftler an den Universitäten. WIR Eugeniker
sind die letzten, die an irgendwelchen Hierarchien des Geistes basteln
wollen, doch es ist nun mal so, dass in bestimmten Zeiten auch nur bestimmte
Talente gefordert oder erwünscht sind. Zu anderen Zeiten sind es
wieder andere. Zum Trost der dann und wann nicht unbedingt notwendigen
Eigenschaftler sei aber gesagt, dass ja niemand unersetzbar wäre
und auch die jeweilige Elite im Kolossarium einmal ermüdet und der
optimale Nachwuchs für uns zur Verfügung stehen sollte, der
in den Universitäten langsam heranwächst und dort nicht immer
nur als kleiner Handwerker des Wissens seinen Dienst tun muss. Ganz egal
aber, über welche Kapa zität diese Forscher, in der Vernetzung
gebrauchten Wissens, verfügen, ist ihnen fast immer besessener Fleiss
und Hartnäckigkeit zu eigen und so verbringen sie all ihre wertvolle
Lebenszeit zumeist in Labors und Büros oder sie streiten sich erbarmungslos
auf Kongressen, oft wegen allerkleinster und feinster Details ihrer Hypothesen
und Überzeugungen. Schlafen und essen stören dabei nur beim
Melken ihrer Gehirne. Ein Charakterzug, der geradewegs automatisch in
die ewige Abwesenheit und schliesslich zum Wahnsinn führen könnte,
besonders auch wegen dem Druck ihrer hohen Verantwortung, die sie im Zeichen
der Wahrheit, der Verteidigung ihrer wissenschaftlichen Werte und der
selbstlosen Eigenliebe, für die Gesellschaft zu tragen haben. So
erfahren sie ja täglich zwangsläufig Niederschläge oder
ihre eigenen Irrtümer, doch gerade diese Erkenntnis macht sie immer
härter , hartnäckiger und wider- standsfähiger gegen alle
Anfechtungen der Selbstgewissheit und masochis- tischen Seelenpein. Gelegentliche
Verirrungen ins Rotlichtmi lieu und Pornograhie sind entweder zutreffend,obligatorisch
oder bloss Gerüchte, das ist leider in Zeiten des Datenschutz noch
nicht genau zu sagen. Zum Beispiel wurde unter der Hand bekannt, dass
man nach dem Tod des sehr bekannten Theologen,Prof.Thielicke, in seinem
Nachlass auch so genannte schmutzige Porno-Hefte fand, was komischerweise
in theologischen Kreisen, offene Bestürzung auslöste, weil dies
als zutiefst unschicklich und pervers galt, besonders bei einem Mann des
Glaubens und der Kirche. Heinrich Mann wusste schon, was er tat, als er
den 'Professor Unrat' im 'Blauen Engel' einer Hure hörig werden liess,
bis zu seinem bitteren Ende. Altmodische Moralisten und Spiesser, die
hier ihren moralinen Zeigefinger lüften, verstehen halt nichts von
schwer arbeitenden Geistes-Tätern, die gelegentlich mal heisse Luft
ablassen müssen und verraten dabei nur ihre verkrüppeltes Gemüt
und sollten gefälligst dann auch ihre grossen Probleme selbst entwirren
oder nicht von Erfindungen dieser produktiven Pfadfinder profitieren wollen.
Also, gerade emsige Denker brauchen für ihren glühend heissen
Kopf, zur Entspannung und Abkühlung, hin und wieder einen richtig
irdischen Orgasmus, um wieder flott in der Birne zu werden. Nächtliche
Fressorgien und Heisshunger nach kompliziertester Arbeit sind dafür
nicht immer ein Ausgleich und führen nicht immer zur Erholung und
Beruhigung der Sinne. Auch nicht die Kommunikation mit den engsten Kollegen,
eher im Gegenteil, was ihre Hirne eher mehr und mehr zu Dauerstress und
Hitze reizt und die neurotisierenden Botenstoffe und Hormone keineswegs
ins Gleichgewicht bringt. WIR, die Eugeniker wussten diese Zusammenhänge
zu nutzen, um noch mehr aus den forschenden Kühen und Bullen herauszukitzeln,
damit ihre zerebralen Quellen nicht versiegten. So haben WIR in den angenehmen
Wellness-Oasen des Kolossariums Maschinen installiert, die den angestrengt
arbeitenden Wissenschaftlern sexuelle Befriedigung verschaffen. Ein Ort,
der ständig ausgebucht ist, obwohl WIR längst chemische Massnahmen
im Trinkwasser getroffen haben, die solche Triebe nicht nur drosseln,
sondern zum Erliegen bringen sollen. Denn die geschlechtliche Liebe, wie
auch immer praktiziert, ist nicht das, was wir gerne sehen. Dennoch fragten
WIR uns natürlich, ob man nicht langsam den Sexualtrieb auch mit
dem ebenso für Menschen obligatorischen Spieltrieb austreiben könnte.
Ein Punkt, der noch nicht abschliessend geklärt ist, weil wir noch
nach den dafür zuständigen genetischen Schaltern und Kanälen
suchen. Doch vorerst setzen wir auf den wechseitigen Antrieb , nahezu
zwanghaft kommunizierender und streitender Forscher, innerhalb ihrer Felder.
So haben WIR in einem Bildungsplan den wichtigsten Denkartisten in einem
ausgedienten, riesigen Eisenbahnhof, puritanische Arbeitszellen in zwar
ausgedienten, aber für die Arbeit modernisierte und mit entsprechendem
Komfort und Zubehör ausgestattete Waggons, zugewiesen, wo sie, vor
oder nach ihren Begegnungen und Streitigkeiten, wieder schnell in ihren
Elfenbeinturm entweichen können um dort ihren Eigensinn und ihre
Ideen voranzutreiben, oder wahlweise, auch mit den Zügen spielerisch
hin und her fahren können, um ihrer unbefangenen Lust zur Auseinandersetzung
mit den Kollegen frönen zu können. Das dient gleichzeitig spielerisch
auch der interdisziplinären wie intermediale Vernetnzung der ehemals
einseitig vereinsamten und isolierten Wissenschaften untereinander. Da
ergaben sich, in dieser psychisch äusserst knisternden und explosiven
Athmosphäre, grup- pendynamische äusserst ftuchtbare Effekte
für unser Fortkommen so sinnvollen Verkettungen benachbarter, ehemals
fast neurotisch sich ausgrenzenden Forschungsbereiche nahezu von selbst.
Gleichzeitig konnten neue Verbin- dungen in Form von mobilen Clustern
und wissenschaftlichen Nestern For- schungseinheiten, angebahnt und angehängt,
oder bei einsetzender Sterilität wieder abgekoppelt werden. Für
eine anhaltende und exessive Brüterqualität ist also gesorgt.
Unsere Wissenschaftler sind jetzt über die ganze Entwicklung ihrer
Infrastruktur und spannenden Umstände hocherfreut, ja, sie fallen
uns bei jedem Meeting geradezu begeistert um den Hals und verlangen nach
mehr solcher mediatorischen und organisatorischen Kunststücke unseres
Mana- gements, obwohl sie uns lange zuvor noch klammheimlich für
überflüssige Bürokraten hielten, die bei ihnen nur technokratische
Krusten erzeugen würden. Sie danken es jetzt mit einer sprudelnden
Fülle innovativer Doktor- arbeiten. Irren ist bekanntlich menschlich,
aber das ist bei uns nicht mehr staatlich verordnet.
WIR tun alles für unsere Bildung
86
Nach
unserer Informationsdoktrin wird alles neues Wissen auf die Waagschale
der zentralen Werte-Komission gelegt, ob es den idealen Mess- und Integrations-Werten
der EU-Genik entspricht. Um eindeutige Ergebnisse zu gewinnen, ziehen
alle Forscher, Kreativen, Analytiker, Profiler, Manager und Logistiker
an einem Strang. Nichts bleibt uns verborgen. Nichts wird unfertig abgelegt.
Alle Gutachten werden dreimal von anderen Instituten überprüft
und gegen geprüft. Am Ende steht gegebenenfalls , von Fall zu Fall,
der Wahrheits-Test am lebenden Objekt. Bei Erfolg winkt die Ehrung das
Ergebnis im Kolossarium als <PLUS>Wert registrieren zu lassen. Mit
gleicher Gründlichkeit wurden die gesamten bestehenden, analogen
und digitalen Sach- und Begriffs-Welten unserer Erkenntnisse seit der
Steinzeit, noch einmal nach neuen Befunden und Möglichkeiten durchforstet
und nach heutigen Standards analysiert, bevor sie in unseren Archiven
und sonstigen Speichermedien aufbewahrt werden. Alle Hypothesen, Sagen,
Überzeugungen, Geschichten, Gesetze usw., die dabei durchgefallen
sind, werden als <MINUS>Werte für immer, ohne Bewährung,
stigmatisiert, damit sie keinen Schaden mehr anrichten können. Unsere
Wissens-Gesellschaft duldet kein zweifelhaftes, strittiges oder mehrdeutiges
Wissen. Die permanente Unruhe und der Sturm im Wasserglas,
wichtigtuerischer Eliten ,aus primitiver Streitlust, oder
aus Gründen der Konkurrenz, Eifersucht und unlösbarer Widersprüche
aller Fachgebiete, wie sie früher aus Trotz und Scharlatanerie ständig
die Menschen gepeinigt hat, erledigt sich somit von selbst oder wird mit
Hungerkuren bestraft. Denn entweder ist eine Hypothese 100% richtig oder
sie ist falsch. Die Wahrheit kennt keinen Kompromiss. Bleibt auch nur
ein kleiner Rest von Zweifel, so ist die Hypothese verderblich und wird
ohne Ansehen der befür-wortenden Person in den <MINUS>Werte
versenkt. Diese Entscheidungen sind unwideruflich. Neben den wissenschaftlichen
Profis in allen Leitstellen unserer Leitkultur bekommt auch jede einfache
Person Aufgaben zur eigenen Weiterbildung und zur solidarischen Mitarbeit
am gesamten Staatsprojekt zugeteilt. Auch nicht systematisch forschende
Menschen können ja wichtige Erkenntnisse machen. Selbst scheinbar
zufällige oder flüchtige Beobachtungen können zu bahnbrechenden
und noch gerechteren Schlussfolgerungen führen. Hinweise, Anweisungen
und Tips für die Laienforschung sind im Internet runter zu laden.
Beispielsweise: Prüfen Sie in Ihrer Umgebung das Verhalten und die
Moral Ihrer Nachbarn auf Merkwürdigkeiten und melden Sie es uns sofort.
Oder beobachten Sie Ihre Haustiere und Pflanzen, im Vorgarten oder Fensterbrett,
methodisch und regelmäßig nach Auffälligkeiten, Potenzen
und Krankheiten .Oder schreiben Sie uns ganz einfach, was Ihnen gefällt
oder auch nicht und nennen Sie uns Gründe dafür. WIR fordern
jeden auf, unermüdlich, in seiner arbeitsbefreiten Zeit, in allen
materiellen und virtuellen Welten, auch nach dem Träumen im Schlaf,
nach eventuell noch unbekannten und noch nicht von uns bewerteten Phänomenen
Ausschau zu halten und sie u.a. in: Logbüchern , Tagebüchern,
Bildern und Prototokollen festzuhalten und so für uns kostbare und
authentische Rohmaterialien und Ressourcen für die professionelle
Wahrheitsprüfung vorzusortieren. Dabei können WIR wertvolle
Zeit für unsern KLON-Staat gewinnen und die Netze unserer Werte immer
direkter, wirksam zusammen ziehen. Es sollte sich bei jedem Bürger
die Zuversicht verfestigen, dass bei uns keine noch so winzige Erkenntnis
verloren gehen darf, um Gewissheit und Ansehen unseres Welt-Bildes zu
optimieren. Noch werden die Strafen für das Wegsehen und Übersehen
für hier abseits stehende Ignoranten und Gleichgültige, pädagogisch
sanft gerichtet. Robustere Maßnahmen stehen auf der Agenda. So soll
es und so gibt es kein Geistessterben mehr wie früher, wo sich nur
die Gedanken der vermeintlich grossen und wichtigen Personen fortpflanzen
durften, so, wie es im wilden Tierreich auch durch die Hackordnung von
oben nach unten geschah.Das Durchsieben der Ideen auch von schlichteren,
untrainierten Zeitgenossen, kann gelegentlich 'Goldkörner' zu Tage
fördern. Jedenfalls wollen WIR nichts unversucht lassen, unsere Welt
zu verbessern und vor vermeidbaren Schaden zu schützen. WIR schliessen
zunächst nichts aus, sondern WIR schliessen alles ein, bevor es auf
Herz und Nieren getüvt wird. Nicht zuletzt sind diese Methoden
der universalisierten und unerbittlichen Wahrheitssuche, die Frucht unserer
polymorphen Bildungs-Gesellschaft. Sie stärkt den Ernst und die solidarische
Verantwortung, nicht nur gegenüber den glücklich geborenen,
sondern gegenüber allen Glück suchenden Teilhabern unseres Staates.
Insgesamt sind WIR jetzt auf allen Ebenen und Fronten erfolgreich und
unbeirrt in voller Fahrt auf dem richtigen Weg zum glücklichen Ende
unserer Sehnsüchte. Alle Resultate sprechen eine klare Sprache,für
die Richtigkeit der eugenischen Auslese und Vintage.Ein besondere Attraktion
bietet die Präsentation unserer Werte in unseren zwei klassischen
Effizienz-Museen: 1.dem <Plus>Museum und 2.dem <Minus> Museum.
Denn erst in dieser museologisch strukturierten und kompakten Form , erkennen
WIR unsere Welt und wissen WIR, was wahr ist und was WIR geleistet haben
oder was gut oder schlecht für uns ist. In allen Städten über
300000 Einwohner stehen mittlerweile die zwei richtungsweisenden Museen.
Gehen Sie erst ins <Minus>Museum und anschliessend ins <Plus>Museum,
dann wird sich Ihnen der Reichtum unserer Regelwerke sofort erschliessen.
In beiden Museen sind die entsprechenden Werte übersichtlich geordnet,
anschaulich visualisiert und werden von eugenisch geschulten Präsentatoren
in Wort, Bild und Film begleitet, ohne tote Winkel oder hierarchische
Plazierung der einzelnen Stücke. Denn <Minus> ist <Minus>
und <Plus> ist <Plus> und nichts anderes, ohne Unterschied
des Ranges oder sonstiger subjektiver Vorlieben der Präsentatoren.
Nicht nur die Menschen, sondern auch unsere Werte wollen gleich und gerecht
inszeniert sein, wie alles in unserer Welt. Sie werden mit unseren Werten
und Unwerten niemals allein gelassen, das ist versprochen und Gesetz.
Nachdem sie beide Museen durchschritten haben, werden sie zwar noch kein
neuer Mensch sein, das kommt noch, aber endlich so eingestellt sein, dass
sie nicht mehr irren und in die Fallen trügerischer Wahrnehmung tappen
können. Wie sehr man sich in der Betrachtung der Welt irren konnte,
haben unsere Vorfahren auf immer skurilere Art vorgemacht, bis WIR die
alten Bibliotheken und Museen, als Hort ständiger Brandstiftung und
Dummheit identifiziert und eliminiert haben. Das war ein harter Prozess,
aber nach einer Weile des Gestanks waren alle Vorbehalte und Widerstände
gegen unsere reinigende Kultur gebrochen und vergessen. WIR atmeten auf
und der freie Blick und das weltoffene Denken gehören jetzt zu unseren
stolzesten Errungenschaften. Bereits Jahre zuvor hatten WIR uns auf eindeutige
Maximen in der Bewertung unserer Ziele geeinigt und die entsprechenden
Normen und Gesetze in einem Kataster verabschiedet. Es waren die Grundlagen,
die im wesentlichen die Gleichheit und die hybride Vernunft in unserem
kommenden KLON-Reich, Schritt für Schritt, begründet, vorbereitet
und sanktioniet haben. In den Museen geschieht Bildung und Weiterbildung
in seiner schönsten und eindruckbvollsten Form und ihre aufklärerische
Funktion für Moral und Fortschritt, ist nicht hoch genug einzuschätzen.
Besonders die Effekte, die das <Minus>Museum hinterlässt sind
von der alten Welt immer übersehen worden. Und so kam es auch, dass
in den üblichen reaktionären Museen von damals, statt lebensnotwendiger
Kritik nur Illusionen und Schönfärberei konserviert unde prämiert
und der jeweiligen Systemerhaltung untergeordnet wurden.Viel- und mehrdeutige
Aussagen über Gott und die Welt, also solche mit dem
schwachen, undeutlichen Charakter des: "sowohl als auch", oder
des: "teils teils" werden jetzt aussterben und werden das Vertrauen
in unsere Welt nicht mehr beschädigen. WIR sind selbstsicher geworden.
Zug um Zug haben WIR die gesetzlichen Koordinaten immer enger geschnürt,
bis nur noch die nackte Wahrheit übrig blieb.
Wir haben die wahren Werte
87
Sie
werden jetzt vielleicht noch fragen, was ist denn mit dem Geld und seinem
Wert? Nun das ist schnell gesagt. Es gibt es nicht mehr in der alten Form
der Ausbeutung und nahezu wahllosen Bereicherung einiger weniger, aber
auch des Staates selbst, zur korupten Finazierung ihrer politischen Spielsachen.
WIR haben Steuern und närrische Gehälter abgeschafft, genauso
wie die Börsen und den kriminellen Wert-Papier-Händel der Linker,
Zinker und Stinker. WIR haben die Geld-Scheine einfach verbrannt und das
Münzgeld eingeschmolzen, denn verkommen lassen WIR natürlich
nichts ,und dann durch die Plastik-Währung ersetzt und somit endlich
alle Banken und Versicherungen entmachtet, aber natürlich auch die
Parteien, die die Gelddruckmaschinen in ihren Besitz gebracht hatten und
sich selbst damit finanzierten und den Markt mit den betrügerischen
Zerrbildern von Besitz und Haben asozial anheizten: Gegen unser aller
Wohl. Oft blieb da nur der Alkohol. Das ist vorbei. Wir brauchen keine
Tresore mehr für unsere elementaren Bedürfnisse. Anstelle der
Rathäuser und sonstiger parteihöriger Ämter haben wir überall
die perfekten Parallel-Rechner installiert, mit den hinlänglich bekannten
drei Eingabefeldern, für die Ausgabe des jeweils monatlich zustehenden
Betrages zur freien Verfügung.1. Eingabe des Namnes, 2. Geld für
die Ausgabe und 3. Belehrung über die Richtigkeit des errechneten
Betrages. Nach dem Drücken der drei Eingabefelder, in der gegebenen
Reihenfolge, rollt das Plastikgeld aus den Speichern in das Fangbecken,
wie bei den früheren Geldspielautomaten. Irrtümer und irgendeine
Form von Verschwendung sind ausgeschlossen und jedenfalls bis jetzt nicht
bekannt. Wir sind so sparsam.
Wir besorgen einfach alles
88
Die
früheren Krankenhäuser haben WIR , nach und nach, zu Klon-Werkstätten
umgewandelt.Dort werden zwar noch die üblichen Kranken eingeliefert
und auch behandelt, aber bei parallel ablaufenden Gen-Tests, überprüfen
wir zusätzlich auch ihr Immunverhalten, ob sie in irgendeiner Weise
für unseren Klonbetrieb neue Anregungen geben könnten und ob
die Patienten, bei Bedarf auch die laufend schwindenenden Materiallager
perfektionieren könnten. Bei einem diesbezüglichen Eignungstest,
zur Erkennung seltener und wertvoller Eigenarten ihrer Genome, werden
sie unverzüglich als bevorzugte Spender für die Optimierung
des König-Klon-Projekts reserviert. Jeder Klient mit den entsprechenden
Referenzen, dem diese Ehre widerfährt, darf auf dem Opera-tionstisch
festgeschnallt werden und dort im paradiesischen Rauschzuzustand versetzt,
in die ewigen Kreisläufe der EU-Genik eingespeist werden. Er tut
dies freudig und in solidarischer Nächstenliebe, der Menschheit so
einen ein- zigartigen Dienst zu leisten, bevor die Chirurgen mit ihrer
präzisen Schnei- dearbeit beginnen ihn zu zerlegen und nach allen
Regeln unserer Wer- tesysteme zu archivieren. Seine Gaben wie auch immer,
werden in der Klon- welt, als Teil des König-Klons wohltätig
und ewig weiterleben. So geadelt, darf er überglücklich und
stolz sein, mit seiner Hingabe so fundamental geehrt zu werden. Seine
Gloriole wird tief in unsere Werte-Gemeinschaft hinein erstrahlen, solange
er noch atmet. Er weiss seine Auszeichnung zu schätzen, nun der alten,
dekadenten Gesellschaft ein Stück weiter aus ihrem Gefängnis,
der angeborenen Ungleichheit helfen zu dürfen. Jeder wäre nur
zu gerne an seiner Stelle, denn tief sitzt der beklemmende Makel ,den
uns die wuchernde Natur mit gegeben hat. Selbst WIR, die erfahrenen Helfer
aus der Dauerkrise eingefahrener Ungerechtigkeiten ,durch die von der
Natur ungleich verteilten Talente, bereitet es immer wieder eine besondere
Genugtugung, bei all diesen speziell Auserwählten, die Aura des Glücks
am Bildschirm miterleben zu dürfen. So pflegen WIR sie, die besten
unserer Besten, mit allen exotischen Lustbarkeiten und sexueller wellnes,
zu belohnen, bevor ihr untrans- plantierbarer und unbrauchbarer Rest dann,
kompostiert wird und so seine letzte Ruhe findet. Dies ist doch die schönste
Ehre, unter allen Ehren,die ein Mensch je erfahren darf, sich aufopfernd
so im Volkskörper einzubringen und einzugehen. WIR werden diese wertvollen
Menschen nie vergessen. Ihre prachtvoll gerahmten Portraits zieren die
Flure der Klonhäuser zum Angedenken und Ansporn für die nach
ihnen kommenden Spender. Dies ist uns kein heuchlerisches Tun und billiges
Dankeschön, sondern WIR meinen es ernst, ohne billige Sentimentalität.
So soll ihr leuchtendes Vorbild all den späteren Heilung suchenden,
den heroischen und möglichen Weg zum ewigen Licht in unsere noch
unfertigen Welt weisen. WIR wollen nicht mehr, wie einst in den alten
Reichen, die Chancen leichtsinnig vertun und die Menschen, in der Schulung
und Bildung, in den wichtigsten Fragen der eugenischen Gesundheit, geistig
und praktisch unterbelichtet zu belassen. In den Klonhäusern werden
angehende Chirurgen, methodisch mit dem nötigen Knowhow ausgestattet,
um unserer Gesellschaft in den Klonier-Berufen nützlich zu sein.
In speziellen, akustisch und optisch abgeschirmten Studier- und Übungsräumen
der Klonhäuser dürfen sie, unbefangen und ohne Angst vor bekannt
werdenden Kunstfehlern, die ersten technischen Schritte und Schnitte an
lebenden Objekten verrichten: Übung macht den Meister, dies Devise
ist bei uns besonders angesagt. Zu diesem Zweck wurden in den vergangenen
Jahren massenhaft Retro-Babies von Leihmüttern geboren, die als diverse
Halbklone nun auf Abruf in Internaten bereit stehen, um Lücken in
den Arbeitsprozessen zu füllen oder besonders gefährlich und
tödliche Arbeiten in Reaktoren, unter Tage, oder in der robusten
Bekämpfung von Querulanten, auszuüben, - aber eben auch, um
für die Übungs-Operationen in den Klonhäusern als Objekte
medizinischer Praxis jederzeit zur Verfügung zu stehen. Ihr genetisch
durchweg freunlicher und devoter Charakter, ermöglicht ihre relativ
reibungslose Integration in unsere, von alters her, noch geschlechtlich
gezeugte Population. Spannungen, Rassismen oder Ablehnung als Identitäts-Reflex
sind von unseren weitsichtigen und klugen Psychologen ausreichend stigmatisiert,
obwohl die Halbklone körperlich und geistig, gelegentlich durch unerklärliches
Gemurmel und etwas befremdliches, mantrahaftes Gebahren vielen auf den
Geist gehen. Aufruhr und Terror nehmen aber stetig ab. Ein schöner
Erfolg unserer täglichen und unermüdlichen Gehirn-Wäsche
und Gewohnheits-Dressuren, mit automatischer Ausgrenzung böser Spinner
und Spalter.
Wir gehen nach vorn
89
Ein
Disput entstand darüber,welche Hautfarbe der Königs-Klon und
damit unsere neue Einheitsrasse,also die genetische Summe aller Rassen
sein sollte und das Ende der vielen, bunten Rassen auf der Welt bedeuten
sollte, die die Evolution in tausenden von Jahren hervorgebracht hatte,
hauptsächlich als Folge sehr unterschiedlicher Klimabedingungen.
Später gäbe es das nicht mehr und der Triumph unseres
Willens wäre der sichtbare Erfolg in die richtige Richtung
unserer optimierten Multi-Mono-Rasse: "Machet Euch die Erde unter
tan", das war einst ein frommer Wunsch ,der jetzt eingelöst
wird. Die Auflösung der einzelnen Rassen und das einheitliche Verschmelzen
aller ethnischen Differenzen, ist die logische Konsequenz der EU-Genik
und ganz nebenbei ein Akt des Friedens und das Ende aller Kriege, wegen
irgendwelcher, ungerechter und willkürlicher Unterschiede im Sein,
Wollen und Werden, aller menschlichen Werte. Doch bevor das kommt, müssen
WIR noch ein paar Hausaufgaben machen und uns entscheiden, welche Hautfarbe
unsere Anthro-Bio-Logen auswählen sollen, uns zu schmücken.
Ja, nur zu schmücken, denn einen klimatischen oder sonstigen Grund
gab es für die Hautfarbe nicht mehr. Doch, wer hätte es gedacht,
da wurde auf den Kongressen nicht nur mit Worten gestritten und es schien,
als wenn alle politische Arbeit den Bach runter gehen würde. Denn
bei dieser Frage drohte unsere Gesellschaft wieder in alle möglichen
Gruppen zu zerfallen und eine Einigung fast nur noch mit Gewalt erreichbar
zu sein. Jede Rasse glaubte die auserwählte zu sein oder aus erzieherischen
Gründen das Vorschlagsrecht für sich gepachtet zu haben und
begründete dies so oder soo, entweder mit geschichtlichen Hypothesen
über eine angeblich ursprüngliche Urwüchsigkeit oder mit
einer zivilisatorischen Überlegenheit oder mit dem Schneewittchen-Schönheits-Faktor
oder mit den demokratischenMehrheits-Verhältnissen oder mit weltoffenen
Anti-Diskrimimi- nierungs-Pflichten oder mit Rasse-Reinheitsgeboten oder
mit ästhetischen, religiösen oder moralischen Wahnvorstellungen
oder mit ökonomischen,öko logischen oder volks-swirtschaftlichen
Produktions-Faktoren usw. Der erbitterte Streit wollte kein Ende nehmen
und hätte beinahe unser universelles Projekt zu Schrott und Asche
gefahren,denn all diese einzelnen Vorschläge,Ansprüche und Argumente
erwiesen sich als hantomartige Nachgeburten eines als überwunden
gegoltenen Streit der Kulturen und in allen Fällen, an Haut und Haaren
populistisch herbeigezogen mit der von alters her bekannten, profil- neurotischen,
Oberlehrer-Qualität, aus dessen Reihen zuletzt der ohnmächtige
und sterile Vorschlag kam, man sollte doch einfach alles laufen lassen
und einfach akzeptieren welche Farbe im Zufalls-Generator oder als die
Summe aller Farben, dann zustande käme, auch wenn die einer Farbe
gliche, die die Maler als Schmutzfarbe bezeichneten. Dies war ein gefährlicher
Punkt in der Diskussion, der einer unbewussten Katharsis glich und zeigte
, dass WIR höllisch aufpassen mussten, nicht die Fäden aus der
Hand zu geben und der reinen Willkür wieder schändlich Tür
und Tor zu öffnen, was doch niemand ernsthaft wollen sollte. Die
Dermatos aus dem Kolossarium drängten zur Eile, weil sie endlich
wissen wollten, welche Nuance aus dem Farbenatlas nun für Haut und
Haare uns für immer zieren sollte. Ideologen, Gauner und Moralesel
missbrauchten aber noch immer das zerrissene Meinungs-Bild als Spielwiese
für ihre eitlen Selbstdarstellungen und es zeigten sich wieder einmal
die alten individualistischen und rechthaberischen Erbkrankheiten der
Vorfahren, die ihre beliebigen Ansichten, hinter pluralistischen Scheingefechten
zu verstecken suchten und damit bewiesen, wie hartnäckig ,konservative
Verhaltensmuster noch immer in den Hirnen wüten können. Bei
diesen kindischen Ausei- nandersetzungen soll ein Pole einem Sudanesen,
nach einem hitzigen Wortgefecht, mit einem Faustschlag das linke Auge
zerquetscht haben, mit dem Ergebnis einer Saalschlacht, aller gegen alle.
Die Identifikation der Leute mit ihrer jeweiligen Farb-Haut drohte die
Solidarität und den Zusammenhalt zu kippen. Und dabei versuchte jeder
dem anderen vergeblich dumpfen Ras- sismus oder völlig irre Schuldkomplexe
anzudichten, mit der wechselseitigen Androhung heiliger Kriege und dem
Ausstieg aus der EU-Genik. Die immu- nologisch angeborenen und zumeist
verdeckten und vesteckten Rassismen lagen wesentlich tiefer, als es unsere
Psychologen voraussehen konnten, denn sie litten nicht unter diesen irrationalen
Skrupeln. Der Haut-Farben-Streit wurde zwei Jahre lang erbittert geführt
und landete, wie sie wissen, schliesslich vor dem grossen Stammtisch der
Nationen und endete dort wie das berüchtigte Hornberger Schiessen
im ohnmächtigen Aus. Doch manchmal entwirren sich die hartnäckigsten
Knoten scheinbar von selbst und der rettende Gedanke beflügelt gleichzeitig
alle verstockten Gehirne im Augenblick höchster Not. Es war wohl
ein mexikanischer Bauer ,der als gemeinsame Farbe, ein trans- parentes
Flaschengrün ins Gespräch brachte, das alle auf einmal wundersam
akzeptierten, wohl, weil diese Farbe niemanden als Winner oder Looser
auswies und sie zuvor noch nie einen Hominiden ausgezeichnet hatte. Dieser
Farbton wird nunmehr als Haupttreffer dem Königs-Klon als Grundton
in das Stammhirn eingeschrieben und einheitlich und verbindlich unsere
zukünftige Rasse als homogenen Mono-Stamm, auch äusserlich ausweisen.
Der Streit war zu Ende und alle identifizierten sich fortan, in froher
Erwartung, mit dieser wundervollen Gemüsefarbe.
WIR werden alle #00DC00
90
Vor
dem Hautfarben-Streit unkten viele vage vom "Krieg der Kulturen",
doch WIR wissen es längst, der "Zusammenbruch der Kulturen"
war längst ein- getreten und brannte, in und von allen Himmelsrichtungen,
in allen Popu- lationen und die Eingrenzer und Ausgrenzer kämpften
wie die Kesselflicker um jede Stimme. Es fehle an echtem Multi-Kulti,
hiess es und daher wurden alle Völker zum Treck kreuz und quer durch
die Welt zu uns eingeladen, um endlich irgendwann und irgendwo zur Ruhe
und Wohlstand zu kommen. Aus Mangel an Aufmerksamkeit aber und wütend
über die man- gelnden Aufnahmebereitschaft der ansässigen Bürger,
wüteten die entwurzelten Völker auf den Strassen und irgendwo
brannte es immer und irgendwo wurde immer jemand zusammen geschlagen und
irgendwo kam es immer zu kriminellen Exzessen. Prostitution und Rauschgifthandel
sorgten für kurzfristige Verbrüderungen und Integration, freilich
nur in Rauschlänge. Doch die Politiker waren es zufrieden, weil sie
nun endlich gebraucht wurden, oder sich das jedenfalls einbildeten. Sie
redeten fleissig über Moral und Anstand um die Wette und hakten die
marodierenden Verhältnisse auf ihren Stammtischen im Fernsehen ab,
ruhelos, ja schlaflos, ohne sich die Zeit zum Nachdenken zu gönnen,
denn, sie waren, bei Gott, ja viel zu beschäftigt mit wohlmeinenden
Predigten ans undankbare Volk, und mit dem Erfinden neuer Bedeutungen
für alte Wörter, die sie den Bürgern cool vor die Füsse
warfen, um sie sanft einzuschläfern. Die geniale Absicht dabei war
aber stets, es sich mit den unzufriedenen Wanderarbeitern nicht zu verderben
und gleichzeitig, sich mit den aufgemischten und genervten Opfern nicht
die Hände schmutzig zu machen. Doch dieses Doppelspiel hatte seine
Tücken, bei aller gelassenen Weltoffenheit und offenherzigen Ermunterung
der Geister zu Frieden und seligen Genossenschaft, kam es immer wieder
zu Exzessen mittelalterlicher Unsitten, weil diese armen Teufel,Abenteurer
und Desperados, mehr und mehr gutes Geld und bessere Jobs einforderten
und unverhohlen drohten andernfalls alles nieder zu brennen. Unsere mutigen
Politiker so, als wenn sie das nicht gehört hätten, denn das
klang ja nicht nach schmuckem Multikulti, sondern nach direkter Nötigung,
nach oft illegaler Einreise. Das war zwar nicht der Krieg der Kulturen,
aber bereits mehr, der Krieg ohne Kulturen. Und wo das endet, konnten
die Abendländer, bis weit in den Süden, wie im nahen und fernen
Osten, täglich im Fernsehen geniessen. Nun war öfters von einem
starken Ruck und noch stärkeren Zuck die Rede, doch die Landsleute
wussten nicht wo, wann und wem der Ruck gelten sollte und wo der Zuck
endlich zucken sollte. Es war doch längst alles gesagt und alles
getan, so dass die Optimisten annahmen das gelte alles den Berufspolitikern
selbst und ihren Hofschranzen und nicht den Bürgern ohne Uniform.
Doch das war ein Irrtum und in geheimen Zirkeln wurde in Bürgerforen
überlegt, wie man diese demokratischen Heuchler und Werte-Gestalter
endlich los werden könnte und warteten auf ein reinigendes Wunder.
Was dann geschah, war kein Wunder, sondern der offene Ausbruch sozialer
Destruktion. WIR alle haben es erlebt und es blieb uns, den EU-genikern
nur die Pflicht , anschliessend die Strassen vom Blut,Gift und Dreck zu
säubern, die zerschossenen Häuser wieder aufzubauen, den beissenden
Gestank los zu werden und vor allem die vielen Toten zu bestatten, denn
es drohten epidemische Kathastrophen, wie immer schon in der Geschichte
der Menschheit. Das Chaos war gross. Und dabei fühlten WIR uns doch
noch jüngst so tief geehrt, den Kulturflüchtlingen helfen zu
dürfen. Und dann DAS. Waren WIR nicht die Weltmeister der Moral?
War nicht viel vom wahren Geist des Exorzismus in uns, der uns befähigte,
auch den allerteuflischten Pferdefuss mit Stumpf und Stiel auszurotten?
Haben WIR nicht alle Anfechtungen locker abgeschüttelt, bevor, wie
aus heiterem Himmel, alles zu Bruch ging? Waren WIR nicht lange genug
die schwarzen Schafe unter allen Weissen in der Welt? So und ähnlich
waren die ohnmächtigen Schlagzeilen nach den Wirren, bis WIR, die
weisen Eugeniker den Staat in die Hand nahmen und für die Überlebenden
sorgten. Dennoch ketzerten bald wieder die anarchischen Kubaner und ähnlich
hirnlose Vandalen: Die Zugewanderten wollten sich in Wirklichkeit garnicht
klonen lassen, wie WIR es beschlossen hatten , und sie wollten immer nur
ernten wie die Vögel, aber nicht säen, und sie würden sich
sofort wieder davonmachen, wenn WIR mal ihrer Hilfe bedürften. Das
war ein wunder Punkt, doch WIR wollten auf keinen Fall auf ihre so schön
kunterbunten Gene verzichten und opferten gerne etwas Ordnung und Hammelfleisch
dafür, bis WIR unsere Hybrid-Kultur so weit gebracht hätten,
dass wir auf dieses Volk verzichten können und Fehler von gestern
und vorgestern, mit allen angeborenen Erbfehlern der Vorzeit, unumkehrbar
aus unseren Matritzen gelöscht und abgeschüttelt haben würden,
wie ein Hund seine Flöhe. Wir sind eben soverän und WIR haben
genug Selbstbewusstsein getankt, um jeder Herausforderung angstfrei zu
begegnen. WIR, die Begründer der EU-Genik freuen uns also über
den verdienten Zugewinn an quellfrischen Genen unserer Migranten und das
macht uns higher and higher. Zwar sollten WIR nicht den faschistoid angemachten
Oswald Spengler wieder aus der 'faustisch' abendländisch versunkenen,
rechten Versenkung zerren, aber ein Zitat von diesem Cäsaristen
klingt für uns, die Retter des Abend-Landes, sehr vertraut, zuversichtlich
und fast unheimlich heimatlich: '..starke Begabungen durch Zucht und Züchtung
zu selektieren...'. Ja, selbstverständlich ,das wollen WIR ja auch
und eigentlich noch wesentlich radikaler: WIR wollen starke Gleiche, durch
Zucht und Züchtung optimiert und in vielen Stufen sauber selektiert.
Und dafür brauchen WIR eine grosse Auswahl Bio-Ware, auch oder gerade
aus wenig dekadenten Refugien der Zivilisation. Der schwere Knacks der
Kulturen draussen, hat uns Tür und Tor weit öffnen lassen, denn
nach schier endlosen Verwirrungen und Kriegen, war die Zeit reif für
unseren grossen universalen Auftrag: die Sehnsucht nach Gleichheit, Brüderlichkeit
und Einheitlichkeit zu stillen, denn WIR haben den Blick auf das Wesentliche
nie verloren und auch nicht den nötigen Biss. WIR schaffen die Wende
und das dicke, glückliche Ende.
WIR sind Homo-Gen.
91
Gründlich
denkende Menschen werden sich schon jetzt Gedanken darüber gemacht
haben, wie der unmittelbare Übergang von unserem Alt-Menschentum
zur omnipotenten Klon-Rasse technisch erfolgen soll. Eigentlich geht es
dabei nur um die Frage, wann die Klone aus ihrem embryonalen Larvenstadium
herausgewachsen sind und die Geschäfte und überhaupt alle Funktionen
des gesamten Staates übernehmen können. Nach internen Schätzungen
brauchen unsere Klone dafür etwa 15 Jahre, bis ihr Sensorium und
ihr Korpus, das aedulte Reifestadium erreicht haben. Das ist dann exakt
der Zeitpunkt, an dem WIR endlich in die Klonautomaten eingelassen werden
dürfen. WIR sorgen für den richtigen Zeitpunkt,denn ein falsches
Zögern oder Frühchen-Geburten könnten die Ernte verpilzen
und Fäulnisschäden verursachen, die WIR tunlichst vermeiden
müssen. Zwar ist unsere Klon- Brut natürlich gegen alle nur
erdenklichen, Keime und Krankheitserreger immunisiert und voll resistent,
wie die Immunologen im Kolossarium beruhigend ausführten, aber es
gibt nicht die alllerallerletzte Gewissheit, dass nicht doch von irgendeiner
unerwarteten Stelle, das Brutgeel durch die noch waltenden Wilkür-Umstände
der alten Natur angegriffen,infiziert oder verunreinigt wurden.Sei es
durch verschmutzte Pipetten, den Atem oder sonstige Umweltgifte in Luft,Wasser
und Erde.Im Gegensatz zum 15-jährigen, relativ langen Zeitraum des
Reifungs-Prozesses besteht die Zeit der absoluten Reife und in einem relativ
winzigen, etwa nur 3-tägigen Zeit-Fenster, in dem dann die Versorgungssignale
der Brutanlagen in den dafür genutzten ,überflüssig gewordenen,
Kasernen abgeschaltet werden müssen und die Klone sofort selbstständig
,über GPS-Steuerung, automatisch unsere ehemaligen Plätze in
der Welt einnehmen, die WIR kurz zuvor verlassen haben. Die Staffette
muss reibungslos und fliessend erfolgen. Wir wissen, dass diese Infos
nicht ganz vollständig sind, aber aus Interesse an einem organischen
Wechsel der alten Welt in die neue KLON-WELT ist eine gewisse Geheimhaltung
unbedingt notwendig. WIR wollen kein unnötiges Risiko eingehen und
eine menschliche Stampede kurz vor der Klonzündung, weg von den Klonautomaten,
muss natürlich verhindert werden. Das muss jedem einleuchten. An
den Klonautomaten vor den Kasernen wird bereits zügig gearbeitet
und wir können auf die Fragen mancher hystherischer Zeitgenossen
nichts sagen, die gesehen haben wollen, dass unter den Fundamenten der
Klonanstalten mächtige Stollen in die Erde gebaggert werden und mit
einer cyanblauen und seltsam parfümierten Flüssigkeit besprüht
wurden, die bei manchen Arbeitern angeblich, bedrohliche Krämpfe
und bis zu scheintot ähnlichen Anfällen geführt hätten.
Wir bitten Sie inständig diese erlogenen Märchen schnell wieder
zu vergessen, denn aus ihnen sprechen nur die, den Kubanern nahestehende
Terroristen, die nichts unversucht lassen,unsere Tatkraft zu schwächen
und hemmungslos Angst und Streik zu schüren. WIR alle, stehen vor
dem endlichen Ende der alten Geschichte und die herrliche Zeit beginnt
in absehbarer Zeit. Alle werden wir auferstehen als Klone,gesättigt
mit unseren gesamten Talenten und darüberhinaus mit absolut neuen,
überraschenden Fähigkeiten der körperlichen und mentalen
Motorik, die unserer Wissenschaftler für uns entdeckt und über
den Königs-Klon schliesslich auf uns alle übertragen werden.
Die Vorfreude wächst und bald beginnt die prophezeite Ewigkeit und
das Glück unter uns Gleichen. WIR können es kaum erwarten und
es bleibt uns die schöne Pflicht, unmittelbar vor dem Einmarsch in
die Klon-Automatik, bei den Einwohner-Meldeämtern unsere Daten nochmals
überprüfen zu lassen, um keine Löcher in die funktionalen
Netztwerke zu reissen, bevor dann unsere Klone diese Daten und die gesamte
Verwaltung übernehmen werden. Der gesittete Einmarsch in die neue
Welt beginnt mit den amtlich vorgeschriebenen Algorihmen und ein jeder
sollte so lange warten, bis sein Name in grüner Leuchtschrift über
dem Tor des Klonautomaten aufleuchtet. Er sollte dann sofort mit geschlossenen
Augen eintreten ,auf die Rutsche treten und warten bis die lustige Prozedur
vollzogen ist. Im gleichen Augenblick wird dann auf der anderen Seite
des Gehäuses eine Tür aufgehen und ein Klon das Licht der neuen
Welkt erblicken. Dieser HAPPY DAY wird durch Glockenläuten von Kirchen,
Minaretten und sonstigen markanten Gebäuden eingeläutet und
von Donnerschlägen unserer Tonmeister künstlerisch begleitet,
bis auch der letzte Alt-Mensch, im süssseligen Rausch auf der Rutsche
abgefahren ist. Wenn WIR dieses herrliche Bild jetzt vor Augen haben,
begreifen WIR den ganzen Stolz und Zauber unserer weisen Staats-Lenker,
die zusammen haben wachsen lassen, was ursprünglich getrennt und
in Krieg und Eigennutz dahin vegetierte.
Wir singen: OH HAPPY DAY,OH HAPPY...
92
Vielleicht
zweifelt der eine oder andere an unserer Glaubwürdigkeit , WIR würden
uns selbst nicht, an unsere Grundsätze halten, die WIR von unserem
verehrten Volk verlangen. Besonders dann, wenn WIR es noch immer für
nötig halten, uns mit der List verabreichter Orden der Gunst besonderer
Leis- tungsträger versichern zu wollen. Zugegeben, ein alter Trick,
um sich Menschen gefügig zu machen und von der Aura solcher verdienter
Menschen etwas ab zu bekommen. Dies sei aber ein grosser Verrat an useren
brüderlichen und schwesterlichen Genossen, weil dadurch Werte-Hierarchien
bestätigt oder neu begründet würden, die eine Abkehr vom
absoluten Grundsatz der Gleichheit und gleichen Behandlung aller darstellte.
Doch natürlich wäre es absurd jeden, aber auch jeden auszuzeichnen,
egal wer es ist und was er tut. Doch WIR sind nicht korrupt und lassen
uns auch nicht dazu verführen oder hinreissen, irgendwelchen Leistungsträgern
mit bunten und ehernen Orden, wie geltungssüchtigen Soldaten, für
ihre selbstverständlichen Pflichten zu danken, stellvertretend für
unser Volk.Und sei es auch nur im Spiel oder nur zum Spass. Die Sache
ist viel zu ernst. Der falsche Einduck, wir täten es dennoch und
heimlich ist fatal und ist eine tiefe Beleidigung, die WIR hier mit aller
Deutlichkeit zurück weisen müssen. In der Tat haben WIR zu Beginn
unserer Regierung mal den einen Forscher und den anderen Richter für
ihr verdienstvolles Handeln belobigt, aber das ist schon sehr lange her
und WIR haben das längst nicht mehr nötig. Unsere Maximen machen
uns stark und so selbstbewusst, dass jeder Gedanke daran, etwa mit extra
Preisen Ungleichheit zu belohnen , wirklich völlig absurd ist. Unser
Volk weiss, dass es ausgezeichnet genug ist, unserem Staat dienen zu dürfen.
Und WIR müssen es eher zurück halten, sich nicht zu überanstrengen.
Die Zeitgenossen sind längst kein taumelndes Fall-Obst mehr, im Prozess
und Vollzug, der täglichen Arbeit, so dass es nur als Zeichen heuchlerischer
Manipulation angesehen würde, bestimmte Individuen durch Lob willenlos
zu fesseln und zu nötigen. WIR verzichten auf die illusionäre
Zierden der kleinen und grossen Regenten, die sich früher mit vagabundierenden,
seltenen Geistern, ihren Stall devoter Hofschranzen aufdonnern liessen,
um von der Geschichte nicht völlig übersehen zu werden. Denn
gerade schmutzige Kulturen und vom Volk verachtete Parallel-Gesellschaften
haben sich so wechselseitig reinwaschen und hochjubeln wollen. Doch dieses
abgeschmackte Geschmäckle, diesen Schmuh und Schmäh, brauchen
WIR nicht. WIR, die vereinigte EU-Genik verachtet das billige Hochjubeln
überflüssiger Säulenheiliger. WIR verachten solche Tricks.
Denn WIR sind das Volk.
93
Manchmal
schreiben uns die Bürger, wir wären vielleicht etwas zu nachgiebig,
was die Feinde der EU-Genik anbetrifft. Doch das ist nicht ztutreffend
und wir tun alles für das Wohl und Wehe unseres Volkes. WIR bändigen
die kleinlichen Wünsche der noch Ungebildeten und Schwachen und erziehen
sie mit unseren Massnahmen zu Dankbarkeit und Weisheit. WIR nehmen uns
das Recht für alles, was sein muss, denn WIR haben es. WIR hintergehen
nicht und WIR belügen nicht dasVolk, weil WIR immer das Gute wollen,das
Böse kennen und nie auf einen Schwindel hereinfallen erst recht auf
keine Narretei. WIR filtern das Gedächtnis der Menschen und füllen
es mit kleidsamen und erträglichen Gedanken und löschen jede
Illusion früherer Tage und nahezu alle asozialen Laster. WIR haben
gute Augen und noch schärfere Kameras, überall, auch in der
Finsternis. WIR ändern unsere Gesetze auch mal ganz spontan, wenn
es passt oder dienlich ist. WIR greifen blitzartig und auch mal zufällig
durch, ohne zu fragen, aber immer mit der unbedingt vertrauenswürdigen
Verantwortung für Alles, ohne je zu zögern und ahnden gnadenlos
jede Untreue an unseren Gesetzen und Projekten. WIR sind solidarisch gegen
jeden und in jeder Hinsicht immer gerecht , denn unser Mitgefühl
für das Volk ist echt, ganz echt. WIR nehmen die Internet Server
und Provider in unsere Obhut zur aktiven Pflege und zum Schutz der persönlichen
Daten, im Interesse unsrer Werte und aus steter Sorge um unser sonst schutzloses
Volk. WIR bestimmen das gesamte Leben unserer modernen und mündigen
Menschen und WIR zeigen ihnen, immer hilfsbereit, ihre Grenzen auf, hinter
denen sie sonst unbehütet ins Unglück stürzen, oder eventuell
ihren Verstand verlieren würden. WIR kümmern uns mit Nachdruck
darum, unsern guten Willen überall, in jedem Hirn bekannt und zum
Gesetz zu machen, auch gerade bei bösen, störrischen, unwissenden,
alten Männern, damit keine rechtsfreien Räume entstehen. WIR
bewahren jeden Freigeist und Querulanten vor Strafe und Geldbusse, indem
WIR ihn vorsorglich aus dem Verkehr ziehen .WIR beraten jeden Schreiberin
oder Moderator vor einem karriereschädlichen Knick, mit unserer unfehlbaren
Leitkultur. WIR kontrollieren unsere königlichen Absichten und fordern
als Gegenleistung eine entsprechend brave Rudel-Moral, aber das ist ja
schon überflüssig geworden,besonders zu betonen. WIR haben unsere
besten Vertreter in die wichtigsten Schlüssel-Positionen gebracht,
das ist ohne Beispiel. WIR haben die freie Philosophie und das mit ihr
verwandte Querulantentum in unseren staatlichen Stallungen in eine nützliche
Ideologie umgewandelt. WIR feiern unsere Moral und Herrschaft mit Mikrophonen,
Rednerpulten, Rotationsmaschinen und Skalpelle und WIR leben gut damit,
denn da verstehen WIR keinen Spass und keine Missgunst, weil WIR nicht
untergehen dürfen, zum Wohle wie der Anständigkeit unserer Zukunft.
WIR glauben an die Vernunft unserer Gesetze wie an den Bürokratius
und an die Diktatur der Eieruhr. Wir haben die Pflicht zu herrschen, zu
belehren und der ewigen Ordnung eine wohnliche Heimat zu geben. WIR wissen,
was die Hominiden wahrhaft bestimmt, was sie wirklich wollen, was sie
immer gewollt haben und vor allem, was sie einst werden möchten.
WIR lassen sie niemals allein, mit ihrer Sorge,der Staat könne sie
etwa vergessen und Wir sind bei ihnen beim Versenden von e-mails, beim
shopping, beim Auto fahren, im Urlaub, im Fussball-Verein oder in der
mächtigen Liebe zu uns, auch bei Sex und Sport, aber natürlich
mit der gebotenen Heimlichkeit um sie in unbefangen ausschöpfen zu
können. WIR tragen schwer an dieser Bürde, doch für unser
würdiges Volk ist uns keine Last zu schwer , keine Zeit zu lang und
unsere Geduld kommt niemals zu kurz. WIR haben es immer im Blick, das
unsterbliche Glück und die Weisheit der Gleichheit. WIR, die wahren
Weisen, Gebildeten und Wissenden beweisen täglich, was WIR drauf
und drunter haben und wie sicher WIR immer das richtige Recht haben, Zweifel
los und unzweifelhaft. WIR sind mächtig und machtvoll stolz, das
hin und her taumelnde Volk von unmoralischen Faxen und fixen Ochsen abgebracht
zu haben und behüten es wie Schafe und Gänse bis zum Tage X.
WIR sind die Leit-Wesen und Gralshüter aller Vater- und Mutterländer
unseres in Jahrtausenden erworbenen und gewachsenen Erbes unserer leider
immer versagenden Vorfahren. WIR vermehren die materiellen und inmalteriellen
Güter gerecht und in eugenisch homöopathischen Gaben, ohne Stau,
auf den Güterbahnen unseres welt- offenen Staates, für seine
weit geöffneten Bürger. WIR lieben jeden Einzelnen wie den Anderen,
in jedem Augenblick abgöttisch, mit all unserer Kraft und Herrlichkeit
und WIR verwöhnen ihn ganz selbstverständlich mit dem Input
unserer Würde. WIR die Herren aller Teilchen, Medien,Trusts, bewahren
den fortschrittlichen Geist, das Feuer und die Leidenschaft für unsere
hohen, herrlichen Werte. WIR halten die lieben Genossen fern von jedem
Irrtum und jeder Verwahrlosung. WIR, die genialen Gestalter und fröhlichen
Erzieher, sehnen uns jeden Tag mehr danach, unseren schwachen und kranken
Pöbel zu pflegen und ihm die Erfüllung seiner heimlichsten Wünsche
von den Augen und Dosimetern abzulesen, auch wenn er davon nichts merkt.
WIR preisen unsere sturmfesten Normen und weichen nicht vor dem Gestank
der Vergangenheit und ihrer Billionen verwester Leichen. WIR wissen, dass
WIR vieles demokratisch nennen, was nicht immer so aussieht und wirkt,
es auch nicht ist, aber WIR nennen es halt so, weil es unser Leben erleichtert
, schöner und reicher macht. WIR preisen und löhnen dafür
alle Willigen, weil WIR gönnerhaft das Wohl des Staates, nicht nur
im Auge, sondern im Griff haben. WIR wissen dass dies oft an die Grenzen
ekelhaftester Schweinereien reicht, doch WIR wissen genau warum und Wir
wissen das Volk hinter uns. WIR tun es als erste und würdige Diener
des Staates und WIR pflegen den engsten Zusammenhalt mit uns, im Mikro-
und Makrokosmos, bis WIR am Ende unserer verpflichtenden Aufgabe sind,
unmittelbar, vor der Einkehr in die dauerhafte Freude unserer Multi-Mono-Rasse.
WIR sehen in die Zukunft und nicht ins Leere, denn WIR sind die Lehre
und das Licht im Übermorgen-Land. WIR werden, aufrecht und in treuer
Räson zum Staat, als Gleiche unter Gleichen eingehen und aufgehen
, am jüngsten Tage X, in die und den Klon-Automaten und dann auferstehen
, mit unserer prächtigen Kultur, als prächtige Dauer-Klone einer
prächtigen Zeit. In uns schlägt der Puls der Ewigkeit.
WIR sind die Grenzen los
94
In einem Irrenhaus fanden Medien-Archäologen folgende Textzeilen
, die dort wahrscheinlich von einem Delinquenten geschrieben wurden:Menschen
waren immer träger geworden und statt selbst eigene Erfahrungen zu
machen und kreativ zu werden, kauften sie sich Fernsehsessel und immer
grössere Bildschirme , um zu sehen, was andere Leute machten, die
in die Medien drängten, während sie selbst als glotzende Voyeure,
immer überflüssiger und passiver, die Ereignisse verfolgten
und schliesslich nur als Teile von Quoten und Teilchen von Statistiken
von der dreisten Politik behandelt wurden, die ihnen dann sagten, was
sie zu tun hätten und was gerecht und koscher wäre. Da wurde
alles , was arm war, reich geredet. Was reich war, arm geredet. Was kriminell
war, anständig geredet. Was richtig war, fehlerhaft geredet. Was
langweilig war, spannend geredet. Was vernünftig war, dumm geredet.
Was konservativ war, modern geredet. Was modern war, konservativ geredet.
Was menschlich war, unsozial geredet, was unsozial war, menschlich geredet.
Was schlau war, dumm geredet. Was umm war, schlau geredet. Was demokratisch
war, schlecht geredet. Was schlecht war, demokratisch geredet.usu.usw.usw.
Da waren die Rollen klar verteilt, wer Knecht und wer Herr war auf. Darieb
sich das Fernsehen die Hände, als es sah, dass die Masse der Menschen,
aus Mangel an geistiger und körperlicher Bewegung, in ihren Sesseln
hängen blieben, um sich lieber von der Flimmer-Kost infiltrieren
und massieren zu lassen, als selbst zu denken und zu urteilen. Das stieg
den TV-Machern so zu Kopf, dass sie messias-ähnlich glaubten, mit
ihrer öffentlich-rechtlichen Lizens, den Leuten ihren Willen aufzwingen
zu dürfen. Das machte sie von Tag zu Tag besoffener und das labte
ihre Seele und sie sannen weiter darüber nach, wie weit sie damit
gehen könnten, bis dass die Leute endlich ihre Studios, mit allem
Schmink-Puppenstubenkram, kurz und klein schlagen würden. Doch das
passierte zunächst nicht und das Publikum wurde nicht zu Spechten,
die das TV-Rudel, dieser fett subventionierten Maden, beizeiten aus ihren
Biotopen zerrten und ihnen die fällige Tracht Prügel auf den
nackten Hintern verabreichten und sofort auf dem Pranger, der Häme
auf den Marktplätzen auslieferten. Die Menschen liebten eben nichts
so sehr, wie ihre ungestörte Gemütlichkeit und Harmonie, auch
wenn ihre Existenz auf dem Spiel stand und alles bereits wankte, wie bei
einem Erdbeben. Mit der täglichen Kultivierung voyeuristischer Begierden,
bei gleichzeitig moraliner Einfalt, aber, hatte sich die einsam vor sich
hinwütende Journaille selbst ein Bein gestellt, denn mit ihren, in
Styropor eingewickelten Ohren, konnte sie das schrille Klingeln nicht
mehr hören, was langsam ihren Untergang einläuten sollte. Bei
ihrem dampfenden Nach-Hecheln, die vielstöckige und ständig
veränderte Welt, in jeweils kleinen stumpfen Häppchen, künstlich
dramatisiert und nach ihrem narzistischen Gusto aufzukochen, hatten sie
nur hörbar und wirkungslos ihre eigenen Därme aufgeheizt. Denn
mit allen, von ihnen billig und teuer ausgedachten Fliessband-Legenden
wie politischen Macht- und Klatsch-Gelüsten, unterhielten und priesen
sie sich nur selbst, inklusive ihre Flaneure und selbst gezüchteten
Promi-Stars, ohne zu merken, dass mit Computer und Internet längst
der nächste, stärkere Global-Player auf den Plan getreten war
und massenhaft, besonders junge Leute, für sich gewann, weil hier
endlich die Chance einer freien Kommunikation mit größter Breiten-Kompetenz
am Start war, ohne die Einfalt und Manipulation des senilen und sterilen
TVs. Viele erhoben sich jetzt gelassen und befreit von den TV-Sesseln
und Fesseln und wechselten von den herzigen Herrchen, dürren Zicken
und öligen Spiessern, mit ihren Tele-promptern, Pappen und kitschigen
Studios, zu den weniger nervtötenden Angeboten des WWW. Andere blieben
aber am alten TV kleben, weil sie mit den neuen Techniken nicht klar kamen,
und zogen sich weiter, Tag und Nacht, den bunten Schleim in den Bauch.
Sie dankten den Machern für das Totschlagen ihrer Zeit und die dürre
Spanner-Kost von früh bis spät. Jedem Tierchen , eben sein Pläsierchen.
Aufmerksamen Beobachtern aber dürfte das Schwinden purer Denk- und
Liebeslust, zugunsten einer genüsslich ausge- walzten Schadenfreude
am Elend anderer Leute, durch die groben Raster der TV-Programme, nicht
entgangen sein. Hier explodierten bei den fotzig aufbereiteten Afterstories
die Glückshormone impotenter, gelangweilter Lan- geweiler im prolligen
Spass-Format, wenn jemandem wieder mal ein Messer in den Bauch gerammt
wurde, jemand mal wieder mit Schwarzem Koffer und seltsamen Konten erwischt
wurde oder mal wieder ein alter Mann von dumm und dämlich geduldeten
Strauchdieben verprügelt oder abgezogen wurde. Blutlachen waren eine
besondere pfundige Attraktion des strahlenden Mediums. Es sollte knuspriges
Feuer in das Reflex-System der Durch- lauferhitzer bringen und ein Aufleuchten
in die passiv schläfrigen Sofa-Heros und einzigartiges Abtauchen
, in geistige Oberwelten und Oberweiten bringen, mit Promis in zutiefst
blöden und überflüssigen Ratespielen. Und es sollte Frohsinn
mit bunten Doktorspielen von ganz Doofen,Tunten und pädophilen Mäusen
brinen, für ganz Doofe, Tunten und pädophile Mäuse. Da
sollten Probleme und Problemchen aus allen Lebenslagen mit TV-Service
bereinigt und geheilt werden. Doch hinter all dem Zeug, hinter all dem
hehren Getue steckten immer nur die alten, pomadigen Aufspieler, unkündbaren
Spinner, Einseiter und Wichtigtuer mit ihren sattsam bekannten Parolen
und Binsenweisheiten, die sich pathetisch als Dauerbrenner und Halbgötter
wähnten, in scheinbar aufklärerischer und verdienstvoller Dauer-Mission,
doch es war nicht mal gute Unterhaltung und bloss sinnlos verschwendetes
Geld. Da wurden Abschüsse politischer Gaukler und Sozial-Gestalter,
angeblich span- nend inszeniert, aus der Welt der Mächtigen, Schönen
, Reichen und Armen, zur lustvollen Entspannung des Publikums, aber es
reichte nur zur peinlichen Zerstreuung und lauwarmen Erhellung der Realität.
Da kam nicht Freude auf und Erkenntnis sowieso nicht, nur links gestrickte
Parteilichkeit oder rechtsgläubige Parolen. Das sollten Katastrophen
aus dem scheinbar unend- lichen Arsenal von Wind und Wetter die Menschen
schlaflos und ängstlich machen und so bereit für grüne
Blütenträume. Da sollten endlose After-Geschichten und After-Erfindungen
aus dem Darm der Metropolen, die Bringer und Renner für Moral und
Anstand sein, doch es blieb beim Schmutz,Schund und gemeiner Kriminalität
und die Ursachen blieben Opfer, geheuchelter, grüner Duckerei. Da
sollten immerdie gleichen,einfältig gestrickten Allegorien, mit immer
den gleichen Maschen, mal als Dreiteiler oder in monatelangen, ermüdenden
Serien aufgeblasen, die arbeitslose Kundschaft am Bildschirm ermuntern,
aber es blieb beim tantenhaften Süssstoff. Da sollten manipulierte
Bilder die verlogen verklärte Dennoch-Liebe zu Steineschmeissern
und religiösen Fanatikern und sie hatten Erfolg damit. Die Menschen
waren zwar klüger, aber sie zeigten es nicht, obnwohl sie längst
spürten, dass sie unablässig belogen und betrogen wurden und
von den Parallelgesellschaften und vom vereselten Fernsehen wie Narren
und Kinderschänder vorgeführt wurden. Einseitige Meinungen,
waren angesagt, statt mühsam zu ermittelnde Tatbestände und
mehrdeutig schillernde Wahrheiten. Da wollten die Werte-Gestalter "Geschichte
schreiben", als kleine Fussnote wenigstens, für abgeriegelte
Weltoffenheit und trübe Aufklärung, aber sie zeugten nur getürkte
Meinungsumfragen und fragwürdig erfragte Tücke, Dreck, schalen
Quark von weltfremden und kulturlosen Ideologen und Demagogen, einer Welt
der Vielweiberei, Beschneidung, Machogehabe, Schächtung und täglicher
Tierquälerei von angeblichen Tierfreunden. Da sollten möglichst
schrottreiche Unfälle nach erfolgreiche Jagd oder Suff den Adrenalin-Spiegel
klettern lassen, aber den Leuten war das so egal, wie die beliebige Moral.
Da wurden moraline Gotteskrieger, in den TV-Brutanstalten gezüchtet,
die als erzieherische Aufkleber, Serienhelden und Gutmenschen, zu den
teuflisch abartigen und dumpf vegetierenden Normalos geschickt zu werden,
um in prächtigen Help-Shows Kunde zu geben, von den neuesten Marotten
und Machenschaften der virtuellen Werte-Wächter und ihrer Pächter,
die berauscht von ihrer Klugheit und nicht billig verkokst, derweil lustige
Orgien mit willigen Mädels feierten. So wurde mal wieder Gutes getan
und den bösen, rechten Linken und den noch böseren, linken Rechten
Mores gelehrt, Adrenalin klistiert, mit der täglichen Portion Gehirnwäsche,
aus dem reichen Erfahrungsschatz, alimentierter Psychologen und kleinakademischer
Berater, aus Angst vor urdemokratischen Volksentscheiden. Denn die Demokratie
war ja intern längst abgeschafft, nicht nur aus Vorurteilen gegenüber
dem soo rechts-radikalen Volk, sondern ganz einfach aus Bequemlichkeit
der politischen Macher. Da kam der Momment, der vergleichsweise Leonardo
da Vinci, am Ende seines Lebens, dazu angeregt haben sollte, die Pontischen
Sümpfe trocken zu legen. Die Menschen bewaffneten sich mit allem,was
sie hatten und zertrümmerten die Sende-- anstalten ,bis kein Mikrophon
und keine Leitung mehr schmutzige Luft verpuffen konnte und zerstörten
alles verbliebene Gerät mit der Abrissbirne. Die Situation war bizarr
und überall sah man die feigen Fernsehleute, in dunkle Ecken flüchten,
weil sie die unmittelbare Nähe der einfachen Menschen fürchteten:
Nicht zu unrecht. Diese begannen sich im neuen Internet einzurichten,
denn sie verstanden sofort, dass sie mit dem noch demokratischen WWW besser
bedient waren und hier auch mal antworten konnten, statt ständig
nur demagogisch vorgekautes Zeug schlucken zu müssen. Diese
Aufzeichnungen eines armen Kerls, gibt etwas von der Stimmung vor dem
offenen Ausbruch der eugenischen Revolte wieder, der seine letzten Stunden
wahrscheinlich in einer Gummizelle verbringen sollte, bevor er wahrscheinlich
von einem nicht nachweisbaren Gift getötet worden war. Er hätte
sich seine Qualen sparen können, wenn er nur ein wenig mehr Geduld
gehabt hätte, denn das alte Regime mit seiner verräterischen
Gefolgschaft, stand ja bekanntlich unmittelbar vor dem Exodus. Seine Paranoia
war die, einer unterdrückten Minderheit, die in so genannten, mehr
oder weniger faschistoiden Demokratien, leider an der Tagesordnung ist.
Sie mahnt und warnt uns eindringlich vor post-archaischen Anfällen
triebhafter Unvernunft, wie sie leider immer wieder in den prä-eugenischen
Zeiten, zwangsweise, zwanghaft und zwingend vorgekommen, aber bei uns
völlig ausgeschlossen sind. Da sind WIR sicher und, obwohl WIR noch
nicht am Ende sind, sehen WIR es schon.
WIR sind fast angekommen
95
WIR
wollen uns nicht herablassend über den Schweizer Prediger Kaspar
Lavater auslassen, der, eingestandenermassen schon zu Unrecht, sein Fett
bereits vom Aphoristiker, Physiker Georg Christoph Lichtenberg abbekommen
hatte, der den ersten Blitzableiter, die "Gewitterstange", in
Göttingen eingeführt haben soll und der, selbst in Gestalt nicht
gerade eine Zierde der Natur, Personen, die er nicht leiden konnte, mit
bissigster Ironie bedacht haben und dies mit ironischer Meisterschaft.
Dennoch sehen WIR uns gezwungen, Kaspar Lavater, der,hauptsächlich
durch seine "Physiognomischen Fragmente", also den Gegenüberstellungen
von körperlichem Habit und Charakter, berühmt wurde, nicht nur
fundamental zu tadeln, sondern auch als abschreckendes Beispiel eines
naturversessenen Individualismus zu brandmarken, weil er auf tückische
Weise, auch noch heute, manchem Argumente in die Hand spielte, sich über
unsere absoluten Maximal-Gebote der glückseligen Gleichheit und Genügsamkeit
des Charakters hinwegzumogeln. So diente dieser pietistische Schweizer
manchem Hitzkopf, zu gegenreformistischen Bestrebunbungen und klammheimlich
demonstrativer Trauer, einer nun fast vergessenen und von uns endlich
überwundenen Einzigartigkeit jedes einzelnen Wesems, auf dem unerschrockenen
Weg in die wunderbare Welt der Gleichheit, nicht nur "vor dem Gesetz",
sondern in jeder geistigen, körperlichen und physiognomischen Konstitution
und Ausprägung. WIR haben jetzt und hier keine Werte verloren, sondern
alle gewonnen und viele neue dazu. Das soll hier mit Nachdruck noch einmal
festgestellt werden. Hinterwäldlerisch geradezu das von Kaspar Lavater
publizierte Morphing in Einzelbildern, etwa vom Frosch bis zum Schönheitsideal
des griechischen Apoll. Da wird eine pseudo-logische Folgerichtigkeit
sugge- riert, mittels schlampiger Zeichnungen seines Dokumentaristen,
Weggefährten und grossen KleinKünstlers, Georg Friedrich Schmoll,
den er mit sich führte, wie heutzutage die Leute ihre Kamera und
den er darüber hinaus beauftragte alle prägnanten Typen, denen
sie auf ihren Reisen begegneten, automatisch enface oder partiell zu zeichnen,
analog etwa zu Leonardos Zeichnungen über augenfällige Mund-Typen.
Wollten WIR etwa diesen Deformationen auch nur den geringsten Anspruch
anthropologischer Wichtigkeit einräumen, dann würden WIR uns
wieder nur rettungslos im Gestrüpp kasuistischer Subjek- tivitäten
und Einzelheiten verirren, fern jeder planbaren Norm einer objektiv wiederholbaren
Formgebung und das bedeutete den Kronverrat an der Konstituierung und
Axilogie unserer, im Progress befindlichen Klon-Welt, also der Verrat
am Gesetz der unbedingten Einheitsrasse, in vollkommener Gleichheit. Somit
wäre unser Konzept der unbedingten, wissenschaftlichen Emanzipation
dahin.In dieser Finsternis des Wissens begegnete Lavater sei- nem späteren
Widersacher Lichtenberg, der sich allein schon, wegen seiner Misswüchsigkeit
von Lavater, scheinbar zu Unrecht, verhöhnt und veräppelt wähnte
und, welch Aberwitz des Zufalls, angeblich selbst bereits eine Studie
über die Wechselbeziehungen zwischen Charakter und Physiognomie fertig
in der Schublade hatte. WIR wissen nicht, ob hier eventuell ein Plagiat
vorliegt oder eine feindliche Übernahme , oder ein Streit zweier
Figuren, die sich neben hässlichen Wortgefechten auch viel Verwandtes
und Freundliches hätten sagen
können. Eine schöne, filmreife Geschichte dazu, die WIR aber
sofort wieder vergessen sollten, denn sie führte uns wieder zurück
in die Wildnisse der nicht mehr überschaubaren, menschlichen Natur
und nicht zur Evolution in den Klon. Folglich machten wir dann wieder
einen Schritt zurück zur individuellen Krummsäbelnase, verschiedenen
Brüsten und IQ, also generell wieder zurück zu Disharmonie und
weg von Symmetrie und Gleichheit des Ausdrucks, als höchster Frorm
der Gerechtigkeit.
WIR werden schöner
96
Trotz
unserer sorgfäligen Hege und eugenischen Erziehung zu Glück
und Vernunft, passierte es öfter, dass Menschen völlig orientierungslos,
hiflos und stotternd bis stumm aufgegriffen wurden und selbst nach heftigsten
Ge- hirnstrom-Massagen nicht wieder in die Realität zurück fanden
und schliess-lich eingeschläfert werden mussten. In den Kneipen wurde
gemunkelt, diese Fälle passierten immer denen, die nach einer schweren
Krankheit, vom Krankenhaus zurück gekommen wären. Nun ja,die
Leute reden viel, wenn der Tag lang ist . Aber manche Gerüchte hielten
sich hartnäckig und WIR werden das weiter im Auge behalten müssen.
Da war eine Frau, mitte dreissig, brünett, etwas adipos, aber nicht
unbedingt auffällig, die redete morgens ihren Mann auf einmal mit
Herr Prof.Erhard an und wollte ihm Feuer für seine erkaltete Zigarre
geben, die er aber garnicht in Händen hielt. Sie schnippte immer
weiter an einem Feuerzeug und hätte damit fast das Bett in Brand
gesetzt. Der Mann rannte in Panik weg und die Frau hinter ihm her und
versuchte dann seine Kleidung an zu zünden. Dabei wäre fast
das gesamte Haus abgebrannt, wenn nicht die Feuerwehr, von den Nachbarn
gerufen, die Frau, gefesselt, im Krankenwagen abtransportiert hätte.
Dort wurde sie zunächst auf Drogenmissbrauch untersucht und negativ
getestet. Die Untersuchungen dauern an und passen in kein diagnostisches
Schema, wie im übrigen andere, ähnlich gelagerte Fälle.
Da war ein Junge,11 Jahre, robust, mit besten Schulnoten, selbst im Turnen,
drückte mit einem Holzscheit immer wieder sehr heftig in seinen Magen
und brüllte und jammerte dabei, zwischen scheinbar krampfhaften Schmertattacken,
dass er seine Brille, die er garnicht besass, verschluckt habe und nun
nichts mehr sehen könne. Dann rammte er mehrmals seinen Kopf wie
im Fieber heftig wie blind gegen die Wand, übergab sich dabei und
musste mit schlimmen Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Eingehende Unter-suchungen seines Bauches ergaben keinen Grund für
seine kolikartigen Anfälle. Auch schien der Junge geistig absolut
gesund, hatte er doch zuvor mehrere Wettbewerbe im Schnell- und Kopfrechnen
gewonnen. Er war auch kein Ausenseiter, wie man so sagt, hatte viele Freunde
und daher keinen Grund, sich wie ein Ritzer selbst zu verletzen. Die Ärzte
waren ratlos und haben ihn aufgegeben. In einem anderen Fall legte sich
ein älterer Mann, ein Pole aus Oberschreiberhau, kräftig, 61
Jahre alt, etwas dunkler Teint, rücklings und splitterfasernakt,
stündlich in seinem Garten in ein Brennesselfeld, wälzte sich
darin wie ein Hund, faltete seine Hände, wie bei Albrecht Dürers
betenden Händen, um dann plötzlich aufzuspringen
und mit einem Revolver 3 mal in die Luft zu schiessen und schrie er wolle
auf der Stelle ins Paradies, was immer das sein sollte. Sein Körper
war bereits eine riesige puterrote Pustel und musste ihm enorme Schmerzen
bereiten, was ihn aber nicht hinderte sein Programm immer wieder abzuspielen.
Es nutzte auch nichts, ihm den Revolver abzunehemen, denn dann formte
er mit Hand und Fingern eine Pistole und schrie bäng, bäng,
bäng. Danach klappte er zusammen und blieb eine Weile regungslos
liegen und erhob sich dann völlig normal und konnte sich an nichts
mehr erinnern. Doch nach einer Stunde ging das wieder los und Pfleger
mussten ihn geknebelt ins Auflösungsheim bringen. In einem anderen
Fall begab sich der, an sich ehemals hoch dekorierte und pensionierte
Direktor einer geschlossenen Nervenanstalt, mit einem steifen Dauerlächeln
in sein altes Büro und befahl seiner Sekretärin, mit einem Klaps
auf den Po, dann urplötzlich, sie solle sofort für alle dort
untergebrachten Pädophilen, Vergewaltiger, Kleptomanen und sonstigen
Triebtäter, Zeugnisse unter- schreiben, die sie als geheilt und gesund
auswiesen und entlassen werden könnten. Anschliessend sei die gleiche
Anzahl beliebiger Bürger von den Strasse einzufangen und sie in die
leer gewordenen Zellen zu verfrachten. Diesen Schritt begründete
er mit dem Argument, dass immer die Anstalt voll belegt sein müsse,
weil ansonsten beträchtliche Summen, seitens des Finanzamtes auf
ihn zukämen. Ausserdem sei es ein Akt purer Gerechtigkeit, auch mal
gesunde Menschen einzusperren und nicht nur arme, gestörte Teufel.
Und, flüsterte er der geängstigten Sekretärin ins Ohr:
dies ist eine Anordnung von ganz oben, basta. Dabei blickte er starr in
die Wolken und murmelte weiter unverständliches vor sich hin und
bewegte seine Arme und Beine dabei, wie in vorgezeichneten, geometrischen
Figuren und Bahnen. Nach einer Weile, sah er wieder normal aus und die
Sekretärin dachte schon, der Anfall wäre endlich vorüber
und vielleicht sei alles nur ein etwas saublöder Spass gewesen. Doch
da nahm er auf einmal eine drohende Stellung ein und schrie sie unvermittelt
mit ungeheurer Lautstärke und Anstrengung an: "Sie sollte es
nicht wagen sich zu widersetzen, denn dann würde er sie sofort sexuell
rannehmen, dann einschläfern und in vielen Teilen zerlegt in Formalin
ertränken und anschlie- ssend in einem Säurebad verflüssigen.
Der Psychiater näherte sich seiner Bürokraft dann unvermittelt
und versuchte sie gegen die Wand zu drücken, aber es gelang ihr noch
im allerletzten Momment, mit einem weiten Sprung durch die Tür zu
entwischen und abzuschliessen. Wie schon gesagt, WIR behalten diese und
viele andere Fälle dieser Art im Auge und es trifft tatsächlich
zu, dass alle diese scheinbar spontan erkrankten oder bloss verwirrten
Menschen zuvor in den alten Krankenhäusern, den jetzigen Klon-Werkstätten
behandelt und als geheilt entlassen wurden waren. Ursprünglich bewerteten
unsere normenden Psychologen diese Phänomene fälschlich als
den Bodensatz der verwilderten Massengesellschaft, wie sie von früher
noch erinnerlich seien, doch das war dann doch ein Trugschluss, denn es
handelte sich um etwas ganz anderes und neues, aber nicht ungefährliches
Phänomen eugenischer Pfuscher, die es leider noch bis vor kurzem
gab und die jetzt aber gründlich ausgefiltert wurden. Es fühlen
sich eben immer viele berufen, ohne ausgewählt zu sein und so gab
es leider auch anfangs unserer Zeitrechnung Hochstapler und Irre, die
in den Krankenhäusern ihr unqualifiziertes Unwesen trieben und viele
Menschen völlig falsch operierten und empirisch nicht ausgereifte
Bio-Montagen exerzierten. WIR können jetzt unsere Bürger beruhigen
und versichern, dass ab sofort so was nicht mehr passieren wird. WIR geben
Ihnen unser Ehrenwort. Bei den hier zu Beginn aufgeführten vier Fällen,
handelte es sich sich um Spätfolgen vernunfts-optimierender Versuche,
die stümperhaft abgeschlossen wurden und nun algorithmisch in den
täglichen Schlafträumen wiederkehren. So träumen sie ihren
letzten Traum, während dem letzten chirurgischen Eingriff im Klonhaus
immer wieder, scheinbar wie wach und mondsüchtig, scheinbar wie in
Trance und dieses Trauma kreist immer weiter, in absolut gleichen, unendlichen
Schleifen, ohne dass es abzustellen sei. Sie wiederholen diese kurzen
Episoden immer wieder, als wenn sie auf einer Platte eingebrannt wären
und ständig abgespielt würden, bis diese Kreisläufer ohnmächtig
und körperlich entkräftet zusammenbrechen und schliesslich sterben
müssten . Psychiatrische Fachleute sagten uns ziemlich einstimmig,
es handelte sich hier um einen neuro-logischen Effekt im Gehirn, der auch
als ein Indikator für eine Vernunft-Allergie sei, der durch einen
ungenügend geschlossenen Pfropf, nach der Operation, dazu führe,
dass nervliche Impulse und Reize im Kopf wie vor eine Wand liefen, nicht
weiter kämen und dann zu kreisen begännen. Ein neuartiges Krankheits-Bild,
das dann eintrete, wenn besonders empfindliche Personen mit einer für
sie zu star- ken Dosis optimierter Vernunft geschockt worden seien. Diese
Allergie ist aber jetzt mit einer relativ grossen Trefferquote durch einen
kleinen Eingriff im Stammhirn zu heilen. Auf Selbstheilungskräfte
könne man dabei leider nicht zählen. Wenn das allerdings alles
nichts nütze, müsse man diese Schwächlinge eben, wie Sand
im Getriebe, sofort beseitigen, weil eine hystherische Ansteckung, selbst
gesunder Menschen, drohe. WIR müssen unser Genom von alten, unfähigen
Resten reinigen, aber das geschieht ja ohnehin. Krankheiten können
sehr nützlich sein.
WIR sind gesund
97
Es
ist nicht närrisch, wie früher lächelnd alle Welt glaubte,
sondern einfach nur revolutionär, welchen körperlichen Strapazen
und Schmerzen sich Männer, Frauen und selbst Kinder unterzogen, um
angeborene oder auch nur vermeintliche Körpermängel weg operieren
zu lassen, oder künstlich idealisieren zu lassen. Denn sie hatten
ja so recht damit. Voreilig grinsten oder meckerten da viele einfältige
Zeitgenossen hinter vorgehaltener Hand über diesen vermeintlichen
Selbstbetrug, weil sie meinten,man müsse seinen Körper eben
so hinnehemen, wie er nunmal so von Natur gewachsen sei und sexuelle Minderwertigkeitsgefühle
oder ästhetisch-kosmetische Korrekturen seien über-flüssig
und das Ergebnis von Konsumrausch und neurotischer Unzu-friedenheit. Sie
ahnten freilich nicht, dass diese Bedürfnisse bereits die ersten
Vorboten unserer neuen, fortgeschrittenen Zivilisation waren und nicht
etwa ein riskanter Wahn. Schönheit ist berechenbar und ihre Machbarkeit
ist einer der Wege zur EU-genik, sie gehört heute zur optimierten
Körper-Erziehung und ist wichtiger Bestandteil unserer Klon-Hybrid-Kultur.
Die schönere Zukunft ist nicht mehr nur virtueller Traum, sondern
darf mit allen Sinnen ausgelebt werden. WIR brauchen nicht mehr wie hässliche
Mumien oder sexuelle Muffel dahin vegetieren, wenn wir von der Natur benachteiligt
wurden, nein, WIR können vollendete Beauties sein und am Ende auch
alle gleich schön sein. Print-Medien und TV zeigen uns die Chancen
dieser idealen Schönen Welt. Sie sind Schaufenster und Lehrmeister
zugleich, für die Sehnsüchte nach begehrenswerter Gleichheit
und Harmonie unserer Körper-Welten, die jetzt in Arbeit sind. Im
Kolossarium ist man sicher, bald alle Ideal-Normen im Griff zu haben und
die entsprechenden Stoffe wurden geschaffen, für alle Verun-staltungen
zufällig angeborenen Gene. So ist es uns ja auch selbstverständlich
unser Gehirn mit Bildung zu verbessern und nicht anders ist es doch mit
unserer, oft minderwertigen Ausstattung, dien all überall, je nach
dem, da etwas abgebaut werden oder dort etwas mehr Masse dazu gewinnen
müsste, um sich in seiner Haut wohl zu fühlen. WIR haben verstanden!
Die neuen Körper-Atlanten zeigen den ganzen Reichtum plastischer
Genialität, die jedem zur Verfügung steht. Dabei geht es um
kleinere und grössere Korrekturen wie z.B.: Penisvergrösserungen,
tuberöse Brüste, Mammareduktionen, Apfeltäschchen, Schlupfwarzenkorrekturen,
Bierbäuche, Haarausfall, Fettabsaugen, Falten- glättung, hängende
Mundwinkel, Segelohren usw. Und da wird alles was zu dick, zu dünn,
zu braun, zu fleischig, zu kurz, zu matschig, zu vernarbt, zu pickelig,
zu fett, zu klein, zu hängend, zu schlaff, zu voluminös, zu
gross, zu wulstig, zu knochig usw. ist, beseitigt, überformt, neu
geformt, geglättet, geliftet, zurecht gebogen. Selbst frühere,
amateurhafte, plastische Eingriffe, die den Urstand gelegentlich noch
verschlimmert hatten, wie bei monströs auf- gepolsterten oder klumpig
geschnittenen Brüsten und asymmetrisch gespritzten Kräusel-
Lippen haben unsere Experten das nötige Know How, um in fälligen
Nachoperationen, echt-plastische Meisterleistungen zu vollbringen. Da
ist nichts unmöglich, was das eugenische Herz begehrt, denn WIR wissen
ja, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist steckt.
Daher wollen WIR hier deutlich betonen, all diese Leistungen und Wünsche
dienen nicht narzisshafter Eigenliebe, sonder münden in den universellen
Trend der EU-Genik, eben die verwilderte, unfertige, beliebige, so genannte
Gottes- schöpfung, nach unseren Gesetzen zu verbessern und unseren
humanen Anspruch auf autonome Selbstverwirklichung hiermit zu untermauern.
Das sind WIR uns schuldig. WIR sollten also die Nöte dieser klugen
Menschen und ihre verzweifelte Suche nach ästhetischer Perfektion
ihrer Körper nicht klein reden oder unter dem billigen Rubrum, einer
bloss singulär übersteigerten, marginalen Sucht, bedauerlicher,
durch Hässlichkeit geschändeter und stigmatisierter Personen
abbuchen, denn sie sind mehr, sie sind Vorbilder für uns alle, im
Streben nach Vollkommenheit. Minderwertigkeitskomplexe oder heimlicher
Eigenhass sollten bald der Vergangenheit angehören, wie etwa behaarte
Brüste, besonders produktive Schweissdrüsen, Unfallnarben, dicke
Beine oder Kröpfe. Sie alle und mehr,sollten keinen Grund mehr bieten,
für Neid, Häme, Angst, Konkurrenz und eine entsprechend unversöhnliche
Haltung, gegenüber dem eigenen, eventuell fürchterlich leidenden
und benachteiligten Ego. WIR sollten die gezielte Kreativität des
sich hier weiter entfaltenden und diffe- renzierenden Menschentum loben,
der erfindungsreich die Mängel der Natur auf und zudeckt, die mehr
oder weniger zufällig und ohne Liebe die Menschen ungleich geschaffen
fabriziert hat. Dies ist bei Insekten und vielen Tieren besser gelungen
,als es Kaspar Lavater noch bei seiner menschlichen Physiognomik so besessen
aufgelistet und als von Gott gegeben oder selbst verschuldet bewertet
hat oder wie es u.a. bereits von Leonardo so genau und abschreckend dargestellt
wurde.Die berechtigten Ängste und Proteste der so vom angeblichen
Gott boshaft bestraften Leidensgenossen: Warum habe ich nicht so volle
Haare auf dem Kopf, warum bin ich nicht so schön, so gross, so stark
und ebenmässig gebaut wie der und der oder die und die, steht beispielhaft
für die noch weit krasseren Unterschiede in Gesundheit und geistigen
Fähigkeiten, die den einen grössten Reichtum und den anderen
grösste Armut schenken oder aufzwingen.Also: Warum bin ich nicht
so gesund, so schlau wie Der. Warum kann ich nicht so gut rechnen, turnen,
reden, Flöte spielen wie Der und Die? Warum habe ich nicht so schöne
pralle Brüste wie Die. Warum ist Der zu faul und Die so fleissig
? Das konnte ja alles nicht zu einem friedlichen und guten Ende führen,
denn schliesslich lebte man ja nicht umsonst und wer gibt sich schon mit
weniger zufrieden, als die anderen haben? Mit all diesen Fragen stossen
Wir in das Zentrum unserer Bemühungen bei der Homogenisierung unserer
Gesellschaft, in ihrem Habit, ihrem mentalen Leistungsvermögen, bis
zur optimalen und synthetischen Bio-Montage und schliesslich ausgereifter
Klonung,mit absolutester, multi-hybrider Perfektion, äusserlich wie
inerlich und im sozial eng vernetzten Verbund.Freilich sind die inneren,
zerebralen und organischen Ungleichheiten und die gelegentlich ungereimten
Ausstattungen der lebenswichtigsten Organe von wesentlich ernsthafterer
Natur, als die figürlichen, eher kleinlichen, wenig attraktiven Unpässlichkeiten,
Schwächen in den Körpermasse und individuellen Missbildungen,
die eher nur der belangloseren Trimmung von verluderetn Hecken und Bäumen
analog sind. Also legen WIR peinlichsten Wert darauf, besonders das Gehirn
und seine einzelnen Fachbereiche sowie alle kreisenden, innerorganischen
Körper-Funktionen, nach quälenden, nicht standardisierenden
Fehlern, Brüchen und Stauchungen zu durchforsten und in einem Index
bewährter Güteklassen und Normen zu katalogisieren. WIR sind
sicher, das kollektive Ohnmachtsgefühl gegenüber allen Tücken
des Zufalls so beheben, korrigieren und auf immer befrieden zu können.
Der Weg von der Venus zu Willendorf, zur Venus von Giorgione bis zur Badenden
von Renoir ,bis zum Playmate im Playboy, zur Barbie im Kinderzimmer und
schliesslich zum Gebildeten EU-geniker war weit, anstrengend und hindernisreich,
aber WIR haben ihn gefunden und es hat sich in der sozialen Praxis bewährt,
denn die innere und äussere Schönheit ist das beste Mittel gegen
prekäre Dekadenz und elitären Dünkel. Die Schönheit
ist gesund und macht uns selbst bewusst. Und WIR singen mit Demis Roussos
nicht umsonst und für immer : Wenn ich ein Maler wäre,
dann malte ich Dein Bild, Du bist so schön, die ganze Welt soll Dich
bewundern...
WIR werden immer schöner
98
Ein Leben ohne körperlichen Makel und angeborene Defekte, das war
mal früher eine besondere Auszeichnung des Glücks, heute aber
endlich, eine sich ständig steigernde Pflicht, bis zur gepflegten
Routine, in allen Gesundheitsämtern, wo der BÜV, der Biologische
Überwachungsdienst, regelmässig, nicht nur die Neugeborenen,
sondern auch die Oldies nach den Bestimmungen der EU-Genik untersucht
und bei Bedarf zur Weiterbehandlung in die Praxen der Bio-Ästhetik
einweist, wenn äussere Mängel vorliegen oder in die Klon-Häuser,
wenn innere Verwachsungen und sonstige Abnormitäten diagnostiziert
werden. In einer ewigen Welt müssen auch ewige Werte durchgesetzt
werden. Das ist eine besonders verpflichtende Sorge unserer nachhaltigen
EU-Genik, nicht etwa nur für Models, sondern als ständiges Exempel
und Vorbild der meist sehr unästhetischen Natur. WIR setzen Grenzen
und schulen die Sinne, für das richtige Mass und als Boll-Werk gegen
jeden Relativismus der Hard- Ware und Soft-Ware des Körpers und des
Geistes. WIR wollen hier nicht missverstanden werden, es geht uns nicht
um phraseologische oder bloss indoltrinierende Werbung für Politik,
Werte-Lehre und Philosophie des Staates, sondern um die Aufrechterhaltung
der optimierten Konstitution und Lebens-Art, der uns per Gesetz angetrauten
Bevölkerung und ihrer hochzi- vilisierten Hybrid- und Leit-Kultur.
Nach harter Überzeugungsarbeit ist es schliesslich gelungen, die
schier endlosen Mängellisten jährlich zu halbieren und in absehbarer
Zeit, systematisch immer weiter zu halbieren, bis sie auf Null reduziert
sind. Diese Forschungen haben für unkundige Beobachter oft kleinlichste
Ausmasse, aber ihre Wirkungen auf die angleichende Organisation und Optimierung
unserer inneren Organ-Systeme im Körper sind immens und WIR hoffen
sie bald abschliessen zu können. Man stelle sich doch bitte einmal
vor, die Motoren unserer Automobile wären in Anordnung und Arbeitsweise,
nicht mehr verändert worden, seit sie um 1872 von Gottlieb Daimler
und Wilhelm Maybach zur Serienreife gebracht wurden. Was dem Auto aber
recht ist, sollte uns Menschen billig sein. Dennoch wurde gelegentlich
immer noch von Bio-Kratie oder einem besessenen Unsinn von Luxus und Snobiety
unserer Manager gefaselt, wo die Dichter und Denker längst die Grundsteine
des eigentlichen Glücks ausgemacht hatten und unsere bildenden Künstler
in geradezu hymnischen Bild-Welten, die Ästhetik und Herrlichkeit
unseres Homo-Ideals in Bild und Standbild verewigt haben und hier geradezu
kinderleicht das Erbe des antiken Griechenlands nicht nur übertroffen,
sondern auf die letzte Spitze geführt haben. Psycho-pharm, Schönheitschirurgie,
Genetik, Body-Morrphing, Handy-Medizin, Bio-High-End-Tek, Transplantation,
Immunbiologie, Hybrid-Reproduktion, Scan-Mess-Printing, Klon-Farm, Syntetiks,
Plastofirm, Chemo-Art, Quanten-Mix, BIO-Arch usw. im Verbund mit u.a.Ökonomie,
Oxigenologie und Maschinenbau sind die wesentlichen Begriffe für
die Ver-meidung, Korrektur und Afspürung selbst des kleinsten biologischen
Defekte und Makel unserer Bio-Kultur. Niemand braucht mehr heimlich durch
die Hintertür, bei Nacht und Nebel, zum Bio-Ästheten zu schleichen,
um sich gesund verschönern zu lassen. Vielmehr ist es Pflicht und
gesetzlich geregelt, sich nach allen EU-genischen Normen und Kriterien
untersuchen und nötigenfalls transformieren oder umbauen zu lassen.
Kein Mensch soll mehr wegen schwacher Gesundheit, unattraktiven Ausse
hens, wie peinlicher oder schlecht proportionierter Figur, angeborener
Debilität oder Geniestress, Schweissgeruch, schiefem Hals oder zittrigen
Mundwinkeln beruflich benach-teiligt oder gemobbt werden. Solche Krankheiten,
Neurosen Depressionen oder dermatologische Fehlleistungen sind Geschichte,
ohne ständige Fuurcht vor Wiederkehr.ie Scham von Hässlichkeit,
Krankheit, Seuchen, Demenz, Warzen und allen sonstigen Body-Unarten bis
zum qualvollen Tod sind bald völlig vergessen und im übrigen
greifen hier, wie schon erwähnt, unsere staatlichen Standards der
Gen-Verwaltungen immer tiefer, bis in die letzten Zell-Winkel aller Zeitgenossen
wie in Fauna und Flora, so dass in absehbarer Zeit die Angleichung der
Menschen in allen wichtigen Belangen, der äusseren Erscheinung bis
in die zerebralen und chemischen Tiefen des inneren Fühlens, Denkens
und Handelns hinein, immer besser, synchron aufeinander angepasst und
abgestimmt sein wird, bis unser ultimatives Ziel, der klonbaren Metarasse
der EU-Genier auf der Erde eine selbstverständliche Realität
ist. WIR sind dabei und es ist ein Prozess der stetigen Annäherung
ans Ziel.WIR machen Blinde sehend.
Das Bessere setzt sich durch.
99
Fast
schon automatisch arbeitet unser High-System an sehr verschiede nen, genau
gesagt, an allen nur denkbaren und unsichtbaren Fronten. Gutes, haltbares
Expertenwissen ist zwar jetzt endlich sozial-verträglich mittelmässig,
aber es will auch verständlich in die gemeine bürgerliche Strassensprache
übersetzt sein. Dies hat sich als schwierig heraus gestellt, weil
einfache Menschen, selbst die Kleinakademiker, darauf mit oft krankhaften
Phobien reagieren. Das fängt schon bei den vier Grund- Rechenarten
an, die zwar angeblich in der Schule beherrscht werden sollten, aber später
elektrische Hirnschläge und unerwartete Blitz-Einschläge verursachen,
wie an den Haushalts-Erats der Altregimes immer wieder steigend zu beobachten
war. Doch das hier nur am Rande. Ausserdem klingt die analytische Hochsprache
disonant und das wichtigste, die automatisch entstehenden Kontexte der
Begriffe und Redewendungen im Kopf, führen bei allen Menschen zu
oft abenteuerlichen Missverständnissen. Das kommt nicht von einer
Über oder Unterbewertung von Grammatik und Rechtschreibungs-Wahnsinn,
was ja nur ein Ausdruck pedantischer oder masochistischer Pädophilie
wäre, nein, hinter vermeintlichen Sprachausdrucks-Fehlern und vermeintlich
nur schlampig herausgeschleuderten Begriffs-Chimären stecken meist
grössere, interes- santere Wahrheitsbezüge und Bedeutungen,
als hinter den klein- und platt- gewichsten Sprachformen der Hoch-Sprachepriester
von Duden und Lexigraphie. Studieren lässt sich das leicht, an der
Sprache der Ausländer, bei denen Inhalt und Bedeutung der Wörter
wichtiger und tragender sind als unser ehemals geleckter, glatter, aber
nichtssagender Stil, bei dem die Sprache oft nur aus einer Folge von eindimensionalen,
monokausalen und linear andressierten Buchstabenfolgen bestand, was zwar
gut hörbar und lesbar war, dabei aber an Tiefe und Weite des Ausdrucks
verlor und im Kopf aus der Einheit der Welt ein militaristisches Warenhaus
und Spiessrutenläufe der Beliebigkeit machte, mit dem vagen Gehalt
von spekulativen Wetter- vorhersagen. Andererseit haben WIR bei viel verantwortungslosen
Dichtern und Sprachkünstlern einen enormen Verlust an Verständlichkeit
und Verbindlichkeit der Wörter zu konstatieren, der von Anarchie
und Terrorismus kaum zu unterscheiden ist. So gab es für uns, die
reformierte EU-Genik, eigentlich nur zwei gangbare Wege. Entweder WIR
vergrössern unseren Wortschatz etwa um das 10- fache oder WIR reduzieren
die Sprache auf einen sicheren und einfachen Code, vergleichbar in etwa
der Systematik unseres Genoms. Letzteres wird jetzt durchgezogen und beginnt
erst einmal mit der Entferung besonders kritischer und schillernder Worte
aus dem öffentlichen Sprach- gebrauch, sowie den Begriffen, deren
zufällig stimulierende Bedeutungs-Wirkungen, ständig Ungleichheit
und Ungenauigkeit von Phänomenen in der Wahrnehmung von Realität,
Psyche, Alter, Herkunft, Geschlecht, Zeit, Klima, Religion, Leistung,
Talent, Heimat, usw. usw. usw. verursacht haben und zu oft feindlichen
Missverständnissen geführt haben. Also Sprach-Konventionen,
die nicht zu konventionieren sind und die zu viel oder zu wenig gleichzeitig
meinen und bedeuten sollen und wollen. Ein Umstand, der für unsere
Kommunikation geradezu lebensgesfährlich ist, wie wir es uns nicht
nur vorstellen können, sondern in der Geschichte auch fortwährend
empirisch nachgewiesen haben. Im Falle zum Beispiel eines haarigen, wissenschaftlichen
Disputes oder einer gerichtlichen Urteilfindung oder bei einem geschäftlichen
Vertrag, erzeugen solche nicht schnell genug erkannten oder exakt ausgeschlossenen
Mehr- deutungen und glatte Ungereimtheiten, kulturell unterschiedlicher
Auffas- sungen,immer wieder katastrophale Schäden an Nerven, Zeit,
Material, in Krieg und Frieden. Das können WIR uns natürlich
nicht mehr leisten. Durch eine kleine genetische Korrektur im Broca-Areal
des Gehirns und einen kleinen Schnitt im Kehlkopf ist das Problem überzeugend
zu lösen, wie an dem berühmten Fall in dem Amt für 'Angewandte
Sprache' in Münchberg bewiesen wurde und in den Annalen der EU-Genik
nachzulesen ist. Bei dieser einfachen Studie, die nur die Sprache von
Bedeutungsgräbern, also toten Löchern in Gesetzes-und Beipack-Texten,
erforschen sollte, hatte ein junger Wissen- schaftler die fruchtbare Idee,
einen Text zurück in die akkadische Keilschrift zu übersetzen
und danach von einem archäologischen Spezialisten wieder in unsere
Sprache zurück zu transformieren. Dabei stellte sich heraus, dass
der fragliche Inhalt sogar klarer und deutlicher herauskam als je zuvor.I
n weiteren Forschungen, die sich immer intensiver mit der Vereinfachung
unseres Sprachsystems, befassten, zu Gunsten einer leichteren Verständlichkeit,
ergab sich in einem Selbstversuch am Kehlkopf eines Linguisten, die sensationelle
Entdeckung und Erkenntnis, dass die Lebens-Welt unserer EU-Genik am allerbesten
durch die Umstellung auf reine Kehllautartikulation zu bewerk- stelligen
ist, wie sie bei Gänsen und Raben angeboren ist, allerdings mit den
zusätzlichen Differenzierungen durch Wiederholungen der Silben, der
Vibration der Stimme, Klangfarbe, Rhythmus, Dehnung, Folge und Serie und
Tonfülle in der freien Rede. Die Darstellung und Reproduktion der
hierfür gefundenen Schriftsprache entspricht der Notation der aktuellen
Meisterwerke heutiger Ton-und Klang-Meister, obwohl sich ihre Hauptbestandteile
auf nur vier Vokalsilben und konsonante Laute, unserer alten Sprache reduzieren
lassen: 'g','a',r und 'k',in wechselhaften Folgen und Verkettuntungen.
Durch die klangliche Verfeinerung der oben genannten Differenzierungen
gelingt es geradezu spielerisch den Bedeutungs-Kosmos unserer Welt anschaulich
und präzise auszudrücken und auch gleichzeitig den Sprachgesang
unserer neuen Kultur zu beleben. Daneben erschliesst ein digitaler Decoder,
in der Lernphase, die Neu-Schrift ohne Ambivalenzen, mit dem wunderbaren
Erfolg des leichten Schreibens und Redens.
gaak grrrr kag
100
Viele
werden sich nicht mehr daran erinnern, dass es mal naiv und blas- phemisch
hiess: "Zurück zur Natur". So frevelte zuerst der Philosoph
Jean-Jaques Rosseau, vor 200 Jahren, ein massgeblicher Verderber der jungen
Generatiom, anfangs der 1960-iger Jahre, die sich Hippies nannten und
die, nicht viel mehr als schmutzige Wiesen und Rauschgift süchtige
Invaliden hinterliessen und wenige schaurige Texte und Songs, im Glauben,
man könne durch Aussteigen aus der Realität die zivilisierte
Welt verbessern oder die glaubten, etwa mit Drogen und Sex ein besserer
Mensch zu sein. Wenn WIR, die EU-Genik, damals schon so mächtig wie
heute gewesen wären, dann hätten WIR das ganze Pack, egal ob
Hipster, Hippies oder Beatniks in die Erziehungsheime gesteckt und dort
so lange mit unseren Werten beschallt, bis sie entweder vernünftig
und willig geworden wären, oder halt nicht, und dann hätten
WIR sie ausgestopft und ausgelacht im Minus-Museum unseren Muster-Klonen
vorgeführt. Ebenso wären WIR lange zuvor mit dem Aussenseiter,
Querulanten, Vagabunden, Irrläufer und Streithans Rosseau verfahren,
vielleicht noch gründlicher: Dieser Wirrkopf, selbsternannte Wahrsager
und Amateur auf vielen Schauplätzen im übrigen, der manchmal
ganz umgänglich tat,aber im Kern ein gefährlicher Anarchist
war, der vor keinem hinterwäld- lerischen Amoklauf zurückschreckte
und die Natur zur Religion erheben wollte. Bei dem Gedanken alleine, ekelt
es uns heute schon und das alleine hätte genügen müssen,
all sein Geschreibsel, gehäkselt und zur Asche verbrannt, dem Meer
und den Winden zu überlassen. So antworten WIR auf den Spruch von
Rosseau: "Zurück zur Natur", mit Lukas: "Wer nach
hinten schaut, kann keine geraden Furchen ziehen". WIR aber, die
EU-Genik, schauen nicht zurück, auch nicht im Zorn und WIR ziehen
immer gerade Furchen und WIR lassen uns auch nicht von unseren phantastischen
Erfolgen korrumpieren oder ein- schläfern. Selbst wenn WIR es vermöchten,
würden WIR uns niemals mehr, auch im Traum nicht, Rosseaus
Weisheiten, noch einmal reinziehen, genau so wenig, wie WIR unsere
verdauten und ausgeschiedenen Säfte und Extrakte wieder zurück
in ihre natürlichen Rohzustände wandeln wollten. Das ist vorbei
und das ist gut so.
WIR schauen nach vorn
101
Neulich
wurden in einer Nacht-un Nebelaktion, heimlich Pamphlete in die Briefkästen
geworfem und unter die Scheibenwischer geklemmt,in denen sich ein paar
Naturburschen darüber beschwerten, dass WIR die unsere Lebensmittel
durch hybride und künstliche Zusatzstoffe heimlich verfälscht
und verschmutzt hätten und damit eine unumkehrbare und gezielte Umwandlung
des gesamten Volkskörpers seien und somit eine gezielte Metamorphose
des Volkskörpers, unter dem Schutz der Regierung praktiziert werde.
Dazu ist zu sagen, dass WIR, die EU-Genik, nicht böse sind über
diese wahren Behauptungen und WIR uns daher die Aufklärung und Verbreitung
dieser Tat- sachen ersparen können, vielen Dank dafür. Freilich
täuschen sich die nächtlichen Pamphletisten über die demagogischen
Wirkungen ihrer Recherchen ganz gehörig. Denn die Menschen wollen
ja unbedingt die Beimischung dieser parfümierten Zusatzstoffe, als
Ersatz für die natürlichen Blähstoffe, die sich als archaische
Nährstoffe von unseren Lebens- mittelchenikern längst als eine
Quelle, ständiger Krankheiten und schlecht regulierbarer Kalorien
erwiesen. Wie Umfragen bestätigen, wollen unsere Bürger auf
keinen Fall mehr zurück zu rohkostigen Speisen, nicht zuletzt auch
deshalb nicht, weil unsere plastiden und mehr oder weniger synthetischen
Drogen eine, vorher nie gekannte, superbe Geschmacksbreite ermöglicht,
ohne die unangenehmen Folgen eines erschwerten Stuhlganges oder dem lästigen,
nächtlichen Wasserlassens. Zeitgenossen haben übrigens auch
amusiert angenommen, dass dieses Pamphlet als schlechte Satire verstanden
worden sei und nicht etwa als eine ernsthafte Warnung.WIR wissen doch,
dass die Bastardisierung, besonders der Lebensmittel, auf allen Ebenen
der Hybrid-Kultur als globale Ernährung weiter entwickelt werden
muss, um Gleichheit in der Versorgung zu erreichen. WIR haben genug Selbstbewusstsein,
voll und ganz hinter diesen Innovationen zu stehen und sie sogar mehr
und mehr von unseren Lebensmittel-Machern im Verein mit Pharma und Chemie
einzufordern, denn nicht zuletzt haben WIR ja beträchtliche Steuergelder
in diese Forschungen investiert. WIR beobachten voller Stolz, dass der
belassene Natur-Anteil unserer Nahrungsmittel immer kleiner wird, zugunsten
kompakter, plastin-vitaminierter Nährstoffe und artifizieller Pilz-Konstruktionen,
wie sie im Frankfurter Sky-Building auf 123 Stockwerken, in den Zellulose
Plantagen, für die Welt-Ernährung erforscht und gezüchtet
werden. WIR können jetzt fest- stellen,dass die hier gewonnenen Stoffe,in
Form von Knödeln, Cremes und Tuben-Geels, alle Menschen pudelwohl
und endlich wieder schlank und schlau machen. Und die dort zertifizierte
und produzierte Brause mit dem Löwenanteil an Plasti-Vitamin, selbst
das alte Reinheitsgebot des Bieres auf dem Konsum-Markt längst gekippt
hat und die Leute sich über "Hopfen und Malz, Gott erhalts",
nur noch lustig machen, wie über die alten Müssli-Hippies. Warum
sollten WIR uns mit dem alten Zeug so anstrengend besaufen, wenn es unsere
Brause schneller und gründlicher schafft, noch dazu mit dem gesunden
und angenehmen Nebeneffekt, nachts nicht mehr heisshungrig den Kühlschrank
plündern zu müssen und satt und zufrieden durchschlafen zu können.
Ferner sagen unsere Spitzenforscher im Kolossarium, dass WIR durch diese
Zusatzstoffe immer älter werden.Das sind keine Ammen-Märchen,
selbst die Landesverbände der Blaukreuzler haben es bestätigt
und die anonymen Alkoholiker gleichfalls schon davor. Aber es ist leider
auch wahr, dass in der Werbung immer noch sektiererisch mit den alten
Bio-Natursprüchen und Naturgüte-Siegeln geprahlt wird, obwohl
lwir wissen, dass laut Food-Peace, beim sogenannt reinen Natur-Frass,
erbschädigende, allergische, konsti- tutionelle, konsumschädliche
und psychische Mängel-Folgen drohten, bis hin zur tonnenschwerer
Fettsucht, Geflügel- und Scheinegrippe, nebst der unappetitlichen
Beulen-Pest. Ferner habem WIR doch noch den unerträglichen Gestank
von alten Bauernhöfen, oder den mit Gülle getränkten Äckern,
zum Abgewöhnen in der Nase. So sollten WIR einerseits glücklich
darüber sein, diesen elenden Schweinekram hinter uns gebracht zu
haben undf appelieren an unsere Kreativen in der Werbeindustrie, nun endlich
den ganzen Bio-Quatsch ad acta zu legen und eine bessere Werbung für
bessere Produkte zu machen und das nötig hippe-freundliche Branding
für unsere optimierten, hybriden Geschmacks-Potenzler und Multizückli
der bioplastischen Industrie zu machen. Hier gibt s viel zu tun, packen
WIR es an. Das stillt nicht nur den neutrotischen Hungerreflex, sondern
steigert die fürstliche Esskultur mit dem geboten, süsssauren
Kick. WIR wissen doch, oder sollten es wissen, der Allesfresser-Gesellschaft
von früher drohte, neben vielen anderen Übeln, besonders die
Dekadenz der verfetteten Herzen mit ihrem primitiven Imponier-Gehabe,
in den exotisch ungezügelten, individualistischen Fress-Gewohn- heiten.
So werden die angeblich grossen Kochkünste in China, nur von unwissenschaftlichen
und einfältigen Edel-Spiesser-Touristen gepriesen, die in Wirklichkeit
nur eine grauenhaft versaute Missernährung und widerwärtige
Tierquälerei als Kochkunst pflegen und in den sogenannten Gourmetküchen,
mit ihren ekelhaft-altertümlichen und rückständigen Küchenpraktiken,
nur unappetitliche Geschmacks-Verirrungen erfunden oder bereits Jahrhunderte
lang praktiziert haben. Ferner war es sowieso ein Verrat weniger Perverser,
an unseren würdigen Sitten und Regeln , die Gleicheit der Geschmacks-Nerven
durch unsere hybriden Produkte zu boykottieren und wieder in die elitär
individualistische Genuss-Sucht, beim Verzehr, primitiver und unveredelter
Natur, zurück zu fallen, was immer noch unbekannte Krankheiten in
unser sensibles Genom einschleusen und uns, ganz unverhofft, ins Krankenbett
zwingen könnte. Dagegen preisen WIR unsere einfallsreiche Bio-Sülzplast-Industrie
für ihre Pionierleistungen auf dem Gebiet der Chimären-Mischkost-Technologie
und wollen sie weiter anspornen, auf diesem Wege zügig fortzufahren.
So können WIR endlich die archaische Natur-Verwertung links und rechts
liegen lassen, zugunsten eines aufgeklärten Verständnisses der
modularen Ernährungs-Pläne aus dem Kolossarium. Dort wurden
die natur- nahen Nahrungsketten überzeugend zerschlagen und auf der
Basis unserer modularen Elementar-Systeme reduziert und neu fundiert.
Unsere Gesundheits-Kultur hat dies dankbar registriert und WIR freuen
uns auf kommende, ungeahnt sinnlich-genetische Abenteuer in der täglichen
Geschmacks-Erfor- schung, an deren Genuss seit langem schon Kühe,
Hunde, Katzen, Gänse ,Hühner ,Meerschweinchen und Ratten, mit
ihrer besonders vergüteten Tiernahrung so lecker und schmackhaft
gewöhnt sind. Auch WIR wollen besser schmecken lernen und kochen
und dabei die bunte Neuland-Food weiter auskosten.
WIR haben Freude dran
102
Nicht
erst erfahrene Winzer aus Rheinpfalz kannten die wundersamen Tatsachen
der "Ritter-Klone" und Veredlungstechniken, berichtet Hero-
Tot, unser gelehrter Geschichtsschreiber und er beweist trefflich, dass
sich Reben- bauern damals nicht nur sinnlos betranken, sondern dass der
Fortschritt gerade in den Weinbergen einen besonders wichtigen und methodischen
Anfang nahm. Da ärgerten sich die Weinbauern seit je über ihren
oft sehr unter- schiedlichen Ertrag der einzelnen Rebstöcke, aber
sie wussten es zu deuten. Manche Weinstöcke überboten sich im
Blätterbilden, ohne aber ausreichend süsse Früchte anzusetzen
und bei anderen verschimmelten die Trauben bereits, bevor sie reif waren.
Freilich gaben sich die Bauern dafür selbst die Schuld und glaubten,
irgendetwas falsch gemacht zu haben: Sei es bei der Bekämpfung des
Unkrautes, oder durch falsche Düngung oder durch falschen Rückschnitt,
oder durch zu viel oder zu wenig Schädlingsbekämpfung, oder
weil sie eventuell die falschen Arten für ihren Boden ausgewählt
hatten. Ein guter Winzer tut gut daran all diese Dinge zu sehr sorgsam
zu berücksichtigen, natürlich auch das jeweilige Klima, die
Hanglage usw.,um die hier geeignete Rebensorte anzupflanzen. Doch den
wichtigsten Punkt konnten sie nicht ändern, falls sie ihn überhaupt
mitgedacht hätten. Es war die aller Natur innewohnende Ungleichheit
aller Prozesse und Prämissen, wie eben auch bei den, nur scheinbar
gleichen, Weinstöcken, die sich in ihrer speziellen Anfälligkeit
für Krankheiten und Parasiten sowie der Fruchtbarkeit, besonders
gut studieren lässt. Dieses verdammte Kainsmal aller Ungerechtigkeit,
die individuelle Ungleichheit der Rebstöcke, verfehlte ihre sadistische
und destruktive Wirkung nie, trotz aller Pfropf-und Bastardisierungs-Künste.
Was den Winzern hier seit mindestens 5000 Jahren an gemeinen Unrecht widerfuhr
kannten die klugen Kartoffelbauern wie ihre Getreide anbauenden Leid-
genossen ebenso, bereits schon etwas länger, seit mehr als 10000
Jahren. Dennoch war ihnen allen gemeinsam klar, dass ohne düngende
und sonstige Erziehung der tückischen, wilden Natur, auch bei grösster
Mühe und langer Erfahrung, kein Blumentopf abzuringen war. Es mag
100 oder weniger Jahre her sein, als plötzlich, geradezu aus dem
Nichts auf einmal ganz neue Apfelsorten in Virginia und der Schweiz auftauchten.
Die Gärtner nannten sie 'Golden Delicious' und 'Efa Blauacher'. Aber
niemand wusste zu sagen, wer wohl die Elternbäume dieser neuen wohlschmeckenden
Äpfel waren, denn dazu, dass ein Apfelbaum überhaupt Früchte
trägt, gehören immer zwei Apfelbäume. Auch nicht die gleichen,
oder irgendeine beliebige Sorte, sondern eben die richtige Sorte, damit
die Blüten auch befruchtet werden. Jungferngeburten gibt es hier
nicht. Als also der Golden Delicious und der Efa Blauacher eines Tages
den Gärtnern in den Garten schneite, wurde alsbald abergläubisch
gemunkelt, dass diese Äpfel wohl der Teufel aus Erdnüssen und
menschlichen Brustwarzen gekreuzt hätte. Aber das ist natürlich
Bauernlatein. Heute wissen WIR solche Ungerereimtheiten richtig einzuordnen
und es kann nicht mehr vorkommen, dass in Flora und Fauna immer die Willkür
über Vernunft, Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Zufall und Unwissenheit
obsiegt, denn WIR haben die Pflanzen und Tiere in der gesamten Natur,
nach unseren ehernen Grundgesetzen veredelt, und gegen alle krankmachenden
Heraus- forderungen resistent gezüchtet, und zwar in vier Produktklassen:
1.Gemüse, 2.Haustiere, 3.Dekos, 4. Eugenische Bio-Ware. Der überwiegende,
nicht zähmbare oder für uns brauchbare Rest wird als Schmarotzertum
in den Auflösungsheimen und Verbrennungsanlagen zu Biopost verarbeitet
oder in Teilchen gestäubt, der Energie-Wirtschaft zugeführt.
Dank unserer neuen Genhydraulik sind wir in der Lage alles wieder zu verwenden
und damit für fast jeden verfügbar zu machen. Ein weiterer Triumph
nicht nur unseres Willens, sondern unseres Könnens. Wir werden jede
Ohnmacht besiegen und alle Kleingläubigen schnell und bekehrt ins
Land des seligen Lächelns entführen. Ein grosser Sieg unserer
Kultur, die nur anfangs noch zu erbitterten Kämpfen mit den Verfechtern
der pornografischen Botanik, den kurzlebigen Lamar-ckisten, den altbiblischen
Kreationisten, den mechanischen Evolutionisten, den naiven Monisten und
Morphologen, den oberflächlichen, botanischen und zoologischen Schwärmern,
den rassistischen Potenz-Biologen und dem fabulierenden Gänsevater
von Seewiesen, Konrad Lorenz, führte, die allesamt noch nichts von
der Entdeckung der "SPRINGENDEN GENE" durch die unbeirrbare
und unvergleichliche Barbara McClintock ahnen konnten. Mit deren Genie
jetzt zweifellos die Quintessenz der Lehren von: Linne, Lamarck, Darwin,
Haeckel, Portmann, Uexküll, jetzt auf dem Flohmarkt der überholten
Bio-Wissenschaft enden wird. Fast sollten WIR sie bemitleiden wegen ihres
vergeblichen Forscherlebens, mit dem sie nur winzige Fragmente von Wahrheiten
und Erkenntnissen, inselhafte Bruchstücke und Fälschungen, hochmütig
und leichtsinnig als Weltformeln, Systeme und Dogmen verkauften und damit
nur die Hirne ihrer arglosen Kollegen und Studenten, mit Labor-Quark und
Laber-Käse verschleimt haben, inklusive einer Unsumme von teuren
Forschungsprojekten, wie bis vor kurzem noch, die windigen Klima-Apostel,
mit ihren windig hoch geschraupten Spekulationen. Wir weinen diesen Einseitern
und oft nur überspannten Natur-Erfindern mit ihren verzettelten,
hochstap- lerischen Kartenhäusern von Gestern, keine müde Träne
nach. Die Zeitren-Wende beginnt. Selbst bildende Künstler, die normalerweise
für jeden Unsinn zu gewinnen sind, würden niemals solche Leuchttürme
des peinlichen Übermutes produzie ren. WIR, der Zentralrat der hybriden
KLON-WELT, spekulieren nicht, denn was WIR tun und denken ist bis in die
dunkelsten Ecken erleuchtet und WIR produzieren keine aufgeblasenen Halbheiten
und Hypothsen. WIR machen Ordnung und machen Sinn, ohne jeden Rest von
Fragwürdigkeit, weil WIR alle Werte richtig verwerten. Aber, was
WIR nicht brauchen wird vernichtet und in seine letzten Bestandteile zerstampft.
Denn WIR lassen uns nicht von Chaos, Einfalt und Dummheit missbrauchen.
WIR sind immun gegen jede archaische Sektiererei und Gesetzlosigkeit.
WIR sind einfach zu genial.
WIR wissen, was WIR wollen
103
Ob
nun die ehemaligen morphologischen Tier Darstellungen des Freigeistes
Ernst Haeckel und Erfinders des "Biogenetischen Grundgesetzes",
der "Bio- genetischen Grundregel" nun tatsächlich exakt
ihren Vorlagen in der Natur entsprechen oder nur vielfach peinlich gefälscht
sind, wie von den Jesuiten seit 1910 behauptet und, deren Meinung nach,
nur hypothetische Lücken- büssereien darstellten, aus Mangel
an besserer, technischer Bildgebung oder gar um die Natur zu verhöhnen,
all dieser müssige Streit zweier irrender Parteien, von denen eine
mehr Unrecht hatte als die andere, ist uns jetzt nur noch einen kurzen
Lacher wert. Doch vor hundert Jahren erhitzten sich die Wissenschaftler
und die Kirche darüber so sehr, als ginge es bei diesem Streit zwischen
Alttestamentlern und post-darwinistischen Monisten um die letzten Rätsel
auf unserem Globus. Ebenso einig waren sich Ernst Haeckel und dann Konrad
Lorenz darüber, die uralte, zweitausend Jahre alte Idee der Eugenik
wieder auferstehen zu lassen. Motto: 'Rasse mit Klasse', doch vergebens,
die Menschheit war noch nicht reif und klug genug dafür, bis WIR,
die EU-Genik, hier energisch dieses glanzvolle Überlebenskonzept,
mit optimierter, frischer Konsequenz entstaubten und in die Tat umsetzten.
Stoff zur allgemeinen Belustigung lieferte natürlich auch Haeckels
anthropogener Stammbaum. Doch seine Zeichnungen wa ren wirklich schön,
aber wohl zu schön um wirklich wahr zu sein. Ebenso sind auch alle
anderen, bekannten und unbekannten Theorien über Gott und die Welt,
die sich in Bibliotheken zu Burgen vermeintlichen Wissens auftürmten,
nur ein wertloser Zettelhaufen, wichtigtuerischer Tro- pismen (Natalie
Sarraute), angesichts und gegenüber der Entdeckung der "SPRINGENDEN
GENE", durch Barbara Mc Clintock, die allem bisherigen Wissen, aller
vermeintlichen Allwissenheit bei der Entstehung der Arten, den Boden dauerhaft
entzieht, gleich einem kosmischen Beben, bis tief in die verzweigten Verästelungen
aller interdisziplinär verstrickten Folgerungen.Auch hätten
WIR diesen Türmern und Glöcknern des alten Nicht-Wissens die
nervige Feinfühligkeit der McClintock gewünscht. So sagte sie
einmal ,Zitat: " Immer wenn ich über Gras gehe, tut es mir leid,
denn ich weiss, dass es mich anschreit". Eine neue Zeitrechnung beginnt
mit dieser genialen Forscherin, was freilich nicht sofort bemerkt wurde.
Eine neue Welt öffnet sich mit ihr und WIR gehen mit, denn WIR, die
EU-Geniker haben längst ihre Erkenntnis in user Welt- und Leitbild
integriert. Es bildet die epochale Grundlage unserer Neo-Morphogenie.
Der mobile Teil des Genoms, in dem die Gene ihr kreatives und neu-artiges
Springen und Tanzen bereits von Ewigkeit an, unbemerkt ausgeübt haben,
schenkt uns die schöpferische Klaviatur für jede nur denkbare
Eigentümlichkeit und Optimierung neuer Wesenheiten zur Krönung
aller Super-Talente unseres König-Klons, einschliesslich unserer
neuzeitlich, machtvollen Bio-Gen-Etic, die nichts auslässt. Es klingt
vielleicht vermessen, aber WIR haben den Hebel umgelegt und die alte Natur
gehorcht uns nun wie ein Hund aufs Wort und auf eden Klick, wie eine seelenloser
Automat. WIR lassen die Gene tanzen und springen, wie WIR wollen und WIR
sagen ihnen wie sie tanzen und springen sollen und natürlich wohin.
WIR haben ihnen beigebracht zu gehorchen und sie gehorchen und es hat
sich eine neue Welt aufgetan und kein schwarzes Loch. Dies hat mit Natur
nichts mehr zu tun, wie sie von den Schamanen gedeutet wurde. Endlich,
denn die Natur bleibt halt was sie immer war, ein wildes Chaos ohne Ziel
und Sinn, von dem WIR sie nun erlöst haben und ihre Spuren bieten
unseren Wissenschaftlern keinen ungelösten und prinzipiellen Zündstoff
mehr für neue zündende Axiome, bis auf nichtssagend minimalistisch
verkrampfte Haarspaltereien, ausgebrütet von autistisch werkelnden
Amateuren oder starrsinnigen Trotzköpfen alter Schule, denen WIR
ihre naive und schnell aussterbende Freude nicht nehmen wollen. Also,
wie schon erwähnt, unzähmbare Wildformen, welche mit unseren
strengen Toleranz-Kriterien nicht vereinbar sind, müssen zu den Rampen
gebracht werden und nach den Gesetzen unserer Verfassung von den Zuchtrichtern
selektiert und entweder für immer ausgerottet, oder als Spiel-Zeug
zum Experimentieren in die Kultur-Betriebe unde das Erdgeschoss im Kolossarium
transportiert werden. Beispielhaft, um nicht zu sagen vorbildhaft, züchtete
der Professor Michael Badura bereits 1967, wie aus seiner "Angewandten
Botanik" belegt ist, eine Vielzahl nützlicher Hybrid-Pflanzen
und Stecklinge in speziellen Kulturböden aus Dreck, Gift, Plastik,
Zement und Kot. Daraus erwuchsen: u.a. Knollengewächse, Pilze, Flechten,
Schlingpflanzen und Riesenbätter, die wiederum in Windeseile die
Umwelt vom, herumliegenden und fliegenden Dreck reinigen konnten und zurück
in Biomasse verwandelten. Das war kein Wunder, sondern ein Akt des neuen
Bio-Recyclings. Und 1982 züchtete er spezielle "Blatt-Chhimären",
die als "Schwarze Wissenschaft", jeweils aus einer Gen-Mischung
verschiedenster Baum-, Strauch- und Pflanzen-Blätter bestanden und
so "Das "Geniale an den Natur-Wissenschaften" endlich mal
exemplarisch herausstellen sollten: u.a.: Das "Recht-Winkelblatt",
das "Haken-Kreuzblatt", das "Lind-Pest-Hornbatt",das
"Pest-Finger-Wurz-Blatt", das "Halb-Rücken-Halb-Bauch-Blatt",
den "Genullten Knöterich". Gleiches sollte auch an diversen
Tier-Montagen als Multi-Chimären exemplifiziert werden. Doch was
der Professor ehemals als Geheimforschung betrieb, wurde im Laufe der
Zeit endlich normaler Alltag bei den Bio- und sonstigen intergrierenden,
interdisziplinären Mischwissenschaften und die Studenten lernten
und taten es schliesslich auf den Universitäten in den unterschiedlihsten
Projekten und Übungen, als wenn sie es immer schon getan hätten.
So wurden in den Veterinär-Instituten der Georg-August -Universität
in Göttingen häufig lebenden Schweinen die Köpfe abgetrennt
und anderen geköpften Schweinen wieder angepflanzt, was anfangs nicht
gelang, aber später Routine wurde."Übung macht halt den
Meister".Und so konnten WIR bald täglich neue Erfolge der immer
komplexer agierenden Bio-Techniken in der Zeitung lesen. Aus Texas kam
die Kunde von der Erfindung der Gen-Maus, mit den wunderbar grossen, knusprigen
Ohren. Dann kam der intensiv riechende Fliedermaus-Farn aus dem Kongo,
der Wohnraum in einen duftenden Frühlingsgarten verwandelte. Es kam
die wuchtige Kilo-Biene, die gewöhnliches, aber ultra-violett gefärbtes
Stroh in Honig umzuwandeln verstand. Es kam das bratfertig gezüchtete,
federlos gezüchtete Huhn aus Israel mit dem pflaumenweichen Fleisch,
das mit Oliven aus Palästina eine symbiotische Geschmacksekstase
eingeht. Und es kam die beinlose, einjährige Mast-Gans aus Polen,
die in den einzigartig platzsparenden Maiskolben-Batterien gehalten wurde
und so ging das immer weiter. Denn bei uns ist kein Ding unmöglich.
WIR könnten diese Liste endlos fortsetzen, doch sie können alles
in den schönen Broschüren unseres Wissenschafts-Ministeriums
nachlesen und vieles davon haben Sie eventuell schon heute mit Genuss
verzehrt. Das sind glorreiche Marksteine unserer Kreatur-Kultur und in
den biotechnischen Labors warten eine Unzahl anderer Hybrid-Knaller und
Bio-Montagen auf Vollendung und Serienreife. Die Reihe dieser meisterlich
weltoffenen Multi-Kulti-und Kultivierungs-Kunst öffnet Welten und
wird bald mit jedem banalen Genom, durch wenige Manipulationen und planvoll
gesprungene Gene, ein endloses Eldorado vergnüglicher, schmackhafter
und nützlicher Chimären hervorbringen. WIR lassen uns von der
Natur nichts mehr vorschreiben, im Gegenteil. WIR haben den Spiess umgedreht.
WIR sind nicht schlecht
104
In
einem einfachen Handbuch der Gärtnerei wird der eigenwillige Fall
eines Gärtners beschrieben, der jahrelang wegen der Ertraglosigkeit
seines Wal- nussbaumes verzweifelt war. Obwohl er ihn aufopfernd und sorgfältiger
als alle anderen Pflanzen pflegte, wollte der keine Früchte tragen.
Der Gärtner empfand das als tiefe, persönliche Kränkung
und verstand nicht, warum ihn dieser Baum seine Liebe so bitter vergällte.
Ausser sich vor Wut soll dieser Mann dann eines Tages diesen undankbaren
Baum geprügelt, zerzaust und all seiner Blätterpracht beraubt
haben und ihn, solcherart zugerichtet, völlig unbehütet und
ohne Liebe, seinem weiteren Schiksal überlassen haben. Mit anderen
Worten, er hatte den Baum aufgegeben und es war ihm rotzegal, ob er einging
oder nicht. Doch, und das macht diesen Fall dann so beispielhaft, war
diese Geschichte damit nicht zu Ende. Denn Im nächsten Frühjahr
blühte der Baum auf einmal so prächtig und üppig wie noch
nie zuvor und produzierte eine gigantische Fülle von Nüssen,
wie es die Welt und der verzweifelte Gärtner bis dahin noch nie gesehen
hatte. Dieses eigentlich unglaubliche und absolut ungeplante Lehrstück
zeigt, dass die Natur darauf zu warten scheint, von einem richtig brutalen
Zucht-Meister und Pflanzenmacho in die Zucht genomnommen zu werden, wie
man es ja auch manchen Frauen nachsagt, dass sie erst richtig lieben könnten,
wenn sie gequält und geschlagen werden. Das scheint paradox, ist
aber vielleicht deshalb nicht unlogisch, weil erst durch eine emotionale
und eventuell gewaltsame Wutentladung, der hartleibigen Natur damit erst
eine starke Beziehung vermittelt wird, die jedes sentimentale Gerede,
eingebildeter Naturfreune als oberflächliche Selbstbefriedigung entlarvt
und daneben das gluckenhafte Bemuttern, nicht nur von Pflanzen und Tieren,
als hohle Phrase oder brahmanisierendes Ritual ausweist, das, solcherart
verkitscht, eigentlich nur ein tiefes Unverständnis gegenüber
jeglicher Natur offenbart. Und es scheinen, vor diesem Hintergrund, selbst
die abstrusesten Selbstkasteiungen und Selbstquälereien von Mönchen
in den Klostern, zu den sexuell stimulierten und praktizierten sadomasochistischen
Geisselungen, perverser Geister, in entsprechenden Folterkammern, nur
kleine, seelen- verwandte Schritte zu sein. Und pädagogische Analogien
heute, bei der hilflosen Erziehung renitenter Jugendlicher, mit zuckersüsser,
hündischer Affenliebe, weisen ja bekanntlich durch immer grössere
Misserfolge, in die gleiche Richtung, weil damit eher das Gegenteil vermittelt
wird, also nur die anspruchslose Verwässerung einer echten Beziehung.
Eine alte Erfahrung lehrt, WIR lernen nur durch Schmerzen.
WIR sind konstruktiv
105
Zum
Erbarmen war unsere ehemalige Lebenserwartung von gerade mal nur achtzig
Jahren im Durchschnitt. Das durfte nicht so bleiben und WIR wollten hier
unbedingt eine wesentliche Verbesserung Stück um Stück erreichen,
auf dem Weg ins ewige Leben. Und WIR waren erfolgreich. So sind WIR glücklich
und zuerst mal zufrieden, unserern Bürgern mitteilen zu können,
dass die Lebenszeit im später geklonten Zustand mindestens, 500 Jahre
betragen wird, bevor WIR erneut bei den Klonautomaten eine weiteres Alter
von 500 Jahren beantragen dürfen. Es wird fieberhaft daran gearbeitet,
die Grenze immer weiter zu verschieben, und das Kolossarium geht in etwa
von einer Lebenseinheit von 1000 Jahen aus. Das sollte erst mal genügen,
unsere Rasse auf dem näheren Universum dauerhaft zu konstitutionalisieren.
WIR konnten zwar nicht so fliegen wie die Vögel, aber WIR hatten
ja unsere Flugzeuge und Raketen. WIR konnten zwqr nicht so gut schwimmen
und tauchen wie die Fische, aber WIR hatten ja unsere Schiffe und Unterseeboote.
WIR konnten zwar nicht so flexibel und energiesparend Häuser bauen
wie die Termiten, aber WIR hatten ja unsere Türme und Wolkenkratzer
mit Heizung und Klimaanlagen bis hoch in die Wolken hinein. WIR wurden
zwar nackt wie die Regenwürmer und ohne das aufregende Outfit der
meisten Tiere und Pflanzen geboren, aber WIR hatten ja unsere Designer-Klamotten
und den so hippen Lifestyle unserer süssen POP-Kultur. WIR hatten
zwar nicht den Instinkt und den vielstimmigen Gesang der Tiere, aber WIR
hatten ja die politischen Parteien und das Fernsehen mit der Kultur von
Aboriginis und bunten Primeln. WIR glaubten zwar viel Lebensqualität
zu besitzen, hatten aber, gemessen an der genetisch möglichen, nur
eine sehr bescheidene. WIR hatten zwar Pillen, Säfte und Zäpfchen,
aber WIR konnten nicht so alt werden wie die kanadischen Mammutbäume
oder die Sumpfschildkröten. Das nagte natürlich gewaltig an
unsrem Selbstbewusstsein und das forderte uns heraus, dieses Trauma aus
eigener Kraft zu überwinden, um auf längere Sicht unseren Staat
kontinuierlich ausbauen zu können. Denn uns, den so mächtigen
Herren der Schöpfung, sollte doch unbedingt die grösstmögliche
Option auf diesem Feld machbar sein. Und tatsächlich, so dürfen
WIR jetzt sagen, sollten WIR hierbei jetzt unsere grösste Genugtugung
erfahren.Es klingt fast unglaublich, aber selbst in dieser sehr komplizierten
und besonders anspruchsvollen Domäne, der Verlängerung unserer
Lebenszeit, gelang der Durchbruch und die Wende, dank unserer beharrlich
forschenden Genossen, die auf einmal die Schlüssel fanden, alle Türen
und scheinbar toten Winkel aufzustossen, wo WIR früher immer annahmen,
dass die Welt an diesen Punkten mit harten, knorrigen Brettern vernagelt
sei. WIR verkünden heute triumphierend aller Welt, dass WIR demnächst
geklont, mit 500 Jahren immer noch so jung aussehen werden, wie frisch
geklont und dabei nicht so alttersschwach und auf Krücken herum stolpern
werden, wie die Alt-Menschen noch gestern mit 80 Jahren. So hat uns die
EU-Genik eine biblische Lebenserwartung geschenkt. Die absoluten Hochrechnungen
unserer Bio-Techniker zeigen den deutlich eindeutigen unmissverständlichen
Erfolg auf diesem schwierigen Acker. WIR haben es geschafft und WIR halten
mit unserer lauten Freude nicht hinterm Berg und können stolz auf
uns sein.Natürlich bedauern WIR die direkten Nachteile der traditionellen
Gerontologie-Wirtschaft, die bald überflüssig sein wird, wie
so Vieles nach erfolgreicher Forschung aber dafür wird die Neubeschäftigung
in den Klonhäusern durch neue Klontechniken einen Ausgleich schaffen.
Der nahezu acht-fach gestreckte Alterungsprozess erfasst die tiefsten
Wurzeln unseres organischen Lebens, bis in alle Wirkungs-Geschichten der
von uns neu konfigurierten Materie hinein. Er erfasst jeden Muskel, jeden
Nerv, jedes Hormon und Molekül. Es werden alle lebenswichtigen Funktionen
erfasst und bis zum letzten Reiz und Impuls ausgereizt, ohne dabei von
böswilligen Pharmaeffekten befallen zu werden, denn der überwiegende
Teil dieses enormen Erfolges gebührt den physiologisch neuen Vitalisierungs-Konzepten,
der Botenstoffe aller Organe und Kreisläufe, die neben den genetischen
Optimierungen, auch durch spezielle Bio-Drinks ermöglicht werden.
Dabei war das Herz immer schon der zentrale Schwachpunkt des Körpers,
bis gestern. Doch in der metallurgischen Chemie wurde ein Serum syntetiesiert,
das unsere Herzklappen nahezu unzerstörbar stählt und viele
hundert Jahre gleichmässig und stark schlagen lässt, vorausgesetzt
die psychischen Reflexe des Nervensystems können in einem vergleichbar
stabilen Höchstleistungs-Modus gefahren werden, was zwar gentechnisch
schon möglich ist, aber zunächst noch bei fast allen, am Herzen
behandelten Hominiden, ein ganz leichtes Dauer-Zittern des Körpers,
im dreiviertel Takt, hervorruft. Zwar sind bereits früher wichtige
Erkenntnisse bei der erwünschten Unverwüstlichkeit des Herzschlages
gelungen, aber es fehlte der unbeugsame Wille, der hier noch nicht völlig
entfesselten Wissenschaft, sich experimentell von ängstlicher Betulichkeit
frei zu machen und auch vom niederträchtigen Spott einiger Tölpel,
die hier zunächst noch über die Fuscher des "Prinz Eisenherz"
witzelten. Ohne die politische Unterstützung, bis zur gesetzlich
geregelten Entmündigung entsprechender Brobanden, wäre diese
vermeintliche Utopie niemals Realität geworden. Also alles in allem,
ein rasanter Erfolg, der heute jedem einleuchtet, der solche Leistungen
richtig einzuordnen versteht, die von unserer Bio-Gerontologie erbracht
wurden. Mit grösster Genugtugung sehen WIR bald unsere ehemals uralten
Oldies überall auf gleicher Augenhöhe, mit gleicher Gelenkigkeit
und Kraft, quick lebendig, mit den ganz Jungen tanzen, springen und laufen,
und selbst beim körperlich schweren Strassenbau, Seit an Seit, die
gleiche schwere Arbeit verrichten, wie die Jugend. Die Überwindung
der Ermüdungs-Brüche unserer Organe, auch die des imer schon
alzheimer- genervten Gehirns, nach grössten Belastungen, oder falscher
Ernährung, sind ein rationales Wunder unserer nimmermüden EU-Genik
auf der Agenda zur dauerhaften Agenda : Eden für Jeden, ohne wenn
und aber.So arbeiten die komplexen Kreisläufe immer reibungsloser
und die Körpersäfte verlieren ihre unberechenbaren Wirkungen.
Das bedeutet frisch zu bleiben, bis ins biblische Alter und dies ist die
absolute Revolution in unserer noch jungen, aber ausgereiften Altenmedizin,
die selbst das sterile, zwanghafte Grübeln über das fast unbedenkliche
Herz-Zittern, bis auf wenige dauerhafte Reflexe, beruhigen konnte.Ähnliches
trifft auch für die Bewegungsmechanismen der Band- scheiben, Gelenke,
Sehnen, Muskeln, Venen und Nerven zu, die im Gegensatz zu früheren,oft
tödlichen oder unerträglichen Gebrechen, verblüffend stabil
und hartnäckig gesund bleiben, ohne gleich zu brechen, zu stauchen
oder zellulär porös und weich zu werden und .Das buntgewürfelte
und dauerhafte Einnehmen von Pharmaprodukten für dies und jenes,
konnte entscheidend reguliert werden, zugunsten einmalig verabreichter
Stösse und Injektionen in die Hypophyse , die im Blut immer weniger
Verunreinigungen und schrottige Blutkörperchen hinterlassen. Dieser
Erfolg hat viele Väter, aber ohne das wirtschaftliche Fundament unserer
optimierten Bio-Waren, im Gleichklang mit den fördernden und fordernden
Sozial-Hilfen für die Ambulanzen, wäre das alles nur Gerede
und Getue geblieben. Hier haben WIR, in wenigen experimentellen Stufen,
scheinbar ewig festgefressene Befindlichkeiten über- springen können,
weil WIR von überflüssigen Extras und asozial oder kasuistisch,
subjektiven Barrieren politisch und sozial entlastet wurden. Endlich wissen
WIR, was WIR hier zu tun haben und tun können. Endlich können
WIR wirklich alt und dabei nicht schwach werden. Endlich sind WIR fähig
die letzten Schritte aus den Gefängnissen der alten Krankheiten zu
tun. WIR sind so dankbar und alle antiken Götter werden uns beneiden.
WIR sind so high
106
Manchem
erschien es zunächst ekelhaft, unter aller Würde und restlos
abwegig, sein Erbgut durch hochspezialisierte Fertigkeiten und nützliche
Eigenarten von Tieren, Pflanzen, Pilzen, Viren und Bakterien ergänzen,
verbessern oder gar multiplizieren zu lassen. Doch, was heisst schon abwegig
oder abartig und wer bestimmt oder weiss, was abwegig oder abartig, über
den Augenschein hinaus, ist und bedeutet? Wer lässt sich schon von
Wegen abhalten, die von Jammerlappen aus moralischen, geschichtlichen
oder ge- fühlsmässigen Gründen als abwegig bezeichnet werden.
Also von Leuten für abwegig gehalten werden, die nichts dazu lernen
wollen, weil sie sich für schlau genug halten oder Angst vor allem
Neuen haben. WIOR fragen Euch also, kann es denn so schlau sein, sich
Wege zu versagen, die man noch nie gegangen ist? Kann kann man Wege irgendwie
bewerten, die man gar nicht kennt.? Soll man sich an so genannten, guten
Freunden oder alten Gewohnheiten orientieren, die einem dies und das als
abwegig empfehlen oder gar per Gesetz verbieten wollen, aber selbst nicht
wissen, worüber sie eigentlich reden? Ein arger Tropf wäre das,
der hier nur das täte oder unterliesse, was er selbst nie wahrgenommen
hätte oder beurteilen könnte, bevor er es je, auch nicht im
Ansatz, versucht hätte? WIR könnten hier ohne Ende weiter hypothetisch
Löcher ins Vakuum bohren, doch befriedigende Antworten bekämen
WIR nie und unsere Fragen würden schwerelos und spurlos verenden
und verschwinden, egal von wem sie und egal über was sie gestellt
würden. Ebenso werden WIR niemandem eine befriedigende Antwort geben
können, der uns fragte, ob dies oder das abwegig sei oder nicht.
WIR würden dabei feststellen, dass WIR uns nur wie die Derwische
im Kreis drehen würden, ohne Stillstand bis uns ganz schwindlich
nichts anderes übrig bliebe, als wenigstens für uns ganz persönlich
zu entscheiden, ob WIR uns da oder dort mal abwegig verhalten sollten
oder sogar müssten um ein paar Punkte schlauer und wissender zu werden
oder weiter zu kreiseln. Und da werden sich am Ende die Geister scheiden,
in jene, die es einfach bleiben lassen, oder in jene, die sich der Ungewissheit,
abwegiger Risiken, vielleicht sogar lustvoll stellen und unter Umständen,
in einem einzigen Augenblick, Alles in Frage stellen, nur um etwas heraus
zu bekommen, was sie vorher nur ganz vage geahnt oder immer bezweifelt
haben.Und sie werden, bei allen Schwierigkeiten, die sie sich dabei freiwillig
aufhalsen, oft finden, dass es Sinn gemacht hat, sich auf diese Abwege
einzulassen, weil sie während, nach oder durch diese Abwege etwas
Neues, Kostbares und Einmaliges dazu gewonnen oder entdeckt haben, was
zunächst undenkbar schien. Und manchmal, selbstverständlich,
werden sie dabei nur irrend in Geröll und Finsternis heum gestiegen
sein, wie es ihnen von anderen bereits vorhergesagt wurde, denn es muss
ja durchaus nicht alles dumm oder falsch sein, was andere Leute denken.
Abwege sind etwas anderes als Umwege, bei denen man zwar das Ziel kennt,
aber nur eine andere Strecke nimmt. Die Entscheidung für eine vermeintliche
Abwegigkeit ist grundsätzlicher Art und im einzelnen wahrscheinlich
genetisch bedingt, weil es mit Mut, Leidenschaft und Risikobereitschaft
zusammen hängt, die den meisten Menschen abgeht. Hier meinen W IR
nicht das Risiko eines Soldaten, sein Leben zu opfern, sondernm das Risiko
neues Leben zu gewinnen. Da sind Weg, Ziel und Ergebnis insgesamt unbekannt
und alles davon geprägt, dass die bekannten Haupt-und Nebenwege
(Paul Klee), unbefriedigend oder veraltet sind. Der Spruch: "Was
der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht", entspricht der Überlebenssrtategie
eines Bauern, wie man so sagt, aber alle Menschen sind nicht so genannte
Bauern oder denken so konservativ und schematisch wie es Tiere sind, die
in der Tat nur das fressen, was sie kennen und ihr angeborenes Misstrauen
gegen alles Unbekannte ist riesengross, selten zu überwinden und
gehört zu ihrer instinktiven Überlebensstrategie. Und abwegig
verhalten sie sich nie und das hat sich für ihr Erfahrungsmuster
meist erfolgreich ausgezahlt. Auf uns Hominiden bezogen können WIR
ganz pauschal aber behaupten, dass WIR die seltsamen Bedingungen, die
WIR uns in jahrtausenden Jahren selbst geschaffen haben, nur den scheinbaren
Abwegen freiwilliger Vorläufer und Vorkoster zu verdanken haben,
die uns den Weg zum Jetzt vorgezeichnet haben, ansonsten gäbe es
längst keine Menschen mehr auf der Welt, mit ähnlich schlechter,
fauler und desaströser Beharrlichkeit. Dieser Weg aus einer ausweglosen
Beharrlichkeit und Sturheit sollte gekennzeichnet sein zuerst durch das
Verstehen und dann erst durch das Bewerten und nicht umgekehrt wie in
faschistischen und allen manipulierten Verhältnissen. Denn die Vorherrschaft
des Bewertens ist die ausgewachsene Krankheit und Paranoia von Macht,
also z.B.von Politik, Kirche, Kunst und schlechter Wis- senschaft, wo
nicht der Dialog, sondern das Diktat das Ende eines sozialen oder kommunizierenden
Prozesses, ohne vorbestimmte Hierarchie, bestimmen. Bewertungen, die allein
auf Macht beruhen sind nicht nur wertlos, sondern zumeist auch pervers
und im ursprünglichen Sinne, Unzucht mit Abhängigen, also ganz
nahe oder bereits Vollzug einer politischen Perversion und Pornographie.
Manches sieht auch nur ungewollt abwegig aus, wie das moralische Getue
von einfältigen Politikern, die sich dann konsequenter Weise meist
auch der Ganoven- oder Lumpensprache bedienen und immer vom Mitnehmen
der Menschen sprechen, sie könnten es auch Abziehen oder Belügen
nennen, wenn dies nicht durch den direkten Auftrag des Volkes gedeckt
oder gewollt ist, was dem heimlichen Betrügen durch die Hintertür
oder dem Veruntreuen ihrer zumeist arglosen Wählerstimmen gleichkommt.
Um sich arglose Menschen gefügig zu machen, werden andersdenkende
zumeist erst ausgrenzend stigmatisiert und schliesslich kriminalisiert,
weil die freie Meinung, obwohl heuchlerisch geduldet, natürlich die
Gefahr von Machtverschiebungen der Herrschaften bedeutet und so eine eigene,
schlecht kontrollierbare Dynamik der bestehenden Verhältnisse entfalten
kann..Wer dieses Feuer austreten oder verhindern will, egal wo, wie und
mit welchem angeblich besseren Grund, der spricht die Sprache der ewig
dummen Besserwisser, die sich zu jeder Zeit anders schminken, aber immer
Gröfatzkes und Piefkes aus reinem Eigennutz bleiben. Also z.B: haben
WIR ja beobachten können, dass grüne, gelbe, schwarze, blaue,
orangene oder blutrote Politiker, unter den genannten Gründen, genauso
kackfotzebraun handeln, wie die alten Kack- fotzebraunen Politiker und
Strategen, nur wollen sie es anders wahrhaben, denn was richtig bruhn
ist, wie die Krefelder so schön durch die Blume sagen, wissen sie
zwar, aber es sind immer die Anderen, die so kotzkackebraun sind und nicht
sie selbst. WIR wollen hier keine billige Nacherzählung von Geschichte
vornehmen, sondern WIR wollen nur mit der Metapher des blöden Politikers
zeigen, wie eng Dummheit und Macht zusammen hängen und wie goldrichtig
es wäre, wenn Dummheit und Macht mal auf Abwege gerieten. WIR , die
EU-Genik haben viele, sehr viele Abwege beschritten und es ist dem ganzen
Volk zu gute gekommen und das wird so weiter gehen, bis WIR unser Ziel
erreicht haben. WIR wissen, dass unser liebes Volk das längst verstanden
hat und unsere Abwege in die hybride KLON-Welt mit allen Fasern unterstützen
und alles tun werden, damit unser Projekt des König-Klons nicht durch
kleinliches Spiessertum scheitert oder unnotig verzögert wird. WIR
regieren mit Kompetenz, ohne korrupte, verlogene, pädophile, koksende,
Hohepriester, aber mit Phantasie und methodischer Gründlichkeit.
WIR sind einfach besser.
WIR gehen voran
107
So
erschien es also manchem abwegig, unser Erbgut durch, in der Natur wahllos
gestreute, aber hochspezialisierte Talente verschiedenster Wesen aus Fauna
und Flora zu verbessern, was sich mittlerweile als die beste Überlebenstechnik
herausgemendelt hat. Also sollten WIR uns auch nicht mit den erstbesten
Ergebnissen zufrieden geben, sondern diese Quellen bis zur Neige ausreizen,
bis nichts mehr geht.Alles andere wäre blamabel und unserer einmaligen
Position weder würdig noch angemessen. Unsere Bio-Melker, Pop-Designer,
Chemo-Plaster, Psycho-Wandler, Montage-Cluster und Multi-Zünder usw.
führten überzeugende Beweise an, dass alle Barrieren, Hemmungen
und Phobien gegenüber multiplexen Insektiziden, Pilz- und Virenzusätzen,
Blocker, Verbund- und Vernetzungs-Klistide, Enthemmer, Stammzellen-Paster
usw. in den vorgeschriebenen Nahrungsportionen der Gesundheits-Ämter,
grundlos und abergläubisch sind, vorausgesetzt WIR gehen damit sorgfälig
und zielgerecht um, was ja eigentlich selbstverständlich ist. WIR
müssen uns nun mal daran gewöhnen, dass unsere Körper,
als genetischer Bausatz, ein Eldrado phantastischer Anknüpfungspunkte
für multi-hybride Kulturen darstellen und zu assimilieren verstehen
und WIR wirklich keine Angst vor offen hinzukonstruierten Bio-Konstrukten
haben müssen, die uns wunderbar zu bereichern vermögen. Bereits
Johann Wolfgang von Goethe experimentierte in Gedanken mit der Vorstellung
einer Ur- oder Idealpflanze, die er aus einzelnen botanischen Fragmenten
genial zu kompilieren trachtete und so schrieb in der "Italienischen
Reise" 1787 an Herder die so erleuchteten Sätze: "Die Urpflanze
wird das wunderlichste Geschöpf der Welt, um welches mich selbst
die Natur beneiden soll. Mit diesem Modell und dem Schlüssel dazu
kann man alsdann noch Pflanzen ins Unendliche erfinden, die konsequent
sein müssen, das heisst, die, wenn sie auch nicht existieren, doch
existieren könnten und nicht etwa nur malerische oder dichtende Schatten
sind, sondern eine innerliche Wahrheit und Notwendigkeit haben."
Wer wird schon dem grössten deutschen Genius, der einzigartigen Perle
unter den Geistes-Giganten, aus der prä-eugenischen Zeit widersprechen
wollen und können, weil dieser erfahrene Dichter mit genialer Weitsicht
und für unser Verständnis, genuiner Weisheit längst ahnend
wusste, was WIR erst heute richtig und fundamental kapiert haben sollten,
nämlich unserem Leben Das zusätzlich zu geben, wohin es doch
unaufhörlich strebte, von Anfang an, ohne dass es die tumbe Menschheit
erkannt hätte. Eine Ideal-Pflanze aus vielen, ehemals artentechnisch
getrenn- ten ,botanischen Fragmenten zusammenwachsen zu lassen - zu
erfinden - das ist nicht der Gedanke eines ungebildeten Fuschers,
sondern die Real-Prophetie, logische Antizipation und die Vorlage für
unsere EU-Genik, die WIR aber nicht nur nachäffen wollen, sondern
weit darüber hinaus einlösen werden, ohne Wenn und Aber, indem
WIR die Verdichtung unseres Genoms mit allen virulenten Bio-Substanzen
bis zum Platzen voll bereichern werden, mit der Konsequenz, die sich auch
im exotischen Habitus unserer äusseren Gestalt, bemerkbar machen
wird. WIR haben endlich verstanden, was möglich ist und was möglich
ist, werden wir auch tun und auf die letzte Höhe der Perfektion steigern.
Vertrauen und Zuversicht werden uns helfen, bei allen Schritten ins Glück.
Gleich sein und eins sein, das soll bald sein und immer gerecht sein,
im ganzen Geschlecht sein und trotzdem multi-hybrid sein - nicht nur zum
Schein.
WIR machen führig
108
Vielleicht
kannte Charles Darwin die Ideen Goethes,aber um die eugenische Philosophie
der hybriden Klon-Welt noch besser zu verstehen, empfehlen WIR, ganz tief,
in die Zeit von Babel, Gilgamesch und, falls möglich, noch davor,
bis zur Wind-Dämonin Lilit, einzutauchen, denn nur dann spüren
WIR den ganzen geschichtlichen Atem, der immer wieder, mit den verschiedensten
Orakeln, Zeichen, Bildern und plastischen Werken, zu uns spricht und in
Gestalt wechselnder Chimären, unsere hybride Welt ankündigt.
WIR haben die ver- schlungenen Pfade und Andeutungen verstanden, die oft
zeitlich unsys- tematisch, dischron, durch hin und her springende Punkte,
kreuz und quer verlaufende Verbindungslinien und sich befruchtende Inseln,
schliesslich bis ins ehemals schlesische Ziebendorf weisen, auch wenn
das zunächst wild gerafft erscheint, so gibt es hier ein leuchtendes
Netzwerk zu bestaunen, das in ganzer Länge und Breite von keiner
anderen Vorstellung an Kontinuität und Stringenz übertroffen
wird: Von u.a. Sumer, Agypten, China, Homer, Platon, Aristoteles, Ovid,
Albertus Magnus, Hyronimus Bosch, mittelalterlichen Bestiarien, Grünewald,
Archimboldo, Goethe, Charles Darwin, Ernst Haeckel, Apollinaire, um nur
einige wenige zu nennen, bis zuletzt, zu dem in Schlesien aufge- wachsenen
Naturforscher und Polyhistor John Jonston und seiner 'Welt der Tiere'
ist der verwandte Geist , durchgehend durch alle Kultur-Epochen, zu bestaunen,
der prophetisch in die selbe Richtung weist: Zu uns und zu unserer EU-Genik.
Die Welt der Tiere, WIR können auch sagen Die Welt
der Chimären die vom Schweizer Kupferstecher Matthäus
Merian d.Ä.verlegt und gezeichnet wurde, nach weisenden Vorlagen
von: u.a.Conrad Gesner und Ulisses Aldrovandi auf 248 Tafeln, mit ca 3000
Einzelabbildungen. Er bildet hier scheinbar existente Tiere ab, die hybride
und gemischtes Wesen, zwischen Wirklichkeit und legendärer Phantasie
sind und dies nicht aus reiner Spielerei, sondern als bewusste Vorboten
und Geschenke an unseren wissenschaftlich kreativen Geist, mit dem Auftrag
eine neue Schöpfungs-Geschichte einzuleiten und zu materialisieren
und sie nicht nur zu denken. Im übrigen sind diese Chimären,
was ihren realen Anteil betrifft, realistisch gestochen in Szene gesetzt,
ohne die heute alltäglichen Geräte wie Brille, Mikroskop, Photoapparat,
Fernglas, Filmkamera, Glastisch, Antiskop oder Diaprojektor dafür
nutzen zu können und dabei oft nur auf unscharfe Augen, Hören
und Sagen, Mythen, Legenden, das Gedächtnis, Versteinerungen, Jägerlatein
oder die zufälligen Beobachtungen von Amateuren, Abenteurern und
Seefahrern angewiesen zu sein. Nicht so wie heute, wo jeder schnell weltweit
herumreisen kann, um selbst die seltensten Tiere in freier Natur studieren,
filmen oder einfangen kann. Zum Teil urälteste Knochen,vertrocknete
Bälge, mottenzerfressene Felle ,Spiritus Präparate oder Abbildungen
von wissenschaftlichen Zeich nern mussten etwa bis 1800 die authentische
Betrachtung der Zoologen ersetzen, was natürlich diesen ersten Darstellungen
sofort anzumerken ist. Der erste, noch sehr begrenzte Zoo in Europa öffnete
1752 seine Tore in Wien und so wird berichtet: Unter Franz II.kam die
erste Giraffe in den Schönbrunner Tiergarten. Zuvor leisteten sich
Potentate aus aller Welt nur kleine, unsystematische, nicht öffentliche
Menagerien. Zwischen 1799-1804 erfolgten die ersten For- schungsreisen
des Universalisten Alexander von Humboldt, mit seinem wissenschaftlichen
Zeichner Georg Foster. Und ab 1860 veröffentlichte der Reiseschriftsteller
Alfred Brehm sein "Brehms Thierleben" mit Zeichnungen von Gustav
Mützel, Eduard Oscar Schmidt und Robert Kretschmer, die angeblich
von Darwin hoch gelobt wurden. WIR skizzieren hier die bekannten Geschichten,
um einen Begriff zu vermitteln, wie es beispielsweise mit der tatsächlichen
Kenntnis der Tiere damals bestellt war, als Mattias Merian der Ältere
die "Naturgeschichte der Tiere" 1650 herausbrachte und darüber
hinaus, inwieweit gerade seine unbeabsichtigten Fehler, aber auch uneingestandenen
Erfahrungslücken, zwischen der lebenden Kreatur und ihrem gezeichneten
Abbild, eine symbiotische Verschmelzung von Wissen, Nicht-Wissen und Phantasie
hervorbrachte. Aus heutiger Sicht tragen diese Tierdarstellungen zwar
praktisch fast nichts zur wissenschaftlichen Morphologie und Biologie
der Tiere bei, aber sie werfen ein bezeichnendes Licht auf die tollkühn
berauschte Psyche und ihre bewundernswerte Phantasiekraft der betreffenden
For- schungs-Künstler, deren Genie wohl besonders darin bestand,
ihr lückenhaftes Wissen hinter unterhaltsam kühnen Behauptungen
wie kunstvoll spekulierten Beweisen zu verbergen und durch das immerwährende
Kopieren von Kopien, weiterer Zeichner und Wissenschaftler, schliesslich
prachtvolle Fabelwelten neben der Realität zu produzieren, weil man
damals schon der Konvention ohne grosse Prüfung ,voll und ganz vertrauten,
denn es blieb den Zeitgenossen ja, wie schon angedeutet, auch nichts anderes
übrig, als das hinzunehmen, was da mit Druckerschwärze, schwarz
auf weiss, der Menschheit: 'Mit besten Absichten', vorgegaukelt wurde.
WIR sprechen hier von Eventualitäten, die als wissenschaftliche Hypothesen,
an die Stelle von authentischen Wahrneh- mungen traten, wie es ja auch
in der jüngsten Alt-Welt, verblümt und unver- blümt, üblich
war um Karriere und Profit zu machen. Dennoch führten gerade diese
smarten Charakter-Schwächen, unter dem Schirm, von mehr oder weniger
bewusst gefälschten Annahmen, hier in das tollkühne Herz der
for- schenden Gelehrsamkeit, zu einer, in unseren Augen,revolutionären
und gleichzeitig phantastischen "Umwertung der Werte", was die
unbeabsichtigte Bedeutung der fragmentarischen Fakten im merianschen "Bestiarium"
anbetrifft, denn was da als vermeintlich allgegenwärtige Präsenz
dokumentiert wurde, ist wesentlich mehr, nämlich die bereits gültige
Prognose für unsere wunderbare Zukunfts-Welt. Da finden WIR viele,
scheinbar monströse Kreaturen, die zwar ohne fiktive oder weitgehende
betrügerische Absichten dargestellt wurden, aber dafür mit einem
Überschuss an wegweisender Intuition, die für uns viel moderner
anmutet und von tieferer Aktuallität zeugt, als etwa die nur schlicht
abgelichtete Tierwesen heutiger Fotografen. Es zeigt sich,dass gerade
die Fehler der Abbildungen, die eigentlichen Wahrheiten, weit über
die Oberfläche hinaus, offenbaren. Fast sind WIR geneigt festzustellen,
diese gezeichneten Fälschungen sind geradezu durchdrungen von einer
höheren, metaphysischen Prophetie und spiegeln das unbewusste Wissen
der Menschheit, von ihrem Anfang an wieder. Viele dieser virtuellen Chimären-Konstrukte
haben WIR bereits als Steil-Vorlagen für die gen-technischen Erfindungen
unserer Zeit angesehen. Sie wirken so frisch, wie die neuesten Hybriden
aus dem Kolossarium unserer Gen-Techniker und Bio-Designer. Sie geben
uns ein blendendes Zeugnis unserer wenigen, aber wundersam antizipierenden
Vorgänger, die wohl unbewusst ahnten, dass ihre erfundenen und bloss
halbwahren Geschöpfe, einmal in unseren Bio-Werkstätten, zum
wirklichen Leben erweckt werden würden. Wie z.B.die Darstellung des
zauberhaften Thüringer Wald-Esels bei Merian, bei dem die vielen
kleinen Fehler und Phantasiezutaten, besonders die Hörnchen am Kopf,
die an das legendäre und mythische Einhorn denken lassen, auch als
hybrides Bio-Design, unseren Bio-Werkstätten entsprungen sein könnte.
Ähnliches trifft auch für viele andere Tierdarstellungen dieses
Tier-Atlas zu. Ganz besonders die Tafeln LIX,LX,LXI, auf denen Affen und
Meerkatzen mit teilweiweise menschlichem Andlitz oder nackten Körper
zu sehen sind, die offensichtlich , wie der noch nicht gefun- denen Missing
Link, wenigstens einen hominiden Elternteil gehabt haben mussten, ca 200
Jahre vor Charles Darwin, der sich zwar diesbezüglich nicht glasklar
in seiner 'Abstammung des Menschen' geäussert hatte, da waren die
späteren Darwinisten schon mutiger, aber er wird unsere Vermutungen
in den ambivalenten Zeichnungen Merians wiedergefunden haben: Chimären,
wie sie aber schon 3000 Jahre zuvor im Gilgamesch-Epos, in den "Wächtern
des Tunnels": Halb Mensch und halb Skorpion, unser Wissen - jenseits
des Glaubens - unsere überlegene Zeugungs-Kraft bezeugen. WIR vollenden
die Projektionen des Gilgamesch-Epos. Und WIR beweisen die innerste Wahrheit
der Fälschungen von Merian und John Jonston.
WIR sind nah dran.
109
WIR
können voraussetzen, dass jeder schon mal im Zoo war, dem Ort,wo
die hier eingesperrten Wildtiere zum verspielten Zeitvertreib für
besonders dummen Tierfreunde gequält und dabei auch noch vulgär
wissenschaftlich ausgeforscht werden, um sie immer noch besser und umfassender
weiter quälen und kontrollieren zu können, wie Irre im Irrenhaus,
im Namen eines angeblich bildenden und gleichzeitig unterhaltsamen Kinder-Spasses,
mit dem Kitzel einer Sadisten Kultur obendrein. Doch das ist uns,der EU-Genik
eigentlich egal, wie noch weiter auszuführen sein wird, aber dieser
schändliche Zirkus gehört nur deshalb an den Pranger, weil er
eine besonders sentimentale Duselei vor schlecht möblierten und getürkten
Landschaften, aus einer kindlich getürmten Zement-Kulisse, die naturähnlich
etwas von der jeweiligen Heimat der Tiere vortäuschen soll und die
der unbedarfte Spiesser, als die wahre und heile Welt der Tiere, begaffen
und annehmen soll. Hauptdarsteller dieses erlesenem Bildungsauftrages,
der quälerischen Käfig-Kultur, sind hin und her tigernde Tiger
und lustlos, ziellos hin und her tippelnde Pinguine usw., die nicht wissen,
was sie in diesen Sauställen anders tun könnten als zum Vorzeige-Stolz
ehrgeiziger Bürgermeister präsent zu sein, die mit diesem blöden
Flair glauben, eine kultivierte Stadt zu präsentieren, was gelegentlich
zur ungewollten Tristesse, Analogie und Metapher der Menschen-Welt, besonders
des Ostens und Westens, anmutet. Eher werden da schon mal bei Geldmangel
Museen, Theater, Bibliotheken und sonstige Eintrichtungen geschlossen,
als dieses Kerkerleben der Wildtiere in diesen Zoologischen Gärten,
wie auch im Zirkus, ein für alle Mal zu beenden.Wer schon mal gesehen
hat, wie z.Beispiel junge Tiermütter, unter diesen ekelhaften Bedingungen,
ihren oft ungewollten Nachwuchs zerquetschen oder gleich totbeissen, der
ahnt welch grauenhaftes, Spektakel sich, jenseits der Besucheraugen, hinter
den Kerkerwänden oft abspielt. Eine Tradition, die besonders der
Tierfängerei in aller Welt und dem lukrativen Handel mit lebender
Exotik dient und akademischen Stoff für zumeist ebenso überflüssige
Diplom-und Doktorwürden und Karrieren abwerfen soll, wo die meist
immer gleichen Inhalte, mit nur geändertem Wortschwall, 'wissenschaftlich'
abgehandelt werden. Dabei ist es ja eine unserer wichtigsten Pflichten,
den Menschen eine realistische Sicht des evolutionären, wild gewordenen
Treibens in der Natur transparent zu machen, doch die Bühnenromantik
in den Gehegen und Karzern bedient nur die naturferne Einfalt bis zum
Erbrechen. WIR, die EU-Genik sind dabei diesen Unfug zu beseitigen und
beginnen jetzt damit, die verschiedensten Käfig-Architekturen mit
beweglichen Stofftieren, ferngesteuerten, sprechenden Tier-Maschinen zu
besetzten und da und dort, wo es möglich ist, mit virtuellen Tier-Animationen
zu ergänzen. Entsprechende Innovationsaufträge sind an die künstlerisch
vortrefflichen 'Schleich'-Tier-Werkstätten ergangen. Das erscheint
uns allen insgesamt lehrreicher und pflegeleichter, als die kotenden Originale
ständig ausmisten zu müssen, und WIR können beim Anblick
der virtuellen Plastiken wenigstens lachen und uns, auf eigene Kosten
und nicht der Tiere, amüsieren. Dazu ist so ein Plastik-Zoo ungefährlich
für die Wärter. Und etwa leichtsinnige Kinder und Betrunkene,
die die Gatter und Zäune irgendwie überwunden haben, werden
nicht gleich von den Bestien zerrissen oder von wütenden Pavianen
durch die Felsen gejagt. Stattdessen zeigen WIR, wer hier Herr ist auf
der Erde, denn fast alle dieser Tiere stehen ja auf unserer Abschussliste,
weil sie als Nutz- , Versuchs- oder Dekotiere nicht zu gebrauchen sind.
Na- turschutz heisst für uns heute Menschenschutz.Ein Lehrsatz,d
er immer wieder falsch herum verstanden wird. WIR kennen nur ein Ziel
und das sind unsere Menschenrechte , wie sie kürzlich erst wieder
der unverwüstliche Heinerle Greisler, bekannt in Funk und TV durch
'Heinerle Heinerle hab' kein Geld', in den letzten Talk-Stammtisch-Runden
unmissverständlich und zum hunderdsten Male gefordert hat. Da gibt
es kein Pardon für die meisten Tiere, die unsere Würde, Gesundheit
und Freiheit, beissend, Land verbrauchend, habgierig und stechend wie
Blutsauger ständig verletzen. Blutegel, Zecken, Fledermäuse,
Stechflie gen, Stechmücken, Läuse, Wanzen, Flöhe, Schaben,
Ratten usw. usw. stehen auf der Schwarzen Liste und wer diese Plagegeister
schont, der wird von UNS nicht verschont. Und wer schon mal in Asien,
Afrika oder Südamerika war, der kann ermessen, welchen unerhörten
Land- und Öko-Schaden grössere Säuger dort verursachen.
In manchen Gegeneden trauen sich brave Hausmütter nicht mehr aus
ihren Hütten, aus Angst angefallen und gefressen zu werden. Gleichfalls
ist es unerträglich, dass uns Haifische, Thuinfische, Wale und Robben
den Fisch in den Meeren streitig machen. Wir brauchen hier die Schandtaten
der Tiere nicht weiter aufzulisten, jeder kennt sie und mit den Pflanzen
und Bäumen ist es ähnlich, denn die saugen das Wasser nur für
sich aus dem Boden und unseren Gemüseplantagen fehlt das nötige
Süsswasser zum unverkrüppelten Wachstum. Wer kannte nicht den
närrischen Menschentyp, der ehemals mit Rauschebart, Fernglas, Gum-
mistiefeln und Peilsendern in allen unzivilisierten Gegenden herumirrte
und vorgab, die Natur vor angeblich menschlicher Raffgier schützen
zu müs- sen.Oder wer kannte nicht den Bildhauer, der inmitten von
Geröllwüsten von der Rettung der Berge mit ihren Felsen und
Gletschern sprach, wie über heilige Gottes-Plastiken. Auch dieser
Spuk hört jetzt auf, dank unserer gesetzlichen Vollmachten. Längst
haben sich unsere ehernen Leit-Sätze des nützlichen Recycklings
gegen die chaotische Ur-Natur durchgesetzt. Sie besagen, dass WIR alle
Tiere und Pflanzen vernichten müssen, deren Teile und genetischen
Eigenschaften für uns nicht zu verwerten sind, weil andernfalls nie
wieder einzuholende Zeitverluste und informatische Schäden in Wissenschaft,
Wirtschaft und Kultur drohten. Noch arbeitet die Biomorph-Scientology-Art
gemeinsam mit den Bio-Ingenieuren an einem genetischen Welt-Atlas, der
fundamental alle Möglichkeiten der homo-genetischen Assimilation
hybrid-geeigneter Module in der verbliebenen Rest-Natur prüft und
zur einzelnen Verwertung auflistet. Z.B.: Die Nutzbarmachung der wieder
entdeckten Panzerfische sowie andere Knochenfische, aus denen äusserst
präzise Gelenke und dauerhafte Prothesen in der Knochen- und Kiefern-Chirurgie
Verwendung finden. Oder der chinesische Frostspanner, dessen ungemeine
Fresslust, zum Legen pharmazeutischer, verpackungsfertiger Universal-Pillen
gegen Rheuma und Asthma ideal geeignet ist. Oder die fliegenden Schildkröten,
die die giftigen Reste des zurückwachsenden Unkrauts an Strassenrändern
vertilgen. Oder die Himbeerwanzen, deren Gift verblüffende Ergebnisse
bei der Sterilasition unbrauchbarer Wildtiere in den Forsten verspricht.
Unsere Welt wird langsam übersichtlich und menschlich.
Nie wieder blue babies!
WIR gehen viel weiter.
110
Manchmal
vergeht die Zeit wie im Fluge, aber manchmal wird jede Sekun de zu einer
Ewigkeit, besonders, wenn uns der Zahnarzt auf der verstellbaren Liege
horizontal flachgelegt hat und noch einmal seine Folter-Werkzeuge auf
der Glasplatte nach Vollzähligkeit überprüft, um dann mit
geübtem Griff das Betäubungsmittel auf die Spritze zieht. Spätestens
dann werden uns die vielen Sünden bewusst, warum die Zähne nicht
gesund geblieben sind. Ganz zu schweigen von den angeborenen Anomalien
der Kiefer, die bei manchem Zeitgenossen enorme Eingriffe erfordern und
später im nur noch einen Schrotthaufen schmerzender Zacken und Wurzeln
zurück lassen und jeder Bissen zielgenau auf den noch halbwegs intakten
Zahnersatz-Spitzen balanciert und vorsichtig gedrückt wird oder unerreichbar
von der Zunge in Höhlen und Löchern verschwindet. Spätestens
dann, wenn also die lange Spitze der Spritze mehrmals im Zahnfleisch eindringt,
und WIR uns verkrampft die Beine stemmen, nehmen WIR uns vor, von nun
an alles zu tun, damit das nicht nochmal passiert. WIR schwören mit
furchtsam gefalteten Händen vor dem Bauch drücken,schwören
WIR von nun an keinen Zucker mehr in den Kaffee zu tun und auch keinen
Nusskuchen mehr zu knacken , die unseren Zähnen den Garaus machen
könnten. Sie werden fragen, was soll dieses kleinliche Gejammer,
schliesslich haben WIR ja wichtigere Aufgaben zu erörtern, als solchen
subjektiven Befindlichkeiten so viel Aufmerksamkeit zu schenken. Sollen
doch diese armen Zahn-Invaliden brockenlose Suppe löffeln und Quark
essen, als endliche Strafe für ihre süssen Laster und das frühere,
notorische Nuckeln und Daumenlutschen, das ihre Zahnstellung aus der Fasson
brachte. Die teuflischen Schmerzen haben sie zu recht und Krfeuzbiss und
Phonations-Störungen auch. Doch alles Grosse zeigt sich oft im Kleinen
oder fängt klein an. So, wie der erste kleine Schmerz im Gebiss den
künftigen, neuen Höllenbrand ankündigt oder ein kleines
hartes Sandkorn, das aus Versehen zwischen zwei zubeissende Zähne
gerät unter Umständen, aus einem unbeschwerten Lebemann, ganz
schnell ein wimmerndes Etwas macht. Was nützen alle Genüsse
und Fortschritte, wenn das Gebiss nicht mitspielt und beim täglichen
Zerkleinern der Nahrungs-Portionen auf einmal mit einem stechenden und
anhaltenden Schmerz die Gaumenfreude zum Fiasko werden lässt? Dieser
von der vererbenden Natur willkürlich gewollten Ungerechtigkeit,
auch in der Beschaffenheit der Zähne, gilt unsere Gegenwehr, auch
wenn das manchem etwas kleinlich anmutet und die leidenden Personen selbst
einen verschuldeten Anteil am Schaden und Schmerz haben, wie niemand bestreiten
kann. Doch die Ungleichheit solcher Veranlagungen bleibt dabei unberührt
und die EU-Genik scheut die aufgenötigte Kraftprobe mit der verdammten
Schöpfung nicht , die im sozialen Mikro-Biotop der Zahnpraxen das
ganze Sortiment elender Bohrer, Spachtel, Haken, Zangen usw. hat wuchern
lassen, das die meisten von uns, oft ohnmächtig oder halb ohnmächtig,
in schrill nervtötender Angst, die intensivsten und bösesten
Stunden hat durchzittern lassen, oft nur, weil WIR uns gelegentlich mal,
in schwachen Stunden unseres Schicksals mit etwas Süssem gelabt hatten.
Das ist jetzt vorbei und der tückischen Niedertracht des Schicksals
haben WIR endlich den Garaus gemacht. Karies, harte Nüsse und Rippchen
werden niemanden mehr schrecken und in die feigen Abgründe, beissenden
Heisshungers oder Gebiss
bedingten Zwangshungerns stürzen lassen. Es ist die zielgenaue Innovation
unserer Bio -Geneser, die mit der natürlichen Viellfalt angeborener
Hässlichkeiten endlich aufgeräumt haben. In vielen Werkstätten
waren die besten Zahntechniker bisher gescheitert,nicht aber in einem
schwäbischen Labor, das schon immer durch die Künste seiner
Spitzen-Tüftler hervorgetreten war. Dort gelang dem berühmten
Bio-Ingenieur, Franz Xaver Dübele der ganz grosse Wurf, indem er
etwas hat zusammen wachsen lassen, was ohne seine Idee niemals zusammengewachsen
wäre. Dabei half der Zufall etwas nach. Bei dem Besuch eines befreundeten
Bauern, wurde er von einem stattlichen Ganter gebissen, weil er sich etwas
unvorsichtig einer Brutgans genähert hatte. Das hatte sehr schmerzhafte
Folgen und er wunderte sich über die Kraft des Gänseschnabels
mit seiner scharfen Biss-Kante im Inneren. Der pädagogische Grundsatz:
Dass man oft durch Schmerzen schneller lernt, zeigte sich nach dem ersten
Schreck, denn da kam dem Dr. Dübele die geniale Idee, eine Syntese
zwischen Gänseschnabel und Menschen Gebiss zu suchen und er fand
sie nach mancherlei interdisziplinären Ex perimenten, an deren Ende
eine edelstahlharte Bogenkante stand, aus einem einzigen Stück, die
mit Hilfe einer von ihm entwickelten Stammzellen-Paste, auf jedem menschlichen
Unter- und Ober-Kiefernknochen organisch anzuwachsen beginnt und mit dem
Alter mitwächst oder mitschrumpft, je nachdem. Es empfieht sich dieses
eugenische Meisterwerk bereits den Säuglingen einzusetzen, das, nebenbei
bemerkt , absolut unverwüstlich und resistent gegen Bakterien und
Pilzbefall ist. Es dauert etwa vier Wochen, bis das Teil seine Arbeit
aufnehmen kann und selbst mit Wallnüssen, wie ein Nussknacker, spielend
fertig wird. In dieser Zeit müssen die Kinder allerdings mit einer
Infusion ernährt werden. Auf der letzten "Kreativa", konnte
die Erfindung bewundert werden und wie WIR dort erfuhren hatte der Erfinder
den oberen und unteren Zahnbogen an seinem Enkel erfolgreich erprobt.
Zwar irritierte der erste Eindruck dieses echten Zahn-Ersatzes den Geschmack
und die Ästhetik konservativer Bürger, aber für uns gilt
der Grundsatz des Architekten Louis Sullivan : form follows function,
und nicht umgekehrt, wie er von rettungslosen Schön-Geistern oft
falsch zitiert wird. So erzwingt das neue Beisswerkzeug zwar einen etwas
nach vorne gekrümmten Kiefer, mit einer leichten Tendenz zum Gänseschnabel,
der uns aber zu unverwechselbaren Beauties macht und knackige wie unbeschwerte
Beissfreuden, mit Genuss ohne Reue verheisst und bereits pfundige
Mode bei den Teenies geworden ist.
WIR sind meisterlich
111
Eine
bescheidene, aber dennoch schmucke Arabeske, gelungener morpho-genetischer
Transplantation ist die Formgebung unserer ehemals eher aus- drucksarmen,
naturmenschlichen Augen, durch wunderderschöne, hyper-grosse, tränenlose
Sehkörper, die durch die Ausweitung des Kristallkörpers von
Kanienchenaugen generiert wurden: Eine Innovation aus dem Zentrum des
Kolossariums. In diesem kleinen, aber feinen und beispielhaften Bio-Design
steckt ein wichtiger kommunikativer Aspekt, der neben der besonders dekorativen
Augenfälligkeit und verdoppelten Grösse des Sinnes-Organs, nicht
hoch genug für die EU-Genik eingeschätzt werden kann. Denn diese
Augen können gleichsam wie doppelseitige Spiegel, gleichzeitig diagnostisch
nach innen wie nach aussen blicken und über eine steuerbare Nerven-Automatik
Gesundheitsbefunde und sonstige, veränderliche Körper-Daten
zweifelsfrei nach aussen senden, natürlich auch direkt in die Daten-Speicher
unserer Regierung hinein. Umfragen ergaben eine heftige Zustimmung dieser
Kommunikationsform, weil jeder Genosse so nicht mehr lange warten muss,
um mit seinen Bitten und Ängsten in das Herz seiner Regierung vorzustossen.
Forschung kann eben, neben aller Nützlichkeit auch gleichzeitig schön
und attraktiv sein.
Heil
112
Was
bei einfachen Menschen zunächst nach einer fürchterlichen Blamamage
der Wissenschaft aussah und in den Medien mit dümmlichen Spott bedacht
wurde, war in Wahrheit der einzigartige Triumph einer frühen, wirklich
hybrid vernetzten, lebensfähigen Gen-Montage. Es war Im Jahre 1978,
als der Krefelder Stadtrat beschloss, mal Wasser in den, seit langem trocken
gelegten, Burg-Graben beim Schlösschen Greiffenhorst in Ürdingen
einlaufen zu lassen. Das fanden die Leute ganz lustig und anregend, und
sie sagten.Mal was neues, ahnten aber nicht warum. Das wusste
nur der Rat und der verheimlichte den eigentlichen Grund, aus Angst, der
darin bestand, ein einzigartiges und neues Biotop für eine neu zu
patentierende Hybrid-Kreatur, des hier ansässigen Bio-Tech Unternehmens
zu schaffen, das händeringend nach neuartigen Produkten und Absatzmärkten
Ausschau hielt. Freunde aus der EU-Loge fädelten den Deal ein. Das
Wasser war sauber und klar und bald sah man dort schon die ersten Wasser-Jungfern
nach Mücken jagen, Kröten und Kammolche besiedelten das neue
Feuchtgebiet und hin und wieder landete zur Freude der Spaziergänger
ein Graureiher am Ufer. Beim Lokalredakteur Peter Freese von der Rheinischen
Post gingen Leserbriefe ein, mit Vor- schlägen, doch auch den Fischbesatz
nicht zu vergessen und der orts- ansässige Künstler Georg Cadora
wusste auch welche und der Zoo-Intimus Schlangen-Ernst wollte sich beim
Krefelder Zoodirektor für den entsprechenden Fischbesatz stark machen.
Die Krefelder waren begeistert. Endlich passierte mal was in der Stadt,
denn auf den Radau, nach der Ausstellung des Fran- zosen Yves Klein, war
hier nichts mehr passiert und die Krefelder Lust an Randale, war wieder
provinziell eingeschlafen. Seltsam war es aber doch, dass sich die Stadt
noch immer sehr bedeckt hielt, warum sie auf einmal soviel Öko mache,
denn früher liess man ja grosse Industriebrachen im eigenen Gift
verkommen, wie zum Beispiel in der Nähe des Linner Schlösschens,
in Ürdingen, wo die Stadt dann viel später einen Zubringer baute,
um den Schandfleck unsichtbar zu machen. Bei der Kafferunde bei Eduscho
rätselten eine handvoll Anarchisten, was denn hier los sei und sie
glaubten schliesslich, die regierende CDU wolle mit diesem Öko-Trick
von ihren schwarz-kapi- talistischen Machenschaften ablenken. Die Menschen
freuten sich aber ganz arglos, über ihre scheinbar lernfähige
Stadtverwaltung, die ihren Bürgern neue Erholungsräume zu gönnen
schien und die Wiesen rund um das Schlösschen wurden ein beliebter
Ort für frei heum streunende Hunde, die sich hier ungehemmt austoben
und auskacken durften. Eines Tages war aber alles anders, denn die Hunde
begannen scheinbar grundlos das Wasser anzubellen und ihr Gekläff
verstärkte sich von Tag zu Tag bis zur Unerträglichkeit. Die
Leute schüttelten missbilligend den Kopf und schimpften ratos über
"diese Köter", ohne aber der Sache weiter nach zu gehen.
Ganz oben im Oktogon des Greiffemhorst wohnte der freiberufliche Künstler
Michal Badurra, der sein immer leeres Konto damit aufbesserte, bei den
gelegentlich reproduktiven Flö- tenkonzerten und Batikausstellungen,
die Stühle in Reih und Glied, für die verbildete Kultur-Kundschaft
aufzustellen. Wieder einmal hatte es deswegen mit dem Kultur-Beauftragtenn
Ärger gegeben, weil angeblich die Stühle nicht ordentlich standen
und so stand der Künstler am Fenster und sah versonnen auf die Felder
unten in der Auen-Landschaft und fragte sich auch, warum die Hunde einen
solchen Lärm veranstalteten. Da sah er einen befreundeten Tierpfleger,
der auf den Grund des flachen Wassers stierte und dann aufgeregt hin und
herrannte, ohne die Augen vom Wasser zu lassen, denn dort im Wassers ,
auf dem Boden, sah er eine Unmenge grauer Zigarren ähnlicher Körper,
die nach längeren Ruhephasen dann auf einmal heftig wie Mückenlarven
zuckten und sich schnelzend fort bewegten. Ihre Körper behaarten
sich alsbald mit einem dichten, blauen Pelz und so etwas wie ein Kopf
bildete sich an einer Einschnürung des Korpus, der nach und nach,
entfernt menschlich puppenartige Züge annahm und mit zwei leuchtend
cyanfarbigen Augen steif nach oben, durch die Wasseroberfläche, in
den Himel starrte. Der Künstler war inzwischen nach unten geeilt
und betrachtete das Spektakel gemeinsam mit dem erfahrenen Tierpfleger
und sie konnten sich beide keinen Reim von diesen Vorgängen machen.
Am nächsten Tag waren die larven- lähnlichen Zigarren grösser
geworden und bekamen zwei Füsschen, mit denen sie aus dem Wasser
krabbelten und entfalteten dann aus zwei, wie angenäht erscheinen
Seitentaschen zwei libellenähnliche, glasige Flügelpare, die
sie wie Wasser-Jungfern zunächst mal in der Sonne aushärten
liessen. Der Tierpfleger beobachtete diesen Vorgang tagelang intensiv
weiter ,weil ihm so- fort klar wurde, dass hier etwa ganz merkwürdiges
passierte und so rief er im Veterinäramt an, teilte seine Beobachtungen
mit, doch man wusste ihn dort mit ein paar witzigen, glatten Sprüchen
abzuwimmeln, wie man es von den trägen Behörden kennt und er
war ausser sich darüber, als er den Maler im Greiffenhorst besuchte,
um dort von oben mal die Szene zu beobachten. Noch immer schwieg die Stadtverwaltung,
denn das alles sollte ja eine Überraschung für das Frühlingsfest
auf Burg Linn sein, mit gleichzeitiger Eigenwerbung der Politiker. Mehr
und mehr Leute kamen und schauten hinter Bäumen mit Ferngläsern
auf die seltsame Brut, die da aus dem Wasser stieg und sich dann beflügelte.
Merkwürdige Pfeifgeräusche wurden immer lauter und trieben die
heulenden Hunde fast zum Wahnsinn. Diese trauten sich nicht, die kriechenden
Wesen direkt anzugreifen. Und dann, wie nach einem gemeinsam verabredeten
Zeichen, erhoben sich die Kreaturen in die Lüfte und flogen pfeilschnell
und unberechenbar, hakenschlagend, wie die Fledermäuse umher und
schienen sich gegenseitig umbringen zu wollen, denn sie begannen sich
in der Luft wütend zu beissen. Der alte Tierpfleger, der das inzwischen
aus grösster Nähe betrachtete, erstarrte vor Schreck und wurde,
ohne sich noch wehren zu können, von den geflügelten Hybrid-Geschöpfen
wie von einem Hornis- senschwarm angegriffen und fast totgebissen, aber
er konnte sich noch mit letzter Kraft ins Krankenhaus retten, wo er kurz
darauf an den wohl giftigen Bissen verstarb. Die Ärzte behaupteten
einen Herzstillstand, aber das war eine Zweckbehauptung, diktiert direkt
vom Bürgermeister, der die Bevölkerung nicht in Panik versetzen
wollte. In Wahrheit hatten die seltsamen Pfeiftöne im Gehirn eine
tödliche Blokade der Nerven verursacht und in Verbindung mit den
Bisswunden den Tod des alten Tierpflegers verursacht. Die hybriden Flug-Tiere
selbst lebten nur noch kurze Zeit und fielen nach wenigen Stunden wie
Steine auf den Boden, der sich schnell mit einem blauschwarzen Schleim
der verwesenden Kadavern überzog und schliesslich von einer Sondereinheit
entsorgt werden musste. Nach und nach klärte sich das Geschehen und
die Bürger wurden über das Projekt aufgeklärt, was mit
erheblichen Ärger gegen die angeblich die Natur "versauende
Gen-Wissenschaft" ablief und die Politiker sagten, sie hätten
nicht die letzte Einwilligung zu diesem Projekt gegeben und die Firma
sei an allem Schuld und müsse auch die Kosten für den Horror
tragen. Die Krefelder vergassen die Sache bald, denn sie waren nicht nachtragend
und hatten auch keine Lust, sich durch Protest ständig selbst zu
vergiften, die Politiker waren ihnen ohnehin egal. Die Bio-Firma gab wenig
später ein Buletin heraus, das in etwa folgendes besagte: Angeregt
von alten Elfen-und Nixendarstellungen hatten ihre Forscher mit ausdrücklicher
Erlaubnis der Stadt Krefeld, heimlich den Versuch unternommen, DNS-Abschnitte
von Mohren-Äffchen mit denen von Prachtlibellen und Unken zu einer
neuen Hybrid-Rasse zu verschmelzen. Diese sollte fähig sein, menschliche,
am- phibische und fliegende Eigenschaften in sich zu vereinen, was jetzt,
nach vielen Fehlschlägen endlich gelungen und erfolgreich bewiesen
wurde. Zwar seien die menschlichen Flugechsen nur für
kurze Zeit lebensfähig gewesen, aber in weiteren Versuchen werde
man auch dieses Handicap ausschliessen. Und wenn einige Querulanten und
Miesmacher behaupteten, hier geschähe nur eine neue Art von Industrie-Verbrechen
mit lebensfeindlich gezüchteten Missbildungen, als verspäteter
Folge der Nazi-Medizin, so könne man nur mit dem Kopf schütteln,
wenn auch da und dort noch Kleinigkeiten verbessert werden müssten.
So, die Firma weiter haben wir doch den Anfang einer phantastischen
Erfolgsserie eingeleitet. .WIR, die EU-Genik haben das Projekt weiter
gesponsert, weil WIR unsere rastlosen und besonders befähigten Wissenschaftler
zu immer genialeren und humaneren Zielen ermutigen wollten. Heute wissen
WIR, wie recht wir damit hatten. Heute sind solche Geschöpfe so lange
lebensfähig, wie WIR und es dauert eben oft lange, bis einfache,
dumme Menschen, das fortschrittlich Neue annehmen und gebührend zu
feiern ver- stehen.
WIR erfindcenteren das Leben neu
113
Die
Kette sprunghafter Erfolge in der EU-Genik zieht sich wie ein glühend
heisser Faden durch die letzten Jahre. Kühnheit, Scharfsinn, Universaltät,
ja knallharte Respektlosigkeit, gegenüber bäuerlicher Bodenständigkeit
im Denken, und im Handeln, bei gleichbleibend sorgfältigsten Recherchen
haben jedem Ungläubigen gezeigt, dass alle Formen und Wesen, die
die Natur jemals hervorgebracht hat, keineswegs nur einer einzigen, zwingend
wahren Spur hätten folgen müssen, wie in der kurzschlüssigen
Evolutions-Theorie hypo- thetisch subsummiert, sondern eigentlich unendlich
viele andere Ergebnisse parallel dazu hätten auch eintreten können:
In fast allen Fällen sogar bessere, wenn der menschliche Geist sich
früher von all der archaisch-religiösen und abergläubischen
Befangenheit befreit hätte, doch die sogenannte Schöpfung produzierte
und schöpfte und schöpfte und schöpfte immer nur die billigste,
bequemste und einfallsloseste aller möglichen Naturformen, analog
etwa den Pferden, die aus fauler Bequemlichkeit niemals Gräben und
Hürden ohne Zwang überspringen, sondern lieber aussen herum
laufen würden. Wenn also die Natur einmal einen Weg beschritten hatte,
so konnte sie nicht mehr zurück und die Ergebnisse waren dann auch
entsprechend primitiv und starrsinnig , bis WIR kamen. Andernfalls hätten
die Hominiden auch ganz anders aussehen und auch weitsichtiger beschaffen
sein können und nicht ständig kränkelnd und primitiv ihren
subjektiven Vorteil suchend. Das hat sich bei der Hochrechnung einer grossen
Anzahl verschiedenster Parallel-Welten und Andermenschen in unseren genetischen
Werkstätten jetzt einwandfrei herausgestellt. Unsere universell trainierten
Genuisten haben bei ihren DNS-Analysen und Zell- spannungen auf Anhieb
die phylogenetischen Blokaden bei der vermeintlichen Konstanz der Arten,
im mutierfähigen Mikro-und Makrobereich, wie bei der enttabuisierten
und entfesselten, heterogenen Verschwisterung aller Elemente und Prozesse
untereinander, auf dem biologischen Seziertisch herausge- funden. Denn
die Auflistung aller Register und Unterregister der Säfte, Organe,
Knorpel, Knochen, Fette, Häute, Haare und molekularen Verhältnisse
und Wechselbeziehungen, ergab auf Anhieb ein weltoffenes Feld, glänzend
hybrider Chancen ,lebenstauglicher Verbindungen und Geschöpfe, wobei
sich die alte und veraltete Biologie jetzt als einfältiges, verrottetes
Brett zu erkennen gab,das sich die Anthropologen als Knechte einfältigster
Täuschungs-Logik, über- flüssigerweise selbst vor Augen
und Hirn genagelt hatten. Diese und ähnliche Fragestellungen hätten
sich diese akademischen Seilschaften schon gefallen oder einfallen lassen
müssen, als sie wie Greenhorns mit ihrer blassen, grauen Wissenschaftelei
durch die Urwälder, Gebirge, Wüsten und Naturen aller Kontinente
wie im All herumstolperten, gepanzert mit Vorurteilen, still gelegten
Hirnen, ohne dabei den elementaren Reichtum in unserem Kosmos zu erkennen,
der erst durch die kreuz und quer gekreuzten Substanzen und Indi- viduen
zu einem paradiesisch beseelten Ort des Wissens und der "Freude schöner
Menschenfunken", erblüht wäre, anstatt den Kosmos weiter
als kalten, finsteren, fast leblos und sinnlos dahintreibenden Sternenhaufen
ins Unglück laufen zu lassen. Doch WIR haben jetzt alle Fäden
in der Hand, die Vielfalt in der Gleichheit, mit unserer EU-Genik zu formen
und unsere ureigene Schöpfung, bis in das kleinst-geteilte Teilchen,
immer vollkommener, autonomer und automatischer anzusteuern: Mit der bunten
multi-hybriden Erfolgsgarantie im Gefolge sowie der willigen, biotechnischen
Klonwirtschaft nach unseren Massen, Werten und Gewichten. Denn WIR sind
die Herren der Schöpfung, ohne alle biblische Hochstapelei. WIR haben
uns auserwählt. Traurig freilich die Inkonsequenz der innovativ verkümmerten
Regierungen, die früher zwar schon in manchen Punkten, eine hybride
Gesellschaft anstrebten, aber ausgerechnet die ersten Erfolge mit dem
genialen Würfel-Mais und der Geel-Kartoffel noch verteufelten.
WIR werden gleich sein, hybrid und gesund sein.
114
Das
Herbarium E Historia Plantarum vom ausgehenden Mittelalter
barg alles medizinische Wissen der damaligen Zeit und war, wie es heisst,
ein Geschenk des Mailander Herzogs Gian Galeazzo Visconti, für den
böhmischen König Wenzel IV. Ein geschichtliches Faktum, das
wie so viele, nicht einwandfrei zu fixieren ist. Aber dessen ungedenk,
sollen in diesem prächtig ausgestatteten Werk, diagnostische und
therapeutische Wirkungen der Pflanzen, nach allen Regeln der damaligen
medizinischen Kunst , beschrieben worden sein und bestechend bebildert
sein, mit sehr genauen und einzigartigen Illustrationen aus der Werkstatt
des ruhmreichen Giovannino De' Grassi. Leider wird Geschichte immer nur
auf die zumeist blutigen bis blöden Taten der Päbste, Kaiser,
Könige, Fürsten, Politiker und Generäle reduziert und die
tatsächlichen, geistigen und sozialen Ruhmestaten der Menschen dabei
häufig nur in einer stupiden Chronographie abgewirtschaftet. Wir
kennen dieses Phänomen aus der jüngsten Vergangenheit , wo sich
die Politiker meist, völlig grundlos, der Erfolge einer Gesellschaft
rühmen und die Misserfolge und Schandtaten immer den einfachen und
schuldlosen Menschen in die Schuhe schieben. WIR,die EU-Genik bitten darum,
uns zu glauben, wie sehr WIR dieses bedeutende Werk : E Historia
Plantarum zwar schätzen, aber es schrumpft doch zusehens nur
zu einem blossen Kultobjekt für bibliophile Schwärmer und wird
durch den Fortgang unserer Zivilisation, eben doch nur zum schönen,
kunstvollen Buntpapier degradiert, dem der finale Rang unserer Universalität
und Aufge- klärtheit fehlt. Ohne, dass WIR uns hier besonders überheben,
müssen WIR nüchtern feststellen, dass das geschlosene Welt-Bild
von damals, so löchrig wie eine vertrocknete Koralle oder ein osteoporotischer
Knochen war, auch wenn die Illustrationen der Grassis dabei so kunstvoll
grün und prächtig bleiben, wie vor 600 Jahren und die schlichte
Morphologie der Allerwelts-Pflanzen sich bis heute wenig geändert
hat. Aber das ist ja eben der eine, aber wesentliche Schritt weiter, den
WIR gehen und gegangen sind, mit dem Wissen, dass alles Wissen bisher
so vergänglich war, wie die tägliche Mahlzeit, bis WIR, die
EU-Genik, alle Erkenntnisse aus den Frakturen der Zeiten und Gezeiten
gelöst haben. WIR bilden die Gestalt und das wirken der Naturwesen
nicht mehr nur einfach ab, etwa wie Sonntagsmaler die Sonnenuntergänge,
oder, wie im E Historia Plantarum , sondern WIR kreieren selbst
unsere le- benden Natur-Objekte und schliesslich auch uns selbst, gehoben
und optimiert in einer besseren hybriden Welt,live und in vitro.Also,
WIR steuern selbst die Prozesse wie der Astronaut seine Bioblase im All
und WIR werden nicht gesteuert. WIR sind Anfang und Ende einer neuen,
herrlichen Schöpfungs-Gechichte mit multi-hybriden Arten und Gattungen
,die mehr sind und mehr können, als einfach nur Bakterien, Moose,
Pilze, Flechten, Pflanzen, Tiere und Menschen.
Wir erneuern
115
Grundlage
dafür ist die nahtlose Übersetzung und Transformation aller
archetypischen Wachsttumsprozesse, Zuständlichkeiten und Vital-Formationen
, in ein neues wissenschaftliches Alphabet, modular arbeitender Bio-Elemente,
die sich mit einer selbst steuernden und verbessernden Bio-Ware arbeitet
und sich geradezu stündlich auch selbst verbessert und automatisch
korrigiert. Vor zwei Jahren haben WIR damit die Hürden der Wissenschafts-Kongregation
im Kolossarium gemeistert und diese Tools in vielen Bildungsstätten
zum praktizierenden Einsatz gebracht. Es ist einfach wunderbar! In der
der Beyenburger Green-Plant-Reserch-School, dem ehemaligen Kloster am
Stausee, haben WIR für alle ein digitales Pflanzen-Labor eingerichtet,
das die aktuellen, archetypischen Grundformen unserer Gewächse zeigt,
die in Form, Ertrag und Ästhetik, den eugenischen und ergonomischen
Hybrid-Normen entsprechen. Das heisst die Gewächse sind in ihren
Grund-Modulen mit allen anderen, beliebig vernetzbar. Voraus gesetzt,
die dafür entwickelte Stammzellen-Salbe ist noch frisch. Im Lichtraum
der Galerie sind die Pflanzen-Module, als virtuelle Plastiken, in Form
von idealen Hologrammen, in allen Einheiten live weiter zu manipulieren
und zu modulieren. Geschulte Operateure stehen in einer Reihe komfortabler
Computer-Arbeitsplätze bereit, aus unserem Katalog, nach Wunsch und
Mass, neuartige Pflanzen-Wesen zu generieren, die bei einer optimalen
Trefferquote von 100 Net, dann in unseren Hybrid-Schulen materialisiert
und konkret lebendig und vegetabil gemacht werden können. Wer möchte,
kann sich zum Zeitvertreib oder zur persönlichen Erbauung, an der
"Angewandten Botanik",1967,dem " Herbarium" der "Farb-Blätter"
und "Pfla- nzen-Chimären" ,1982-1983 oder dem "Nadel-wald",1984,
mit u.a. digitalen Turm-Bauten, Stengeln, Blättern, Halmen, Palmen
und Schachtelhalmen, des oberschlesischen Pflanzen-Züchters und Pflanzen-Architekten
MBadura dem Mittleren, lizensfrei anregen lassen, ohne selbst fundamental
neue Werkprozesse, wie auch immer, beschreiten zu müssen. Die Kundschaft
aus der Bildenden Kunst, der Architektur, der Landwirtschaft, dem Gartenbau,
der Energie-Wirtschaft, der Kultur-Kultur, dem Bio-Konform-Land und der
Hybrid-Kultur ganz allgemein, wird in unseren Bildungs-Einrichtungen ausreichend
Gelegenheit geboten, sich hier ihre Lieblings-, Leib- und Magenpflanzen
und sonstige Multi-Kulti-Wesen völlig frei und in jeder gewünschten
Form, Textur und Eigen-Nutz-Wert zusammen zu stellen. Hervorzuheben sind
hier z.B. Schmutz und Keim fressende Arten für staubige Stadtgebiete,
die Hippo- kratessen für spezielle Biotöter, den zuckersüssen
Blätter-Teig, die monu- mentalen Schweine-Fettpilze, der knöterige
Öl-Rhabarber und die wertvollen Wasser speichernden Riesen-Sukkulenten
für Steppen, Halbwüsten und Hochgebirge. Letztere haben z.B.
die Fähigkeit riesige, kesselartige Wasser-Knollen im Wurzelwerk
auszubilden und dienen in wasserarmen Regionen als Brunnenquelle. Die
Ergebnisse aus den Pflanzen-Studios können live betrachtet und nochmal
ästhetisch modifiziert werden, bis das Ergebnis allen Ansprüchen
zusagt. Ein im Hintergrund arbeitendes Vollzugs-Programm erstellt den
jeweiligen Code und das gärtnerische Profil der Gewächse, mit
ihren erforderlichen Pflege- und Zuchtbedingungen, beim heimischen oder
mas- senhaften Anbau in den Wohnzellen, Gärten, Plantagen oder für
die Wasser- und Öl-Pflanzungen. Alles in allem bieten WIR einen riesigen,
eigentlich unerschöpflichen Arten-Reichtum und eine Vielfalt ohne
Ärger, wie bei den früheren, dekadenten Garten- und Nutzpflanzen,
die ja oft mit billigen Tricks der ehemaligen Baumschulen und Gartenzenter
verkauft wurden und durch giftig gespritzte, künstlich überdüngte,
warm gestrahlte und gepäppelte Methoden , nur eine kurze und trügerische
Paracht entfalteten und schnell eingingen oder vor sich hin kümmerten.
WIR liefern und konzipieren also, in summa keine schnell vergänglichen
und visuell wenig attraktiven Gewächse, wie sie der alte Natur-Kapitalismus
so traurig und betrügerisch feil geboten hat. WIR widmen dem Volke
unsere revolutionären und mustergültigen Produkte und Instrumentarien
aus unseren Bio-Reaktoren und Kultur-Centern zur nachhal- tigen Nutzung
und zur puren, ständigen Lebensfreude. Das sind WIR Ihnen schuldig
und das ist es, was auch uns glücklich macht. Alle Jahre wieder,
zum Frühlingsanfang, verschenken WIR Ihnen, gratis dazu, ein herrlich
buntes Album unserer guten Pflanzen-Taten.
WIR sind so hilfsbereit
116
Beispielhaft
erstrecken sich die durchgerasterten Felder im wunderba ren Oberfranken
und wer schon einmal einen Gipfelrundgang über den Grossen Waldstein
bis zum Ochsenkopf, im Fichtelgebirge unternommen hat, dem wird sein Herz
aufgehen beim weiten Blick über den herrlich entkernten Teppich unserer,
bis nach Wunsiedel reichenden Muster Plantagen, der allerfeinsten hybriden
Sorten von Grünzeug und auch Misch-Wald, für unsere edlen Pharma-Produkte.
Von Zell, über Sparneck, über Münchberg, bis Oberkotzau
erstrecken sich die Zuchtanlagen, nach den platonischen Körpern nachge-
formten, sehr verdaulichen Pilz-Moos, Kürbisgemüse und dem frisch
generierten Nadelwald zwischendurch, mit seinen architektonisch geformten
Urwald-Spitzen, die als Vorbild für die Skyline von New York und
Chikago, gedient haben und mustergültig vom legendären Star-Designer
Michaelos Angelos Baduros programmiert wurden. Jeder kann sich hier überzeugen
wie alle Pflanzenkulturen saftig heranwachsen, gleich gut schmecken, gleichförmig
entwickelt, gleich gesund, gleich ebenmässig und gleichgrün
gefärbt sind , auch der Nadelwald, mit unserem leuchtenden Label-Grün.
Allein die herrliche ornamentale Ästhetik der gleich figurierten,
hybriden, schier unendlichen Massengewächse, in ihren exakten, ausgemessenen
Reihen und Furchen , gleicher Wuchshöhe und Ornamentik gleich belaubter
Gewächse, beeindruckt nicht nur unsere Sinne und unseren Verstand,
sondern weitet zutiefst auch unseren erarbeiteten Stolz, beim Anblick
der im Wind, leicht rhythmisch wogenden, hin und her schwingenden Halme,
Obstkonstrukte und Archi- strukturen. Es ist das Ergebnis der besessenen
Arbeit im Dienste der EU-Genik und unseres kommenden Klon-Volkes, das
keine Ernährungsprobleme kennen wird , mittels unserer gründlich
immunisierten Automatik und klimatologisch neutralisierten Automatik.
Selbst Sturm und Hagel vermögen die Pflanzen nicht zu knicken und
nach jeder Schieflage durch Windhosen, richten sich die Nadelwälder
wieder auf, und die Getreidehalme stehen, als wenn sie zuvor nie von Hagel
und Schnee gebeugt worden wären. Kein Windbruch wütet mehr und
natürlich auch längst keine Verkrautung der Böden raubt
ihnen mehr die Nährstoffe und das Sonnenlicht und sie Sie benötigen
keinen Dünger mehr. Die Pustelkrankheit und der der echte Mehltau
sind ausgerottet, der Gurkenmosaik-Virus ist neutralisiert,Thripsen,Nacktschnecken
und lila Fliegen, Motten und Spanner sind auf Dauer verschwunden, selbst
die Erdeulen-Raupen und die schmarotzenden Käferlarven aus den Wurzelbereichen.
Der von unseren Drogen-Synthesizern designte Karottenrausch, der die Feldmäuse
erst in panische Zustände versetzt und schliesslich zum kopflosen
Rasen in den AckerFurchen veranlasst, führt dioese notorischen Nager
und Wühler in den schnellen und sicheren Herztod. Und Unsere alten
Widersacher in allen Nutzkulturen, die verschiedensten Herkules-Flechten
und chinesischen Schilf- rohr-Läuse die immer zu rapiden Qualitätseinbussen
führten, verweigern endlich ihr wucherndes Auswachsen.Bunte Drohnen,
kleine unbemannte Flugbjekte überfliegen, nach systematischen Programmen
die Felder und sprühen heilende Universal-Bakterien über die
Plantagen, die auch die ge- ringste und unsichtbarste Krankheit sofort
erspähen und nach allen Regeln der Nanomatik und Atomphysik zerkleinern.
Das Grünzeug ist also kerngesund und bleibt es auch, als wenn es
der Zöllner Henri Rosseau gemalt hätte, und ihre Früchte
schmecken herzhaft nach Tofu und würzigem Mozzarella und bilden einen
wichtigen Mosaikstein unserer Lebensverlängerungs-Systematik. Über
dem Himmel wachen und kreisen die grünen Raben und auf den Feldern
spielen und verköstigen sich die schwarzen Mastgänse mit den
Kadavern der berauscht zu Tode geflitzten Feld- , Wald-, und Wühlmäuse.
Früher hätte man gesagt, diese Ordnung und der Frieden auf den
Äckern sei eine göttliche Fügung, wie dankbar vom armen
Francoise Millet, auf seinem Bild Angelus, noch 1858 andächtig
dargestellt, anders, ganz anders, als dann die folgenden, impressionistischen
Konfetti-Maler. WIR wissen es heute besser, ohne jeden selbstzufriedenen
Hochmut und mit einem jodelnden Juchzer bekräftigen WIR unsere Freude
über den Erfolg und die herrliche Aussicht in die Zukunft, in die
WIR sorgenfrei hineinwachsen dürfen. Und beim Rundgang schliesslich
angekommen, auf dem Gipfel und der der Bergruine "Rotes-Schloss",
am Waldstein und weiter über den Ochsenkopf zum Schneeberg, als "Wanderer
über dem Nebelmeer" (C.D.Friedrich), singen und preisen WIR
unser EU-Genik, losgelöst und abgelöst von aller vergangenen
Verdammnis, gedenkend der trefflichen Ballade von Polykrates, überliefert
durch den Vater der Geschichtsschreibung Herotot, in seinen grossen "Historien"
der Antike, transferiert in die Weimarer Klassik und schliesslich übersetzt
in die Moderne unserer unvergänglichen Klon-Welt :
WIR stehn auf unsres Gipfels Zinnen
und schauen mit vergnügten Sinnen
Auf den ergrünten Acker hin,
Dies alles ist uns untertänig
Und klont uns unser grosser König,
gestehn WIR,dass WIR glücklich sind.
WIR sind glücklich,
WIR gestehen es
117
Hier
müssen WIR nochmal besonders darauf hinweisen, dass die Regeln der
unbedingten Gleichheit aller Nutz-Pflanzen in Qualität und Habitus
keine rgetorische Selbstverständlichkeit ist. Nicht nur Unterschiede
in den Klima-Zonen mit den entsprechenden Wetterkapriolen, sondern auch
die geologische Zerklüftung und mineralische Ungleichheit der Böden
erzeugten ja oft die leidigen und scheinbar beliebigen Ausfälle in
den landwirtschaftlichen Erträgen. Lethargie und Hilflosigkeit der
betreffenden Völker bei ungünstigen Natur- bedingungen und Übermut
und Arroganz bei begünstigten Voraus- setzungen in der Landwirtschaft,
führten ja immer wieder einerseits zu unerträglichen Hungersnöten
von biblischen Ausmassen, und andererseits zur Überproduktion und
Luxus. Daraus ergaben sich Feindschaften und unüberbrückbare
Leis- tungs- und Zivilisationsunterschieden zwischen Familien, Sippen,
Rassen, Nationen und Erdteilen. Aus Neid entstand gewerbsmässige
Räuberei und Stammesfehden, dann Bürgerkriege, Piraterie und
Terrorismus und schliesslich Mord und Totschlag. Die Reihenfolge der jeweiligen
Kausalitäten, durch die Ungleichheit der Verhältnisse , konnte
jedesmal eine andere sein , aber die Resultate mündeten immer in
unwürdigen Abhängigkeiten, Kriminalität , verhee- rende
Bürger- ,Regional- und Weltkriege, mit jeweils entsprechenden 'mora-
lischen' und 'kulturellen' Rechtfertigungen und Rechthabereien, die dann
angeblich jede Gewalt als rechtmässige für sich reklamierten,
und bei deren Ende aber immer die jeweiligen Sieger automatisch recht
hatten, wie nach Revolten und Revolutionen, ganz egal wie und warum diese
Exzesse zustande kamen und durchgesetzt wurden. WIR wollen das mal hier
so grob stehen lassen, denn Bewertungen vergangener Auseinandersetzungen,
wie auch immer, sind ja wieder nur die Folge des Siegerrechtes oder die
Moral von den Leuten, die glauben sie gepachtet zu haben, sei es aus Einfalt
oder Ideologie. Eine moralische Moral kann es also nicht geben und ist
Selbstbetrug oder Demagogie. Bestenfalls ist der Versuch moralisch zu
bezeichnen, doch von wem? Wer sich eine Übersicht über die bereits
gründlich von der eugenischen Gleichheits-Forschung betriebenen,
fein verästelte Aggressions- und Streit-Kultur der Alt-Menschen informieren
möchte, der besuche doch bitte unsere PLUS-und MINUS-Museen, da werden
sie aufgeklärt. Aus unserer Sicht sind z.B. manche Kriege leicht
zu enträtseln, die meisten aber nicht, weil WIR ja weder dabei noch
beteiligt waren. WIR sind da ganz ehrlich und die ehemaligen Einseiter
und Klugscheisser, die glaubten aus der Geschichte lernen zu können,
sind längst als flache Hochstapler vergessen. WIR, die EU-Genik haben
ja die Antwort auf diese Probleme endlich gefunden. Und sie lautet, unter
Gleichen gibt es keine Kriege. Basta! WIR weisen hier auf diese Binsen-Weisheit
nochmal besonders hin, weil sich daraus ein wichtiger Grundsatz für
uns ableitet, der ab jetzt für jeden EU-Geniker bindend und im Detail
in unseren Gesetzen zum Frieden gründlichst fixiert wurde. Auf die
Landwirtschaft bezogen bedeutet es, dass jegliche Erdbepflanzung genehmigt
werden muss, denn Privateigentum gibt es nicht mehr. In den Erd- und Bodenregeln
werden die einzelnen Ränge der Kataster ausgewiesen und daruias ergibt
sich, dass jeder wilde, private oder heimlich vorgenommener Pflanzen-Bau
bei Strafe gesetzlich verboten ist, wenn sie nicht genehmigt ist. Die
zum Landbau benötige Pflanz-Erde muss ebenfalls staatlich beantragt
und genehmigt werden und kann nur in speziellen Betrieben erworben werden,
bevor sie in den Aushub, mit entsprechender Tiefe, für die Aufzucht
unserer lizensierten und Standard-Pflanzen eingebracht werden darf. Diese
staatliche Erde wird zunächst in unseren Heiz-Mischwerken pasteurisiert
, von allen Keimen und sonstigen Organismen befreit und entbiologisiert
, bevor sie nach der Ernst H.Salzer-Methode: "Pflanzen wachsen ohne
Erde", 1958, mit allen eugenisch zugelassenen Nährstoffen angereichert
wird. Die Erde dient hier hauptsächlich nur noch zur Befestigung
der Wurzel-Werke und das bedingt ihre gleichmässig durchgesiebte
Körnung zur gleichen Wasserdurchläsigkeit. Alle diese Massnahmen
haben sich summa cum laude bewährt und garantieren bald überall
auf der Welt, gleiche Erträge, bei gleicher Arbeit und gleichem Kraftaufwand,
auf unseren so optimierten Äckern und Gärten, selbst bei gelegentlichen
Wirren des von der Sonne verursachten Gross-Wetter-Klimas. Die herrlichen,
kraftstrotzenden und ertragreichen Plantagen in Oberfranken sind der Beweis
unserer hybriden und hydro-kulturellen Methodik, die uns allen Frieden
und Fruchtbarkeit schenken wird. Zitat Ernst H.Salzer,1958: ....( )...Jeder
moderene Pflanzenbauer weiss die gewaltige Rolle des Kohlendioxyds CO2
richtig einzuschätzen. Man weiss ja schliesslich, dass die Trockemmasse
einer Pflanze rund zur Hälfte aus Kohlenstoff besteht, der ursprünglich
in Form athmosphärischer Kohlenlensäure aufgenommen worden ist.(...)
Einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass durch
eine gewisse Anreicherung der Luft mit CO2 die Kapazität der Pflanzen
gesteigert werden kann (
) dadurch also beträchtliche Mehrerträge
erzeugt werden können. Der überaus üppige Pflanzenwuchs
der Carbonzeit wird wohl mit Recht auf die wesentlich höhere Kohlensäure-Konzentration
der Luft zurückgeführt.(...)
WIR lieben den Frieden auf und in der Erde
118
Stellen
WIR uns einmal vor, was wohl sein würde, wenn WIR zwar alle endlich
gleich wären, doch mit unterschiedlichen und darüber hinaus
mit unterschiedlich guten Werkzeugen arbeiten müssten. Der Vorteil
der Gleicheit wäre dahin, denn die Ergebnisse dieser Arbeit wären
dann ja wieder ungleich gut und unsere intensive eugenische Bildung wäre
für die Katz. Es liegt also oft nicht am Talent, sondern oft auch
am besseren Gerät, um höchste odewr noch besser, gleich bleibende
Qualität zu produzieren. Mit dieser leidigen Tatsache wären
WIR dann wieder am Anfang des alten Elends. So gab es z.B. im alten Europa
357 verschiedene Büchsenöffner mit teils sehr divergierender
Qualität, was uns zu der Erkenntnis führte, dass analog zum
Klonen der Subjekte und Individuen, parallel dazu, auch gerechter Weise,
das Klonen aller Produkte und Werkzeuge einhergehen müsse. Denn nur
so können WIR garantieren, dass sich, im Falle eines Falles, alle
Nutzer gleich schwer und gleich tief, beim Öffnen einer Sardinenbüchse,
die Finger und Hände blutig schneiden würden oder auch nicht.
Das wäre gerecht. Und so gibt es jetzt für jeden Zweck, für
jede Anwendung und jede Arbeit, immer generell das gleiche Werkzeug von
immer dem gleichen Betrieb, das natürlich immer weiter optimiert
wird und nach jeder Verbesserung wieder ausgetauscht wird. Unsere Werkzeugmacher
machen also immer die gleichen Werkzeuge für alle, nach den gleichen
Plänen, mit den gleichen Maschinen, die wieder von den gleichen Maschinen
gemacht werden und so weiter immer verbessert werden und danach wieder
ausgetauscht werden.Und so soll es geschehen, mit Allem, was produziert
und gebraucht wird. Und So hat alles seine Ordnung und so geschieht nichts,
was nicht schon vorher geschehen wäre, mit dem gleichen Werkzeug.
An dieser Schwelle, gleicher Voraussetzungen und Ziele aller, standen
schon viele Staaten und Völker und was da an endlosen Ritualen täglich
immer wieder von den Machthabern den Menschen als gleich eingeredet wurde,
erwies sich im einfachen Leben als undurchführbar, denn die Kontrolle
funktioniert nicht ohne Mass und Regel-Mass, aber vor allem nicht ohne
das Gleichmass. Trotz aller erdenklichen Mühen gerieten diesbezügliche
Reformationen und Revolutionen immer wieder in die gewaltsamen Mühlen
von Anarchismus oder Terrorismus, weil nicht alle Gruppen und Menschen
gleichen Anteil an der Gleichheit bekamen und die jeweiligen Regenten
und Staatsmänner die geschichtlichen Mülleimer nicht von von
allem pluralistischen Larifari gereinigt hatten oder reinigen konnten.
Sie scheiterten an ihrer Verzagtheit und an der Solidarität der vermeintlichen
Genossen. Aber warum sollen WIR über die Flops dieser Narren trauern,
das schwächt nur Herz und Gehirn und so werden WIR vollenden, was
noch nicht gelungen war. WIR machen Schluss mit dem Russischen Roulette
der geheuchelten Gerechtigkeit und des politischen Würfelspiels.
WIR haben nichts mehr zu verlieren, WIR haben alles gewonnen. Unsere Gesetze
multiplizieren Harmonie und Stolz und teilen sie nicht in tausend kleine
Krümel auf, wie noch in den alten, irren Smartjes-Demokratien. Bei
uns weiss jeder, was er zu tun und zu lieben hat. Neben dem Zugewinn an
Zeit, Menschenkraft und gesättigter Erkenntnis, verzeichnen WIR die
gewaltige Ersparnis der Ressourcen, seien es die der Nervenkraft oder
die der Rohstoffe, weil der neurotisierende und verschleissende Faktor
des Konkurrenzkampfes, der Verwaltungsrechte, der Lizenswucherei und Patentblokaden
nun, wie ein versprengter Komet ohne Steuerung und Ziel an uns, haarscharf,
vorbei geschrammt ist. Friede kehrt ein in unsere Produktionsprozesse
und jeder spürt tagtäglich, wie der Puls immer einheitlicher
schlägt und die Glückshormone zünden. Gleichheit ist umweltfreundlich.
Gleichheit ist billig. Gleichheit ist gerecht. Gleichheit macht das Hirn
frei von Mucken und Macken.
Gleichheit befriedigt.
119
Was
den Alt-Politiker ehedem noch im Innersten zerrissen hatte, kön nen
WIR nicht mehr verstehen. Aber WIR fanden im Untergrund einen Text, den
wohl ein armer Tropf in seiner Hilflosigkeit auf eine ausgebaute Festplatte
geschrieben hatte und das Ganze glaubte auf dem Dachboden seines Hauses
vor den Schergen verstecken zu müssen.WIR zitieren aus dem Fragment,
dessen Beginn und Ende nicht mehr lesbar waren: (...) dafür
fehlen uns nicht nur die Worte, die schleimige Verlogenheit, die neurotischen
Phobien, die manische Hochstapelei, die biedermännische Überheblichkeit,
die finanzielle Reizbarkeit , die dünne Standfestigkeit, die voraus-
eilende Angst, der komische Respekt vor der Masse, das faule Gewissen,
die stolze Heuchelei an das er sich klammerte, wegen ein paar schmieriger
Fuissnoten seiner Kurz-Gechichte. Er, gleicht seinem Wähler, dem
kleinlichen Gründler und Salon-Moralisten, dem Kraftmeier, Voyeur
oder smarten Welten-Heiler und natürlich gleich alles zusammen und
dabei immer gut drauf und immer hau drauf auf seine angeblichen Quaker
und Quäker, die da Ressentiments pflegten, gegen ihn, den intelektuellen
Spiesser, Speichler und ergebensten Sachwalter seiner Herren und Dominas
wie auch immer, egal mit welcher Nummer und Attitude und dabei auf jeden
Wahnsinn, Dünkel und Mäusespeck, hereinfllend, mit Pauken und
Trompeten und allem Kanalgestank oder Duft der grossen, weiten Welt, wie
seine journalistischen Wegbereiter, im subventionierten öffentlich-rechtlichen
TV, den Einseitern und maskierten Parteigängern und Stroh-
männer. Dort, in den unsichtbaren Archiven, den Nestern ihrer versteckten
und gefälschten Dummheiten und politischen Flops , klein geschnitzelt
oder schnell vor dem Zugriff neugieriger Wissenschaftler hastig verbrannt
und dabei heftig unter den Tischen onaniert und sich dann als geschönte
Brut, demagogischer Exorzisten und Macher in ihren Stammtisch-Kantinen
selbst-feierlich, als grosse deutsche Moralnummern verkleidet, gleich
hinter Jesus und Maria und Luther, im Kaffee Luther King, drohend den
Stinkefinger in die Luft gebohrt, wo der Feind, die vielen Feinde und
subkulturellen Täter und Väter der Täter vermutet wurden,
wo sie heimlich, doch selbst hinein geboren wurden, ganz braun und rötlich
braun, kamelbraun, aber das ging doch nicht, das tut man nicht , offen
nicht und weltoffen schon gar nicht, denn wir sind doch objektiv parteilos,
und subjektiv nur kritisch und Presse freiheitlich, wie ganz anständige
Leut', heut. Sie suchen, ja was suchen sie denn? Sie suchen Ideen und
die grabscht man am besten aus dem Internet :Uns kann keener
, und überhaupt, habt Euch nicht so mit Eurem asozialen
Eigentum, sagen und heulen sie im Rudel der gleich Geschalteten, in ihren
ungelüfteten Büros um weiter zu grabschen nach klaubaren und
brauchbaren Stoff , mit flinkem Griff, schon ist es mein und war mal Dein,
zum Basteln an stories mit Verfolgungsjagden gegen die bösen reichen
Reichen überall oder zum Basteln ihrer dramatisierten Entrüstungs-Kultur
mit ihren Geburtshelfer-Kröten der Spezies und Spitzeln, dem aufgesetzten,
reaktionären Naturburschen-Theater und Kultur zum Erbarmen, und dem
teutonisch angegokelten Charme der brahmasierenden Luis-Trenker-Manier
im Landjunker-Look, all überall auf den Glemmer-Spitzen, sah ich
etwas kulturelles aufblitzen, oder noch platter und glatter mit Luzia,
sehr braun, der Erleuchteten, im Doll-Format und Junkie-Look, im Wunderland
von Kunst und Kultur, da werden sie nicht geholfen, verirrt im Schicki-Micki
Kick, der 'Zuckerpuppen von der Bauchtanz-Truppe'. Wo sind die eigentlichen
Autoren, wo, im Tele- Prompter, hinter Pappe versteckt, die Pappenheimer
der grosse Kreis, Daumen lutschender Edelmänner, die den Einfältigen,
toten Seelen, pausenlos Moores beizubringen suchen ? Mit indirekter Iislamisierung.
Stolz, so ihre Nähe zu Mikrophonen und Pulten zu demonstrieren, mit
Fussball , Blödelei und Bauchtanz. Die Leute schweigen und schalten
ab. Wer das Mikrophon hat, hat Moral, ohne Qual, bis zur nächsten
Wahl, das ist normal. Das Geld der Steuerzahler zu verschwenden, oder
für etwas verwenden, was die Zahler nicht wollten, das ist Vollblut-Politik
in diesem Land, da meinte ein Narr, welche Schand, hier bestand, heimlich,
unter Freunden nur, denn das ist demokratisch, der offene Konflikt, dagegen,
feige im TV vermieden, das ist Terror und noch schlimmer. Sagen die wenigen
und die vielen sind abgeschaltet, wie Leibeigene, als sprachlose Masse
geknetet, von morgens bis abends, mit Verrat und Betrug unterhalten, ein
Gütesiegel der Hochwerter und Spielmacher. In handvberlesenen Talk-Runden
der Einseiter, parallelweltliche Deppen- Dörfer, mit ihren lieben
Zwergen, bei der unverdienten GEZ. Das Staats-Fernsehen, der Freibrief
und Laufsteg, schmutziger Parolen und weltoffene Heuchelei, dummer Spiesser
und Linkshändler, die nur den Arsch offen haben und ihre Konten bedeckt.
Das Eldorado der gepuderten Wichtigtuer und Demagogen, die Produzenten
trockener Kekse und Schaubuden finsterer Geister und dummer Schlaumeier.
Aus der Schweigenden Mehrheit soll keine offen bekundbare,
verschworene Mehrheit werden. Privat, per Geheimpapier, auf Dauer eingesperrt,
eine hermetische Demokratie, ohne Wert und frische Luft. Dafür wird
exklusiv gemogelt, gemunkelt und gedunkelt, vom politischen Rudel. Es
wird geschwindelt und das heisst Wohltat. Da wird verraten und das heisst
Zusammenhalt. Da werden Freunde zu Feinden runter geredet und Feinde zu
Freunden stilisiert. Da wird erfunden und das heisst investigativer Journalismus.
Da wird mit Worten und Taten pausenlos genötigt und das heisst Demokratie
und Integration. Da werden heimlich Posten verschachert und ehrenwerte
Leute verbannt, das heisst Gestaltung. Da werden Läuse und Flöhe
durch den Äther gesendet und das heisst Kultur. Da wird ständig
von Weltoffenheit getönt, aber die Welt und die Meinungen darüber
werden immer dünner und die Verleumder an Pulten und Kanzeln immer
einfältiger und einseitiger(...)WIR, die EU-Genik brechen die
Abschrift hier ab, weil das Wesentliche gesagt ist und unser heutiges,
freies Volk verstanden hat, warum. WIR sind wahrhaft weltoffen. Das
Spiel ist aus und war aus. WIR dagegen, sind die Lebenden und Überlebenden
des Spiels, das keines war, sondern Räuberei und Eitelkeit politischer
Wirrköpfe, denen Demenz und Betrug die Ganglien verstopft hat. Wir
brauchen keinen 65 Jahre alten Poppertitel als Spraschrohr.
WIR sind eigen
120
Es
ist ja nicht unbedingt alles schlecht oder primitiv,was die Natur so in
Millionen von Jahren generiert hat. Es gibt vereinzelte Ausnahmen, die
allerdings nicht genutzt und auch nicht erkannt wurden, als kleine Wegweiser,
heraus aus dem ansteckenden Chaos und den blinden Destruktionen. So kennen
WIR aus der klassischen Botanik den Begriff und das Faktum der Einhäusigkeit.
Bei den Tieren besitzt der Schweinebandwurm, in jeder seiner aneinander
geketteten, zahllosen, einzelnen Glieder, jeweils immer gleichzeitig männliche
und weibliche Sexualorgane. Er kann sich sogar bequem selbst begatten
und vermehrt sich dementsprechend reichlich in permanenten Zyklen zwittrig.
Und wie bei vielen Pflanzen gibt es bei ihm keine männlichen oder
weiblichen Exemplare. Die Natur, so scheint es, hat uns hier etwas beschert,
was ausnahmsweise mal ganz im Sinne der EU-Genik ist. Wenn man so will
ist hier bereits das Prinzip der Vermehrung Gleicher von Gleichen, also
das Klonen planmässig und beispielhaft demonstriert. WIR hinken da
noch etwas hinterher, sind aber natürlich längst dabei, dieses
moderne Modell aktiv zu verbessern. Schliesslich wissen WIR ja, was uns
wichtig ist und was WIR, durch die Aufgabe der rollenverteilten triebhaften
Lust und der partnerschaftlichen Sexualität an Lebensqualität
verloren haben. Wenn WIR das erstmal verstanden und verinnerlicht haben,
so verstehen WIR auch in einem zweiten Schritt, dass in unserer kommenden
Klon-Welt die Geschlechtsmerkmale mit ihren oft miesen Geschlechtsteilen
überflüssig geworden sind, weil WIR ja keine Kinder mehr zeugen
wollen und müssen. Nicht aber der Hermaphrodit ist unser Ideal, also
die Doppelgeschlechtlichkeit einer Person, sondern die völlige Geschlechts-Ferne,
das gilt es hier nochmal zu betonen. Um aber an diesem Punkt keine Brüche
unserer noch archaischen Psyche, durch übereiltes Vorgehen, aufkeimen
lassen wollen an, wird eine Hormonreduktion durch eine Hormondiät
suksessiv dafür sorgen, dass WIR die hormonneutrale Endphase erreichen.Dieser
sanfte Entwöhnungs-Prozess ist Gesetz und beginnt mit entsprechenden
pharmazeutischen, homöopathische Zugaben zum Trinkwasser, was ganz
soft zum Abklingen des partner- schaftlichen Sexualtriebes führt.
Da und dort kann es zwar noch zu anfallartigen Ausfällen kommen,
die sich kurzfristig, durch aufwallendes, krampfhaft, spontanes Onanieren
und Masturbieren bemerkbar machen, aber auch diese unsinnigen und perversen
Zustände werden restlos abklingen, bevor ein Stadium der geschlechtsneutralen,
androgynen Indifferenz eintritt.Dieser Zustand überbrückt die
Zeit bis zum gereiften Eintritt in die Klonautomaten. Dies ist zwar eugenisch
nicht zwingend logisch, denn im geklonten Zustand ist sind die Geschlechter
sowieso aufgehoben, aber es verhindert panische und unberechenbare Verzweiflungstaten,
bei sexuell überspannten Individuen, vor dem glücklichen Tage
X . Diesen Zeitraum entspricht in etwa dem Noviziat in den Klöstern,
vor dem Ordensgelübde der Nonnen. Es ist die schrittweise Gewöhnung
an die Befreiung von der geschlechts-spezifischen Knechtschaft der alten
Reproduktions- Mythen. Und es ist der Erfolg der gediegenen Neutralisierung
des Sekretions-Mechanismus mehrerer Keim-Drüsen wie der Leitfunktion
verwirrter Hirnfunktionen. Dabei bilden sich die ehemaligen Geschlechtsteile,
innerlich und äusserlich sichtbar zurück, zugunsten eines bei
allen Individuen gleich funktio nierenden, harten Stiftes, dem BABBEL,
der wie ein Joystick, zur Handhabung der wichtigsten Steuerungsfunktionen
dient. WIR kommen nochmal auf dieses neue Zentralorgan gesondert zu sprechen.
Nach der grundsätzlichen Reparatur der Triebsteuerung schwindet der
Antrieb zur sexuellen Befriedigung früherer Zeiten und im Gehirn
werden alle diesbezüglichen Impulse und Anreize gelöscht, vergleichbar
der absoluten und nicht nur provisorischen Löschung von Dateien auf
den Festplatten der Computer. Die allmähliche Reduktion bis zum Einheits-Geschlecht
erfolgte bekanntlich auf repräsentativ-demoskopischer Grundlage,
nach Vorstellung und Ratifizierung dieses Reform-Konzeptes durch die drei
Weisen unseres herrlichen MORGEN-Licht-Landes vor zwei Jahren, dem Beginn
des Eu- genischen Reiches. Die Transformation des Bauch-Nabels zum BABBEL
geschieht schmerzfrei und die Ausstülpung aus dem Bauchnabel erzeugt
kuschelig-warme Wohlgefühle, bei einem anhaltenden, kribbeligen Kitzeln
zwischen den Oberschenkeln, das dauernd anhält. Ein Erlebnis, im
übrigen, das die alten Formen des Orgasmus bei weitem übertrifft
und bei jeder Aktion des BABBELS ein anderes, immer neuartiges Kribbeln
auslöst. Somit sind die Weichen gestellt für die sexuelle Wandlung
zur erfrischend gerechten Gleichheit der Geschlechter.WIR alle, die EUronauten,
die WIR besessen das Gute und immer auch gleichzeitig das Bessere und
Allerbeste nicht nur träumen, sondern auch ehrgeizig betreiben, fühlen
uns pudelwohl mit unserer neuen, staatlich geprüften und regelmässig
überprüften Identität und geplanten Befindlichkeit. Sie
macht einfach Spass, ist saugut und berechenbar vernünftig und garantiert
die stressfreie Kommunikation unter Unseres-Gleichen. Mit Genugtugung
haben WIR von unseren Anthropologen vernommen, dass in einigen Schöpfungsgeschichten,
ursprünglich Adam und Eva gemeinsam in einem einzigen Körper
lebten. Diese Nachricht hörten WIR gerne und Wir können uns
auch gar nichts anderes mehr vorstellen. WIR arbeiten an unseren Werten
ohne Hintertürchen und Scheuklappen. Das ist gut so und das tut so
gut bis zum Tage X.
WIR haben das Kribbeln
121
Initialisierungs-Schlüssel für den BABBEL, gültig bis 31.12.2015
VDifferenziere, ohne vorher a) y=(2*2* + l)3 d)
.1. *=(5y-~3)2
/ l \2g) y- [3+4 *04
aufzulösen. b) y - (*3 e) y-4(55\3x4X4*+ 1)* -2*)2i)
c)f)i(3*-l)2O(2 *)m) y32»)2y «s (a2 = 5(3ck) yo)
Sax #2)~f 7*2)3«+ (722. a) y- 3*(*2 + l)2d)g) uk) y
3. a) yb)2 r(v2 1) (v2 + 2)-1 [(3* 1) (5 *)]2
e) y = ax* (bx2 + ex + d)h) 5 . 1) yc) y = 5 *2
(4 ** 7*4- 5)2\t0 _ »2 / " #.,2 u s=s
r v i
iv(*-l)2(*2-l)3(2* 4-1)2(t I)2(3i2+ l)3 i) [2 *5 (*2
4- 3)2]2 m)2_lVy- 2(*24- 3*+ l)2 y [c*2 (6 c*)]2
5)23*1\2JL l2t?(3t;2+l)25. a) y(*24-3)24. a) y « ]/8*
~-3 e^ * = 5v lb/^ «*r 4/
l52(1-3*)' ""fc)05=1 d ~ o5«) y g) yyh)21b)X
y X ' Dc) y-(2 -S*2)]/*2- 5e>*y-V9Sra) yb)yc)
1/5*4-2d) y3*24-l2^7-4*iy5g) ylyl29. Implizite
Funktionen*3 + y3 ~ 5. nach y auflösen, hier
also yt'/o,
WIR brauchen den Input
122
Der
stiftförmig aus dem Zellgewebe des Bauchnabels herauswachsende, stift-förmig
ausgeformte BABBEL, wird nach seiner ausgehärteten Reife zum wichtigsten
Sinnes-Organ. Schon beim 'Kleinen Prinzen' konnten WIR seine zeitwendenden
Eigenschaften studieren und die Fachwelt war begeistert. Weit über
die Qualitäten der alten Computermaus hinaus, eher mit dem Genie
der späteren Handies, öffnet der BABBEL nach einem Klick auf
seine Spitze, ein vierdimensional ausgestattetes Menue, dessen Oberfläche
den implementierten Index aller Kommunikations-Leistungen, stufenlos mit
einem Farbkreis anzeigt und mit Leuchfarben die einzelnen Kategorien,
in übersichtlichen Untermenüs auffächert. Der Babbel ist
eigentlich das bestimmende Metagehirn über unser altes Hirn. In einem
fortlaufenden Screening werden hier alle anstehenden kommunikativen Aufgaben
und Befindlichkeiten dargestellt und mit allen Wünschen und Pflichten
unseres Staates synchronisiert. WIR können das hier nur grob andeuten,
aber WIR wissen natürlich, dass uns hier ein ganz grosser, globaler
Wurf gelungen ist, der unser Leben wieder auf die Füsse stellt. Der
BABBEL filtert, sammelt, speichert, listet , bewertet, misst alle neuen
Werte in der Realität , die des eigenen Körpers, der Umwelt
oder die von unserer Regierung, z.B: Allgemeine Nachrichten, Termine,
Arbeitszeiten, Vitaminbedarf, Klima, Fahrpläne und ist vor allem
fähig, alle Daten in der Rangfolge nach Wichtigkeit und Dringlichkeit,
nach Ort und Zeit, prioritäts-bedingtzu sortieren, damit WIR nicht
im Datensumpf untergehen. Aber er stimuliert auch den Körper für
neue Reformen und Herausforderungen der Gesellschaft und bringt die hierfür
verantwortlichen Organe und Nerven in Bereitschafts-Stellung. Er ist unser
Gedächtnis, unsere Kommunikationszentrale und gewissenhafter Ratgeber
für alle nötigen Präventionen und Sofort-Entscheidungen.Noch
genauer gesagt, der BABBEL ist für alle Situationen und Zeiten unser
unfehlbarer Innen- und Aussen-Inspektor, er ist unsere Moral und höchste
Instanz. Ihm bleibt nichts verborgen, er sieht und entscheidet ohne trügerisches
Gefühl und was auch immer passiert, er notiert es zuverläsig
wie ein Seismograph, als unser zentrales multi-optionales Steuer-und Sinnesorgan
und ist in dieser Rolle, allen anderen Sinnen vorgeschaltet. Über
drahtlosen Funk, ist er rund um die Uhr, mit der Welt vernetzt und online
für die lehrreichen und wichtigen Weisungen und Hilfen unserer Regierung
jederzeit ansprechbar und reaktionsfähig zum unmittelbaren Handeln.
Wie bei den alten Handys die Klingeltöne, so gerät unser Körper
bei jeder neu gesendeten oder em- pfangenen Information in ein kurzes
sprudelndes Vibrieren, das, zusammen mit dem Kribbeln, zur allgemeinen
Freude, den ehemaligen Sex-Orgasmus an Tiefenwirkung weit übertrifft,
aber dennoch dabei die Kommunikations-Fähigkeit aller Funk-Reize
nicht stört. Ein Punkt, der sich erst vor kurzem befriedigend lösen
liess, denn zuvor kam es nicht selten vor, dass manche Menschen völlig
verwirrt herumliefen, dann aber, wie auf Kommando, wieder einrasteten
und richtig weitermachen konnten, weil sie sich zuvor in einem Funkloch
befanden und dadurch kurzfristig ausser Kontrolle gewrieten. Experten
des Kolossariums hatten lange erbittert darüber gestritten, ob solche
Pannen durch Reiz- überflutung oder durch klimatische Einwirkungen
zustande kamen. Ein neuer Chip mit einer grösseren Speicherfähigkeit
brachte schliesslich die erlösende und simple Erklärung und
Abhilfe, der hier vorliegenden Überspannung des Systems. Sollte dieses
Organ, unser BABBEL , einmal aus Gründen wie auch immer abgebrochen
oder verrenkt sein, so wird von den rund um die Uhr arbeitenden Support
, sofort ein neuer BABBEL initialisiert, der nach erfolgter Ausreifung
und Härtung ,seine Aufgaben garantiert dort folgerichtig fortsetzt,
wo der alte abgestürzt war. Während dieser Reha verbringt der
Patient die kommunikative Pause in den hierfür, klinischen Schlaf-Heimen,
die im Volksmund liebevoll Spargel-Beete genannt werden. WIR bitten um
Nachsicht bei den bedauernswerten Personen, die zeitweise ohne BABBEL,
wie die Urmenschen ohne Orientierung und Anweisung in Zeit und Raum vegetieren
müssen. Aber gut Ding, will Weile haben.
Wir haben sie und den BABBEL
123
Sekbstvberständlich
interessierte es uns, wie diew einfachen Menschen auf den BABBEL und die
mit ihm einher gehenden Umstände reagieren und publizieren hier eine
der ersten Stellungnahmen einer Kassiererin eines bergischen Baumarktes....Ja,wenn
Sie mich so direkt fragen,weiss ich nicht,wat ich gross dazu sagen soll,
woll, erst dachte ich, mich hätte eine Zecke gebissen, woll, weil
dat so sehr gejuckt hat, am Bauchnabel.Da hab ich erst mal den Hund rausgescheucht,
weil der immer diese gemeine Blutsauger reinschleppt, dann hab ich mir
die Bluse und dat Unterzeug und dat Slipchen hoch und runter geschoben,
aber hab keine Zecke finden können. Doch am Nabel, wo et so hart
gejuckt hatte, sah ich sowat ähnliches wie ein Zäpfchen oder
Überbein abstehen, wie ich dat erst gestern mal bei der Martha, der
Schwester von Mirkos Macke schon mal gesehn hab. Die hatte mir dat gezeigt
und gesagt, dat käme von ganz weit oben und dat wär doch schön,
woll , hätte auch in der WAZ gestanden. Dat Ding war ganz hart und
wurde immer länger und bunter, und bekam auch eine Borste wie ein
Geweih. Dat Jucken hielt sich dran, und nach Wochen sah ich dann, dass
et der BABBEL war, so heisst doch dat Dingen, woll, von dem ständig
dat Fernsehen Werbung macht, und sachte dat sei schon in Ordnung und wir
brauchten uns keine Sorgen machen. Et wäre kein Krebs und auch kein
Furunkel, sondern sowat wie ein neues Handy, halt ein angewachsenes .
Na ja, wenn et so iss, isses ja auch gut so, woll? In der Gänse-Apotheke
in Schwelm ham die sowas ähnliches wie nen Schwanger-Test für
den BABBEL. Dat hab ich auch gleich machen lassen und dann war et eh klar,
ich bekam auch so ein Ding, wie alle anderen auch, sachte die Gänse-Apotheke.Nur
wachsen täte der unterschiedlich schnell. Bei der Oma Hortensa ganz
langsam, so arg langsam, dass die glaubt , dat wär doch alles nur
Käse. Sicher war ich erst, als ich keinen Bock mehr auf dat Helga
und den Horst hatte. Ich bin eigentlich bi, woll ,müssen Sie wissen.
Ich mach mir da auch nix draus, ich find dat halt schön mit alle
runmzumachen, denn ein bisschen Spass muss doch sein, nach all der Kasiererei,
woll? Aber nu soll dat ja mit dem BABBEL aufhören, weil WIR nur noch
den Staat lieben sollen und sonst nix. Da muss ich mich erst mal dran
gewöhnen. Leicht ist dat nich, aber später soll alles viel schöner
werden als die ganze Fickerei, woll ? Früher hab ich immer nach der
Arbeit erst mal schön geduscht und dann eine geile Kuschel-Runde
im Bett gemacht. Entweder mit dat Horst und wenn der nicht konnte, dann
halt mit dat dicke Helga ,die hatte früher mal so richtig schöne
schwere Titten, woll. Doch die sind alle geschrumpft und jetzt hatse nur
so eine Art Apfeltäschchen da hängen. Sie meint dat käme
von dem BABBEL. Und jetzt wollte auch nicht mehr mit mir, stellen se sich
dat mal vor, dat gibts doch gar nicht, aber dat gibt es eben doch,
und dat war schon sehr krass, denn die wollte sonst immer gleich und möglichst
lang. Und der Horst wollte auch nich mehr ran und mein Nachbar auch nich,
der fing sogar das Schimpfen an, als ich mich ausziehen wollte.Stellen
se sich dat nur mal vor, woll. Da wollte ich auf einmal auch nich mehr
und es fing langsam an zu kribbeln. Dann hamse bei der Tagesschau durchgegeben,
dass man dat Dingen drücken sollte und wenn es grün würde,
dann wäre es fertig. Ich habe gedrückt und gedrückt und
auf einmal wurde mir erst ganz schwarz vor den Augen, dann bekam ich einen
komischen Orgasmus, ganz anders als mit dat Helga, wie ich dat eigentlich
noch nie so geil hatte. Dat war wunderschön und ich habs gleich nochmal
probiert. Dat is so gut und mit dat Horst geh ich nur noch mit mein Hund
spazieren. Woll .Ja, jetzt weiss ich, wat los ist mit dem BABBEL, da ist
ne Menge mit los.
WIR sind alle on.
124
Persönliche
Indifferenz und partnerlose Leistungsbereitschaft bieten die idealen Voraussetzungen
für die moderne und vorurteilfreie Befreiung vom ethischen Zwangsbetrieb
der Familien-Geschichte, ihren Blutsfehden und räuberischen Ehen.
Die jetzt in allen Schichten sich vollziehende Singlepraxis und die dadurch
schrumpfende Geburtenrate wie die rückläufigen Eheschliessungen,
die oft zu blossen geschäftlichen Partnerschaften oder Lebensversicherungen
verkamen, bilden den produktiven Nährboden unserer multi-hybriden
Staats-Philosophie und optimierten Klon-Technologie, die zur Aufrechterhaltung
unserer vielen Staats-Funktionen und volkswirtschaftlichen Gesundheit
zwingend und a priori angesagt ist: Unabhängig selbst von der Gleichheits-Doktrin.
Die heterogenen Paar-Beziehungen haben den Rang als stabili- sierender,
signifikanter Ordnungsfaktor und Bildungs-Zelle der Gesellschaft verloren,
dank der unvergleichlichen Babbel-Praxis, der Hormondiät, mit dem
langsamen Hineinwachsen in die stressfreie Asexualität, ohne die
geschlecht-lichen Zwänge. Hiess es einmal: Gegensätze
ziehen sich an, so sagt man jetzt nur noch:Gleich und Gleich
gesellt sich gern. WIR glauben nicht nur zu ahnen, was besser ist,
sondern WIR wissen es! WIR sind keine Eiferer, WIR segeln hart am Wind
und das weiss heute jedes Kind: Das ADAM + EVA Modell ist out und mausetot.
Jeder kann es mit jedem , aber man will es nicht mehr und wo alles hippe-hoppe
erlaubt ist, kehrt Langeweile ein, bis zur sicheren, ausgereiften Impotenz,
wie es in den früheren Gesellschaften wohl oft unter der Decke gehalten
wurde. Im übrigen lassen die realistischen Tatsachen der letzten
Volkszählung ohnehin nur einen zwingenden Schluss zu: WIR müssen
sofort zur Sicherung unserer Konsumbrüderschaft und des Eu-genischen
Staates, die letzten zaudernden Hüllen, romantischer Liebes-Paranoia
fallen lassen, denn, wie Abba noch sang: " Wer im Wartesaal der Liebe
steht, der weiss, dass es um Alles geht. - diesen Liebesschmerz
können WIR leicht vergessen, WIR haben etwas Besseres dazu gewonnen.
Und wer liebt denn noch Agnetha?
WIR sind reifer geworden
125
Unverhofft
verkehren sich die hehren Werte oft in ihr genaues Gegenteil. Nietzsche,
Orwell und die angeblich heilen, aber bald nur noch gelenkten, Demokratien
waren sich näher gekommen als sie es sich eingestehen wollten und
die Politiker wollten wohl auch keinen Unterschied mehr zu Diktaturen
und ähnlichen Herrschaften von oben, durch ihre Gewöhnung an
Lüge,Zwang und Manipulation, sozusagen aus dem EffEff. Zwar behaupteten
sie immer wieder, dass sie die Demokratie lieben und schützen wollten,
doch entfernten sie sich immer weiter von ihr, ohne es vielleicht zu merken,
mit dem verfälschten, verwässerten, heuchlerischen Recht, der
nur formal Gewählten, die aber quer durch die Parteien, in notorischer
Front zum Volk, standen und keine Alternativen zu ihnen zuliessen und
hauptsächlich auf das schlechte Gedächtnis, den Untertanen-Geist,
das dumme Harmonie-Bedürfnis und die mangelnde Phantasie der Masse
rechnen konnten. Das Volk schien auch noch mit diesen Versagern zu fühlen
und meinten, WIR sollten denen nicht so kleinkariert das Regieren erschweren,
diesen armen Politikern,die sich so für uns, das unwissende und unmoralische
Volk ins Geschirr legen und kaum noch richtig darüber einschlafen
können. So oder ähnlich dachten wohl die kleinen Leute, denen
es dabei immer schlechter ging, obwohl sie immer produktiver arbeiteten
und zu Export-Weltmeistern aufstiegen. Wofür gingen eigentlich die
Gewinne drauf und wer durfte sie verzehren und warum sollte ihre Gesundheit
immer teurer werden? Irgendwann hörten die Leute dann einfach auf,
darüber nachzusinnen, was sie von ihrer Demokratie eigentlich Gutes
zu erwarten hätten und welche Rechte und Pflichten , auch für
die Regierenden, damit verbunden seien, denn sie konnten ja nichts daran
ändern. Das System war einmal eingefahren, also war es halt so, Basta,
nach uns die Sintflut. Das dachten auch die so stolzen Werte-Gestalter
und Mitnehmer. Sollten sich etwa unbekannte, herrschsüchtige Dämonen
heimlich in die Parlamente geschlichen haben und den Politikern den Kopf
faschistisch verdreht haben? Natürlich nicht, in diesen unseren aufgeklärten
Zeiten, der Gutmenschenart, besonders der Politiker und der so heiß
bemühten Transparenz. Aber was war denn da eigentlich los? War das
nur pragmatische Klugheit, Bequemlichkeit vor dem vogelfreien Freund,
oder schlicht und einfach nur das angebliche Recht der einzelnen,äusserst
verwandten Parteien, auf selbstherrliche und eigen-nützliche Willkür
einer bloss rhetorischen Sprechblasen-Demokratie mit ihren unerfüllten
Ankündigungen und gebrochenen Versprechungen, denn was die Politiker
aller Parteien auch immer taten, es war fast immer falsch, kurzsichtig,
dumm, einfältig, selbstsüchtig, wenig durchdacht, feige, einfallslos
und daher von bohrend kaputtem Krampf diktiert, wie zum Beisapiel der
unselige EURO der alle Völker quält und zu schlimmsten Feindschaften
aufstachelte, weil da Völker waren, die nur nehmen wollten und andere,
die nur geben sollten, obwohl jede Nation mit ihren eigenen Traditionen,
Lastern und Fehlern, sich selbst an die Birne fassen und nicht andere,
für sich zahlen lassen sollte: Solidarität und Schmarotzertum
waren ständig bemühte Floskeln, als Ersatz für Brechreitz-Politik
am laufenden Band ,das im Volk bald nur noch Selbsthass, Starre,Feinschaft
und Gleichgültigkeit erzeugte, obwohl sich ja die Politiker dabei,tatsächlich
immer noch für ganz grosse Gestaltungskünstler hielten. Es war
kaum zu glauben, weil sie nicht merkten, dass den Menschen längst
alles wurscht egal geworden war, was da wieder über ihre Köpfe
hinweg, ungewollt ausgekocht wurde und zur schlechten Unterhaltungs-Ware
verkam. WIR wollen das gar nicht weiter vertiefen, es war uninteressant,
weil hoffnugslos bekloppt und alle poltischen Ergüsse verflüssigten
sich schneller als jeder Schneeball in Kindeshand und konnte kaum durch
methodische und ehrliche Arbeit bewirkt sein, sondern wohl eher nur zufällig
und beiläufig, auf dem kurzen Gang vom Plenarsaal zur Toilette. Und
das selbst verliebte Volk der Dichter und Denker schmolz im süsslich
sentimentalen Rutsch zum Kitsch zurück und zu archaischen Wanderdünen
und Mucke-Fuck, aus dem billigen Bauchladen der bunten Welt Berlin. Doch
aus den tiefen Nöten und Abgründen erfuhren die Menschen unerwartet
Heilung und Rettung, von Irren und Zwängen.
WIR, die EU-Genik, kamen,sahen und siegten.
126
Aus
einer Unzahl Videos von üblichen Überwachungskameras, zufälliger
Fotos und Stimmproben flüchtiger Mitschnitte von Richtmikrophonen,
fischten findige Beamte und Archivare des Nachrichtendienstes, vielsagende,
bedeutende Filmsequenzen heraus, die zusammen geschnitten, auf einmal
ein Dokument mit ganz erheblicher Tragweite für unseren Staat, ergeben
sollte. Das sah zunächst nicht danach aus und war mit ganz anderen
Absichten gebunkert und zu verschiedenen Themen und Fahndungen gesammelt
worden. Doch erst das eigentlich zufällige Zusammentreffen einiger
Bilder, auf dem Tisch eines besonders fähigen Profilers, summierte
sich zu einer grandiosen Spur, die in die geschichtlichen Anfänge
unserer EU-Genik führen sollte. ImLichte, der späteren Erkenntnis,
politologischer Spezialisten und Psychologen stellte das Bild dieser fragmentarischen
Recherche, die wohl erste prophetische Grün- dungsidee und Urzelle
dar, auf die unsere Gesellschaft, der damals avantgar-distischen Partei
und Wertegemeinschaft, der EU-Genik, so lange hatte verzweifelt warten
müssen und sich bereits kurz vor dem Abgrund des sozialen Zusammenbruchs
sah. Unsere hervorragenden Analysten und politischen Fahnder brachten,
neben dem Bildmaterial, auch in den wenigen Wort-Aus- sagen, Ortsangaben
und Gesten,der hier im Kontext stehenden Personen, ihre wahre, geschichtliche
Grösse an den Tag. WIR haben uns das Material immer wieder angesehen
und alle Möglichkeiten durchgespielt, doch, wie immer WIR die Indizien
in einen zeitlichen Zusammenhang brachten, so kamen WIR immer zum selben
Ergebnis und waren nach dem ersten Staunen sicher, es hier mit den ideellen
Gründungsvätern und Pionieren der EU-Genik, zu tun zu haben,
die uns aus dem Dreck und schliesslich zu den erleuchteten Höhen,
unseres Epoche machenden Staates geführt haben. Leider fehlt in den
gestückelten Schnipseln und Wortfetzen, die ungebrochene Kontinuität
und zeitgleiche Fluss der Ereignisse, der unser Weltbild prägen und
begründen sollte. Doch was WIR haben, ist mehr als genug, denn WIR
können ja eins und eins zusammen zählen. Grosse Dinge erscheinen
zunächst oft fremd, rätselhaft und bisweilen sogar lächerlich,
bis WIR die Zeichen der Zeit verstehen und beginnen, erst zu lächeln,
dann da und dort zu mäkeln und schliesslich inbrünstig Beifall
zu klatschen und uns, schliesslich stumm vor lauter Glück, ganz devot
einer höheren Ordnung unterzuordnen.Und so entsteht der unbedingte
Wille, unser Leben zu ändern und auf das leitende, exemplarische
Leuchtfeuer zuzugehen und die Welt von nun an, mit ganz anderen Augen
zu sehen. Die ansteckende Ergriffenheit dieser fundamental neuen und einfachen
Ideen, befiel schliesslich jeden, selbst unsere so kritische Kritik und
dominierte am Ende all die zahlreichen,t äglichen TV-Stammtische,
bis herunter zum leidenden Volk und ganz kleinen Mann. Da wollte keiner
mehr am Rande stehen bleiben, auswandern oder Bomben basteln, denn der
Sog wurde, ganz unpopulistisch, zu einer Droge der Vernunft und Selbst-Erkenntnis
für alle aufrechten und anständigen Menschen, die guten Willens
waren. Endlich durften sie wieder Mensch sein und werden und menschlich
zur Selbstachtung und Würde zurück finden. Alle Wege führten
ins Zentrum des Lichts, zu diesen vorbildlichen Genossen, zur Bande von
Langeoog, wie diese ersten Philosophen der EU-Genik, dann liebevoll im
Volksmund genannt wurden. Sie brachten die Wende und versöhnten uns
wieder mit dem Schicksal. WIR müssen hier nicht mehr um die Bedeutung
dieser bildlichen Reliquien bangen, aber es braucht wohl immer seine Zeit,
bis die wirklich revolutionären Gedanken angenopmmen und entsprechend
verdaut werden. Wenige Worte sollten also genügen, die groben Daten
dieser überlieferten Fragmente einzuordnen und den Bildungsauftrag
für uns, in ihren vermeintlich kryptischen Zeugnissen, zu erkennen.
Da ist die Gruppe von 14 Menschen in rudimentären Schnitt-und Tonfolgen
zu sehen und zu hören, die damals von der herrschenden Politik verächtlich
gemacht wurden, die zum Begriff und als staatstragende Helden für
uns wurden, aber damals aus unerfindlichen Gründen von der herrschenden
Mischpoke verfolgt und schliesslich ausser Landes gehetzt wurden. Der
damalige Verdacht, sie wären zu einem verschwörerischen Meeting
auf der Insel Langeooge zusammen gekommen, ist in etwa wahr, aber nicht
um mit Gewalt einen Umsturz herbeizuführen, sondern bestenfalls,
das korrupte und auf Kosten der Nachwelt existierende Regime, mit Recht
lächerlich zu machen. Heute wissen WIR, dass dies geradezu überfällig
und dringend nötig war. Die Vorwürfe gegen die Langeoog-Bande
waren also nicht nur konstruiert, sondern von hinterhältigster Tücke,
gesteuert und instrumentalisiert, von dem damaligen Staatsschutz, noch
dazu von Beamten, die selbst eine Menge Dreck am Stecken hatten. Als man
sah, dass man mit diesen Leuten nicht so leicht fertig wurde, begann die
Diskriminierungsmasche auf Hochtouren zu laufen und die hektische Verfolgung,
mit der Devise : Tot oder lebendig, setzte ein, wie im Wilden Westen.
Für uns mutet das heute nur wie ein Witz oder Satire an. Bevor die
Falle der Sicherheitskräfte allerdings zuschnappte, gelang es der
Langeoog-Bande unter zu tauchen und leider wissen WIR nicht, ob sie noch
leben. Es gibt Gerüchte, die besagen sie hätten in einem Dorf
in China , eine Schenke für Wanderarbeiter aufgemacht, aber dies
kann auch eine gezielte Fehlmeldung sein, um ihre Hinrichtungen nicht
zugeben zu müssen. Die Liste ihrer angeblichen Straftaten liest sich
wie folgt: Konspiration, Bandenkriminalität, Tier-und Menschenquälerei,
Gotteslästerung, staatsfeindliche Panikmache wie Hackerei, Missachtung
und Verhöhnung demokratischer Symbole, Um- weltverbrechen, Naturfrevel,
Beleidigung der Staatsgewalt, Amtsanmassung, Rassismus, Landesverrat,
Rechts- und Linksbündelei, Verbreitung von Un- wahrheit, Erregung
öffentlicher Ärgernisse, Bürgerkrieg, Strassenterror, diverse
Sittlichkeitsdelikte, illegale Pornographie, Geiselnahme und verbotene
Wis- senschaftelei, illegaler Waffenbesitz, Hausfriedensbruch und, und
, und. Also alles närrische Vorwürfe angeblicher Verbrechen,
die WIR heute unschwer allesamt als Widerstandsrechte gegen vorhandene
Staatsanmassung, Ver- untreuung von Steuergeldern, anhaltendes Rechtsunrecht,
Meineid, politisierter Eigennutz und Willkür ansehen und zu dessen
Sühne WIR einen stillen Gedenktag angesetzt haben. Die ehemaligen
Politiker und ihre TV-Propa- gandisten, die sich hier besonders hervor
getan hatten, wurden in Antidis-kriminierungslager verschickt und, wie
WIR hörten, sehen jetzt alle ihre Schuld ein und bitten nicht nur
um Gnade, sondern sie wollen sich bei ihren Resozialisierungs-Arbeiten,
für immer, auf unsere Werte-Ordnung verpflichten und der Langeoog-Bande
und uns ihre ungeteilte Wert-Schätzung entgegen bringen und unsere
Ideale respektieren. Sie haben verstanden, dass WIR nicht dulden können,
dass die Tage von Langeooge in den Schmutz gezogen werden, aber dafür
besteht ja auch kein Anlass mehr. Unsere Informanten sind überall
und WIR sind grosszügig, aber WIR sind auch nicht weltfremd. Es ist
uns eine Ehre, die Helden von Langeooge gegen jeden Kleinbürger zu
verteidigen und ihr wunderbares Erbe, ohne kasuistische Ausflüchte,
für immer hoch zu halten. Dafür ist uns kein Weg und kein Wort
zu lang.
WIR bleiben dankbar
127
Die
Fakten erscheinen gering und die geschichtliche Dokumentierung der Langeoog-Bande
ist eine Schnitzeljagd mit vielen Löchern und Fallen für den
konservativen Bodensatz der ehemaligen Gesellschaft, die sich ständig
in Weltbeglückungs-Euphorien auszutoben schien, aber ihrem eigenen
Nachwuchs Geld und Zukunft raubte: Ganz vordergründig für Wahlgeschenke
und ihren Machterhalt, was sie jenen wegnahm, die sie zu beschenken vorgaben.
Es liessen sich folgende Linien rekonstruieren: Die 14-köpfige Langeoog-Bande
soll vor auf ihrem letzten Auftritt auf der Insel schon jahrelang zusammen
in einem Haus auf der Jungstrasse, im Wuppertaler Osten, mindestens 20
Jahre gelebt und geforscht haben, zurückgezogen mit wenig Kontakt
zu Nachbarn und, wie diese einhellig aussagten: Bei denen ging nachts
nie das Licht aus. Die Vermutungen darüber waren bunt . Die
einen meinten, sie hätten nur Orgien gefeiert und die anderen meinten,
sie hätten Attentate vorbereitet. Als der Staatsschutz schliesslich
ins leere Haus eindrang, fanden sie eine grosse Zahl kleinerer Spezial-Labore
und einen kleinen Kern-Reaktor auf dem Dachboden. Alles war zwar primitiv,
aber dennoch höchst professionell und wirksam eingerichtet. Im Keller
befanden sich leere Tierkäfige und zwei identische kleine Kinderbettchen
aus einem Stück Plastik, die mit dem gleichen Kinder-Spielzeug ausgestattet
waren: jeweils mit zwei bunten Rasseln, einem Donald Dug aus Plüsch
und einem sehr bunten und wohl eigenhändig angemalten Abakus. Die
Bettchen waren mit einem Haufen abgetragener, rot-grünen Kinderbekleidung
gefüllt. Sie glichen, selbst in der abgelegten Ordnung wie ein Ei
dem anderen. Zwei andere Räume sahen aus wie Ateliers, aber was da
gemacht worden war, liess sich nicht mehr rekonstruieren, bis auf wenige
chemikalische Spuren und Reste von Heuschrecken. Über einer leeren
Kammer stand mit grossen Versalien das Wort WELTRAUM und in einem anderen
Zimmer stand auf der linken Wand das Wort KRÖTE und gegenüber,
das Wort GOETHE. Beide Worte waren horizontal und in Augenhöhe mit
einem straff gespannten, grünen Faden verbunden. Aus den Computern
waren die Festplatten ausgebaut, die Mäuse hingen an der Decke und
alle Spuren getätigter Arbeit waren aseptisch gelöscht und die
Räume von unten bis oben, selbst für die findigsten kriminalistischen
Spuren-sucher, in einem nahezu sterilen, gechlorten Zustand hinterlassen
und akribisch aufgeräumt. Telefonate wurden hauptsächlich nur
mit zwei Instituten in Leverkusen und Freiburg geführt, allerdings
in so raffiniert codierter Form, dass der Inhalt der Gespräche keine
Auffälligkeiten oder Schlüsse zuliess. Bei den Telefonpartnern
handelte es sich um noch unbekannte Personen, die ihre Identität
bis nicht preisgegeben hatten und immer noch in Deckung verharren, doch
das müsste sich alsbald ändern. Die vorhandene Bibliothek enthielt
eine weit gestreute Sammlung sehr spezieller Schriften, Lexikas, Abschriften
aus klösterlichen Archiven sowie allgemeine Statistiken und Chroniken
mit den Schwerpunkten auf Bio-Gen-Chemie, Medizin und Reproduktions-Technik,
Inforamtik und Massen-Psy- chologie. Wie sich die Gruppe konstitutioniert
hat, darüber gibt es nur Spekulationen und die puren Fakten ergeben
kein zusammen hängendes, eindeutiges Bild. Untereinander gab es scheinbar
keine Hierarchie, denn alle waren auf ihren Gebieten "Spitze",
wie man so zu sagen pflegt und waren mehr durch Überzeugungen und
Kenntnisse, als durch Abhängikeiten oder Liebes-Verhältnisse
miteinander verbunden. Die Ergebnise ihrer Arbeit, ergaben sich wohl immer
unbefangen und spielerisch aus den unmittelbaren Prämissen zuvor,
weniger wohl aus theoretischen oder ideologischer Vorgaben. Was die Langeoog-Bande
konkret im Detail geforscht und erforscht hat, denn um ganz gezielte Forschungen
handelte es jederzeit, wissen WIR leider nicht, dennoch liegen die eugenischen
Ziele auf der Hand. So fand man bei ihrem Müll mehrere zerknüllte
Zettel, die mit einer für Laien ziemlich verdichteten Kürzelsprache,
flüchtig beschrieben waren. Ebenso eine Menge kaputter Gläser
mit verwesten Gekröse. Die Wiederholung, kurz geänderter, formelhafter
Ausdrücke und Aufzählungen ,lässt vermuten, dass es sich
um fragmentarische Protokoll-Notien ihrer Selbst-Versuche handelte, denn
es steht ausser Frage, dass sie sich gefährlichen, wechselseitigen
Experimenten aussetzten und scheinbar nicht die geringste Todesfurcht
bei diesen riskanten Eingriffen kannten. Medizinisches Gerät, spezifische
chirurgische Bestecke, gynolo- logische Werkzeuge zur Durchführung
von in vitro Experimenten, Potenz- und Rauschmittel, wie seltsam geformte,
selbst gebaute Heizkissen und Bi-Metalle für Thermostate, fanden
sich in einer kleinen Raumzelle mit einem Infu- sionsgerät und isolierten
Wänden, wie sie Restaurants zur Kühlung von leicht verderblicher
Ware benötigen. Es steht ausser Frage, dass in diesen Räumen
Experimente durchgeführt wurden, die sich mit den Fragen der Reproduktions-Medizin
befassten. WIR hoffen bald genauere Aussagen über Ziele und Zwecke
der Fundstücke und Räume vom Kolossarium über genauere
Kontexte und Schlussfolgerungen der genialen ca 12-14 Pioniere zu erhalten.
Sie kamen aus allen Bereichen der Wissenschaften, Technik, aber auch Life-Kultur.
2 Jugendliche, die wie Zwillinge anmuteten, waren die wunderschön,
identisch gewachsene Klon-Kinder und vermutlich die End-Produkte der bunten
Gruppe, von 4 Frauen und 10 Männern aus unterschiedlichen Ländern
und Ethnien wie Island, Nigeria, Deutschland, Armenien, Griechenland und
Salomon-Inseln. Die kurzen, bekannten Lebensläufe bezeugen ihre grosse
Befähigung auf ihren Spezialgebieten und einige von ihnen wären
der Stolz vieler Universitäten gewesen, doch sie zogen sie hatten
anderes im Sinn und zogen es vor ihre Obsessionen heimlich zu vollziehen
und verdienten ihr Geld mit einfachen Arbeiten,wie als: Drücker,
Tanzlehrer, Fussballer, Hure, Magier, Kantinen- köchin oder Altenpflege.
Und für Menschen ihrer Intelligenz gab es untereinander keine Sprachprobleme.
Sie redeten sich anscheinend, vielleicht aus Geheimhaltungsgründen
nicht mit ihren Namen sondern mit einem alphabetisierten Code an, also
mit : A, BE, CE, DE, EE, EF, GE, HA, II, JOT, KA ,EL und die Klonkinder
mit : M11 uns M12, die sie aber oft auch BIM und BAM nannten. Vielmehr
ist zu den ca 20 Jahren Jungstrasse nicht heraus zu bekommen. Regelmässige
Pilgerfahrten finden jetzt immer jährlich zu unserer Insel Langeoog
am 4.April statt, wo WIR ,in Gedenken an BIM und BAM , zwei identische
Kinderbetten aus einem einzigen Stück Vollplastik überlebensgross
giessen liessen, - nach dem exakten Vorbild der zwei Kinderbettchen von
der Jungstrasse - , im dortigen Vogelschutzgebiet errichten liessen und
die seitdem immer mit Blumen und Liebesbezeugungen aus aller Welt überhäuft
werden.
WIR lieben BIM und BAM
128
Am
4. April 1980 zeigen Filmschnipsel einen wunderschönen, klaren, kobaltblauen
Himmel auf der Insel Langeooge mit klarer Fernsicht. WIR hören ist
das gierige Gekreische der Möven , dazwischen das Rauschen der Nordsee.
Eine Fähre landet an und 12 gemischte Typen steigen aus der Fähre
von Bensersiel, einer zieht sein linkes Beim etwas nach, wie ein Heroin-Junkie,
zusammen mit zwei völlig gleich aussehenden und gleich gekleideten
Teenagern, die sich auch völlig gleich bewegen,zur selben Zeit das
gleiche sagen, mit dem gleichen Ausdruck im Gesicht und etwas devoter
Körpersprache, mit gesunden Teint und bis auf ein silbernes Halsband
mit einem funkelnden Objekt, das wie ein platonischer Körper, ein
Ikosaeder, geformt ist. Sie sind absolut unbekleidet, unbehaart und offenbar
geschlechtslos, jedenfalls sehen sie seltsam abstrakt aus, wie prüde
Kleiderpuppen in den Schaufenstern von Kaufhäusern. Es ist der erste
Auftritt der Langeoog-Bande in der Öffentlichkeit, mit ihren zwei
Klon Kindern, die nicht mit normalen Zwillingen verwechselt werden dürfen,
wie WIR heute wissen. Eine magischer Zauber geht von der Gruppe aus und
man sieht eine alte Dame, die sich Bim und Bam aus dem Getümmel von
Personen nähert und scheu, fast andächtig berührt, wie
manche Besucher es in einer Glyptothek oft tun, wenn kein Aufseher in
der Nähe ist, denn sie scheint sofort von der Aura der beiden gefangen
zu sein. (...) Bis auf Bim und Bam tragen alle einen goldenen Koffer in
der linken und eine rote, längliche Kiste in der rechten Hand. Männer
wie Frauen sind elfenbeinschwarz und körperbetont mit einer schuppigen
Haut aus Plastik bekleidet und mit einer schwarzen Kappe, mit einem zipfelartigen
Schwänzchen, das in Form und Farbe aussieht wie eine Blindschleiche.
Unter der Kappe scheinen Männer wie Frauen kahl geschoren. Nach ein
paar synchron getakteten Gymnastikübungen laufen sie im Gleichschritt,
nebeneinander her, eingehakt, wie ein etwas altmodisches Ballett aus einem
Retrofilm oder wie eine 68er-Truppe bei einer Demo und man spürt
an ihrer Körpersprache, dass sie ihren Auftritt mit den Leuten drum
herum geniessen, aber sie sprechen nicht, auch nicht mit den zufälligen
Passanten (
) Sie marschieren zur Pension "Lale Andersen",
im rhythmischen Gleichschritt, mit steppenden Einlagen im dreiviertel
Takt: eins zwei drei, eins zwei drei, eins zwei drei, und auf einmal schreien
sie wie mit einer Stimme zugleich, drei mal: Gleichheit, Gleichheit
über alles, üüber alles in deeerr Welt" und: Weg
mit aller Scheiss Natur, Scheisskultur, Scheissnatur" und Weg
mit aller Kreatur, Kreatur, Kreatur" und nach einer Pause, mit Blick
auf die Dünen :"Heil dir du Sand von Langeooge, WIR sind da,
da, da - da, da, da ". BIM und BAM schweigen und laufen vorne weg,
Hand in Hand , zwei Schritte nach vorn und einen Schritt wieder zurück,
ihre Gesichter strahlen. Beim genauen Hinsehen, bemerken wir die grünen
Ohren und grünen Hände, sie sind nicht gefärbt, sondern
naturgrün, scheinbar von Geburt an. Aus einem Loch ihres Gesässes
dringt unüberhörbar der Rhythmus, nach dem die Gruppe hinter
BIM und BAM steppt. WIR sehen keinen Apparat, wie auch immer, die Musik
kommt aus dem Inneren der Körper. Die Zuschauer auf dem Weg klatschen
fröhlich, weil sie glauben das alles sei ein harmloses Spektakel
von knall besoffenen Touristen oder eine Truppe angestellter Animateure
der Kur-Verwaltung. (Doch WIR wissen es heute besser) .(
) Wenig
später sieht man die Gruppe,mit ihren Kisten und Koffern bepackt,
in präzisen geometrischen Figuren und ornamental verschlungene Mustern,
durch die Dünen steppen, mit wechselnden Einlagen und Schrittfiguren,
dem Strand entgegen. Sie müssten vorher in der Pension Lale
Andersen gewesen sein. (...). Alle sind jetzt völlig nackt,
mit einer blauen, sternge-gemusterten Bauchbinde bekleidet. Sie muten
an wie Comik-Figuren und eine Mixtur aus Neandertaler und Alien. Auf dem
Kopf tragen sie eine metallene, platinfarbene Kappe, oben mit einem Spiess,
wie eine Pickelhaube, auf dem ein totes Meerschweinchen aufgespiesst ist,
der noch zu bluten scheint. Die Hände sind zu Fäusten geballt
und Hämmern in die Luft, als wenn sie etwas zertrümern wollten.
BIM und BAM verbreiten jetzt sanfte Melodien, nach denen sich die Gruppe
weiter bewegt, zum langen Nordstrand, nördlich des Pirolatals. Später
bleiben sie stehen und rufen gak gak gak., schnippen mit den
Fingern oder drohen mit den Armen zum Himmel, während sie weiter
tanzen und sich freunschaftlich umarmen. (...)Es begegnen ihnen Spa- ziergänger,
dabei lüften sie ihre Bauch binden und sagen: "Es war einmal
und das ist besser sooo" und zeigen frisch vernarbte Operationswunden
darunter, die kreuz und quer über den ganzen Körper zu sehen
sind und manchmal noch eingenähte Fäden zeigen. BIM und Bam,
jetzt in ihrer Mitte, bewegen sich wie belebte Spiegelbilder, in wechselnden
Figuren und wechselnder Schnelligkeit, am Ende extrem langsam, mit offenem
Mund und geschlossenen Augen. Es ist eine phantastische Vorstellung. Leute
laufen ihnen nach und kreischen aufgeregt. (
) Die Gruppe verschwimmt
in einer Luftspiegelung fern im Wattenmeer. Die Videos haben eine schlechte
Qualität, aber man erkennt trotz alledem die ornamentalen Spuren
im Sand. BIM und BAM haben auf einmal auch Schweinfurter-Grüne Flecken
auf der Haut, bei beiden identisch. Es reiht sich Sequenz an Sequenz,
nach einer Reihe chaotisch-anarchischer Kapriolen und durch ein wildes
Geschrei und Durcheinander laufen alle im Gänsemarschein, mit exakten
Abständen weiter. Durchwachsen gelegentlich mit unverständlichen
Tier-Stimmen und kurzen,aufmunternden oder trium- phierenden Rufen.(...).Von
ihrer Observierung dabei ahnt die Langeoog-Bande nichts oder vielleicht
wissen sie es, und lassen sich nicht stören, während der Geheimdienst
hinter den Dünen lauert und gelegentlich filmt. Auf die Fragen von
Leuten, warum sie in Langeeoog diesen Event veranstalten, bekennen sie
unmissverständlich und wiederholt, sie hätten die Insel exemplarisch
auser- koren, weil ihr Name Langeoog, für sie ganz exemplarisch
die Bedeutung von Langes Auge und im übertragenen Sinne auch die
Bedeutung von weiter, offener Weltsicht" hätte. Und weiter,
dieser bewohnte Sandhaufen sei ein idealer Ort für eine aufklärerische
Säuberungs-Aktion, unreflektierter Ge- wohnheiten und stehe
symbolisch für eine bessere Lebens-Kultur. (
) Eine weitere
Filmsequenz zeigt die Protagonisten bereits weit entfernt im Vogelschutzgebiet,
wo sie mit blaugoldenen Absperrbändern ein grosses Pentagon einzäunen,
in dem gerade Nest an Nest, viele Möwen und andere Seevögel
ihren Brut-Geschäften nachgehen. Es folgt eine folkloristische Tanzeinlage,
untergehakt , im Kreise drehend, bei der sie Bim und Bam in ihrer Mitte,
rhythmisch immer wieder streicheln oder auf die Stirn küssen und
hoch leben lassen. Die Stimmung erscheint weihevoll und auratisch geladen.
Die Mienen sind jetzt ernst und alle stehen still und bewegungslos wie
bei einer Schweigeminute.(...) Alle öffnen jetzt gleichzeitig die
roten Kisten und nehmen meterlange Stahlrohre heraus, mit denen sie blitzartig
auf die ahnungslos brütenden Tiere einschlagen und ihre Nester verwüsten.
Weisse Federn und Blut fliegen durch die Luft und das Klatschen berstender
Eier ist dumpf zu hören. Danach ängstliches Piepsen und hilfloses
Flattern von Vögeln mit gebrochenen Flügeln und zuckenden Leibern.Dann
Stille, absolute Stille und nur der Wind ist noch zuhören . Als kein
Vogel mehr lebt oder zu sehen ist, wird die Vegetation innerhalb der Einzäunung
niedergemacht, mit Wurzeln herausgerissen, wohl gedenkend der Wundertaten
von Gilgamesch und Enkidu und auf mehreren Haufen, mit den Tierkadavern,
verbrannt. Gelegentlich sind johlende Schreie und Rufe von vereinzelten
Wattwanderern, zu hören, doch niemand wagt das Massaker zu stören.
Nach einer erneuten Rufe der Langeeoog-Bande: "Es lebe der weise
Gilgamesch", "Schluss mit dem Chaos in der Natur", "Es
lebe BIM und BAM. BIM und BAM lächeln. Es wird weiter aus dem
Hinterhalt gefilmt und die entfesselte Gruppe kann ihr wichtiges Werk
ruhig zu Ende bringen. Sie wirken jetzt gelöst und entspannt.(...)
WIR registrieren eine Vielzahl weiterer denkwürdiger Geschehnisse,
deren Botschaften brisant und gleichsam codiert, vom damaligen Volk zunächst
noch falsch verstanden wurden. WIR wollen nicht vergessen, dass alle Beobachter
einer alternden Werte-Kultur angehörten und nicht auf der Höhe
der eugenischen Wissenschaften stehen konnten. Und so konnten sie auch
nicht wissen, dass die Langeoog -Bande zuvor mit dem Einnehmen gewisser
sterilisierend wirkender Diäten und Elixiere, ihre geschlechtliche
Rückbildung eingeleitet hatten, die sie nun testen und bekannt machen
wollten. Sie beginnen sich scheinbar obszön zu berühren und
gegenseitig an den vernarbten Stellen des Körpers abzutasten, wo
sie ihre Geschlechtsteile wegoperiert hatten, mit scheinbar onanierenden
und masturbierenden Bewegungen, die aber nur dem Zweck dienen sollten,
herauszufinden, ob noch da oder dort, irgendwelche Hormone oder Botenstoffe,
sexuelle Reize auslösen könnten. Den arglosen, wissenschaftlich
ungeschulten Beobachtern kam das ganze allerdings wie eine schmutzige
Swinger-Orgie vor, was im Gegenteil aber der hochnotwendige wissenschaftliche
Beweis ihrer langen Forschungs-Arbeit war, als Voraus- setzung für
die Akzeptanz und Chance zur Verwirklichung unserer kommenden Klon-Welt.
An der Art der Filmaufnahmen, der gezoomten Einzelheiten aller Einstellungen
erkennt man leider immer noch, die voyeuristisch aufgeilende Phantasie
der ehemaligen Stasi-Filmer.(...) .Die Langeoog-Bande öffnet jetzt
ihre goldenen Koffer, in denen sich die medizinischen Instrumente befinden,
mit denen sie sich gegenseitig sehr intensiv zu untersuchen beginnen.
Ihre Gesichter entspannten sich bald darauf wie nach einem grossen Sieg
und die Geräte werden fröhlich in den Koffern verstaut und sie
beginnen, sich zum ersten Mal auf der Insel locker und ohne Programm zu
bewegen.(...) Was damals leider noch bizarr, brutal, narzisshaft, verrückt,
faschistoid, vandalistisch erscheinen mochte, verbrämt mit tänzerischer
Grazie und Lebenslust, war ja, wie WIR jetzt alle wissen, die ruhmreiche
und erlösende Initialzündung zur Neu-
Schöpfung unserer algorithmischen Lebensart in der nahen, herrlichen
KLON-WELT , mit dem unverzichtbaren Instrumentarium der hybriden EU-Genik.
Eine andere Deutung lassen die Geschehnisse nicht zu. Der Film ist in
seiner ganzen , geschnittenen Länge in unseren Plus-Museen zu sehen
und wen wundert es noch: Zum Kult geworden, hier und bald überall
auf der Welt. WIR haben zu neuer Würde gefunden.
WIR leben platonisch
129
Bekanntlich
gab es seit Beginn des menschlichen Gedächtnisses so viele herrlich
klingende, aber nur theoretisch funktionierende, Ideen, über eine
zu schaffende Gleichheit und Gerechtigkeit, wie Flöhe im Pelz räudiger
Hunde, doch sie passten niemals und niemandem wirklich, oder waren von
solch babylonischer Verstiegenheit, dass sie, wenn überhaupt, nur
ihre Propa- gandisten reich oder lächerlich. WIR, die EU-Genik, leiden
nicht unter trüben Augen und sowieso nicht unter Sinnestäuschungen,
sondern WIR sehen sehr genau hin und finden selbst bei allergrösster
Anstrengung, in der wilden Natur aller Naturen nichts, was sich gleicht
und auch nichts, was jemand gleich machen könnte. Bis jetzt, bis
WIR diese unverdiente und ungerechte Bestrafung beenden werden. Kein Mensch
wird mehr besonders wichtig sein und keiner wird besonders unwichtig sein.
Dieses Ziel haben WIR fest im Griff, und BIM und BAM weisen uns den Weg:
Nicht ins Jenseits falscher Versprechen, sondern ins Diesseits unserer
radikalen Ratio und überragenden Erkenntnisse: "Alle Menschen
werden Brüder", sie sind es zwar noch nicht, aber sie werden
es werden, keine Frage. Kein Parteiengezänk mehr, keine Parteien
mehr mit unwürdigen Politikern mehr, keine krank machende Konkurrenz
mehr, kein manisch-depressives Irresein mehr, von Bonzen, keine blöden
Vorlagen mehr für Kommödianten, Selbstmörder und Hofschranzen,
keine politologischen Schlaumeier mehr, keine diebischen Börsen-und
Bankenspekulanten mehr, keine historisch verwachsenen Gesetze mehr, wie
es vor ein paar tausend Jahren mit 10 kurzen Geboten anfing, angeblich
aus Gottes Mund und heute zu einem Monster anschwoll, mit tausend Stimmen,
Flügeln, Krallen und Schwänzen und so schliesslich zur Beute
von Rhetorik und Selbstherrlichkeit, einfältiger und selbstverliebter
Ausleger und Reinleger verkommen war. WIR haben den Laden durchschaut
und die Tempelberge der Lüge und des Hochmutes fest im Würgegriff
unserer Erkenntnis. Denn bald regieren unfehlbare Datenbanken und algorithmischen
Uhrwerke unsere Welt, mit der noch ungenutzten Weisheit der uns hörigen
Springenden Gene .Die alte Welt war längst mit ihrem
Latein und ihrem Afrikakanisch und ihrem Türkisch und ihrem Arabisch
und ihrem Brasilianisch und ihrem Chinesisch und ihrem Sizilianisch und
ihrem Russisch und ihrem Indisch und ihrem Afghanisch und ihrem Europäisch
usw. am siechenden Ende, ohne es wirklich wahr haben zu wollen. WIR mussten
den Völkern endlich sagen, was zu tun ist, denn sie hatten fast vollständig
ihre Zukunft verfressen, die Ressourcen verbraucht und die Erde mit einigewr
riesigen Schicht ihres Zivilisations-Müll zu gedeckt. WIR wiederholen
die Worte des grossen Pangloss, des scharfsinnigsten Philo- sophen der
"besten der mög lichen Welten" , auferstanden von den Toten,
nach unendlichen Qualen, auf die Frage von Candide, seinem Zögling
und Rei- sekumpan, durch die grausamste aller Welten, eben der unseren,
was sie denn zu allerletzt eigentlich am besten tun sollten, in all diesem
Chaos und ekelhaften wie mörderischen Massacker, nach all den erlittenen
und erlebten irren Wirren. Pangloss antwortete ihm, mittlerweile grau
und melancholisch geworden, ohne zu zögern: "Lasst uns unseren
Garten bestellen" und Candide begann Kohl zu pflanzen. WIR haben
verstanden!
Es gibt kein Zurück
130
Kinder
stapeln gerne Bauklötze oder sonstige Gegenstände übereinan
der zu einem Turm, mit der einzigen Absicht herauszufinden, wann alles
zusammen bricht. Und wenn es dann zusammmen bricht, freuen sie sich und
amusieren sich wie Alexis Sorbas, am Ende seiner Kraft und Herrlichkeit.
Doch die Kinder versuchen ews immer wieder und suchen die Grenzen ihres
Hochstapelns. Das ist einSpiel und am Ende landen die Bauklötze wieder
im Regal, bereit zu neuem Spiel. Es ist eine spielerische Architektur,
nur für kurze Zeit. Die Kinder wollen sich dabei kein Denkmal setzen,
im Gegensatz zu den Erwachsenen, die das Bauen nicht nur aus experimenteller
Neugierde planen, sondern zum Ruhm, zur Ehre, zur Macht und zur Anbetung
zweifelhafter Werte und zweifelhafter Herren, für eine zweifelhafte
Ewigkeit. Begründet wird das oft mit Werten und hypothetischen Winkelzügen,
die sich oft schon nach kurzer Zeit verflüssigt und lächerlich
gemacht haben, weil die Zeit neue Werte und Massstäbe für Ruhm,
Ehren, Macht und Anbetung gesetzt hat. Übrig bleibt dann oft nur
eine dubiose oder ästhetische Zeitzeugenschaft, die allem Neuen nur
den Platz verstellt und den Menschen ein kreuzbraves Alibi für ihre
schlechten und stolzen Gewohnheiten verschafft und ihren mangelnden Erneuerungswillen
bezeugt. Der Platz auf der Erde ist bekanntlich limitiert und es ist wahrscheinlich,
dass irgendwann die Zivilisationen und Kulturen an ihrem lernunwilligen,
starren Beharren ersticken, mit dem Ergebnis: Nichts geht mehr.
Pyramiden, Dome, Kirchen, Tempel und Moscheen werden angeblich zu Gottes
Ehren erbaut, in Wirklichkeit aber sind es steinerne Gespinste und Altäre
weltlicher Götzen, die sich hinter irgend welchen suggestiven Behauptungen
verstecken und die erbaute Leere und den Protz, nur als Imponiergehabe
und visuelle Gehirnwäsche für die Gefolgschaft, arglos glaubender
Leute benötigen. Ebenso gut könnten sie behaupten,Störche
bauten ihre imposanten Nester nur zu Gottes Ehren. So bekunden in jüngster
Zeit auch die Politiker vielfach ihren rhetorischen Willlen zur Bildung,
freilich ohne gleichzeitig auch zu sagen, was sie eigentlich darunter
verstehen, ausser der Einübung in elementares Binsen-Wissen, wie
es in den überflüsigen Quiz-Sendungen des Fernsehens ( engl.Quiz
= schrulliger Kauz) ständig ausgeleiert wird.Doch wenn die Politik
vorgibt zu wissen, was Bildung zu sein und zu leisten habe, was sie also
wirklich bewirken sollte, wird es still und es bleibt beim Aufpolieren
und Betonieren, nach parteipolitischer Rechthaberei , ohne Ruck.
Da sollte doch jedem Hören und Sehen vergehen und einfach abschalten,
denn weiter und tiefer, als mit der Aufzählung alter Geweihe kommt
man mit dieser Polit-Kultur nicht. Bildung ist keine beliebige Massen-Kultur,
im Sinne des Breiten- oder Massen-Sport, allerdings auch keine Geheim-
wissenschaft elitärer Kreise, denn niemandem ist es verboten seinen
antizi- patorischen Willen zur produktiven Aneignung, des jeweils in der
Zeit benötigten Wissens, lernend zu bekunden. Dauerhaftes Wissen
igibt es wenig, denn es altert auch wie alles und jeder kann es an zehn
Fingern abzählen. WIR sind keine schrulligen Käuze und unser
primäres Gebot und Gesetz der verbindlichen, globalen GLEICHHEIT,
verbietet grundsätzlich alle asozialen Einzelinteressen und Zeugnisse,
singulärer Kulte und Beweihräucherungen, weil sie der selbstverständlichen
Würde und Selbstachtung unserer euge- nischen Bürger zuwiderlaufen
und Ungleichheit in allen Lebenslagen und Befindlichkeiten sanktionieren,
statt auszurotten. Als ganz besonders sperrige Erblast belastet das gesamte
überkommene Bauwesen unser nachhaltiges Gleichheits Gebot .Hier ist
die ganze Fülle, das ganze Arsenal, der sich wech- selseitig abgrenzenden
und ausgrenzenden Klein-Interessen aller Zeitläufe und Welt-Bilder
zu Stein,Stein, Beton, Glas und Metall oder längst zu Staub und Asche
gesintert, als Last und langsam anwachsende Sintflut veralteter Herrschafts-und
Glaubensansprüche angewachsen. Da wurde nicht an edlen Materialien
gespart um die wollüstigen Monumente, Insze- nierungen, Selbst-darstellungen
von Abgöttern, Idolen, Pharaonen, Päbste, Kaiser, Kriegshelden,
Ausbeuter, Wucherer, Halsabschneider bis zum kleinen Bürgermeister,
dem jeweiligen Volk und Zeitgeist auf den Rücken zu schnallen und
es für die Metaphern des Grössenwahns und der vermeintlichen
Omnipotenz, auch noch saftig zahlen zu lassen, statt Ihnen mal etwas zu
gönnen, was sie selbst wirklich haben wollen. WIR wollen hier nicht
einmal Shiva, den Gott der Zerstörung und Erneuerung anrufen, wenn
WIR auf diesem ganzen Schrott dereinst unsere neue Ordnung errichtet haben
werden. Denn WIR brauchen die antiken Götter nicht abergläubisch
zu bemühen um zu wissen, was für uns wichtig ist, ausser Fussballplätzen
und Tempel der verschiedensten Bürokratien, die uns nur knechten
und noch mehr abkassieren. WIR freuen uns zwar über alte Kirchen,
Schlösser , Pagoden und Musentempel, aber WIR vergessen dabei, ihre
oft zynischen, bloss nostalgischen, folkloristischen und ausbeuterischen
Absichten, ihrer verderbten, materiellen und gewollten Ungleichheiten
von Stand, Klasse und Vermögen derer, die anderen erst das Denken
abgenommen haben und dann ihr erarbeitetes Hab und Gut. Einerseits wurde
da Spiritualität, Gerechtigkeit, Ordnung und Unparteilichkeit gepredigt
und scheinbar sorgsam garantiert, aber es herrschten kindischer Eigennutz
und blanke Gewinnsucht in den heiligen und weltlichen Palästen, die
andererseits mit dem geplünderten Geld der Menschen wie Räuberhöhlen
herausgeputzt waren, um sich selbst als stolze Werte-Gestalter zur Schau
zu stellen. Den jeweiligen Regenten, Regierenden und Direktoren erschienen
diese Paläste, als gottgewollte und selbstverständliche Geschenke
ihrer Talente, nicht aber als die nimmersatte Hybris von Hochstaplern,
Blendern und Räubern, in der Verkleidung", angeblich sozialer
und demokratischer Errungen- schaften", die nicht nur beherzt in
die Taschen der Lebenden griffen, sondern auch in die ,ihrer Kinder und
Kindeskinder, die noch ungeboren zu Schuldnern und Geiseln ihrer gnädigen,
erbschleichenden Grossmanns-Sucht wurden. Aber so war es ja immer schon:
Das Volk zahlte bar und schuftete schwer für den sozialen Dünkel
seiner Wohltäter, damit die es noch schöner und angenehmer haben
zu regieren und sich dabei weitere, unvergessliche und anständige
Denkmäler für die Nachwelt ausdenken und bauen lassen durften.
Doch dieser gewaltige Spuk zufälliger wie eingebildeter Mächte
wird jetzt gründlich abgewrackt. Also handeln WIR jetzt endlich mal
für uns selbst und sprengen diese Tempel, der eitlen Verführungs-Künste,
dem Erdboden gleich, bis in die tiefsten Wurzeln ihrer Fundamente hinein,
mitsamt ihrer Schulden-Werte-Kultur. Desgleichen und zeitgleich werden
alle demagogischen, angeblichen Lob-, Preis- und Schmuddel-Bücher,
Epitaphen und Epigraphen, schmarotzender Pop-Idole und TV-Promis früherer
Zeiten und Völker, dem gerechten Feuer übergeben und die schmutzige
Asche ihrer blöden egomanischen und götzenhaften Scheinwelten
so wieder in fruchtbaren Boden zurück verwandelt, denn sie bezeugten
doch nur den kindischen Verrat an unserer wahren Bestimmung und unseren
bescheidenen Sehnsüchten. Wahrlich, WIR sind keine Poeten und keine
Gotteskinder. WIR sind Kinder von uns saelbst und das ist genug.
WIR sind das Happy-End
131
Selbstverständlich
planen und bauen WIR keine freistehenden Einzelhäuser
mehr, sondern Kolonien und serienreife Zellen. Das ist eigentlich ein
alter Hut ,aber WIR wollen dies, nicht neben anderen Bauformen, sondern
ausschliesslich. Unsere Habitat-Entwickler krönen ihre Arbeit mit
Clustern, platonischer Körper und da ist der Ikosaeder die allerbeste
Form, weil sie sich idealerweise zu enlosen Reihen, Stapeln und verdichteten
Strukturen gleichgerechter Wohnzellen verbinden lassen. Denn der Ikosaeder,
mit der Summe aller seinen 20 gleichseitig- dreieckigen Aussenflächen,
bildet eine vollendet nahtlose, nahezu endlos fortsetzbare, multiple und
mobile Schaum- Cluster-Struktur, wie auch die Clusterphysik insgesamt,
einen wertvollen Schatz unseres eugenischen Grundwissens und Bauwesens
darstellt. Der Ikosaeder, in Gedenken an unseren grossen Lehrmeister Platon,
bietet in seiner Konstruktion eben die ideale und perfekte Voraussetzung
für die moderne, eugenische Architektur, in der das individualistische
Bauen keinen Platz mehr hat. WIR preisen seine Vollkommenheit, die eben
nicht von der Ur-Natur äffisch abgekupfert wurde, sondern die durch
und durch das Konstrukt, einer autonomen, menschlichen Kultur ist, das
sozusagen ein ideales Endprodukt ist und nicht mehr weiter zu verbessern
ist. Selbst nüchterne Mathematiker lieben seine vollkommene Gestalt,
nicht nur als sehr festes, sondern auch als besonders hübsches und
passendes Gehäuse, für unsere Gesellschaft der Gleichen in der
späteren KLON-Welt . In seinem Mysterium Cosmographicum
sieht der legendäre Astronom und Mathematiker Johannes Kepler in
den platonischen Körpern gesamt: die Urbausteine unseres Kosmos
vererbt. Er sagt auch kurz und trocken: "Wo Materie ist, da
ist Geometrie". Das sehen WIR genauso und die Schule von Athen
lebt in uns ohnehin, ganz genuin, und gibt uns die animatorische Kraft
zur Neu-Schöpfung unserer Welt, die WIR einsaugen wie frisches Ozon
mit Honig: Die Geometrie Platons lebt in uns und wächst fruchtbar
weiter wie seine staatstragenden Gedanken insgesamt und besonders natürlich
seine Überlegungen zur Eugenik, als Herz-Stück, unserer Werte-Verfassung,
in der kein Platz ist für opportune Undeutlichkeit und schleimenden
Relativismus. Der platonische Ikosaeder, liefert das willkom- mende Modell
für unsere multi-funktionalen Klonhäuser, die WIR HUTTEN nennen,
und die später den gesamten Globus, als präzis strukturierte
Kolonie, wie eine zweite Haut umspannen werden. Die Inneneinrichtungen
unserer Hutten setzen die Aussen-Struktur, gleichseitiger Dreiecke, auch
inneren Raumaufteilung , bei Möbeln, Geräten etc. weiter fort.
Als Baustoff haben unsere Bioniker neben dem bruchfesten Kunst-Glas, den
genialen Werkstoff Krokoplast für die Kanten- und Rahmen-Konstruktion
geschaffen, der auch tierisch bemustert werden darf: Zur Freude unserer
Umwelt-Designer, die sich hier nach dem Muster-Katalog der Bauämter,
mit der, von uns erlaubten Noppen und Cluster-Ornamentik, austoben können,
freilich ohne die gesetzten Masse nicht zu verletzen. Weithin werden die
freien, glasigen Aussenflächen dieser strahlen-und klimafesten Heim-Kolonieen
, ihre kristallklare Struktur in die Weite des Himmels spiegeln und reflektieren
und sie werden dabei weithin sichtbar, den blauen Globus langsam umfärben
zu einer prickelnd glitzernden Erscheinung. WIR sind natürlich schon
etwas ungeduldig und können es kaum erwarten, bis unsere alten Ein-und
Mehrfamilienhäuser endlich abgerissen werden, denn sie waren ja bekanntlich
eine ständige Quelle von Unruhe, Geltungssucht, Neid, Zank, Verfolgungswahn,
Grössenwahn und kindischer Konkurrenz, denn jeder wollte eindrucksvoller
Platzhirsch sein und mit immer auffälligeren Deko-Ideen, ausgefallenen
Ideem und kostbaren Materialien, inmitten seines Wohnbezirks, seine Nachbarn
ausstechen. So rotteten sich in den billigen Plattensiedlungen immer öfter
neidische Banden zusammen, drohten, den scheinbar besser Gestellten, Prügel
an oder zogen klauend, randalierend und brandschatzend, mit Messern und
Knüppeln bewaffnet durch die Gassen, weil sie sich in ihrer ohnehin
kaum ausgebildeten Ehre, heftig und neidzerfressen, gedemütigt fühlten.
WIR waren die ersten, die ihren Kummer verstanden und ihre Ehrenrettung
in unser Register der ersten Schritte aufnahmen, denn es gab Zustände,
die bis in die krankhaften und geistes- verwirrten Abgründe von Blutrache
oder des manisch-depressiven Irreseins führten. Eben das klassische
Biotop, neurotischer Streithanseln und armer Tröpfe, die ihr Leben
mit billigem Schein vom Sein und halbstarker Kraftmeierein verspielten.
Mit der Einführung der Hutten werden WIR alle Zeit-Genossen von diesen
aberwitzigen, stalkerhaften Zwängen und Neurosen befreien und mit
dem Prinzip unserer Transparenz und Gleichheit den gesamten Lebens-Bereich
beruhigen und auch den emsigen, notorischen Spannern, hinter den Gardinen,
ihre kranke und heimliche Lust an der voyeuristischen Neugier und Schadenfreude
verderben, weil sie nichts anderes mehr durch die Scheiben sehen werden,
was sie nicht auch selbst haben und tun. Es wird langweilig werden, für
kriminelle Gewohnheiten und Gelüste, auch auf den Strassen, Parks
und Plätzen, wo sich früher die Mütter mit ihren Kindern
nicht mehr sicher und unbefangen bewegen konnten und daher auch die Geburten-Raten
drastisch in den Keller gegangen waren. WIR dulden keine Extravaganz und
keinen aufreizenden Protz. WIR sind einig und vereint.
WIR machen ernst.
132
Ein
kurzer Rück-Blick, ohne Rück-Sicht und Rück-Besinnung,
ohne Rück-Fall, ohne Rück-Versicherung und Rück-Ständigkeit,
das zeigt doch den unver- krampften Ruck in die Moderne und den weiten
Sprung, raus aus der nur gefühlten Erinnerung und hinein ins Jetzt,
raus aus der Finsternis, hinein ins Erwachen, ohne Post- , Neo- , oder
Retro-Faxen, alter Mähren. Wer waren den schon die Helden von Gestern,
was ist schon so besonders an ihnen, gegenüber unserem Kolossarium,
wo eine völlig neue Schöpfung aus der Taufe gehoben wird. Was
ist schon eine Reise zum Mars? Für uns nicht mehr, als ein langweiliger
und sinnloser Betriebsausflug zum stinkenden Nürburgring. Was ist
schon der Ritt mit mit Kapitän Ahab durch die Hölle? Für
uns nur eine Reise in den Sumpf der Vorzeit. Wir haben aufregenderes und
vernünftigeres im Sinn, als solchen Zeitvertreib. Schöner und
glücklicher werden WIR leben, als nur mit geträumten Träumen
und reisen nach Eden für Jeden, in die Weite und Tiefe der EU-Genik
zum Tage X, in die KLON-Welt, auf dem River of no Return,
wo uns jeder Fisch, jeder Kojote und jedes Wesen dienen wird, dienen muss,
wie die Natur und Ur-Natur uns nun zu Diensten sein muss, wie WIR ihr
früher folgen mussten, ihrem stinkenden Atem und ihren wütenden
Apokalypsen. Kein Geist aus der Flasche kann uns foppen und WIR kosten
den Triumpf über die gebrochenen Geister der verwesenden Alma Mater
in vollen Zügen. WIR sind stolz auf uns. WIR können es sein.
WIR lieben uns. Wen sonst? WIR haben unser Paradies ganz autonom erschaffen,
mit unseren Waffen, des Verstandes und der Antizipation aus der Retorte.
Der Tag der Tage rückt immer näher und mit ihm der Einzug in
unser erwähltes Morgen-Licht-Land, mit grossen Schritten und der
Morpho-Gen-Genese, mit hybriden Sitten und hybrider Meta-Moral. Es war
einmal, doch WIR sind x-mal. WIR sind geheilt vom Gestern, und uns selbst
genug, jetzt. WIR dulden keinen Verzug mehr und pinkeln auf die Natur
mit ihrer tierisch ungenauen Un-Kultur. Schaut her,
WIR sind so herrlich, selbst herrlich
133
WIR
erinnern hier an einen der ersten Redner von uns in Bonn.Zitat: Es
gibt Leute, denen die zumeist dummen Psychologen einen krankhaften, ja
autis- tischen Zählzwang andichten, weil diese immer wieder, aus
reiner Freude, das Zählen und Nachzählen zählbarer Dinge
in ihrer Umgebung auch bei Abzählspielen praktizieren. Besonders
Kinder, aller Elternhäuser, tun dies leidenschaftlich instinktiv
und erfahren dabei die Lust an numerischen Mengen, Schnittmengen, Reihenfolgen,
Prozessen bis zu ersten komplexeren quali- tativen Zusammenhängen,
gleicher oder unterschiedlicher Verhältnisse, als ersten, wenn auch
fragmentarischen, Nachweis eines rational gebildeten Weltbildes. Später
macht man es den Kindern dann methodisch madig und sagt, lasst das doch,
das ist doch lächerlich, lernt lieber schöne Buchstaben zu malen,
Flöte zu flöten, oder Nachbars Memet zu lieben, ohne ihnen zu
sagen, dass da viel spielerisch Verwandtes, direkt oder indirekt, damit
verbunden ist, und Zahlen nicht nur gewinnbringend und bezeichnend für
Krämer, Schnelläufer, Börsen, Zeugnisse und Lottospieler
sind. Und also die Spiele mit Zahlen nicht krankhafter sind, als etwa
das Sammeln von Porzellaneulen oder das Katalogisieren ethischer Benimmregeln
oder das Auflisten angeblich stabiler Normen und sozialer Vorurteile ist,
hinter denen sich meist die breite Masse linkshändlerischer Demagogen
,Moralapostel, Bauchredner, Einseiter und religiöse Blasen-Künstler
verschanzen. Und je mehr dort die relevante Impotenz blüht, um so
glatter und selbst gefälliger ölt es aus allen Rohren in den
Äther. Wegen all dieser Schrumpfkopf-Doktoren wird die Mathematik
in dieser Republik als asozialer Staatsfeind Nummer eins erkoren. Was
ja objektiv richtig ist, denn bei der Anwendung der vier Grundrechenarten,
sehen demokratische Politiker nur noch rot, also nur rote Zahlen, die
sie selber in langen, harten Plenarsitzungen erstritten haben und nun
den fehlenden Bürgern auf die Rechnung schreiben. Es zeigt doch welch
glückliches Los die Politik getroffen hat, wenn sie die Moral der
Geschichten ihrer feuerroten Zahlen, dem Volke, so ohne populistisches
Getue, fast schüchtern, um nicht zu sagen heimlich, zum demokratischen
Geschenk vererben darf. Das ist wahrhaft fürstlich und fast schon
eugenisch fruchtbar, denn WIR, die EU-Genik haben viel von Euch konservativ
roten Staatskünstlern profitiert. Zitatende.
WIR sind so dankbar
134
WIR
haben gesehen,dass saubere Zahlen leicht zu manipulieren sind und politische
Falschmünzer auch diese Werte immer verdreht haben, um zu tricksen
und zu täuschen, doch bei uns wird das Fälschen von Zahlen sofort
mit dem Tode bestraft und das muss auch so sein, weil die wissenschaftlichen
Grundlagen unseres Staates so durchgerastert und rechnerisch verfeinert
sind, dass jeder Verrat an der ehrlichen Zahl einem Verrat unseres Staates
gleichkommt und automatisch verbrecherische Dimensionen in der zerstö-
rerischen Wirkung hat. Allein schon das unerlaubte Verstellen einer Uhr
kann unabsehbare Folgen in der präzisen Produktion nach sich ziehen
und zu weitreichenden Arbeitsunfälle führen. WIR achten die
Zahlen und ihre Zähl- und Uhrwerke peinlich und genau, denn WIR wissen,
dass unsere ganze Lebensart davon abhängt.. Da ist kein Platz für
Blödeleien oder beliebige Zahlen-Untreue, denn jeder Zahlen-Fake
führte bei ins Chaos nonsensischer IRR-Gebilde und zum automatischen
Wahnsinn unserer genau geeichten und abgestimmten Regel-Werke, die ja
allesamt miteinander, Zahn um Zahn, verzahnt sind. Unswere Spams und Trojaner
sind aber auf der Hut und melden jeden Fehler bis drei Stellen, hinter
dem Komma. WIR wollen nicht verhungern und verdursten und WIR wollen,dass
jede Hominide, Hybride und Maschine nicht nur seine einfache Pflicht tut,
sondern auch jede Untreue sofort beim Kolossarium anzeigt.Längst
hat unsere unbestechliche Werte-Welt und die Leichtigkeit unseres Seins
mit ihren Programm- und Maschinen-Sprachen den Wohlstand drastisch vermehrt
und garantiert den reibungslosen und baldigen Gang in die Klon-Automaten,
was mit dem alberen Herumhampeln alter Zustände direkt zum Exitus
auf der Erde geführt hätte. Aber diese Wohltaten bedingen eben
die treffsichere, zielgenaue Moral der Zahl. Es ist heute nicht mehr zu
klären, wer zuerst den mathematischen Funken auf unserem Planeten
gezündet hat. Waren es ägyptische Weisen im angeblich ersten
"Rechenbuch des Ahmes", oder waren es babylonische Baumeister,
200 Jahre zuvor? Oder, Oder,oder...? Sicher war es nicht Pythagoras und
seine Schule, tausend Jahre später, oder Euklid, wie oft vermutet
wird, aber als mathematische Kom- munikatoren pflanzten die Griechen die
ersten Regel- Werke, Funktionen und Zahlensysteme, den konkreten Logos
der Zahlen Welt, unauslöschbar ins genetische Gedächtnis von
Zeit, Raum und Mensch. Dieser Prozess brütete sich bis in unsere
unmittelbare Zeit weiter fort, bis WIR endlich dieses komplizierte Werk
von allem Unkraut befreien und abschliessen konnten. Ein paar Worte hierzu
des kongenialen Physik-Nobelpreisträgers Erwin Schrö- dinger
aus der Untersuchung: "Die Natur und die Griechen"
, 1948 / 1961, aus dem Kapitel: "Pythagoras: Zahlen-und Harmonielehre":
...Grunddoktrin der Pythagoräer soll gewesen sein: "Dinge sind
Zahlen", doch sagen manche Berichte, um das Paradoxon abzuschwächen,
"Dinge sind wie Zahlen", analog den Zahlen. Wir wissen nicht
wirklich, was mit diesem Grundsatz gemeint war. Höchstwahrscheinlich
entsprang er, als eine unkritische Verallgemeinerung von wirklich imponierender
Grösse, der berühmten Entdeckung des Pythagoras, dass die Unterteilung
einer Saite im Verhältnis kleiner ganzer Zahlen (z.B.1/4,2/3,3/4)
musikalische Intervalle hervorbringt, die, zur Harmonie eines Liedes komponiert,
uns bis zu Tränen rühren und sozusagen unmittelbar zur Seele
sprechen. Nach dem Bericht des Aristoteles waren die Dinge ( die Zahlen
sein sollten ) in erster Linie sinnliche, materielle Objekte. Als z.B.
Empedokles seine Theorie der "Vier Elemente" entwickelt hatte,
"wurden" auch diese zu Zahlen: aber auch solche "Dinge"
wie Seele, Gerechtigkeit, günstige Gelegenheit hatten ihre Zahlen
oder "waren" Zahlen. Bei der Zuteilung waren einige einfache
theoretische Eigenschaften der Zahlen massgebend. Z.B. Quadratzahlen (4,9,16,25
..) hatten mit Gerechtigkeit zu tun, die besonders mit der, nächst
der Einheit, ersten dieser Zahlen, nämlich mit der 4.identifiziert
wurde. Dem lag wohl der Gedanke zugrunde, dass sich diese Zahl in 2 gleiche
Faktoren aufteilen lässt (man vergleiche damit etwa Worte wie "Rechtsgleichheit",
"gleichberechtigt" )... WIR , die EU-Genik haben diesen
spröden Wahrheiten von Pythagoras und Schrödingers nichts Wesentliches
entgegen zu stellen. Aber, die Zahlen und ihre Elemente, Systeme, Methoden
und Strategien, haben nicht nur eine pythagoräisch-abstrakte Bedeutung,
sondern sie führen unwiderstehlich zu unseren eugenischen Gerechtigkeit
und zu einer Beschreibung der Welt, in einer unbestechlichen Sprache.
Ganz gleich aber, ob natürliche, rationale, reelle, komplexe, irrationale,
transzendente Zahlen, oder ihre Eigentümlichkeiten und Gleichungen,
für u.a: Mass, Zeit, Masse und Energie und Funktionen, alle komplexen
Lebensformen und Zustände peinlich genau beschreiben, so entwickelten
sie sich in ihrer Vollendung im Eugenischen Reich, immer weiter, von ihrer
zunächst reinen Abstraktion, hin zum ungebrochenen und unzerbrechlichen
Fundament, unserer neuen Schöpfung. Das heisst, Zahlen bleiben nicht
nur Zahlen und immer wieder nur Zahlen, sondern sie morphen sich zum analogen
und digitalen Bild, zum virtuellen Modell, zum fertigen, hanfest materialisierten
Produkt und schliesslich in der Vollendung zu autonom lebensfägigen
Wesen, denen es an nichts mangelt und die mehr sind, als die wilde Natur
und Kultur von Gottes Gnaden. Das Ei des Columbus
erscheint daneben nur als schlechter Scherz. Unsere transformierenden
Computer-programme , sowie der logische Kosmos geometrischer und arithmetischer
Mathematik ( = altgriechisch: Kunst des Lernens), schafft aus den Zahlen-Konstrukten
keine monströsen Golems und inhumane Frankensteins, wie dumme Einfaltspinsel
immer gehofft hatten, sondern schafft eine arrivierte und funktionierende
Welt, die sich endlich, durch uns, aus ihrem Larvenstadium befreien und
zu ihrer letzten Bestimmung finden kann. Was da sprachlich als Monster-Kurven,
Schneeflocken-Kurven, Apfelmännchen, Sprossengeburten und Rückoplungsmaschinen,
nur künstlich oder mythisch überhöht dargestellt erscheint,
ist in der Tat die Entdeckung dynamisch wirkender Systeme, die jedem realen
Prozess das Fürchten lehrt. Wie sie wissen,verabscheuen WIR jeden
Personen-Kult, aber WIR kommen hier nicht darum heum die Mathematiker
David Hilbert, Gaston Julia und Benoit Mandelbrot zu preisen, die den
Untiefen der 'fraktalen Mengen', nicht etwa nur die alberne Variante,
bekannter Iterationen hinzufügt haben, sondern die paradoxen Keime,
einer wirklich unendlich wandelbaren Selbstähnlichkeit, aller unsteten
Lebensgebilde nachgewiesen haben, jenseits aller Tücken missgebildeter
Einzelfälle, wie sie Psychologen immer so gerne abschätzig als
unwesentlich und nicht relevant disqualifizieren möchten, weil sie
die glatten Kurven und Dot-Nester blosstellen. Diese Mathematiker und
scharfsichtigen Hüter unserer eigentlichen Meta-Sprache, haben einen
wesentlichen Anteil an dem zündenden Schnittplatz zwischen der oft
biologisch verschmutzten, anologen Tradition der gesetzten Natur-Wahrnehmung
und der klaren Leuchtschrift der Zahlen-Werke, zur Erkenntnis der einzigen,
idealen Weltidee, wie sie uns von der EU-Genik gegeben ist und sie Platon
immer schon erhoffte, aber leider niemals selbst erleben durfte. Staunend
erfahren WIR hier, quasi nebenher, die Wiedervereinigung von Kunst und
Wissenschaft, von Ur-Bild und Beweis, ohne Absturz in die blasse Leere
der autistischen Hybris, ehemals herrschender Wissenschaft und Kultur,
der bloss schlechten und kreiselnden Gewohnheiten. Und so liefert diese
logische Kunst eben alle Elemente, unser Leben folgerichtig zu planen
und in allen Klassen, der zwei-, wie dreidimensionalen "Parkettierung",
eine bessere Nutzung der Ebenen und Räume, in den Wohnbezirken wie
dem automatisierten Verkehr und der kristallografische Architektur, besser
zu vernetzen und der Entwicklung in den verdichteten Städten, die
nötigen Leit- und Steuerungsstrings zu Verfügung zu stellen.
Denn die Mathematik steht eben nicht für das Repertoire eines überflüssigen
Räderwerks (Satre), sondern für einen Quantensprung
nach Mass. So garantiert unsere präzise Rechenkunst die nützlichen
Siebe, Gitter und Perkolationen für alle nötigen Sortierverfahren
und maximierte Automaten für unsere optimierenten Hybriden, weit
über den Trug des ungebildeten Sehens hinaus. Grübelnden Künstlern
bieten diese puren Gesetze, wenn überhaupt, oft nur ein Zahlendickicht
zu verwurstender Konstrukte und Artefakte, die ihnen für süchtig
machende Schematismen die Vorwände einer nur logisch aussehende Unterhaltung
bieten, ohne Nährwert , eugenische Stringenz und verinnerlichte Radikalität.
Das Kacheln und Pflastern, kann also auch nur eine sinnlose Therapie ausgebrannter
Artisten sein, die durch simplifizierendes, pseudo-logisches Sinnieren
und Basteln, wieder billigen Mut und Lebensfreude in der von Ihnen nicht
durchdrungenen Wildnis des Lebens erfahren. Anders als in der sattsam
bekannten Manier traditioneller Bauch-und Lendenmalerei, bewirken die
Axiome der weiter verzweigenden Geometrie und Algorithmik, unsichtbar
im Hintergrund der Computer-Oberflächen, die kompliziertesten und
gewagtesten Gestaltungen auf dem Monitor bis zu greifbaren, bis dahin
nie gesehenen dreididimensionalen Objekten, wo aus den spezifischen Computerdaten
beim Manifacturing, Prototyping und 3D-Printing, wieder greifbare Kunststücke
generiert werden, vorausgesetzt der Anwender versteht die Syntax der Computer-Sprachen,
sonst kommt hier ebenso billiger Murx und marginale Hochstapelei heraus
wie in der üblichen, traditionellen Kunstporaxis. Ästhetische
und inhaltliche Grenzen erfahren solche Ergebnisse eigentlich nur durch
die Phantasie der Artisten ,die Kapazität des Arbeits- speichers
und natürlich durch die Moral der EU-Genik. Nichts scheint hier unmöglich,
in unserer errechenbaren Welt .
WIR verändern die Welt
135
Wer
richtig mitgedacht hat,meint vielleicht auf einen Widerspruch zu sto-
ssen,der in etwa so lauten könnte: "Wie schaffen die es mit
einem ange peilten IQ-Quotienten von 100 +/-0 eine solch fein und hochstabil
justierte Zivilisation zu erzielen .Die Antwort ist leicht und ebenso
leicht zu verste hen.Denn das Erreichen der absoluten Höhe unserer
Entwicklung wird bekanntlich durch den Königs-Klon gekrönt,der
uns bei seiner Vollreife als seinesgleich klonen wird,für immer und
ewig.on diesem Punkt an können WIR nun unser Gehirn zum Wohle unseres
Staates entlasten und auf dem besagten IQ-Level einfrieren lassen.eues
Sinnen und Trachten wird sich sich dann endlich nicht mehr ereignen und
alle Ur-Ängste weg blasen, die unser Denken und Fühlen von Anfang
an dominiert und fast unentrinnbar und unbelehrbar bis zum Knock-Out verführt
haben. Eine völlig neue ,letzte Kultur wird kommen und den alten
wird es vorbehalten sein,nur noch,o schnell wie möglich auszusterben.
Auch die Museen sehen jetzt schon alt, vergreist und verkommen aus ,neben
den neuen digi talen Optionen und Tools und da wird auch das ängstliche
Anklammern der Akademien , an Myrrhe und Weihrauch, an Zauber und Magie,
an alten und vertrauten Druiden- und Schamanen-, Gespenstern, modernistischen
Ge- wohnhei- ten, Getue und Pop-Ikonen nichts ändern. Alles und alle
werden mit uns gehen und keine Macht der Welt wird unseren Weg, aus Ohnmacht
,Error, Furor, aus Zweifel und Finsternis heraus noch aufhalten. WIR haben
das immer schon gewusst und die Weichen dafür gestellt . In unseren
neuen Werte-Centern, nicht gestaltet vom ausgrenzenden Numerus Clausus,
sondern im Geiste natürlich von Johann Wolfgang von Goethe:
"Alles , worauf der Mensch sich ernstlich einlässt, ist ein
Unendliches"(Zitat Ende ) das wird hier gelehrt und in die
unendlichen Glücks-Dienste überführt, wo in den umfassenden
Registraturen und Speicheranlagen alle erforderlichen Zahlen-Codes und
algo-rithmischen Bewegungsmuster gepflegt , besser, systematischer, wachsamer,
an tiviral in gigantischen Servern behütet als es Hornissen mit ihrer
Brut je in ihren Waben tun könnten. Das Gebäude ist uneinnehmbar
für alle Hacker und vor allen Funka tacken knacksicher geschützt,
denn es enthält alle Werte und Heiligtümer unseres weithin strahlenden
Staates. Ebenso befinden sich die Auswertungen der ehemaligen biologischen
und analytischen Patentämter und
Innovationsarchive in den dortigen Tresoren,dessen kartografischer Ort
genauso unauffindbar ist für jeden Dieb und Terroristen wie das sagen
hafte Atlantis,das sich angeblich in Luft aufgelöst hat.WIR wissen
es bes ser . Jede nur erdenkliche Bewegung wird penibel und seismografisch
in codierten Zahlen und Zahlen-Funktionen ausgewertet, ausgedrückt,
gelenkt und schliesslich automatisiert. Schwarze Zahlen,so genannte harte
Zahlen,werden hier als feste, unveränderliche Grössen geführt
und rote Zahlen, sogenannte weiche Zahlen werden von Wissenschaft und
Kunst so lange gechliffen bis sie schwarz werden. Die müssigen Theoreme
bei realen Konfliktfällen, ob etwa These und Antithese zur Synthese
führten, ist lächerlich,denn These und Antithese können
so abscheulich falsch sein, dass eine Synthese daraus ein noch grösseres
Unheil anrichten würde. Zahlen hingegen eröffnen eine unmissverständliche,
eindeutige Quelle der Ekenntnis wie Verlässlichkeit. Die politischen
Parteien unseres Unwerte-Staates zuvor haben diese These bis zum crash
immer wieder und immer heftiger bestätigt,mit der ernüchternden
Gleichung: Je fulminater die angebliche Gerechtigkeit errreicht wäre,um
so grösser der spätere Unfrieden bis zum tödlichen Ende
des Systems. Unsere KLON-WELT dagegen ist keine 'Anarchia' im Dauerkrieg,
denn sie kennt keine 'Herrschaft der Sklaven ohne Anführer' ,sondern
sie ist die wissenschaftlich durchgear beitete Werte-Ordnung bis tief
ins Mark unsrer Population. Das bedeutet, sie ruht und beruht auf dem
unerschütterlichen Fundament idealer Zah len-Werte, dem eigentlichen
Konzentrat des Lebens schlechthin, so wie es unsre Weisen im Auftrag de
Klonrates in zwingend finalistischen Methoden erforscht und vorausgesagt
haben. Diese Zahlen-Kontexte werden also nicht willkürlich diktiert,
sondern Schritt für Schritt,aus den laufenden Kreisläufen wie
Blutproben entnommen und in graduiert, optinierter Form wieder in die
Prozess-Schleifen eingeschleust. Sie führen so am Ende und in summa
zu vollkommen durchgerasterten Zyklen .Fälschungen der Techniker
und Wissenschaftler aus der Vorzeit sind längst ausgestorben, weil
jedes dumme Hobby auch sofort als dummes Hobby erkannt und gelöscht
wird und bösartige Angreifer auf dem kürzesten Wege in die Auflösungsheime
abgeschoben werden .1984 entwickelte der Freigeist Michael Johannes Badura
in Wuppertal ein variables Rechenprogramm, mit dem sich mittels Eingabe
verschiedener Zahlenwerte z.B. beliebige Architekturen,Menschen, Maschinen
oder sonstige freie For men von A-Z automatisch generieren liessen oder
durch spontane Eingaben während des Rechenprogramms intuitiv steuern
liessen. Wie etwa seine "zahlengesteuerte Turmbauten", Minarette,
Halme, Lanzen, Raketen, Hoch- häuser usw., aber auch menschliche
Anatomien,die z.B.ihr ab gespecktes Äussere der an ihnen angewandten
mathematischen Wurzel funktionen oder fruchtbarer Brüche, komplexer
Zahlen-Kolonnen verdankten: Auf der Grund- lage der "Riemannschen
Zahlenkugel" (analog zur "Rungeschen Farbkugel" ), der
Mengenlehre,gemendelter Algorithmen und verschieden zusamenwirkenden Zählwerke,den
Weisheiten der Symmetrie und vor allem der Gaussschen Zahlenebene. Die
evolutionäre Kraft der Mathematik ist fast immer unterschätzt
worden und von einfältigen Bildungsspiessern oft nur als kleinliche
Krämerei für Reibach und Zinseszins verkannt worden und nicht
als wertstiftende Grundlage für alles menschliche Handeln, nicht
Händeln, wie in der politischen Sta tistik,die lange nur als hässliche
Perversion und billige Variante der politi- schen,demagogischen Propaganda
missbraucht worden war,weit entfernt von ihren wirklichen, sauberen, analytischen
Talenten. Lange verkannte man auch die rationale Bescheidenheit der Mathematiker
als ge fühlskalte oder ver- schrobene, abstrakte Esotheriker und
vermeintliche Sonderlinge am Rande der Notwend, fern jeder handfesten
Realität, die angeblich mit dem wirklichen Leben nur schematisch
verbunden und ihre Inhalte nur gut zum Rätselraten oder schematisierende
IQ-Tests geeignet wären. Das ist jetzt zu Ende und das ist auch das
Aus für dumme Zahlenmystik, Zahlenlotto und abergläubischen
Zahlen-Zinnober oder ähnlich absurde, esoterische Gaukeleien, die
sich parasitär, mit oder oh ne Kristallkugel um ihren präzisen
Kern ranken.WIR vertrauen unseren harten,klaren, schwarzen Zahlen: Zahlen,
die die Höllen aller Realitäten überlebten und die in unserer
kommenden Klon-Welt zur höchsten Blüte gelangen werden. Die
wirrnis und der Zufall als Hoffnung des Handelns archaischer Trotzköpfe
sind vorbei und die beispielhaften Fragen nach den religiös vermuteten
Ritualen der jagenden Männchen, Tiere oder hybriden Tiermenschen
an den Wänden von Altamira, in der Finsternis ewigen Vergessens,ebenfalls.
WIR folgen entspannt dem Strom und der zeitlosen Ordnung der Zahlen, denn
WIR sind im innersten Fleisch, seinen Organen und Zellen,mehr Zahl,als
WIR ahnen und unser Ursprung und unsere Sehnsucht nach Gesetz und Ordnung
sind hier begründet und vor allem in Babylon,dem"Tor der Götter",im
Herzen von Mesopotamien,ie geistige Heimat unserer besten Tugenden .Schande
aber und Schmach allen verleumderischen Religionen,die das weithin leuchtende
law and order Königreich vor der Nachwelt lächerlich und unwürdig
zu machen suchten.So es erstanden war und sich entwickelt hat,im mythischen
Dunkel, in der Gestalt des Nimrod, über Hammurapi, Nebu- kadnezar,seinem
Sohn Amell-Marduk bis zu seinem Ende durch Alexander.Vergeblich also waren
alle fanatisch-einfältigen Fälschungen bereits im phantastisch
phan- tasierenden Alten Testament durch falsche Propheten und Geschichts-Klitterer,denn
unser gesamtes Tun und Wollen hat nunmal seinen klaren,sichtbaren und
fruchtbaren Ursprung in den alt-babylonischen Wissenschaften und nirgens
sonst,was im übrigen auch die Wissens-Gesellschaft,des antiken Griechenlands,durch
u.a .Pythagoras, Euklid und Platon kongenial anerkannt haben. Und uns
ist das so vertraut, dass WIR jeden Irrglauben und alle, später gefälschten
Spuren leichthändig abzuschütteln vermögen, wie die Gänse
ihre abgestorbenen Daunen. Unser Stolz über das Wissen unserer erhabenen
Urväter verbietet das tumbe, aufzählende Stottern ihrer überragenden
Verdienste und Innovationen in kleinharierter Pedanterie. Kein Reich ist
so kompromisslos von missgünstigen, neidischen und eifersüchtigen
Hassern und Religions-Fanatikern verleumdet worden wie das unserer babylonischen
Vordenker und genialen Urur-Ahnen.Astrologie, Mathematik, Codex Hammurapi
mit seinen 281 Paragraphen,die"Hängenden Gärten der Semiramis"
wie der erste Wolkenkratzer, der Turm zu Babel, dies alles und noch vieles
mehr, bezeugen die einzigartig überlegenen Methoden und Talente,
die WIR , auch heute wieder in uns, in unseren Genen,em unbestechlichen
Gedächtnis der Zeit, wiedergefunden, wiedererkannt und weiter verfolgt
haben , zum Verdruss einfältiger Nachbeter von Tücke und Schwindel
oder boden- loser Spekuliererei in der Bibel und im Mittelalter, bis weit
hinter die Grenzen der Aufklärung hinaus, bis zu uns.Die verleumderisch
und lächerlich absurd überlieferte Sprachenverwirrung beim Turmbau,
die angebliche Strafe Gottes für den angeblichen Übermut der
Babylonier, zeigt doch dagegen einer- seits,den ersten gemeinschaftlichen
Versuch einer friedlichen Zusammenarbeit einer vielstimmigen, hybriden
Gesellschaft, andererseits den lehrreichen, kommunikativen Gau destruktiver
Gauner, die damals bis gestern, ein ein- zigartiges bauliches Projekt,
in den Schmutz, frevelhaften Grös- senwahns zu ziehen trachteten,
indem sie selbst den Namen Babylon ("Tor der Götter" )
selbstherrlich umdichte ten in Babel,was in etwa wirrsal bedeuten sollte.
Zwischen Lügen und Scherben,nahe einer geschichtlichen Geschichtslosigkeit
und Schwindel ohne Ende,zeugt Babylon,allein schon in der so diffamierenden
und kriminalierenden Namens-Verfälschung: "Babel",von einem
damals blü- henden Rassismus aus religiöser und naterieller
Eiferersucht.Unsere a nalytischen Bibel-Forscher und archäologischen
Profiler fanden spät, a ber nicht zu spät, den verderblichen
Keim einer bösartigen anti-hybriden Ge- sinnung, der bis jüngst
auch zu verhängnisvollen Analogien und Ver- strickungen geführt
hat. Dieses anhaltende Mobbing der Babylonier durch ihre Feinde ist bis
zu unsrer Klon-Welt typisch für all jene Tölpel, die der Hass
blind gemacht hat und schliesslich auch unfähig, das wirklich Grosse
und Erhabene in unerer Welt zu erkennen. WIR lieben den Turmbau zu Babel
aber nur aus wissenschaftlichen Modell-Gründen, nicht als vermeintlich
götzenhaften Protz- bau. Während sich die naiven Gemüter
noch am wohl nie existierten König Salomo und dem Gold der Königin
von Saba erfreuten, wurden in ihren Namen anscheinend die schlimms ten
Verbrechen und Blutorgien gefeiert. Der Aufbau unserer Klon-Welt macht
ähnliche Schrecken schon im Ansatz unmöglich. WIR glauben an
Babylon , nicht an Babel. WIR vollenden, was Babylon vorge- zeichnet hat.
WIR sind da und WIR bleiben
136
Was
ist dagegen schon der Wert von Geschichte für unsere Zukunft , fragen
WIR uns amüsiert, angesichts vorausbestimmter Zeitfolgen mit jeder
staatlich wünschbaren Identität in der bald reif geklonten Chimären-
Gesellschaft? Und überhaupt: Was bedeutete Geschichte vor unserer
Zeit?.Da gab es z.B. den kalt geplanten Mord am Studenten Benno Ohnesorg,
durch schäbigen einen Agenten des kommunistischen Spitzel Staates
der DDR, der als Willkürakt dem angeblichen Polizeistaat des Westens
in die Schuhe geschoben werden sollte, um die Bürger in die Fänge
der DDR zu treiben. Jetzt, nach Jahren der Täu-schung und des beschissenen
Schweigens, wissender DDR-Mord-Genossen, wird es zufällig ruchbar,
dass WIR alle einer hinterhältig gefälschten Legende der Kommunisten
aufgesessen waren und alles, was WIR vorher zu wissen glaubten, nur ein
Haufen Dreck war, der unsere Hirne vermistet hatte. Statt nun wirklich
mal aus der Geschichte zu lernen, wurden diese Zusammenhänge von
den ehemaligen Apos, die mittlerweil überall in den TV-Anstalten
sitzen ver- schwiegen, um sich nicht nachträglich noch lächerlicher
zu machen, als sie es ohnehin schon waren. Das ist eine wahre Geschichte,
die dann niemand mehr wahr haben wollte und in den Giftschrank verbannt
wurde. Diese Leute von der SPD und Grünen lieben und pflegen eben
ihre Klischees und Lügen, wie sie eigentlich die Wahrheit pflegen
sollten. Nun, uns braucht das nicht mehr zu scheren. WIR wollen aber beispielhaft
daran erinnern, weil sehr schön zeigt, dass Geschichte eben kein
kostbarer Schatz ist, sondern ein Rucksack der ekelhaftesten Schweinereien,
wie sie sich niemand vorher ausdenken kann. WIR haben verstanden. Und
WIR mögen daran erkennen ,welchen Dreck die lehemaligen Kinder in
der Schule eingetrichtert bekommen haben. WIR machen keine Geschichte
mehr, einzige Ausnahme ist unser Anker in Babylon. Früher hätte
man daher singen sollen: Ich hab noch einen Koffer in Babylon
, aber nicht: Ich hab noch einen Koffer in Berlin , denn den
hätte man besser in die Spree geworfen. Ohne das heute diskriminierte
, akkadische Babylon fühlten WIR uns fremd hier auf dieser Erde und
WIR wären nichts, als ein versprengter Haufen Missing Links. Denn
in Babylon wurde der Geist der Gerechtigkeit erfunden , z.B. in der Person
des Herrschers Hammurapi: König der Ge- rechtigkeit
und es wurde dort die Schrift erfunden, als Instrument der Aufklärung
und Verherrlichung, - natürlich der Gerechtigkeit - und es herrschte
erstmals hier der Geist der Aufklärung, vernetzt in den Wissenschaften
der Medizin, Astrologie und Mathematik. Und Babylon war ein Hort hybrider,
viel- sprachiger Linguistik und Kommunikation. Wir können die Chaldäer
nur bewundern und sonst garnichts. Und was danach kam, die Kriege, Katastrophen
und die Herrschaften des Pöbels, Alexander des Grossen, des Goldes
und der schmutzigen, vergifteten Werte, das könnten WIR alles hassen,
aber WIR werden es einfach vergessen, abschalten, mit allen stinkenden
Spuren ausmerzen, als Quadraturen der Schande und des wirklichen, neidischen
Rassismus der gesamten Nachwelt. Also wer noch glaubt, aus der Geschichte
etwas lehren und lernen zu können, der schaue doch erst mal auf die
Leute, die das versprechen und er wird keine Lust mehr darauf haben, was
die zu vermelden haben, falls er nicht die verwirrte Geistesverfassung
eines wilden, wirren Wald-Schweins besitzt, das in seiner närrischer
Sucht und Gier nach Verwertbarem, immer wieder nur den selben, angehäuften,
stinkenden Mist, vergeblich nach neuer Nahrung durchwühlt. WIR werden
diesen armen Nostalgikern die Hirne wenden,so dass sie ankommen bei uns,
den besten, der Besten und mit uns freudig einwandern ins Glück der
eugenischen Erkenntnisse. WIR schaufeln und stiefeln nicht mehr im staubigen
Sand, im wuchernden Dschungel und in der Asche vergangeber Zeiten herum.
Wir brauchen keine Archäologen, denn bei uns wird alles protokolliert
und penibel aufgezeichnet. Da bleibt kein Unentdeckter Rest für Archäologen.
WIR suchen nicht mehr, in Höhlen, Gräbern und Gruften nach Papieri
um ihren zerstäubten Herkünfte, neu zu entdecken, denn WIR wissen
längst, was WIR finden würden. Kandinskys "Durchgehender
Strich", ein Bild von 1923, sagt alles, ohne Worte und mehr als kleinliche
Historiker in endlosen Recherchen, auf Schusters Rappen und Doktor-Arbeiten
zusammen schustern. WIR haben uns längst vom sinnlosen Harakiri der
Geschichte abgenabelt und werden zu neuem Leben erwachen. In einer anderen,
besseren Welt. WIR haben die Ketten gesprengt und die Fangleinen der alten
Hysterien und Mystherien gekappt und stimmen ein, mit Marie Curie: "Ich
beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert,
was getan werden muss". WIR haben dem nichts hinzuzufügen. WIR
sind nicht länger Opfer und Kinder der Geschichte. WIR blicken durch
die Brillen der Madame Curie und irren uns nie.
WIR sehen alles
137
Oft
genug haben WIR Leute vor dem Spiegel überrascht, als sie nach langen
Versuchen, wichtigtuerische Fratzen zu schneiden und wie Affen gegen ihr
eigenes Spiegelbild vorzugehen, bis es zerbrach, weil sie immer näher
ran wollten, bis es endlich in tausend Scherben zerplitterte. Hier wurde
kostbare Zeit damit vertan, sich unentwegt anzustarren, statt etwas hinlänglich
Gutes für die eugenische Gesellschaft zu tun. Zur Strafe müssen
diese kranken Ego-Smiler drei Jahre ohne Bewährung in der Akademie
für Gut-Menschen verbringen und lernen sich selbst zu vergessen.
WIR, die Heiler dieser fallsüchtigen Krämpfe, werden nicht ruhen,
bis diese neuartige, teutonische Seuche von Ego-Shootern weggebombt wurde.
WIR suchen sie nicht, aber WIR finden sie überall , wo Partys gegeben,
Stroh gedroschen und heilende Hände austeilen, um einen Spruch von
Pablo Picasso, dem malenden Zerstörer, etwas weiter auszumalen. Selbst-Zerfleischungen
bringen genau so wenig wie Selbst-Beweih- räucherungen, doch steter
Tropfen höhlt auch den härtesten Stein im Gehirn. Der Gutmenschen-Kult
ist obszön, wenn er sich öffentlich zur Schau stellt. Diesbezügliche
Kult-Uhren sind abgelaufen wie alle Kulte, nicht auf Bewährung, aber
in der Spanne zwischen Heuchelei und Billig- Kommerz, denn sie, die Gut-Menschen
sind selbst noch ärmer dran, als die beschenkten Kulte, flüchtender
Kulturen, die sich taumelnd im Kreise drehen, wie Aquarienfische kurz
vor dem Exitus. WIR, ja WIR, sind Zyniker und Kyniker in Einem: Hybride
Kinder, Sprösslinge von kynischen Müttern und zynischen Vätern,
demnächst . Die EU-Genik kennt und fürchtet kein Feindbild,
sondern nur Zweck und Ziel, mit viel Kalkül und wenig Bauch-Gefühl,
während WIR alle unsere unreinen Gene gebeichtet haben, und nun die
Gut-Menschen ein letztes Mal bitten zu beichten. Im Beichtstuhl jener
Nachfahren des Rabenvaters Wotan, dessen Walküren und Todesengel
WIR, in ihrem Blut in die Finsternis des Universums, auf ewig verbannt
haben, nebst ihren Raben Hugin und Munin, den angeblichen Wächtern
über Gedanke und Gedächtnis. WIR haben ihnen die Flügel
gestutzt ,die Schnäbel gekürzt und die Krallen beschnitten,
zum Wohle des Volkes und zum lieben Gedenken an Malerfreund Vincent, der
sie gehasst hat wie die Pest, als Sendboten des Todes seines unver- dienten,
schnellen Untergangs, der sich kometenhaft wenden sollte zu seinem Ruhm,
ohne das Gut-Menschentum .WIR, die Chimären-Sprösslinge von
morgen, gleich ob Mensch-Tier, Tier-Pflanze, Pflanzen-Mensch oder Pflanzen-Tier-Mensch
usw. werden gesünder, stärker, hübscher, schneller sein
im Rechnen und geistreicher als die direkten, unbebildeten und unkultivierten
Nachfahren des biblischen Adams, dem unfertigen Missing Link, dem Homo
Australo- pithecus, Homo Neanderthalensis, Homo Sapiens, Homo Erectus
,den Kronen der Schöpfung, die sich am Ende der Evolution wähnten,
aber in Wirklichkeit nur Kreaturen aus dem völlig erschöpften
Sumpf und Fundus der Gottes-Natur waren. Kreaturen , im übrigen,
mit der WIR nichts mehr gemein haben. Denn WIR sind anders und besser
aufgestellt . Es fehlt uns an Nichts. WIR sind unbeschwert von Tradition
und falschen Gefühlen .WIR sind heiter eingebunden in die perfekten
Kreisläufe und Netze unserer EU-Genik. Bei uns tanzt niemand mehr
aus der Reihe. WIR brauchen keine Prädikate und Preise. WIR haben
alle Optionen, die nötig sind, um ein millionenfach gut funk- tionierender
Klon zu werden und uns nach unseren autonomen, ureigenen Gesetzen vermehren
und ausbreiten zu können. WIR brauchen keine besonderen Tugenden
und Inspirationen. WIR haben alle unsere Wünsche und Absichten hineingeschrieben
in unsere Gene, was WIR demnächst für die reibungslose Bewegung
in unseren Schleifen-Mustern und automatisierten Ornamenten brauchen.
Die algorithmischen Uhren laufen fehlerfrei und werden es immer so tun.
WIR sind radikal in der Umsetzung unseres richtigen Wissens und WIR sind
ehrlich bei der radikalen Vernichtung allen Unwissens. Da gibt es keine
extravaganten oder elitären Geheimnisse oder dümmliche Selbst-
Bespiegelung mehr, keine Gut-Menschen oder Bösewichter, keinen Wahnsinn,
keine Tücke, keine Krankheit und keinen wilden Ehrgeiz mehr. Macht
und Freiheit sind Worte ohne Eigensinn für uns geworden, ganz automatisch
und wie von selbst, weil uns die Gier und Not abhanden gekommen sind.Und
Brüder sind WIR sowieso und friedlich. WIR brauchen uns nicht zu
sorgen. Und auch, wann immer und wenn die Sonne kotzen sollte, WIR werden
es überleben und lachen , ohne zu verdursten, zu erfrieren oder einzutrocknen.
Es ist alles getan. WIR sind so stark, übermenschlich stark.
WIR sind aufgeschlossen
138
Die
jüngste Alt-Zeit kannte viele Kriegs-Greuel und die Auswirkungen
wurden immer heftiger und gemeiner. Das Ungleichgewicht der Waffen , wurde
ver- sucht mit schäbigem Terror und Angiff auf Unbeteiligte auszugleichen.Die
Desastres de la guerra" von Goya, waren schrecklich und unmenschlich,
aber im Schrecken und Zynismus harmlos gegenüber den letzten Kriegen,
die an den Fronten aus Gründen feindlicher Moral und anderer Lebensart
geführt und begründet wurden und in den jeweiligen Heimatländern
mit schäbiger TV-Propaganda der Einseiter. Es gab nur Verlierer.
Den einen wurde ihr Land abgenommen, wie früher den Schlesiern und
den anderen ihre Wahrhaftigkeit und Objektivität: hinterhältig,
machttrunken, selbstgerecht, ohne völker- recht- liche Legitimation.
Verzweifelte, undurchsichtige Bürgerkriege einerseits oder räuberische
Aneignung von Land, andererseits, Wer wusste das schon so genau zu unterscheiden?
Natürlich die Medien, die Schlaumeier vom Dienst, die den wertestiftenden
Gestaltern des Bomben-Friedens nach dem Mund redeten, weil der Mainstream
weniger, Rauchzeichen in die Ferne senden wollte, von eigner Macht und
Moral , aber mehr noch für die Wählerstimmen der vorrhandenen
und der potentiellen Migranten und für Coca Kola und Mc Donalds.
Die jeweils anderen waren immer die Stinker und da wurden bereits mühselig
befriedete Nationen zerstört, um sie neumoralisch zu unterwerfen.
Immer nur, wenn es um Öl ging, wurde nach Demokratie gerufen. Das
sei angemessen und nicht unanständig und Ausdruck einer super- novaneuen
Gerechtigkeit und diese verlange eben dringend einem robuste "Nation-Building",
nach Art der Cowboys, Steineschmeisser, Hufeisen-Flüsterern und fana-
tischen Juso-Spinnern. Und das Fernsehen fand hier für sein Quoten-Geschäft
den agierenden Astral-Leib von Rot-Grün. Der üble Gestank verzog
sich schnell , denn The games must go on und auch die Tagesarbeit.
Wohl dem, der von solcher Solidarität, nicht getroffen oder betroffen
und dann von solcher Armut und Selbsthass nicht gezeichnet wurde.
WIR müssen das vergessen
139
1964 berichtete der Mondgeborene Mi Bad von einem untergegangenen Gross-Reich:
"Das Totale System -,die Eingeweckte Welt", das sich für
die Ewigkeit gerüstet wähnte, wie die EU, aber bereits wenig
später in einem grossen giftigen crash zusammenbrach, was der EU
noch bevorstand, denn Schwindel und eine gemeinsame Zwangswährung
sind schlechte Paten und erinnern eher an die böse Stiefmutter vom
Dornröschen. Die Spurensuche und Spuren-Sammlung von
Resten und Prozessen, wie dem Bericht des Mondgeborenen vom Totalen
System zu entnehmen ist, bezeichnen den Stolz und die Überbleibsel
des menschlichen Lebens auf der erst, scheinbar logisch konstruierten
Erde, die dann ihren babylonischen Willen mit aggressiver Zerstörung
der Umwelt und schliesslich sich selbst verrät.: "Mit einer,von
Weckglas zu Weckglas fortschreitenden Erzählweise". Darin ist
auch explicit die Rede vom multiplen, mutierten Klonen nach dem Abort.
Ca 30 Jahre später überschlagen sich die Erfolgsmeldungen der
Geburt eines erstmaligen, lebensfähigen Klons, dem Bergschaf Dolly,
genannt nach der Sängerin Dolly Platon, und zellbiologischen
Vaters Keith Campbell, 1996. Dolly war eigentlich die logische Folge der
bio-genetischen Revolution, nach der 2. industriellen Revolution von Ranson
Eli Olds, 1902 und seines Nachmachers Henry Ford. Aber, darüber hinaus
noch viel mehr, eine der unzähligen ,pionierartigen Folgen der veredelnden
Gärtnerei, besonders der Schösslings-Technik, die seit grauen
Vorzeit von vielen namenlosen Bauern und Mönchen nach und nach verbessert
wurde und heute zur absoluten Routine in allen Baumschulen und bio-technischen
Anlagen gehört. Da liegen die Keime, unserer ausgewachenen EU-Genik,
heute, wenige Jahre, nachdem das fundamentalistische "Gross Elektronische
Reich" scheiterte und unsere Väter, bereits glaubten, den perfekten
Staat geschaffen zu haben. Diese an sich wunderbar, glückliche Ära
schien nahe, doch sie scheiterte leider an ihrer Inkonsequenz und moralischen
Schrullen der politischen Gestalter. Ihr Prinzip, der spiegelsymmetrischen
Verdoppelungen aller Materie und Naturen, nördlich des Äquators
und das verzichtende Auslöschen aller Materie und Naturen südlich
des Äquators, zum Zweck der Wiederherstellung, bei allen partiellen
Verlusten , etwa durch Kriege, Seuchen, Klima oder sonstige Verluste,
war ja im Prinzip ein ähnlicher Gedanke, wie Klone zu züchten,
die dann als Reserve, für einen eventuellen Organaustausch, ausgeschlachtet
werden konnten. Das Reich zerstörte sich trotz seiner gut ausgedachten
E-TIC dann leider selbst, weil es nicht auf die absolute Gleichheit durch
universal-globales Klonen setzte, sondern auf die heissen Verlockungen,
hierarchischer Stufensysteme und Klassen der Population ausgerichtet war.
Ebenso misslang damals auch die vernetzende Bindekraft der hier erstmalig
live erprobten, aber noch nicht schnell genug operierenden Rechenautomaten.
Ausserdem gerieten immer noch scien- tologische Verschmutzungen und subjektive
Irrlehren ins Getriebe des Regi- mes: Ein verhängnisvoller Fehler
der beiden, damaligen Zwillings-Herrscher MAUS und SUAM. Das läuft
jetzt besser, weil unsere antizipierte Klon-Society endlich über
das nötige moralisch-politische Standing verfügt. Bekanntlich
haben WIR alle Feinde unseres Imperiums ausgemerzt , alle tückisch
ver- borgenen Fehler aufgespürt und alle alten Kompromisse aufgekündigt,
die unser Volk ewig daran hätten zweifeln lassen können, ob
WIR denn auch tatsächlich unsere Wissens-Werte-Kultur beginnen und
umkehrbar ausleben könnten, um sie später, der optimalen Substanz
unseres dann optimierten und ausgereiften Königs-Klon anzuvertrauen,
der mit seiner wunderbaren, multi- kulturellen und hybriden Verfassung,
unser ganzheitliches Human-Sein verkörpern wird. Der feierliche Tag
ist nicht fern, an dem die gefühlt endlosen Wege dahin, endlich auch
ihr verdientes Ende gefunden haben werden und ihre führigen Fügungen
erfüllt sein werden, die das Zusammenwachsen aller, unserer Gehirn-,
Keim- und Stamm-Zellen zu einem einzigen Willen zusammen führen sollen.
Selig wollen WIR im tickenden Einklang mit den berechneten Schrittfolgen
unserer Bio-Rechner, friedlich und fröhlich durch Zeit und Ewigkeit
steppen. Wie vom Winde sacht und sanft bewegt, werden WIR uns im hybrid-konzertierten
Reigen, in wundersam verwobenen Muster-Schleifen vereint und gemeinsam
algorithmisch geführt, gelassen durch unsere neue traute Heimat-Welt
bewegen. WIR lieben es zeitlos.
WIR sind dem Glück ganz nahe
140
WIR
haben ja gehört,wie unsolidarisch sich frei titulierende Künstler,
selbst eigenen Kollegen gegenüber verhalten und mit welchem Unrat
sie sich gegenseitig deklassieren. Eindeutiges Urteil von uns und Arthur
Miller: "Nicht gesellschaftsfähig" ("Misfits").
Das sind alles Verrückte und nicht nur das: Jeder möchte auch
noch anders verrückt sein, als alle anderen dieser Artisten zuvor,
was nicht mal einfach ist, aber doch wohl überflüssig, wie der
Rat der EU-Genik einstimmig feststellt. Doch was soll das schon bedeuten
und wert sein, wenn WIR es anders wollen. Doch diese Quertreiber sehen
sich erst auf dem richtigen Wege, wenn sie niemand mehr versteht und wenn
die Welt vor ihren Arbeiten auskotzt, wie seiner Zeit bei der ersten Impressionisten
Ausstellung in Paris. Da gab es den Maler Paul Klee z.B., der meinte:
"Diesseits bin ich nicht fassbar, denn ich wohne grad so gut bei
den Toten wie bei den Ungeborenen", und weiter bezeichnend für
diese ganze Sippe: "Durch die Kultur will ich hindurch, ich will
aushalten an der Bohrmaschine". Und Walt Disney, ein angeblicher
unbeschwerter Kinderfreund: "Gesichter mit Entsetzen in den Augen
und Lächeln auf den Lippen, Mensch halb aus Tier und halb Pflanze,
halb Wasser oder Erde, alles aus dem leidenschaftlichen Trieb heraus geschaffen,
durch Träume das Grauen zu überwinden, doch auch Lust an der
Zerbröckelung der Welt Inhalte".WIR, die seriöse Welt,
können daraus lernen, wie manischer Individualismus zum Wahnsinn
führt, trotz kleiner Anker intelligenter und hybrider Erkenntnisse.
Doch der noch verrücktere Aberwitz dieser Leute besteht ja in ihrer
Behauptung, die ganze Welt sei verrückt, nur sie selber nicht. Solche
Sprüche kannten WIR von Friedrich-Schröder Son- nenstern, ganzja
explicit, aber es kann sich jeder,aus der kleinen Schar dieser Leute aus
der Kunstgeschichte andere wirre Gedanken und Sprüche fischen, wenn
es denn unbedingt sein muss, was es natürlich nicht ist. Diese Zitate
zeigen fast immer die klassisch klinische Auffälligkeit dieser me-
thodischen Chaoten, triebhaft gefangen, in ihren Komplementär-Welten,
deren Bild-Welten von manchen Snobs auch noch gelegentlich als genial
verdichtete Wahrheiten bezeichnet wurden und oft zu abenteuerlichen Preisen
gesammelt wurden. Ein Beweis für die hohe, gemein- gefährliche
Ansteckungsgefahr dieser Extremisten und der Grund, warum sie von unserem
vernünftigen Publikum, als eben "nicht gesellschaftsfähig"
gebrandmarkt und gemieden werden. Die wahnhaften Schmierereien und depressiven
Figurationen dieser ehemals verhätschelten Minus-Künstler, zwischen
den Welten, von der angeblich unfertigen Welt, verbunden mit ihrer verneinenden
Ästhetik und stechenden Ver- bohrtheit in die irren, öden Ander-
, Hinter, und Nach-Welten, haben sie in ihren Ate- liers, mit ebenso absonderlichen
Werk- Techniken, verfestigt, die jeder nur mit Kopfschütteln beantworten
kann, der etwas vom soliden Handwerk versteht und über normale Hände
und Augen verfügt. Da mutieren blühende Aussichten, zu Hospizen
eines hochstaplerischen Nonsens, wenn nicht sogar zu krankhafter Regression,
und beglückende Gefühle werden zu Vandalismus und Randale verdreht.
Da wandeln sich die besten aller Welten fluchs zu Straf-Gerichten und
Warnkulissen, zu Höllen, zu Wüsten, zu sexistischen Orgien,
zu hoffnungslosen Labyrinthen aus Geröll und Einöden und ein
schöner,bunter Sonntag gerät zu grauer Drangsal und Finsternis,
inmitten einem ausweglosen Gebirge von Kuben,Kegeln und Kugeln. Und jede
Freude am verdienten Gewinn gerinnt zum Stigma, eines wollüstigen
Gold-und Konsumrausches usw.Da werden die Trompeten zu Jericho geblasen,
wo die Kunst doch eher sich selbst, vor ihrer eigenen Unzulänglichkeit,
Kurzsichtigkeit und wahnhaften Verstrickung in subnormale Welten und Unterwelten
warnen müsste. Gottes Wege mögen wunderbar sein, so meinte man
früher wohl, aber WIR halten uns eher an unsere, mit richtigen Zahlen
bewehrte, wirkliche Wirklichkeit. Besonders vor dem Hintergrund unserer
durchgerasterten Zivilisation mit ihren exorbitanten Erkenntnissen und
hybriden Optionen. Eigentlich sollten doch alle Kreativen unsere neu-geschaffene
Meta-Welt preisen, die bereits als Modell stolz und heftig vor uns erscheint,
doch die Zeugnisse dieser geblendeten und verblendeten Kunst-Zeugen zeugen
nur von ihrem immer stärkeren Befall, wehleidiger und dekadenter
Erosionen, die wie wund gekratzte Hautkrank- heiten und Ekzeme, unsere
angeblich so beschissene, gegenwärtige und zukünftige Kultur
darstellen soll. Also einer Kultur, vor der der man sich in irrealen Nischen
und Scheinwelten einigeln sollte: Irgendwo, zwischen nirgend- wo und anderswo.
WIR erinnern hier an die lächerlichen Argumentationen dieser disparaten
Anti-Künstler, die ja in Wirklichkeit eher Kranke, Messis, manische
Schmierer, Strolche, Asoziale und gescheiterte Illusionisten waren, ohne
anständigen Charakter und ohne linke oder rechte Kultur. WIR werden
sie, mit grosser Gelassenheit, ohne Tränen, demnächst in den
Tierheimen mit Hunden und anderem Viechzeug einkerkern. Unsere Kultur
nimmt davon wahrlich keinen Schaden und begünstigt endlich die positiv
eingestellten, die wirklich gesellschaftsfähigen Künstler, die
den Geist der Zeit tatsächlich in ihren schönen und spannenden
Bildern und ihrem wirklich repräsentativen Strassen-Schmuck verarbeitet
haben und Zuversicht, beschwingte Heiterkeit, Sanftmut und buntes Glück
verbreiten, während unsere fleissigen Genossen den mate- riellen
Grundstock dafür erarbeiten. Und als Sahnehäubchen, gratis dazu,
gibts den Dominator, den IRREN EURO auch als Brandzeichen oder Tatoo.
Na also, es geht doch. Die anderen wollten Kunst ohne Kultur.
WIR aber wollen Kultur ohne Kunst.
141
WIR
mussten uns oft anhören: WIR ,die EU-Genik sei nicht kunstfähig",
Dabei ist es gerade anders herum: Sie ist nicht gesellschaftsfähig,
sie ist asozial, meistens, weil sie meist nicht konsensbereit ist. Doch
der Wind dreht sich gerade, weil die Künstler zu verstehen beginnen,
wie schön sie es bei uns haben. Wer würde auch ernsthaft unsere
strahlende Werte-Ordnung bestreiten. WIR sagten es ja schon zu Beginn,
WIR brauchen uns nicht zu verändern, aber die Künstler müssen
sich bei uns schon an die Regeln des guten Geschmacks und an unsere hohe
Moral halten. Das sind sie uns schuldig. Die besseren Künstler signalisieren
uns: WIR blicken nicht traurig ins finstere Gestern und werden nicht
zu Stein oder zu tragischen Helden wie Orpheus und werden nicht zu tragischen
Künstlern, wie der verrückte Vincent. Wir liegen schon richtig
und glauben nicht zu früh oder zu spät in eine fremd bestimmte
Gesellschaft hinein geboren worden zu sein. So ist das richtig:
Künstler müssen flexibel sein und wissen, was wichtig ist für
sie. Wie sagte doch Bertold Brecht so absolut verbindlich: Erst
kommt das Fressen und dann die Moral (des Künstlers). Jetzt
brauchen WIR solche Minus-Künstler nicht. WIR mögen nur zufriedene
Künstler, die auch uns mögen. WIR brauchen positive Vorbilder
für uns und nicht manisch unzufriedene und nicht solch unverbesserliche,
neurotische Aussenseiter, die noch nicht einmal den so spannenden Gen-Markt
akzeptieren, der eine so erfolgreiche Zukunft in unseren Kulturshops haben
wird. Jene lächerlichen Minus-Künstler, die sind ja gegen alles,
das ist ja bekannt, ja, sie behaupten sogar, nach wie vor, sie gehörten
nicht zur Kultur, sondern sie beschäftigten sich nur mit ihr, also
wie neugierige Affen mit ihrem Haarausfall oder chronischen Durchfall
usw. Nun, WIR haben deren dumme, zwanghaft exzentrische und profilneurotischen
Sprüche gründlich satt, die nur zeigen, dass diese Künstler,
wegen ihrer anhaltend geglückten Infantilität in ständiger
Ideen-Flucht begriffen sind, statt sich einer gesunden Volks- tümlichkeit,
ohne Scheuklappen anzunähern, fern jeder Verstiegenheit und üblen
Sonder- mülls, den sie pausenlos fabrizieren. Stattsdessen aber faseln
diese Freigeister von der äffischen Faszination des angeblich ausgefransten,
akademischen Kunst-Handwerks, und wenn schon, von prahlerischer Esotherik
und eines verkommenen neuschwansteinischen Getues, von malenden Schwuchtel-Fürsten,
von schweinischem Klau für Spiesser, ästhetischer Strauch- dieberei,
von manierierter Schöngeisterei, oder einer stotternder Krafthuberei
ohne Innovation, ,immer wieder von saturier ten, billigen, folk- loristischen
Schmuckwänden und pieps-floppigen Augen- Schmalz, von bunten Rotzfahnen
oder öde piekfein pingelig gepinselten Klöppel, was zwar Eindruck
mache, bei den vielen grossen Kleinen, der hippen Lifestyler und schmucken
Angeber, mit schwarzen Hüten, aber die letztlich nur frisch lakierte
Witze , eines verstaubten, schrotthaltigen Budenzaubers untermalen, mit
der spekulativen und häufig sogar erfolgreichen Hoffnung, dass schon
irgendein Trottel daherkäme, der ihre Mach-Werke für genial
und magisch hielte. Das seien halt nur die Früchtchen, kaptalistischer
Dekorateure, die mit ihren Bastelarbeiten irgendwelchen Pfeffersäcken
ihre leeren Hallen füllen und dafür ihre grossen Hände
aufhalten, sich als Raumgestalter aufspielen und sich mit ihren Massen-Produkten
den Massen-Medien, mit Massen-Geschmack, andienen usw. WIR wollen es jetzt
damit bewenden lassen und diese Leute, die sich für was besonderes
halten nun mit ihrem Brechreiz alleine lassen. WIR, vom Kulturrat der
EU-Genik, haben genug von diesem arroganten und kranken Gesocks, das alles
hässlich macht, was nur schön ist. WIR wissen genau, wes Geistes
Kinder WIR da vor uns haben und werden diese hochnäsig elitären,
subsozialen Bürgerschrecks mit unseren Mitteln sanftmütig ins
mittellose Jenseits befördern. Hier, im Diesseits haben sie nichts
mehr zu suchen, denn sie passen nicht in unsere Welt und WIR wollen sie
auch nicht. Was hatten WIR uns doch zuvor für Mühe gegeben,
diese Verächter unserer feinen Gesellschaft zu sozialisieren. Wir
haben ihnen mal einen Flyer gedruckt und ihnen leere Räume in Industriebrachen
als Ateliers verkauft. Wir haben sie von unseren Partyministern zum fröhlichen
Umtrunk geladen und sie dabei mit Sponsoren unserer Partei vertraut gemacht.
Ist das alles nichts. War das alles nichts. Haben WIR ihnen nicht grosszügig
unsere Schaufenster zur Verfügung gestellt, damit sie ihre unappetitlichen
Produkte zeigen durften. Haben WIR sie nicht auf unsere Strassen und Plätze
eingeladen, wo sie umsonst arbeiten durften. Haben WIR sie nicht kostenlos
aufgefordert, unsere Strommasten und Bauzäune zu bemalen? War das
denn auch zu wenig. So dass die mal von ihrem hohen Ross, oder besser
von ihren Eseln herunter kommen und sich auch mal dankbar erweisen, dass
sie überhaupt in unseren Städten und Gemeinden leben dürfen.
WIR wissen, das ist vergebliche Liebesmüh, aber WIR haben ja unsere
willigen Künstler, die uns besser unterhalten, die auch mal ein Auge
zudrücken und Kunst zum Anfassen bieten. Die eine fröhliche,
optimistische und spassige Kunst machen, die auch mal etwas sexy ist,
vielleicht sogar etwas pornographisch sein darf. Das wäre nicht etwa
das Ergebnis unserer Zensur, aber doch so ähnlich, so wichtig sind
Künstler sowieso nicht, ganz egal, ob Minus- oder Plus-Künstler.
Eigentlich mögen Wir die gesamte freie Kunst nicht, denn wer nicht
sofort für uns ist, ist gegen uns. Sie rufen ständig nach direkter
Demokratie , aber die sind nur reninent. WIR wissen doch mittlerweile
ganz genau: Demokratie ist nur was für Warmduscher. Ausserdem kann
man bei denen vor lauter Linksradikalen, die Rechtsradikalen kaum erkennen,
oder ist es etwa umgekehrt? Für uns das egal. Mit Flötenkonzerten
und Kammermusik haben WIR solche Probleme nicht, denn die sagen nichts
und machen nur Geräusche, die niemandem weh tun. Die kosten zwar
mehr, aber für Bildung muss man schon mal tief in die Tasche greifen,
doch die Unbildung der freien Künste müssen WIR gratis ertragen,
dann schon lieber Flohmarkt, das kommt an und ist die Quintessenz und
Lehre unserer Neuhybriden, den schwarz, rot, grünen Genossen, die
diese krasse Klasse, der zumeist eingebildeten Artemisten nicht mehr sehen
will, die immer etwas anderes meint und fühlt, wie WIR gerade meinen
und fühlen. WIR freuen uns aber, gemeinsam mit unseren jungen, klugen
und faltenlos geglätteten Dekorateuren und Schneidern himmlisch toter
Hosen, über den Sieg und die neue Freiheit, unserer endlich ballast-losen
Kultur. Ein Verdienst der emsigen Zucht von Politologen, Marketing, Psychologen,
Fussballerei, Seelenwärter und Sozialklempner, die nie müde
wurden, die besten Voraussetzungen für eine nützliche Lebens-Art
zu schaffen. WIR haben der Kunst unsere Wahrheit geschenkt, aber der Schuss
ging in den Ofen.
WIR sind nicht traurig
142
Eigentlich
dachten WIR immer,die Künstler seien die Vorhut neuer Ideen und vorausfühlender
Entwicklungen, vor aller analytischen Ratio und später tatsächlich
eingetroffenen Realitäten. Doch ist die digitale Revolution weder
frühzeitig genug erkannt, noch später richtig eingeordnet worden.
Selbst heute, ca 25J ahre nach den ersten brauchbaren Kleinrechner und
PCs und dem Internet nutzen viele die verswchiedensten Konfigurationen
nur als druckenden Foto-Vergrösserer oder Text- und Schön-Drucker.
Das ist verwunderlich und hat hauptsächlich politische und soziologische
Ursachen, die in der sozialen und sozialistischen Tagespolitik begründet
lagen, behauptete der Digitalist und ehemalige Farbkleckser Michal Bad.
Denn die politisch erzwungene, einseitige Empathie gegenüber den
fragmentierten, nicht kompatiblen Fluchtgesell- schaften, blockierte jedes
unbefangene, technoide Neudenken, aus Furcht, nachdrückliche Verstörung
und mehr oder weniger begründete Bildungs- und Sprachängste
in diesen disparaten und wild zusammen gewürfelten Schichten auszulösen
und so eventuell grün-politische Blütenträume zu behindern.
Doch auch in der angestammten Unterschicht wurde versucht die digitale
Ent- wicklung zu verzögern und sogar zu verschweigen, aus Angst,
die Klientel der SPD käme noch mehr ins bildungsmässige Hintertreffen.
Nur so ist zu erklären, dass selbst in einem Medium wie dem Fernsehen
, die meisten Moderatoren, noch 1999 nicht wussten, was z.B. ein email
ist und man sprach bei digitalen Freaks von kommunikations-gestörten
Autisten, während ja genau das Ge- genteil der Fall war und nur die
Sozis und Grüne kommunikationsgestört waren. Nun, heute gibt
das niemand mehr zu, ist auch egal, aber es zeigt eben doch, aus welcher
sozialen Hinter- und Unter-Welt die damaligen Politiker ihre Argumentation
bezogen und so die allgemeine Bildung ganz beträchtlich behinderten.
Also blieb diese neue Technologie mit ihrem immensen kreativen Potential
erst mal so eine Art Geheimsprache entschlossener Kreativer. Alt-Politiker
dieser so hausgestrickten Müssli-Welt , hassten nichts so sehr wie
ein von ihnen nicht überschaubares und kontrollierbares Spezial-Wissen.
das zwar jeden blinden Egoismus weiter fördert, aber ebenso auch
den Mut zum schöpferischen Eigensinn und neue Bezüge in die
überalterten Denk-Gewohnheiten. WIR EU-Geniker sahen das genauso,
denn da wollten Politiker und Künstler, die sich für den Nabel
der Welt hielten, wieder zurück zu den Aborigines, Schamanen oder
ihre liebgewonne Material- und Bauch-Ästhetik weiter pflegen. Das
sollte niemanden verwundern, denn WIR wären nicht jetzt an dem glücklichen
Zustand, also da,wo WIR endlich sind, wenn es anders zugegangen wäre,
in den langen finsteren Nächten unserer verschlafenen Herkunft. Längst
haben WIR bewiesen, dass eine politisch erzwungene, einseitig diktierte
Empathie den Anschein, sozialer Gleichheit zwar simuliert und naiven Gemütern
sogar Genugtugung und Selbstachtung verschafft, aber gleichzeitig eine
sterile und kreisend-lethargische Denk-Hemmung erzeugt, wie ein trügerischer
Bildschirmschoner. In unserer EU-Genik haben WIR diese Kenntnisse natürlich
verinnerlicht und als automatische Module in unsere totale Kommunikation
und Bewegungs-Schleifen integriert. Aquarianer kennen diese Verhaltensweisen
von Fischen: Wenn sich drei Raubfische in einem Becken aufhalten, zerfleischen
sie sich, in kurzer Zeit, doch wenn 20 weitere hinzukommen und ihre jeweilige
Bewegungsfreiheit drastisch einengen, dann sind die Fische scheinbar friedlich,
auch wenn der gewünschte Nachwuchs dann natürlich ausbleibt.
WIR EU-Geniker haben gelernt die Menschen nach allgemein zoophilen Gesetzen
zu sozialisieren , um sie geschmeidiger nach unseren smarten Konzepten
zu erziehen. Leichte Klapse mit dem Moralfeger oder Gummihammer sind dabei
förderlich, denn die Menschen erschrecken sich ja leicht und neigen
dann noch leichter zu feiger Unterwürfigkeit, gegenüber den
den primitivsten Ideologien, die vom Fernsehen zumeist als Bürgersinn,
demokratisches Gewissen und Offenherzigkeit, gegen GEZ-Bezahlung , verkauft
werden. So ist die digitale Revolution erst mal, von vielen nicht bemerkt
und aus taktischer Rücksicht, im Schneckengang, eingebürgert
worden. Auf unsere bekannten Künstler trifft diese Verklemmtheit
aber noch mehr und rätselhafter zu, als die politisch verblödende
Anmache im Fernsehen. Künstler aller Güten , sind darauf trainiert
auf die geringsten Wahrnehmungen zu achten und waren immer gut für
jeden handfesten Realismus und gingen der Gesellschaft zumeist deswegen
oft voraus, wie in der gesamten Kunstge- schichte der letzten 150 Jahre
zu sehen ist. Idoch bei der Einführung des digitalen Prozesses haben
sie kläglich versagt, weil es zu den früheren Kli- schees gehörte,
musische Talente alleine dann zu erkennen, wenn jemand nicht rechnen und
grundsätzlich methodische Schwächen bei der Aneignung komplexer,
theoretischer Inhalte hatte. Im Grunde hat hier eine sehr miese Pädagogik
die miese Spur bis in die Kultur und Kunst hinein gelegt, denn wie die
innovations-feindliche Ausrichtung der SPD und die ehemals sehr altmodischen
Grünen witterte die konservativen Künstler hier einen Abgrund
von humanem Verrat, der den Homo sapiens zu einem autistischen Affen oder
Kühlschrank degradieren würde. Die bezeichnende Meinung eines
Grünen hierzu: "Was scheren mich die mich die Computer, sondern
ich möchte wissen, wie sich Hegel im Scheisshaus die Hosen runter
gezogen hat. WIR brauchen solche Hirnrissigkeit nicht weiter ausführen,
aber nachdem die Grünen endlich! die Erneuerbaren Energien für
sich entdeckt hatten, gaben sie sich fluchs die stolze Anmutung, technisch
verständige Leute zu sein und keine reinen Maschinen-Stürmer
aus Hinterzarten mehr zu sein, oder bloss Vertreter "
desa so unheimlich wertvoll-bunten Holzspielzeugs" und der
bodenständiger Topflappen-Strickerei. Wobei sie immer schon intelligente
Technik mit kommerzieller Massen-Fabrikation verwechselt hatten. Heute
ist der Siegeszug der Neuen Medien grenzenlos und amtlich und alle Welt
sitzt stolz vor ihren Laptops und Flachbildschirmen, was einmal als Kriegswerkzeug
des Mathematikers und Hobby-Malers Konrad Zuse, eben dem Erfinder des
Com- puters, unwiderstehlich angefangen hatte. Schwerer als die Entrümpelung
und Erleichterung der Künstler von ihrem traditionellen Selbstverständnis,
den überalteten Werkprozessen, wiegen ihre mentalen und technischen
Defizite im digitalen Durchblick unserer hybriden Werteordnung in unserer
EU-Genik. Ihre akademischen Maltechniken, ihr versponnenes Bastelgedöns,
ihre simple, analoge Fotografie, ihre hübschen, mittlerweile volkstümlichen
Schrott-Collagen und Konzept-Art Methoden mit langen Bärten, bis
zu den beliebten Mal-Schwein-Attituden, ihre tausendfach nachaffende und
dabei Spontaneität vortäuschende Wildheit und alt-bekannte
Muster nur wiederholend, wirken schon sehr fade und welt- und realitätsfremd.
Ihr Glaube an die Rülpser ihres Bauches erscheinen als probater Fluchtweg
aus den neuen Realitäten und der immer dichteren Vernetzung aller
Wissenschaften und täglichen Lebensinhalten. Und dabei waren Künstler
doch meist auch Dolmetscher der ständig neuen Wirklichkeiten. Heute
aber überwiegt das synthetische, kompilierende Abdriften in vergangene
Stile und Positionen Aber vielleicht aus Angst oder verspäteter Einsicht,
vielleicht geirrt zu haben, wurde oft urplötzlich, über Nacht,
aus dem analogen Saulus ein digitaler Paulus und aus dem Staub der bröckelnden
Kunst-Geschichte erhob sich urplötzlich ein ganz radikaler Digtal-Macher,
als wenn es nie anders gewesen wäre. So wie zu jener Zeit bei Hinz
und Kunz, 10 Jahre verspätet, aus politisch vagabundierenden Spontis,
auf einmal prophetische GRÜN-finken erstanden, die längst
propagierte und analysierte Öko-Themen, als politische Ware verkauften.
Mehr war es nicht, was grüne Schreihälse, Witzbolde, Gewerkschaften
und TV-Simpel damals absonderten, um sozialen Reibach zu ernten und die
erst noch mal 20 Jahre später erst im Brockhaus nachschlagen mussten,
was CO2 eigentlich ist .politischen Intriganten ,die noch kurz davor nicht
wussten. Der Siegeszug der innovativen Algorithmen in der soft-ware, wie
die Eroberung der virtuellen Räume, die Wiederentdeckung der Perspektive,
lange nach Paolo Ucello, ganz neu und anders, in der 3D-Technik und die
beherzte Positionierung anfänglich weniger Freaks für die digitalen
Werkzeuge der Fotografie, brachte schliesslich den zähen Umschwung
im globalen Interesse: Gegen den Willen und das Kunst-Verständnis
der damit überanstrengten Vermittler und Kunstwissen- schaftler,
die damals und heute noch (sehr peinlich),ihre angelernten alten Felle
wegschwimmen sahen, die für die Qualifizierung der aktuellen Kunstpraxis
nichts Wesentliches beitragen können, weil da ganz andere Kenntnisse
und Fertigkeiten erforderlich sind, wie auch wache und endlich jüngere
Künstler mehr und mehr verstanden. WIR die EU-Genik, erziehen die
Künstler jetzt damit zu mehr Freude am Gemeinsinn und erst recht
wieder zu einer neubürgerlichen Sozial-Art fern aller Un-Arten archaischer
Spinnweben, denn mit den Computern kann man auch ganz wunderbare Dekos
produzieren.
WIR sind alle Maus
143
1977
entsprang dem Maler-Atelier in Krefeld der "Farb-Mensch", ein
chamä- leonartiges Wesen, dessen farb- und muster-wandelbare Haut
als emotioneller Indikator, seiner emotionellen Befindlichkeit in der
jeweils örtlichen Umwelt, anzeigen konnte, sich aber auch wie eine
Scholle , Chamäleon oder manche Tintenfische exakt seiner Umgebung
anpassen konnte, so dass er sich auch scheinbar unsichtbar, tansparent
oder auch einfarbig präsentierte wie ein Schokoladen-Hase, Himmel
oder Autolack. Er wanderte durch Metropolen, durch das Fichtelgebirge,
durch Japan, durch Museen, durch Gewächshäuser oder ganz spontan,
ohne System und Plan und hinterliess dort seine Farb-Häutungen und
Farbspuren. Sein Lieblingsort allerdings aber war eine Industriebrache
in Krefeld-Ürdingen. Dort und überall häutete er sich dabei
voller Ekel oder Freude, sortierte seine Farbhäute und malte Farb-Tagebücher
im prasselnden Regen und freute sich über die Schlieren der ausfliessenden
Farben. Nachts arbeitete er an Farb-Dossiers von Freunden, Bekannten und
Arschlöchern, um seine jeweiligen Farb-Reaktionen zu schärfen
und Zeugnis zu geben von dem täglichen Umfeld und seinewn Emotionen.
Eines Tages jedoch, war er wie von der Bildfläche verschluckt und
ein mit ihm befreundeter Kapell- meister glaubte, dass er ins Bergische
emigriert sei. Unsere Forscher aus dem Kolossarium interessierten sich
für diesen Fall, weil sie sich wichtige Daten und Gene für die
Optimierung des König-Klons von ihm erhofften und so wurde er eingefangen
und lebte seither als Versuchs-Kanienchen in einem, eigens für ihn
angelegten, als Gewächshaus getarnten Gefängnis. Doch irgendwann
soll er von dort blitzartig ausgebrochen und danach niemals mehr gesehen
worden sein. Dennoch konnten genügend Erträge von ihm für
unsere EU-Genik gewonnen werden, besonders zu der Frage: "Wie sollen
WIR später als Klone unsere Haut zu Markte tragen und wie könnten
WIR die zügige Kommunikation besser und ertragreicher gestalten.
Früher diente die Kleidung hauptsächlich zur Anpassung an das
örtliche, gemässigte oder extreme Klima und zur visuellen Selbstdarstellung.
Diese Gründe sind heute wegen unsrer baldigen Gleichheit nicht mehr
auf der Agenda. Dennoch entwickelte sich aus den egozentrischen Formen
des modischen Outfits eine Erweiterung der phy- siologischen und neurologischen
Datengewinnung durch ein täglich 24 stündiges Scan-Protokoll.
Es zeigt wie ein Hygrometer, alle kliimabedingten Werte seismographisch,
mit einem wärmeemppfindlichen Farb-System an, und evaluiert diese
Daten, ebenso wie alle Gegenstände, die mit dem Zeigefinger berührt
werden, mit weichen, schlierenhaften Lasuren über dem flaschen- grünen
Farbton unserer Haut. Der neu aufgelegte Haut Atlas gibt Aufschluss über
alle akuten Farbreaktionen in den verschiedenen Klein-Klimazonen, einschliesslich
zu Tau, Nebel, Regen, Sonne, Wind, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Strahlung
usw. Daneben werden die Zustände der Ruhe bis zur intensiven energetischen
und emotionellen Belastung des Gehirns und des Bodies, in einer Skala
verschiedenster Körnungen und Texturen angezeigt: Analog und digital
zur Gänsehaut, oder den Bildern einer Wärmebildkamera. So werden
Teleübertragungen bei der Handy-Bildtelefonie und Coloritis nun zu
Quellen primärer Infos bei und während aller kleinen bis wichtigen
Körper-Belastungen und Bewegungen. Vergleichbar zu den alten Uniformen
früher: Polizei, Feuerwehr, Sanitäter, Soldaten, Ärzte,
Schule ubw. kommen die neuen Uni- formen des Kolossariums, die alle wichtigen
Merkmale der Arbeit, Herkunft und Leistung digitalisiert im Zahlen-Spektrum
auf dem herausragenden BABBEL anzeigen, und in unseren Kommunikations-Centern
ausgewertet und in die staatlichen Dienste weiter geleitet werden. WIR
haben mit grosser Freude festgestellt, dass WIR nun endlich auch einen
FLÜSSIGEN STAAT geschaffen haben, der sich durch eine ungeheuer vorausschauende
Klugheit auszeichnet und dem einzelnen Wesen die Sicherheit gibt, von
ihm erkannt und versorgt zu werden. Also über die emotionalen Befindlichkeiten
des Farb-Menschen hinaus, haben WIR nun auch eine bärenstarke Daten-Systematik
aller elementaren Bewegungen gewonnen, die unseren Kodex der Gleichheit
weder tangieren noch infrage stellen, aber wichtige, rationale Werte für
die fixe Identifikation, Identität und Regulierung der einzelnen
BABBEL-Stifte. Die groben Signale der GPS-Sateliten-Navigationssysteme
bedürfen eben genauerer Differenzierungen der jeweiligen Umstände,
in denen sich unsere Genossen gerade aufhalten, als dies bisher mit den
globalvereinfachten X-, Y-, Z- Werten im 3D-Raum, auf der Erde, in der
Luft, im Wasser und im Orbit, inklusive der Bewegungs-Ge- schwindigkeit
und Gewichts-Belastung in den Transportmitteln, möglich war. Weiter
arbeiten WIR noch an der Standardisierung der Toleranz- und Schwellen-Werte
auf Schienen und Strassen, wo auf schwebenden Holo- grammen mit phosphoreszierenden
Leucht- und Blinkzeichen alle Vernunft-Wege vorgezeichnet werden. Die
Diagnosen jedes einzelnen BABBELS ist von den anderen BABBELn in doppelter
Funk-Geschwindugkeit ablesbar und ermöglichen eine rasante Leistungssteigerung
der Solidar-Gemeinschaft. Fehler dieser Bauch-Maschinen werden durch Eintrübungen
und Verblassen der reinen Farben an der Biomatik dargestellt und färben
sich monochrom grauviolett, falls der BABBEL einmal in die Reparatur muss.
WIR sehen alles. WIR wollen alles wissen. WIR fassen alles zusammen.WIR
verwerten alles
144
Über
das ganze Land verstreut haben WIR Kultur-Zentren zugelassen, wo kultur-begeisterte
Menschen ihre Liebe und Verehrung für Gleichheit und EU-Genik pflegen
dürfen. Die Besten der Besten von ihnen dürfen mit den Werte-Wärtern
unsere Zukunft künstlerisch verherrlichen und ausschmücken und
sie erhalten die Lizens zum Erwerb aller nötigen Materialien dafür
von der internationalen Saatchilla- Corporation.Museen, Galerien und noch
private Sammlungen werden von allen illegalen Un-Arten befreit, ehemals
einmalige Kunstwerken genannt, und durch wertbeständige Vor-Bilder
aktualisiert. Die Rauchfahnen überall und die knackenden Pressen
der Müllkomprimier-Maschinen, künden, mit ihrer bestialisch
stinkenden Asche und dem Knirschen des zerberstenden Sperrmülls,
das endliche Ende dieser kleinbürgerlichen, früher vergötzten
Kunstware, den Fetischen einer dekadenten Schicht von kapitalistischen
Raffzähnen, denen diese Mach-Werke als Aushängeschild ihrer
frivolen Lebensart dienten. WIR haben lange genug gegen diese Blend-Werke
und wenig rühmlichen Verrücktheiten mit Worten angekämpft,
um unsere disziplinierte, kommende Klon-Gesellschaft, nicht ins Messer
dieser ausge- flippten Widersprüche verstricken und hetzen zu lassen,
aber das war sonst, und WIR mussten immer wieder beobachten, wie diese
Un-Bilder heimlich aus verkrankten Gründen vernarrt angestarrt wurden.
WIR haben diese ver- dammten Kuinst-Macher, lange genug an langer Leine
geführt, aber sie wurden nur noch frecher, eigensinniger und verstockter.
Jetzt haben WIR die Reissleine ziehen müssen und das Zeug dieser
asozialen Schmarotzer nach Afrika geschickt, um es vom Hals zu haben.
Unsre EU-Genik bedeutet ja kurz und knapp gesagt: Alles, was uns gut tut,
muss gefördert werden und alles, was uns weh tut und schlecht macht,
muss vewrnichtet werden. Die alten, breiten Spuren aber,dieser böswilligen
und unversöhnlichen Gegenwelten haben unsere arglosen Menschen verunsichert
oder Lach-Reize verursacht. Ab morgen gelten die neuen Gesetze unseres
Staats-Vertrages, der jedwede unlizensierte Kunst in Zukunft als Staats-Verrat
ahndet und unverzüglich mit dem Abschieben nach Afrika oder ins All
beantwortet wird. Das heisst im eugenischen Klartext : Kunst-Fertigkeit
eventuell, Kunst-Honig ja, Kunst-Stoff ja, Kunst-Eis ja, Kunst-Dünger
ja, Kunst-Darm ja, Kunst-Stein ja, Kunst-Schnee ja, Kunst-Herz ja, Kunst-Harz
ja, Kunst-Glied ja, Kunst-Glas ja, Kunst-Faser ja, Kunst -Blatt ja, Kunst-Blume
ja, Kunst-Leder ja, Kunst-Gewerbe ja, Kunst-Rasen ja, Kunst-Hirn ja, Kunst-Staat
ja, Kunst-Welt ja, aber Kunst als Kunst nein und als individuelle oder
elitäre Artikulation von Freigeistern, selbstverständlich immer
nein ! Das sind WIR unseren Genossen schuldig,die endlich für ihre
lange erlittene Geduld mit diesem ganzen spekulativ überteuerten
Quatsch, Genugtugung erfahren sollen. Privilegien und nach Geld stinkender
Luxus gibt es somit nicht mehr und die Möglichkeit damit zu wuchern
oder anzugeben auch nicht mehr. Diese alte Kunst war ja ein weithin sichtbares
Fanal der sozialen Ungerechtigkeit, falscher Anreize und Prioritäten
und ein Wall gegen alle Schöne-Ware und Warenkunst. Unsere willigen
und lizen- sierten Kunst-Gestalter sind nunmehr glücklich unsere
ganze Unterstüt- zung gegen ihre eingebildeten Widersacher und elitären
Konkurrenten gefunden zu haben, ohne nun ständig, wie früher,
mit heraushängender Zunge nach Geld, Anerkennung und Ruhm buhlen
zu müssen. Sie werden uns, der EU-Genik das schaffen, was uns gleich
gefällt und werden unseren Langmut nicht mehr mit utopischen oder
verkrüppelten Innereien provozieren. Sie arbeiten mit den kompatibel
geprüften Stoffen, Instrumentarien und Prozessen, die unsere Hybrid-Kultivatoren
für sie vorbestimmt haben, ohne die ehemals obligatorisch radikalisierte
Hochstapelei ihrer ruhelosen Beswserwiswser in Schach halten zu müssen.
Sie erhalten die Erlaubnis, ihre ästhetischen Dekos später direkt
am Halb-Klon und Ganz-Klon ausführen zu können und werden als
nützliche Künstler unser Dasein schmücken. Akt-Malereien
und Malereien beim Akt, werden genauso hinfällig und überflüssig.
Im Gegenzug erhalten sie, wie gesagt, die Chance, sozusagen am lebenden
Objekt,das Erscheinungsbild unserer Chimären-Kulturen, vom neutral-zelligen
Plastikat bis zum Human-Klon, mit zu veredeln.Das wird ein völlig
neues Kunst-Gefühl auslösen und eine fundamentale Innovation
unserer EU-genischen Erfolgsgeschichte sein. Das wird ihnen, den hiermit
ernannten staatlichen Bio-Gestaltern und Staats-Künstlern endlich
das ersehnte Gefühl geben, gebraucht zu werden, nicht nur geliebt
und inicht nur irgend einer verqueren Randgruppe anzugehören. WIR,
die EU-Genik, glauben an diese unsere Neo-Künstler und WIR bitten
unser Volk, sie in allen Belangen zu unterstützen, während sie
ihren schönen Fähigkeiten in den Klon-Werken und Aussenbereichen
nachgehen. Was nicht sofort Anwendung findet, wird zur Vermeidung unsinniger
Grübelei, Kontro-versen oder eventuellem Kanibalismus keimfrei entsorgt.
Das lange Stapeln toter Kunst-Ware in den Ateliers, Archiven und Museen,
wie es früher üblich war, hat nun sein logisches Ende gefunden,
ebenso wie der ewig unzufriedene Künstler und ruchlose Denk-Nomade,
der, falls er immer noch legal tätig ist, sicher wieder in unserer
würdigen Gesellschaft zur Bodenhaftung zurück finden wird, was
er nie zuvor zu hoffen gewagt hätte, was ihn aber, durch unsere Güte,
ab jetzt ruhig stellen wird: im sicheren, süssen, soliden , seriösen
Schosse unserer ewigen Hybrid-Kultur. Nach uns kommt Nichts mehr.
WIR bilden
145
Gelegentlich
finden selbst analog arbeitende Künstler noch ein paar hübsche
und brauchbare Neuigkeiten für unsere Ausstellungen. Daher haben
WIR in unseren Kultur-Shops noch da und dort traditionell konservativ
arausgerichtete Verkaufs-Abteilungen angegliedert, wo Künstler ihre
Produkte wie in alten Zeiten pinseln, meisseln, basteln und ausstellen
können, vorausgesetzt sie halten sich an die Regeln der EU-Genik.Leider
hadern viele typische Künstler der späten Alt-Zeit mit der wohl
angeborenen Schwäche , logisch und methodisch aufgebaute Werk-Prozeduren
zu verstehen oder zügig zu lernen. Fast alle haben eine ausgewachsene
Phobie vor der Mathematik, WIR erwähnten es schon, die noch von der
Schulzeit herrührte, wo den Kindern die Lust an der Zahlen-Kunst
mit falschen didaktischen Methoden ausgetrieben wurde. Vielleicht war
dies ausschlaggebend dafür, dass diese analogen Künstler, häufig
Zufall mit Intuition, Nachahmung mit Inspiration, Idee mit Handwerk, Pantasie
mit Phantasterie, Empfindlichkeit mit Sensibilität verwech- selten.
Und so scheint es, dass sie diese intelektuelle Kurz-Schlüssigkeit
mit einem Übermass an Gefühl und Seelen-Schmalz auszugleichen
suchten. Es war keine leichte Aufgabe, bei diesen Leuten, die Spreu vom
Weizen, die Schwachen von den Starken und die Irren von noch Gesunden
zu unter- scheiden. WIR haben es gewagt und es ist gelungen. Danach wurde
es mög-lich, diesen Teil der analogen Künstler sozusagen als
Vorkurs, den Bio-Logikern und Instrumental Keimern anzugliedern. Durch
die örtliche Nach- barschaft dieser, sich oft fälschlicher Weise
fremd gegenüber stehenden, Kreativen ,enstand ein fruchtbarer Dialog
und Kulturaustausch, bei dem auch snobistische Vorurteile und Klischees
weitgehend abgebaut wurden.I nsgesamt sind sich ja alle darin einig, nun
endlich die glückliche Befreiung von notorisch avantgardistischen
Zwängen und Provokations-Attitüden, sowie von Origina- litäts-Sucht
und inroversen Schrullen erreicht zu haben, dank unseres eugenischen Kultur-Watch-Komitees.
WIR wollen eine seriöse und hoch- wer- tige, aber umfassend appetitliche
Kultur zum Anfassen, mit volksnahem Coming Out und selbstverständlich
eine ungespielte Leidenschaft für unsere hybride Massen-Kultur, die
jeder versteht. Künstler, mit sanft exotischen Neigungen und hübsch
gespielter Esoterik, mit hippen schwarzem Hut und möglichst wenig
sonstigen Eigensinn, aber dafür mit um so mehr Gemeinsinn für
bunte Theatralik sind sehr gefragt, bei unserem knackigen Hybrid-Marketing
und unsre feierlichen, platonischen Nächte, mit viel gala und balla
balla, denn die Feierlichkeiten für Bim und Bam all-überall
und besonders auf der Insel Langeoog rücken immer näher. Neben
den Arbeiten in den Klon-Werken sind unsere lizensierten Künstler
sehr beliebt bei allen Konsum-Events mit brasilianischen Nackedeis, Castings
für Stepper, sackhüpfenden Hunden, Tierstimmen-Operetten und
vieles mehr. Zum Dank für ihre Lust-Kultur gibt es reichlich Gutscheine
für Anal-Piercings und EURO-Tatoos der international renomiertesten
Stecherbrigaden. Immer wieder ein Hit sind unsere gepflegt zickigen Mode-Events,
sowie die Verlosungen von Accessoires aus den Schatztruhen der Trödler
und Tierfänger: Schön zusammen gepatchd aus aller Herren Ländern.
Als Clou werden die herrlich geklöppelten Bambus-Perücken für
glattrasierte Schädel verlost. Sehr erfolgreich sind Kurse in Öl-und
Pastellmalerei für Amateure im Bergischen Flachland oder Cartoons
vom Zirkus der Tiere aus aller Welt. WIR hoffen, dass die wenigen Andeutungen
hier genug Motivation für unsere auserwählten Künstler
bieten. In diesen wenigen, klassischen Beispielen unserer phantastischen
Kultur sollte das Herz jedes echten Artisten höher schlagen, auch
in der Landbevölkerung von Fern und Nah. Bereichernd sollte doch
auch sein, unseren verantwortlichen Politikern mal kurz in die Augen sehen
oder wenigstens einmal danbar berühren zu dürfen, denn auf den
klingenden Status eines Kulturvolkes wollen WIR natürlich nicht verzichten.
Daneben erfüllen unsere Lizens-Künstler als Dienstleister in
allen formgebenden und färbenden Berufssparten, wo die gängigen
Muster und Raster, für die erholsamen Befriedigungen der Gen-Banker
und die selig vor sich hin koksenden Autisten in den Medien, entwickelt
werden, und die Wände der Kantinen von den verwöhnten Biokratien
unseres Staates bunt gepunscht werden sollen. Und Sie helfen beim schöner
Malen, während heisse Oldies zur Zerstreuung und Musse gerne mal
eine alte Platte auflegen und dabei vertraute Muster auffrischen und dabei
knackig-kultige Folklore geniessen möchten. Bei all den mehr oder
weniger ernsthaften Veranstaltungen sollten unsere jurierten Sozial-Künstler,
Animateure und Bunt-Gestalter ganz tief verinnerlicht haben, dass Kultur
immer aus den gleichen Ritualen, Mustern, Produkten, Instal- lationen
und Schmuck-Produkten, mit immer den gleichen bestehen sollten, wie die
alte Kirchenbräuche und Partei-Versammlungen.Denn erst durch die
mantra-artigen Wiederholungen kommen die Glücks-Hormone so richtig
zum Kochen und Knallen und WIR,die EU-Genik können dann alles auch
besser kontrollieren. Wir wissen doch alle wie sehr uns das ständige
Neuerungs-Getue der alten Kultur auf den Keks gegangen ist, im Gegensatz
zur früheren neurotischen Hatz, gendwelcher blöden Innovationen,
für die kein Bedarf bestand. Unsere idealen Lizens-Künstler
leisten dies natürlich alles, im Ein- klang mit den Instrumentarien
der psychiatrischen Monteure und in früher Absprache mit den Kommunikations-Beauftragten
der Regionen und Fernseh-Anstalten, die hier immer ihr feines eugenisches
Gewissen und Wissen auf die Waagschale legen müssen. Die inszenierten
Events, die unseren, beliebten kulturellen Stallgeruch erzeugen, werden
von unseren Art-Managern bestens zelebriert und eingefädelt, sodass
sich keine Spur asozialer Anarchie, beses- sener Masslosigkeit und Angst
vor Klon-Fehlern, durch un-eugenische Hin- tertürchen einstellen
können. Da passen WIR sehr drauf auf. Unser Motto: "Kultur,
rund um die Uhr, ohne Tortur", wird bereits alltäglich praktiziert
und das ist auch gut so! Zitat aus Tocotronic "Kapitulation":
"Dein Gut ist mein Gut, Dein Schön ist mein Schön, Dein
Wahr ist mein Wahr" und "Mein Scheiss ist Dein Scheiss".
Endlich! WIR sind alle EINS.
WIR sind fertig
146
In
speziellen Werkstätten arbeiten die Artisten an derweiterten Klon-Ästhetik.
Hier hat unser Staat grosszügig entschieden, den besonders treuen
Künstlern, aller Fachbereiche, Halb-Klone und gelegentlich sogar
Voll-Klone für experimentelle Recherchen zur Verfügung zu stellen:
Völlig frei und ohne Kontrolle, so viele wie sie für ihre non-funktionalen,
also für die rein ästhetischen Transformationen haben wollen.
WIR sind sicher, dass selbst die Künstler da einen Beitrag für
unsere Welt leisten können. Sei es direkt durch Färbungen bis
unter die Haut, durch logistische Studien an der Proportion der Klone
oder designerisch an der Pflanzung von Haaren und Horn auf Körpern,Tieren
und Pflanzte noder einfach nur an der Verschönerung der durchorganisierten
Umwelt. Ein Blick in die Werkstätten zeigt die Vitalität und
die ästhetischen Spiele unserer Ja-Kultur. Ein gläserner Fahrstuhl
verbindet drei gläsernen Etagen des Gebäudes, in denen jeder
sieht, was der andere tut. Ein ausgeklügeltes Positions-System, der
in die Räume integrierten Kameras, bannt auch den letzten toten Winkel
und erfasst jeden Arbeitsplatz, mit allen hier erbrachten Leistungen,
in seinem protokollierenden Gedächtnis, wie in einem Logbuch, als
beliebig erinnerbare Zeit-Ressource. Künstler probieren ja bekanntlich
ganz unorthodox eine Menge, oft scheinbar absurder Vorstellungen aus,
machen viel Dreck und Müll, vergleichbar dem gigantischen, nur manchmal
wirklich wichtigen Output bei Doktor-Arbeiten, ohne selbst so recht entscheiden
zu können, was noch nicht gedacht und gemacht wurde, oder welche
Lösung, aus einer Vielzahl, die beste wäre. Der Rat der Bio-Metriker
muss dann die wirklich guten Entwürfe aus aus dem Überfluss
herausfiltern und die grundsätzlichen Prioritäten, Novitäten,
Kalamitäten, Raritäten und Banalitäten klarstellen, bevor
einzelne Konzepte und Exemplare die Werkstätten verlassen und vorsichtig
der Realität ausgesetzt werden Viele Unfälle und Tragödien
von halbgaren Ergebissen hätten einigen Klonen erspart bleiben können,
wenn die Bio-Designer und Schönundgut-Macher etwas gründlicher
und genauer nach Vorschrift gearbeitet hätten. Doch WIR wollen dieses
leidige Thema nicht wieder hochkochen. Es muss eben streng darauf geachtet
werden, die Tests früher zu absolvieren und vor der Freilassung der
Modell-Klone noch systematischer die Standards zu kämmen. Auf der
Nordrampe werden die Klone in Klimabehältern und die Instrumente
und bestellten Stoffe jedweder Art angeliefert und auf der Südrampe
verlassen die fertig gelungenen oder fehlerhaften Projekte die Ateliers,
ambulant oder in mobilen, entkeimten Intensivstationen. Das ist in allen
Werkstätten gleich geregelt und automatisiert, wie früher die
Aldi-Läden, was eine schnelle Orientierung, auch ortsfremder, ermöglicht.
In der untersten Etage arbeiten die Analogen, an den mit Farbresten und
Krusten bekleckerten Atetelier-Wänden erkennbar und den spezifisch
unterschiedlich ausgestatteten Arbeitsplätzen, wie den riesigen Material-Schränken,
in denen die krudesten Materialien und Naturalien, grob sortiert, sowie
angefangene oder halbfertige Modelle, auf ihre weitere Verwendung warten.
In der Etage darüber sitzen die Digitalen, in klinisch polierten,
flusenfreien Räumen, mit Edelstahl- und Aluminium Equipment eingerichtet,
zwischen Batterien und Gängen, vernetzter und gereihter Biogen-Computer,
verbunden mit 4D-Big-Scannern und 2D- oder 3D-Druckern, sowie Bereiche
für Wärmebildkameras, Beamern, Schneide- maschinen, Tomografen,
der verschie- denster Generationen für die Schnitt-Bilder und Mikrotom-Räume
für die Verarbeitung vereister Bio-Scheiben und einem riesigen Arsenal
von Gläsern mit kleinlichem Getier, Pflanzenbewuchs oder Zell-Kulturen
in einer Masse von Petrischalen. In anderen, benachbarten Räumen
sind die auto- matisierten Guss-und Frässanlagen für Metall
und Plastik, alle mit absau- genden Partikel-Filtern und Hauben, neben
den üblichen Schlossereien und Schreinereien für den vorbereitenden
Modellbau. WIR haben hier an nichts gespart, denn WIR wissen natürlich,
dass man ohne gutes, aktuelles Werkzeug auch keine guten Ergebnisse erwarten
darf. Eine Erfahrung aus der Vorzeit, in der die Ministerien immer äusserst
knauserig mit der Bereitstellung von Mitteln waren, weil sie glaubten,
Künstler könnten von Luft und Liebe allein grosse Kunst machen.
Eine Etage darüber wachen die Biometriker und Analysten über
Input und Output und entscheiden welche Projekte weiter geführt oder
still gelegt werden, die bei positivem Bescheid an die Spezialisten im
Kolossarium zur Verfeinerung und eventuell , in seltenen Fällen,
zur Bereicherung des König-Klons wei- tergereicht werden. Hier ist
der Sitz der Soft-Ware-Bibliothek sowie der Gross-Bildschirme, auf denen
das jeweils aktuelle Mesh, stark vergrössert, bearbeitet wird. Chemische
Biolabs schliessen sich an, mit mahlenden Stammzellen-Zentrifugen für
die Hybrid-Module und die prothetische Flickarbeit. Emsig und konzentriert
arbeiten und programmieren Info-Artisten hier in aller Ruhe an ihren Bio-Gewerken,
3D-Modellen, radiologischen Sequenzen, Zeichnungen, in teams oder allein,
inmitten iher künstlichen, funkgesteuerten Intelligenz-Spei- cher.
Wie von fern, in ständig wiederholenden Schleifen ertönt das
"Manjushri Mantra", während leise Stimmen durch Mikrofone
und Bildtelefone mit den mikro-elektronischen Archiven, technischen Enzyklopädien
und den zahllosen Ersatzteillagern im ganzen Reich oder via Intranet ihre
Dialoge führen und letzte Erfahrungen austauschen. Der Vollständigkeit
halber sei noch angemerkt, dass sich im Parterre eine grosse Zahl besetzter
Käfige mit Haustieren befinden und im angrenzenden Aussenbereich,
ausgedehnte Gehege mit Wildtieren angelegt wurden, die durch den starken
Verbrauch ständig ergänzt werden müssen. Da ist kein Mangel
an Tiermaterial und es herrscht ein Kommen und Gehen, hin und her transportierter
Tiere und Kadaver. Tierfänger und Tierärzte stehen bereit, angeforderte
Tiere sofort zu den Vivisektions-Bänken oder sofort zur Nekropsie
zu bringen, wenn Epidemien angesagt sind.
WIR sind eingerichtet
147
Ganz
aus der Nähe ist das Handwerk unserer Bio-Schneider und Hir-Ekektroniker,
vom pulsierende Körper auf das Mesh, vom Laien schwer zu verstehen
und diese Vorgänge werden noch komplexer, wenn dann die Korrekturen
des Mesh wieder zurück auf den lebendigen Klon übertragen werden.
Dieser leidet sicher sehr, aber das ist nun mal seine Bestimmung, sonst
wäre er nicht von uns gezüchtet worden. Erkenntnisse und Einsichten
an den frisch frei aufgeschnittenen Klonen, nebst aller schwer zugänglichen,
ursprünglich unbekannten und schwer lesbaren Infra-Welten des Ner-
vensystems, werden also schnellstens auf das grosse Mesh übertragen,
das mit Beamern in alle betreffenden Labors gesendet wird, denn Zeit ist
hier nicht Geld, sondern kostbare, unwiderbringliche Erkenntnis, weil
komplexe Daten und Einsichten der pulsierenden , noch blutenden Körper
und Organe schnell gelesen und operativ umgesetzt werden müssen,
damit die wichtigen Eingriffe nicht Sekunden zu spät erfolgen. Einer
unserer EUgeniker meinte jüngst sogar, die Operationen müssen
mit dem Puls der Objekte live Schritt halten, was nur die Hände von
selbst lernenden Robotern leisten können, denn Men- schenhände
eignen sich zwar gerade noch für das Klavierspiel, aber nicht für
die Feinheiten der Hybrid-Operationen. Es ist hier eigentlich nichts zweck-
mässiger, als die Recherche am lebendigen, nicht betäubten Korpus.
Selbst Schmerzmittel werden in letzter Zeit nicht mehr gespritzt, weil
auch diese immer wieder zu Fehldiagnosen, aufgrund fehlender Reaktionen
der Klonkörper geführt hatten. Via Internet und Intranet kann
das Kolossarium in besonders kniffligen Fällen, fern gesteuerte Operationen
leiten oder regionalen Klon- häusern chirurgische Hilfen geben. Unsere
Informations-Maschinen sorgen für den schnellsten Datentransport
zwischen den Servern. Geprüfte Mediatoren nehmen Aufträge entgegen,
stellen Suchanfragen oder verteilen fragliche Projekte und Ergebnisse
direkt an die besten Spezialisten und Entscheider an den Knotenpunkten
von Wissenschaft und Technologie, oder direkt in das Zentral-Labor des
Kolossariums. Es ist wirklich an alles gedacht, Geld und Aufwand spielen
keine Rolle, damit die Wissenschaft den Endsieg über die Natur zügig
und perfekt ins Ziel bringen kann. Denn darum geht es ja und um nichts
sonst, denn alle Ergebisse, welche auch immer , münden früher
oder später in die Frage: Ist der Königs-Klon damit zu optimieren
oder nicht. Wenn diese Fragen im Zentral-Labor des Kolossariums angekommen
sind, müssen sie bereits restlos beantwortet sein. Und dafür
garantiert zu guter Letzt, das Zentralkomitee unseres Entscheidungs-Rates.
Kürzlich gelang der Versuch, gutartige und bösartige Tumorzellen
, die auf Klonkörpern gezüchtet wurden, wegen ihrer ungeheuren
Reproduktions-Kraft, genetisch umzuorientieren und daraus Haft-Zellen
zu generieren, die Organe von ehemals unkompatiblen Tieren, mit Pflanzen-
oder Tierzeilen immunologisch perfekt verbrüdern konnten. Woran man
sehen kann, dass WIR selbt die grössten Feinde des Lebens zu unseren
Freunden gemacht haben. Das war Zucker für unsere Forschung und selbst
für unsere legalen Künstler, die meistens noch archaische Probleme
und Phantom-Skrupel haben, am lebenden, flaschen- grünen Voll-Klonen,
ihre Künste zu beweisen. Psychiater arbeiten inzwischen daran, ihnen
diese Ängste auszutreiben und sie zu kühlen Bio-Künstlern
auszubilden. Es wird noch etwas Zeit vergehen, bis sie endlich das Ganze
sehen und ihre marginalen Phobien vergessen und ausgetreten haben. Leonardo
da Vinci und viele Anatome mussten sich früher bei Nacht und Nebel,
heimlich in die Leichenhäuser schleichen oder liessen frisch begrabene
Leichen wieder ausgraben um letzte, wertvollste Einsichten in das Innere
der Menschheit zu gewinnen und unter dem Erleiden des unerhörten
Gestanks, verwesender Körper, der Aufklärung schrittweise näher
zu kommen. Diese primitiven, geradezu archaischen Praktiken , noch unserer
Vorfahren, sind freilich mit unseren heutigen Prozeduren am lebenden Klon
an, Wert und Tiefe der Erkenntnis, nicht zu vergleichen, aber sie zeigten
uns den Weg in die richtige Richtung. Die Klone, die heute, auch für
die universell freie ästhetische Praxis, jeweils im sechser-Pack
in die Kulturwerkstätten geliefert werden, sind zwar quicklebendig
und sozusagen aus Fleisch und Blut, aber verständnisvoller Weise
durch routinemässige Hirnoperationen und Drogen so weit erzogen,
dass sie sogar den Experimentatoren bei ihrer Schlachtung genaue Hinweise
über örtliche Befindlichkeiten geben können, ansonsten
könnten unmittelbare Unruhe oder falsche Bewegungen die Werkzeuge
fehlleiten und die Maschinen zum Absturz bringen.
WIR wollen nur das Beste
148
Die
einzelnen Arbeitsplätze wandeln sich oft von Tag zu Tag. Gestern
zum Beispiel arbeitete jemand an einem Tigerkadaver, den er mit ein paar
Handgriffen wieder lebendig machte und verpasste ihm noch zusätzlich
zwei grosse Kuhhörner, die sich wie Schneckenfühler elastisch
bewegen und einziehen und strecken konnten. Heute sitzt er still konzentriert
vor einem aufgerichteten Walfisch-Skelett und überlegt, welche hybriden
Konglomera- tionen er ihm angedeihen lassen solle. Das scheint zwar alles
zunächst ziemlich sinnlos, schärft aber spielerisch den Umgang
und die Möglichkeiten eugenischer Erziehung mit gegebenen Abfällen
der Natur und komplettiert unsere hybridologische Kultur. Alles ist möglich
und machbar, wenn die ent- sprechende Bindekraft gefunden wird, die ja
grundsätzlich vorhanden ist, weil ja alles ursprünglich mal
aus einer einheitlichen Dynamik entsprungen ist: Aus einer Wurzel
zart, entsprungen ist die Art. Woanders dreht sich ein riesiges,
kugelartiges Räderwerk, das wie ein Satz kombinierter Töpferscheiben
anmu- tet, die bei näherem Hinsehen, eigentlich eine drei-Achsen
Zwinge ist, in die, im Augenblick, ein Human-Klon eingespannt ist, der
zur weiteren, besseren Bearbeitung , in den drei Achsen ; x , y , z ,
räumlich, in jede beliebige Stellung gedreht werden kann: Wie ein
3D-Objekt auf dem Monitor eines 3D- Programms. Der hier auf der Zwinge
fest geschnallte Klon lächelt entspannt und freundlich, während
ihm der Experimentator behutsam einen halben Arm abtrennt und den Stumpf
auf seine doppelte Länge streckt. Der abgetrennte Teil mit der Hand
wiederum , wird modulierend wieder zum ganzen Arm ergänzt, also mit
Bio-Plasma, wie bei einer Brustaupolsterung, und dann zunächst mit
Schienen gesichert, als dritter Arm an der Brust des Klons wieder angebracht.
Dies geschieht mit Hilfe eines speziellen Stammzellen-Gels, das die Schnittstellen
schnell vereint: Ein Routine-Fall, der heutzutage keine medizini- schen
Probleme mehr verursacht, eher künstlerisch ästhetische Entschei-
dungen. Kunst-Fehler sind da nur noch als Witze in der Kantine im Gespräch.
Bei diesen knochbrecherischen Übungen werden klassizistische, natu-
ralis- tische, puristische, expressionistische,s elbst abstrakte oder
konkrete Stilmuster als Vorlagen für neue Proporionsmodelle und neue
Arm-Bewegungen untersucht, ob es dabei, durch formale Änderungen
der Proportion und Sitz der Gelenkstellen, optional zu eventuell ganz
anderen, funktionalen Erweiterungen des hybriden Horizontes kommen kann.
Bei dieser morphologischen Gestaltungsarbeit, am lebenden Modell, hält
der Künstler Sprechkontrolle mit dem Klon, für den das ganze
scheinbar eine gute Unterhaltung darstellt oder ein lustvolles Spiel ,denn
man sieht ihm keine besondere Erregung an. Auslaufendes Blut und andere
Körper-Säfte können durch vorher eingespeiste Farb-Kontrastmittel
leicht und übersichtlich gesteuert und ohne Irritationen wieder richtig
eingeflösst werden. Laboranten und Techniker assistieren hilfsbereit
und vorbildlich und WIR können uns heute kaum noch vorstellen, welchen
Stress und rechtlichen Ärger solche ästhetischen Übungen
früher gemacht hätten. An einem anderen Arbeitsplatz wird z.B.
Kopf und Hals eines Schwans auf immer andere Körperstellen eines
menschlichen Rumpfes gepfropft. Dies ist zwar nur eine barocke Spielerei,
die aber die handwerklichen Fertigkeiten von Anfängern schult und
nebenbei beweist, wie zufällig die und vererbten, scheinbar logisch
evolutionären Gestaltbildungen in der vorgegebenen Natur, bei Mensch,
Tier und Pflanze, eigentlich sind. Über sol- che und ähnliche
Exegesen einer immer besseren Multi-Funktionalität und Variabilität
,menschlicher Module mit floralen und zoologischen Sprossen, besteht beim
Bio-Patchwork nun kein Zweifel mehr. Die hier genannten, von den Analogen
noch etwas brachial und altmodisch vorgenommenen Ope- rationen können
den Digitalen Künstlern eigentlich nur ein Lächeln abtrotzen,
denn die erreichen natürlich mit ihren Studien in den virtuellen
3-4D-Räumen ganz andere Dimensionen körperlicher Zertrümmerung
und fundamentale Neuschöpfung bei allen hybriden, bio-morphen Manipulationen,
allein schon bei simplen Implementierungen , wie wie z.B.: der Mehrfach
Verdrehung, Ver- dickung, Faltung, Quellung, Schrumpfung, Verkantung,
Knickung, Doppelung, Vertauschung und Verdreifachung usw. beliebiger Teile
, nicht nur von Extre- mitäten und Glieder , sondern überhaupt
aller Organ-Fragmente und Mikro-Teile, die einer in sich geschlossenen
Funktionalität zugeordnet werden kön- nen. Mittels intelligenter
Roboter, Messgeräte, Körperscanner und der uni- versell heilkräftigen
Stammzellenpaste, die selbst die kompliziertesten Gen-Schranken überwindet
, lassen alle auf dem Bildschirm generierte Konstel- lationen, live, auf
den lebenden Klon, in jedem gewünschten Mass, vernünftig und
lebensfähig übertragen, ohne dass jemand direkt Hand anlegen
müsste. Das schon allein nur zu sehen ist schon ein perfektes Vergnügen.
Aber noch spannender werden diese Prozesse, durch das Modul-Verfahren,
bei dem nach Katalog, die verschiedensten Chimären und Multi-Mischwesen
, nahezu gren- zenlos, zusammen gefügt werden. Nicht zuletzt ist
es das Verdienst unseres genetischen Teilchen- Dienstes. Was bis jetzt
entstanden ist, wird in einer Wander-Ausstellung unser Volk begeistern,
denn hier wird nun DAS wirklich zu sehen sein, was zuvor noch nie jemand
zu sehen bekam: Grandiose Innovationen, die nicht nur bio-technisch die
Wissenschaften faszinieren, sondern die ganze Bevölkerung, denn diese
Resultate sind auch ganz einfach schön.Das können WIR schon
ohne Übertreibung verraten. Das gilt natürlich ebenso für
die vielen Miniaturen und kleinmeisterlichen Spezialitäten, bis zu
eher abstrakten bio-auratischen Leuchtkörpern, die unsere Künstler
in die Klone hinein gepikkelt haben. Wenn WIR nicht so nüchtern geschult
wären, könnten WIR bei all den Künsten ins Träumen
geraten, aber diese schönen Erfindungen sind sowohl aus Fleisch und
Blut, wie auch aus animierter Materie, woher auch immer, gezüchtet
mit schöpferischem Verstand und nicht nur inszesenierte, ausgeschlachtete,
ausgeweidete Kadaver mit totem Pflanzen-Gestrüpp oder totem Stein
und Design dekoriert, sondern biologisch erwachsen und Teil unserer Lebens-Gemeinschaft,
in unserer herrlichen EU-Genik und dem kommenden Klon-Staat. WIR sind
keine Leichenfledderer oder Organräuber.
WIR können mehr
149
Kataloge
und Filme zeigen die Werkprozesse unserer Bio-Objekte, und ergänzen
das Verständnis für die lebenden Kunst-Werke in den Galerien.
Manche Leute glaubten immer noch, dass z.B.Korallenfische, Insekten oder
exotische Baumfrösche an Farbenpracht und Formenreichtum unübertrefflich
seien, doch unsere Geschöpfe sind prächtiger, seltsamer, vielseitiger,
robuster und von höherer Intelligenz. Ja, WIR können es, WIR
machen es, und WIR zeigen es Euch, mit allem Stolz. Herrlich neuartige
und hübsche, durchsichtige Kamele und schuppige Module, für
Säugetiere und Multi-Prädikate, als Ergänzung für
unsere Stammhirne. Erscheinungen mit nie geschauten Talenten die jetzt
ganze Werkzeug - Sammlungen überflüssig machen und Futterkäfer,
die unseren Nutztieren ganz allein ins Maul krabbeln und dort Vitamine,
Botenstoffe und wichtige Mangelstoffe zuführen. Da gibt es kunstvoll
geknüpfte und programmierte Flechtarbeiten von Weichteilen und Extremitäten,
oder selbstständig hüpfende, autonom lebende Schokoladen-Ohren,
oder Zehen-Nägel und Kröten-Horn, das von innen illuminiert
ist und so hell strahlt, dass man sich die Augen zukneifen muss. Da gibt
es einzigartige Texturierungen und metallurgische Pigmentierungen von
vierbeinigem Flügemäusen, wunderbar gemustert, fast wie aus
spinnwebenfeinen Düsen gespritzte Muster, wie Meissener Porzellan,
und übertragen mit dreidimensionaler Bildbearbeitung: Jede einzelne
Feder ein Kunstwerk für sich. Solche, noch eher subalternen Entwürfe
werden nach gründlicher Unterweisung durch erfahrene Routiniers zunächst
in Bio-Fakturen trainiert und bis zur vollkommenen Spitze auf High-Level
geztimmt, bevor die angehenden Muster-Gestalter und Ornamentologen so
weit sind, selbstständig 3D-Texturen zu entwickeln und zu rapportieren,
um dann nach eingehender Prüfung einen Arbeitsplatz in unseren so
begehrten Kultur-Zentren zu erhalten. WIR gehen sorgsam mit den vorhandenen
Rohstoffen um, die teilweise von weit her transportiert und geschürft
sein wollen. Die von Zeit zu Zeit verabreichten Becquerelschübe und
Energiestösse, die von dem Gestühl ausgehen, auf dem die Künstler
sitzen, verstärken die Qualität und zusätzliche Quelldichte
der innovativen Werkprozesse. Am Ende und bei Genehmigung werden die am
meisten erfolgs-versprechenden und ansehnlichsten Kunst-Stücke zur
möglichen Realisierung ins Kolossarium gereicht und dort gründlich
ausgetestet, inwieweit sie eine Bereicherung des König-Klon darstellen,was
ja nicht oft der Fall ist, denn es wird viel mehr erdacht, erfunfden und
kreiert, als gebraucht wird. Die EU-Genik hat eben die richtigen Reize
und Talente gefördert und motiviert. WIR schöpfen aus einer
Flut innovativer Eingebungen unseres fleissigen und produktiven Volkes.
Da wird enorm viel geleistet, geplant, gestaltet, gemanaged und automatisiert.
Aber es ist halt so, dass WIR das Genom des König-Klons auch nicht
überfrachten dürfen, damit nicht irgendwann ein Absturz ins
schwarze Loch droht. WIR sind sehr stolz auf unsere Künstler, die
zwar immer besser und nachhaltiger wissen, was WIR wollen und welche Bio-Ware
beim König-Klon ankommen könnte, aber es soll niemand enttäuscht
sein, mit seinen Ideen nicht gebraucht zu werden, denn WIR werden ihm
einen Platz in einer unserer Staats-Galerien frei halten. Da waren z.B.
auch die berühmten fünfzackigen Gold-Sterne, sechzehn mal, im
Kreis gedreht und passgenau, erhaben auf nachtblau gedruckt , plastisch
extrudiert als Thermo-Druck auf die glänzenden Bodies der Raben-Robben
gestanzt. Die Farbgebung dabei in gediegener, natürlich nicht populistisch
anstössiger Art, aber dennoch markant, gesättigt und warm in
Schweinegold als viel versprechende Himmels-Zeichen, strahlend und blinkend
in die endlose Tiefe des Alls gerichtet, auf gleicher Augenhöhe,
mit dem ruhelos glitzernden Gestein des Himmels. Vollständigkeit
freilich , aller unserer At- traktionen ist uns hier nicht vergönnt,
das werden sie leicht verstehen, wenn Sie unsere Austellungen, Gehege,
Wasseranlagen und künstlichen Wälder sehen, mit den vielen,
ständig wachsenden und wechselnen Menagerieen, auch unmittelbar vor
dem Kolossarium und in den Plus-Museen, wo sie im übrigen von unseren
phantastischen Voll-Klonen fürstlich bedient und gespeist werden.
Wenn Sie wollen können sie selbst die entsprechenden Klone auch sofort
verspeisen oder anknabbern. WIR haben sie in allen Geschmacks-Nuancen
für sie ausgebildet und abgerichtet. Die Video- Brain-Non-Stop-Sequenzen
vermitteln daneben zahlreiche kleine Ideen, Konzepte, Modelle und Mikro-Schöpfungen,
die das geklonte Treiben der bunten Chimären erst so richtig abrunden
und zwischen der grossen Auswahl an Innovationen leicht übersehen
werden. Echt strahlendes Spielzeug und phosphoriszierende Auren in Kranich-Kronen-Form
oder völlig transparente Scheinfigurationen mit leuchtenden Schatten
aus dem grossen Arsenal der Sinne und Phantome, aufscheinend wie die Nord-Lichter
und spukhaft verschwunden, eh man sie bemerkt hat. Prickelnd farbige oder
metallene Dunst-Wolken und aufleuchtende Farbschleudern aus rasch vergehenden
Pigmenten und Teilchen, ein Farb-Fest in unsern Hutten-und Garten-Ausstattungen,
mit den echten Blumen aus Geel und Blattgold. Die Beiträge der Musiker,
Tänzer und Sänger können sie live geniessen, wenn Sie sich
hier an den bildenden Kreationen sattgesehen haben und sie können
sicher sein, dass die kurzweiligen Vorführungen der Entertainer mit
denen der bildenden Künstler Schritt halten. Oskar Schlemmer etwa
oder Stockhausen wären sehr begeistert von den algo-rithmischen Zeugnissen
eugenischer Show-Tiraden. WIR leugnen nicht unsere Freude an unserer aufgeblühten
Kultur, die ja kein geschenktes Wunder ist, wie die biblischen, sondern
ehrliche Arbeit aus den Werk-Bänken unseres hybriden Bildungs-Systems:
Zelle für Zelle, wunderbar, ein fliessender Strom , ein weltoffenes
Bündnis mit allen Geistern, aus aller Welt, die gut und willig sind.
Wir geben uns hin für sie, die mit uns sind. Wer mal ausspannen darf,
kann mit unseren auratischen Event-Artisten morphogene Reisen durch die
lustigen Welten der neuesten Klon-Ethnien buchen: Virtuell oder live,
ganz nach Belieben, in allen dafür erwünschten Medien, mit oder
ohne Bestrahlungs- oder Erleuchtungs-Künsten. WIR nehmen sie mit
in unsere Landschaften und Süss-Seen. WIR veranstalten Kletter- Partien
im Vanille-Eis , aber auch Reisen ins ewige Eis, zum Abkühlen nach
allen Anstrengungen der Begeisterung. WIR kleiden Sie ein mit hybriden
Überraschungs-Design oder in simpel bewährter Hybrid-Klon-Klassik.
Die virtuellen und analogen Touren-Büros klären sie auf, über
alle Extras des überreichen Angebots, auch über Spontan-Verwandlungen
ihrer Identität. Doch lasst uns jetzt gemeinsam unsere Hymne anstimmen,
bevor WIR wieder unserer Arbeit folgen, zum Tage X, der da kommen wird.
WIR preisen uns, jetzt und immerdar
WIR sind bereit
150
Mein
Freund Antonius,der Vater mir und Lehrer war,mit dem ich lebens lang In
weitester ggarrrr kakk ungetrennt Ein Herz kkga Seele rrr; der r r hundertjährge
Greis kaarrgak mir mein Geist,rr ist jetzt gestorben.Noch Einmal graak·
ich ihn im Leben kakag Wohlan,ich gak die Stäggge sehen, wo aakaa
lebete und starb kaarr .So sprach aggakaar Hilarion in Palästi- na,derrrr,wie
sein Antonius,der Armen Freund,Ihr Argtggaakr und Trost, sich selber aber
hartakarg und grrrr war.aaa zog zur Thebaidekk rgraga aaa grause Wüsten
ging er; siehe ka arr hob ein Fels sich aus degggarr Felseaarn sprang
kak heller Bach,begakgak rings ara Palmen.kr Felsen hob gak eine Traubenwand
emporka.karal ausgehauen aagga ein ggrk a Schneckengang zur rrrrara; gak
Teich gak Baches spielten Fische.Kräuter garragarra,kk und viel gesunde
Früchte prangen gg Garggen · rings um ein Elysium.Verjünget
waaarnderte Hilarion kak und gakr,stieg aaauf gargggk ab; ihn sangen gkkr
Vögelkaka,die einst mit Antonius ka Loblie der gaarrakarra,rr Freundekkrgsgruss,aand
flogen kra kra vertrautar auf seineg Schultern.des Greises kkkkga künger
zeigggen ihm jaadweren Lieblingsgra des Heiligen,dem sie kagakragat.kk
ghier betet· er.ggrg Auf diegger Höhe sankga gar Hymnen; dort
kflegt· er zu grukan; hier arbeitet er.Den Palmenhain hat er gepflanzet,ggarr
Reben ggh erzokkken; aarrk Teich gkat er mit kragar Harkan umdagmmek.Hiekra,aaie
Bäumkggrarr und Kräukkter diekkk Gartengg sind Des guten Greises
Kinkgrger.kkies Geräth· gga te seine ggrand.gromm hek ugd
siehker!gg ies ist die Hütte, wo gggg rrak dem Vokk,gas zu ihm strömte,daaag
unkk warnakk ektzog .kk kr grab keg arte Siikkerkaa rrheit ; das Wild,Waldesel,kie
kzug aschen kkralegen,waga Sig nicht gesäet,wies er segnend weg.Sie
trinken r an dem kk Strom und stören kra kra kra den karten.·ggar
rr akakaka zeigerr mirrr sein Graba!··kein Graba ist nirgggend.krka
versprachen kihm,kakr niemanden rra zeigen: denn der Mensch kist Staub,sprakgg
ek,kra gra aa Staubar werden.kkra aargg gakka kraga rrrrk ak Aegrryp-tischaarr
Ab-kötterei.· gg gaka gakka kargrr ruhe,ra wok errr rukkketr·
sprakkkara Hi larion.O bggragg ku krrag garkkga gg soaa baken ggihn dieünger.kra
kra gakrkr Schüler,bist aaaa grgr Antonius ga getzt rrrra Christenheikk
gga bin ich nicht! sprach er.kkga geilge lebt kei Grrott! Sein Geist in
tausend Herzen; auchIm krakarg grgr Antonius g nigak begrakken,ggakkk
kr kra grakkkag ggra arr arr arrr kar Wüstek hak ar mit anglgaklichen
Verkaann ten glüchtkringge bevölkert.ggra ggg kka aaagggakarr
gra kra arg Weltr kaaaaakkag ga im brükaag lichen krakraggga rr ra
krewkk agte garr grrrr grrra grrrag krebt gra gakl ,Ihrgrkrrrkgg und ihr
Ralkkkgggrbaurg,Akakg gaka gekkk und kargrr,gjede krkckg,gr kaka kaka
gak akig Rrggkl,rkbkt kokl.krrrrra negak ggra kka krakagar kk aaagr ka
ka ka aa gaka karrg ggggr gr gr gr kaka rrükrte krrgggea kara gaka
s aka karrra kersaankkkket.gak gak krrra krrra garr gr rrrr ·
Michael
Badura